Wie lange war es her, als er die Augen wieder öffnete und den Weg aus dem Traum fand? Tage? Monate? Jahre?
Er blickte aus der Dunkelheit zu den Sternen, als könnten diese ihm die Fragen beantworten, als hätten diese auf alles immer eine rationale Erklärung losgelöst von jedweder Emotion. Er erhob sich, die Beine schwer wie Blei, seine Hülle gelähmt und geschwächt vom langen Schlaf.
Die Fragen blieben unbeantwortet, was zurückblieb war das Gefühl gebraucht zu werden, von den seinen aus Ered Luin gerufen zu werden.
Isdaniel sagte mal, dass einige die Bestimmung hätten in einem helleren Licht zu brennen und so ihr Schicksal früher erfüllen und zum Ursprung zurückkehren. Luzienth brannte sehr hell, doch entschied er sich damals zu bleiben, vorerst.
Wo war Isdaniel nun? Sein Klang, seine Melodie war noch im Lied, doch so weit ab von diesem Teil Alathairs, dass nur ein leises Flüstern bei stürmischen Winden blieb. Isdaniel entschied sich zu gehen, vorerst.
Ein tiefer Atemzug und die Lungen füllten sich – gutes Gefühl, er streckte sich hob den Nacken in die Höhe und öffnete seit langem die smaragdgrünen Augen. Schneeflocken, berührten sanft seine Stirn, sein Gesicht, um dann kühl und entschlossen zu schmelzen.
Er war inmitten im Elfenwald, der Boden war weiß, die Bäume waren gehüllt von Eis und Schnee, wirkten wie Kristalle unter dem Nachthimmel.
Der Mondschein gab ihnen eine surreale Wärme in einem schwachen durchsichtigem Blau.
Er zog mit einem Male mit seinem linken Schwertarm, die fein geschmiedete Klinge, mit einem metallenen Summen und Surren,blank. Riss das Schwert in die Höhe, Schnitt den Wind mit Augenmaß, dass der Luftstoß für einen Moment sein Haar mit in die Höhe zog. Die Klinge war ungewöhnlich Schwer und die Muskeln seines Armes brannten nach einigen Momenten, dass er die Zähne zusammenbeißen musste. Sein Handgelenk begann zu zittern, die Schmerzen wurden mehr, er weigerte sich die Klinge los zulassen, gab jedoch nach als er das Gefühl in der Hand verlor. Das Schwert fiel ihm regelrecht und unkontrolliert aus der Hand. Es landete flach und einige Male elastisch aufspringend neben ihm. Der metallische Klang ertönte beim Aufprall wie eine Beschwerde.
Er fiel im nächsten Moment nach vorne, stützte sich im eisigen Schnee mit beiden Händen ab, sein Haupt leicht gesenkt während das Haar sein Gesicht zur Hälfte verdeckte.Seine Finger drangen tief in den Schnee ein, die Zeit wo sie letzten Endes Halt fanden schien ewig.
Seine einst so strahlende Rüstung war stumpf, dunkel und schmutzig geworden. Ebenso der Umhang rissig, der Stoff klebrig und verrottet. Er setzte mit seinem linken Knie auf, sein Herz pochte wie wild, Zweifel kamen in ihm auf, während er sich von seiner Traumruhe erholte.
„Ich habe versagt...“
Die Traumruhe
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Luzienth Dryel
- Beiträge: 20
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Sternenlicht
Der Maethor kam gut nach Ered Luin. Die seinen besangen seine Ankunft bereits. Sie erwarteten ihn. Einige von Ihnen standen auf den hohen Zinnen der hellen Marmorstadt.
Er spürte eine Mischung aus Freude und Bewunderung in ihren Klängen. Er war froh wieder heimgekehrt zu sein. Ein Klang unter ihnen bekam jedoch seine vollste Aufmerksamkeit. Dieser Klang war es, der ihn aus seiner Traumruhe zog, dieser Klang war es der seine smaragdgrünen Augen wieder öffnete und seiner Melodie wieder einen Sinn gab.
Zunächst einmal musste seine Ausrüstung neu aufpoliert werden, seine beiden Schwertarme wieder gefestigt und zu alter Stärke geschwungen werden.
Sein Geist war klar, er fühlte sich dem Lied noch nie so nahe wie jetzt, doch umgekehrt war seine Hülle in Folge des langen Schlafes schlapp und schwach geworden. Er wusste schon, wie er die Muskeln durch seinen eisernen Willen wieder in Form bringen würde.
