Die Hände liegen auf der aus Sandstein erbauten Brüstung, die Finger tippen in langsamen rhythmischen Bewegungen auf und ab. Der Blick der wiederwillig in allen Richtungen, grün - Brauch gesprenkelten Augen richten sich auf die fast endlose Weite der Wüste. Am Rand, auch wenn er dieser nicht war, erstreckte sich das dunkle Meer der Sterne nur die leichte Silhouette des Mondes war zu sehen es war Neumond. Eine angenehme Brise weht in ihr Gesicht, die Augen schließend lässt sie jene gewähren, sie spürend, fühlend. Jedes einzelne Sandkorn versuchend zu spüren....und als die Brise nachlässt hält sie jene für noch einige Momente geschlossen....den Gedanken ihren Lauf lassend.
Wer konnte schon verstehen was in ihr vorging? Wer konnte verstehen was ich dachte, liebte, um was ich trauerte, was ich hasste und was ich nicht verlieren wollte? Wer konnte verstehen welche Art von Mensch wirklich in mir steckte. Täglich versuche ich soweit es geht alles zu tun um Talib zu helfen, der Familie zu helfen, auch wenn mir das redlich nicht immer leicht fällt. Ich bin sechzehn Sommer und keine Hausherrin, bin ich doch so froh wenn Rija endlich da ist. Rija ist ein so tolle Frau, sie kann soviel und weiß soviel, da meine Schwester und meine Mutter nicht da sind würde ich mir so sehr wünschen jemandem noch im Haus zu haben der die Zeit mit mir nutzt um mir zu zeigen was ich als Nathifa verbessern kann. Ich möchte so gerne perfekt sein, perfekt für ihn.
Langsam öffnen sich die Augen, sie blicken über das Sternenmeer und ihr huscht ein sanftes Lächeln über die Lippen, kurz darauf huschen die Augen schon suchend nach etwas über das Himmelsbild "Sternbilder...." haucht sie leise.
Nacht ist’s, die Erde träumet;
In ernstem Schweigen ziehn
Hoch über ihr am Himmel
Sternbilder hin.
Nacht ist’s; - vor aller Seelen
In tiefster Einsamkeit
Ziehn stille Sternbilder
Aus alter Zeit.
Seine Bersteinfarbenen Augen, da entgleitet mir ein seufzen wenn ich Abends in meinem Bett liege und an ihn denke. Es fühlt sich an wie von tausend Schmetterlingen getragen, die Haut kribbelt als würden Milliarden einzelner Regentropfen sanft auf diese nieder gehen. Wenn er mich anblickt wird mir warm und kalt, beides gleichzeitig. Ich versuche immer dann noch perfekter zu sein, aber ich werde nur noch schusseliger. So war es von Anfang an, als ich ihn das erste mal sah fiel er mir schon auf mit seiner angenehmen stimme, sein ruhiges Wesen. Das hat er und ich mochte es an ihm es machte mich zwar gleichzeitig nervöser am Anfang doch danach beruhigte es mich. Es ließ mich 'ich' sein, nicht die perfekte zu hundert Prozent funktionierende Nathifa, sondern Aaminah. Ich freute mich schon von Anfang an wenn ich Zeit mit ihm verbringen konnte und die letzten Wochen wurde dies immer mehr. Lange Abende an denen wir auf der Terrasse saßen und redeten....wir konnten uns Stunden Unterhalten ohne das uns auch nur langweilig wurde. Meist übermannte uns der Schlaf und wir huschten zügig ins Bett und jedesmal, egal welchen Tag ich nahm, egal welche Nacht....ich fühlte mich wohl und geborgen bei ihm. Ich fühlte wie ich aufblühte, wie ich lachen konnte und wie sehr ich mich jedesmal freute einfach nur bei ihm zu sein.
Langsam wendete sie sich auf dem Absatz, die Hände lösten sich von der Brüstung und sie schritt Richtung Treppe. Eine Stufe nach der anderen hinab schreitend verhedderten sich ihre Gedankengänge wieder.
Talib war nun schon einige Tage weg, ich kann nur hoffen das es ihm gut geht, hoffen das er gesund wieder kommt. Auch wenn er nicht immer einfach ist so hat doch jeder seine Fehler, ein jeder im Haus ist ein Individuum und wenn viele Individuen aufeinander treffen kann es eben ab und an einmal aus den Fugen geraten. Umso wichtiger ist doch das Blut stärker ist als Freundschaft alleine, man weiß man vergibt sich, man hilft einander und man ist füreinander da. Ich würde immer wieder alles tun um diesem Blut gerecht zu werden. Mir war klar das Talib als er die ehrenvolle Aufgabe des Oberhauptes an sich nahm jene Hürden meistern würde. Er war geboren um zu führen....doch man sah ihm an das die Zeit und die Mühe auch seine Spuren hinterließen. Er weiß was er an uns allen hat, er weiß das wir ihm alle bei Seite stehen und ihn in Guten als auch in Schlechten Zeiten keinesfalls im Stich lassen würden.
