Kinderlachen - Kindertränen

Mikilas Sotan

Beitrag von Mikilas Sotan »

mareeeeeeel

Quietschte er auf Ronyas Arm, als der etwas ältere Marel durch das Söldnerlager daherkam. Oh wie freute sich Miki. endlich sah er seinen Freund wieder. Sie stritten sich spielerisch und Marel streckte ihm die Zunge raus. Miki hatte von anderen aufgeschnappt das wenn man wem die Zunge rausstrecke das man ihn liebt. Das sagte er dann auch Marel und Marel sagte das er lügen würde. Ronya erklärte den beiden, dass Zunge rausstecken auch heissen kann, dass man seine Ruhe haben will, das der andere weggehen soll oder das man den anderen nicht mag. Betrübt sah Miki uz Boden.

also.. also.. hat marel mich dann nich mehr gern?

Marel fuhr herum und meinte

so war das doch gar nicht gemeint.

Miki fragte Ronya ob er Marel zeigen dürfe wo sie beide jetzt wohnten dun Ronya erlaubte es. Rasch griff Miki nach Marels Hand und zerrte ihn schnell hinter sich her. Er wollte Marels Gesicht sehen. Staunend sah Marel sich in der Wohnung um und Miki spürte das Marel sich insgeheim auch so etwas wünschte. Marel erzählte stolz und begeistert von Schwertern und Rüsstungen. Miki wollte ihm nur etwas zeigen und kletterte auf die Bank, die er zum Kamin zerrte und hob ein grosses, schweres Schwert vom Kamninsims. Er hatte nicht das Gewicht des Schwertes bedacht und fiehl samt Schwert von der Bank.

Verwirrt starrte er auf das Schwer, ehe er zu weinen begann und an dem Schewrt zog und zerrte. Es lag quer über seinen kleinen Beinchen und selbst mit Marel zusammen bekam er das Schwert nicht von sich runter. Innerlich bangte er was Ronya sagen würde aber dennoch.

marel du muss mama holen, die kann das wegmachen von den beinen

Einen Moment lang biss Marel sich auf die Lippen ehe er lossauste. Schneller als Miki hätte Mama sagen können stand jene vor ihm und nahm das Schwert von ihm herunter. Er sah Besorgniss, ja Angst um ihn in ihrem Gesicht. Einerseits tat es ihm innerlich gut zu sehen das sich wirklich jemand Sorgen machte, aber andererseits war er bedrückt. Er wollte nur Malre das Schwert gezeigt haben, aber nicht seiner Mama einen solchen Schrecken einjagen. Ronya legte das Schwert so hin, dass die Kinder es sich genau ansehen konnten und Miki putzte den Kamin sanft von der Klinge. Es funkelte richtig im Kamin und Kerzenschein.

Dann klirrte es drausen und lenkte die Aufmreksamkeit der Kinder nach draussen. Schnell liefen sie raus um zu sehen was los war. Da waren zwei Frauen die weinten und da weder Marel noch Miki es kannten das man auch vor Freude weinen konnte, krochen sie unter die Bank und lauschten den beiden Frauen. Die eine kannte Miki, die war in Clanskleidung gekleidet, die andere war ihm unbekannt. Beide Kinder fanden es lustig und machten nicht böse gemeinte flüsternde Scherze über die beiden. Als Ronya dnan plötzlich da war rumste Miki vor Schreck mit dem Kopf gegen die Bank.

Zusammen brachten sie Marel zum Waisenhaus zurück, sie fuhren sogar Kutsche und lachten begeistert über die Kühe und Bullen die da an ihnen vorbeizogen. Für Mikis verständniss war der Abend viel zu schnell vorbei. Aber er war dennoch voellig erschöpft und müde, als er und Ronya nach Hause kamen und gleich in die Felle gingen. Schon halb schlafend kuschelte er sich halb auf Ronyas Brustkorb, seine Nase an ihren Hals gedrückt und schlief mit der Kuscheldecke und dem Fuchs im Arm sofort ein.
Mikilas Sotan

Beitrag von Mikilas Sotan »

Als er wach wurde war es stockduster draussen. Verwundert sah er sich um. Da liefen Schatten, Leute herum, und er hörte seine Mama. Schnell stand er auf.

is aben?


