Aber bitte mit Krone! (Teilnahme erwünscht)
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Naischa
- Beiträge: 453
- Registriert: Montag 23. März 2009, 04:37
- Wohnort: Wien
Mit kleinen Füssen aber großen Schritten spielte sie Steine hüpfen in Adoran. Es war der einzige Boden im Land, wo sie das spielen konnte, außerdem konnte man so immer wieder interessante Dinge erfahren. Wer mal wieder gemein zu wem ist und wer gerade sogar im Kerker sitzt.
Einer der Wachen duldete ihr tun und lächelte sie immer wieder an, bis er sie heran winkte und ihr den Aushang zeigte.
„Du, Naischa, schau mal wer ins Land kommt“, sagte der Gardist und lächelte sie an.
Naischa musste sich strecken. Wieder einmal wurde der Aushang blöd aufgehängt nur in der Augenhöhe der Großen Leute, aber an die Kleinen wurde nie gedacht.
Der Gardist bemerkte natürlich das Tun, hob sie dann ohne zu fragen einfach hoch und kicherte dabei - und Naischa ebenfalls.
Als Naischa dann den Aushang gelesen hatte, drehte sie sich halb um in seinen Armen und fragte ihn: „Heißt das, dass jetzt alles besser wird, wenn der Königonkel her kommt?“
Der Gardist nickte und stellte sie behutsam wieder auf den Boden.
„Naja, ich denke, er wird gewiss das eine oder andere verändern. Aber du brauchst dir ja keine Sorgen zu machen. DU wohnst da draußen am Wegkreuz und hast deine persönliche Leibgarde.“ Dabei zwinkerte ihr zu und lachte dann schallend auf.
Kurz blickte die kleine Maus überlegt in den Himmel, winkte rasch dem guten Gardisten zu und flitzte zurück nach Hause.
„PERGUSSSSSSS hoi die Krone ause der Königonkel kummt!“ schrie sie, als sie am Hof angekommen war. Naischa war ganz aufgeregt, huschte die Treppen hoch und kramte in ihrer Kiste, wo sie ihren Kopfreif hervor holte und mit einem sauberen Eck ihrer Kleidung reinigte.
Pergus schaute sie ganz perplex an und fragte in seiner unendlichen Einfalt:“ Wos is los?“
Naischa erklärte ihm dann ruhig: “Na schau, wenn mir zwa Prinz und Prinzessin san und da Königonkel her kommt, dann müss ma uns ja fesch machen und dem Onkel winken. Dass er ka Zeit haben wird für uns, is eh kloar, owa winken müss ma scho.“ Immer wieder dazwischen Nickte Pergus zu ihren Worten und sein Gesicht wurde immer breiter mit seinem Lächeln.
Gerade als Naischa Pergus so intensiv erklärte was sie meinte, betrat Cedric den Hof, lauschte den restlichen Worten von ihr und schüttelte nur den Kopf.
„Maus, nein das geht nicht. Ihr könnt den König doch nicht Onkel nennen. Das ist König Ador Segenus Corbidian Victor von Hohenfels, aber König ist er noch nicht. Erst nach seiner Krönung, was ein riesen Fest ist, weißt du, und so lange ist er selber noch Prinz. Aber Königonkel könnt ihr ihn nicht nennen. Das könnte Schwierigkeiten geben. Aber wenn du möchtest kannst du zum Fest gehen, zusehen, aber ja nichts machen, was irgendwie dir den Hals kosten könnte. Dort wird alles ganz groß bewacht.“ So verstummte Cedric und lächelte Naischa und Pergus an.
Naischas Blick war wirklich total traurig. Sie hatte sich doch schon so gefreut. Aber: nein, den Königonkel darf man nicht Onkel nennen, weil das nicht gut ist. Das wusste sie nun.
Pergus Blick war ebenfalls traurig. Er hatte zwar nicht alles wirklich verstanden, was Naischa und Cedric erklärt hattten, doch hatte er sich ebenfalls auf den neuen Onkel gefreut. So gingen alle langsam wieder ihrem Tagewerk nach.
Pergus kümmerte sich um das Feld, Naischa erntete die Pfirsiche und Äpfel von den Bäumen. Die Trauben wurden gepflückt, die Pferde gestriegelt, die Kühe gemolken und den Hühnern die Federn und Eier stibitzt. Cedric schaute ihnen zu. Immer wieder erhob er sich zwischendurch, machte eine Runde am Wegekreuz und kümmerte sich um die Sicherheit des Hofes.
Tja so ist das wohl: Prinz und Prinzessin sind nicht immer Prinz und Prinzessin - aber das ist eine andere Geschichte.
Einer der Wachen duldete ihr tun und lächelte sie immer wieder an, bis er sie heran winkte und ihr den Aushang zeigte.
„Du, Naischa, schau mal wer ins Land kommt“, sagte der Gardist und lächelte sie an.
Naischa musste sich strecken. Wieder einmal wurde der Aushang blöd aufgehängt nur in der Augenhöhe der Großen Leute, aber an die Kleinen wurde nie gedacht.
Der Gardist bemerkte natürlich das Tun, hob sie dann ohne zu fragen einfach hoch und kicherte dabei - und Naischa ebenfalls.
Als Naischa dann den Aushang gelesen hatte, drehte sie sich halb um in seinen Armen und fragte ihn: „Heißt das, dass jetzt alles besser wird, wenn der Königonkel her kommt?“
Der Gardist nickte und stellte sie behutsam wieder auf den Boden.
„Naja, ich denke, er wird gewiss das eine oder andere verändern. Aber du brauchst dir ja keine Sorgen zu machen. DU wohnst da draußen am Wegkreuz und hast deine persönliche Leibgarde.“ Dabei zwinkerte ihr zu und lachte dann schallend auf.
Kurz blickte die kleine Maus überlegt in den Himmel, winkte rasch dem guten Gardisten zu und flitzte zurück nach Hause.
„PERGUSSSSSSS hoi die Krone ause der Königonkel kummt!“ schrie sie, als sie am Hof angekommen war. Naischa war ganz aufgeregt, huschte die Treppen hoch und kramte in ihrer Kiste, wo sie ihren Kopfreif hervor holte und mit einem sauberen Eck ihrer Kleidung reinigte.
Pergus schaute sie ganz perplex an und fragte in seiner unendlichen Einfalt:“ Wos is los?“
Naischa erklärte ihm dann ruhig: “Na schau, wenn mir zwa Prinz und Prinzessin san und da Königonkel her kommt, dann müss ma uns ja fesch machen und dem Onkel winken. Dass er ka Zeit haben wird für uns, is eh kloar, owa winken müss ma scho.“ Immer wieder dazwischen Nickte Pergus zu ihren Worten und sein Gesicht wurde immer breiter mit seinem Lächeln.
Gerade als Naischa Pergus so intensiv erklärte was sie meinte, betrat Cedric den Hof, lauschte den restlichen Worten von ihr und schüttelte nur den Kopf.
„Maus, nein das geht nicht. Ihr könnt den König doch nicht Onkel nennen. Das ist König Ador Segenus Corbidian Victor von Hohenfels, aber König ist er noch nicht. Erst nach seiner Krönung, was ein riesen Fest ist, weißt du, und so lange ist er selber noch Prinz. Aber Königonkel könnt ihr ihn nicht nennen. Das könnte Schwierigkeiten geben. Aber wenn du möchtest kannst du zum Fest gehen, zusehen, aber ja nichts machen, was irgendwie dir den Hals kosten könnte. Dort wird alles ganz groß bewacht.“ So verstummte Cedric und lächelte Naischa und Pergus an.
Naischas Blick war wirklich total traurig. Sie hatte sich doch schon so gefreut. Aber: nein, den Königonkel darf man nicht Onkel nennen, weil das nicht gut ist. Das wusste sie nun.
Pergus Blick war ebenfalls traurig. Er hatte zwar nicht alles wirklich verstanden, was Naischa und Cedric erklärt hattten, doch hatte er sich ebenfalls auf den neuen Onkel gefreut. So gingen alle langsam wieder ihrem Tagewerk nach.
Pergus kümmerte sich um das Feld, Naischa erntete die Pfirsiche und Äpfel von den Bäumen. Die Trauben wurden gepflückt, die Pferde gestriegelt, die Kühe gemolken und den Hühnern die Federn und Eier stibitzt. Cedric schaute ihnen zu. Immer wieder erhob er sich zwischendurch, machte eine Runde am Wegekreuz und kümmerte sich um die Sicherheit des Hofes.
Tja so ist das wohl: Prinz und Prinzessin sind nicht immer Prinz und Prinzessin - aber das ist eine andere Geschichte.
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Jane Sylva
Eine leichte Brise fuhrt ihr durchs Haar und liess die kleinen, eingeflochtenen Perlen leise klimpern, ihre Hand legte sich sanft um den Bauch der Rumflasche während sie ihrem Agenten nachsah, wie er zurück durch den Dschungel, in Richtung Hafen entschwand.
Neuigkeiten aus Adoran, geradezu unglaubliche Neuigkeiten..... eine anstehende Krönung, ein König ohne Königin, ein Hofstaat wollte sich dort niederlassen... als ob es nicht schon genug von dem gepuderten Gesochs auf Gerimor gab, als ob nicht bereits genügend Arme ihren Zehnten abgeben mussten, nein, nun würde das Volk noch einen König und dessen Lakaien durchfüttern müssen...
Eine dünne Linie legte sich zwischen ihre Augenbrauen, nachdenklich wandte sie ihren Blick über's Cabezianische Riff...
"Man wird dem Volk helfen müssen," und Ränke schmiedend lehnte sich die Piratin an den Felsen während sich ein schmales Lächeln auf ihre Lippen legte ....
