Forschungsreise zu den Zwergen

Antworten
Fareed Saddiq

Forschungsreise zu den Zwergen

Beitrag von Fareed Saddiq »

Endlich war der Tag gekommen, an dem er nach Varuna reisen würde um sich mit dem Zwergen zu treffen. Seine Fragen zu den Metallen brannten ihm auf der Zunge. Früh am Morgen stand er auf und aß nur ein kleines Frühstück um sich sogleich auf den Weg aufs Festland zu machen.
Er nahm gleich in der Früh das erste Schiff, er wollte sicher gehen das er rechtzeitig zur 20. Tagstunde am Handelshaus der Zwerge sein würde, denn nichts machte einen schlechteren Eindruck als zu spät zu kommen und bei den gespannten Verhältnissen der beiden Völker, wäre dies sicher fatal. Auch ging er nicht mit Robe und Stab auf das Schiff Richtung Festland, er wusste, dass die Zwerge der Magier keinesfalls zugetan waren und wollte somit verhindern, dass schon eine Kleidung eine Provokation darstellte.
Unendlich lange kam ihm die Zeit die das Schiff brauchte um bis nach Bajard zu fahren, doch der Wind stand eigentlich gut und es dauerte wie immer die gleiche Zeit bis das Schiff in den Hafen von Bajard einfuhr. Im Hafen von Bord gegangen, begab sich Fareed in ein kleines Gasthaus in Bajard um dort zu Speisen, Zeit hatte er noch genug, denn die Kutschfahrt nach Varuna würde ich so lange dauern.
Nach dem Essen, einem einfachen Fischgericht, bestieg Fareed die Kutsche und wies den Kutscher an, ihn nach Varuna zu fahren. Während der ganzen Fahrt starrte er geistesabwesend aus dem Fenster. Als er in Varuna ankam fragte er sich geschwind zu dem Handelsposten der Zwerge durch und da er etwas zu früh dran war, setzte er sich auf die Treppe um zu warten.

Lange dauerte es nicht, da kam ein kleiner Mann auf einem merkwürdigen Gefährt angeritten, stieg ab und band es vor dem Handelshaus fest. Fareed erhob sich von der Treppe um den Zwerg zu begrüßen, er stellte sich vor und auch der Zwerg nannte seinen Namen. Anggosch Hammergrund hieß er. Anggosch öffnete die Tür und beiden gingen in das obere Stock de Hauses. Dort befand sich eine Art Taverne und beiden Namen an einem der Tische platz.
Als beide so da saßen platze Fareed gleich mit seiner ersten Frage heraus. Ob denn Metalle einfach nur so in Form gehämmert werden müssen oder ob denn da mehr dahinter stecke. Der Zwerg fing an zu erzählen das sicher mehr dahinter stecke, er selber musste erst einmal 2 Jahre Kohle in die Schmelze geben, bis er endlich an den Blasebalg, die Luftzufuhr für die Esse, bedienen durften. Es schien also doch mehr dahinter zu stecken als wie Fareed ursprünglich gedacht hatte. Das Menekanische Volk verstand nicht gerade viel von der Schmiedekunst, das wurde Fareed nun immer bewusster.
Mitten im Gespräch stellte Anggosch 2 Krüge zwergisches Bier auf den Tisch. Fareed griff der Höflichkeit halber nach einem der Krüge und stieß mit dem Zwerg an. Als der erste Schluck des Bieres die Kehle herunter lief, verzog sich sein Gesicht. Es war bitter, aber er hatte gehört, dass es wohl das beste Bier überhaupt sein sollte. Fareed war normalerweise nur leichten Wein und ab und an einen Kaktusschnaps gewöhnt.
Dann wurde das Gespräch auf die für Fareed interessanten Metalle gelenkt, Pyrian und Coellium. Anggosch erzählte über die Eigenschaften der Erze und was man beachten musste um sie zu schmelzen. Gerade bei Pyrian war das mit dem schmelzen nicht so einfach, immerhin galt es ein Erz zu schmelzen was selber sehr gut brannte. Dann fragte Fareed, wie der Effekt zustande kam den Waffen auslösen die aus Pyrian geschmiedet wurden. Kurz überlegter der Zwerg und meinte, es wäre mit einem Feuerstein zu vergleichen. Das konnte sich Fareed gut vorstellen mit seinem Magier „nachzuahmen“. Aber was das Coellium anging, hatte auch Anggosch keine Idee wie die Effekt mit den Blitzen die den Gegner durchzuckten zustande kam.
Fareed war zufrieden mit den Antworten die er bekommen hatte, seine Forschungen kamen damit einen kleinen Schritt voran und das war es ihm Wert gewesen sich mit dem Zwergen zu treffen.
Kurz bevor den Rückweg antrat erschien noch ein anderer Zwerg im Handelsposten. Es war einer dieser ungehobelten in dieser komischen Rüstung mit den vielen Stacheln. Als dieser am Tisch saß konnte er sich nicht einmal benehmen. Fareed stand auf verneigte kurz sein Haupt vor beiden Zwergen und verabschiedete sich um sich auf den Heimweg zu machen, es war schon spät und bald würde das letzte Schiff für heute den Hafen von Bajard in Richtung Menek’Ur verlassen.
Anggosch Hammergrund