Oft ist man so in seinen Gedankengängen gefangen welche immer wieder fortan die gleiche sensible Drehung machen und nur selten einmal eine andere Abzweigung nehmen. Sollte man nicht ab und an frei sein? Frei sein von sich selbst, sich lösen können um auch andere Sichtweisen besser verstehen zu können? Vielleicht ist dies jedoch auch etwas was man im späteren Alter einfach nichtmehr so einfach kann....vielleicht ist man viel zu oft, viel zu eingeschränkt. Vielleicht nimmt man sich vieles viel zu schnell zu Herzen ohne darüber nachzudenken das jene gewählten Worte des folglich anderen...vielleicht garnicht diese Wirkung wollten. Vielleicht dachte jener einfach anders, anders als man selbst und vielleicht...nein mit Sicherheit ist es so das man viel zu oft Falsch denkt. Sollten wir nicht einfach alle etwas mehr aufeinander zu gehen, verzeihen können? So kurz ist das Leben und wir Menschen sollten lernen nicht für den Tag darauf oder für die Vergangenheit zu leben, sondern viel mehr für den Tag, die Stunde und den Moment.
So wandelt sie, im ewig gleichen Kreise
Die Zeit nach ihrer alten Weise,
Auf ihrem Wege taub und blind,
Das unbefangne Menschenkind
Erwartet stets vom nächsten Augenblick
Ein unverhofftes seltsam neues Glück.
Die Sonne geht und kehret wieder,
Kommt Mond und sinkt die Nacht hernieder,
Die Stunden die Wochen abwärts leiten,
Die Wochen bringen die Jahreszeiten.
Von aussen nichts sich je erneut,
In Dir trägst du die wechselnde Zeit,
In Dir nur Glück und Begebenheit.
Sich auf den Fersen drehend blickt sie wieder gen Himmel hinauf, abermals schließen sich, mit einem weichen niederschlagen der Lider, die Augen und ein tiefer Atemzug folgt.
-Zwischenszene-
Die Hände berühren einander, die Luft im Raum ist voller Spannung. Schüchtern und doch voller Leidenschaft die Blicke der beiden, tief, innig...zärtlich. Langsam nähern sich beide, Stück für Stück, vorsichtig als hätten beide Angst einander zu zerbrechen. Dann berühren sich die Lippen, sie treffen sich...liegen sanft aufeinander. Immernoch ist der Raum voller Elektrischer Ladung welche einem die Haare zu Berge stehen lässt. Jede Berührung der beiden ist voller Zärtlichkeit und Sanftmut, man kann das Gefühl welches die beiden füreinander haben, fühlen...man kann es spüren wenn man die Augenschließt kann man sich vorstellen wie die Herzen der beiden alleinig durch das nervöse Schlagen kurz davor sind den Brustkorb in abertausende Stücke zu sprengen.
Der erste Kuß
Ein Tropfen Zeit,
gestohlen aus der Ewigkeit,
ein Augenblick,
gelebtes Glück,
zu schnell vergangen...
und doch
...für alle Zeit in uns gefangen
All die Gefühle die sich die letzten Wochen in mir aufgestaut hatten, all das Glück des verliebtseins, all die Angst ihn zu verlieren...ihn nicht haben zu können wurde in jenem Moment durch die pure Anziehung unser beider Seelen erwidert und gleichsam zu einem Gefühl zusammengefasst welches unbeschreiblich ist. ich sehnte mich danach ihn wieder zu berühren, seine Hand zu streichen, in seine Augen zu blicken....seine Lippen zu berühren. Alleine nur seine Stimme zu hören und bei ihm zu sein ließ mein Herz Sprünge machen und durchströmte meinen Körper mit Wärme. Es gab gerade nichts im Ansatz was ich mir mehr wünschte, nach was ich mich mehr sehnte und nichts was mein Herz mehr berührte. Es war kein einfaches verliebt sein, nein es war als würde man füreinander geschaffen sein, als würde er das passende Gegenstück sein.
Die Wimpern heben sich empor, die Augen blicken ein letztes mal in Richtung Himmel ehe sie sich zu dem Zimmer wendet. Langsamen und ruhigen Schrittes führen die Füße sie zu ihrem Bett...der Blick verträumt mit einem seichten Lächeln welches die fein gezeichneten Lippen umspielt. Sich ins Bett legend schweift das Augenpaar zu Soraya, sanft streicht sie ihr mit den Fingern einige Strähnen aus dem Gesicht und gibt ihr, wie jede Nacht, einen hauchenden Kuss auf die Stirn. Auch sie legt sich langsam nieder und leise kaum hörbar gleiten die Worte flüsternd über die Lippen.
"Gute Nacht mein Glück der Seele"
Gedanken....
-
Zafer Asim
Wie üblich zur Mittagszeit stand die Sonne hoch über der Wüste Menek'urs und brannte drückend auf die Kreaturen nieder, die sie in ihrem täglich Kampf ums Überleben durchstreiften. Bekleidet mit seiner leichten Jagdrüstung und einem Kaftan darüber, zum Schutz vor der intensiven Sonneneinstrahlung, überwand Zafer die letzten, schier immer länger werdenden Meter zur erlösenden Oase. Dort füllte er seinen Wasserschlauch und gönnte sich ein Stück getrockneten Fisch, sein Jagdproviant. Nach dem Mahl lehnte er sich mit dem Rücken an eine Kokospalme, seinen rechten Arm auf den neben ihm liegenden Schulterbeutel gestützt, in dem sich einige frisch erbeutete Skarabäuspanzer befanden, und seine Gedanken begannen zu schweifen...
