Eine etwas unkonventionelle Heirat

Moderator: Menekaner [Mod]

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Cetem

Eine etwas unkonventionelle Heirat

Beitrag von Cetem »

Schlaf... was war das.
Die letzten Nächte hatte er kaum welchen finden können.
Ruhelos drehte er sich auf seinem Lager, und wenn er mal einschlief dann weckte ihn der nächste Alptraum, in dem Jumanah schreiend vor ihm weglief, oder ihn wutentbrannt ein Nein entgegen schrie. Bis hin das sie vom Minen verdreckt und in alten zerschlissenen Hosen neben ihm vor der Kaliq stand.
Stets wachte er schweißgebadet auf.
Oh Eluive, welcher Dämon hatte ihn nur geritten.
Aber er und Jumanah waren nun schon so lange verlobt, und sie bekam immer mehr Furcht vor der Ehe oder den Kindern, das er befürchtete sie irgendwann doch noch zu verlieren.
Gerade jetzt wo Yamaal wieder nach Menek'ur gekommen war.
Cetem war schon immer eifersüchtig darauf gewesen wie sehr Yamaal und seine Jumanah einander vertrauten.
Nein, er wollte einfach nicht mehr warten.
Er wollte sie zu der seinen Machen und damit allen klar sagen das sie ihm gehörte!
Ihm und sonst keinem anderem. Schon gar nicht Yamaal, oder diesem Brotbäcker oder dem Fischer oder … oder...
Er stand ruhelos auf.

So lange war es her seit seine Schwester sie einander vorgestellt, sogar eher dafür gesorgt hat das herauskam das er sie, Jumanah mochte.
Dann der Abend da sie fast den Kalifen beleidigt hätte, und er hatte sich nicht anders zu helfen gewusst als ihr einen Kuss auf die Wange zu geben, vor dem Kalifen.
Das hatte sie natürlich für den Moment fassungslos und vor allem Mundtot gemacht gehabt, aber auch dafür gesorgt das der Kalif entschied das er einen Kampf zu bestreiten hätte.
In der Arena vor allen Menekanern.
Und so er diesen Kampf verlieren würde, hätte er Jumanah zu ehelichen.
Oh wie sehr kam ihm dieser Befehl gelegen damals.
Auch wenn ihm die Aussicht darauf in einem Kampf verletzt und gar geschlagen zu werden nicht wirklich gefiehl, war die Aussicht auf die Belohnung doch mehr als nur verlockend für ihn gewesen.
Wie sonst hätte er ihr sonst näher kommen können. Er wusste ja damals noch nicht mal ob sie ihn wirklich mochte.

Es kam wie es kommen musste.
Er verlor.
Er verlor diesen Kampf nicht enimal absichtlich, aber als er dann blutend im Sand lag, verfluchte er diesen für ihn in diesem Moment dämlichen Pakt.
War dies alles diese Schmerzen wert?
Sie waren es. Sie waren es in dem Moment als Jumanah aufgebracht gar besorgt zu ihm kam.
Die Sorge um ihn in ihrem Blick ließen ihn für den Moment alle Schwierigkeiten vergessen.
Das Wissen um ihre Zuneigung für ihn, schöner als der Schatten in der Wüste Menek'urs.

Lange Monde hatten sie miteinander verbracht.
Züchtig und wie es es sich geziemte. Hier und da einmal ein flüchtiger verbotener gar schüchterner Kuss. Hände die zueinander fanden, sanfte zärtliche Blicke und dann auch eine Nacht gemeinsam, und natürlich angezogen oben auf dem Dach ihres Hauses.
Das ihr sein Herz gehörte war ihm lange schon klar, und das sie ihm ihres schenkte für ihn ein Glück.
Sicher war sie nicht immer einfach, und Cetem liebte es sie zu ärgern. Liebte es wie ihre Augen aufblitzen wenn sie voller Zorn aufstampfte und wie sie wütend wurde wenn sie bemerkte das er sie einmal nur wieder hinters Licht geführt hatte.
Jumanah fürchtete sich vor vielem. Vor allem vor der Ehe so glaubt er und davor Kinder zu bekommen.
Er ließ sie wie sie war. Er wusste, nein er hoffte das sie sich ändern würde mit der Zeit in seinen Armen. Das sie ihm vertraute und zu Dingen fand die sie nie für möglich gehalten hatte.
So wie er auch.

So lange waren sie einer Hochzeit aus dem Wege gegangen.
Warum eigentlich?
Er wusste es nicht zu sagen.
Nur das es heute soweit sein würde.
Heute und das mit Hilfe von so vielen.
Er war allen so dankbar. Allen die schweigsam halfen die Vorbereitungen zu treffen, die Jumanah ein stilles, wissendes Lächeln schenkten.

