Wer Fuss fassen will und nicht gar zu früh verhungern, der musste sich kümmern.
Unterkunft und eine Anstellung, Gold wollte verdient sein.
Eileen schritt durch die große Stadt.
Sie hatte die Wochen der Reise immer wieder darüber nachgedacht, wie sies angehen sollte.
Was sie konnte, wofür sie zu gebrauchen war, und wofür ihr wer auch immer einen Lohn zollen würde.
Sie kam immer wieder auf die Pferde zurück. Sie musste jemanden finden der Pferde hatte.
Sicherlich war das kein grösseres Problem, aber dennoch, wer hatte Pferde und brauchte jemanden, der sich um sie kümmerte ?
Da waren all die einfachen Bauern mit ihren kleinen Zuchten, die kaum selbst ein Auskommen hatten. Gering genug wenigstens, dass sie wohl niemanden zusätzlich anstellen wollten.
Eileen kannte das. Bauersleut mit ihrer Familien genügten sich da meist selbst, da würde es schwer werden.
Lies man jene außer Acht, war mit einmal kaum mehr jemand übrig.
Wer hatte Pferde zu versorgen und selber keine Zeit für dererlei ? Gute Pferde, ... jemand der ihnen das Maß an Pflege angedeihen lassen wollte, welches gute Pferde brauchten.
Aufmerksam hielt sie Ausschau, musterte die Gebäude, die Hinterhöfe soweit möglich und suchte nach einem Hinweis.
Ein Leben für die Pferde
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Alassea
Mühsam stand sie auf, ihre Fieber war etwas gestiegen und ihr Hals brannte förmlich. Lustlos wie noch nie begann sie die Schafe zu scheren, die Kuh zu melken und die Federn einzusammeln. Dann band sie ein Seil an den Hals des Ponys und liess es mehrfach im Kreis laufen, damit es die nötige tägliche Bewegung bekam. Mehr denn jeh wünschte sie sich Elias herbei.
Vielleicht fand sich ja jemand der wenigstens solang es ihr nicht gut ging sich um die Tiere kümmern wollte, den Kindern war die Lust vergangen und die Arbeit blieb an ihr, so wie sie es geahnt hatte. So sagte sie Immanuel das er die Leute fragen sollte, wenn jemand am Waisenhaus vorbeikam.
Vielleicht fand sich ja jemand der wenigstens solang es ihr nicht gut ging sich um die Tiere kümmern wollte, den Kindern war die Lust vergangen und die Arbeit blieb an ihr, so wie sie es geahnt hatte. So sagte sie Immanuel das er die Leute fragen sollte, wenn jemand am Waisenhaus vorbeikam.
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Eileen von Hohenfels
Eileen kam am Gebäude der städtischen Garde vorbei, ... die Garde, natürlich. Sie hatten genug Pferde und waren nicht wirklich dazu auserkoren sich hauptsächlich um jene zu kümmern.
Sicher eine gute Idee, dachte sie.
Als sie den Platz betrat und zu den Stallungen schaute wurde ihr allerdings schnell klar, dass es sicher schon jemanden gab, der diese Aufgabe ausfüllte. Man würde sehen müssen.
Sie beschloss zu warten.
Nach geraumer Zeit endlich kam ein gerüsteter Gardist daher und fragte nach ihrem Anliegen. Nachdem sie vorgetragen hatte bewahrheiteten sich ihre Bedenken schnell.
Natürlich hatte die Garde einen Stallburschen, natürlich brauchten sie nicht noch einen.
Da half alles Argumentieren, Zetern und Bitten nichts, und selbst die Annahme es nur mit irgendeinem Gardisten zu tun zuhaben, der darüber gar nicht befinden konnte, löste sich in Luft auf.
Der Mann stellte sich als Aradan Krenor vor, er sei der Hauptmann hier.
Die Auswahl wurde knapp und knapper und Aradan hatte ihr die leichte Resignation wohl angesehen.
"Ihr solltet es an des Grafen Hof versuchen", sagte er leichthin.
Des Grafen Hof ? Meinte er das ernst ? Oder wollte er sie nur loswerden ...
