Nebel lag auf der Ebene jenseits des Sumpfes und lichtete sich nur zäh. Die Sonne kroch langsam über den Horizonten und kündigte einen neuen Tag an. Die Ebene aber fand sich in absoluter Stille.
Lediglich zwei gerüstete Gestalten trieben ihre Rösser über die Straße die sich aus dem Sumpfgebiet, jenseits der Grenzen von Tiefenberg, in die Richtung von Berchgard und Wulfgard bewegte. Ein leichter Film aus Schweiss und Anstrengung lag auf dem dunklen Fell der Tiere, sie waren zur Höchstleistung angespornt worden und hatten einen weiten Weg hinter sich gebracht. Über den Köpfen der beiden Gestalten wiegte sich ein rötliches Leinen, gleich einem Banner, im Wind.
Nur wenige Schritt ab der Straße fand sich ein weitläufiger Hof, das Anwesen der Gesellschaft zu Kompass und Schwert. Die Reiter schienen direkt auf das Anwesen zu zuhalten und erst im letzten Moment das Tempo zu verlangsamen.
Die beiden Schlachtrösser bäumten sich vor dem Zugang des Gildenhauses auf, ließen sich kurz darauf aber wieder durch ihre Herren unter Kontrolle bringen. Ein lautes Wiehern durchbrach die Stille noch ehe einer der Reiter die Stimme erhebte.
Rachsucht führt zu Hass und Hass ist der Weg zur Stärke und Alatar selbst!
Die Stimme schnitt durch den Nebel und sollte bis in das Anwesen hinein zu hören sein. Sollte in diesem Moment jemand einen Blick auf die Szenerie erhaschen können, würde ihm wohlmöglich auch eine furchterregende Maske auffallen. Die Maske des Todes, die Maske der Bruderschaft der Ahad.
Eine der Reiter hob die Bannerstange in die Luft und rammte sie vor dem Eingang des Gebäudes in den Boden. Das blutdurchtränkte Leinen wurde durch die Luft gerissen und erschlaffte dann.
Die Pferde tänzelten einen Moment auf der Stelle und die beiden Gerüsteten schienen das Gebäude nun selbst für einen Moment in Augenschein zu nehmen. Dann aber rissen sie die Zügel herum und trieben ihre Pferde aus der Sichtweite des Anwesens.
Das blutgetränkte Leinen
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Asaniel
- Beiträge: 0
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Aufgeregt war Asaniel, als der Ahad ihn darum bat ihn in das Land der Ketzer zu begleiten. Es war nicht sein erster Besuch bei der Gemeinschaft zu Kompass und Schwert, war er doch vor einigen Wochen mit Baldur dort gewesen, um sich das Anwesen einmal genauer anzusehen.
Er hatte bis zu diesem Tage nie persöhnlich mit der Gemeinschaft zu tun gehabt und dennoch keimte jedes Mal wenn der Name fiel ein kleiner Funken Hass in ihm auf.
Ketzer
Er war überzeugt davon, das die Gemeinschaft eine Botschaft verdient hatte und so war es keine Frage das er den Ahad als sein Knappe begleiten würde.
Es war eine knappe Botschaft, eine kurze Reise. Dennoch wusste Asaniel das das Aufleben des alten Ahadbrauches ein Nachhallen hinterlassen würde.
Er hatte bis zu diesem Tage nie persöhnlich mit der Gemeinschaft zu tun gehabt und dennoch keimte jedes Mal wenn der Name fiel ein kleiner Funken Hass in ihm auf.
Ketzer
Er war überzeugt davon, das die Gemeinschaft eine Botschaft verdient hatte und so war es keine Frage das er den Ahad als sein Knappe begleiten würde.
Es war eine knappe Botschaft, eine kurze Reise. Dennoch wusste Asaniel das das Aufleben des alten Ahadbrauches ein Nachhallen hinterlassen würde.
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Bertram Schattenlaub
- Beiträge: 90
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Mitten in der Nach waren sie wohl gekommen. Was genau sie gemacht hatten wusste keiner, denn am nächsten Morgen waren kaum Spuren über. Bert selber hätte es übersehen, hätte Verdania ihn nicht auf die Blutspritzer und die merkwürdigen Geräusche aufmerksam gemacht. Sie selbst hatte im Haus übernachtet, wie einige der Gesellschaft, die nach der kräftezehrenden Übung zu müde gewesen waren, um noch heim zu reisen.
Malena war es dann gewesen, die das Loch entdeckt hatte, wo wohl jemand eine Fahne in den Boden gerammt hatte, denn es passte gut zu der Fahne die Verdania nun dauernd durch die Gegend trug. Nach einiger Zeit hatten sie sich dann so in etwa zusammengereimt, was da wohl passiert war in der Nacht. Denn die Fahne selber hatten sie auch im Umkreis der Gesellschaft nicht finden können.
Doch diese Provokation durften sie nicht auf sich sitzen lassen und schnell war es Verdania klar, aus welcher Richtung soetwas wohl gekommen war. Aus Westen.
Bert selbst hatte dann die Idee, dass sie sich jeder ein schnelles Pferd nehmen würden und nach Rahal reiten. Dort musste ja jemand was wissen. Der erste Gang führte sie zum Osttor Rahals. Dort trafen sie einen Mann von der Pranke des Herrn. Eine Vereinigung, die noch immer hauptsächlich mit einem Namen verbunden war: Maya Taruval.