Und Jumanah … Jumanah hatte keine Ahnung von dem allem.
Noch immer glaubte sie zum heiligen Berg kommen zu müssen , da es ihrer Hilfe bedurfte.
Was sie sagen würde, wenn sie dort zu ihrer eigenen Hochzeit hinzukam, wusste er nicht.
Er hoffe nur das es für sie der schönste Tag ihres Lebens werden würde.
Und er hoffte das er es war der dazu beitragen würde.
Zuletzt geändert von Cetem am Montag 22. Oktober 2012, 15:00, insgesamt 1-mal geändert.
Yaamal Ifrey

Beitrag von Yaamal Ifrey »

währenddessen liefen die Vorbereitungen im Haus Ifrey auf Hochtouren.
Sabeena und Aahminah arbeiteiten fast Tag und nach an besonders edlen Kleidern für beide. Da die beiden nicht auch noch Zeit zum Backen hatten, bat Yaamal Rija aus dem Hause Yazir, die von Talib bald als seine Natifah ins Haus Ifrey führen würde um Hilfe.
Rija, die Yaamal sehr symphatisch war und sich schon darauf freute daß sie bald zur Familie gehören würde, war sofort bereit zu helfen und so knetete sie sogleich den Teig und verarbeitete andere gute Zutaten zu einem riesiggroßen Schokoladenkuchen in Form eines Lamas. Da solch ein Kunstwerk zum Anscheiden fast zu schade war, fertigte sie aus den übrig gebliebenen Zutaten noch reichlich Kuchenstücke für die Hochzeitsgäste, so daß für alle genug da sein sollte.
Yaamal brachte den Kuchen in den Keller um ihn dort kühl zustellen bevor er sich zum Zelt aufmache, wo die Feier stattfinden sollte. Dann machte er sich auf dem Weg zum Festland um noch ein ganz besonderes Geschenk zu besorgen.
Zuletzt geändert von Yaamal Ifrey am Montag 22. Oktober 2012, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.
Cetem

Beitrag von Cetem »

Cetem wurde im Morgengrauen geweckt.
Müde zog er die Decke wieder weiter über sich und Jumanah die noch immer angekuschelt in seinen Armen lag.
Der vorangegangene Tag war wie ein Traum gewesen.
Sie hatten geheiratet. Sie hatten wirklich geheiratet.
Er würde es immer noch nicht glauben, wenn Jumanah nicht hier, mit ihm in der Hängematte liegen würde, und das ohne Schleier und mit offenem Haar.
Er hatte immer gewusst das sie schön, wunderschön war, und ihr Anblick jetzt erfüllte sein Herz voller Freude.
Er ließ sich Zeit sie einfach nur zu betrachten.
So wie sie jetzt war, entspannt und mit einem Lächeln um ihren Lippen.
Er liebte jenes Lächeln das er erst jetzt wirklich genießen konnte, so sehr, und er war nicht gewillt sie je wieder los zu lassen.

Die Hochzeit war wunderschön gewesen. Die Zeremonie die die Kaliq durchführte hatte ihn mehr ergriffen als er es je gedacht hatte.
So viele waren gekommen.
Er hatte nicht wirklich gedacht das so viele kommen würden, um so mehr freute es ihn.
Er bewegt sich, versuchte seinen eingeschlafenen Arm unter Jumanah hervor zu ziehen, beließ es jedoch bei dem Versuch als seine Frau sich murrend regte um sich gleich wieder an ihn zu schmiegen.
Nachdenklich betrachtete er sie und musste an das Gespräch vom gestrigen Morgen mit Khalida denken.
Diese war überrascht gewesen als er wie selbstverständlich meinte das sie am Abend natürlich die Karawane begleiten würden.
Sie glaubte sie hätten eher anderes vor, Reden...
Cetem hatte lange gebraucht bis er begriffen hatte was gemeint war.
Er hatte ihr erst die Antwort gegeben, das Jumanah und er oft genug geredet hätten, und erst als Khalida fast vor Verzweiflung in ihr Lama gebissen hätte, begriff er.
Eben das was man normalerweise als Hochzeitsnacht bezeichnen würde.
Sie glaubte sogar das man wegen so etwas Tagelang nicht aus dem Hause ging.
In Cetems Augen übertrieb sie maßlos.
Ja gut.. woher sollte Khalida dies auch wissen, war sie ja nicht verheiratet.
Er ging also vollkommen unbedarft in diese Nacht. Genauso wie Jumanah.

Sie liebten einander, sie waren nun verheiratet und doch...
Sie hatten eines der geschenkten Bücher mit hinauf auf die Dachterasse genommen.
Die Nacht war lau, der Mond tauchte alles in ein fahles Licht, als wolle er ihr Glück bestrahlen.
Cetem nahm es sich heraus ihr den Schleier und das Kopftuch ab zu nehmen, dann hatten sie sich gemeinsam auf die Hängematte gelegt, und er hatte ihr aus dem Buch vorgelesen bis sie eingeschlafen war.
Er liebte das Gefühl sie ansehen zu dürfen, sie im Arm zu halten und für diese Nacht war es für ihn eine schöne Hochzeitsnacht, wie sie besser nicht hätte sein können.
Sie hatten sich viele Monde lang kennengelernt, und jetzt war es an der Zeit eine andere Art des
kennen lernens an zu gehen.
Es gab so viel mehr... er wollte so viel mehr.
Aber er wusste er wollte Jumanah nicht verschrecken.
Hatten sie nun nicht alle Zeit der Welt?
Zuletzt geändert von Cetem am Dienstag 23. Oktober 2012, 11:23, insgesamt 1-mal geändert.
Cetem

Beitrag von Cetem »

Er wartete nur genau so lange, bis Jumanah eingeschlafen war, dann löste er sich von ihr und stand auf um hinaus auf die mondbeschienene Terrasse zu gehen.
Die inzwischen kühle Nachtluft kühlte sein inzwischen entfesseltes Verlangen nach seiner Frau etwas, aber es wurde nicht wirklich besser.
Inzwischen waren sie eine Woche verheiratet.
Gut die Zeit der Verlobung vorher war von den Sitten und Gebräuchen ihres Volkes geknebelt, sprich er hatte sich nicht einmal getraut sie zu küssen, eine Berührung, gar war unmöglich. Nichts außer das stille drücken der Hand, vielleicht ein keuscher stummer Kuss ohne wirkliche Nähe, und eine Nacht in der Hängematte, mit viel Kleidung sie in seinen Armen.
Und jetzt?
Sie ohne ihren Schleier ansehen zu dürfen, so lange er wollte.
Ihr langes Haar berühren sie in seinen Armen zu halten... er genoss jede Minute mit ihr.