Sie hatte nicht mehr viele Möglichkeiten und war sicher um jeden Rat
dankbar, aber direkt beim Graf ?
Sie brauchte ein Dach über dem Kopf, eine Bleibe ... irgendwas ...
Was konnte sie verlieren ? Sie dankte Aradan und machte sich auf den Weg in Richtung Schloss.
Sicher eine gute Idee, dachte sie.
Als sie den Platz betrat und zu den Stallungen schaute wurde ihr allerdings schnell klar, dass es sicher schon jemanden gab, der diese Aufgabe ausfüllte. Man würde sehen müssen.
Sie beschloss zu warten.
Nach geraumer Zeit endlich kam ein gerüsteter Gardist daher und fragte nach ihrem Anliegen. Nachdem sie vorgetragen hatte bewahrheiteten sich ihre Bedenken schnell.
Natürlich hatte die Garde einen Stallburschen, natürlich brauchten sie nicht noch einen.
Da half alles Argumentieren, Zetern und Bitten nichts, und selbst die Annahme es nur mit irgendeinem Gardisten zu tun zuhaben, der darüber gar nicht befinden konnte, löste sich in Luft auf.
Der Mann stellte sich als Aradan Krenor vor, er sei der Hauptmann hier.
Die Auswahl wurde knapp und knapper und Aradan hatte ihr die leichte Resignation wohl angesehen.
"Ihr solltet es an des Grafen Hof versuchen", sagte er leichthin.
Des Grafen Hof ? Meinte er das ernst ? Oder wollte er sie nur loswerden ...
Sie hatte nicht mehr viele Möglichkeiten und war sicher um jeden Rat
dankbar, aber direkt beim Graf ?
Sie brauchte ein Dach über dem Kopf, eine Bleibe ... irgendwas ...
Was konnte sie verlieren ? Sie dankte Aradan und machte sich auf den Weg in Richtung Schloss.
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Adrian von Hohenfels
"Eine junge Frau befindet sich vor den Toren, eure Hoheit und wünscht euch zu sprechen." Adrian blickte von seinen Papieren auf und sah dem Bediensteten entgegen, welcher von der Torwache unterrichtet war.
"Ich erwarte keine junge Dame zu dieser Zeit. Im Grunde erwarte ich gar niemanden um diese Zeit. Welcherlei ersucht sie?"
"Der Herr Hauptmann so heisst es entsandte sie persönlich, so mag es von Wichtigkeit sein." der Bedienstete hüstelte nervös als erwarte er gar Schelte oder einen Rauswurf. Adrian nickte ihm nur zu. Ich werde selbst nachsehen und den kleinen Spaziergang geniessen.
Es dauerte nicht lang, bis jene junge Frau vor ihm stand. In Anaras Alter mochte sie wohl sein und offensichtlich liessen ihre Worten als auch die Tatsache, dass sie nicht wusste, wer vor ihr stand erkennen, dass sie erst jüngst in diesen Landen eingetroffen schien. Er liess sie zunächst einmal im unklaren, und bat sie herein. Mochte es nicht die höflichste Weise des Empfanges sein, so liess es doch die Möglichkeit herauszufinden, welchem Wesen diese Person entsprach. Schnell war erläutert, dass sie auf der Suche nach Arbeit war und offenbar die gräfischen Stallungen seitens des Hauptmannes empfohlen waren. So führte er sie gen der nahen Stallungen. Ein kleiner Test, dies würde der angurische Mustang sein. Es war ihm noch zu deutlich im Gedächtnis, wie langwierig eine Annäherung an diesen Wildfang war, bis sie zu der Einheit von Reiter und Tier geworden waren. Auch heute, Wochen später, kannte er seine kleinen Sturheiten durchaus noch. Es wart jedoch nicht lang, ihn von ihrer Fähigkeit auch im Umgang mit diesem temperamentvollen Tier zu überzeugen und so bat er sie zu einem Gespräch ins Schloss. Ihrer Geschichte lauschend, vermochte er wohl zu sagen, dass sie ihre Möglichkeit verdient hatte. Es würde sich erweisen, ob die erwartete Treue zum Reich und die Verschwiegenheit ebenso ihre Stärken waren. Die ihres Vorgängers waren es ohne Zweifel nie gewesen.