Beitrag von Anggosch Hammergrund »

Als Anggosch die Bitte des Langbeins das erste Mal laß, war die Stimmung zwischen beiden Völkern bereits angespannt. Das Wüsten-Ober-Langbein behauptete doch glatt, einer der Brüder hätte ihn beleidigt und deswegen müsse man gleich den Zwergen den Zutritt zur Insel und den Handel mit den Zwergen verbieten.

Naja, stand wohl zulange in der Sonne, dachte sich Anggosch damals noch. Nun hielt er die Anfrage dieses Langbeins in den Händen. Sein Name und seine verwendeten Worte ließen auf ein Wüstenlangbein schließen. Aber sollte man einen Fremden nur nach Namen und Sprache einordnen oder gar verurteilen? Nein, dachte sich Anggosch bereits damals und willigte einem Treffen ein.

So vergingen einige Tage und vieles ereignete sich in dieser Zeit. So wurde Anggosch bei der letzten Ratssitzung zum "Handwerksmeister der Khaz-Aduir" gewählt. Nun war er zuständig für alle Handwerker des Berges, sowie den Handel mit allen anderen Gruppierungen Alathairs. Sogesehen, war es nun sogar seine Aufgabe mit dem Langbein zu sprechen, egal wie die sonstige Lage war.

Am ausgemachten Tag begab sich Anggosch auf den Weg zum zwergischen Handelsposten zu Varuna um mit dem Langbein zu sprechen. Das Langbein wartete bereits vor dem Handelsposten und nach einer kurzen Begrüßung ging man hinein, durch die Werkstatt zur Taverne in der oberen Etage.

Hier nun stellte Fareed, so hieß das Langbein, seine Frage. Er wollte soviel wie möglich über Pyrian und Coelium wissen. Anggosch erzählte ihm einiges davon bei einem oder zwei Krügen Bier. Eigentlich erzählte er ihm alles, was auch jedes andere Schmiede-Langbein hätte erzählen können. Einige Fragen von Farred beantwortete er, ohne sich jemals Gedanken darüber gemacht zu haben. Solche Fragen konnten auch nur diesen niemals arbeitenden, immer nur komisch redenden und merkwürdige Dinge tuenden Leuten einfallen.

Am Ende des Gesprächs erschien noch einer seiner Brüder, aber Fareed und Anggosch hatten bereits alles besprochen und so ging Fareed wieder seines Weges. Anggosch war sich sicher, dass das, was er heute getan hatte bestimmt nicht schädlich war für weitere Beziehungen zwischen beiden Völkern und Geheimnisse hatte er auch nicht verraten.
Antworten