kommt Zeit....

Geschichten eurer Charaktere
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Jacqueline Perera
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kommt Zeit....

Beitrag von Jacqueline Perera »

“Sach'ma suchste wat bestimmtes oder wieso biste hier un schaust dir hier de Glotzer aus'm Kopp?”

Der Kopf der jungen Senòrita ruckt zur Seite, die Dunkelbraunen Augen gleiten über den Merkwürdig aussehenden Typ Mensch und leicht lupft sich in einem feinen Bogen eine Braue empor.

“No, je pardonne. Ich wollte mich nur etwas umsehen, ich warte auf einen Freund.” Normalerweise wäre es ein potenzielles Opfer, in  vielerlei  Hinsicht wirkte der so um die 16 Sommer junge Mann eher wie einer der Männer dem man ohne weiteres das Geld aus den Taschen ziehen könnte, wenn man wollte. Aber meine Lust hielt sich heute eher in Grenzen, ich wollte endlich das die Fahrt losging und sich der  Capitano  auf den Weg in meine Heimat machte.

“Ney? Dann schau net so in mein Zimmer und schieb deine Glotzer weiter”, mit einer leicht äffenden Tonlage. Mit rollenden Augen wendete sich  Jacq  ab und stieß  genervt  die Luft zwischen den Lippen hindurch. Wenn wir nicht auf dem Schiff wären würde ich ihm einfach die Kehle durchschneiden, sein Gold nehmen und ihn dann in der Ecke liegen lassen, aber auf dem Schiff war einfach  zu wenig Platz  und die Gefahr entdeckt zu werden war zu groß. So setzte sie den Weg weiter durch die Kajüten fort sich mit einem tristem und gelangweilten Blicke umsehend. 

Zehn  verschissene  Jahre war ich nichtmehr auf der Insel gewesen, das waren einfach Zehn  zu viel....mein Herz sehnte sich nach meiner Heimat und nichts wünschte ich mir mehr als wieder die bekannten Stimmen, das angenehme Rauschen des Meeres welches sich an die Klippen drückt und durch ein Schallen vom Berg wieder zurück getragen wurde zu vernehmen. Herrlich.....einfach herrlich, dann die Sonnenuntergänge wie sich das Licht welches zum Abend Flammen ähnelt über das gesamte Meer legt, fast könnte man in jenen Augenblicken sagen dass das Wasser zu brennen scheint. Der Sand, der angenehme weiche sehr feinkörnige Sand welcher sich zwischen die Zehen bohrt und mit einer wohltuenden wärme den Fuß umspielt. Die Menschen welche einfach Leben, ganz ohne jeglichen Stress, frei von den Gedanken was Morgen kommen mag, was der König sagt, was irgendwelche Beamten sagen, Krieg....oder sonstigem. Nein hier auf der Insel schien es immer als würde die Zeit irgendwie garnicht so wirklich dorthin gelangen, fast so...als würde sie dort irgendwie stehen bleiben. Ja das alles und noch vieles, vieles mehr vermisste ich und egal wo ich die Zehn Jahre verbracht hatte, nichts konnte mich auch nur im geringsten davon abhalten zu sagen das es einfach nirgends so schön ist wie auf der Insel, meiner Heimat! 

Laute Schreie waren oben zu hören und ein Ruck durchbrach das gleichmäßige Schwanken des Schiffes, endlich sie stachen in See. Ein nun gleichmäßiges ziehen brachte das Schiff  Stück  für  Stück  aus dem Hafen, die Ruder emporhebend und vorne wieder  ansetzend  zogen sie die Matrosen mit einer gleichmäßigen Kraft durch das Wasser, das Trommeln des  Enseignes  de  Vaisseau, dem  Fähnrich  zur See, trieb die Matrosen und Sklaven zu einem gleichmäßigen Rudern an. So bahnte sich das große Schiff den Weg hinaus in aus der Hafenbucht, langsam verebbten die immer gleichen Regungen des Schiffes und man vernahm das trampeln vieler Füße auf dem Deck. Mit lautem Gebrüll kündigte sich das hissen der Flaggen an, nun endlich waren sie auf der See angekommen und die Fahrt konnte ihren Lauf nehmen. 

