*Es war ein langer Tag gewesen, das Reich scheint in Aufruhr, die Ordnung des Vaters aus den Fugen geraten. Unruhestifter marodierten durch die Stadt, einfache Bürger nahmen keine Rücksicht mehr auf das Rüstrecht... und dann auch noch diese Briefe, dennoch wird eine Antwort wird gen Tristan gesandt.*
Der Vater möge dir einen Funken Weisheit entsenden Tristan Wulfram.
Wer bist du, dass du gegenüber dem Tempel Forderungen stellst?
Wo du so gerne die Gebote zitierst solltest du sie auch richtig gelernt haben, bevor du sie zitierst.
Mir scheint, dass dir die Erinnerung über das erste Gebot abhanden gekommen ist.
"Dir zu dienen heißt Ehrfurcht zu lernen, um nicht im falschen Hochmut den Sinn unseres Strebens aus den Augen zu verlieren."
Solltest du dich einer Gefangennahme wiedersetzen, so ist deine Schuld damit unwiderruflich bewiesen. Denn jemand der Unschuldig ist braucht nicht vor der Untersuchungshaft zu flüchten, er hat schließlich nichts zu befürchten.
Weder vor dem weltlichen Gericht, noch vor dem Angesichte des Vaters wenn die Entscheidung über den Einzug nach Nileth Azur gefällt wird.
Und die Frage nach der Beleidigung eines Würdenträgers können wir nach der Verhandlung deiner Person klären. Ich vermag in deinen Taten keinerlei Würde erkennen. Weshalb ich dich nicht als Würdenträger sehen kann.
Es blutet mir das Herz, wie du durch deine Taten den ehrwürdigen Orden der Arkorither herabwürdigst, wo du so prominent immer mit deinem Titel im Orden um dich wirfst, scheinbar in seinem Namen deine Taten begehst.
Und was sollte das Wort eines Hofmagiers wiegen?
Klingt in meinen Ohren nach einem besseren Narren, welcher zur Erheiterung der Gäste des Alka Feuerwerke entzündet.
Nein Tristan Wulfram, du wirst allein nach deinen Taten behandelt werden, so wie es mit jedem Gläubigen geschieht.
Falls dir das folgende Gebot entfallen sein sollte, so wird es dir noch einmal ins Gedächtnis gerufen.
"Dir zu dienen heißt keine Almosen oder Geschenke anzunehmen, da nur mit eigenen Händen Erarbeitetes vor deiner Präsenz bestand hat."
Jenes Erarbeitete gilt im Guten wie im Schlechten. Was du an schlechten Taten mit deinen Händen erarbeitest wird vor der Präsenz des Vaters ebenso bestand haben, wie das was du gutes Geleistet hast.
Ich erwarte von dir, dass du deine Ordensgeschwister darüber aufklärst, dass allein deine Taten und deine Person hier zur Anklage stehen, nicht der ehrwürdige Orden der Arkorither.
Das allein du einen Keil zwischen den ehrwürdigen Orden und die Ritterschaft treibst, durch dein Verhalten gegenüber der Ritterschaft.
Das allein du einen Keil zwischen den ehrwürdigen Orden und die Templerschaft treibst, welche sich dem Schutz der Ordnung und der Treue gegenüber der Ritterschaft des Vaters verschrieben hat.
Das allein du einen Keil zwischen den ehrwürdigen Orden und das heilige Reich treibst.
Solltest du dich mit deinem Schoßhund weiterhin vor der Justiz des heiligen Reiches verstecken, so wird deine Schuld nach Ablauf eines Wochenlaufes als bewiesen gelten.
Im immerwährenden Dienste am Vater
Clericus Alataris
[img]http://darkrain1.da.funpic.de/siegel_tempel.png[/img]