Ein neues Leben beginnt

Geschichten eurer Charaktere
Antworten
Benutzeravatar
Leonie LaChesa
Beiträge: 21
Registriert: Dienstag 19. Juni 2012, 04:50

Ein neues Leben beginnt

Beitrag von Leonie LaChesa »

Ein kleiner Sonnerstrahl der sich durch das kleine, winzige Fenster drängelte um ein wenig Licht am sehr frühen morgen in das kleine Zimmerchen zu erhellen. Gerade mal ein Bett und ein kleiner Schrank passten hinein, die Wände kahl und grau in grau alles. Inmitten dieses Zimmers lebte das junge Mädchen, wobei sie sich auch dieses noch mit einem anderen Mädchen gleichen Alters teilen musste.

Der Hahn kräte wie immer früh und die beiden Mädchen hatten nicht lange Zeit zum anziehen und fertig machen. Sie schlüpften schnell in ihre abgetragene, von Löchern zerrissenen Arbeitskleidung und eilten auf den Hof. Dort angekommen teilten die Eltern des Weisenhauses die heutigen Schichten und Arbeiten mit. Leo musste wieder früh anfangen, sie wusste jedoch nicht ob sie sich darüber freuen oder weinen sollte. Denn früh arbeiten heiss sie würde auch erst Abends etwas essen können, durfte aber Nachts schlafen. Hätte sie bis in die Nacht arbeiten müssen wäre es andersrum gewesen.
Ihr blieb für diesen Tag nichts anderes übrig als ihn irgendwie zu überstehen.

So ging sie in richtung des Berges welcher einige Zeit entfernt liegt um dort die großen Steine hinauszutragen. Wofür man diese braucht und in diesen Mengen verstand sie nie. Sie sah nur das Essen und Trinken welches auf sie wartete um sie wieder zu stärken, auch wenn dieses nicht sonderlich gut war. Immerhin gab man ihr etwas, nicht zu viel aber es reichte erstmal und ein junges Ding wie sie verbrauchte auch nicht vie, und man gab ihr immerhin ein Bett, auch wenn dieses mal grade so zusammen hielt und sie sich dieses mit einer anderen teilen musste.

Am frühen Abend und nach ungefähr 9 Stundenläufen beendete sie ihre Arbeit und sah das sie einiges geschafft hat. Alles wurde auf einen Karren gelagert und mit Heim genommen, in die große Scheune gebracht und dort bis zur verarbeitung gelagert.

Das Essen wartete bereits in dem großen Saal wo alle Speissten die ihre Arbeit bereits verrichteten. Es war mittlerweile kalt gewesen, was bedeutet das es wiedermal viel zu früh auf den Tisch gestellt wurde. Trotzdessen schlang sie es herunter, der hunger brachte sie fast um den Verstand und für Aussenstehende würde es so aussehen als ob es ihr schmecken würde so wie sie es in sich hineinzwängte. Nach beendigung des Essens tappste sie in das kleine Zimmer und legte sich samt Arbeitskleidung ins Bett und schloss die Augen.

Sie stellte sich desöfteren vor wie es wäre einfach nur Kind sein zu dürfen und mit anderen spielen zu können. Für ihr alter war sie schon sehr klug und das gerade mal mit sechs Jahren. Die Vorstellungen gefielen ihr das es auch anders sein könnte, doch fürchtete sie sich auch vor neuen Sachen und ertrug das was sie kannte. Tag für Tag schleppte sie Steine, hakte Holz oder schaufelte Sand zusammen, je nachdem was man ihr auferlegte. Ob früh oder spät, sie würde durchhalten denn auch wenn sie noch jung war, sie war klug und gab nie auf, auch wenn es noch so sehr an ihren Kräften zog.


[Fortsetzung folgt]
Benutzeravatar
Leonie LaChesa
Beiträge: 21
Registriert: Dienstag 19. Juni 2012, 04:50

Beitrag von Leonie LaChesa »

Die Zeit verging, wieder ein Arbeitsreicher Tag neigte sich dem Ende zu und Leo war am ende ihrer Kräfte. Das wenige Essen zeichnete sich an ihrem Körper ab und sie beschloss dem ein Ende zu setzen. Sie wollte einfach nur weg von dort und plante sich nachts einfach irgendwie hinaus zu schleichen. Sie war müde, der Körper geschwächt, doch sie kämpfte um wach zu bleiben. Lange beschäftige sie sich mit irgendwelchen Dingen, wie Kleidung flicken und es wurde langsam nachts.