Fragte er Ronya und sie verneinte.

daf ich zum waisenhaus gehen spielen?


Ronya antwortete das er dürfe, aber nur wenn er die Kutsche nehmen würde und wenn irgendwas sein solle, solle er im Waisenhaus bleiben, bis sie ihn abholen würde. Er versprach es ihr hoch und heilig. Im Waisenhaus wurde es ihm bald langweilig. Die Kinder waren deprimiert und schlecht gelaunt. Xinthra spielte mit ihm fliegen und auch Una spielte mit, aber dann wurde er schnell wieder müde.

Diese Dunkelheit trug dazu bei das er das Gefühl hatte gar nicht richtig munter zu werden. Nachdem er an Xinthras Brustkorb gedöst hatte wollte er wieder nach Hause, schlafen. Diese Dunkelheit drückte auf ihm wie ein zu schweres Fell und er sehnte sich danach zu schlafen. Vielleicht wurde es ja hell, wenn er wieder aufwachte. Xinthra brachte ihn nach Hause und er liess sich in die Felle fallen.

Ohne es zu bemerken, eher aus dem Unterbewusstsein heraus hatte er sich seinen Daumen in den Mund geschoben und schlief fast direkt ein. Er bemerkte nichtmal das Ronya nach Hause kam. Im Unterbewusstsein merkte er sicherlich wie sich zu ihm in die Felle legte und er kuschelte sich dicht an sie heran.
Mikilas Sotan

Beitrag von Mikilas Sotan »

Der kleine Mann verlebte wunderbare Tage und Wochen.
Er spielte viel mit seiner Mama, versorgte gewissenhaft seine Tiere und spielte auch mit jenen.
Den Hund liess er mehrmals am Tage raus, so das jener streunen konnte und mehr Bewegung bekam als in dem kleinen Garten.

Manchmal machte Miki auch Essen für Ronya.
Natuerlich sah die Wohnung danach meistens aus wie ein Saustall, aber man konnte erkennen das er immer versucht hatte wieder aufzuräumen.

Sicherlich schimpfte Ronya auch mal, wenn Miki zu vorlaut wurde, sie erklärte ihm auch immer warum sie geschimpft hatte und der kleine Mann verstand es dann auch.

Manchmal war sein kleiner Mund eben schneller als sein kleiner Kopf. Dennoch, immer wenn Ronya geschimpft hatte schlief der kleine nicht sehr gut.
Er träumte dann von Marienna und manchmal weinte er dann auch im Schlaf oder gab trotzige Widerworte.

Mikilas halt dein Maul, siehst doch das ich beschäftigt bin und du weist auch das du dann still zu sein hast.
Renn nicht so herum Mikilas, andere Kinder sind ja auch lieb.
Wenn du jetzt nicht still bist Mikilas sperr ich dich einen Tag in den Holzkeller.

lass mich in ruh. bin miki un nich mikilas. du bis nich mein mama un un un da hör ich nich. hör auf du tus mir weh. ich hass dich!

Oftmals hörte man ihn so oder so ähnlich im Schlaf plappern und er schob dabei seine kleine unterlippe trotzig vor.
Eigendlich ein Bild das man niedlich hätte nennen können.