Stille war in den Kajüten eingekehrt als die Nacht einzug hielt, ab und an vernahm man das laute Schnarchen eines Passagiere und der ihr allzu bekannte Geruch von Rum machte sich in den Kajüten breit. Langsam erhob sich der  grazile  Körper der Jungen Frau und schritt in aller Ruhe mit leisem Fuße das  Deck  hinauf. So war es doch immer die schönste Zeit auf Schiff, in der Nacht wenn es ruhig war, man den Sternenhimmel betrachten konnte und dem Rauschen des Meeres genießend lauschte. Das Dunkelbraune Augenpaar schweifte suchend über das  Deck  bis eine scheinbar geeignete Stelle gefunden war und sie ihren Weg dorthin Fortsetzt. Angekommen legt sie die Ellenbogen auf die  Reling  und beugt den Körper leicht nach vorne, die Haare gleiten in sanften Bewegungen, herunterhängend, über die Schultern und der Blick ruht auf der ruhigen See. Die Augenlider schließen sich und ein zufriedenes tiefes Einatmen ist zu hören. 


So langsam platzte ich fast vor Aufregung, keine Ruhe findend wälze ich mich eh nur im Bett hin und her, daher schadet es doch nicht sich etwas die Füße zu vertreten.

„Ney da is se wieder, das Weyb das sich de Glotzer au der Stirn g'schaut hat“ Schritte sind zu vernehmen und das knarren der Holzdielen, die Worte von einem leisen Lachen begleitet. Jacq wendet sich und hinter ihr stehen drei hochgewachsene Seebären und der sechzehn Jährige komische Typ Mensch von heute Mittag. Sie verschränkt die Arme vor sich wobei erst suchend ihre Hand zum Waffengurt streicht und als sie den harten kalten Gegenstand von Pistole spürt atmet sie kurz erleichtert auf. Ihre Augen huschen musternd über die vier Männer, leicht verengen diese sich für einen kurzen Augenblick ehe sie Fragen, fast provozierend eine Braue empor lüpft. „Was wollt ihr?“ Plötzlich mit einem mal verschwand der stets freundlich anregende französische Akzent und eine provokante fast drohende Stimme, begleitet von einem Cabezianischen gerollten 'R' dringt zu dem Männern. Diese blinzeln erst einige male auf ehe sie schelmisch zu grinsen beginnen und ein jeder mit einem begierigen Blick über den Körper von Ihr gleiten lässt. „Was macht ein Weyb wie du alleine auf der hohen See? Magste nicht ein paar Gulden verdienen? Hier gibt’s ja kaum Weyber und vor allem keine solche wie dich.“ Ein Nicken andeutend in Richtung ihres Körpers. Einer der Männer leckt sich gierig über die Lippen und und grinst dann, die Faulen Zähne zeigend, breit auf.
„Verschwindet und sucht Euch eine andere oder ich blase Euch euren grotesk hässlichen Schädel vom Hals“ faucht Jacq ihnen entgegen und die Augen verengen sich zu schlitzen.
Normalerweise hätte ich kein Problem auch wenn es mich anwiederte zumindestens den Jungen und den einen Typ....aber heute hielt sich meine Lust doch sehr in grenzen und vor allem mochte ich es nicht wenn man mir drohte. Drohen war etwas was meine Hand zu einer nervösen Waffe werden lassen konnte.

Die Männer noch immer keine Anstalten machend sich zu wenden begannen damit den Kreis um sie immer enger zu ziehen. Ihr Augenpaar huscht suchend nach Fluchtmöglichkeiten hin und her.

Und so ein scheiß bei der ersten Nacht.


Die Wangenknochen der jungen rothaarigen Frau spannen sich an und sie drückt sich mit dem Rücken gegen die Reling. Immer näher schreiten die Männer und die Hand des jungen findet sich sehr schnell auf ihrem Busen wieder. Ihre Hand versuchend schnell nach unten zu gleiten umschließt sie dort die Pistole und zieht jene heraus, ihr Glück ist wohl das sie stets nach dem benutzten diese Nachlädt.

Scheiße ein Schuss verdammt, nur ein einziger Schuss und es sind drei zu viel.

Nichteinmal zum schießen kommend greifen die Männer nach der Pistole und ihrer Hand, zerren diese aus ihren Fingern und schmeißen sie ins Meer hinein.
Der geschockte Blick der Frau, dann geht ein Ruck durch ihren Körper und sie versucht sich mit aller Gewalt aus den Fängen zu befreien, sich durch die Lücken hindurch zu drücken. Gezappel, gefluche, aufgejaule als sie einem in die Weichteile tritt. Dann holt einer aus und verpasst ihr einen fest sitzenden Schlag in den Magen, sie krümmt sich und keucht auf.