Die Hochzeitsnacht... er hatte ihre Unsicherheit, ihre Angst in ihren Augen gesehen.
Er hatte ihr versprochen ihr nie weh zu tun... und man sagte doch das es weh tun würde... für die Frau.
Er befand sich in einem Kreisel aus seinen Gefühlen und seinem Ehrgefühl. So beließen sie es in dieser Nacht einfach dabei, das er ihr aus einem der geschenkten Büchern vorlas, bis sie in seinen Armen einschlief.

Das Schlimme an allem war jedoch das Jumanah nicht einmal mitbekam wie sehr sie ihn manchmal in Flammen setzte.
Manchmal reichte ein Blick eine Berührung.
Anfangs war er glücklich so wie es war.
Es war so viel mehr als sie hatten in der Zeit der Verlobung, aber mit jedem Tag da sie in seinen Armen schlief, wurde es schlimmer und schlimmer.
Sie war doch sein. Worauf wartete er also noch.
Das war auch was Jaamal ihm sagte, und sicher alle anderen dachten.

Dann kam der gestrige Abend.
Jumanah bat ihm mit ihr zu kommen, und er folgte ihr nur zu gerne.
Gemeinsam gingen sie zu einem See, der wunderschön gelegen, und an dem sogar ein Zelt in der Nähe aufgeschlagen war.
Als Jumanah ihren Mantel auszog hatte es ihm die Sprache verschlagen.
Ein Kleid.... eher ein Hauch von Nichts, das mehr zeigte als es verbarg. Ein Kleid wie es sicher die Haremsdamen im Palast trugen.
Cetem vermochte kaum mehr die Augen von ihr zu wenden.
Das war seine Jumanah.
Seine wunderhübsche … unschuldige Jumanah.
Wie Unschuldig zeigte sich als sie sogar nichtsahnend halbwegs mit dem Kleid ins Wasser stieg, und das Wasser jenen Stoff, klamm an ihren Körper schmiegte, und gar durchsichtiger wurde als es vorher schon war.
Cetem wusste kaum noch wohin er schauen sollte.
Jaamal hatte gesagt das auch Frauen diese Bedürfnisse hätten, aber seine Jumanah war so rein so unschuldig das sie nicht einmal bemerkte was sie damit in ihm anrichtete.

Voller Zorn zu sich selber stieg er schicksalsergeben weiter in den See hinein, bis er sich wenigstens ein wenig beruhigt hatte, als er dann wieder zu ihr ging, hatte er sich wieder soweit im Griff, das er sich zu ihr setzen und sie in die Arme ziehen konnte.
Leise versuchte er sie dann doch darauf an zu sprechen … die Hochzeitsnacht... sie missverstand ihn natürlich sofort wieder und dachte dabei nur an das Lacken, und Cetem war zu nervös um sie direkter drauf an zu sprechen.
Je mehr er ausholte desto mehr missverstand sie ihn und am Ende stritten sie erneut.
Eifersucht hatte Jumanah ergriffen weil er wohl vor Jahren eine andre geküsst hatte, das er wusste was passieren musste, und sie nicht.
Es dauerte sehr sehr lange bis er sie wieder beruhigt hatte, bis sie sich wieder in seine Arme schmiegte. Auch für diese Nacht.
Angezogen, wie immer natürlich, und Cetem war sich nicht mehr sicher wie lange er diese Prüfung Eluives noch aushalten würde.
Cetem

Beitrag von Cetem »

Nüchterner hätte sie es nicht sagen können.
„Dann versuchen wir es halt.“ Es war ihm wie ein Schlag in den Magen, nach all dem aber was hätte er auch sagen können sollen.
Nun hatte er ein Bild im Kopf, worauf er gerne verzichtet hätte, und das ihn die ganze Nacht nicht hatte schlafen lassen.
Jumanah in dem Haremkleid von vor zwei Tagen, wie sie auf dem Bett lag, die Augen geschlossen und einfach sagt „versuch es halt....“ Versuchen wir es halt … Eluive er hätte nicht gewusst was er dann machen sollte.
Er versuchte dieses Bild aus seinem Kopf zu bekommen, was jedoch kaum möglich war und er wusste auch das es genau so laufen würde, dafür kannte er Jumanah lange genug.
Die Augen zu und wenn möglich gar noch die Ohren zu halten.
Oh bei Eluive, er würde es keinen Moment über sich bringen, sie auch nur zu berühren..
Aber was konnte er tun ?
Es gar nicht erst soweit kommen lassen. Er hatte genug gehört, zwar wenig Erfahrung aber genug gehört, das man eine Natifah auch mit Zärtlichkeit, und Küssen dazu bringen konnte sich zu... entspannen oder soweit das sie auch wollte. Aber würde er das bei Jumanah können?
Sie hatte soviel Angst. Sie wusste nichts von all dem was er ihr zeigen wollte.
Was er .. von IHR wollte.
Cetem wusste nur eines. Er durfte nicht zulassen das sie vor ihm da war und glaubte … jetzt ginge es los.

