...die Sonne erlosch und genau so verlosch das Licht in meinem Herzen… ich bin sicher… es sind blutige Tränen, geboren aus Leid, Angst und Schmerz… wird mir nun auch noch das Licht der Sonne genommen? Warum? Was habe ich denn getan was dies verdient? Kälte fließt durch meine Adern, wie Schneekristalle… dunkel und schwer… noch eine Träne rinnt über mein Gesicht, doch sie glitzert nicht in der Sonne… nein sie ist dunkel und schwarz. Ich sage doch, es ist Blut… Mein Herzblut.
Tira zudem. Armes, kleines Mädchen. In so jungen Jahren schon soviel Leid, soviel Verrat...
Das Herz blutet in meiner Brust…
Wut? Zorn? Nein… nur Verzweiflung und Trauer und Leere… genau das beschreibt es wohl am Besten.
Eine Leere.
Nichts ist dort… nur Kälte, Verzweiflung und die Tränen des Herzens. Warum verschwimmt nun auch die Sonne und verbirgt sich? Ist es ein Zeichen Temoras? Dies kann doch nicht... Ich las von solchen Phänomenen... Doch... warum jetzt? Ob es doch ein Zeichen ist...?
Ein Zeichen Temoras, oder doch nur Zufall? Es ist mir egal… die Leere in meinem Herzen wächst. Das Fehlen des Lichtes passt zu dem Fehlen der Wärme in mir. Zu meiner Verzweiflung und Einsamkeit…
Einsamkeit…
Aus dem Tagebuch von Sanjana Valeth
Fehlendes Licht, fehlende Wärme, Einsamkeit...
-
Clarissa Ilvess
'Das größte Geschenk der Finsternis ist nicht Heimlichkeit, sondern Wagemut.' Diesen Ausspruch wurde sie in diesen Tagen nicht mehr los.
Tollkirsche half, selbst in der Dunkelheit der Sonnenfinsternis. Bewegungen. Starre Schatten, bewegliche Schatten, Tollkirsche half das eine vom anderen zu scheiden und doch half sie nur nach außen. Weite Pupillen waren eine Sache, ebenso die Hitzewallungen, die einen durchliefen, wenn man davon trank. Dennoch fühlte sie sich innen drin bleich, matt, kalt und leer, so als würde die Finstnis dieser Tage auf ihr Gemüt schlagen.
Unruhig war sie all diese Tage schon gewesen, aber nicht einmal das fahle Mondlicht, das die Dunkelheit nur im Ansatz auf zu hellen imstande war vermochte sie noch in Wallung zu versetzen. Die üblichen Dinge hatte sie hinter sich. Sie hatte Gold auf den Tisch gehauen, sie war kämpfen gewesen, hatte förmlich danach gesucht. Unvorsichtig, aber es war ihr in diesen Tagen gleichgültig. Selbst die Lieder, die ihr über Jahre hinweg einen klaren Verstand beschert hatten hatten versagt, was immer sie anstimmte, es erinnerte sie an die Klagegesänge auf den Totenfeierlichkeiten ihrer Heimat.
So hockte, kauerte sie nun dort im Schatten, den das Gebäude warf, lauernd, wartend auf den einen, kurzen Moment, wegen dem sie hier war, diesen kurzen Anblick, der ihr die Luft zum Atmen abschnürte und sie wissen ließ, wie es war und nie mehr sein wird. Einige wenige, kostbare Sekunden nur, ehe sie wieder entschwinden mußte, wollte sie doch nicht hier gesehen werden. Dieser kurze Augenblick, er war es wert.
So hockte sie hier, wie ein bleicher Gargoyle und wartete. Und wartete. Und wartete.
Tollkirsche half, selbst in der Dunkelheit der Sonnenfinsternis. Bewegungen. Starre Schatten, bewegliche Schatten, Tollkirsche half das eine vom anderen zu scheiden und doch half sie nur nach außen. Weite Pupillen waren eine Sache, ebenso die Hitzewallungen, die einen durchliefen, wenn man davon trank. Dennoch fühlte sie sich innen drin bleich, matt, kalt und leer, so als würde die Finstnis dieser Tage auf ihr Gemüt schlagen.
Unruhig war sie all diese Tage schon gewesen, aber nicht einmal das fahle Mondlicht, das die Dunkelheit nur im Ansatz auf zu hellen imstande war vermochte sie noch in Wallung zu versetzen. Die üblichen Dinge hatte sie hinter sich. Sie hatte Gold auf den Tisch gehauen, sie war kämpfen gewesen, hatte förmlich danach gesucht. Unvorsichtig, aber es war ihr in diesen Tagen gleichgültig. Selbst die Lieder, die ihr über Jahre hinweg einen klaren Verstand beschert hatten hatten versagt, was immer sie anstimmte, es erinnerte sie an die Klagegesänge auf den Totenfeierlichkeiten ihrer Heimat.
So hockte, kauerte sie nun dort im Schatten, den das Gebäude warf, lauernd, wartend auf den einen, kurzen Moment, wegen dem sie hier war, diesen kurzen Anblick, der ihr die Luft zum Atmen abschnürte und sie wissen ließ, wie es war und nie mehr sein wird. Einige wenige, kostbare Sekunden nur, ehe sie wieder entschwinden mußte, wollte sie doch nicht hier gesehen werden. Dieser kurze Augenblick, er war es wert.
So hockte sie hier, wie ein bleicher Gargoyle und wartete. Und wartete. Und wartete.