[img]http://i187.photobucket.com/albums/x177/GaidaO/9782203393103_2b.jpg[/img]
Neuigkeiten aus Adoran, geradezu unglaubliche Neuigkeiten..... eine anstehende Krönung, ein König ohne Königin, ein Hofstaat wollte sich dort niederlassen... als ob es nicht schon genug von dem gepuderten Gesochs auf Gerimor gab, als ob nicht bereits genügend Arme ihren Zehnten abgeben mussten, nein, nun würde das Volk noch einen König und dessen Lakaien durchfüttern müssen...
Eine dünne Linie legte sich zwischen ihre Augenbrauen, nachdenklich wandte sie ihren Blick über's Cabezianische Riff...
"Man wird dem Volk helfen müssen," und Ränke schmiedend lehnte sich die Piratin an den Felsen während sich ein schmales Lächeln auf ihre Lippen legte ....
[img]http://i187.photobucket.com/albums/x177/GaidaO/9782203393103_2b.jpg[/img]
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Niowe Adela Aireth
Der Kronprinz kommt
Wäre dies vor Monden verkündet worden, damals als seine herzogliche Hoheit von Greifenhain noch lebte, dann hätte ich mich auf dieses Ereignis gefreut. So sehr, das habe ich dem Herzog damals verkündet, wollte ich einmal nur einen Blick auf unseren Kronprinzen werfen. Sicherlich wäre die Festung dann im hellen Licht erstrahlt und alles wäre anders gekommen. Nun aber wiegt diese Freude, die Trauer auf, dass dies nun nicht der Herzog erleben durfte.
Dieser völlig unerwartete Blumenstrauß samt Gebinde für mein Haar, welches ein Bote mir von dem Edlen in der Residenz der Hochedlen überbracht wurde, ist jetzt und heute wichtiger geworden. Er duftet und er kam von Herzen. Etwas, was nebst Gebeten gut tut in diesen Zeiten. Ich habe die Blicke der Hochedlen bemerkt, die mir deutlich zeigen, dass sie nur zu gerne den Namen dieses Herrn in Erfahrung hätte bringen wollen, aber diesen Wunsch muss ich ihr leider verweigern. Dennoch richtet sich meine Dankbarkeit und meine Freude über diese Aufmerksamkeit an jene Person, die ich schätzen lernen durfte.
Während die Hochedle in heller Aufregung die Gewandung herbei holte, um jene ihr für dieses Ereignis zu präsentieren, hänge ich meinen Gedanken nach.
Erstens, und das war gewiss, würde zu diesem Empfang zu dem sicherlich der gesamte Adel samt Kronritterschaft geladen war, von jenen genutzt werden, die ihrem Ansehen einen Schub nach oben verhelfen wollen. Also Speichelleckern, die mit ihrem Glanz jene zu blenden versuchen, die dies noch nicht wissen.
Hier nun ergibt sich meine Frage, möchtest du dir das wirklich antun? All die Damen in ihren prachtvollen Toiletten auf und ab schwirren sehen, nur damit der Kronprinz sie bemerkt, rein zufällig. Oder vielleicht die adeligen Herren wie Pfaue glitzernd im Licht der Kerzenleuchter betrachten, wie sie mit geblähter Brust auf und ab stolzieren?
Nein, ist die Antwort und das kommt aus reinem Herzen. Es wäre eine Wohltat würde man einfach auf meine Einladung dazu vergessen. Es gibt genügend zu beachten, und auf mich kommt es wohl am wenigsten bei diesem Spektakel an. Vielleicht ist die gütige Herrin gnädig und es geschieht. Die Einladung geht einfach verloren, da man sowieso nicht weiß, außer der Hochedlen und sie wird schweigen, so hoffe ich, wo ich derzeit lebe. Es gibt genügend Umstände, die jeder wohl kennt, welche das bewirken könnten.
Richtig ich diene dem Kronprinz, aber nicht auf dem Parkett sondern mit meinem Schwert, und das wäre wohl bei einem Empfang unpassend.
Dennoch es gehört zu meinen Pflichten dem nachzukommen, sollte man dies wünschen. Das ist mir sehr wohl bewusst, und gäbe es keinen wichtigen Grund, wie ein Sturz aus dem Fenster oder jene Krankheit, die mich hier so oft schon danieder gestreckt hat, dann wohl müsste ich mich kurz sehen lassen. Das bin ich vor allem einem, dem verstorbenen Herzog wohl schuldig, und genau das wäre ein Grund dort in Erscheinung zu treten.
Insgeheim jedoch wächst meine Sorge, den gesamten Hofstaat hier in Adoran zu wissen. Es wird nun keine ruhige Minute mehr geben und bei all den verpflichteten Verbeugungen die dies zur Folge haben wird, hält nun Heuchelei, Trug und Machtspiele verborgen unter dem Mantel der Schmeichelei nun Einzug in diese Stadt.
Temora, steh uns bei und vor allem beschütze unseren Kronprinzen!
Abermals richte ich nun mein Augenmerk auf die Hochedle und verdränge für einen kurzen Augenblick dieses Ereignis.
Dieser völlig unerwartete Blumenstrauß samt Gebinde für mein Haar, welches ein Bote mir von dem Edlen in der Residenz der Hochedlen überbracht wurde, ist jetzt und heute wichtiger geworden. Er duftet und er kam von Herzen. Etwas, was nebst Gebeten gut tut in diesen Zeiten. Ich habe die Blicke der Hochedlen bemerkt, die mir deutlich zeigen, dass sie nur zu gerne den Namen dieses Herrn in Erfahrung hätte bringen wollen, aber diesen Wunsch muss ich ihr leider verweigern. Dennoch richtet sich meine Dankbarkeit und meine Freude über diese Aufmerksamkeit an jene Person, die ich schätzen lernen durfte.
Während die Hochedle in heller Aufregung die Gewandung herbei holte, um jene ihr für dieses Ereignis zu präsentieren, hänge ich meinen Gedanken nach.
Erstens, und das war gewiss, würde zu diesem Empfang zu dem sicherlich der gesamte Adel samt Kronritterschaft geladen war, von jenen genutzt werden, die ihrem Ansehen einen Schub nach oben verhelfen wollen. Also Speichelleckern, die mit ihrem Glanz jene zu blenden versuchen, die dies noch nicht wissen.
Hier nun ergibt sich meine Frage, möchtest du dir das wirklich antun? All die Damen in ihren prachtvollen Toiletten auf und ab schwirren sehen, nur damit der Kronprinz sie bemerkt, rein zufällig. Oder vielleicht die adeligen Herren wie Pfaue glitzernd im Licht der Kerzenleuchter betrachten, wie sie mit geblähter Brust auf und ab stolzieren?
Nein, ist die Antwort und das kommt aus reinem Herzen. Es wäre eine Wohltat würde man einfach auf meine Einladung dazu vergessen. Es gibt genügend zu beachten, und auf mich kommt es wohl am wenigsten bei diesem Spektakel an. Vielleicht ist die gütige Herrin gnädig und es geschieht. Die Einladung geht einfach verloren, da man sowieso nicht weiß, außer der Hochedlen und sie wird schweigen, so hoffe ich, wo ich derzeit lebe. Es gibt genügend Umstände, die jeder wohl kennt, welche das bewirken könnten.
Richtig ich diene dem Kronprinz, aber nicht auf dem Parkett sondern mit meinem Schwert, und das wäre wohl bei einem Empfang unpassend.
Dennoch es gehört zu meinen Pflichten dem nachzukommen, sollte man dies wünschen. Das ist mir sehr wohl bewusst, und gäbe es keinen wichtigen Grund, wie ein Sturz aus dem Fenster oder jene Krankheit, die mich hier so oft schon danieder gestreckt hat, dann wohl müsste ich mich kurz sehen lassen. Das bin ich vor allem einem, dem verstorbenen Herzog wohl schuldig, und genau das wäre ein Grund dort in Erscheinung zu treten.
Insgeheim jedoch wächst meine Sorge, den gesamten Hofstaat hier in Adoran zu wissen. Es wird nun keine ruhige Minute mehr geben und bei all den verpflichteten Verbeugungen die dies zur Folge haben wird, hält nun Heuchelei, Trug und Machtspiele verborgen unter dem Mantel der Schmeichelei nun Einzug in diese Stadt.
Temora, steh uns bei und vor allem beschütze unseren Kronprinzen!
Abermals richte ich nun mein Augenmerk auf die Hochedle und verdränge für einen kurzen Augenblick dieses Ereignis.
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Der Erzähler
Vogelgezwitscher erfüllte die Luft. Vereinzelt wurde das Licht von den Ästen der Bäume gebrochen. Pflanzen in allen erdenklichen Formen und Farben bildeten ein dichtes, fast unwegsames Grün. Eine Silhouette so schnell verschwunden wie erschienen bildete einen Schatten. Gras, zerquetscht von dem Gewicht, richtete sich wieder auf.
Stille...
Das Vogelgezwitscher war verstummt. Lauernd suchten die gelb-grünen Augen ihre Beute. Unter dem weichen Fell spannten sich die Muskeln an, zum Sprung bereit.
Die Jagd hatte begonnen
Stille...
Das Vogelgezwitscher war verstummt. Lauernd suchten die gelb-grünen Augen ihre Beute. Unter dem weichen Fell spannten sich die Muskeln an, zum Sprung bereit.
Die Jagd hatte begonnen
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Der Erzähler
Er stand vor seiner braunen Stute. Anmutig hob das Tier seinen Kopf, als er ihr über das Abzeichen, eine sternförmige weißen Blesse, strich. Für den Moment überschlugen sich seine Gedanken. Es war bewegend. Nur noch wenige Tage und sein Bruder sollte endlich die Krone erhalten. Viel zu lange war das Land ohne einen König. Viel zu lange hieß es „Dem Kronprinz und Reich zu Ehr“ - war es denn bisher mehr gewesen als nur eine Floskel?
Das würde sich zeigen.
Als er hoch sah, erblickte er ihn am Fenster. Da stand er: Sein älterer Bruder.