So wartete er bis sie aus dem Hause war und begann dann sich und alles vor zu bereiten.
Dabei fühlte er sich wie ein kleiner Junge vor seiner größten Prüfung, und irgendwie war es ja auch so.
Zuerst ging er ins Badehaus.
Badete ausgiebig und sparte auch nicht mit gut riechenden Ölen.
Dann ging er nach Hause zurück.
Zog sich um. Eine Pluderhose, dazu eine einfache Weste, die sein Oberkörper blos ließen, der von den Öhlen noch immer glänzte.

Überlegend drehte er sich einmal um sich selber.
Wein … Wein musste her. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig.
Das erste Glas, gefüllt stellte er bereits auf den Tisch im Eingang.
Ein Schild dazu auf dem er einen Liebesschwur schrieb.
„Für meine Blume. Niemals, egal was geschieht will ich ohne dich sein. Genieß den Wein den ich für dich ausgesucht habe.“

Dann ein Zimmer weiter, lagen in Schnaps eingelegte Datteln.
Unsere Zukunft gehört nur dir und mir. Du hältst mein Herz in den Händen und darfst es niemals wieder loslassen.
Dann ein Hinweis darauf das sie in sein Haus kommen solle.
Als er dort dann drüben war, streute er einen Weg aus Rosen, dem sie folgen konnte.
Er führte hinab in den Kellerraum bis … zu ihm.
Dort würde er sie empfangen. Eine Blume in der einen Hand, einen Wein in der anderen, das Bett voll gestreut mit Rosenblättern.
Jetzt jedenfalls würde er nur noch warten können und hoffen das sie nicht einfach davon lief.
Wahrscheinlich jedoch war er ebenso nervös wie sie, aber das würde er ihr gewisslich nicht sagen.
Jumanah Alisha

Beitrag von Jumanah Alisha »

Den ganzen Tag über als sie in der Mine stand konnte sie an nichts anderes denken, als an das Gespräch mit Cetem und an das mit Khalida.
"Du musst das wieder gut machen, Mädchen, dein Ehemann ist sehr geduldig mit dir..."
sprach Khalida zu ihr und sie verstand nicht recht, was sie falsch gemacht hatte.
Sie wollte doch Cetem eine gute Ehefrau sein, das hatte sie doch versprochen.
Als dann Abend war und sie endlich nach dem anstrengenden Tag an der Mine und einem ausgiebigen Bad nach Hause kam, blickte sie überrascht auf das Glas Wein auf dem Tisch in der Küche. Sie schnupperte daran und leckte sich leicht ihre Lippen. Ob Cetem den wohl vergessen hatte?
Ein Schluck konnte doch nicht schaden, und sie war durstig, sehr durstig sogar.
So nach und nach wurde das Glas leer und sie begann ein bisschen zu kichern. Er würde bestimmt mit ihr schimpfen, aber das war es wert, der Wein schmeckte herrlich.
Erst danach blickte sie auf das kleine Schild, und begann überrascht zu lesen.


"Oh was ist denn mit Cetem los, dass er mich freiwillig Wein trinken lässt?"
Schnell nahm sie ihren Kohlestift und kritzelte drunter, dass er das sehr wohl tat und kicherte wieder ein wenig beschwipst.
Dann bemerkte sie verwundert im nächsten Raum die Datteln. Sie nahm eine hoch und roch danach. Ein eigenartiger Duft ging von ihnen aus. Irgendwie anders, fremd für sie. Sie biss sogleich einmal davon ab und kaute fest daran. Mhmmmm wie lecker die doch schmeckten.

"Und schon wieder ein Zettelchen?"
murmelte sie vor sich her und versuchte sich dann auf die geschriebenen Worte zu konzentrieren. Die Buchstaben purzelten leicht vor ihren Augen hin und her, doch endlich konnte sie entziffern, was darauf zu lesen war.
Und so wandelte sie in sein Haus rüber.

Verblüfft betrachtete sie den Boden seines Hauses, überall lagen Rosenblätter verstreut. Schnell strich sie einmal über ihre Augen, sie wollte sich überzeugen, ob das wahr war, oder sie schon zu betrunken. Doch als sie die Augen wieder öffnete, waren die Rosenblätter immer noch da. Leisen Schrittes folgte sie dem Weg, den die Rosenblätter ihr anzeigten, bis sie unten in Cetems Keller ankam.

Da stand er, mit einer Blume und einem Glas Wein in der Hand.
Sie ließ ihr leeres Glas und die angebissene Dattel fallen und lief in seine Arme…

Jumanah Alisha

Beitrag von Jumanah Alisha »

Nach einigen Tagen fiel Jumi wieder das Bettlaken ein, dass sie abgezogen hatte.
Wo hatte sie es denn hingetan, sie wollte es doch gleich waschen…
Eilig suchte sie den Wäscheberg durch, konnte es aber nirgends entdecken.
Sie blieb kurz stehen, überlegte und dann begann sie systematisch das ganze Haus zu durchsuchen. Cetem wollte es bestimmt vor ihr retten, doch da sollte er sich wundern.
Sie durchwühlte alle Schränke, klettert auf Stühle, um auch ganz oben nichts zu übersehen, kroch auf allen Vieren auf dem Fußboden herum, doch das Bettlaken war unauffindbar.
Als sie wieder vom Boden aufstand wurde ihr Blick genau auf eine Truhe gerichtet, das vor ein paar Tagen noch nicht da stand. Neugierig wie sie war, marschierte sie sogleich darauf zu und öffnete interessiert die Truhe.
„Ohhhhh“ da war das Bettlaken. Schön zusammen gefaltet lag es in der Truhe. „ Pah, Cetem soll sich wundern, er hatte ihr doch versprochen, dass sie es nicht weggeben wollten, aber nun sieht es ganz danach aus!“ sprach sie entsetzt aus.
So würde es sicher nicht sein, gut dass ihr das Laken noch zuvor eingefallen war.
Eilig wuselte sie in die Küche und holte die große Schere, setzte sich vor die Truhe, nahm das Laken heraus und begann es in viele kleine Stofffetzen zu zerteilen, die so langsam wieder in die Truhe zurück flatterten.
Cetem