In solchen Nächten kuschelte er sich wie schutzsuchend fest an Ronya, manchmal wenn er im Traum sich wehrte konnte es auch passieren das Ronya einen leichten Schlag abbekam.
Mit der Zeit wurden diese Träume aber auch weniger, aber ein Satz war immer der gleiche

bin miki un nich mikilas.
Mikilas Sotan

Beitrag von Mikilas Sotan »

Er lernte viel in all den Wochen bei Ronya. Sie hatte gesagt das sie ihn adoptiert hatte und jetzt richtig seine Mama war. Kein Kind in dem Moment war wohl glücklicher als er. In den ganzen Wochen hatte er eines besonders gelernt :

Geliebt zu werden


Ronya hatte ihn richtig lieb das sah er, das spürte er.
Sie kniete sich immer hin wenn er kam.
Sie nahm ihn immer auf den Arm.
Sie liess ihn mit ihrer Kette spielen und mit den Fingern.
Sie zeigte ihm vieles und liess ihm seinen Weg.
Sie zwang ihn in keinen Glauben.
Sie beeinflusste ihn nicht Krieger werden zu wollen.

Er hatte aber auch gemerkt das viele Menschen versuchten ihn nach ihren Wünschen zu erziehen und er hielt sich dadurch immer mehr von jenen Menschen fern. Sein kleines Herz sagte ihm dass nur eine ihn erziehen durfte. Ronya. Wenn ihm jemand sagte "mach das und das" dann machte er genau das Gegenteil davon. Er reagierte trotzig wenn ihm jemand Vorschriften machen wollte oder mit für ihn unsinnig weisen Ratschlägen. Miki zeigte Ronya aber auch seine Dankbarkeit.

Er pflückte weiterhin gewissenhaft jeden Morgen eine neue weisse Rose
Er schenkte ihr eine Kette
Er kochte, wenn auch mehr schlecht als Recht
Er tat das was sie wollte
Er gab ihr selten bis nie Widerworte
Er kuschelte sich jeden Abend an sie

Er zeigte ihr deutlich das er jeden Hauch Liebe dankbar aufnahm.
Natürlich machte er immer noch Streiche.
Natürlich hatte er nach wie vor eine kleine vorlaute Klappe. Aber dennoch sah man das er alle Liebe regelrecht wie ein ausgetrockneter Schwann aufsog.

Man merkte aber eines deutlich. Er vermisste andere Kinder zum Spielen. Der Weg zum Waisenhaus wurde ihm langsam überdrüssig, denn immer wenn er dort ankam, waren die Kinder wo anders am Spielen. In Bajard selber traf er nie auf andere Kinder und in Berchgard, Varuna ebensowenig. Miki sass oft mitten auf dem Weg und spielte für sich mit Steinen und seinem Holzfuchs. Dann plapperte er auch mal mit fremden Leuten. Aber Kinder, von denen er lernen könnte Kind zu sein, sah er selten. Besonders vermisste er Enola und Marel.
Mikilas Sotan

Beitrag von Mikilas Sotan »

Traurig war er vom Kloster zurück gekehrt. Er verstand das Gerede einfach nicht. Die einen dürfen Temoras Wunder wirken, weil sie mehr glaubten und mehr gelernt hatten und die anderen die vielleicht ebenso stark an sie glaubten und viel beteten, aber weniger gelernt hatten durften das nicht. Er zweifelte an der Gerechtigkeit von Temora und langsam zweifelte er sogar ob es noch für ihn selber richtig war an sie überhaupt zu glauben. Für ihm stand fest, dass nur die Temoras Hilfe bekamen die Bücher lasen, im Kloster lebten und den ganzen Tag beteten. Sowas wollte er nicht. Alleine die braunen hohen Mauern hatten ihm schon Angst gemacht. Dann die erkenntniss das Temora nichtmal wärme für Kinder in den eigenen Mauern besass. Tira lebte mit ihrer Mutter in einer Kammer die so Gross war wie die Wohnung in der er mit seiner Mama lebte und es gab da nicht mal Kohlpfannen die jene mit etwas Wärme füllen konnte. Der Raum war kahl, nur zwei Betten zwei Shränke und ein Tisch war da.