"Ich erwarte keine junge Dame zu dieser Zeit. Im Grunde erwarte ich gar niemanden um diese Zeit. Welcherlei ersucht sie?"
"Der Herr Hauptmann so heisst es entsandte sie persönlich, so mag es von Wichtigkeit sein." der Bedienstete hüstelte nervös als erwarte er gar Schelte oder einen Rauswurf. Adrian nickte ihm nur zu. Ich werde selbst nachsehen und den kleinen Spaziergang geniessen.
Es dauerte nicht lang, bis jene junge Frau vor ihm stand. In Anaras Alter mochte sie wohl sein und offensichtlich liessen ihre Worten als auch die Tatsache, dass sie nicht wusste, wer vor ihr stand erkennen, dass sie erst jüngst in diesen Landen eingetroffen schien. Er liess sie zunächst einmal im unklaren, und bat sie herein. Mochte es nicht die höflichste Weise des Empfanges sein, so liess es doch die Möglichkeit herauszufinden, welchem Wesen diese Person entsprach. Schnell war erläutert, dass sie auf der Suche nach Arbeit war und offenbar die gräfischen Stallungen seitens des Hauptmannes empfohlen waren. So führte er sie gen der nahen Stallungen. Ein kleiner Test, dies würde der angurische Mustang sein. Es war ihm noch zu deutlich im Gedächtnis, wie langwierig eine Annäherung an diesen Wildfang war, bis sie zu der Einheit von Reiter und Tier geworden waren. Auch heute, Wochen später, kannte er seine kleinen Sturheiten durchaus noch. Es wart jedoch nicht lang, ihn von ihrer Fähigkeit auch im Umgang mit diesem temperamentvollen Tier zu überzeugen und so bat er sie zu einem Gespräch ins Schloss. Ihrer Geschichte lauschend, vermochte er wohl zu sagen, dass sie ihre Möglichkeit verdient hatte. Es würde sich erweisen, ob die erwartete Treue zum Reich und die Verschwiegenheit ebenso ihre Stärken waren. Die ihres Vorgängers waren es ohne Zweifel nie gewesen.
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Eileen von Hohenfels
"Er hatte es getan. Er hatte sie wirklich angestellt. Was wäre Vater Stolz auf Sie !", dachte Eileen.
Der Graf hatte sie eingestellt. Der Graf ! Die folgenden Tage konnte sie ihr Glück kaum begreifen und die Arbeit ging ihr mit einer Leichtigkeit von der Hand wie schon lange nicht mehr.
Kein Vergleich mit den Stallungen zu Hause, viel weniger Pferde.
Und dennoch, jene hier verdienten alle Aufmerksamkeit der Welt, ... selten schöne Tiere.
Die Zeit war ihr gegeben und sie nahm sie sich.
Zweimal täglich ausmisten, immer frisches Stroh.
Neue Futtertröge hatte sie besorgt und neue Bürsten.
Zweimal täglich bewegte sie die Tiere. Sie sollten es gut haben.
Eileen sah Adrian des öfteren durch den Schlossgarten spazieren und er schien nicht wirklich glücklich zu sein, in diesen Tagen.
Es konnte natürlich auch sein, dass es ein Wesenszug war, der einfach zu ihm gehörte. Woher sollte sie das nach so kurzer Zeit auch wissen ?
In jedem Fall stand es ihr nicht zu ihn zu fragen, ob ihn etwas bedrücke.
Sie war die Stallmagd und er schenkte ihr Vertrauen.
Er entschied selbst was er sagte, wie er sich gab, was sie wissen sollte. Es stand ihr nicht an, den Hausherrn mit Fragen zu belästigen.
Auf der anderen Seite war er sich nie zu fein für einen Plausch am Gatter wenn sie dort zugange war.
Ihre anfängliche Zurückhaltung gab sie nach und nach auf, und musste feststellen, dass seine Durchlaucht kein Mensch war, der viel auf seinen Stand gab.