So viel war geschehen, in letzter Zeit. Das Leben im Familienhaus gefiel ihm sehr, nicht zuletzt wegen der Nähe zu der Natifah, welche jüngst so oft der Magnet seiner Gedanken war. Auch die anderen Familienmitglieder lernte er zu schätzen und so freute er sich jedes Mal, nach der Jagd wieder in die liebgewonnene Umgebung zurückkehren zu können. Das jüngste Verschwinden von Talib bereitete ihm doch einige Sorgen. Er hatte die Familie gut zusammengehalten, welche sich gerade erst durch die Zerreißprobe, das Verschwinden von Aalim, gekämpft hatte. Ohne ihn würde es sehr schwer werden, vor allem da auch Yaamal seit kurzem in der Wüste verschollen war. Außer Wahid war also kein erfahrenes, männliches Mitglied der Familie übrig geblieben. Aber Talib würde wiederkommen, da war sich Zafer sicher und überzeugt davon, dass sie die Zeit bis dahin meistern würden.
Das bedeutete für ihn aber auch, sich weiterzuentwickeln und noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Es gefiel ihm, dass Talib ihn in der Vergangenheit schon mit wichtigen Aufträgen für die Familie bedacht hatte und er erfüllte diese stets mit größter Hingabe. Doch die Abwesenheit Talibs und die dadurch hinausgezögerte Heirat mit Rija würden auch schwer auf Aaminah wiegen. Es war erstaunlich, wie diese noch so junge Schönheit sich um die Belange im Haus kümmerte. Und so landeten seine Gedanken letztlich wieder bei ihr und mit einem glückseligen Grinsen erinnerte er sich an die wunderbaren gemeinsamen Moment mit ihr.
Schon beim ersten Treffen, viel sie ihm auf, so jung und quirlig, aber doch auch sehr reif und besonnen, wenn es ihre Position von ihr verlangte. Zafer genoss die Gespräche mit Aaminah sehr, lernte sie so näher kennen und ihr Wesen stetig mehr zu schätzen. Es war die erste Natifah, zu der er eine derartige Zuneigung empfand. Das war sehr neu für ihn, gingen seine vorigen Bekanntschaften mit Menekanerinnen doch nicht über oberflächliche Freundschaften, wenn überhaupt, hinaus. Doch mit Aaminah war das anders...
Der junge Säbelschwinger versuchte so oft es ging in ihrer Nähe zu sein und genoss diese Momente, je mehr er mit ihr gemeinsam verbrachte. Doch mit der Zeit wurde es schwierig für ihn; er wurde immer nervös, wenn er sie erblickte, obwohl es doch dafür keinen offensichtlichen Grund zu geben schien. Seine Handflächen wurde feucht und der Mund trocken, vor allem, wenn er mit ihr allein war. Dort saß er dann wie ein Kaninchen vor der Schlange, stets verzweifelt nach den richtigen Worten ringend, um sich nicht vor ihr lächerlich zu machen; dennoch war er in diesen Momenten wohl das glücklichste Kaninchen der Welt. Der Kampf gegen Skarabäen und Riesenskorpione in der Wüste war eine Sache, doch die Herausforderung diese Situationen zu meistern, war von einem ganz anderen Kaliber. Die Abende mit Aaminah auf dem Dach des Familienhauses wurden fast zum Mittelpunkt seines Lebens. Er konnte es kaum erwarten, bis sich die Sonne hinter dem Horizont verabschiedete und so die ersehnte nächtliche Zweisamkeit eingeläutet werden konnte.
Mit der Zeit dachte er, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Jedes Mal, wenn Aaminah ihn keck von unten mit ihren grün-braun gesprenkelten Augen ansah, fuhr ein sanftes Kribbeln durch seinen Körper, welches, angekommen in seinem Bauch, dort noch einige Zeit verharrte und auch immer wiederkehrte, wenn er, wie jetzt an sie dachte. Zafer beschloss sich also von Talib Rat zu holen und als dieser ihm versicherte, dass es noch keine Pläne gab, Aaminah mit jemandem zu verheiraten, fiel ihm förmlich das gesamte Gewicht der Salzberge vom Herzen. Nach dem gemeinsam verbachten Abend in der Oase, beflügelt vom Kaktusschnapps, den sie gemeinsam probiert hatten, fasste er den Entschluss, dass er sie zu seiner Frau machen würde. Irgendwann. Und obwohl er überhaupt nicht wusste, wie man die Liebe einer Frau gewinnen könnte, schwor er sich, nicht eher zu ruhen, bis er dieses Kunststück vollbracht hatte.
Doch eines Morgens befiel ihn ein leichter Husten, nichts Schlimmes nahm er an und rüstete sich, um in der Wüste Fleisch und Leder für die Familie zu beschaffen. Der Husten wurde immer stärker und glücklicherweise begegnete er kurz vor Verlassen des Hauses Celine. Wie sich heraus stellte, war die von Talib gestellte Aufgabe, dass Celine einige Wochen wie eine Natifah im Haus der Ifrey leben solle, Zafers Rettung. Die Erfahrung Celines sagte ihr beim ersten Blick auf den nun fahl wirkenden Menekaner, dass mit ihm etwas nicht stimmte. Über alle Konventionen hinweg, schleppte sie den an einem Hustenanfall fast erstickenden jungen Sohn der Ifrey ins Männerzimmer. Mit einem gesalbten Verband konnte sie jedoch seine Atembeschwerden lindern. Wie sich heraus stellte, litt Zafer an der Lungenpest und so kämpfte sein Körper in den nächsten Tagen gegen die, wenn nicht rechtzeitig behandelte, tödliche Krankheit. Aus seinen Fieberträumen erwachte er nur, um beim schmerzhaften Abhusten dunkelrötlichen Schleim in den kleinen Eimer zu speien. Seine Gedanken spielten verrückt und er hatte Albträume, in denen etwas seiner so sehr verehrten Geliebten geschehen würde und er, wie gelähmt, nicht im Stande war sie zu retten. In diesen Tagen erfüllte ein stetes Stöhnen des schwer gebeutelten Erkrankten das Männerzimmer des Ifreyhauses und wenn es ganz still war und man sehr genau hinhörte, konnte man hin und wieder das Wort 'Aaminah' in dem zusammenhangslosen Gebrabbel des fiebrigen Menekaners erahnen.