Der Mann selbst war wohl gerade am Fischen und recht überrascht, so viele dort zu sehen, wohl gerüstet, das Banner der Gesellschaft zu Kompass und Schwert stolz und hoch erhoben. Die Wut war heiß in Malena und Verdania, so hielt es Bert für klüger selbst das Gespräch zu beginnen. Nach einer Bande von Feiglingen suchten sie, welche, die in der Nacht kommen, wenn keiner ihr Handeln sehen kann. Doch der Mann wusste wenig und Bert hielt es nicht für angebracht, einen Unbewaffneten niederzustrecken. Denn noch wussten sie auch garnicht, wer dafür verantwortlich war.
Vor dem großen Tor von Rahal angekommen, konnte es sich Verdania nicht verkneifen rosa Farbe auszuschütten, die Wachen am Tor beäugten die Fremden misstrauisch, hielten aber ihre Position. Dann kam ein Mann in den Farben der Stadtwache angerannt. Wie von der Terantel gestochen rannte er an ihnen vorbei in die Stadt, sogar an Berts großem Pferd drängte er sich im Laufen irgendwie vorbei. Der Mann der ihm nachkam hatte den Schneid zu sprechen, doch auch er wusste nichts von dieser Bande, die sich am Haus der Gesellschaft zu schaffen gemacht hatten.
Einen langen Ausritt und einem kurzen Aufenthalt in Bajard später waren sie daheim. Informationen hatten sie keine bekommen und Bert war sich auch garnicht mehr so sicher, ob es wirklich eine Gruppe Rahaler war, oder nur ein paar dumme Jungen aus den umliegenden Dörfern, die eine rote Fahne windschief in den Boden gerammt hatten. Vielleicht eine Art Spiel?
Malena war es dann gewesen, die das Loch entdeckt hatte, wo wohl jemand eine Fahne in den Boden gerammt hatte, denn es passte gut zu der Fahne die Verdania nun dauernd durch die Gegend trug. Nach einiger Zeit hatten sie sich dann so in etwa zusammengereimt, was da wohl passiert war in der Nacht. Denn die Fahne selber hatten sie auch im Umkreis der Gesellschaft nicht finden können.
Doch diese Provokation durften sie nicht auf sich sitzen lassen und schnell war es Verdania klar, aus welcher Richtung soetwas wohl gekommen war. Aus Westen.
Bert selbst hatte dann die Idee, dass sie sich jeder ein schnelles Pferd nehmen würden und nach Rahal reiten. Dort musste ja jemand was wissen. Der erste Gang führte sie zum Osttor Rahals. Dort trafen sie einen Mann von der Pranke des Herrn. Eine Vereinigung, die noch immer hauptsächlich mit einem Namen verbunden war: Maya Taruval.
Der Mann selbst war wohl gerade am Fischen und recht überrascht, so viele dort zu sehen, wohl gerüstet, das Banner der Gesellschaft zu Kompass und Schwert stolz und hoch erhoben. Die Wut war heiß in Malena und Verdania, so hielt es Bert für klüger selbst das Gespräch zu beginnen. Nach einer Bande von Feiglingen suchten sie, welche, die in der Nacht kommen, wenn keiner ihr Handeln sehen kann. Doch der Mann wusste wenig und Bert hielt es nicht für angebracht, einen Unbewaffneten niederzustrecken. Denn noch wussten sie auch garnicht, wer dafür verantwortlich war.
Vor dem großen Tor von Rahal angekommen, konnte es sich Verdania nicht verkneifen rosa Farbe auszuschütten, die Wachen am Tor beäugten die Fremden misstrauisch, hielten aber ihre Position. Dann kam ein Mann in den Farben der Stadtwache angerannt. Wie von der Terantel gestochen rannte er an ihnen vorbei in die Stadt, sogar an Berts großem Pferd drängte er sich im Laufen irgendwie vorbei. Der Mann der ihm nachkam hatte den Schneid zu sprechen, doch auch er wusste nichts von dieser Bande, die sich am Haus der Gesellschaft zu schaffen gemacht hatten.
Einen langen Ausritt und einem kurzen Aufenthalt in Bajard später waren sie daheim. Informationen hatten sie keine bekommen und Bert war sich auch garnicht mehr so sicher, ob es wirklich eine Gruppe Rahaler war, oder nur ein paar dumme Jungen aus den umliegenden Dörfern, die eine rote Fahne windschief in den Boden gerammt hatten. Vielleicht eine Art Spiel?
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Gast
Vorbereitungen
Das Schreiben Deavons über jene Begegnung mit den Ketzern war auch zur Templerschaft gelangt. Die Kriegererklärung vor wenigen Monden durch die Tetrarchin Ceylin überbracht war ja noch bindend und so würde er sie weiter jagen, sollten sie ihren Hintern auf Rahlischem Gebiet zeigen.
Nun nicht nur das war gestern geschehen, sondern sie hatten auch noch Deavon gefunden. Unbeschadet aus jener Situation herausgegangen war Althan soweit zufrieden was seinen Schüler betraf.
Um die Ketzer machte er sich keine Gedanken... wenn ihre Aufmerksamkeit abgelenkt war, konnte er ungestört in seinem Tun fortfahren dort im Osten.
Nun nicht nur das war gestern geschehen, sondern sie hatten auch noch Deavon gefunden. Unbeschadet aus jener Situation herausgegangen war Althan soweit zufrieden was seinen Schüler betraf.
Um die Ketzer machte er sich keine Gedanken... wenn ihre Aufmerksamkeit abgelenkt war, konnte er ungestört in seinem Tun fortfahren dort im Osten.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 24. Mai 2013, 08:47, insgesamt 1-mal geändert.