Dann die riesige kalhle Küche, oder besser der Essraum. Kein Teppich am Boden, nur an der einen Wand Teppiche von Klostern. Er langweilte sich und wenn er sich einen Streich ausdachte wurde er ermahnt das er ja seiner Mama versprochen hatte artig zu sein. Da zu sitzen und Worten zu lauschen die er nicht verstand, war ihm zu öde. Er wollte lieber laufen und spielen. Er rührte keinen der Keckse an und auch nicht die Erdbeermilch. Er wollte das Tira lassen, die scheinbar ausser Sanjanas Mutterliebe und ein paar Stofftieren nichts weiter besass. Bücher und das konnten doch nicht die Freiheit in einem Wald ersetzen. Er war froh wieder zu Hause endlich zu sein, im Arm seiner Mama die soviel Liebe ausstrahlte das er es förmlich fühlen konnte. Sanjana kam ihm so distanziert, streng und selbst ihr Lächeln kam ihm gezwungen vor. Da war er lieber so wie seine Mama und dafür glücklich.

Er liebte die kleine wohnung und den kleinen Garten. Er liebte die Felle, die von Sanjana und Tira bemängelt wurden. Nicht weich genug, nicht warm genug, am boden und so sachen hatten sie gesagt. Man kann immer gut über Dinge urteilen die man nichtmal kannte. Er hatte beides erlebt. Bett und Felle und letzteres würde er nichtmal für das weicheste Bett austauschen wollen. Die Felle rochen nach Tier und Wald, ein Bett roch nur nach Stoff und Bett. Tira kannte nichtmal Bananenbrot. Miki fragte sich ernsthaft was sie denn im Kloster zu essen bekam. Nur Brot und Wasser? Er hatte beobachtet wie sie sich über die Keckse fast schon gestürzt hatte und innerlich war er entsetzt gewesen. Bekam sie nur zum Schein dann so gute Dinge wenn Besuch da war? Er machte sich Gedanken über Tira und am Ende des Klostertages wusste er im Herzen, er würde Tira so schnell nicht wieder sehen. Er war nur ein einfaches Kind und tira wurde anders erzogen als er. Er hatte an Sanjanas fahlem Lächeln und dem plötzlich drängen das er nach Hause müsse erkannt das er etwas falsch gemacht hatte und sie Tira vielleicht nicht mehr erlauben würde ihn zu besuchen.

Dabei hatte er nur die Gerechtigkeit Temoras in Frage gestellt auf seine kindliche Weise. Er war nunmal erst 4 Sommer alt und nicht allwissend und überintelligent. Seufzend war er eingeschlafen und im Schlaf hatte er geweint. Er sehnte sich so nach anderen Kindern und es gab doch kaum welche oder sie wohnten zu weit weg, oder waren einfach nicht da wenn er kam.
Mikilas Sotan

Beitrag von Mikilas Sotan »

Endlich war es soweit, er durfte den Namen seiner Mama tragen. Ganz stolz war er, an seinen Papa zu Hause und Marienna dachte er nur noch sehr selten und nur wenn man ihn direkt darauf ansprach. Am Abend sass er im Zelt auf dem Fell und flüsterte ganz oft seinen neuen Namen. Er merkte nichtmal das seine Mama noch gar nicht schlief.

miki sotan
mikilas sotan
was kling besser?
miki sotan
oder
mikilas sotan...


angestrengt nachdenkend sass er da und runzelte nachdenklich seine stirn

miki sotan!


triumphierte er plötzlich auf und grübelte direkt wieder

mikilas sotan?


Er bemerkte nicht wie seine Mama ihn beobachtete. Er nahm seinen Fuchs unter einem der Felle hervor und guckte den nachdenklich an ehe er leise aber bestimmt sagte

mikilas sotan für mama aber das is ein geheimnis ausser mama darfs du das kein sagen ja?


Zufrieden kuschelte er sich halb auf Ronya drauf, so wie immer, die Kuscheldecke fest in seinen arm und bevor er einschlief murmelte an nah an Ronyas Ohr

mikilas sotan
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