Zu seinem Glück schienen die von Celine angelegten Verbände ihre erhoffte Wirkung nicht zu verfehlen und Eluive noch einige Pläne für ihn zu haben. Zumindest dachte das Zafer, nachdem er nach einigen Tagen wieder halbwegs genesen war. Das Atmen fiel ihm zwar immer noch nicht so leicht wie früher und bei den ersten Ausflügen in die Wüste kam er jedes Mal schwer atmend und röchelnd wieder heim. Es wurde mit der Zeit jedoch besser, bis er schließlich wieder völlig genesen war. Durch seine Abgeschiedenheit in den letzten Tagen erwachte eine innige Sehnsucht nach Aaminah und er brannte darauf, endlich wieder Zeit mit ihr verbringen zu können.
Sein Wunsch sollte in Erfüllung gehen und als sie Gassur nach dem gemeinsamen Würfelspiel allein ließ, konnten die beiden wieder die vertraute Zweisamkeit genießen. Zafers Herz pochte so schnell an diesem Abend und sicher sorgte auch der konsumierte Schnaps dafür, dass er nicht mehr länger an sich halten konnte. Er musste Aaminah seine Gefühle offenbaren, wenn er auch nicht wusste wie. Und so stammelte er vor sich hin, bis die Katze letztlich aus dem Sack war. Mit gesenktem Haupt, nur ganz vorsichtig mit den Augen zu Aaminah schielend, versuchte er die Regungen in ihrem Gesicht zu deuten. Der Moment schien sich ewig zu ziehen und die Angst vor einer Abweisung von ihr drohte ihn zu zerquetschen. Er versuchte sich in Gedanken auf den Moment vorzubereiten, dass sie ihm offenbaren würde, dass ihre Zuneigung jemand anderem gehöre, doch letztlich wurde er erlöst. Mit ihrer lieblichen Stimme sprach sie die ersehnten Worte, dass auch sie so empfand und so kam es zum ersten vorsichtigen Kuss zwischen den beiden...
... Wie vom Glücksgefühl betrunken lag Zafer schließlich am Ende dieses ereignisreichen Abends im Bett und wälzte sich hin und her. So aufgedreht wie er war, konnte er einfach keinen Schlaf finden. Am liebsten wollte er sein Glück laut herausschreien; keine gute Idee, in tiefster Nacht im Familienhaus, so viel wusste er. Endlich fiel er nach einer Weile in einen tiefen Schlaf, mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen.
Nach einiger Zeit der Tagträumerei besann sich Zafer wieder und rappelte sich auf. Es gab noch viel zu tun, mit so leeren Taschen konnte er noch nicht ins Familienhaus zurückkehren. Und so ließ er einen großen Schluck, kühlen Wassers aus seinem Wasserschlauch seine Kehle hinunter rinnen, wischte mit der Rückseite seiner linken Hand über den Mund, um letztlich wieder seine Drachenmaske schützend vor sein Gesicht zu ziehen. Den Beutel geschultert machte er sich wieder auf den Weg in die Wüste, der brennenden Sonne und stürmenden Wüstenwinden trotzend, um am Abend wieder zu seiner Natifah zurückkehren zu können...
So viel war geschehen, in letzter Zeit. Das Leben im Familienhaus gefiel ihm sehr, nicht zuletzt wegen der Nähe zu der Natifah, welche jüngst so oft der Magnet seiner Gedanken war. Auch die anderen Familienmitglieder lernte er zu schätzen und so freute er sich jedes Mal, nach der Jagd wieder in die liebgewonnene Umgebung zurückkehren zu können. Das jüngste Verschwinden von Talib bereitete ihm doch einige Sorgen. Er hatte die Familie gut zusammengehalten, welche sich gerade erst durch die Zerreißprobe, das Verschwinden von Aalim, gekämpft hatte. Ohne ihn würde es sehr schwer werden, vor allem da auch Yaamal seit kurzem in der Wüste verschollen war. Außer Wahid war also kein erfahrenes, männliches Mitglied der Familie übrig geblieben. Aber Talib würde wiederkommen, da war sich Zafer sicher und überzeugt davon, dass sie die Zeit bis dahin meistern würden.
Das bedeutete für ihn aber auch, sich weiterzuentwickeln und noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Es gefiel ihm, dass Talib ihn in der Vergangenheit schon mit wichtigen Aufträgen für die Familie bedacht hatte und er erfüllte diese stets mit größter Hingabe. Doch die Abwesenheit Talibs und die dadurch hinausgezögerte Heirat mit Rija würden auch schwer auf Aaminah wiegen. Es war erstaunlich, wie diese noch so junge Schönheit sich um die Belange im Haus kümmerte. Und so landeten seine Gedanken letztlich wieder bei ihr und mit einem glückseligen Grinsen erinnerte er sich an die wunderbaren gemeinsamen Moment mit ihr.