Sie legte alles zur seite und ging zur Tür um jene zu öffnen. Leise schlich sie sich heraus und huschte auf Zehenspitzen über den Gang des Hauses nach unten. Wachsam aber auch ängstlich schaute sie sich immer um das sie auch nicht erwischt werden würde. Vorsichtig öffnete sie die Haustür doch jene begann zu knartschen und so riss sie diese schnell auf um hinaus zu rennen. Das draussen noch die Erwachsenen waren wusste sie nicht, denn vor lauter drang aus dem Haus zu kommen vergaß sie einen Blick aus dem Fenster zu werfen.

Wie nicht anders zu erwarten lief sie genau in ihre Arme und man brachte sie wieder hinein. In einem Zimmer das sie nicht kannte und ihr gleich unheimlich vorkam schlossen sich die Doppeltüren und sie wurde zwischen zwei Pfälern mit den Handgelenken angekettet. Das Oberteil wurde ihr hinten aufgerissen und die Peitschen wurden von einem Tisch zur Handgenommen. Ohne jegliche zurückhaltung und vorwarnung schlug diese auf ihren Rücken ein. Das nun fast 15 jährige Mädchen schrie vor Schmerz auf, die schreie hallten durch das Gemäuer des Hauses und Tränen liefen ihr aus den Augen. Fünf Peitschenhiebe hatte sie ertragen müssen und jene hinterliessen hässliche Wunden.
Gezeichnet vom Schmerz liessen die Erwachsenen sie so zurück und gingen hinaus, die Nacht würde sie also so angekettet verbringen müssen.

Am nächsten Morgen wurde sie erlöst, noch vor Schmerz und müdigkeit sank sie in sich zusammen, doch sie wurd angetrieben denn sie musste trotz allem wieder an die Arbeit. Quälend kämpfte sie sich durch den Tag und war froh als dieser endete und sie ins Bett konnte, denn das Essen liess sie diesmal gänzlich aus. Eine Weile lang blieb sie im Bett und überlegte ihren zweiten Versuch auszubücksen um weit weit weg zu laufen um vielleicht irgendwann glücklich werden zu können.
Benutzeravatar
Leonie LaChesa
Beiträge: 21
Registriert: Dienstag 19. Juni 2012, 04:50

Beitrag von Leonie LaChesa »

Durch so viele Formen geschritten,
durch Ich und Wir und Du,
doch alles blieb erlitten
durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewußt,
es gibt nur eines: ertrage
- ob Sinn, ob Sucht, ob Sage-
dein fernbestimmtes: Du mußt.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.



Quälende Gedanken, durch Schmerz gezeichnet, der Arbeit müde, saß Leonie wieder lange auf dem kleinen Bett welches sie noch immer mit einem anderen Mädchen teilen musste und für zwei schon viel zu klein wurde. Sie wollte da raus, sie konnte nicht mehr, die Wunden der Peitschenhiebe zu häßlichen Narben am Rücken verheilt.
Weinen tat sie schon lange nicht mehr, es galt das alles zu ertragen und stark zu bleiben, denn irgendwann würde ihr etwas einfallen wie sie dem allem entfliehen könnte. Sie war klug, ihr würde schon etwas einfallen.

Wenig Schlaf hatte sie vergangene Nacht bekommen, immer über eine Möglichkeit der Flucht nachgedacht und die ränder unter den Augen ließen ihre Müdigkeit nur erahnen.
Der neue Tag brach herein und sie fanden sich alle auf dem Hof ein. Die Aufgaben wurden verteilt und zusammen mit einem Wärter ging es in den Wald um Holz für den Winter zu sammeln. Der strenge, wachsame blick ruhte auf Leonie die mühsam herum irrte um das Holz zusammen zu tragen. Immer wieder stolperte sie über ihre eigenen Füße, denn diese wollten sie nicht mehr so recht tragen so erschöpft wie sie war.

Nach geraumer Zeit huschte ihr blick zum Wärter, welcher sich an einen Baum gesetzt hatte und sie konnte erkennen wie ihm langsam die Augen zufielen. Das könnte ihre Chance sein, sie müsste nur den richtigen Augenblick abpassen, solange würde sie weiter diese elendigen Äste sammeln. Hier und da ein Ast, dann und wann ein blick zum Wärter, welcher ihr keine Aufmerksamkeit mehr zu teil kommen ließ, sondern lieber ein kleines Nickerchen für angebrachter hielt.
Leonie sah die Chance und entfernte sich leise, aufpassend das kein Ast unter ihren Füßen zu knacken begann der darauf schließen liess wie weit sie sich schon entfernt hatte.

