Menschen sind nicht logisch.

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Elubeth Argwaeren
Beiträge: 266
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Menschen sind nicht logisch.

Beitrag von Elubeth Argwaeren »

Da, auf einmal: Schwärze … eine Klaue aus Schwärze, die sich vorstreckte und Versuche der Annäherung abschlug. Eine Abschirmung, die sich nicht einfach nur wieder aufbaute – sondern vielmehr direkt vor ihrer Gegenwart zu knallte und sie ausschloss.

„Weisheit ist Logik, das strikte Schlussfolgern aufgrund von bekannten Gegebenheiten und gesammeltem Wissen.“

Nach dem Besuch auf der Wüsteninsel hatte sie deutlich wahrgenommen, wie die Begegnung von dort noch in dem elfischen Begleiter nachklang. Noch als unter den Stiefeln der beiden bereits wieder das stellenweise verschneite, weiche Moos des Nebelwaldes lag, schien ihn der Schmerz der Menekanerin zu begleiten und zu beschäftigen. Es gab keine Möglichkeit, das gesamte Schicksal im Voraus zu kennen – die Sterne teilten stets nur einen Bruchteil ihres Wissens über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit ihnen.
Hier war sogar ohne den Rat der Sterne der Schatten von etwas Früherem zu erahnen. Doch nicht dies...

„Verbanne meine Gefühle!“

Sie standen sich gegenüber, gingen zunächst einen nur gedanklichen Austausch ein, dessen Stimmung sich zusehends anspannte. Sich vor wagen ins Chaos, die Suche nach dem Vertrauten... ein Flehen, die Suche nach Halt.
Schließlich bildete sich ein verworrener Strudel um sie beide, in dem sie ihre mentalen Kräfte aufeinander losließen. Auf der einen Seite Ruhe, so still, dass es andere Geräusche im Umkreis förmlich auszublenden schien, während frischer Schnee rings umher lautlos vom Himmel tanzte. Ausgeglichenheit. Auf der anderen Seite aufwallendes Chaos, hilfesuchend ausgestreckte Hände inmitten eines dunklen, aufgewühlten Strudels. Wild-böiger Wind, der die Schneeflocken aufpeitschte.
Zwischen den Liedwebern begannen kleine, zuckende Blitze sich zu entladen; Anhaltspunkte für die Energien, die sie aus dem Lied der Eluive heranzogen und zusammen ballten.
Urplötzlich, wie in Entfesselung einer Druckwelle, löste sich der Fokus und machte Platz für ... vollkommene Kälte.

Ohne Überblick und genaue Kenntnis aller Tatsachen keine genaue Einschätzung einer Situation.
Ohne diese ... keine Weisheit.
Ohne Weisheit keine Kunst.
Ohne Weisheit hätte sie ihn nie unterwiesen!


Calad ist weise. Wer bist du?
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Shalaryl Di'naru
Beiträge: 4008
Registriert: Sonntag 5. Februar 2006, 03:25
Wohnort: Lao'bha

Beitrag von Shalaryl Di'naru »

Reichlich entnervt setzte sie noch ein Schreiben auf...dieses Mal sogar auf
einem frischen Pergament, da kam sie nicht drum rum, es war zu wichtig.
Zu persönlich. Calad hatte zu denen gehört, die ihr geholfen hatten. Gut,
dass dieses schwarze Bewusstsein sie noch im Wald angehen wollte, spielte
auch mit hinein. War dies ein guter Moment, um wütend zu werden? Sie war
sich nicht ganz sicher, ob sie es wurde, als sie den verfremdeten Gwador
zurecht wies und daran erinnerte, was es eigentlich bedeutete, im Nebel-
wald vor ihr zu stehen. Denn ja, sie war der Wald.

Und eben dieser Wald würde auch mehr als ein Auge auf Calad haben diese
Nacht. Und Ohren, Nasen, Tasthaare, Geister. Im Palast hingegen würde
die Nachricht hängen...


Sanya Brüder und Schwestern,

Calad wurde mit einem letharischen Gift infiziert, dass seinen Geist völlig
im Klang verzerrt. Die Nestyr müssen herausfinden, worum genau es sich
handelt...nach all meiner Erfahrung mit den Substanzen der Verführten,
benötigt Calad ein Gegengift. Bitte beeilt euch...ich habe versucht, ihn in
der Gestalt seines Seelentieres zu festigen, die schien am stabilsten, doch
auch das...ich weiss es nicht. Ich habe noch kein Gift erlebt, dass so etwas
bewirkt...