Schon beim ersten Treffen, viel sie ihm auf, so jung und quirlig, aber doch auch sehr reif und besonnen, wenn es ihre Position von ihr verlangte. Zafer genoss die Gespräche mit Aaminah sehr, lernte sie so näher kennen und ihr Wesen stetig mehr zu schätzen. Es war die erste Natifah, zu der er eine derartige Zuneigung empfand. Das war sehr neu für ihn, gingen seine vorigen Bekanntschaften mit Menekanerinnen doch nicht über oberflächliche Freundschaften, wenn überhaupt, hinaus. Doch mit Aaminah war das anders...
Der junge Säbelschwinger versuchte so oft es ging in ihrer Nähe zu sein und genoss diese Momente, je mehr er mit ihr gemeinsam verbrachte. Doch mit der Zeit wurde es schwierig für ihn; er wurde immer nervös, wenn er sie erblickte, obwohl es doch dafür keinen offensichtlichen Grund zu geben schien. Seine Handflächen wurde feucht und der Mund trocken, vor allem, wenn er mit ihr allein war. Dort saß er dann wie ein Kaninchen vor der Schlange, stets verzweifelt nach den richtigen Worten ringend, um sich nicht vor ihr lächerlich zu machen; dennoch war er in diesen Momenten wohl das glücklichste Kaninchen der Welt. Der Kampf gegen Skarabäen und Riesenskorpione in der Wüste war eine Sache, doch die Herausforderung diese Situationen zu meistern, war von einem ganz anderen Kaliber. Die Abende mit Aaminah auf dem Dach des Familienhauses wurden fast zum Mittelpunkt seines Lebens. Er konnte es kaum erwarten, bis sich die Sonne hinter dem Horizont verabschiedete und so die ersehnte nächtliche Zweisamkeit eingeläutet werden konnte.
Mit der Zeit dachte er, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Jedes Mal, wenn Aaminah ihn keck von unten mit ihren grün-braun gesprenkelten Augen ansah, fuhr ein sanftes Kribbeln durch seinen Körper, welches, angekommen in seinem Bauch, dort noch einige Zeit verharrte und auch immer wiederkehrte, wenn er, wie jetzt an sie dachte. Zafer beschloss sich also von Talib Rat zu holen und als dieser ihm versicherte, dass es noch keine Pläne gab, Aaminah mit jemandem zu verheiraten, fiel ihm förmlich das gesamte Gewicht der Salzberge vom Herzen. Nach dem gemeinsam verbachten Abend in der Oase, beflügelt vom Kaktusschnapps, den sie gemeinsam probiert hatten, fasste er den Entschluss, dass er sie zu seiner Frau machen würde. Irgendwann. Und obwohl er überhaupt nicht wusste, wie man die Liebe einer Frau gewinnen könnte, schwor er sich, nicht eher zu ruhen, bis er dieses Kunststück vollbracht hatte.
Doch eines Morgens befiel ihn ein leichter Husten, nichts Schlimmes nahm er an und rüstete sich, um in der Wüste Fleisch und Leder für die Familie zu beschaffen. Der Husten wurde immer stärker und glücklicherweise begegnete er kurz vor Verlassen des Hauses Celine. Wie sich heraus stellte, war die von Talib gestellte Aufgabe, dass Celine einige Wochen wie eine Natifah im Haus der Ifrey leben solle, Zafers Rettung. Die Erfahrung Celines sagte ihr beim ersten Blick auf den nun fahl wirkenden Menekaner, dass mit ihm etwas nicht stimmte. Über alle Konventionen hinweg, schleppte sie den an einem Hustenanfall fast erstickenden jungen Sohn der Ifrey ins Männerzimmer. Mit einem gesalbten Verband konnte sie jedoch seine Atembeschwerden lindern. Wie sich heraus stellte, litt Zafer an der Lungenpest und so kämpfte sein Körper in den nächsten Tagen gegen die, wenn nicht rechtzeitig behandelte, tödliche Krankheit. Aus seinen Fieberträumen erwachte er nur, um beim schmerzhaften Abhusten dunkelrötlichen Schleim in den kleinen Eimer zu speien. Seine Gedanken spielten verrückt und er hatte Albträume, in denen etwas seiner so sehr verehrten Geliebten geschehen würde und er, wie gelähmt, nicht im Stande war sie zu retten. In diesen Tagen erfüllte ein stetes Stöhnen des schwer gebeutelten Erkrankten das Männerzimmer des Ifreyhauses und wenn es ganz still war und man sehr genau hinhörte, konnte man hin und wieder das Wort 'Aaminah' in dem zusammenhangslosen Gebrabbel des fiebrigen Menekaners erahnen.