Als sie weit genug gegangen war begann sie zu rennen, rennen so schnell sie konnte und so weit sie ihre Füße noch tragen würden. Immer wieder ein blick nach hinten ob sie nicht doch verfolgt werden würde, doch er schien es nicht einmal bemerkt zu haben.
Sie rannte, wie eine irre hätte es für andere wirken können, als würde sie sonst was verfolgen, bis sie abrupt vor einer großen Höhle stoppte. Ohne groß nachzudenken huschte sie hinein mit dem Gedanken sie wäre dort ersteinmal in Sicherheit. Inmitten der Dunkelheit verkroch sie sich in der dunkelsten Ecke und wartete was die Zeit brachte, ob sie dort jemand findet oder ob sie nun endlich frei war.

Die Zeit schwand, sie öffnete ihre Augen, hatte sie die Müdigkeit doch gepackt und sie sah nichts anderes als die Dunkelheit. Panisch fuchtelte sie mit den Armen, die Angst angekettet zu sein, war zu groß. Doch nichts. Ein griff um die Handgelenke. Da war einfach nichts. Sie war frei.
Man hatte sie also nicht gefunden, und so stand sie auf und wagte es sich einen blick aus der Höhle zu werfen. Niemand, keine Menschenseele weit und breit.
Sie ergriff den Moment und rannte wieder aus der Höhle durch den Wald. Sie hielt sich an der Bergwand um nicht wieder in die Richtung zu laufen von der sie geflohen war. Sie gelang an einen Weg, jener würde sie schon irgendwo hinbringen, doch wohin würde sich zeigen.

Der Weg endete, was sie sah war ein großes Dorf. Von weiten sah sie viele Menschen, edler gekleidet aus samtigen Stoffen. Ängstlich, aber mit neugier näherte sie sich dem Eingang des Dorfes, und ein alter Mann begrüßte sie herzlichst. Josaf war sein Name und er führte Leonie in das Dorf hinein. Er erklärte ihr von Anfang an das sie nicht bleiben könnte, warum nicht das verstand sie nie, aber er würde seine Gründe haben auch wenn sie gern geblieben wäre. Jedoch gab man ihr dort etwas zu Essen und Trinken, eine ausreichende Malzeit wo sie endlich einmal richtig satt werden würde und sie bekam noch einige Münzen mit auf den Weg. Sie beneidete die spielenden Kinder dort, welche ein unbeschwertes Leben genießen durften, doch sie würde dies irgendwann nachholen, das war ihr gewiss.

Josaf brachte sie zu einem ihrer kleinen Boote und beauftragte der Bootsfahrer sie sicher zum nächsten Dorf zu überführen und wohlbehalten dort abzusetzen. Die See war ruhig und ohne jeglicher Vorfälle kamen sie in einem Fischerdorf an das sich Bajard nennt. Sie stieg von Bord und der junge Mann der sie brachte segelte wieder zurück.
Wieder war sie auf sich allein gestellt, aber nun weit weg von ihrer alten Heimat und sie könnte endlich von vorn anfangen. So erkundete sie das Dorf in aller Ruhe, wenn auch mit vorsicht und ging jeglichen Menschen aus dem Weg welche den ihren kreuzten ...
Zuletzt geändert von Leonie LaChesa am Mittwoch 15. August 2012, 21:05, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Leonie LaChesa
Beiträge: 21
Registriert: Dienstag 19. Juni 2012, 04:50

Beitrag von Leonie LaChesa »

Tröste dich, die Stunden eilen,
Und was all dich drücken mag,
Auch die schlimmste kann nicht weilen,
Und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew'gen Kommen, Schwinden,
Wie der Schmerz liegt auch das Glück,
Und auch heitre Bilder finden
Ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
Und - es kommt ein andrer Tag.



Neugierig wurde das kleine Fischerdorf erkundet, immer wieder ein flüchtiger Blick nach hinten ob sie nicht doch verfolgt wurde, ehe sie sich wieder alles genau ansah. Lange sah sie niemanden, als sie dann plötzlich von einem Mann angesprochen wurde ob er ihr nicht helfen könne und sie erklärte ihm das sie nach einem Lehrmeister in der Schneiderkunst sucht. Sofort empfahl er ihr das Handwerkshaus in Berchgard und erklärte ihr den Weg dorthin.
So fuhr sie mit der Kutsche dorthin und suchte in der Stadt nach dem Handelshaus welches sie aufgrund der Größe wohl nicht verfehlen konnte.
Unsicher griff sie nach dem Seil der Glocke und zog einige male daran und wartete ruhig bis ihr wer aufmachte.