Shalaryl
Tschiep?
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Elubeth Argwaeren
Beiträge: 266
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Re: Menschen sind nicht logisch.

Beitrag von Elubeth Argwaeren »

Sobald er sie inmitten des Waldes zurückgelassen hatte, der sich nach seinem Fortgehen wieder auf mysteriöse Weise harmonisch zeigte, ergriff sie ein kaum gekanntes Gefühl: Angst. Es ließ sie schneller atmen, schmeckte süßlich auf ihrer Zunge, hob die Kälte und Einsamkeit der Lichtung an ihr Bewusstsein.

„Menschen sind nicht logisch. Was nicht logisch ist, darf nicht existieren.“

Die silberhaarige Elfe starrte noch für eine kaum bestimmbare Weile auf die Stelle, wo nur noch flache Fußabdrücke im Schnee von der Anwesenheit des anderen sprachen.
Calad. Calad, der stundenlang vor Kristallen hockte und sich mit ihren Strukturen vertraut machte. Der Energien des Wassers erstmalig zu einem vage körperlichen Wesen formte. Der mit dem Rücken zur Welt da stand inmitten von abgemessenen Schüsselchen penibel versäuberter Champignons und einem Kelch elfischen Weines, als sei das Zubereiten von Pilzgerichten seine wahre Bestimmung. Der den Blick gen Himmel richtete und die gleiche Frage im Sinn hatte wie sie.
Schon waren weitere Flocken emsig am Werke, auch diese Spuren zuzudecken.
Mit einem in sich gekehrten Kopfschütteln besann sie sich auf die Gegenwart.

Der Entschluss war befasst, so stäubte sie sich etwas Schnee von den Schultern und begann ihre Suche. Wo immer sie hin kam, er schien vor ihr dort gewesen zu sein. Eindeutige Fußspuren. Eine unter ringsum verstreuten Holzsplittern geborstene Türe... Immerhin fand sie keine Zeichen, die ihre dunkelsten Vorahnungen bewahrheiteten.
Sogar unter dem Berge begab sie sich auf die Verfolgung des Unbekannten. Geschwärzte Stellen an einer Wand... doch diese entfesselten Kräfte waren bereits wieder abgeklungen.
Schließlich kehrte sie zurück in die Heimat, fand Shalaryls Nachricht.


Du kannst dich nicht verstecken!
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Calad en Minuial
Beiträge: 21
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Calad en Minuial »

Inmitten des wirbelnden Chaos aus Schwärze, verharrte eine Präsenz, ruhig, still, konzentriert.
Er bekam nicht alles mit was sich ausserhalb des Chaos um ihn herum geschah, doch genug um eingreifen zu müssen.

Eine Frau, sie geht zu Boden, handel! Für einen Moment konnte er das Chaos vertreiben, fand sich in einem Haus wieder. Einige Menschen waren anwesend und die Emotionen aus Wut und Angst prallten auf ihn ein und stärkten sein Gefägnis.

Schmerzen in der Brust, Blut..
Dann die Anwesenheit seiner Familie, ruhe trat erneut ein, nur um wieder von verzerrten Klängen zerborsten zu werden.

Flucht, einsamkeit, Schutz...
Und neben allem um ihn herum klammerte er sich nur an ein Gefühl, eine Präsenz, nie weit hinter ihm.
In seinem inneren Schutzwall begann Schnee zu rieseln. Er ging nieder unter einen Baum, blendete alles weitere aus.
Schnee, das konnte nur sie sein.

Mit diesem Gedanken begann eine Meditation, welche über seine Zukunft entscheiden sollte.
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Shalaryl Di'naru
Beiträge: 4008
Registriert: Sonntag 5. Februar 2006, 03:25
Wohnort: Lao'bha

Beitrag von Shalaryl Di'naru »

Sie setzt noch ein paar neue Runen unter ihre Nachricht:

Calad ist im Wald am See, zusammen mit Elu. Dort sollten die Nestyr ihn
also finden. Wenn sie fort sind, ist etwas passiert...lasst es mich bitte wissen.
Tschiep?
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