Mehrere Trainingseinheiten am Strand und er wäre bald wieder ganz der Alte. Der Strand war für ihn schon immer ein besonderer Ort gewesen, hier hatte er beobachtet wie Nihal zu einer Lilthameigol wurde. Am selben Strand hatte er teilweise ganze Nächte hindurch mit Un'ariel getanzt, ein Tanz der Klingen bis beide erschöpft in den Armen des anderen einschliefen, um am nächsten Morgen wieder von vorne zu beginnen.
Diesmal war es anders, diesmal war er alleine. Nihal war auf eine weite Reise angetreten, niemand wusste so genau ob und wann Sie zurückkehren würde.
Un'ariel war ebenfalls noch im Lied aber wohl auf einer besonderen Mission und ihr Klang war ebenfalls nicht physisch greifbar aber Sie lebte und das war alles was Luzienth für wichtig empfand.
Er schwang die Klinge einsam, alleine, fast stoisch tat er die selben Tanzschritte wie damals, als sein Megil von Un'ariel pariert wurde. Der selbe Ausfallschritt, der selbe Überschwang brachte die Klinge nach vorne, um dann von Un'ariel wieder gekonnt abgelenkt zu werden, dann griff Sie an, er wirbelte um sich, nahm die defensive Haltung ein, spürte wie die Klinge an mehreren Stellen hart getroffen wurde. Funken flogen, Sand wirbelte auf - doch im nächsten Moment,musste er erkennen, dass sie fort war. Er spürte nur das vergangene Echo im Lied. Es verblasste langsam wie eine immer schwächer werdende wiederkehrende Melodie.
Seine Erinnerungen waren jedoch stark genug den Moment noch einmal zu erleben. Er zog sich mit der rechten Hand die Augenbinde vom Gesicht, seine linke Hand zitterte wieder, ob der Anstrengung. Ein tiefer Atemzug fand sich und füllte seine Lungen. Es war schon wieder Nacht, der weiße Strand glitzerte unter dem Sternenlicht wie viele kleine azurblaue Saphire.
Er war zurück, nur warum? Welche Aufgabe gab es diesmal?
Er spürte eine Mischung aus Freude und Bewunderung in ihren Klängen. Er war froh wieder heimgekehrt zu sein. Ein Klang unter ihnen bekam jedoch seine vollste Aufmerksamkeit. Dieser Klang war es, der ihn aus seiner Traumruhe zog, dieser Klang war es der seine smaragdgrünen Augen wieder öffnete und seiner Melodie wieder einen Sinn gab.
Zunächst einmal musste seine Ausrüstung neu aufpoliert werden, seine beiden Schwertarme wieder gefestigt und zu alter Stärke geschwungen werden.
Sein Geist war klar, er fühlte sich dem Lied noch nie so nahe wie jetzt, doch umgekehrt war seine Hülle in Folge des langen Schlafes schlapp und schwach geworden. Er wusste schon, wie er die Muskeln durch seinen eisernen Willen wieder in Form bringen würde.
Mehrere Trainingseinheiten am Strand und er wäre bald wieder ganz der Alte. Der Strand war für ihn schon immer ein besonderer Ort gewesen, hier hatte er beobachtet wie Nihal zu einer Lilthameigol wurde. Am selben Strand hatte er teilweise ganze Nächte hindurch mit Un'ariel getanzt, ein Tanz der Klingen bis beide erschöpft in den Armen des anderen einschliefen, um am nächsten Morgen wieder von vorne zu beginnen.
Diesmal war es anders, diesmal war er alleine. Nihal war auf eine weite Reise angetreten, niemand wusste so genau ob und wann Sie zurückkehren würde.
Un'ariel war ebenfalls noch im Lied aber wohl auf einer besonderen Mission und ihr Klang war ebenfalls nicht physisch greifbar aber Sie lebte und das war alles was Luzienth für wichtig empfand.
Er schwang die Klinge einsam, alleine, fast stoisch tat er die selben Tanzschritte wie damals, als sein Megil von Un'ariel pariert wurde. Der selbe Ausfallschritt, der selbe Überschwang brachte die Klinge nach vorne, um dann von Un'ariel wieder gekonnt abgelenkt zu werden, dann griff Sie an, er wirbelte um sich, nahm die defensive Haltung ein, spürte wie die Klinge an mehreren Stellen hart getroffen wurde. Funken flogen, Sand wirbelte auf - doch im nächsten Moment,musste er erkennen, dass sie fort war. Er spürte nur das vergangene Echo im Lied. Es verblasste langsam wie eine immer schwächer werdende wiederkehrende Melodie.
Seine Erinnerungen waren jedoch stark genug den Moment noch einmal zu erleben. Er zog sich mit der rechten Hand die Augenbinde vom Gesicht, seine linke Hand zitterte wieder, ob der Anstrengung. Ein tiefer Atemzug fand sich und füllte seine Lungen. Es war schon wieder Nacht, der weiße Strand glitzerte unter dem Sternenlicht wie viele kleine azurblaue Saphire.