Nach kurzer Zeit öffnete der Zausel Namens Thancred und bat sie herein zukommen. Unsicher ging sie in das all zu große Gebäude und schildere Thancred den Grund ihres Besuches. Doch die Lehrmeisterin der Schneiderkunst Amelie war gerade zu Bett und so musste Leo warten. Doch sie wollte das Schneidern lernen und deshalb würde sie immer wieder ins HhG gehen um Amelie anzutreffen.
Einige konnte sie schon kennenlernen, unter anderem auch Viana die sich um die kleine Leo kümmerte die wie ein Kind schien. Viana gab ihr ersteinmal etwas ordentliches zu Essen und dazu eine heisse Schokolade. Leo war ihr so unentlich dankbar und sie wurde von Viana eingeladen bei ihr zu nächtigen, zudem wurde ihr die möglichkeit gegeben dort einige Schnitte zu üben.

So saß Leo tagtäglich in dem schönen Keller in dem ihr eine Schneiderei hergerichtet wurde mit allem was es so braucht und hin und wieder fuhr sie nach Berchgard um dort nach Amelie zu fragen. Nach einigen Tagen hatte sie Glück und Leo wurde im Handelshaus liebevoll aufgenommen. Man erklärte ihr alles, was sie zu beachten habe und was sie alles tun konnte dort und auch das sie im rahmen einer großen Familie handeln. Leo fühlte sich von anfang an dort wohl und verstand sich mit allen sehr gut dort.

Sie lernte fleissig von Amelie die ihr alles über die Schnitte erklärte und mit der Zeit wurde sie recht schnell immer besser.
Doch das Glück hielt nicht ewig, denn Marzius, der Mann von Viana, wurde von den Rahalern entführt was auch Leonie traurig stimmte wenn sie Viana sah die sich mehr als große Sorgen machte. Die drei waren wie eine Familie geworden und wollten Leonie adoptieren, denn das Glück solche Eltern zu haben kannte sie ja auch bisher nicht und hoffte inständig das er bald wieder Heim kam und dazu noch unverletzt.
Aber nach einigen Tagen kam Viana auf die Idee selbst nach Rahal zu gehen um ihren Liebsten zu befreien und Leo blieb allein im Haus zurück und konnte nichts anderes tun als warten.

Leo suchte die ablenkung im Üben der Nähte und als sie es am wenigsten erwartete war Viana wieder da. Sie sah anders aus, geschändet, aber immer die warmherzige Viana. Sie sagte Marzius würde auch bald Heim kommen, es würde nur noch eine Weile dauern.
So warteten sie zusammen ..

Die kleine Leonie war oft im Handelshaus und kümmerte sich um die Kunden mit und beriet sie. Da waren unter anderem die Zwergen, Elfen Celine und Kisuri, der ihr sofort im Gedächtnis hingen blieb auf merkwürdige Weise. Seine Augen wirkten magisch und seine ganze Art und Weise anziehend, sie konnte sich nur keinen Reim darauf machen da sie solch ein Gefühl nie kannte und ihr deshalb unheimlich vorkam.

Nach einigen Tagen kam auf Marzius in Berchgard wieder an, doch dieser sah mehr als schrecklich aus. Überall verschiedenste Verletzungen und Leo wollte ihn auf diese Weise nicht sehen.
An jenem Tag kam das Regiment noch an und wollte ihn mitnehmen, doch Shyra und die anderen sagten ihnen das er sie schonen muss. So gab man ihm aufschub bis er regeneriert war.

Es kehrte frieden ein, vorerst .. denn auch dieser sollte nicht von allzulanger dauer sein ..!
Benutzeravatar
Leonie LaChesa
Beiträge: 21
Registriert: Dienstag 19. Juni 2012, 04:50

Beitrag von Leonie LaChesa »

Die Zeit verstrich, es kehrte normalität im Handelshaus ein. Bis auf das allgemein interne Gezanke schien alles wieder normal. Man kümmerte sich guter Dinge um die Kunden und jeder ging seiner Arbeit nach.
Leo freute sich darüber das es Marzius und Viana wieder gut ging und war guter Hoffnung.