Verdammtes Pack!


Gleich darauf wird der Körper der jungen Frau wieder an die Reling gepresst, unsanft und hart knallt das Holz gegen ihren Rücken. Versuchend sich mit den Füßen durch tretende Beine zu wehren und sie dort zu treffen wo es wohl am meisten schmerzt zerrt sie trotz der wieder folgenden Schläge in die Magengegend an den Armen hin und her. Einer der Männer drängt sich zwischen ihre Beine und versucht hiermit die Bewegung einzuschränken, als er ihr immer näher kommt beißt sie ihm mitten ins Gesicht. Ein lautes wütendes Aufschreien folgt ehe er ihr seinen Schädel mit voller Wucht ins Gesicht schlägt. Gleichsam lässt er von ihr ab und sie rutscht unsanft nach unten, sie dort den Kopf noch hinten am Reling-Rand anschlagend verliert sie für einen kurzen Augenblick das Bewusstsein. Unsanft packt eine Hand ihren Kragen, sie merkt wie das warme Blut über ihr Gesicht strömt, ein Aufhusten ehe man sie nach oben zieht. Einige male aufblinzelnd um wieder eine einigermaßen gute Sicht zu gewinnen Spuckt sie ihnen entgegen. „Du dumme Gör“ der faul-Zahn wischt sich das mit Blut und Spucke Gemisch aus dem Gesicht, pläckt die Zähne und knurrt sie fluchend an. „Verpasst ihr einen Schlag das sie den morgen nicht mehr erlebt und schmeißt sie in eine Ecke oder tut was ihr wollt!“ Kaum gesagt holt einer der Männer auch schon aus die Faust kommt näher und prallt voller Wucht gen ihre Schläfe sie kippt zur Seite.

Was des weiteren geschah, ob sich die geilen Böcke noch an ihr vergriffen bleibt des Lesers eigener Fantasie überlassen. Nur am morgen fand man ein in sich zusammen gesacktes mit gut zerrissener Kleidung, junges Fräulein in der Ecke des Deck's.
„Matrosen tragt sie zum Heiler, sie brauch Verpflegung die scheint's sonst nicht mehr lange zu machen ist ja ganz Blutverschmiert. UND EINER PUTZT DAS DECK HIER SIEHTS AUS!“ Brüllt der Capitano laut. Die Matrosen hieven den zierlichen Frauenkörper Richtung Heilerkajüte und legen diese dort auf ein Bett.

„Wo habt's ihr die denn her? Die sieht aus wie ne halb tote.“ Eine leicht verzweifelt fragende Miene ziert das Gesicht des Heilers als er auf die Liege blickt. „Raus mit Euch ick schau mir die kleene erstma an. Armes ding“ Die Männer verließen das Zimmer. Als ide Tür geschlossen ist lässt sich der Heiler mit einem seufzen auf seinem Stuhl nieder.

„Kindchen, Kindchen, wat ham die dir nur anjetan.“ Eine Schüssel warmes Wasser richtend beginnt ihr sie zu Waschen um ihr die Wunden zu säubern und ihr dann etwas frisches anzuziehen, auch wenn es nur ein Unterkleid war, so war es doch immerhin etwas. Zehn Tagelang lag Jacqueline in der Kajüte, neben des nicht aufwachens plagte noch ein starkes Fieber den Körper. Als der Puls immer schwächer wurde und die Haut immer blasser kam der Schiffpriester und gab der Frau die Weihe so das sie wohl in Frieden ruhen kann denn keiner sprach ihr noch einen Tag länger zu.

In der Nacht wurde auch der Atem immer seichter kaum hob sich noch der Brustkorb. Ein leichter kaum sehbarer Ruck durchstoß den Körper, ein tiefes unkontrolliertes einatmen und plötzlich riss sie die Augen auf. Fast als würde sie nichts sehnlicher wollen als nach Luft zu schnappen, fast als wäre die gewürgt worden oder man hätte ihr die Luft zum Atmen gar genommen. Geschockt dreht sich der Heiler zu ihr um und blickt die nun dort mit offenen aufgerissenen Augen, liegende Frau an. Er hechtet nach vorne greift nach dem Glas Wasser und setzt sich an die Bettkante. „Ruhisch Kindchen, ick bin da, brauchste keene Angst zu hab'n“ Jacq rutscht in die Ecke des Bettes sich an die Wand pressend ehe ein trockenes husten sie überkommt, dankbar das Wasser annehmend welches der Heiler ihr dann reicht.