Beitrag von Cetem »

Müde aber immer noch zufrieden hieb Cetem die Hacke in den Boden der Miene.
Salz verkrustete seine Haut inzwischen schon aber es interessierte ihn nicht.
Vielleicht konnte er mit Jumanah zusammen ein Bad nehmen.
Der Gedanke an seine Frau ließen seine Augen aufleuchten. Er war noch nie in seinem Leben so glücklich gewesen wie im Moment.
Sicher, Jumanah war manchmal... nein Schwierig war nicht das richtige Wort.
Kompliziert? … auch nicht... Niedlich!
Ja genau. Er liebte es wenn ihre Augen voller Zorn aufblitzten wann immer er sie neckte, und das tat er oft, einfach um sie so in Rage zu bringen.
Sicher es war manchmal schon gemein von ihm, aber sie würde sicher irgendwann erkennen das er sie nur neckte.
Er war froh das aus dem „Machen wirs einfach.“ eine wirklich wundervolle Nacht gefolgt war, der viele weiteren folgten und Jumanah ihre Angst, und ihre Scheu davor vollständig verloren hatte.
Was blieb war die blinde bedingungslose Liebe füreinander

Was er jedoch nicht bedacht hatte, und woran Jumi auf gar keinen Fall dachte, war das solche Nächte oftmals nicht ohne Folgen blieben.
Sicher er wollte Kinder, einen ganzen Stall voll am liebsten aber Jumanah hatte solche Angst davor Kinder zu bekommen, seitdem sie bei der Niederkunft von Fareeda dabei war, das er ihr vesprochen hatte da man warten würde, und man erst ein Kind bekommen würde, wenn sie beide wollten.
Anscheinend hatte Jumanh das irgendwie falsch oder anders verstanden.
Anscheinend glaubte sie man würde einfach kein Kind empfangen wenn man es nicht wollte, und er hatte gedacht sie wäre mit ihrem „Machen wirs einfach.“ auch mit dieser .. kleinen Nebenerscheinung einverstanden.
Was würde sie nur machen wenn es wirklich soweit wäre?
Fortlaufen?
Egal wie weit sie rannte, davor gab es nun mal kein entkommen.
So richtig klar war es ihm erst geworden als Khalida ihn „neckte“ oder auch falsch verstanden hatte.
Und im Gesprächskreis meinte, ob man schon wusste das Jumanah Mutter würde.
Cetem hatte in jenem Moment den Wein den er gerade ansetzte zu trinken über den ganzen Tisch gespuckt.
Vor allem als ihm alle gratulierten.

Es hatte gedauert bis er das alles Richtig und vor allem Klar gestellt hatte, das dem Nicht so war.
Ein Missverständnis...
So hoffte er insgeheim.
Und als Khalida dann bei ihnen zu Besuch war und Jumanah fröhlich erklärte sie würden keine Kinder bekommen, schließlich hätte Cetem ihr versprochen man könne keine Kinder bekommen wenn man nicht will, wäre er am liebsten im Boden verschwunden.
Jumanah würde ihn umbringen.
Als dann das Gespräch auf das Laken fiel, wusste er sofort was Jumanah darüber denken würde, und so erklärte er freimütig das er es bereits abgezogen und unten iaufbewahrt hatte für die Kaliq.
Das Unten noch das alte Laken lag das er damals der Kaliq vorlegen wollte mit dem Blut aus seinem Handschnitt, verschwieg er wohlweislich.
Er kannte Jumanah schließlich gut genug um zu wissen was sie zu tun gedachte.
Das Laken hatte er längst gut aufbewahrt in der Satteltasche seines Pferdes um es der Kaliq zu überbringen.
Schließlich wollte er nicht das sein Kind ohne den Segen der Eluive geboren wurde.
Wenn es überhaupt soweit kommen würde
Denn er hatte dieses Mal überhaupt keine Ahnung wie sie reagieren würde, wenn es je soweit sein würde.
Zuletzt geändert von Cetem am Sonntag 18. November 2012, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.
Cetem

Beitrag von Cetem »

Immer wieder hackte er auf den Boden der Miene ein. Aber eher Unbewusst nahm er wahr was er da aus dem Reich der Erde hervorholte.
Seine Gedanken kreisten wie immer nur um das Eine... oder eher... die Eine.
Jumanah.
Seit Wochen, nein Monaten gar nun endlich seine Frau.
Er hätte glücklich sein müssen... das war er auch, wäre da nicht die eine Sache, die er nicht wirklich ihr erklären konnte ohne die Furcht sich ihren Zorn zu zu ziehen.
Kinder …
Sie wollte keine. Hatte gar Angst davor, und ihm dieses auch unmissverständlich klar gemacht.
Solange bis er einwilligte... ersteinmal.
Er hatte zu ihr gesagt das sie keine bekommen mussten wenn sie nicht wollte.
Sie hatte ihn zu wörtlich genommen!
Er hatte sie niemals verletzen wollen, so hatte er ihr entgegen seines eigenen Sehnens nach ihr, ihr die Zeit gelassen die sie brauchte um sich ihr endlich nähern zu können.
Er war seinem Herzen gefolgt und hatte ihr so die erste Nacht beschert, an dem nicht nur er Gefallen gefunden hatte.
Vergessen war jeder Schwur, jedes Versprechen.
Für ihn zählte nur noch seine Frau und wie gerne er sie in den Armen hielt, und auch Jumanah genoss inzwischen jegliche Zweisamkeit mit ihm und führte sie auch mal zu gerne herbei.