Ein Markt der Menekaner stand bevor welchen Leonie nur kurz besuchte. Da sie wenig Gold zur verfügung hatte, konnte sie sich dort nichts kaufen und ging zurück zum Handelshaus. Nach einer Weile tauchten missmutige Mitglieder wieder auf und schimpften sich über die Regimentler aus. Die kleine Leonie verstand anfangs nicht was los war, bis sie aufgeklärt wurde, dass man die Menekaner aus Bajard verjagde, da sie keine Genehmigung hatten diesen Markt zu veranstallten.

Es dauerte nicht lang, da tauchten Aushänge in Bajard auf welche gegen das Regiment und den Adel gingen. Schwere Anschuldigungen und Beleidigungen waren wohl dort öffentlich nieder geschrieben worden.
Das Regiment würde sich schon drum kümmern, dachte sich Leo und drum ging auch jeder seiner Arbeit nach.

Sie half Renfurt ein bisschen beim Einrichten seines Hauses und fertigte ihm Wandteppiche und Vorhänge. Er war neuerdings nach La Cabeza gezogen, was sie sich unbedingt ansehen wollte. Sie war gern auf der Pirateninsel, dort fühlte sie sich wohl und genoss die Zeit die sie mit Renfurt dort verbrachte. Er vertraute ihr das Geheimnis an das er die Aushänge geschrieben hat, sie es aber für sich behalten sollte. Sie versprach es ihm hoch und heilig.
Nach dem er die Vorhänge und die Teppiche angebracht hatte, gingen sie zusammen zum Strand und Leo ging sofort ins Wasser nachdem sie ihre Kleidung abgelegt hatte. Renfurt folgte ihr doch schien er von der Aktion nicht sonderlich begeistert zu sein, denn schwimmen konnte er genauso wenig wie Leo Lesen oder Schreiben konnte da sie es nie gelernt hatte.
Nach dem Schwimmer zogen sich beide wieder an und reisten zurück zum Handelshaus und jeder ging zu Bett da es recht spät wurde.

Wieder zogen Tage ins Land als das Regiment vor den Toren des Handelshauses stand und die Mitglieder eines Giftanschlages beschuldigte. Das Haus wurde durchsucht und Leo war mehr als entsetzt das man ihnen jenes zutraute. Essen mit den Etiketten des eigenen Hauses vergiften und in Adoran vergiften? Für wie blöd würde man sie alle halten? Das Handelshaus stritt alles ab doch stiessen auf taube Ohren. Immer und immer wieder versuchten sie es, vergebens.

Jeder überlegte wer es gewesen sein könnte, wer will ihnen etwas schlechtes, was hat der jenige im allgemeinen davon. Diese Fragen gingen Leonie durch den kopf, wer und warum.
Sie konnte sich keinen Reim auf die Sache machen und dann klopfte es auch noch an der Tür immer wieder. Kisuri stand vor dem Tor und erkundigte sich nach ihrem Wohl, doch wie sollte es ihr gehen wenn sie beschuldigt wurde und seit dem sie im Lande ist, nie wirklich zur Ruhe kommt?
Sie wusste auch nicht ob sie sich über seinen kurzen Besuch freuen sollte oder nicht, immer gehörte er zum Regiment welches sie aufs schlimmste beschuldigte, aber sie blieb ihm gegenüber freundlich.

Immer wieder dachte sie nach was man tun könnte. Nochmal durchsuchten sie das Handelshaus als auch Thancred anwesend war und sie fanden Pflanzengift und andere dinge, doch als Thancred es ihnen erklären wollte hörten sie ihnen wieder nicht richtig zu. Leo konnte nichts tun ausser warten und zusehen, man verbot ihnen den Mund, zumindest Shyra und Leo da auch sie mitreden wollten. In Kisuris blick sah Leo zumindest Mitleid was sie in diesem Moment jedoch nicht interessierte da sie mehr als wütend war.

Als sie dann weg waren und die gefunden Sachen mitnahmen hieß es nachdenken. Nachdenken was sie tun sollten um den Schuldigen zu finden und sich entlasten konnten.
Noch am Abend kam Kisuri um sich nach Leo's Wohl zu erkundigen und er schien sie zu verstehen und sein Mitgefühl schien ernst zu sein. Auch gab er zu das er nicht an deren Schuld glaubte und tröstete sie.
Sie fand glauben in seinen Worten und vielleicht konnte er ihnen helfen ...
Benutzeravatar
Leonie LaChesa
Beiträge: 21
Registriert: Dienstag 19. Juni 2012, 04:50

Beitrag von Leonie LaChesa »

Solltest Du Dich einsam fühlen,
verlassen und ganz allein,
solltest Du Hilfe brauchen,
würde gern für Dich da sein.