„Wo bin ich? Nein eher, was ist passiert?“ von einem abermaligen leisen trockenen auf husten begleitet. Die Dunkelbraunen Augen blicken zweifelnd, unsicher aber auch fragend zu dem Heiler hinauf. „Mädken, da war'n so'n paar geile Böcke, tut mir leid für dich. Ick hoffe dat da nich's passiert. Is immer scheisse wenn da was nachkommt.“ Blickt sie hierbei Mitfühlend an und schenkt ihr ein warmes lächeln.

Na warte wenn ich Euch kriege. Ich werd Euch alles abschneiden und zwar jedem einzeln. Scheiße wieso schmerzt mir mein Schädel so. Keine Ahnung wie lange sie nun weggetreten war oder was genau passiert war, aber irgendjemand wird dafür auf jedenfall die Rechnung tragen. Kommt Zeit kommt Rat. Der scheiß Kopf und dann noch das schwummrige Gefühl und die Übelkeit.

Die Hand gen die Schläfen legend folgt ein tiefes einatmen und sie lässt sich wieder in das Kissen zurück gleiten. „Nu ruhste dich ma noch aus und moin geht’s weiter da sinn wa nämlich wieder an Land. Sind kurz vor Bajard.“

Kurz vor Bajard? Will der mich verarschen? Wir sind doch erst losgefahren! Das würde bedeuten, scheiße, das würde bedeuten das sie ziemlich lange hier unten in der Kajüte lag. Verficktes Kanonenrohr.

Man konnte ihr genau ansehen das sie gerade mehr als überrumpelt von der Aussage des Mannes war und ein noch verwirrterer Ausdruck legte sich auf die Züge. „Aye, ganze Zehn Tache kleene, zehn Tache warste hier unten. Aber ick hab auf dich aufgepasst weiste und dich gepflecht und so. Hab dir Kräuter umschläge gemacht und eigentlich, eigentlich hatte ick nich jedacht das du nochma aufwachst. Aber zack da warste wieder und nu liegste da als wär irgendwie nichs passiert.“ Ebenso in seinem Gesicht spiegelt sich Verwirrung ab. „Nu schlafste ruhst dich noch aus, ick weck dich dann aye?“ mit einem nicken wendet sie sich dann auch schon und verfällt in einen tiefen und Traumlosen Schlaf.

Wieder war das aufbrüllen von dem Capitano zu hören „SEGEL EINHOLEN!“ abermaliges getrampel ehe das Schiff dann wieder in die gleichmäßigen Zug bewegungen verfällt. Die Junge Frau hatte schon ihre Sachen gepackt und stand auf Deck dem treiben zuschauend. In ihrer rechten ein Röllchen mit Wildkraut und in der linken eine Pulle Rum.

Jetzt nur noch zu Alejsandro und dann bin ich zuhause....
Zuletzt geändert von Jacqueline Perera am Mittwoch 20. Februar 2013, 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Wie alles begann...

Beitrag von Jacqueline Perera »

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Jacqueline Perera
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Beitrag von Jacqueline Perera »

Die Tage ziehen ins Lande


Was für ein Kind gut oder schlecht ist, entscheidet doch meist die Entwicklung des Verstandes und die Erziehung der Eltern...oder der Mutter, oder wie in ihrem Fall der kompletten Familie, ihrer Familie. Trotz der äußeren Umstände und dem Treiben welches um die kleine Jaqc herrschte wuchs sie mit viel Freude und Liebe auf man kann also nicht sagen das die Charaktere welche in ihrem Umfeld lebten zu schlechten manieren führten. Man kümmerte sich um sie, erzog sie. Man brachte ihr die Künste des Lebens bei und ja, sie wuchs schon sehr früh mit dem Wissen auf das Kinder wohl nicht von Störchen gebracht werden. So war also ihr Bezug zu dem Wesentlich Sexuellen Teil des Lebens ein wohl ganz anderes als das von anderen Kindern in ihrem Alter. In sehr jungen Jahren jedoch war sie einfach nur ein Kind welches behütet, geneckt und bespasst wurde. Sie war mit den anderen Kindern auf den Gassen und am Strand spielen, schoß mit Erbsen durch die Gegend und brachte mit ihrem liebreizenden Blick die Männerherzen zum schmelzen um sich hier oder da ein paar Süßigkeiten oder Goldstücke reicher zu machen.
Hier liebe Leser beginnt nun aufh die Erzählung......