Zu seinem Glück schienen die von Celine angelegten Verbände ihre erhoffte Wirkung nicht zu verfehlen und Eluive noch einige Pläne für ihn zu haben. Zumindest dachte das Zafer, nachdem er nach einigen Tagen wieder halbwegs genesen war. Das Atmen fiel ihm zwar immer noch nicht so leicht wie früher und bei den ersten Ausflügen in die Wüste kam er jedes Mal schwer atmend und röchelnd wieder heim. Es wurde mit der Zeit jedoch besser, bis er schließlich wieder völlig genesen war. Durch seine Abgeschiedenheit in den letzten Tagen erwachte eine innige Sehnsucht nach Aaminah und er brannte darauf, endlich wieder Zeit mit ihr verbringen zu können.
Sein Wunsch sollte in Erfüllung gehen und als sie Gassur nach dem gemeinsamen Würfelspiel allein ließ, konnten die beiden wieder die vertraute Zweisamkeit genießen. Zafers Herz pochte so schnell an diesem Abend und sicher sorgte auch der konsumierte Schnaps dafür, dass er nicht mehr länger an sich halten konnte. Er musste Aaminah seine Gefühle offenbaren, wenn er auch nicht wusste wie. Und so stammelte er vor sich hin, bis die Katze letztlich aus dem Sack war. Mit gesenktem Haupt, nur ganz vorsichtig mit den Augen zu Aaminah schielend, versuchte er die Regungen in ihrem Gesicht zu deuten. Der Moment schien sich ewig zu ziehen und die Angst vor einer Abweisung von ihr drohte ihn zu zerquetschen. Er versuchte sich in Gedanken auf den Moment vorzubereiten, dass sie ihm offenbaren würde, dass ihre Zuneigung jemand anderem gehöre, doch letztlich wurde er erlöst. Mit ihrer lieblichen Stimme sprach sie die ersehnten Worte, dass auch sie so empfand und so kam es zum ersten vorsichtigen Kuss zwischen den beiden...
... Wie vom Glücksgefühl betrunken lag Zafer schließlich am Ende dieses ereignisreichen Abends im Bett und wälzte sich hin und her. So aufgedreht wie er war, konnte er einfach keinen Schlaf finden. Am liebsten wollte er sein Glück laut herausschreien; keine gute Idee, in tiefster Nacht im Familienhaus, so viel wusste er. Endlich fiel er nach einer Weile in einen tiefen Schlaf, mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen.
Nach einiger Zeit der Tagträumerei besann sich Zafer wieder und rappelte sich auf. Es gab noch viel zu tun, mit so leeren Taschen konnte er noch nicht ins Familienhaus zurückkehren. Und so ließ er einen großen Schluck, kühlen Wassers aus seinem Wasserschlauch seine Kehle hinunter rinnen, wischte mit der Rückseite seiner linken Hand über den Mund, um letztlich wieder seine Drachenmaske schützend vor sein Gesicht zu ziehen. Den Beutel geschultert machte er sich wieder auf den Weg in die Wüste, der brennenden Sonne und stürmenden Wüstenwinden trotzend, um am Abend wieder zu seiner Natifah zurückkehren zu können...
-
Aaminah Faghira Ifrey
Das, was wir tun, ist für unsere
Zukunft weniger wichtig als das,
was wir denken.
-Philip James Bailey-
Einen Schritt vor den anderen setztend, den Blick auf die Oase gerichtet führen die Füße sie zu jener. Der Blick jedoch, wirkt nicht als wäre er im hier, er wirkt als würden tausend Bilder vor den Augen herhuschen...nachdenklich, in sich gekehrt. Die Hände schieben das Geäst der Sträucher und Bäume zur Seite und sie bahnt sich den Weg in die Oase hinein. Zuerst schweift das Augenpaar durch die Palmen hindurch um sicher zu sein das auch keine andere Person sich dort befindet, langsam setzt sie ihren Weg fort.Die Hände gleiten zu der Gesichts verhüllung und das erstemal an jenem Tag nimmt sie diese ab, ein tiefes und befreiendes Einatmen folgt. An einer Palme angekommen lehnt sie sich mit dem Rücken an jener an und gleitet in einer ruhigen und gleichmäßigen Bewegung in den Schneidersitz hinein.
Wie ging es ihm wohl? Alleine in der weiten Wüste, umgeben von Sand...der klaren und kalten Nacht....den Monstern.... Ich vermisse ihn und mache mir Sorgen. Ich will ihn jedoch Glücklich sehen, mit einem Lachen im Gesicht. Der Angriff vor zwei Tagen als ich mit Hazar, Yaamal und Gassur in Bajard war....ich habe großen Respekt vor den Männern unseres Landes, sie schützen uns und geben alles damit wir Gesund nachhause kommen. Ich hatte solche Angst das ich mich nichteinmal rühren konnte, war ich feige? Ich weis es nicht, vielleicht hätte ich etwas ändern können...aber ich war wie versteinert, angewurzelt, meine Glieder ließen sich nicht bewegen und ich hatte Angst...unsagbare Angst. Der Rabendiener, er war so groß, sah so mächtig aus so unbezwingbar, der Stab welcher sich aus einzelnen Knochen zusammensetzte...die Robe, der muffige gestank der von ihm ausging...wie der eines vor sich hinvegitierenden Kadavers...wie der Tot selbst. Es herrschte Krieg zwischen Menekur und den Rabendienern, krieg auf einem Land welches weder uns noch ihnen gehörte...für mich machte es wenig Sinn, für mich war es nur eine Frage der Zeit bis alles eskalierte, bis jemand starb. Ich hab solche Angst das Zafer etwas geschieht ich will nicht daran denken ihn zu verlieren, jetzt wo wir endlich einander gefunden haben.