Sollte Dir an Liebe fehlen,
solltest Du Dich langweilen,
brauchst Du einen zum Reden,
würde mich zu Dir eilen.

Solltest Du eine Schulter brauchen,
um Dich einfach auszuweinen,
brauchst Du etwas Aufmunterung,
ruf mich, ich werde erscheinen.



Leonies wahre Herkunft

Nichts ahnend was sie an diesem Abend erwartete, saß Leonie auf dem kleinen Teppich im Kaminzimmer und lächelte friedlich über das Glück, das sie mit Kisuri gefunden hatte, vor sich hin. Sie dachte an die Momente an denen das Handelshaus geschlossen wurde und sie etwas abfällig dem Oberst Friedolin von Tannhoeh entgegentrat. Geduld schien er schon länger nicht mehr mit ihr gehabt zu haben sodass er ihr den Mund ausspülen ließ, was sie mutig über sich ergehen lassen hatte und zum Trotz den letzten Schluck sogar runtergeschluckt hatte. Kisuri hatte es in dem Moment ihrer Wut nicht geschafft sie zu beruhigen und so wandte er sich ab, da er nicht mit zusehen konnte wie sie das Zeug in sich hineinkippen musste.

Als alles überstanden war, ging es ihrem Magen auch recht schnell nicht mehr gut, sodass sie sich über den Hafenrand beugte um sich dort zu übergeben. Die Gardisten wandten sich ab, ließen sie allein, aber zwei Männer die vorbeikamen kümmerten sich um sie. Erschrocken darüber dass man einer jungen Frau wie Leonie so etwas antun konnte, schimpften sie leise und versuchten die junge Frau zu beruhigen. Sie keuchte und würgte wie verrückt, ihr war so schlecht, wollte von ihnen am liebsten nichts hören und sie sollten am besten nur weggehen, doch sie bekam kein Wort heraus um sie wegzuschicken. Ihr Glück, dass Kisuri kam und sich ihrer annahm, ihm vertraute sie, immerhin schenkte sie ihm ihr Herz.

Sie seufzte als sie darüber nachdachte, sie hätte ihn in Schwierigkeiten bringen können mit ihrem Verhalten, immerhin diente er dem Regiment und unterstand dem Oberst von Tannhoeh. Sie sollte sich für ihn zusammenreißen, das war ihr klar, aber doch schwer wenn das Temperament manchmal mit ihr so sehr durchgeht, dass sie nicht anders kann als wild herumzuwettern. Aber ihr war dennoch klar dass er sie immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen würde.

Mit einem lauten Hämmern gegen die Tür wurde sie aus den Gedanken gerissen. Leichtfüßig erhob sie sich aus dem Schneidersitz und ging aus dem Kaminzimmer und Kisuri kam gerade von oben die Treppe runter gestiefelt. Sie lächelte ihm warm zu ehe sie zur Tür ging und diese öffnete. Ein Mann, an die Anfang dreißig wahrscheinlich, stand vor jener und betrachtete Leonie von oben herab. Er murmelte etwas davon „wie groß sie doch geworden sei und wie wunderhübsch“ doch Leonie verstand nur Bahnhof. Mit irritiertem Blick sah sie kurz zu Kisuri, welcher doch recht misstrauisch wirkte. Die junge Frau sah wieder zurück zu dem Mann und fragte in woher er sie kenne und woher er wisse wo sie wohnt, aber auch der Meinung war er verwechsle sie nur mit jemand anderem. Er versicherte ihr dass er sie sehr gut von früher kenne und sie bat ihn herein, denn wenn er sie wirklich kannte, konnte er ihr sicher etwas über ihre Vergangenheit erzählen.
[img]http://www.alathair.de/chardatenbank/bilder/1345651538.jpg[/img]
Erst wollte er nicht mit der Sprache herausrücken, doch sie bestand darauf, wollte sie nicht länger unwissend bleiben. Kisuri wollte die beiden lieber allein lassen, als der ihr unbekannte Mann ihn fragte, ob er sie wirklich jetzt mit ihm allein lassen wollte, da sie ihn anscheinend vergessen hatte. Leonie und Kisuri sahen ihn beide nun fragend und forschend an, als der Mann der sich mit Leonardo LaChesa vorstellte sagte, dass er ihr Bruder sei. Wie aus allen Wolken gefallen sah Leonie ihn sprachlos an und schien ihm nicht wirklich glauben zu können. Da kommt ein fremder Mann an und soll ihr Bruder sein? Allerdings, er kannte sie und wusste dass sie in dem Waisenhaus lebte und dort schwer arbeiten musste. Woher wusste er das alles nur?

