Das Notizbuch einer Lethra

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Yali´atera

Das Notizbuch einer Lethra

Beitrag von Yali´atera »

Yali’ateras Notizbuch zum Leben im Axorn und zum Forschungsobjekt Mensch

So lautete die Überschrift ihres kleinen Buches, welches in letharischer Sprache verfasst werden sollte. Das Leben im Axorn zu beschreiben fiel ihr bisweilen noch schwer, da sie noch nicht lang genug in diesem Teil verweilte. Genauer gesagt erst seit zwei Tagen. Zumindest die Aufnahme hatte sie lebendig überstanden und ohne fehlende Körperteile. Doch sie war nicht glimpflich davon gekommen. Man hatte ihr einen Dolch in die Seite gestochen und einen Säbel ins Bein. Vor den Augen ihres Bruders Tyr’riaxan und denen des hohen Bruders, des Alathraxors Tar’lyrrn musste sie daraufhin ihre Fähigkeiten als Heilerin an sich selbst demonstrieren. Die kleine Lethra tat, was sie konnte um die Wunden zu säubern und zumindest die von dem Säbel verursachte zu vernähen. Als dies getan war, erwies ihr der Alathraxor die Ehre mit ihm die Hauptstadt des alatarischen Reiches zu besuchen: Rahal. Alles was dort stand, lag oder lief wirkte befremdlich auf die Lethra, die das erste Mal die Oberfläche besuchte. Ein riesiger Platz mitten in der Stadt erregte ihre Aufmerksamkeit und sie konnte sich nicht erklären, was es damit auf sich hatte. Es wirkte alles in allem seltsam und gewöhnungsbedürftig. Aus diesem Grunde hielt sich Yali’atera immer in der Nähe des Älteren und folgte ihm auf Schritt und Tritt. Sie durchquerten die Stadt, ab und an erklärte ihr hoher Bruder ihr etwas, bis sie zur Wache der Stadt kamen. Viele Menschen auf einen Haufen und ihr Gebaren, beziehungsweise ihre Sprache gegenüber dem Alathraxor ließ sie bisweilen die Luft anhalten, doch es schien so Brauch zu sein. Ein Weibchen der Spezies Mensch schien sehr sprechfreudig zu sein und redete und redete. Scheinbar hatten die Menschen auch ganz andere Waffen… Waffen mit seltsamen Namen wie zum Beispiel „Bratpfanne“. Es scheint eine mächtige Waffe zu sein, vor der Männer zittern und die scheinbar auch unsagbare Schmerzen hervorruft. Die Weibchen schienen bei den Menschen gleichberechtigt und teilweise viel Macht zu haben. Das verwirrte die Lethra mehr als nur ein bisschen. Die Ritterin Swynedd schien ebenso ein solches Exemplar weiblicher Macht zu sein und sie sollte sich ihr vorstellen um ihr das Gefühl zu geben ebensolche Macht zu besitzen, laut des Alathraxors. Yali’atera tat wie ihr geheißen, auch wenn es für sie teilweise unangenehm war, weil sie die Handelssprache noch nicht flüssig beherrschte. Der letharische Akzent drang stark durch und manches Mal suchte sie die Wörter. Dankbar war die angehende Heilerin, als Tar’lyrrn sie wieder nach Hause brachte ins Axorn. So viele Eindrücke und wohl auch noch eine neue Schwester, die den Weg einer Lethraxiae beschreiten wollte. Unauffällig zog sich die kleine Heilerin in den Trankkeller zurück wo sie sich hinsetzte, ihr kleines Buch hervorzog und folgende Dinge hinein notierte:

03. Cirmiasum 255
  • - Aufnahme mit Folgen: Bein mit drei Stichen genäht, Wunde in der Seite mit Paste behandelt
    - erster Ausflug in die Stadt der Menschen nach Rahal: Was ist das für ein großer Platz? Gehen Schiffe immer unter?
    - Menschen: Weibchen und Männchen scheinbar gleichberechtigt; Weibchen haben eine mächtige Waffe namens „Bratpfanne“; Männchen immer flüchtig oder stumm; man muss ihnen das Gefühl geben Macht zu haben…



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