Sabeena war endlich wieder von unseren Eltern zurück gekehrt, sie war wieder da und es war wohl das schönste was mich diese Woche noch glücklicher machen konnte. Ich habe ihr soviel zu erzählen, soviel was noch unausgesprochen ist. Doch einmal wieder verließ sie das Haus unglücklich....ich weis das meine Geschwister gerne ihrem eigenen Kopf folgen, aber genauso verletztlich sind diese auch und wenn man stets wiederworte erfährt ist es schwierig mit einem lächeln in den Tag zu blicken. Sie hat es so schon nicht einfach, Saahir ließ sich garnichtmehr blicken, er hatte sich komplett zurückgezogen, schade denn er war auch ein Mann der Worte und er machte meine Schwester immer glücklich. So lächeln gesehen wie da als sie beieinander saßen hatte ich sie schon lange nicht mehr. Irgendwie war alles recht merkwürdig, Talib und Rija sah man nur noch selten, Suraya kam seltenst aus dem Zimmer heraus seit sie damals die Nachricht über den Tot der Eltern erreichte. Der Rest der Familie kam und ging in einem fortlaufenden Rythmus der sich stets wiederholte.
Was bleibt ist die Hoffnung das eines Tages das Licht auch wieder über die Familie scheint und sich alles wieder der Ordnung fügt...und solange würde ich warten.
Zukunft weniger wichtig als das,
was wir denken.
-Philip James Bailey-
Einen Schritt vor den anderen setztend, den Blick auf die Oase gerichtet führen die Füße sie zu jener. Der Blick jedoch, wirkt nicht als wäre er im hier, er wirkt als würden tausend Bilder vor den Augen herhuschen...nachdenklich, in sich gekehrt. Die Hände schieben das Geäst der Sträucher und Bäume zur Seite und sie bahnt sich den Weg in die Oase hinein. Zuerst schweift das Augenpaar durch die Palmen hindurch um sicher zu sein das auch keine andere Person sich dort befindet, langsam setzt sie ihren Weg fort.Die Hände gleiten zu der Gesichts verhüllung und das erstemal an jenem Tag nimmt sie diese ab, ein tiefes und befreiendes Einatmen folgt. An einer Palme angekommen lehnt sie sich mit dem Rücken an jener an und gleitet in einer ruhigen und gleichmäßigen Bewegung in den Schneidersitz hinein.
Wie ging es ihm wohl? Alleine in der weiten Wüste, umgeben von Sand...der klaren und kalten Nacht....den Monstern.... Ich vermisse ihn und mache mir Sorgen. Ich will ihn jedoch Glücklich sehen, mit einem Lachen im Gesicht. Der Angriff vor zwei Tagen als ich mit Hazar, Yaamal und Gassur in Bajard war....ich habe großen Respekt vor den Männern unseres Landes, sie schützen uns und geben alles damit wir Gesund nachhause kommen. Ich hatte solche Angst das ich mich nichteinmal rühren konnte, war ich feige? Ich weis es nicht, vielleicht hätte ich etwas ändern können...aber ich war wie versteinert, angewurzelt, meine Glieder ließen sich nicht bewegen und ich hatte Angst...unsagbare Angst. Der Rabendiener, er war so groß, sah so mächtig aus so unbezwingbar, der Stab welcher sich aus einzelnen Knochen zusammensetzte...die Robe, der muffige gestank der von ihm ausging...wie der eines vor sich hinvegitierenden Kadavers...wie der Tot selbst. Es herrschte Krieg zwischen Menekur und den Rabendienern, krieg auf einem Land welches weder uns noch ihnen gehörte...für mich machte es wenig Sinn, für mich war es nur eine Frage der Zeit bis alles eskalierte, bis jemand starb. Ich hab solche Angst das Zafer etwas geschieht ich will nicht daran denken ihn zu verlieren, jetzt wo wir endlich einander gefunden haben.
Sabeena war endlich wieder von unseren Eltern zurück gekehrt, sie war wieder da und es war wohl das schönste was mich diese Woche noch glücklicher machen konnte. Ich habe ihr soviel zu erzählen, soviel was noch unausgesprochen ist. Doch einmal wieder verließ sie das Haus unglücklich....ich weis das meine Geschwister gerne ihrem eigenen Kopf folgen, aber genauso verletztlich sind diese auch und wenn man stets wiederworte erfährt ist es schwierig mit einem lächeln in den Tag zu blicken. Sie hat es so schon nicht einfach, Saahir ließ sich garnichtmehr blicken, er hatte sich komplett zurückgezogen, schade denn er war auch ein Mann der Worte und er machte meine Schwester immer glücklich. So lächeln gesehen wie da als sie beieinander saßen hatte ich sie schon lange nicht mehr. Irgendwie war alles recht merkwürdig, Talib und Rija sah man nur noch selten, Suraya kam seltenst aus dem Zimmer heraus seit sie damals die Nachricht über den Tot der Eltern erreichte. Der Rest der Familie kam und ging in einem fortlaufenden Rythmus der sich stets wiederholte.
Was bleibt ist die Hoffnung das eines Tages das Licht auch wieder über die Familie scheint und sich alles wieder der Ordnung fügt...und solange würde ich warten.
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Aaminah Faghira Ifrey
Der Wind weht durch das lange, wallende, dunkelbraune Haar. Leicht heben sich die Mundwinkel zu einem Lächeln empor.