Er war zurück, nur warum? Welche Aufgabe gab es diesmal?
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Aerlinn´en´Elenath
Endlose Stille. Nur der leise Atem war zu vernehmen, der darauf schließen ließ, dass sie noch lebte. Ruhig presste sie jeden Atemzug in ihre Lungenflügel herab, behielt ihn dort für wenige Herzschläge, ehe er erneut vorsichtig aus einem kleinen Mundspalt entwich. Regungslos, die azurblauen Augen geschlossen, saß sie auf dem kleinen Vorsprung von dem man Ered Luin in seiner vollen Pracht überblicken konnte.
Der lautlose Wind, der sich ihr näherte, strich ihre goldene makellose Haut sanft und umspielte das silbrigblaue Haar. Weiche Wellen schlug es um ihre Schultern und den Rücken, als der Wind ihr Haar zum Tanz aufforderte. Doch so schnell wie die Brise auch kam, genauso aprupt ebbte diese auch wieder ab. Die schlanken Hände in ihrem Schoß regten sich und wurden von einer leichten Anspannung heimgesucht, als ihre Gedanken plötzlich wechselten. Bilder, die so real erschienen, zogen in windesweile hinter ihren Augenlidern vorbei, als wäre sie in diesem Moment selbst ein Teil dieses Geschehens gewesen...
Sie sah die Sterne am Firmament glitzern, während der Schnee in kleinen sternförmigen Flocken vom Himmel herab rieselte. Der klare Mondschein sorgte dafür, dass die vom Schnee bedeckte Wiese wie eine seidig weisse Decke schimmerte.
Geleitet durch ihre Gefühle, die immer stärker zu werden drohten, sah sie in die Ferne der finsteren Umgebung. Doch letztlich zuckte der Blick in die gegengesetzte Richtung und harrte auf seinem Ziel aus, welches sie zuvor nicht wahrgenommen hatte. Sie musste einige Male blinzeln und sich an das Licht gewöhnen, dass sie sah. Es leuchtete schwach und lief Gefahr von der Dunkelheit verschluckt zu werden. Aerlinn schloss die Augen und presste die Lippen zu einem dünnen Strich aufeinander.
Noch ist dein Weg nicht zu Ende und dein Licht nicht erloschen...
Die Augen der Elfe öffneten sich verwundert. Das Licht brannte wesentlich heller als vorher und schien sich dadurch mehr ausgebreitet zu haben. Kurz sah sie die Regung darin - die Konturen seiner Rüstung und wie er sich allmählich auf ein Knie stützte.
Sie hatte nicht nur sein Lied vernommen, sondern auch seine Worte, die er aus Selbstzweifel zu sich sprach - ein Moment, in dem sie glaubte, er hätte ihr die Worte an die Ohrmuschel geflüstert. Sie spürte an diesem Tag jeden seiner wilden Herzschläge, als wären es ihre eigenen gewesen.
Der lautlose Wind, der sich ihr näherte, strich ihre goldene makellose Haut sanft und umspielte das silbrigblaue Haar. Weiche Wellen schlug es um ihre Schultern und den Rücken, als der Wind ihr Haar zum Tanz aufforderte. Doch so schnell wie die Brise auch kam, genauso aprupt ebbte diese auch wieder ab. Die schlanken Hände in ihrem Schoß regten sich und wurden von einer leichten Anspannung heimgesucht, als ihre Gedanken plötzlich wechselten. Bilder, die so real erschienen, zogen in windesweile hinter ihren Augenlidern vorbei, als wäre sie in diesem Moment selbst ein Teil dieses Geschehens gewesen...
- [img]http://img33.imageshack.us/img33/8417/waldf.png[/img]
Sie sah die Sterne am Firmament glitzern, während der Schnee in kleinen sternförmigen Flocken vom Himmel herab rieselte. Der klare Mondschein sorgte dafür, dass die vom Schnee bedeckte Wiese wie eine seidig weisse Decke schimmerte.
Geleitet durch ihre Gefühle, die immer stärker zu werden drohten, sah sie in die Ferne der finsteren Umgebung. Doch letztlich zuckte der Blick in die gegengesetzte Richtung und harrte auf seinem Ziel aus, welches sie zuvor nicht wahrgenommen hatte. Sie musste einige Male blinzeln und sich an das Licht gewöhnen, dass sie sah. Es leuchtete schwach und lief Gefahr von der Dunkelheit verschluckt zu werden. Aerlinn schloss die Augen und presste die Lippen zu einem dünnen Strich aufeinander.