Ein angenehmen seichtes Windchen wehte durch den Raum, die Vorhänge bewegten sich in seichten Wellenartigen rythmen. Die Räucherstäbchen ließen dem Raum etwas geheimnisvolles, etwas mystisches und der seichte ton des plätschernden Wassers brachte mich vollends dazu in tiefe Gedanken und Träumereien zu versinken. Das Haus war noch leer, keine Kunden, keine Chicas und Madame Minfay war auch noch Geschäftlich unterwegs. Also hatte ich die Zeit genutzt und mir mit Nadia zusammen ein Bad eingelassen. Wir hatten soweit alles geputzt und aufgeräumt, nur der Rum musste noch in die Flaschen abgefüllt werden, aber das hatte auch bis später noch Zeit. Nadia war im gegensatz zu mir jedoch schon wieder aus der Wanne gehuscht und zog sich um, ich wollte noch nicht raus, meine Haut ähnelte zwar allmählich einer alten schrumpligen Frau doch liebte ich das Wasser. So nutzte ich also die Gelegenheit und sinnierte über alles was mein Leben so bisher zu bieten hatte. Anfangen müsste ich wohl ersteinmal damit das ich meine Familie vorstelle da doch jeder seinen eigenen Charakter hat und von der ein oder anderen hatte ich wohl als Kind was gelernt. Natürlich war ein stetiger wechsel hier im Frauenhaus und manche waren auch schon als recht junge Mädels zu Minfay gekommen.

Nadia zum Beispiel, sie war schon mit Acht jahren bei Minfay, ihre Geschichte begann wohl damit das ihre Familie ausgestoßene waren und man die kleine Nadia damals einfach auf der Strasse hat sitzten lassen. Minfay liebte Kinder und nahm sie damals auf.

Lulu war vor ungefähr vier Jahren zu Minfay gekommen, ihre Geschichte weis keiner so genau.

Kesera, da blieb nicht viel zu sagen, sie war mit ihrer Schwester Nalda zu Minfay gekommen. Sie hatten beide einen Altersunterschied von ungefähr vier Sommer und man sollte die beiden wohl mit vorsicht genießen.

Lora, sie kannte ich noch von meiner Kindheit mit Josefine zusammen wohl die beiden ältesten Frauen, sie waren seit anfang an dabei und halfen Minfay wo sie konnten.

Das waren wohl so alle wo es im Ansatz erwähnenswert war sie in meine Gedanken mit einzubeziehen, denn sie würden wohl noch lange bleiben und somit den lauf der Geschichte und auch einige meiner Handlungswege und Arten erklären.
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Jacqueline Perera
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Beitrag von Jacqueline Perera »

Lulu


[img]http://up.picr.de/13822651oe.jpg[/img]

Lulu die Stille. Meist sitzt sie in einer Ecke auf einem Stühlchen, vor ihr eine Partie Schach oder gar Karten ausgeteilt. Eine Fluppe zwischen den Fingern und dem Qualm welcher seicht über die vollen Lippen der zierlichen schwarzhaarigen Frau gleitet. Sie scheint so um die 20 Winter zu sein. Ihre recht schweigsame Art lässt eher seltenst erahnen was sie gerade zu denken scheint. Der hang zum Glücksspiel jedoch brachte das zierliche etwas in wallung und erst dann kitztelte man aus ihr den letzten funken begierde heraus.


Kesara


[img]http://up.picr.de/13822652wd.jpg[/img]

Kesara, langes blondes Haar, vollbusig und eine üppige Figur. Ein Glasauge ziert das hübsche Gesicht der jungen Frau. Ihre Tempramentvolle und feurige Art lässt erahnen das mit ihr das Kirschenessen nicht immer zu einem Genuß werden würde. Die wenigsten wagten sich ihre Zeche nicht gleich zu bezahlen, alleine schon der Angt wegen die hektische Knarre der Kesara an den Schläfen hängen zu haben.


Lora



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Lora das nicht ganz so zierliche schon etwas ältere Püppchen mit dem schicken Bein aus Holz. Man hatte wohl seltenst eine Frau gesehen welche mit soviel eleganz ein Holzbein trug und trotz allem nur so vor sexappeal trotzte. Das wahre geheimnis über die 'Frau' erfuhr man wohl erst wenn sie mit ihrer wohl er maskulinen Stimme zu sprechen begann oder die Männer 'ihr' an die Wäsche wollten.


