Die Zitronen des Degen
- Graulist Eisenjam
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Die Zitronen des Degen
Im Garten des Degen liegt eine Zitrone. Sie ist klein und verschrumpelt.
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Isen Rauhnacht
Die Grenzen zwischen dem, was lebendig war und dem, was tot war, verliefen in ihrer Welt fließend und obwohl sie wusste, dass andere klarere Vorstellungen davon hatten, war sie doch der Meinung, eher über eine Begabung zu verfügen als über eine Form von Geisteskrankheit. Es gab keinerlei Kriterien, anhand derer sie entscheiden konnte, wann etwas das Resultat ihrer Einbildungskraft war und wann sie einen Eindruck mit ihren Mitmenschen teilte. Sie hatte sich angewöhnt nicht auf Zurufe zu reagieren, wenn niemand sonst in ihrer Gegenwart davon Notiz nahm. Sie wusste, dass die lebendigen Gegenstände nicht auf gleicher Ebene der Wirklichkeit rangierten wie die lebendigen Menschen und manche von diesen lebendigen Menschen nicht im eigentlichen Sinne des Wortes lebendig waren. Sie waren tot, aber sie wussten es nicht und weil sie es nicht wussten, verhielten sie sich als wären sie am Leben. So oder so ähnlich hatte sie sich erklärt warum in der Ecke des Zimmer immer jemand stand, den niemand sonst bemerkte.
Sie hatte irgendwann bemerkt, dass ihr die Dinge gut gesinnt waren und gelernt wie man sich mit ihnen anfreunden konnte. Es verwundert also nicht, dass sie just an dem Abend, an dem sie zu einem abendlichen Spaziergang aufgebrochen war und die Zitrone in des Degens Garten bemerkte, sofort versuchte, sie in ein Gespräch zu verwickeln. Die Zitrone zeigte sich nicht erfreut über die Störung, aber weil Isen eine gewisse Beharrlichkeit an den Tag legte, wenn es darum ging Dinge oder Menschen für sich einzunehmen, gelang es ihr schließlich ein Thema zu finden, worüber sich die Zitrone unterhalten wollte.
So kam es, dass Isen allerhand über das bescheidene und wie sie fand etwas triste Dasein der Zitrone erfuhr und was für diese Zitrone galt – so nahm sie an – galt für alle Zitronen. Aber weil sie nicht alle Zitronen der Welt retten konnte, klaubte sie nur diese aus dem Garten ihres Nachbarn. Sie schlichtete sie zu den anderen Dingen in das Regal ihres Zimmers und bevor sie sich in ihrer Schlafhöhle verkroch, wünschte sie ihr noch eine gute Nacht.
Sie hatte irgendwann bemerkt, dass ihr die Dinge gut gesinnt waren und gelernt wie man sich mit ihnen anfreunden konnte. Es verwundert also nicht, dass sie just an dem Abend, an dem sie zu einem abendlichen Spaziergang aufgebrochen war und die Zitrone in des Degens Garten bemerkte, sofort versuchte, sie in ein Gespräch zu verwickeln. Die Zitrone zeigte sich nicht erfreut über die Störung, aber weil Isen eine gewisse Beharrlichkeit an den Tag legte, wenn es darum ging Dinge oder Menschen für sich einzunehmen, gelang es ihr schließlich ein Thema zu finden, worüber sich die Zitrone unterhalten wollte.
So kam es, dass Isen allerhand über das bescheidene und wie sie fand etwas triste Dasein der Zitrone erfuhr und was für diese Zitrone galt – so nahm sie an – galt für alle Zitronen. Aber weil sie nicht alle Zitronen der Welt retten konnte, klaubte sie nur diese aus dem Garten ihres Nachbarn. Sie schlichtete sie zu den anderen Dingen in das Regal ihres Zimmers und bevor sie sich in ihrer Schlafhöhle verkroch, wünschte sie ihr noch eine gute Nacht.
Zuletzt geändert von Isen Rauhnacht am Donnerstag 21. März 2013, 23:47, insgesamt 1-mal geändert.
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In dieser Nacht liegt keine Zitrone im Garten des Degen.
Zuletzt geändert von Graulist Eisenjam am Freitag 22. März 2013, 00:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Alin
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