Noch ist dein Weg nicht zu Ende und dein Licht nicht erloschen...
Die Augen der Elfe öffneten sich verwundert. Das Licht brannte wesentlich heller als vorher und schien sich dadurch mehr ausgebreitet zu haben. Kurz sah sie die Regung darin - die Konturen seiner Rüstung und wie er sich allmählich auf ein Knie stützte.
Sie hatte nicht nur sein Lied vernommen, sondern auch seine Worte, die er aus Selbstzweifel zu sich sprach - ein Moment, in dem sie glaubte, er hätte ihr die Worte an die Ohrmuschel geflüstert. Sie spürte an diesem Tag jeden seiner wilden Herzschläge, als wären es ihre eigenen gewesen.
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Sha´layel
Er ließ sich langsam vor der massiv großen Harfe am Wall bei der Flut nieder.
Der Blick folgte den Wellen welche sachte in einer stillen Wiederkehr in den Sand ebbten.
Der Maethor wird beim Üben beobachtet, ehe er sich sodann nach einer Weile der Harfe zuwendet.
Sachte beginnt ein Spiel auf den Saiten, eine sehr langsame Melodie ertönt welche von einer Balade erweitert wird. Sie durchdringt die Räume und wird schließlich vom Rauschen des Meeres verschlungen.
Das Wechselspiel im Lied mag Fröhlichkeit und Trauer transportieren, der Zuhörer mag herumgerissen im Rausch der Gefühle.
Wie lang ist es schon her,
genau weiß ichs nicht mehr.
Doch erzählt man sich Kunde von dir.
Hast an Morgen gedacht,
und die Zukunft bewacht.
Wir wissen es alle noch sehr.
Damals verging Tag um Tag,
selbst Woche wurd Jahr,
Die Zeit hat sich schneller gedreht.
Auch wenn dus nicht bereust,
hast keinen Aufwand gescheut,
Doch nun lass es geschehn.
Der Weg der einst war,
verblasste die Jahr,
Es nun Zeit so neu zu entstehn.
So kommet die Flut,
spült hinweg deine Wut,
Und Kraft erwacht wieder auf.
Sei geborgen bei uns,
und fördere die Kunst,
du wirst schon sehen wohin es dich führt.
Nach dem langen Spiel fahren die Hände hernieder und der Elf mag in der nachhallenden Melodie einige Augenblicke lang verweilen. Ganz im Trance der Gefühle. Erst als völlige Stille einsetzt und die Geräusche der Nacht zu ihm durchdringen erhebt er sich wieder um in die Stadt zurück zu kehren.
Der Blick folgte den Wellen welche sachte in einer stillen Wiederkehr in den Sand ebbten.
Der Maethor wird beim Üben beobachtet, ehe er sich sodann nach einer Weile der Harfe zuwendet.
Sachte beginnt ein Spiel auf den Saiten, eine sehr langsame Melodie ertönt welche von einer Balade erweitert wird. Sie durchdringt die Räume und wird schließlich vom Rauschen des Meeres verschlungen.
Das Wechselspiel im Lied mag Fröhlichkeit und Trauer transportieren, der Zuhörer mag herumgerissen im Rausch der Gefühle.
Wie lang ist es schon her,
genau weiß ichs nicht mehr.
Doch erzählt man sich Kunde von dir.
Hast an Morgen gedacht,
und die Zukunft bewacht.
Wir wissen es alle noch sehr.
Damals verging Tag um Tag,
selbst Woche wurd Jahr,
Die Zeit hat sich schneller gedreht.
Auch wenn dus nicht bereust,
hast keinen Aufwand gescheut,
Doch nun lass es geschehn.
Der Weg der einst war,
verblasste die Jahr,
Es nun Zeit so neu zu entstehn.
So kommet die Flut,
spült hinweg deine Wut,
Und Kraft erwacht wieder auf.
Sei geborgen bei uns,
und fördere die Kunst,
du wirst schon sehen wohin es dich führt.
Nach dem langen Spiel fahren die Hände hernieder und der Elf mag in der nachhallenden Melodie einige Augenblicke lang verweilen. Ganz im Trance der Gefühle. Erst als völlige Stille einsetzt und die Geräusche der Nacht zu ihm durchdringen erhebt er sich wieder um in die Stadt zurück zu kehren.
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Luzienth Dryel
- Beiträge: 20
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Das Waisenkind
Es sind einige Monde vergangen nachdem Luzienth der Maethor in Bajard zusammen mit Kersti, einer Schülerin von Liliana, ein kleines Waisenmädchen fanden.