Er war weder herablassend noch teilte er Scherze aus auf deren Konter er empfindlich reagierte.
Ein Mann von Welt, gebildet, redegewandt,.
Er suchte das Gespräch schien es ihr, und sei es dieser Tage nur um sich abzulenken.
Er scherzte gern, lies einen vielschichtigen subtilen Humor erkennen und man musste arg aufpassen, wollte man den ernsten Teil vom Scherz trennen, um sich nicht entweder der Peinlichkeit auszusetzen es nicht verstanden zuhaben, oder sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen mit einer unangemessenen Antwort.
Das Niveau dieser Gespräche war so hoch, dass genau das unweigerlich passierte. Adrian belächelte sie nicht und schalt sie nicht in solchen Fällen.
Eileen kannte ihren Platz hier, und dennoch stimmte sie etwas nachdenklich, wenn sie ihn bekümmert durch den Garten spazieren sah.
Im Moment fragte sie sich weder was das war, noch warum es so war, ging es sie doch nichts an.
Etwas schob den Gedanken immer wieder fort, sobald er hochkam.
Sie sollte sich auf ihre Aufgabe hier konzentrieren und sie würde den Graf sicher nicht entäuschen wollen.
Der Graf hatte sie eingestellt. Der Graf ! Die folgenden Tage konnte sie ihr Glück kaum begreifen und die Arbeit ging ihr mit einer Leichtigkeit von der Hand wie schon lange nicht mehr.
Kein Vergleich mit den Stallungen zu Hause, viel weniger Pferde.
Und dennoch, jene hier verdienten alle Aufmerksamkeit der Welt, ... selten schöne Tiere.
Die Zeit war ihr gegeben und sie nahm sie sich.
Zweimal täglich ausmisten, immer frisches Stroh.
Neue Futtertröge hatte sie besorgt und neue Bürsten.
Zweimal täglich bewegte sie die Tiere. Sie sollten es gut haben.
Eileen sah Adrian des öfteren durch den Schlossgarten spazieren und er schien nicht wirklich glücklich zu sein, in diesen Tagen.
Es konnte natürlich auch sein, dass es ein Wesenszug war, der einfach zu ihm gehörte. Woher sollte sie das nach so kurzer Zeit auch wissen ?
In jedem Fall stand es ihr nicht zu ihn zu fragen, ob ihn etwas bedrücke.
Sie war die Stallmagd und er schenkte ihr Vertrauen.
Er entschied selbst was er sagte, wie er sich gab, was sie wissen sollte. Es stand ihr nicht an, den Hausherrn mit Fragen zu belästigen.
Auf der anderen Seite war er sich nie zu fein für einen Plausch am Gatter wenn sie dort zugange war.
Ihre anfängliche Zurückhaltung gab sie nach und nach auf, und musste feststellen, dass seine Durchlaucht kein Mensch war, der viel auf seinen Stand gab.
Er war weder herablassend noch teilte er Scherze aus auf deren Konter er empfindlich reagierte.
Ein Mann von Welt, gebildet, redegewandt,.
Er suchte das Gespräch schien es ihr, und sei es dieser Tage nur um sich abzulenken.
Er scherzte gern, lies einen vielschichtigen subtilen Humor erkennen und man musste arg aufpassen, wollte man den ernsten Teil vom Scherz trennen, um sich nicht entweder der Peinlichkeit auszusetzen es nicht verstanden zuhaben, oder sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen mit einer unangemessenen Antwort.
Das Niveau dieser Gespräche war so hoch, dass genau das unweigerlich passierte. Adrian belächelte sie nicht und schalt sie nicht in solchen Fällen.
Eileen kannte ihren Platz hier, und dennoch stimmte sie etwas nachdenklich, wenn sie ihn bekümmert durch den Garten spazieren sah.
Im Moment fragte sie sich weder was das war, noch warum es so war, ging es sie doch nichts an.
Etwas schob den Gedanken immer wieder fort, sobald er hochkam.
Sie sollte sich auf ihre Aufgabe hier konzentrieren und sie würde den Graf sicher nicht entäuschen wollen.