Keine Gefühlsregung. Hatte sie ihm eigentlich so wenig bedeutet? Selbst wenn die beiden allein waren, zeigte er keine Regung. Dabei war sie etwas ganz Besonderes gewesen. Auch er hatte sie gemocht, oder besser ausgedrückt, wer hatte sie nicht gemocht? Sie war eine liebreizende Person gewesen. Er fühlte einen kurzen Stich.
Er schüttelte sich, dabei versuchte er ebenso den Schmerz abzuschütteln. Doch das sollte Vergangenheit sein. Eine neue Zeit sollte anbrechen. Die Zeit des Neuen, die Zeit des alten Kronprinzen und des neuen Königs. Ihm war nach Feiern zumute. Genau wie die Getreuen hatte auch das Land endlich eine Aussicht, eine Aussicht auf … ja Moment, genau. Wie waren denn nun eigentlich die Aussichten?
Von Kindesbeinen an waren sie zusammen, mehr als das, sie waren unzertrennlich. Unterricht um Unterricht teilten sie und folgten ihrer zukünftigen Bestimmung. Etikette, Waffenkunde, Geschichte, fremde Sprachen, das alles wollte und musste erlernt und verinnerlicht werden. Jahrelang wurden sie getrimmt, gebauchpinselt, trainiert, geschoben, gedrängt und gelenkt.
Gelenkt, ja das war eine passende Beschreibung. Selbstbestimmung sah anders aus.
Von der Kleidung bis hin zum Essen, wann sie wo sein sollten, wann sie sich wie zu benehmen hatten. Noch nie in seinem Leben hatte ihn das gestört. Sie waren so aufgewachsen, waren darauf dressiert worden, doch plötzlich war da etwas.
Hinter sich hörte er sich nähernde Schritte. Schnell wandte er den Blick wieder zu seinem Pferd. Der Herzog trat zu ihm. Wie immer das höfische, distanzierte Lächeln auf den Lippen. Er mochte ihn. Irgendetwas hatte er an sich, was ihn zutiefst beeindruckte. Zumal er ihn auch immer um Rat fragen konnte. Auf jeden Frage wusste er eine Antwort. Als Theobald auf seiner Höhe war, bedachte er den Prinzen wie immer mit den üblichen Floskeln. Jede einzelne Bewegung, jedes noch so kleine Wort war perfekt abgestimmt. Nachdem er ebenso die Höflichkeiten erwidert hatte, vernahm er seine Stimme, jene Worte, die ihn noch bis tief in die Nacht verfolgten.
"Im Schatten bekommt man zumindest keinen Sonnenbrand"
Der Herzog hatte ihm schon wieder den Rücken gekehrt, bevor er etwas erwidern konnte. Wie so oft kein Abschied. Ador war es, den sie mit allem bedachten. Ador war der „Wichtige“ von ihnen. Er? Er war nur der Mitläufer, der kleinere Bruder. Ein Überbleibsel oder eine Nebenerscheinung, wenn man so wollte.
Das würde sich zeigen.
Als er hoch sah, erblickte er ihn am Fenster. Da stand er: Sein älterer Bruder.
Keine Gefühlsregung. Hatte sie ihm eigentlich so wenig bedeutet? Selbst wenn die beiden allein waren, zeigte er keine Regung. Dabei war sie etwas ganz Besonderes gewesen. Auch er hatte sie gemocht, oder besser ausgedrückt, wer hatte sie nicht gemocht? Sie war eine liebreizende Person gewesen. Er fühlte einen kurzen Stich.
Er schüttelte sich, dabei versuchte er ebenso den Schmerz abzuschütteln. Doch das sollte Vergangenheit sein. Eine neue Zeit sollte anbrechen. Die Zeit des Neuen, die Zeit des alten Kronprinzen und des neuen Königs. Ihm war nach Feiern zumute. Genau wie die Getreuen hatte auch das Land endlich eine Aussicht, eine Aussicht auf … ja Moment, genau. Wie waren denn nun eigentlich die Aussichten?
Von Kindesbeinen an waren sie zusammen, mehr als das, sie waren unzertrennlich. Unterricht um Unterricht teilten sie und folgten ihrer zukünftigen Bestimmung. Etikette, Waffenkunde, Geschichte, fremde Sprachen, das alles wollte und musste erlernt und verinnerlicht werden. Jahrelang wurden sie getrimmt, gebauchpinselt, trainiert, geschoben, gedrängt und gelenkt.
Gelenkt, ja das war eine passende Beschreibung. Selbstbestimmung sah anders aus.
Von der Kleidung bis hin zum Essen, wann sie wo sein sollten, wann sie sich wie zu benehmen hatten. Noch nie in seinem Leben hatte ihn das gestört. Sie waren so aufgewachsen, waren darauf dressiert worden, doch plötzlich war da etwas.
Hinter sich hörte er sich nähernde Schritte. Schnell wandte er den Blick wieder zu seinem Pferd. Der Herzog trat zu ihm. Wie immer das höfische, distanzierte Lächeln auf den Lippen. Er mochte ihn. Irgendetwas hatte er an sich, was ihn zutiefst beeindruckte. Zumal er ihn auch immer um Rat fragen konnte. Auf jeden Frage wusste er eine Antwort. Als Theobald auf seiner Höhe war, bedachte er den Prinzen wie immer mit den üblichen Floskeln. Jede einzelne Bewegung, jedes noch so kleine Wort war perfekt abgestimmt. Nachdem er ebenso die Höflichkeiten erwidert hatte, vernahm er seine Stimme, jene Worte, die ihn noch bis tief in die Nacht verfolgten.
"Im Schatten bekommt man zumindest keinen Sonnenbrand"
Der Herzog hatte ihm schon wieder den Rücken gekehrt, bevor er etwas erwidern konnte. Wie so oft kein Abschied. Ador war es, den sie mit allem bedachten. Ador war der „Wichtige“ von ihnen. Er? Er war nur der Mitläufer, der kleinere Bruder. Ein Überbleibsel oder eine Nebenerscheinung, wenn man so wollte.
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Elanora Eschenthal
Schon eine ganze Weile ging sie nun in der Wohnstube auf und ab und hing ihren Gedanken nach.
Sie hatte es kaum glauben können, als der Bote ihr die Nachricht überbrachte und sie musste die Nachricht gar gleich mehrmals lesen, bis sie sich sicher war, sich nicht verlesen zu haben. Doch es bestand kein Zweifel, der Bote, das Schreiben, der Inhalt ... alles echt.
Ihr hatte das Herz in der Brust plötzlich lauter gepocht, als ein Schmiedehammer auf einem Amboss und die Zeit schien sich zu verlangsamen. Seine königliche Hoheit hier .. für immer.. und schon so bald!
Natürlich freute sie sich. Ihre Eltern wären sicher auch stolz ihre Tochter in der Nähe des Königs zu wissen. Doch sicher war, es würde ihr Leben verändern. Ihrer aller Leben! Und hatte es auch schon, obwohl er noch nicht einmal da war.
Fjalon, ihr Leibwächter und neuer Mitbewohner war quasi im Dauer-Dienst für das Regiment. Thelor war mit den Vorbereitungen beschäftigt und ging sicher ihrer Erlaucht zur Hand und sie?
Wäre sie noch im Regiment, hätte sie nun sicher keine Zeit ihren Gedanken nach zu hängen. Aber so lief sie nur rastlos umher. Nutzlos. Sie fühlte sich nutzlos und auf eine gewisse Weise unsichtbar. Ihr fehlte einfach eine Aufgabe, ein Ziel. Und die Hochzeit war nun auch wieder einmal in weite Ferne gerückt. Dabei hatten Sie schon angefangen zu planen. Aber selbstverständlich ging der König vor. Keine Frage.
Welche Veränderungen waren wohl von ihm noch zu erwarten? Welche Ziele verfolgte er wohl? So oder so, es würde sich sicher vieles ändern mit seiner Ankunft, auch für sie. Und sie freute sich auch darauf, denn sie wollte nicht länger die Unsichtbare sein. Ihr fehlte etwas. Aber sie würde schon ein neues Ziel finden.
Aber vorerst blieb ihr nur eines, die Wahl eines passenden Kleides und so ging sie nach oben zu ihrem Kleiderschrank.
Sie hatte es kaum glauben können, als der Bote ihr die Nachricht überbrachte und sie musste die Nachricht gar gleich mehrmals lesen, bis sie sich sicher war, sich nicht verlesen zu haben. Doch es bestand kein Zweifel, der Bote, das Schreiben, der Inhalt ... alles echt.
Ihr hatte das Herz in der Brust plötzlich lauter gepocht, als ein Schmiedehammer auf einem Amboss und die Zeit schien sich zu verlangsamen. Seine königliche Hoheit hier .. für immer.. und schon so bald!
Natürlich freute sie sich. Ihre Eltern wären sicher auch stolz ihre Tochter in der Nähe des Königs zu wissen. Doch sicher war, es würde ihr Leben verändern. Ihrer aller Leben! Und hatte es auch schon, obwohl er noch nicht einmal da war.
Fjalon, ihr Leibwächter und neuer Mitbewohner war quasi im Dauer-Dienst für das Regiment. Thelor war mit den Vorbereitungen beschäftigt und ging sicher ihrer Erlaucht zur Hand und sie?
Wäre sie noch im Regiment, hätte sie nun sicher keine Zeit ihren Gedanken nach zu hängen. Aber so lief sie nur rastlos umher. Nutzlos. Sie fühlte sich nutzlos und auf eine gewisse Weise unsichtbar. Ihr fehlte einfach eine Aufgabe, ein Ziel. Und die Hochzeit war nun auch wieder einmal in weite Ferne gerückt. Dabei hatten Sie schon angefangen zu planen. Aber selbstverständlich ging der König vor. Keine Frage.
Welche Veränderungen waren wohl von ihm noch zu erwarten? Welche Ziele verfolgte er wohl? So oder so, es würde sich sicher vieles ändern mit seiner Ankunft, auch für sie. Und sie freute sich auch darauf, denn sie wollte nicht länger die Unsichtbare sein. Ihr fehlte etwas. Aber sie würde schon ein neues Ziel finden.