Was er vergaß? Was aus solchen Nächten entstehen konnte.
Es wurde ihm erst wieder bewusst bei einem gemeinsamen Gespräch mit Khalida.
Als jene Jumanah fragte was denn mit Kindern sei, und Jumanah einfach abwinkte und einfach lapidar meinte „Cetem hat mir gesagt wenn wir keine wollen, bekomme ich auch keins.“
Er verschluckte sich prompt, versteckte seinen auf einmal hochroten Kopf, hinter verzweifeltem Husten.
Was wenn sie längst schwanger war? Er wich Khalidas fast durchbohrenden Blick aus, entschuldigte sich prompt und ging hinab ins ein Haus.
Seit diesem Abend ließ ihn die Unruhe, die Angst kaum noch aus seinen Fängen.
Natürlich wollte er Kinder, ein Kind, … Aber Jumanah hatte solch Furcht davor.
Er hatte ihr was versprochen, was er nun nicht hatte halten können.
Was wenn …
Seine Gedanken kreisten, genauso wie er seit jenen Moment versuchte schlafen zu gehen wenn sie schon schlief.
Kopfschmerzen vortäuschte,
oder zu viel Zeit in der Miene verbrachte.
Seine Sehnsucht nach ihr brachte ihn fast um. Sein Herz schlug noch immer schneller, sobald er sie sah. Doch inzwischen nicht nur aus Liebe zu ihr, sondern auch aus Verzweifelung.
Noch immer überlegte er wie er ihr beibringen konnte, das er sein Versprechen vielleicht nicht hatte halten können.
Doch solange er dieses nicht wirklich wusste, würde er versuchen ihr ein wenig fern zu bleiben, denn eines wusste er, hatte er sie erst in seinen Armen, würde er ihr nie widerstehen können.
Cetem

Beitrag von Cetem »

Jumanah hatte wirklich viel Zeit gebraucht bis sie akzeptierte das sie ein Kind erwartete.
Sie... akzeptierte es um Seinetwillen, und das machte ihn nicht gerade glücklich.
Natürlich war ihre Reaktion gewesen wie er es sich gedacht hatte.
Sie war fortgelaufen.
Doch vor dieser Tatsache konnte man nicht fortlaufen. Egal wohin oder wielange man lief.
Obwohl er darauf vorbereitet gewesen war, hatte er sie doch nicht aufhalten können, und die Tage der Unwissenheit hatten seine Geduld auf eine harte Probe gestellt.
Die Angst um seine Frau ließen ihn nicht schlafen, nicht Essen und am Ende war ihm alles Egal, hauptsache er würde seine Jumanah zurück bekommen. Gesund... mit oder Ohne Kind.

Und Jumanah kam zurück.
Nicht ganz freiwillig, aber der Hunger trieb sie wohl des nächtens in ihr Haus als sie wohl glaubte er schliefe.
Cetem hatte sie ertappt als sie ihren Reisesack mit allerlei Dingen vollstopfen wollte, wohl um nicht lange zubleiben.
Doch diesmal ließ Cetem sie nicht fort.
Er redete mit ihr.
Oder anders Er redete... sie sagte nichts. Den Kopf zwischen den Schultern wirkte sie eher wie ein kleines verschüchtertes Mädchen das damit rechnete gleich geschlagen zu werden oder …
gescholten.
Und mit Recht. Cetem platzten der Kragen und zum ersten Male wohl das sie sich kannten schrie er sie an.
Verstand sie denn gar nichts? Verstand sie nicht wieviel Angst sie ihm gemacht hatte, welche Sorgen ihn um sie Plagten?
Doch sie verstand es.
Sie verstand jedoch nicht das es ihm nun gleich war ob sie das Kind bekam oder nicht.
Denn sie hatte die Tatsache inzwischen akzeptierte und wollte es …
um Seinetwillen.

Wie hatte er sich früher sein Traum von einer Familie vorgestellt?
Glücklich durch die Strassen zu laufen und lauthals zu verkünden das er Vater wird.
Eine glückliche Frau neben sich die sich mit ihm gemeinsam über ihr Kind freuen würde.
Gemeinsam auf das Klopfen in ihrem Bauch hören, wobei sie als er dies ansprach erschrocken meinte „Dann lass ich ihn nicht rein.“
Trotz allem musste er lächeln.
Er wollte gar keine andere Frau als Jumanah. Sie war manchmal zwar etwas... schwie... am anders, aber er liebte sie von ganzem Herzen.
Und wenn er sie manchmal ansah, die Liebe für ihn in ihren Augen, war er kurz davor sich zu kneifen, weil er glaubte in einem wunderbarem Traum gefangen zu sein.
Er wollte sie. Er hatte sie immer gewollt, mit allen Ecken und Kanten, und das war gut so.
Selbst als sie überlegten ob sie Zwillinge bekäme wenn sie nun weiter das Bett miteinander teilten oder gar Drillinge.
Nun er würde sie akzeptieren wie sie war, egal ob mit oder ohne Kinder.
Aber in der nächsten Zeit konnte sie vielleicht sehen wie es ist ein Kind zu haben.