"Kommt Zeit, kommt Rat mein Kind. Dränge die Leute nicht lasse sie kommen, denn wer kommen mag der tut dies mit Herzen und bleibt dann auch"
Ja er hatte recht, ihr großvater hatte recht als er ihr diese Worte mit seinem untypischen breiten Grinsen entgegen brachte. Sie würde warten, wenn er bereit war den Schritt zu wagen dann würde er ihn gehen. Drängen wollte sie ihn nicht, auch wenn ihr Herz schon zugesagt hatte und auch ihr Verstand sich wohl schon seine Geschichten zusammen sponn, so war es doch nach wie vor nicht ihr Wille ihn zu drängen. Als Talib Zafer fragte musste sie zwar aufschmunzeln doch der Gedanke das Zafer sich selbst in ein Eck gedrängt fühlt...der ließ sie nicht los. Sie wollte das er Glücklich ist, das es ihm Spass bereitet morgens aufzustehen und wenn das heißen würde das sie den Weg nicht gemeinsam gehen, dann wäre es eben so. Sie würde sich damit zurecht finden und sie würde auch damit klar kommen. Nein zwingen wollte sie niemanden.
Azyr....ein Rabendiener, mir blieb das Herz für einen Augenblick stehen als ich sah wie ein Hochgewachsener Mann mit Prunkvoller grauer Robe vor uns stand und dann seine Stimme an mein Ohr drang. Also war er es wirklich....sie hatte mit ihren Händen und der Gabe die Eluive ihr gegeben hatte Kleidung für diesen Diener eines Dämonen geschaffen. Ja sie schämte sich dafür aber dennoch war sie auch gleichzeitig verwirrt denn er kam ihr niemals so vor als wäre er ein solcher, woher hätte sie es erkennen können, wie hätte sie denn anders reagieren sollen.....
Sie hoffte so sehr das sich der Streit klären würde und beide Parteien wohl ohne Kampf davon kommen. Warum mit Waffen wenn man all das auch mit Verstand und Worten klären kann. Jedoch sollte man keinen Handel mit dem Erzfeind machen, die Frage war nur ob Eluive dafür auch mit Opfern einverstanden war, denn eines war sicher....eines Tages würde es die ersten Opfer geben.
Die Hochzeit von Rija und Talib war nichtmehr allzu weit entfernt und bald würden die ersten richtigen gespräche beginnen. Zuerst die Brautpreisübergabe, dann noch etwas Zeit dazwischen ehe dann die Hochzeit stattfinden konnte. Bis dahin hatten sie noch Unmengen von Zeit um sich wegen des Kleides zusammen zusetzten.
So lief die Zeit davon...wie der Sand in der Wüste....
"Kommt Zeit, kommt Rat mein Kind. Dränge die Leute nicht lasse sie kommen, denn wer kommen mag der tut dies mit Herzen und bleibt dann auch"
Ja er hatte recht, ihr großvater hatte recht als er ihr diese Worte mit seinem untypischen breiten Grinsen entgegen brachte. Sie würde warten, wenn er bereit war den Schritt zu wagen dann würde er ihn gehen. Drängen wollte sie ihn nicht, auch wenn ihr Herz schon zugesagt hatte und auch ihr Verstand sich wohl schon seine Geschichten zusammen sponn, so war es doch nach wie vor nicht ihr Wille ihn zu drängen. Als Talib Zafer fragte musste sie zwar aufschmunzeln doch der Gedanke das Zafer sich selbst in ein Eck gedrängt fühlt...der ließ sie nicht los. Sie wollte das er Glücklich ist, das es ihm Spass bereitet morgens aufzustehen und wenn das heißen würde das sie den Weg nicht gemeinsam gehen, dann wäre es eben so. Sie würde sich damit zurecht finden und sie würde auch damit klar kommen. Nein zwingen wollte sie niemanden.
Azyr....ein Rabendiener, mir blieb das Herz für einen Augenblick stehen als ich sah wie ein Hochgewachsener Mann mit Prunkvoller grauer Robe vor uns stand und dann seine Stimme an mein Ohr drang. Also war er es wirklich....sie hatte mit ihren Händen und der Gabe die Eluive ihr gegeben hatte Kleidung für diesen Diener eines Dämonen geschaffen. Ja sie schämte sich dafür aber dennoch war sie auch gleichzeitig verwirrt denn er kam ihr niemals so vor als wäre er ein solcher, woher hätte sie es erkennen können, wie hätte sie denn anders reagieren sollen.....
Sie hoffte so sehr das sich der Streit klären würde und beide Parteien wohl ohne Kampf davon kommen. Warum mit Waffen wenn man all das auch mit Verstand und Worten klären kann. Jedoch sollte man keinen Handel mit dem Erzfeind machen, die Frage war nur ob Eluive dafür auch mit Opfern einverstanden war, denn eines war sicher....eines Tages würde es die ersten Opfer geben.
Die Hochzeit von Rija und Talib war nichtmehr allzu weit entfernt und bald würden die ersten richtigen gespräche beginnen. Zuerst die Brautpreisübergabe, dann noch etwas Zeit dazwischen ehe dann die Hochzeit stattfinden konnte. Bis dahin hatten sie noch Unmengen von Zeit um sich wegen des Kleides zusammen zusetzten.
So lief die Zeit davon...wie der Sand in der Wüste....