Die Nacht war kalt, sehr kalt sogar – es regnete zudem noch stark. Das kleine Mädchen war unterernährt, verwaist und ihr Kleid schmutzig und rissig.
Luzienth konnte nicht glauben, dass die Menschen einen der ihren derartig im Stich ließen. Vorallem war Bajard ohne weiteres nicht der Ort für ein kleines 4 jähriges Mädchen. Wie die Aasgeier umkreisten zwielichtige Gestalten das Mädchen, als würden Sie nur darauf warten, dass Kersti und der Maethor weggingen.
Kurzerhand entschied sich der Maethor, es war ein emotionaler Impuls, der selbe Impuls der in Gefahrensituationen die Hand zur Waffe führte.
Der Maethor nahm das Kind auf den Arm und trug es Richtung Kutsche.
"Wir gehen Berchgard, zu Liliana, euer Heilerhaus hat sicher Platz für das Kind oder..?" Kersti hob die Schultern, konnte aber spüren wie die smaragdgrünen Augen jede ihrer Gesten und Mimik musterten als würde der Elf jedwede ihrer Regungen und Worte auf die Goldwaage legen.
Es war keine Frage, der Klang in seiner Stimme war mehr ein Appell an ihre Vernunft und Güte.
Der Maethor mochte die Kutschen der Menschen nicht, dieses ständige unbequeme holprige, hoch und runter, hin und her, als würde man mit einem Sattel aus Holz auf einem wild gewordenen Eber reiten.
Dem Kind schien dies nichts auszumachen, es war eingeschlafen und hatte noch in ihrer linken Hand einige von Luzienths Haare fest umschlossen. Das Kind war erschöpft und ausgehungert.
In Berchgard angekommen, lief Kersti vor, um für das Kind Vorbereitungen zu treffen. Das Kind sollte dort sein wo es hingehörte, bei den Menschen und unter Menschen wo es aufwachsen konnte. Der Maethor trug es schweigend bis zum Heilerhaus.
Was wäre mit dem Kind in Bajard ohne ihre Hilfe geschehen? Hätte sie überleben können?
Die Nacht war kalt, sehr kalt sogar – es regnete zudem noch stark. Das kleine Mädchen war unterernährt, verwaist und ihr Kleid schmutzig und rissig.
Luzienth konnte nicht glauben, dass die Menschen einen der ihren derartig im Stich ließen. Vorallem war Bajard ohne weiteres nicht der Ort für ein kleines 4 jähriges Mädchen. Wie die Aasgeier umkreisten zwielichtige Gestalten das Mädchen, als würden Sie nur darauf warten, dass Kersti und der Maethor weggingen.
Kurzerhand entschied sich der Maethor, es war ein emotionaler Impuls, der selbe Impuls der in Gefahrensituationen die Hand zur Waffe führte.
Der Maethor nahm das Kind auf den Arm und trug es Richtung Kutsche.
"Wir gehen Berchgard, zu Liliana, euer Heilerhaus hat sicher Platz für das Kind oder..?" Kersti hob die Schultern, konnte aber spüren wie die smaragdgrünen Augen jede ihrer Gesten und Mimik musterten als würde der Elf jedwede ihrer Regungen und Worte auf die Goldwaage legen.
Es war keine Frage, der Klang in seiner Stimme war mehr ein Appell an ihre Vernunft und Güte.
Der Maethor mochte die Kutschen der Menschen nicht, dieses ständige unbequeme holprige, hoch und runter, hin und her, als würde man mit einem Sattel aus Holz auf einem wild gewordenen Eber reiten.
Dem Kind schien dies nichts auszumachen, es war eingeschlafen und hatte noch in ihrer linken Hand einige von Luzienths Haare fest umschlossen. Das Kind war erschöpft und ausgehungert.
In Berchgard angekommen, lief Kersti vor, um für das Kind Vorbereitungen zu treffen. Das Kind sollte dort sein wo es hingehörte, bei den Menschen und unter Menschen wo es aufwachsen konnte. Der Maethor trug es schweigend bis zum Heilerhaus.
Was wäre mit dem Kind in Bajard ohne ihre Hilfe geschehen? Hätte sie überleben können?
Zuletzt geändert von Luzienth Dryel am Samstag 2. März 2013, 12:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Un´ariel Thoron´veylis
Je näher sie der Heimat kam, umso stärker meldeten sich bewusste Regungen an, die das kleine Hirn des Adlers zu überfordern drohten. Eben noch erfüllt vom Gefühl des Winds unter ihren Schwingen, der ekstatischen Wahrnehmung von Höhe und Geschwindigkeit, drängten sich bildhaft Erinnerungen auf, während sie über die nach viel, viel Wasser nun immer bekannter werdenden Landstriche hinwegzog.