Nephrit war sie besuchen gewesen als er ankam und Cetem überlegte die ganze Nacht wer ihr was wohl angetan hatte oder was das Mädchen wohl gesehen hatte, das sie so viel Angst vor ihm, nein vor Männern im allgemeinen hatte.Sie tat ihm fast ein wenig Leid als er sie nun näher kennenlernte, und er freute sich insgeheim das sie sich so gut mit Jumanah verstand.
Vielleicht würde es der Kleinen helfen ein wenig mehr Vertrauen zu fassen zu ihrem eigenen Volk vor dem sie teilweise sehr viel Angst hatte. Sie musste schreckliches erlebt haben das sie so reagierte, und vielleicht , so hoffte Cetem würde sie herausfinden das nicht alles so war wie sie
es sich vorstellte.
Hier jedenfalls, war sie gerne willkommen, und Cetem nahm sich vor ihr zu beweisen das vieles gar nicht so war wie sie es vielleicht dachte.
Außerdem würde die Kleine auch Jumanah sehr gut tun.
Sie würden beide voneinander profitieren, da war er sich sicher, und er?
Er würde Beiden gerne die Zeit lassen die sie benötigen.
Denn eines war ihm klar.
Er würde niemals... niemals Jumanah wissentlich weh tun wollen. Das hatte er ihr versprochen und ein Versprechen, hatte er nur einmal unwissentlich gebrochen und das belastete ihn nun mehr als er je gedacht hatte.
Irgendwie hatte er gehofft Jumanah würde sich freuen wenn sie erst einmal akzeptierte das sie Mutter werden würde. Nun, man würde sehen.
Er jedenfalls mied das Thema nun so weit es ging.
Und Zwillinge,... gar Drillinge wollte er ihr nun schon gar nicht antun.
Zuletzt geändert von Cetem am Montag 28. Januar 2013, 01:07, insgesamt 1-mal geändert.
Nephrit

Beitrag von Nephrit »

Als Nephrit ging zurück von Jumanah und Cetem zum Haus der Yazir, sie hatte es nicht eilig auf ihrem Weg, und sie hatte mitgenommen viele Gedanken.

Die Siebenjährige musste erkennen, sie mochte nicht die meisten Menekaner. Diese Wesen sie verstecken ihren Kopf immer! Und niemand kann sehen, welches Böse ist unter ihrer Kopfbedeckung. Denn sie sehen dann gleich aus, wie die Sandkörner in der Wüste. Jumanah war anders. Als Nephrit lernte mögen Jumanah, Jumanah war auch versteckt. Aber ihre Kleidung war ganz bunt. Und Nephrit mag es, wenn es ist lustig bunt.
Sie hatten viel geredet schon oft. Und Nephrit hatte bekommen das Gefühl, die erwachsene Jumanah war nicht weit weg von Nephrit. Vielleicht so etwas wie eine große Schwester. Und sie hatte das Gefühl, Jumi mag sie.

Als Nephrit besuchte Jumanah an diesem Tag, Jumanah erzählte ihr, sie würde bekommen ein Kind. Jumanah wusste nicht, ob es ist ein Junge oder ein Mädchen, aber sie war sich sicher, es ist kein Hund. Aber Nephrit war verwundert, dass Jumanah konnte immer noch nicht erklären zu ihr, wie kommen die Babys in der Bauch der Frauen.

Als Jumanah erfuhr von Nephrit, das Mädchen fühlt sich nicht wohl im großen Haus der Yazir, sie hatte angeboten Nephrit, zu wohnen bei ihr. Eigentlich das wäre gewesen eine tolle Idee für Nephrit, wenn es gäbe nicht diesen Mann. Cetem heißt er. Nephrit findet, er sieht furchtbar aus, und sie kann nicht verstehen, wieso Jumi wohnt zusammen mit diesem Mann freiwillig. Eigentlich jeder Mann sieht furchtbar aus. Und eigentlich sie mag keine Männer. Es ist sogar schlimmer, denn sie fühlt diese Angst, wenn sie sieht einen Mann, und dann sie versucht mit ganzer Kraft nicht nachzudenken sondern wegzulaufen.

Cetem hatte angeboten, er würde nicht wohnen in Jumanahs Wohnbereich, wenn Nephrit wohnt da. Das hatte Nephrit nicht verstanden. Kein Mann würde anbieten so etwas. Zuerst sie hatte versucht zu erkennen einen fruchtbaren Plan, den Cetem hat, wenn er macht so ein Angebot. Und dann plötzlich Nephrit schämte sich selber, dass jemand muss gehen, wenn sie kommt.

Als Nephrit kommt an zu dem großen Haus der Yazir, sie war alleine mit ihren Gedanken. Sie verstand, egal wohin sie geht, es wird immer geben Männer in der Nähe. Und sie alles machen ihr Angst.
Nephrit schaute sich noch einmal um nach Tschilp, der Schwalbe, sie war ihr zugeflogen vor einigen Wochen. Aber ihr einziger Freund war weg eines Tages und nicht wieder gekommen.

Nephrit ging hinein in das Haus der Yazir und rief laut: KHALIDA?
Jumanah Alisha

Beitrag von Jumanah Alisha »

Eigentlich wollte sie nun neun Monate nicht mehr das Haus verlassen, und einige Tage nachdem sie Cetem vor Sorge angeschrien hatte, hatte sie ihren Vorsatz schon gebrochen, weil sie Angst um Nephrit hatte.
Das kleine Mädchen steckte so voller Furcht und sie erinnerte Jumanah ein wenig an sich selbst.