Josefina

[img]http://up.picr.de/13822654uc.jpg[/img]

Josefina eine wahre pracht lockiges blondes Haar, wenn man nicht wüsste was sie tut würde man sie wohl als einen Engel sehen. Lieblich ist ihr lächeln jedenfalls immer und ihre Stimme, wenn sie mal singt, erklingt es in den Ohren wie ein Feuerwerk. Da sie nach Minfay eine der ältesten in dem Laden ist, erzieht sie meist oder bildet mit aus, sie teilt ein und versorgt. Auch hat sie stets wie Minfay selbst ein offenes Ohr für alle.


Nadia


[img]http://up.picr.de/13822655ni.jpg[/img]

Dann war da noch Nadia, sie war meine Spielgefährtin wohl mehr oder minder. Mutter sagte selbst immer wieder Kind zu ihr, aber meine Schwester war sie nicht. Nadia war mehr eine Aushilfe, sie arbeitete meist hinter der Theke und sprang nur ab und an zum Tanzen ein. Sie passte auf mich auf und beschäftigte sich mit mir, las mir vor und kochte mir. Aber meist jedoch sorgte sie für die Gute Laune am Tresen mit.


Nalda




[img]http://up.picr.de/13822656ru.jpg[/img]

Zu guter Letzt war da wohl noch die Nalda, Nalda die Schwester von Kesara nicht immer ehrlich, recht verschlagen in ihr sind wohl mitunter mehr Tugenden der Piraten vereint als in allen anderen. Sie Stiehlt und beklaut sogar die Familie und trotz allem findet sie immer wieder einen Weg in jene hinein. Eines Tages wird sie wohl die Quittung für ihre Handlungen erhalten, solange sie nicht Minfay bestiehlt und stets ihren Anteil abgibt wird sie wohl noch lange unter uns weilen.


Minfay



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Minfay, die wohl berümteste Frau La Cabeza's und ihre Mutter. So schnell wie sie lacht so kann sie auch fauchen und wenn man sie entzürnt wäre es wohl besser das Land so schnell es geht zu verlassen um den Messern der Gute nicht in die Quäre zu kommen. Sie hat einen hang zum Pudern und zu schönem, was wohl ihre Berufung auch mit sich führt.


Ich


[img]http://up.picr.de/13822760yd.jpg[/img]
(ich um die 12 Sommer)

Nun haben wir sie fast alle zusammen, all jene welche in dem Haus wohnen und sich die Familie nennen oder wie man so schön auf La Cabeza zu pflegen sagt 'La Familia'. Zum Anfang versuchte man mich doch mehr im Hintergrund zu halten, meiste saß ich in der Küche und halt Nadia dabei die Speißen in aller ruhe vorzubereiten oder die Tinkturen zu mischen oder ich durfte gar mit zu Joaquin, zwar sehr selten aber da gab es dann immer sehr gutes Essen mit allen den Señoritas im Schlepptau wurde ich dann meist doch früh ins Bett geschickt.
Mein Zuhause, mein Leben...ich mochte es, ich sah das die Leute lachten, sie glücklich waren auch wenn ich nicht verstand was genau dort ablief und was sie taten. Mir genügte das jeder sich an seiner eigenen Freiheit ergötzen konnte. Ich bekam Geschenke, hatte ein Bett, etwas zu Essen, zum anziehen, Freunde, eine Familie und eine Mutter. Ich wurde geschminkt, hergerichtet, die tausend Kleider in den Schränken alle durfte ich anprobieren, ein Traum für jedes kleine Kind welches einen gewissen hang zur Schauspielerei wohl schon früh zu entwickeln scheint. Alles in allem würde ich mich über meine Kindheit niemals störend äußern noch würde ich behaupten es schlecht gehabt zu haben, wo doch die meisten Kinder in Armut und Dreck aufwachsen....
Mit meinen dunkelbraunen, fast schwarzen Augen, meinem roten Haar war ich zwar etwas eher sonderbares auf der Insel aber gefragt wurde nie. Mein aufgedrehtes und offenes Wesen schlossen die meisten schnell ins Herz und somit lernte auch ich sehr früh wie ich bezierze um zu bekommen was ich möchte. „Ganz die Mutter“ hörte man das ein oder anderemal. So zogen die Jahre ins Land Tag ein und Tag aus, neue Gesichter, alt bekannte Gesichter, La Familia und die Insel.....
Zuletzt geändert von Jacqueline Perera am Montag 5. Oktober 2020, 08:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Jacqueline Perera
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Beitrag von Jacqueline Perera »