Sie musste sich erst einmal setzen, diese Information schien für die junge Frau, die nichts aus ihrer Vergangenheit kannte im ersten Moment zu viel gewesen zu sein. Sie wusste nichts über ihre Eltern, aber nun sollte sie einen richtigen Bruder haben? Bisher waren Viana und Marzius wie ihre „Eltern“ die sie bei sich aufnahmen als sie die Flucht aus dem Waisenhaus überlebt hatte.

Nach kurzer Zeit packte sie dann aber doch die Neugier und sie wollte alles wissen. So erklärte Leonardo ihr wie das Adelshaus und die ganzen umliegenden Höfe niedergebrannt wurden in LaCurano. Er selbst war bei deren Onkel, die Eltern Enrique und Javiere LaChesa wollten mit Leonie zusammen fliehen. Der Vater der Kleinen kämpfte um sie als sie auf ihrem Weg überfallen wurden, doch verlor er den Kampf und war mehr dem Tod geweiht als dem Leben. Die kleine Leonie jedoch wurde mitgenommen und an jenes Waisenhaus verschachert und auf die Arbeit getrimmt der sie tagtäglich dort nachgehen musste als sie im zarten Alter von fünf oder sechs angelangt war.

Leonardo erzählte ihr, dass er alles nach ihr abgesucht habe und bei Carlos dem Piraten nach ihr fragte. Da dieser sie sehr gut kannte, konnte er ihm sagen wo Leonie zu finden sei. Auch erzählte Leonardo ihr dass das Waisenhaus niedergebrannt wurde, dabei sah er auf seine Hände und meinte nur dass wohl jemand nachgeholfen hatte. Kisuri und Leonie war gleich klar das er es war, beließen es aber dabei, nachdem Leonardo versicherte das den anderen Kindern nicht passiert war und die meisten wieder bei ihren Eltern.

Ihre Eltern waren jedoch bereits tot, der Vater starb an den Verletzungen, die Mutter daran das sie aufhörte zu Essen und letztlich zu schwach war um aufzustehen und letztlich die Augen nicht mehr öffnete.

Leonie bekam an dem Abend viele Informationen über ihr wahres Ich und doch spürte sie ganz tief in ihrem Inneren eine Verbindung zu Leonardo. Und auch spürte sie nach vielem Nachdenken eine Verbindung zu dem Namen „LaChesa“. Tief in ihrem Herzen war er ihr vertraut und sie wiederholte den Namen mehrmals für sich noch an jenem Abend. Leonie LaChesa. Ja, das war ihr richtiger Name..!
Zuletzt geändert von Leonie LaChesa am Freitag 24. August 2012, 03:05, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Leonie LaChesa
Beiträge: 21
Registriert: Dienstag 19. Juni 2012, 04:50

Beitrag von Leonie LaChesa »

Mein Herz dem einsamen Matrosen,
Deine Augen stillem Meere gleicht.
Deine Lippen wie rote Rosen,
von deren Duft das Herz erweicht.

Mein Verlangen trock'ne Erde,
deine Nähe wie der Regen,
bevor ich verwüstet werde,
schenke mir doch deinen Segen.

Du kannst das Leben mir versüßen,
den Matrosen nach Hause führen,
laß mich die roten Rosen küssen,
die Erde sanft den Regen spüren.



Viel ist in letzter Zeit passiert, der Bruder der auf einmal vor der Türe stand, ihr von ihrer Vergangenheit erzählte und auch noch am selben Abend wieder verschwand und sich nicht mehr meldete. Er war ihr vertraut, sie kannte ihn nicht, aber sie vertraute ihm was sie sonst nie tat und sie machte sich sorgen, noch bis zum heutigem Tage. Bei Kisuri fand sie halt und ablenkung zu jener Zeit.