Nur…Jumanah lernte, als sie älter wurde, genau diese Furcht durch ihre Starrsinnigkeit zu übertuschen. Genau wie Nephrit dachte sie immer dass sie niemand wollte, weil sie die zweifarbigen Augen hatte, und viele Kinder meinten, das wäre nicht im Sinne Eluives. Durch Cetem erfuhr sie nun wirklich, dass dies alles nicht wichtig ist

Nun hatte Nephrit beschlossen bei ihnen wohnen zu wollen, und sie freute sich drauf, sehr sogar. Und sie hoffte von ganzem Herzen, dass Cetem es schaffen würde, das Vertrauen Nephrits zu gewinnen. Nein sie war überzeugt, er hatte doch auch geschafft, dass Jumanah ihm traute, und so einfach war das sicherlich nicht gewesen.

Cetem war schon ein besonderer Mann, nur er schaffte es immer wieder ihr Herz zu berühren.
Zuletzt geändert von Jumanah Alisha am Montag 28. Januar 2013, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
Cetem

Beitrag von Cetem »

Cetem suchte verzweifelt nach Blumen.
Blumen... Blumen sollten es sein. Wie angestochen rannte er durch ganz Menek'ur, aber welche Blumen sollte er auch in der Wüste finden, und auf dem Festland war es Winter. Da würde es auch keine geben.
Als letzten Ausweg ging er in den Keller, dort wo die Topfpflanzen standen die er Jumanah geschenkt hatte, er streckte die Hand danach aus und begann eine Blüte nach der Anderen ab zu zupfen.
Als jedoch nun die Pflanze bar jeglicher Blüte war, befand er das auch nicht als richtig.
Ob es Jumanah auffallen würde?
Er blickte auf die Pflanze, dann auf die Blüten in seiner Hand dann wieder auf den nun entblätterten Topf, und nun ließ er doch die gestohlenen Blüten langsam auf den Boden rieseln.
Doch .. Jumanah würde es auffallen. Sie liebte Blumen, deswegen hatte er ja Blütenblätter gesucht.
Aber was sollte er nun tun?
Nachdenklich blickte er auf den Boden wo die Blätter nun verstreut lagen.
Sollte sie fragen … Er würde einfach sagen die Blume wäre krank gewesen. Genau.
Das Klima. Das Menekanische Klima war schuld daran.

Vollkommen zufrieden mit dieser Idee verließ er den Keller wieder.
Ihm war eine gänzlich andere Idee gekommen.
Er liebte seine Jumanah und als zweites liebte er Datteln.
Datteln in aller Form. Und wenn er diese statt der Blumen nehmen würde, müsste sie doch wissen welches Opfer er dafür gebracht hatte ihr jene zu Füssen zu legen.
So begann er eine Dattelspur zu legen.
Von der Haustür bis hinauf aufs Dach, wo er längst schon den Tisch gedeckt hatte.
Brot.. Frisch gebacken am Morgen von Jumanah.
Dann Fisch in Salzkruste, Hähnchen mit Dattelsauce, Dattelmilch … Dattelmus.
Schließlich wollte er das sein Kind sich schonmal langsam an seine Vorliebe, den Datteln gewöhnte.
Dann zündete er die Kerzen an und wartet einfach.
Wie erhofft dauerte es nicht lange und eine Rani kam heim.
Er hörte sie schon an der Tür wie sie überlegte ob er was verloren hätte, und der Dattelspur hinauf folgte.
Oben angekommen, sie hatte Dattel für Dattel aufgehoben, staunte sie nicht schlecht , als sie den
gedeckten Tisch sah und an ihrem Strahlen konnte Cetem sehen, das sie vorher noch nicht im Keller gewesen war, und die tötlich gezupften Blätter gefunden hatte.

Jumanah war vollkommen überrascht gewesen, meinte zwar das sie keinen Hunger hätte, machte sich aber dann doch mit heißhunger über das Essen her. Besonders der Fisch hatte es ihr angetan, doch als sie darum bat, das er ihr zu dem Fisch etwas Süßes haben wollte, stockte er doch.
Fisch, mit Kuchen?
Wer sollte den so etwas essen.
Er seufzte. Wer wohl. Schwangere eben.
Er stand auf holte das Gewünschte und musste noch zwei mal gehen um den komischen Appetit seiner Rani zu erfüllen.
Bananensaft statt Dattelmilch, süßen Nachtisch, und schließlich war sie dann doch gesättigt.
Leise unterhielten sie sich über die bevorstehende Geburt, und Cetem merkte schon das Jumanah davor noch immer Angst hatte.
Sachte hatte er ihr einen Kuss gegeben, dabei die Hand auf ihren Bauch gelegt, und war fast zurückgeschreckt, als er unter seiner Hand eine Bewegung spürte. Ganz leicht aber spürbar.
Mit großen Augen hatte er Jumanah angesehen.
War es wirklich das was er dachte?
Sein Kind … Nein.
Jumanah und sein Kind.
Glücklich nahm er die Hand seiner Rani, legte sie ebenso auf ihren Bauch und seine dazu.
Halb auf ihrer halb auf ihrem Bauch.
„Da... da ist es wieder.“
Cetem strahlte und er konnte Jumanah nicht versprechen das er die oder den Kleinen nicht doch überall hin mitnehmen würde, um seinen Nachwuchs überall voller Stolz herum zu zeigen.
Jumanah musste sich daran gewöhnen das Cetems Glück vollkommen war, und das er das jedem würde zeigen wollen.
Ob Sohn oder Mädchen, worüber sie nur kurz stritten, war am Ende beiden egal.
Denn es war das Glück ihrer Liebe. Ein Teil von ihr ein Teil von ihm.
Es war das Glück es war das Wunder dieser Welt.
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