Aber vorerst blieb ihr nur eines, die Wahl eines passenden Kleides und so ging sie nach oben zu ihrem Kleiderschrank.
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Ilias
Ein kleiner dicker verdrecker Junge hetzte durch den Wald , in seiner Hand eine gebratene Putenkeule
in die er immer wieder biss und ein Stück herausriss. In der anderen Hand hat der rundliche Bengel
ein Pergament , verklebt und versifft mit Fett und anderem Dreck , doch dennoch noch leserlich.So hastet
er durch den Wald bis er auf eine kleine etwa 3 mal 3 Meter große Lichtung gelangt.
Dort sitzt er , nur mit einem Kilt und seinem Strohhut , auf einem Baumstumpf im Schneidersitz
und am meditieren. Der kleine Fettsack hält dann inne und kaut weiter auf seiner Keule herum bis
sich langsam die Augen von Ilias öffnen.Ein ruhiger Blick wird dem Jungen entgegengebracht
ehe dieser dann beginnt und mit dem Pergament wedelt:
Ilias Ilias , schaut doch nur , die Prinzen kommen nach Adoran die Prinzen !
Ilias blinzelt etwas und fährt mit der rechten durch seinen langen verdreckten und verbabbten Bart ,
dann winkt er den jungen herbei.
Lass mich mal sehn Junge , was hast du denn da in der Hand.
Als der Junge im das Pergament reicht , wandert kurz darauf Ilias Auge über die Zeilen
, immerwieder krault er mit der freien Hand durch die Barthaare und hat einen sehr nachdenklichen
Ausdruck auf dem Gesicht.
Dann nickt er dem Jungen zu
Danke dir Frederic , gehste in die Stadtstube dich vollfressen ,
sagst dem Herrn Zecher das Ilias die Rechnung zahlen wird.
Dann hetzt der Junge sich schon erfreut wieder aus dem Wald heraus in Richtung Stadt und Ilias
schließt langsam wieder die Augen und versinkt in seiner Meditation und die Gedanken beginnen
zu kreisen an , immer wieder ziehen sie ihre Bahnen , in gleichen Abständen und gleichen
Mustern fahren sie durch sein Kopf
Ein König , hier in Adoran ... damit rückt er in die Reichweite der Pantherklaue der Rahaler ...
Krieg und Schlachten und ich sitze hier im Wald und meditiere über mein verkorkstes Leben ...
Wenn sogar ich das schon weiß , werden die bestimmt schon Bescheid wissen das er kommt ...
Dann öffnet er langsam die Augen und zieht die Luft langsam tief in seine Lungenflügel rein ,
lässt den Brustkorb sich weiten und hebt den Kopf etwas , das Auge blickt
in Richtung Lichtquelle
ehe sich der Kopf wieder senkt und ein weiterer tiefer Atemzug stattfindet
Ich sollte mich mal rasieren glaube ich und waschen könnte ich mich auch mal wieder.
Generell nicht schlecht mal wieder nach Adoran zu gehn , muss ja noch die Miete für den
letzten Monat bezahlen bevor sie mir die Bude noch räumen.
Er streckt sich dann etwas ehe er sich langsam von seinem Plätzchen erhebt und die Gelenke dazu knacksen.
Ufffff uffff ufffff , ich werde alt ich werde alt ! Es gibt viel zutun!
in die er immer wieder biss und ein Stück herausriss. In der anderen Hand hat der rundliche Bengel
ein Pergament , verklebt und versifft mit Fett und anderem Dreck , doch dennoch noch leserlich.So hastet
er durch den Wald bis er auf eine kleine etwa 3 mal 3 Meter große Lichtung gelangt.
Dort sitzt er , nur mit einem Kilt und seinem Strohhut , auf einem Baumstumpf im Schneidersitz
und am meditieren. Der kleine Fettsack hält dann inne und kaut weiter auf seiner Keule herum bis
sich langsam die Augen von Ilias öffnen.Ein ruhiger Blick wird dem Jungen entgegengebracht
ehe dieser dann beginnt und mit dem Pergament wedelt:
Ilias Ilias , schaut doch nur , die Prinzen kommen nach Adoran die Prinzen !
Ilias blinzelt etwas und fährt mit der rechten durch seinen langen verdreckten und verbabbten Bart ,
dann winkt er den jungen herbei.
Lass mich mal sehn Junge , was hast du denn da in der Hand.
Als der Junge im das Pergament reicht , wandert kurz darauf Ilias Auge über die Zeilen
, immerwieder krault er mit der freien Hand durch die Barthaare und hat einen sehr nachdenklichen
Ausdruck auf dem Gesicht.
Dann nickt er dem Jungen zu
Danke dir Frederic , gehste in die Stadtstube dich vollfressen ,
sagst dem Herrn Zecher das Ilias die Rechnung zahlen wird.
Dann hetzt der Junge sich schon erfreut wieder aus dem Wald heraus in Richtung Stadt und Ilias
schließt langsam wieder die Augen und versinkt in seiner Meditation und die Gedanken beginnen
zu kreisen an , immer wieder ziehen sie ihre Bahnen , in gleichen Abständen und gleichen
Mustern fahren sie durch sein Kopf
Ein König , hier in Adoran ... damit rückt er in die Reichweite der Pantherklaue der Rahaler ...
Krieg und Schlachten und ich sitze hier im Wald und meditiere über mein verkorkstes Leben ...
Wenn sogar ich das schon weiß , werden die bestimmt schon Bescheid wissen das er kommt ...
Dann öffnet er langsam die Augen und zieht die Luft langsam tief in seine Lungenflügel rein ,
lässt den Brustkorb sich weiten und hebt den Kopf etwas , das Auge blickt
in Richtung Lichtquelle
ehe sich der Kopf wieder senkt und ein weiterer tiefer Atemzug stattfindet
Ich sollte mich mal rasieren glaube ich und waschen könnte ich mich auch mal wieder.
Generell nicht schlecht mal wieder nach Adoran zu gehn , muss ja noch die Miete für den
letzten Monat bezahlen bevor sie mir die Bude noch räumen.
Er streckt sich dann etwas ehe er sich langsam von seinem Plätzchen erhebt und die Gelenke dazu knacksen.
Ufffff uffff ufffff , ich werde alt ich werde alt ! Es gibt viel zutun!
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Garwayn Weilander
Ganz Adoran war allem anschein nach in hellstem Aufruhr! Hier wurde etwas getan, dann da und dort auch. Die ganze Stadt erfuhr einen verfrühten, wenn auch notwendigen, Frühjahrsputz. Da war er doch sehr froh sich nach Berchgard zurückziehen zu können, wo der Trubel sich noch etwas in Grenzen hielt.
Er würde seinen Beitrag zu dieser veranstaltung leisten, wenn auch nur im Hintergrund, in der letzten Reihe, wenn man so will. Er wartete auf die Aufforderung seines Herren, ihn als Leibwächter zu begleiten. Er war bereits daruaf vorbereitet, wie eh und je.
Mal sehen wann man nach ihm Schicken würde.
Im Großen und Ganzen war es ja ein erfreulicher Anlass, also war es an der Zeit sich auch zu freuen.
Er würde seinen Beitrag zu dieser veranstaltung leisten, wenn auch nur im Hintergrund, in der letzten Reihe, wenn man so will. Er wartete auf die Aufforderung seines Herren, ihn als Leibwächter zu begleiten. Er war bereits daruaf vorbereitet, wie eh und je.
Mal sehen wann man nach ihm Schicken würde.
Im Großen und Ganzen war es ja ein erfreulicher Anlass, also war es an der Zeit sich auch zu freuen.
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Tarya Erskine
Die letzten Tage hatten sehr viel Kraft gekostet.
Die Arbeit, nunmehr völlig an ihr hängen geblieben, wollte getan werden, wollte erledigt werden, nur damit der Liste an Aufgaben eine weggestrichen werden konnte, dafür aber zwei neue den Platz füllten.
Morgens beim ersten Hahnenschrei stand die junge Schneiderin auf, Abends... fast erst Nachts fiel sie todmüde ins Bett.
Rhaokar war fast dauerhaft auf Lameriast, Talianna seid den Ankündigungen nur noch im Dienst oder auf der Flucht in den Wald, und Tarek… Tja, Tarek tat, was er am besten konnte. In aller Seelenruhe die Blumen gießen und sich um die Tiere kümmern.
Tarya blickte auf ihre Aufgabenliste für den heutigen Tag:
Laden putzen
Essen kochen
Fenster putzen
Tiere füttern
Stoffe weben
Laden öffnen
Gardienen waschen
Betten beziehen
Unkraut vor dem Laden jäten
Briefe verfassen und Botenjungen entsenden
Das Bärenfell musste auch mal wieder ausgeklopft werden. Einige Fußabdrücke waren zu deutlich zu sehen, das schöner werdende Wetter brachte den Dreck der Straßen in den Laden, und damit auf das Fell.
Schön und gut, sie fügte den Punkt auf die Liste hinzu.
Heute schon würde es soweit sein. Heute würde der Kronprinz in Adoran einkehren.
Nicht, dass sie irgendwelche Gedanken daran verschwendete, dass dieser oder irgendeiner seines Gefolges sich in den Laden verwirren würde, aber es sollte, nichts destotrotz, sauber und ordentlich sein.
Und zudem wurde es sowieso Zeit für den Frühjahrsputz.
Sie war sehr gespannt darauf, was sich alles mit der Ankunft und vor allem der Krönung verändern würde.
Letztlich konnte der neue Sitz des Königs in Adoran sehr viel Gutes bewirken, aber gleichzeitig würde es sicher auch der anderen Seite bitter aufstoßen.
Es würde also mit Sicherheit mehr Leben in die große Stadt bringen.
Als erstes begann die Schneiderin damit, das Haus gut zu lüften. Alle Fenster wurden geöffnet, die kühle Morgenluft herein gelassen.