Oft wandelte sie ziellos auf LaCabeza herum, erst nach einiger Zeit konnte sie sich einen Reim drauf machen, wieso es sie dort immer wieder hinzog. Sie wurrde auf solch einer Insel geboren, lebte dort die ersten 5 Jahre ihres Lebens, ehe sie dort entführt wurde. So entschied sie sich dann dort auf die Insel zu ziehen und suchte das Gespräch mit Raissa.

Es dauerte nicht lange bis sie ihren Bürgerbrief in den Händen hielt, und auf empfehlung von Raissa mietete sie auch gleich ein Häuschen dort an und begann mit den vorhandenen Möbeln die sie zusammen suchen konnte zu dekorieren. Langsam nahm auch der Laden gestalt an, oben richtete sie sich eine Schlafstätte sowie Küche ein. Zusammengewürfelt, aber doch recht gemütlich. Sie verbrachte wirklich sehr viel Zeit in ihrem Laden, so dass sie Kisuri kaum noch sah. Ihre Idee bestand anfangs noch darin, das er zu ihr ziehen würde, aber er fühlte sich dort nicht wohl. Sie konnte es ihm auch nicht verübeln, er war .. andere Gesellschaft gewohnt als die Rüpel die dort lebten.

Oftmals packte Leo die Neugierr, wollte sich austesten inwieweit sie an ihre Grenzen gehen würde. Sie würde weit gehen, dass war ihr von Anfang an klar, aber wie weit sie gehen würde, es überraschte sie selbst. Immerhin kam sie dem Angebot der jungen Frau, die sie eigentlich gar nicht kannte, recht schnell nach. Komisch wie schnell sowas gehen kann, wie schnell man sich darauf einlassen kann etwas zu probieren was man selbst für nie möglich gehalten hätte. Die beiden Frauen verbrachten die Nacht miteinander und testeten beide ihre Grenze aus, man hätte meinen können da gäbe es keine.
Der Streit mit Kisuri deswegen verriet ihr dann doch wieder, sie hatte die Grenze weitaus überschritten. Sie bereute jedoch nichts, rein gar nichts auch wenn sie es ihm sagte und es als Fehler bezeichnete.

Auch bereute sie nicht, dass sich Jose und Leo annäherten. Mehr als Freundschaft lief dort nichts, aber stück für stück lockte er ihr Herz zu sich. Oft war er bei ihr, redeten über alles mögliche und tranken etwas zusammen. Ansich hätte man meinen können, er würde fast bei ihr wohnen und so kam es dazu das er sogar bei ihr schlafen durfte. Sie fühlte sich in seiner nähe unglaublich wohl und verstanden. Seelenverwand, er verstand sie und andersrum, ganz ohne Worte. Ohne den anderen, es würde ein Stück fehlen, ganz klar.

Keiner der beiden wagte es sich weit zu gehen, denn da war noch Kisuri. Ein Stück ihres Herzens würde immer bei ihm sein, denn er zeigte ihr als erster was Liebe eigentlich ist. Aber für die beiden reichte es nicht aus nur zu Lieben, Leonie war eben anders. Sie probiert zu gerne aus, egal was es kosten möge. Jose war da anders, er würde sie machen lassen, von treue hält er viel, aber er gab ihr auch viel freiraum und wusste mit ihr umzugehen um sie zu zügeln.

Erstmals sprach sie mit Maja über Kisuri und sie wusste auch was zwischen Jose und Leonie war. Allerdings machte sie Andeutungen bei Kisuri das Leo und er etwas zu bereden hatten. So suchte er sie auf, in Bajard fand er sie letztlich. Ein Glück waren Simantun und Jose in der Nähe, dies gab ihr Sicherheit während die beiden redeten. Kisuri war wirklich stocksauer, und wer hätte es ihm verübeln können. Leo hat sich schon einiges geleistet was er ihr verziehen hatte.Aber anstatt Reue zu spüren, empfand sie nur Mitleid.

Alles passiert aus irgendwelchen Gründen, so auch dies alles. So ist zumindest Leonie's Denkweise, nichts passiert Grundlos, denn es könnte etwas sein das einem zu seinem ewigen Glück bringt. Vielleicht ist Jose ihr ewiges Glück, sie wollten es gemeinsam herausfinden und es probieren. Der Anfang ist gesetzt, das eigene Herz ist jeweils ins den Händen des anderen, bis auf ein Stück, das wird immer bei Kisuri bleiben, dem, der ihr den ersten Weg der Liebe gezeigt hat....
Antworten