- Zwischenzeitliches -


Merkwürdig wie das Leben ab und an mal spielt, gerade bin ich erst angekommen in meiner Alten und auch wieder neuen Heimat....und kurz darauf ist alles irgendwie anders. Ich bin nicht jene die sich im Haus meiner Mutter mit den Männern begnügt, nein vielmehr bin ich die Frau die im Hintergrund mitarbeitet, Schulden eintreibt oder den Ausschank für den ein oder anderen Abend mal übernimmt. Meist aber genieß ich die Tage auf der Insel einfach und lass alles irgendwie auf mich zukommen....so wie Nel.

Komischer Mann, große Klappe, ein hang zur Übertreibung und selbst überschätzung. Ich glaube fest das er einer der Amigos ist die irgendwann mit einer Kugel im Kopf das zeitliche segnen. Auch wenn der Gedanke an einen eventuellen Tod doch irgendwie unbehagen in mein Herz bringt, ja ich hab ihn solangsam echt ziemlich gern. Es macht Spass mit ihm die Zeit zu verbringen und wenn er mich nicht gerade zur Weißglut bringt ist es meist einfach nur lustig. Wenn ich mich an die erste Nacht zurück erinnere legt sich wieder ein belustigendes schmunzeln auf die Lippen und ich kann nur den Kopf leicht Schütteln. Klar das mit seiner Nase...naja das tat mir irgendwie im nachhinein schon leid aber es war sein eigenes Verschulden, er hätte mir ja nicht wie ein reudiger Hund hinterher dackeln müssen.

Es war alles in allem doch recht ungezwungen mit den beiden...noch zumindest schien es das zu sein. Wie lange das so sein wird kann ich nicht sagen und das will ich auch nichteinmal sagen, lassen wir es auf uns zukommen und die Zeit entscheiden. Bisher scheint er selbst nicht einer der Männer zu sein die in irgend einer art und weis an etwas festem hängen und sie...naja sie war für Beziehungen eh nicht wirklich geschaffen. Erstens war es die Eifersucht die meist einen Keil dazwischen trieb oder es war mein temprament das dem ganzen einen Strich durch die Rechnung machte. Meist jedoch lag es wohl daran das ich einfach nicht bereit war mich verletzen zu lassen und daher jegliche Gefühle erst garnicht zuließ. Das wiederrum lag vielleicht aber auch einfach daran das ich die Männer seit kindestagen eher als Geldgeber sah.....sie kamen, bekamen, zahlten und gingen dann wieder. So hatte ich das immer erlebt und so war das auch immer gewesen. Bei Nel war das aber anders, er konnte mich tatsächlich Reizen also im Sinne von zur Weißglut bringen, er brauchte es fertig das mich das Gefühl nicht losließ ihn am liebsten gegen eine Wand zu klatschen. Aber so sehr ich ihn ab und an auch für einen kurzen Moment hassen mochte, so sehr liebte ich es auch mit ihm die Zeit zu verbringen.

Wie dem auch sei lief alles in allem doch recht angenehm zur Zeit, langsam jedoch musste ich mich auch endlich darum kümmern mit Jaron in Kontakt zu treten es gab einiges was noch besprochen werden musste. Ich kann nur hoffen das sich alles so entwickelt wie ich mir das zu anfangs auch vorgestellt hatte....auch wenn Nel zum Beispiel eines der Dinge war die ich nicht mit eingerechnet hatte. Aber wer rechnet schon damit etwas auf einer Insel zu finden was einem vielleicht doch ans Herz wachsen könnte.... Gerade ich ein Gefühlskrüppel entwickelte gefallen. Noch mehr verwirrte mich jedoch wenn der Rabendiener in meiner Nähe war, ein komisches Gefühl...keine Angst, nein aber irgendetwas das mir einen fast angenehmen Schauer über die Haut laufen ließ. Es war irgendwie als würde da etwas sein...etwas das ich nicht wirklich erklären konnte, nur der Respekt vor dem Rabendiener ließ mich wohl auch erstmal das Gefühl verdrängen.
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