So ging sie ihren täglichen Arbeiten nach, immer wieder einen Punkt von der Liste streichend.
Am Ende war der Laden geputzt, die Stiefel sauber und die Fenster blinkten.
Und die Briefe wurden von einigen Boten, die reichlich entlohnt wurden, zu ihren Bestimmungsorten gebracht.
Reich und Kronprinz zur Ehr‘
Gräfin von Meerswacht
Baronin von Dornwald
Freiin zu Dragenfurt
Wenn auch etwas verspätet, so möchte sich der bunte Kessel natürlich bereit erklären, als Handwerker die Königlichen Baumeister zu unterstützen.
Leider müssen wir jedoch gestehen, dass unser Kesselflicker derzeit nicht verfügbar ist.
Ansonsten stehen wir natürlich zur vollsten Verfügung.
Möge Temora Eure Wege behüten
Schneiderin & Händlerin des bunten Kessels
[URL=http://imageshack.us/photo/my-images/687/8d9hfkyd.png/][img]http://img687.imageshack.us/img687/7439/8d9hfkyd.png[/img][/URL]
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Cedric Mervis
- Beiträge: 0
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Cedric saß in der Taverne am Wegekreuz als ein Bote ihm, in den Farben von Hohenfels vor ihm stand und ihm Mitteilte dass der König ins Land kommen würde. Er nahm die Rolle entgegen und schüttelte nur den Kopf als er die Farben erblickte. Als der das Siegel brach und die Nachricht überflog schüttelte er nur den Kopf.
„Als ob das was ändern würde“, murmelte er. Abgesehen davon, warum bekam er eine Rolle. Er war kein Ritter mehr, nur weil gewisse Leute glaubten was so gesprochen wurde, und sogar dem dunklen Reich wurde mehr geglaubt als ihm.
Rafael und Varla würden sich im Grabe umdrehen würden sie sehen was hier in Berchgard passiert. Vor allem jetzt machte sich der Adel wieder „wichtig“, das herum stolzierten in den Städten war ja nicht zum Aushalten. Monde lang scherten sie sich gar nicht um den letzten fetzen von Hohenfels. Er bestellte sich noch etwas zu trinken, doch dann gingen ihm wieder von Naischa und Pergus durch den Kopf. Wer ist denn das Volk nicht der Adel sondern die Kleinen die eine Stadt beleben. Wer kümmert sich darum das der Adel etwas am Tisch zu essen hat und völlern können. Die Bauern, von denen auch noch ein Günstiger Preis verlangt wird. Der Adel sitzt Tag ein Tag aus in ihren Sicheren Häusern und wer bekommt es ab. Der kleine Bürger der Ausgeraubt oder gar verprügelt wird. Sein hab und gut dadurch verliert und vielleicht sogar sein Leben.
Gedanken über Gedanken schießen ihm durch den Kopf
„Ob mein alter Freund mich noch erkennt?“ murmelt er vor sich hin.
Mal sehen was passiert heute Abend bei dem Einritt Aber auf Naischa muss er aufpassen sofern sie Hingeht.
„Als ob das was ändern würde“, murmelte er. Abgesehen davon, warum bekam er eine Rolle. Er war kein Ritter mehr, nur weil gewisse Leute glaubten was so gesprochen wurde, und sogar dem dunklen Reich wurde mehr geglaubt als ihm.
Rafael und Varla würden sich im Grabe umdrehen würden sie sehen was hier in Berchgard passiert. Vor allem jetzt machte sich der Adel wieder „wichtig“, das herum stolzierten in den Städten war ja nicht zum Aushalten. Monde lang scherten sie sich gar nicht um den letzten fetzen von Hohenfels. Er bestellte sich noch etwas zu trinken, doch dann gingen ihm wieder von Naischa und Pergus durch den Kopf. Wer ist denn das Volk nicht der Adel sondern die Kleinen die eine Stadt beleben. Wer kümmert sich darum das der Adel etwas am Tisch zu essen hat und völlern können. Die Bauern, von denen auch noch ein Günstiger Preis verlangt wird. Der Adel sitzt Tag ein Tag aus in ihren Sicheren Häusern und wer bekommt es ab. Der kleine Bürger der Ausgeraubt oder gar verprügelt wird. Sein hab und gut dadurch verliert und vielleicht sogar sein Leben.
Gedanken über Gedanken schießen ihm durch den Kopf
„Ob mein alter Freund mich noch erkennt?“ murmelt er vor sich hin.
Mal sehen was passiert heute Abend bei dem Einritt Aber auf Naischa muss er aufpassen sofern sie Hingeht.
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Gast
Marjorie saß in der Taverne im Adoraner Adelsviertel, der "Requisite", und musste sich anstrengen, dass ihr nicht der Mund offen stand. Immer wieder huschte der Blick zu den drei anderen Regimentsmitgliedern, die ebenso in der blau-goldenen Ausgehuniform am Tisch platzgenommen hatten. Haftete auch an den wenigen bekannten Gesichtern in der Runde.
Sie hatte solche Angst, den Kronprinzen anzustarren, dass sie zuerst überall anders hinschaute: Gardist Vaughain schräg links gegenüber. Die Gräfin neben Nyome in feinstem Zwirn. Korporal Talianna, die es sich nicht nehmen ließ, sich mitsamt ihres Köchers an den Tisch zu setzen, den Bogen immer griffbereit... ein unbekanntes Gesicht dann, zu dem sie sich den Namen nicht hatte merken können. Überhaupt, diese Namen! Da klang es beim Üben der Namen und Titel eher, als ob fünf Personen anstatt einer vorgestellt würden. Auch links von ihr saßen hohe Herrschaften, die sie bestimmt noch einmal bei Tageslicht treffen müsste, um sich ihre Gesichter einzuprägen.
Ein älterer Rekrut saß neben ihr, von dem sie sich gerne eine Scheibe abschneiden wollte - jedes Mal, wenn sie überlegte, etwas zu sagen, blieben ihr die Worte im Halse stecken. Er hingegen schien sogar beinahe mit ihnen zu plaudern. Nach und nach musste sie doch auch einmal in Richtung Adors und Andurions schauen, immerhin wäre es ja auch unhöflich, die gar nicht anzusehen?
Hier war sie oft gewesen, auf dem Wachgang mit der üblichen Routine: Einen Blick hinein werfen, wer auch immer anwesend sein mochte, wurde höflich gegrüßt und sofern es ruhig war, der Weg fortgesetzt. Das normale Volk konnte sich die Preise kaum leisten, daher war es meistens ruhig und oft gar nur der Schankwirt Jawas anwesend, der vor zwei Wochen von ihr eine Teemischung gegen seine Erkältung bekommen hatte.
Nicht so an diesem Abend, obgleich sie auch heute im Dienst war. Wo immer sie hinschaute, waren Personen, die zu treffen sie sich nie im Leben erträumt hätte. Der Kronprinz! Die Herzöge!
Hektisch rasten ihr Gedanken durch den Kopf und sie versuchte sich all die Unterweisungen in Etikette ins Gedächtnis zu rufen ... alles schien wie fortgewischt, bis ihr voller Erleichterung die einzig wichtige Anweisung einfiel:
In Uniform wird nur salutiert!
Sie hatte solche Angst, den Kronprinzen anzustarren, dass sie zuerst überall anders hinschaute: Gardist Vaughain schräg links gegenüber. Die Gräfin neben Nyome in feinstem Zwirn. Korporal Talianna, die es sich nicht nehmen ließ, sich mitsamt ihres Köchers an den Tisch zu setzen, den Bogen immer griffbereit... ein unbekanntes Gesicht dann, zu dem sie sich den Namen nicht hatte merken können. Überhaupt, diese Namen! Da klang es beim Üben der Namen und Titel eher, als ob fünf Personen anstatt einer vorgestellt würden. Auch links von ihr saßen hohe Herrschaften, die sie bestimmt noch einmal bei Tageslicht treffen müsste, um sich ihre Gesichter einzuprägen.
Ein älterer Rekrut saß neben ihr, von dem sie sich gerne eine Scheibe abschneiden wollte - jedes Mal, wenn sie überlegte, etwas zu sagen, blieben ihr die Worte im Halse stecken. Er hingegen schien sogar beinahe mit ihnen zu plaudern. Nach und nach musste sie doch auch einmal in Richtung Adors und Andurions schauen, immerhin wäre es ja auch unhöflich, die gar nicht anzusehen?
Hier war sie oft gewesen, auf dem Wachgang mit der üblichen Routine: Einen Blick hinein werfen, wer auch immer anwesend sein mochte, wurde höflich gegrüßt und sofern es ruhig war, der Weg fortgesetzt. Das normale Volk konnte sich die Preise kaum leisten, daher war es meistens ruhig und oft gar nur der Schankwirt Jawas anwesend, der vor zwei Wochen von ihr eine Teemischung gegen seine Erkältung bekommen hatte.
Nicht so an diesem Abend, obgleich sie auch heute im Dienst war. Wo immer sie hinschaute, waren Personen, die zu treffen sie sich nie im Leben erträumt hätte. Der Kronprinz! Die Herzöge!
Hektisch rasten ihr Gedanken durch den Kopf und sie versuchte sich all die Unterweisungen in Etikette ins Gedächtnis zu rufen ... alles schien wie fortgewischt, bis ihr voller Erleichterung die einzig wichtige Anweisung einfiel:
In Uniform wird nur salutiert!
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Artec Corvas
Artec liebte diesen Ort,
Die Wellen und das tosende Meer drückten das aus was er in seinem Inneren verspürte.
Im Schutz des Felsens breitete er seinen Umhang aus um sich dann dort hin zu setzen.
Hier schnitt der Wind nicht so, und der Mantel den er trug, schützte ihn vor der Kälte.
Der Kronprinz war da, und mit ihm all jene Würdenträger von denen man sonst nur immer hatte hören können.
Auch wenn er früher des öfteren gar in Alumena gewesen war, so hatte er noch nie einen der Ihren vor Gesicht bekommen, und hier?