Halb unterbewusst spürte sie dem Netz aus Luftströmungen nach, die sie umgaben und trugen - unsichtbar und doch für sie ebenso real, als ob sie es wären: feine Linien, dynamische Muster in stetiger Veränderung.
Sie durfte jetzt nicht aufhören, sich zu konzentrieren... durfte nicht aufgeben, so nah der Heimat. Das letzte Lembas war vor langer Zeit aufgegessen: Egal. Immerhin hatten die Instinkte des Adlers dafür gesorgt, dass ihr Körper auf der Reise ausreichend versorgt blieb. Ihre Waffe, das Geschenk, sie hatte alles zurücklassen müssen: Egal.
Mit allen Sinnen zog es sie zurück, zurück nach Ered Luin. Obgleich sie schon meinte, von Ferne die Stimmen derer zu hören, die sie früher gekannt. Obgleich sie nur so wenig, was ihre Reise beschert hatte, würde mit sich nehmen können.
Nur das Herz zählt.
Immerhin war sie mit nicht viel mehr auch aufgebrochen. Wenn sie in der Heimat angekommen wäre, würde sie ihr Alagos wieder singen lassen und genau hinhören, ob sich der Klang verändert hatte.
Immer schwerer wurde es, die Eingebungen zurückzuhalten, die wie Erinnerungen an einen Traum aufzogen, dämmerten und mehr Gestalt annahmen.
Im Nebelwald schließlich musste sie rasten, die Konzentrationsfähigkeit war zu weit verausgabt. Sie zielte auf eine langsamere Luftströmung ab, ließ sich hinabsinken und verließ die Seelentiergestalt. Nach all der Zeit ein Gefühl, das ihr vage ungewohnt vorkam. Füße in flachen Schuhen berührten den Boden, der Saum einer Robe folgte nur wenige Augenblicke später. Vorsichtig und doch zielstrebig bahnte sie sich zu Fuß einen Weg durch den so vertraut und zugleich verändert scheinenden Eryn.
Es ist lange her, alter Freund.
Mit heiserer Stimme, als ob sie diese länger nicht zum Formen elfischer Worte genutzt hätte, wandte sie sich an einen der hochelfischen Wächter, Elemwe, der sie sofort erkannte und nach Ered Luin bringen wollte. Matt schüttelte sie den Kopf und blickte an sich hinab. Die lange Reise voller Entbehrungen an den einfachsten Dingen hatte sie, so weit möglich, noch hagerer werden lassen.
Etwas Ruhe... nur ein wenig.
Voll Verständnis drückte ihr der Wächter seinen Proviantbeutel in die Hände. Als erstes sank sie also neben der kleinen Lagerstätte des Wächters nieder und stärkte sich mit Speisen. So köstlich war jeder Bissen, dass sie sich sogar mit dem letzten Stück elfischen Brots noch Zeit ließ.
Kaum danach übermannten sie die Bedürfnisse der elfischen Gestalt, dankbar hüllte sie sich in einen Umhang und fiel in tiefen, traumlosen Schlaf. So hielt sie es zuerst auch für einen Traum, als sie durch ein sanftes Zittern der Erde unter sich erwachte. Einmal öffnete und schloss sie die Augen wieder. Da geschah es wieder! Das leisere Grollen wurde erstmals zu einem unsanften Rütteln und sie war sofort hellwach.
Kein Traum.
Schon stand sie auf den Füßen, blickte sich scharf auf der dämmerigen Lichtung um. Wo waren die anderen, Nihal, Anor´iell, Niphime? Luzienth? Wo waren die Lindil?
Gefahr!
Nicht weit entfernt fing sie dann eine Bewegung auf, kurz bevor sie auch den Ruf Elemwes hörte: "Komm schnell, gwathel, und sieh dir das an!"
Er führte sie zwischen einigen Bäumen hindurch. Irgendetwas kam ihr unglaublich seltsam vor, doch erst nach einer ganzen Weile wurde ihr im Hintergrund des schrill vor Gefahr warnenden Instinktes bewusst, was es war: Der Eryn war viel zu still. Wo waren all die Geschöpfe, die ihn sonst bevölkerten? Doch sie waren angekommen und was sich ihren Augen bot, drohte ihr den Atem zu verschlagen: Ein Riss hatte sich in der Erde aufgetan, der sich noch immer fein verzweigte und unter Zittern des umgebenden Erdreiches erweiterte. Der schwache Geruch von Rauch zog ihr in die Nase.
