Verdrossen blickte er auf das Meer hinaus.
Hier vom Balkon aus war es wunderschön, Wie der Mond sich auf der Oberfläche spiegelte.
Er liebte diesen Anblick, es beruhigte ihn normalerweise, doch nicht heute.
Er hatte Taufiq geschlagen.
Diesmal war es nicht die Eifersucht die ihn getrieben hatte, sonder die Sorge um Jumanah.
Was redete der Kerl auch auch für einen Blödsinn.
Davon das Jumi Sand war, aufgegangen in einen Baum, und wenn er genau hinhören würde, würde er hören wie der Wind ihren Namen flüsterte.
Natürlich hatte er gedacht das ihr was passiert war.
Natürlich hatte er überreagiert.
Schnell war der Alte am Kragen gepackt, und als er noch weiter mystische Worte aneinander reihte die für ihn absolut keinen Sinn ergaben, war es irgendwann um seine Selbstbeherrschung geschehen.
Taufq ging sofort zu Boden und ehe er noch etwas hatte tun können war Jumanah heran und hielt ihn mit erschrockener Miene auf.
Erst jetzt begriff er was er getan hatte.
Er war beschämt, erschrocken über sich selber gewesen, das er für einen Moment lang nicht in der Lage gewesen war überhaupt zu reagieren.
Irgendwann hörte er Jumanahs Worte, die ihn am Arm rüttelte und ihn beschwor den Alten in die Stadt zu tragen.
Natürlich kam er ihrer Bitte nach, und man trug ihn in das Haus von Jumanah.
Immer wieder merkte der Alte auf.
Und Cetem wusste nicht wirklich was er davon halten sollte.
In ihm krampfte sich alles zusammen. Das Wissen wie weit er bereit war für Jumanah zu gehen.
Das wissen seiner Schuld nun.
Sie wachten beide über den Alten.
Jumanah vor dem Schlafraum, er oben auf dem Balkon.
Lange war er einfach nur so da gestanden, hatte auf das Meer hinaus geblickt in der Hoffnung irgendwann einfach zur Ruhe zu kommen, aber es half nichts.
Als der Morgen graute, sah er hinein.
Jumanah saß auf einem Stuhl, die Beine angezogen und schlief, während aus ihrem Schlafraum das Schnarchen ihres Onkels nicht zu überhören war.
Für einen langen Moment beobachtete er den Schlaf seiner Verlobten.
Selten sah er sie so gelöst und er konnte kaum den Blick von ihr Lösen.
Dann nahm er eine Decke, deckte sie vorsichtig zu und verließ leise das Haus.
Sein Weg führte ihn zur Oase.
Er brauchte jetzt einfach Ruhe. Wollte alleine sein, um irgendwie seine Gefühle wieder ins Reine zu bringen.
Schuldgefühle
Moderator: Menekaner [Mod]