Hier auf Gerimor?
Die Prinzen... Ador, Isidor, … Eirensee...
ihm schwindelte fast.
Er hatte sie nicht nur von weitem gesehen und ihnen zujubeln dürfen, nein, er war sogar da und hatte in der Eskorte für sie marschieren dürfen.
Für den Augenblick eines Momentes war er wie alle jungen, übermütigen Männer die sich beweisen wollten, er hoffte gar das ein Störenfried kam und er sich vor den Augen des Prinzen beweisen durfte.
Doch noch bevor er dies dachte, schalt er sich einen Narren.
Schon einmal hatte diese Übermotivation ihm fast das Leben gekostet,
Somit dämpfte er jene Euphorie und was blieb war der Innerliche Stolz. Stolz darauf das er seinen Weg weitergegangen war.
Kaum mal hatte er in der Vergangenheit auch nur einen Adeligen sehen können und hier?
Erlaucht von Dornwald alleine hatte ihn anfangs schon ein wenig eingeschüchtert.
Obwohl sie so jung war, hatte sie schon so viel erreicht, was verdeutlichte wie sehr sie für das Lebte was sie darstellte.
Wie angeordnet blieb Artec weiter im Hintergrund.
Beobachtete wachend die jubelnde Menge, drängte hier und da einen oder zwei Drängenden zurück, und blieb ansonsten auf seinem Platz und selber weitere Blicke auf die Ankommenden werfen zu können.
Als dann der Troß loszog um die Stadt zu besichtigen, schloß er sich an und folgte still am Ende, als alle an ihm vorbeigezogen waren.
Er war ganz froh das er hinten blieb.
Früher hatte er davon geträumt den Kronprinzen und den Prinzen einfach einmal nur zu sehen, und
sein Wunsch war es ja auch gewesen ihnen eines Tages als Ritter zu dienen.
Diesen Tag jedoch würde er so schnell nicht vergessen.
Als man in der Requisite halt machte um sich bei Speis und Trank zu stärken, war er es der nur zu gerne an der Tür Wache hielt, um dafür zu Sorgen das die Gäste ungestört blieben.
Das die Gardisten des Regimentes teilweise ebenso in der Taverne geladen waren störte ihn weniger. Er fand es als sehr vorteilhaft das sich der Kronprinz so sehr für die Leute interessierte, die die Tag ein und Tag aus ihr Leben für ihn riskierten ohne ihn wirklich zu kennen.
Er war sich sicher das sein jeder nun wohl noch gewaltiger bereit war für den Kronprinzen in die Bresche zu springen, denn nun sahen sie mit eigenen Augen was... nein wen sie verteidigten.
Er verstand noch immer nicht wirklich warum es Leute gegeben hatten die gar für Unruhe gesorgt hatten bei der Ankunft.
Konnte man nicht einfach mal warten was geschah? Der Prinzregent war erst gerade angekommen, wie sollte er jetzt sofort den Überblick finden und sofort Dinge verändern.
Ein offizieller Weg wäre weitaus ergiebiger gewesen.
Ihn sehen, warten ob es eine offene Audienz geben würde, oder um eine Bitte. Aber man musste doch die Augen aufmachen und sehen das jetzt auch jemand hier war der vieles in die Hand nehmen würde. Warum man also vorher schon so einen Wind machen musste, das verstand er nicht.
Das wäre wie ein neues Pferd bekommen, und gleich los zu schimpfen das würde eh nicht gut sein weil man mit dem Alten nicht zurecht kam.
Er schüttelte so für sich den Kopf. Den Offiziellen Weg wählen, statt sich wie ein ungehobelter Bauer zu versuchen im aufkeimenden Jubel Gehör zu verschaffen.
Das deutete keinesfalls auf besondere Intelligenz hin.
Was hatten jene denn erwartet? Das man sofort auf diese Worte eingehen würde?
Man musste doch wissen das so etwas nichts als Ärger einbrachte, und vor allem eines nicht.
Das man in dem Moment sich um solche Worte kümmerte.
Er verstand so etwas nicht.
Als würde man schon den Prinzregenten verurteilen obwohl man ihn noch nicht einmal kannte.
Die Wache an der Requisite war bis auf einen kleinen Zwischenfall auch nicht wirklich aufregend, und somit hatte er viel Zeit nach zu denken.
Immer wieder glitt ein Lächeln über seine Züge als er an die vergangenen Tage dachte.
Ja, er war wirklich angekommen hier auf Gerimor, und so sehr er anfangs auch dagegen war, um so mehr war er nun glücklich darüber.
Ja er hatte keine Freunde Bekannte hier gehabt, es hatte ihm auch nichts ausgemacht, und doch kam es manchmal anders als man dachte.
Er wurde nur einmal aus seinen Gedanken gerissen, als ein vermeintlicher Gast die Taverne betrat, um sich hier ein Bier wohl zu Gemüt zu führen.
Jener Mann verstand überhaupt nicht warum Artec ihn nicht hinein ließ, selbst der Hinweis auf eine geschlossene Gesellschaft, fruchtete nicht.
Am Ende schob der Knappe den Mann mit sanfter Gewalt hinaus und ließ die wüsten Unmutsäußerungen des Mannes einfach an sich herab prallen.
Als jener dann noch nach seinem Namen fragte, meinte er „Artec Corvas. Corvas mit C falls ihr es euch notieren wollt.“
Mit einem scheelem Lächeln verfolgte er den nun noch größeren Frust des Mannes, ließ ihn aber dann einfach stehen und schloss die Tür wieder hinter ihm.
Er einige Zeit später, der Abend war auch schon weit vorangeschritten, verließen die ersten Gäste die Taverne.
Herzog Eirensee war der Erste, dann folgte der Kronprinz etwas später und nur einen Moment lang überlegte Artec das Knie zu beugen, da der Prinz jedoch in Eile schien, entschied er sich einfach nur die rechte Faust auf seine Brust zu legen und sich sehr ...sehr sehr tief zu verneigen.
„Eine wohle Nachtruhe Königliche Hoheit.“
Ließ er sich zackig vernehmen und Ador antwortete, mit einem leichten Schmunzeln wohl,
„Eine wohle Nacht, Knappe Corvas mit C.“
Dann war er schon hinaus in die kalte Nacht.
Knappe Corvas mit C …
Artec war bleich und rot geworden zugleich.
Einmal nur hatte er den Prinzregenten von nahem sehen wollen und nun, er hätte nur die Hand ausstrecken müssen um ihn zu berühren, was er natürlich nie getan hätte, und nun...
Er kannte sogar seinen Namen.
Artec überlegte kurz ob das Gut oder Schlecht für ihn war, entschied sich dann jedoch das es eher belanglos war.
Er würde seinen Weg gehen, jetzt sicher genauso zielstrebig wie immer.
Für das Reich für den Prinzregenten und baldigen König, für Temora.
Die Wellen und das tosende Meer drückten das aus was er in seinem Inneren verspürte.
Im Schutz des Felsens breitete er seinen Umhang aus um sich dann dort hin zu setzen.
Hier schnitt der Wind nicht so, und der Mantel den er trug, schützte ihn vor der Kälte.
Der Kronprinz war da, und mit ihm all jene Würdenträger von denen man sonst nur immer hatte hören können.
Auch wenn er früher des öfteren gar in Alumena gewesen war, so hatte er noch nie einen der Ihren vor Gesicht bekommen, und hier?
Hier auf Gerimor?
Die Prinzen... Ador, Isidor, … Eirensee...
ihm schwindelte fast.
Er hatte sie nicht nur von weitem gesehen und ihnen zujubeln dürfen, nein, er war sogar da und hatte in der Eskorte für sie marschieren dürfen.
Für den Augenblick eines Momentes war er wie alle jungen, übermütigen Männer die sich beweisen wollten, er hoffte gar das ein Störenfried kam und er sich vor den Augen des Prinzen beweisen durfte.
Doch noch bevor er dies dachte, schalt er sich einen Narren.
Schon einmal hatte diese Übermotivation ihm fast das Leben gekostet,
Somit dämpfte er jene Euphorie und was blieb war der Innerliche Stolz. Stolz darauf das er seinen Weg weitergegangen war.
Kaum mal hatte er in der Vergangenheit auch nur einen Adeligen sehen können und hier?
Erlaucht von Dornwald alleine hatte ihn anfangs schon ein wenig eingeschüchtert.
Obwohl sie so jung war, hatte sie schon so viel erreicht, was verdeutlichte wie sehr sie für das Lebte was sie darstellte.
Wie angeordnet blieb Artec weiter im Hintergrund.
Beobachtete wachend die jubelnde Menge, drängte hier und da einen oder zwei Drängenden zurück, und blieb ansonsten auf seinem Platz und selber weitere Blicke auf die Ankommenden werfen zu können.
Als dann der Troß loszog um die Stadt zu besichtigen, schloß er sich an und folgte still am Ende, als alle an ihm vorbeigezogen waren.
Er war ganz froh das er hinten blieb.
Früher hatte er davon geträumt den Kronprinzen und den Prinzen einfach einmal nur zu sehen, und
sein Wunsch war es ja auch gewesen ihnen eines Tages als Ritter zu dienen.
Diesen Tag jedoch würde er so schnell nicht vergessen.
Als man in der Requisite halt machte um sich bei Speis und Trank zu stärken, war er es der nur zu gerne an der Tür Wache hielt, um dafür zu Sorgen das die Gäste ungestört blieben.
Das die Gardisten des Regimentes teilweise ebenso in der Taverne geladen waren störte ihn weniger. Er fand es als sehr vorteilhaft das sich der Kronprinz so sehr für die Leute interessierte, die die Tag ein und Tag aus ihr Leben für ihn riskierten ohne ihn wirklich zu kennen.
Er war sich sicher das sein jeder nun wohl noch gewaltiger bereit war für den Kronprinzen in die Bresche zu springen, denn nun sahen sie mit eigenen Augen was... nein wen sie verteidigten.