Sie wechselte einen Blick mit Elemwe und kaum einen Herzschlag später war der Entschluss gefällt. Beide nickten sich knapp und in wortlosem Einverständnis zu, bevor sie sich herumdrehte und zu rennen begann. Elemwe nahm hinter ihr den Schild vom Rücken und noch während sie sich entfernte, begann sie die Gestalt zu wandeln.
Als der Boden des Nebelwalds von einer neuen Welle erschüttert wurde, berührten schon keine Füße mehr den Boden. Mit einigen schnellen Flügelschlägen beförderte sie sich über die Baumwipfel hinaus nach oben und schon war ihr Kopf wieder erfüllt von der Erfahrungswelt des Adlers. Unterbewusst erspürte sie eine Luftströmung, die sie kraftsparender in Richtung ihres Ziels tragen würde... und tief im Inneren versuchte sie, sich an einen Gedanken zu klammern.
Die anderen warnen.
Halb unterbewusst spürte sie dem Netz aus Luftströmungen nach, die sie umgaben und trugen - unsichtbar und doch für sie ebenso real, als ob sie es wären: feine Linien, dynamische Muster in stetiger Veränderung.
Sie durfte jetzt nicht aufhören, sich zu konzentrieren... durfte nicht aufgeben, so nah der Heimat. Das letzte Lembas war vor langer Zeit aufgegessen: Egal. Immerhin hatten die Instinkte des Adlers dafür gesorgt, dass ihr Körper auf der Reise ausreichend versorgt blieb. Ihre Waffe, das Geschenk, sie hatte alles zurücklassen müssen: Egal.
Mit allen Sinnen zog es sie zurück, zurück nach Ered Luin. Obgleich sie schon meinte, von Ferne die Stimmen derer zu hören, die sie früher gekannt. Obgleich sie nur so wenig, was ihre Reise beschert hatte, würde mit sich nehmen können.
Nur das Herz zählt.
Immerhin war sie mit nicht viel mehr auch aufgebrochen. Wenn sie in der Heimat angekommen wäre, würde sie ihr Alagos wieder singen lassen und genau hinhören, ob sich der Klang verändert hatte.
Immer schwerer wurde es, die Eingebungen zurückzuhalten, die wie Erinnerungen an einen Traum aufzogen, dämmerten und mehr Gestalt annahmen.
Im Nebelwald schließlich musste sie rasten, die Konzentrationsfähigkeit war zu weit verausgabt. Sie zielte auf eine langsamere Luftströmung ab, ließ sich hinabsinken und verließ die Seelentiergestalt. Nach all der Zeit ein Gefühl, das ihr vage ungewohnt vorkam. Füße in flachen Schuhen berührten den Boden, der Saum einer Robe folgte nur wenige Augenblicke später. Vorsichtig und doch zielstrebig bahnte sie sich zu Fuß einen Weg durch den so vertraut und zugleich verändert scheinenden Eryn.
Es ist lange her, alter Freund.
Mit heiserer Stimme, als ob sie diese länger nicht zum Formen elfischer Worte genutzt hätte, wandte sie sich an einen der hochelfischen Wächter, Elemwe, der sie sofort erkannte und nach Ered Luin bringen wollte. Matt schüttelte sie den Kopf und blickte an sich hinab. Die lange Reise voller Entbehrungen an den einfachsten Dingen hatte sie, so weit möglich, noch hagerer werden lassen.
Etwas Ruhe... nur ein wenig.
Voll Verständnis drückte ihr der Wächter seinen Proviantbeutel in die Hände. Als erstes sank sie also neben der kleinen Lagerstätte des Wächters nieder und stärkte sich mit Speisen. So köstlich war jeder Bissen, dass sie sich sogar mit dem letzten Stück elfischen Brots noch Zeit ließ.
Kaum danach übermannten sie die Bedürfnisse der elfischen Gestalt, dankbar hüllte sie sich in einen Umhang und fiel in tiefen, traumlosen Schlaf. So hielt sie es zuerst auch für einen Traum, als sie durch ein sanftes Zittern der Erde unter sich erwachte. Einmal öffnete und schloss sie die Augen wieder. Da geschah es wieder! Das leisere Grollen wurde erstmals zu einem unsanften Rütteln und sie war sofort hellwach.
Kein Traum.
Schon stand sie auf den Füßen, blickte sich scharf auf der dämmerigen Lichtung um. Wo waren die anderen, Nihal, Anor´iell, Niphime? Luzienth? Wo waren die Lindil?
Gefahr!
Nicht weit entfernt fing sie dann eine Bewegung auf, kurz bevor sie auch den Ruf Elemwes hörte: "Komm schnell, gwathel, und sieh dir das an!"