Er verstand noch immer nicht wirklich warum es Leute gegeben hatten die gar für Unruhe gesorgt hatten bei der Ankunft.
Konnte man nicht einfach mal warten was geschah? Der Prinzregent war erst gerade angekommen, wie sollte er jetzt sofort den Überblick finden und sofort Dinge verändern.
Ein offizieller Weg wäre weitaus ergiebiger gewesen.
Ihn sehen, warten ob es eine offene Audienz geben würde, oder um eine Bitte. Aber man musste doch die Augen aufmachen und sehen das jetzt auch jemand hier war der vieles in die Hand nehmen würde. Warum man also vorher schon so einen Wind machen musste, das verstand er nicht.
Das wäre wie ein neues Pferd bekommen, und gleich los zu schimpfen das würde eh nicht gut sein weil man mit dem Alten nicht zurecht kam.
Er schüttelte so für sich den Kopf. Den Offiziellen Weg wählen, statt sich wie ein ungehobelter Bauer zu versuchen im aufkeimenden Jubel Gehör zu verschaffen.
Das deutete keinesfalls auf besondere Intelligenz hin.
Was hatten jene denn erwartet? Das man sofort auf diese Worte eingehen würde?
Man musste doch wissen das so etwas nichts als Ärger einbrachte, und vor allem eines nicht.
Das man in dem Moment sich um solche Worte kümmerte.
Er verstand so etwas nicht.
Als würde man schon den Prinzregenten verurteilen obwohl man ihn noch nicht einmal kannte.
Die Wache an der Requisite war bis auf einen kleinen Zwischenfall auch nicht wirklich aufregend, und somit hatte er viel Zeit nach zu denken.
Immer wieder glitt ein Lächeln über seine Züge als er an die vergangenen Tage dachte.
Ja, er war wirklich angekommen hier auf Gerimor, und so sehr er anfangs auch dagegen war, um so mehr war er nun glücklich darüber.
Ja er hatte keine Freunde Bekannte hier gehabt, es hatte ihm auch nichts ausgemacht, und doch kam es manchmal anders als man dachte.
Er wurde nur einmal aus seinen Gedanken gerissen, als ein vermeintlicher Gast die Taverne betrat, um sich hier ein Bier wohl zu Gemüt zu führen.
Jener Mann verstand überhaupt nicht warum Artec ihn nicht hinein ließ, selbst der Hinweis auf eine geschlossene Gesellschaft, fruchtete nicht.
Am Ende schob der Knappe den Mann mit sanfter Gewalt hinaus und ließ die wüsten Unmutsäußerungen des Mannes einfach an sich herab prallen.
Als jener dann noch nach seinem Namen fragte, meinte er „Artec Corvas. Corvas mit C falls ihr es euch notieren wollt.“
Mit einem scheelem Lächeln verfolgte er den nun noch größeren Frust des Mannes, ließ ihn aber dann einfach stehen und schloss die Tür wieder hinter ihm.
Er einige Zeit später, der Abend war auch schon weit vorangeschritten, verließen die ersten Gäste die Taverne.
Herzog Eirensee war der Erste, dann folgte der Kronprinz etwas später und nur einen Moment lang überlegte Artec das Knie zu beugen, da der Prinz jedoch in Eile schien, entschied er sich einfach nur die rechte Faust auf seine Brust zu legen und sich sehr ...sehr sehr tief zu verneigen.
„Eine wohle Nachtruhe Königliche Hoheit.“
Ließ er sich zackig vernehmen und Ador antwortete, mit einem leichten Schmunzeln wohl,
„Eine wohle Nacht, Knappe Corvas mit C.“
Dann war er schon hinaus in die kalte Nacht.
Knappe Corvas mit C …
Artec war bleich und rot geworden zugleich.
Einmal nur hatte er den Prinzregenten von nahem sehen wollen und nun, er hätte nur die Hand ausstrecken müssen um ihn zu berühren, was er natürlich nie getan hätte, und nun...
Er kannte sogar seinen Namen.
Artec überlegte kurz ob das Gut oder Schlecht für ihn war, entschied sich dann jedoch das es eher belanglos war.
Er würde seinen Weg gehen, jetzt sicher genauso zielstrebig wie immer.
Für das Reich für den Prinzregenten und baldigen König, für Temora.
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Gast
Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie.
~ Erich Kästner
Patsch… Das aufspritzende Wasser ließ sie inne halten, ein kurzes ausgiebiges Aufschütteln des weißen, durchaus gepflegt glänzenden Felles.
Ein leises Missmutiges Fauchen in Richtung der kleinen Wasserkuhle.
Sie war gewiss die Einzige völlig tollpatschige Katze, die jegliche Pfütze der Perle des Herzogtumes mit vollem Körpereinsatz mitnehmen musste.
Dieses Mal wurde auf leisen Samtpfoten um das nächste Nass am Weg ein kleiner Bogen geschlagen, aber kaum ruhten die ungewöhnlichen Katzenaugen schon wieder abgelenkt auf dem wehenden bläulichen Soff vor sich, spritzen erneut Tropfen in alle Richtungen, zielsicher die nächste Ansammlung des nassen Elementes gefunden.
Ein missmutiges gequältes Maunzen, dann wurde ein halbwegs trockener Platz gesucht, um die Bewegungen am Tor für eine Weile zu Beobachten.
Während der Katzenwäsche wurde die dortige Kontrolle im Auge behalten, die kleinen Wasserperlen, die an den glänzenden Rüstungen der Gardisten hinab perlten.
Ebenso wie die müden aber wachsamen Gesichter der dort stehenden Kameraden, der verschärfte Dienst forderte langsam seinen Tribut und dennoch schienen alle weiterhin mit Aufmerksamkeit und Eifer bei der Sache zu sein.
Die letzten Tage steckten gewiss nicht nur ihr in den Knochen,
so langsam hatte sie das Gefühl jeden einzelnen sehr gut zu kennen, als wollten sie stetig mitteilen, dass sie auch noch da sind. Und dabei steckte sie nicht unter einer schweren Plattenrüstung, wie die Meisten Angehörigen des Lichtenthaler Regimentes.
Die durchaus aufregenden ersten beiden Tage waren vorüber, keiner von ihnen hatte während dessen einen Aussetzer erlitten, viel mehr hatte sich gezeigt, dass auch unter größter Anspannung und Aufregung die Truppe eine sich sehr gut ergänzende Einheit abgab.
Auch wenn dies alles gewiss ein Anlass dazu war es mit einer gewissen Ruhe zu betrachten, blieb die Anspannung.
Irgendwann würde die Erschöpfung vielleicht zu den ersten Fehlern führen.
Würde es Wahnsinnig geben die sich tatsächlich versuchen würden einzuschleichen?
Sie könnten etwas übersehen…
Jemand der ihnen einfach durch die Hände schlüpft…
Langsam setzte sie ihren Weg fort, in der Hoffnung damit auch ihre Gedanken hinter sich zu lassen.
Immer noch gab es viel zu tun, dabei war eines sicher:
Sie war nie stolzer gewesen ein Teil dieses Trupps sein zu dürfen,...
...und es gab verdammt viele Pfützen in Adoran...
~ Erich Kästner
Patsch… Das aufspritzende Wasser ließ sie inne halten, ein kurzes ausgiebiges Aufschütteln des weißen, durchaus gepflegt glänzenden Felles.
Ein leises Missmutiges Fauchen in Richtung der kleinen Wasserkuhle.
Sie war gewiss die Einzige völlig tollpatschige Katze, die jegliche Pfütze der Perle des Herzogtumes mit vollem Körpereinsatz mitnehmen musste.
Dieses Mal wurde auf leisen Samtpfoten um das nächste Nass am Weg ein kleiner Bogen geschlagen, aber kaum ruhten die ungewöhnlichen Katzenaugen schon wieder abgelenkt auf dem wehenden bläulichen Soff vor sich, spritzen erneut Tropfen in alle Richtungen, zielsicher die nächste Ansammlung des nassen Elementes gefunden.
Ein missmutiges gequältes Maunzen, dann wurde ein halbwegs trockener Platz gesucht, um die Bewegungen am Tor für eine Weile zu Beobachten.
Während der Katzenwäsche wurde die dortige Kontrolle im Auge behalten, die kleinen Wasserperlen, die an den glänzenden Rüstungen der Gardisten hinab perlten.
Ebenso wie die müden aber wachsamen Gesichter der dort stehenden Kameraden, der verschärfte Dienst forderte langsam seinen Tribut und dennoch schienen alle weiterhin mit Aufmerksamkeit und Eifer bei der Sache zu sein.
Die letzten Tage steckten gewiss nicht nur ihr in den Knochen,
so langsam hatte sie das Gefühl jeden einzelnen sehr gut zu kennen, als wollten sie stetig mitteilen, dass sie auch noch da sind. Und dabei steckte sie nicht unter einer schweren Plattenrüstung, wie die Meisten Angehörigen des Lichtenthaler Regimentes.
Die durchaus aufregenden ersten beiden Tage waren vorüber, keiner von ihnen hatte während dessen einen Aussetzer erlitten, viel mehr hatte sich gezeigt, dass auch unter größter Anspannung und Aufregung die Truppe eine sich sehr gut ergänzende Einheit abgab.
Auch wenn dies alles gewiss ein Anlass dazu war es mit einer gewissen Ruhe zu betrachten, blieb die Anspannung.
Irgendwann würde die Erschöpfung vielleicht zu den ersten Fehlern führen.
Würde es Wahnsinnig geben die sich tatsächlich versuchen würden einzuschleichen?
Sie könnten etwas übersehen…
Jemand der ihnen einfach durch die Hände schlüpft…
Langsam setzte sie ihren Weg fort, in der Hoffnung damit auch ihre Gedanken hinter sich zu lassen.
Immer noch gab es viel zu tun, dabei war eines sicher:
Sie war nie stolzer gewesen ein Teil dieses Trupps sein zu dürfen,...
...und es gab verdammt viele Pfützen in Adoran...
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Fjalon Thorn
"Keilformation!"
Wie ein einzelner Organismus setzten sich die Gardisten synchron in Bewegung, fast wie die Rädchen eines Uhrwerks.
Ganz vorn die Frau Oberstleutnant, seitlich flankiert von den Fahnenträgern, fortgesetzt durch die weiteren Regimentsmitglieder sortiert nach Rang und hoffentlich auch Dienstalter. Aus der Vogelperspektive hätte dies sicher imposant ausgesehen, fast wie ein Schwarm Vögel auf dem Weg in wärmere Gefilde. Fjalon hingegen stand unter Stress und hatte für derart poetische Betrachtungen leider keinen Raum in seinen Gedanken. Sein Gesicht mochte es vielleicht nicht verdeutlichen- die Dienstmiene, lange einstudiert und in seine Züge eingemeißelt hielt dicht - doch er war fast genauso angespannt wie vor einer Schlacht.
"In Zweierreihen antreten!"
Das Geräusch von harten Stiefeln in schneeweichem Grasboden. Klappern von Rüstungen, Atemgeräusche. Stille und Halten der Formation. Wie eine Einheit. Seine königliche Hoheit würde hoffentlich zufrieden sein, denn viel Zeit zum Üben blieb nicht, folgte doch Termin auf Termin.
Zurück in der Kommandantur waren die Gardisten für ein paar Sanduhrläufe ihren eigenen Gedanken überlassen. So mancher mochte nun versuchen, seine Nervosität irgendwie in den Griff zu bekommen, keine Fehler zu machen und das Regiment als eine disziplinierte Truppe vor all den hohen Würdenträgern des Reiches - den Kronprinzen an der Spitze - zu präsentieren.
Auch Fjalon erging es so, seine Gedanken rasten, sein Atem war flacher als sonst und er versuchte verzweifelt einen interessanten Punkt an der gegenüberliegenden Wand zu entdecken, den er während der Inspektion anstarren konnte.
Den Blick geradeaus, stramm stehen, Brustpanzer raus, Bauchpartie herein. Sei ein Zinnsoldat und halt die verdammte Fahne um jeden Preis so gerade wie nur möglich! .
Ach ja, die Fahne! Fahnenträger war er schon am vorherigen Abend, wenn auch unfreiwillig, gewesen, jedoch fand er mittlerweile sogar Gefallen daran. Denn die Fahne des Herzogtums stand für seine Heimat, für die Menschen und die Ideale, denen er sein Leben verpflichtet hatte.
Als die hohen Herren und Damen eintraten, erstarrte die Truppe im Versammlungsraum des Regiments blitzartig zu einer Linie aus Rot-Golden uniformierten Soldaten. Und die Inspektion der Truppe nahm ihren Lauf.
Was, wenn er mich anspricht, weil ich schon wieder die Fahne des Herzogtums trage? . Soldat für Soldat wurde inspiziert, Kronprinz Ador näherte sich Fjalon mit jedem begutachteten Gardisten ein Stück mehr.
Jetzt reiß dich zusammen, Fjalon. .
Nur noch eine Person Abstand.
"Ihr tragt zum wiederholten Male die Fahne. Ist dies eure allgemeine, oder nur die heutige Aufgabe?". Fjalon gab Auskunft, so neutral, soldatisch und korrekt wie nur möglich.
"Dies ist die Flagge des Herzogtums. Wie steht ihr zum Herzogtum?"
"Ich würde mein Leben dafür geben, so die Pflicht es von mir verlangt, euer königliche Hoheit!"
Wenn er müsste, würde er das. Soviel stand fest.
Wie ein einzelner Organismus setzten sich die Gardisten synchron in Bewegung, fast wie die Rädchen eines Uhrwerks.
Ganz vorn die Frau Oberstleutnant, seitlich flankiert von den Fahnenträgern, fortgesetzt durch die weiteren Regimentsmitglieder sortiert nach Rang und hoffentlich auch Dienstalter. Aus der Vogelperspektive hätte dies sicher imposant ausgesehen, fast wie ein Schwarm Vögel auf dem Weg in wärmere Gefilde. Fjalon hingegen stand unter Stress und hatte für derart poetische Betrachtungen leider keinen Raum in seinen Gedanken. Sein Gesicht mochte es vielleicht nicht verdeutlichen- die Dienstmiene, lange einstudiert und in seine Züge eingemeißelt hielt dicht - doch er war fast genauso angespannt wie vor einer Schlacht.
"In Zweierreihen antreten!"
Das Geräusch von harten Stiefeln in schneeweichem Grasboden. Klappern von Rüstungen, Atemgeräusche. Stille und Halten der Formation. Wie eine Einheit. Seine königliche Hoheit würde hoffentlich zufrieden sein, denn viel Zeit zum Üben blieb nicht, folgte doch Termin auf Termin.
Zurück in der Kommandantur waren die Gardisten für ein paar Sanduhrläufe ihren eigenen Gedanken überlassen. So mancher mochte nun versuchen, seine Nervosität irgendwie in den Griff zu bekommen, keine Fehler zu machen und das Regiment als eine disziplinierte Truppe vor all den hohen Würdenträgern des Reiches - den Kronprinzen an der Spitze - zu präsentieren.
Auch Fjalon erging es so, seine Gedanken rasten, sein Atem war flacher als sonst und er versuchte verzweifelt einen interessanten Punkt an der gegenüberliegenden Wand zu entdecken, den er während der Inspektion anstarren konnte.
Den Blick geradeaus, stramm stehen, Brustpanzer raus, Bauchpartie herein. Sei ein Zinnsoldat und halt die verdammte Fahne um jeden Preis so gerade wie nur möglich! .
Ach ja, die Fahne! Fahnenträger war er schon am vorherigen Abend, wenn auch unfreiwillig, gewesen, jedoch fand er mittlerweile sogar Gefallen daran. Denn die Fahne des Herzogtums stand für seine Heimat, für die Menschen und die Ideale, denen er sein Leben verpflichtet hatte.
Als die hohen Herren und Damen eintraten, erstarrte die Truppe im Versammlungsraum des Regiments blitzartig zu einer Linie aus Rot-Golden uniformierten Soldaten. Und die Inspektion der Truppe nahm ihren Lauf.
Was, wenn er mich anspricht, weil ich schon wieder die Fahne des Herzogtums trage? . Soldat für Soldat wurde inspiziert, Kronprinz Ador näherte sich Fjalon mit jedem begutachteten Gardisten ein Stück mehr.
Jetzt reiß dich zusammen, Fjalon. .
Nur noch eine Person Abstand.
"Ihr tragt zum wiederholten Male die Fahne. Ist dies eure allgemeine, oder nur die heutige Aufgabe?". Fjalon gab Auskunft, so neutral, soldatisch und korrekt wie nur möglich.
"Dies ist die Flagge des Herzogtums. Wie steht ihr zum Herzogtum?"
"Ich würde mein Leben dafür geben, so die Pflicht es von mir verlangt, euer königliche Hoheit!"
Wenn er müsste, würde er das. Soviel stand fest.
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Faolan Tianarch
Langsam hob er das Weinglas an. Durch die blutrote Flüssigkeit sah er den Feuerschein. Seine Gedanken drifteten erneut ab. Der Tag hatte geendet wie er begonnen hatte, ereignislos. Das war eine echte Abwechslung zu den vergangenen Tagen. In der Taverne, in seinem Besprechungssaal und auch im kleinen Audienzzimmer, wann immer es kam, kam es ohne Ankündigung. Vor allen Dingen hatten es zu viele gesehen. Zeugen, Zeugen die er nicht gebrauchen konnte. Sie wussten zu viel!
Als er das Glas wieder senkte, fiel sein Blick auf den Stapel Papier. Sieben Anfragen zu dem Posten des Statthalters hatte er bekommen. Anfragen von alatartreuen Untertanen, wie auch Anfragen von ihm fremden Personen. Seine Spione hatten ihm ebenso zugetragen, was das Volk wollte, oder vielmehr, was es nicht wollte. Es sollte kein Arkorither mehr sein, denn zu oft war die Wahl auf einen von ihnen gefallen. Es sollte auch kein Bauer sein, denn er würde von jetzt auf gleich zum Würdenträger, ein Dorn im Auge derer, die ihre Würde verdient hatten. Das wusste er, deshalb war schon jetzt die Wahl schwer.
Es gab da Getreue des Reiches, die es hoch gebrachte hatten, sowie andere, bei denen er nicht sicher war, wie sie zu ihrem Ansehen gekommen waren. Doch das sollte alles nebensächlich sein.
Dann fiel sein Blick wieder auf das Pergament. Hass wallte in ihm auf.
Die Krönung.
Im gleichen Moment spürte er wieder, wie die warme Flüssigkeit sich ihren Weg bahnte.
Als er das Glas wieder senkte, fiel sein Blick auf den Stapel Papier. Sieben Anfragen zu dem Posten des Statthalters hatte er bekommen. Anfragen von alatartreuen Untertanen, wie auch Anfragen von ihm fremden Personen. Seine Spione hatten ihm ebenso zugetragen, was das Volk wollte, oder vielmehr, was es nicht wollte. Es sollte kein Arkorither mehr sein, denn zu oft war die Wahl auf einen von ihnen gefallen. Es sollte auch kein Bauer sein, denn er würde von jetzt auf gleich zum Würdenträger, ein Dorn im Auge derer, die ihre Würde verdient hatten. Das wusste er, deshalb war schon jetzt die Wahl schwer.
Es gab da Getreue des Reiches, die es hoch gebrachte hatten, sowie andere, bei denen er nicht sicher war, wie sie zu ihrem Ansehen gekommen waren. Doch das sollte alles nebensächlich sein.
Dann fiel sein Blick wieder auf das Pergament. Hass wallte in ihm auf.
Die Krönung.
Im gleichen Moment spürte er wieder, wie die warme Flüssigkeit sich ihren Weg bahnte.