Er führte sie zwischen einigen Bäumen hindurch. Irgendetwas kam ihr unglaublich seltsam vor, doch erst nach einer ganzen Weile wurde ihr im Hintergrund des schrill vor Gefahr warnenden Instinktes bewusst, was es war: Der Eryn war viel zu still. Wo waren all die Geschöpfe, die ihn sonst bevölkerten? Doch sie waren angekommen und was sich ihren Augen bot, drohte ihr den Atem zu verschlagen: Ein Riss hatte sich in der Erde aufgetan, der sich noch immer fein verzweigte und unter Zittern des umgebenden Erdreiches erweiterte. Der schwache Geruch von Rauch zog ihr in die Nase.
Sie wechselte einen Blick mit Elemwe und kaum einen Herzschlag später war der Entschluss gefällt. Beide nickten sich knapp und in wortlosem Einverständnis zu, bevor sie sich herumdrehte und zu rennen begann. Elemwe nahm hinter ihr den Schild vom Rücken und noch während sie sich entfernte, begann sie die Gestalt zu wandeln.
Als der Boden des Nebelwalds von einer neuen Welle erschüttert wurde, berührten schon keine Füße mehr den Boden. Mit einigen schnellen Flügelschlägen beförderte sie sich über die Baumwipfel hinaus nach oben und schon war ihr Kopf wieder erfüllt von der Erfahrungswelt des Adlers. Unterbewusst erspürte sie eine Luftströmung, die sie kraftsparender in Richtung ihres Ziels tragen würde... und tief im Inneren versuchte sie, sich an einen Gedanken zu klammern.
Die anderen warnen.
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Luzienth Dryel
- Beiträge: 20
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Blumenfest und alte Erinnerungen
Herolde verkündeten den Auftakt des Blumenfestes in Adoran. Der alte Maethor war schon eine Weile nicht mehr in Adoran gewesen und es schien ihm eine gute Idee sich nach Adoran zu begeben.
Als er durch die Stadttore ging erkannte er die hohen Zinnen, gebaut aus massivem und riesigem Stein.
Wie ein Lebewesen welches mit seinen Armen aus Stein das Innere schützen wollte.
Bäuerlicher Geruch stieg ihm in die Nase. Er kannte diesen, er erinnerte sich - Hunde bellen von Weitem und für einen Moment glaubte er alte Geister aus vergangenen Tagen zu sehen, Reflektionen aus Licht und Erinnerungen vergangener Tage. Kinder die auf der Straße spielten und Menschen die Handel betrieben und sich unterhielten und unter Ihnen, Freunde und Menschen die er mal gekannt hatte. Leider nur lebendig gewordene Erinnerungen.
Desto näher er den Marktständen kam, desto blasser wurden diese Erinnerungen bis die Reflexionen aus Licht vollends, in seinem Herzen verschwanden.
In seinem Herzen würden alle seine Freunde ewig weiterleben, wo auch Sie immer waren.
Von weitem hörte er schon das geschäftige Treiben auf den Marktständen. Die Marktstände waren gut besucht und der Elf brauchte einen Moment sich zu akklimatisieren und alle um sich zu registrieren. Er setzte sich auf die Bank und atmete tief durch und beobachtete die Menschen beim feilschen und handeln. Es dauerte jedoch nicht lange bis er angesprochen wurde....
Als er durch die Stadttore ging erkannte er die hohen Zinnen, gebaut aus massivem und riesigem Stein.
Wie ein Lebewesen welches mit seinen Armen aus Stein das Innere schützen wollte.
Bäuerlicher Geruch stieg ihm in die Nase. Er kannte diesen, er erinnerte sich - Hunde bellen von Weitem und für einen Moment glaubte er alte Geister aus vergangenen Tagen zu sehen, Reflektionen aus Licht und Erinnerungen vergangener Tage. Kinder die auf der Straße spielten und Menschen die Handel betrieben und sich unterhielten und unter Ihnen, Freunde und Menschen die er mal gekannt hatte. Leider nur lebendig gewordene Erinnerungen.
Desto näher er den Marktständen kam, desto blasser wurden diese Erinnerungen bis die Reflexionen aus Licht vollends, in seinem Herzen verschwanden.
In seinem Herzen würden alle seine Freunde ewig weiterleben, wo auch Sie immer waren.
Von weitem hörte er schon das geschäftige Treiben auf den Marktständen. Die Marktstände waren gut besucht und der Elf brauchte einen Moment sich zu akklimatisieren und alle um sich zu registrieren. Er setzte sich auf die Bank und atmete tief durch und beobachtete die Menschen beim feilschen und handeln. Es dauerte jedoch nicht lange bis er angesprochen wurde....
Zuletzt geändert von Luzienth Dryel am Freitag 13. September 2024, 12:07, insgesamt 2-mal geändert.