Die dunkle Gestalt war kaum im Schatten des Hauses und der davorstehenden Bäume zu erkennen, auch wenn sie sich nicht wirklich Mühe gab ungesehen zu bleiben. Die kalten , blauen Augen des Mannes, welche an den Fenstern des gegenüberliegenden Gebäudes hingen, glichen mehr denen eines Falken, nicht die geringste Bewegung dort würde ihnen entgehen, doch bisher hatte sich nicht geregt. Dass Gewicht verlagernd lehnte er sich nun gegen die Wand des Hauses, die Arme vor der Brust verschränkt, und ließ etwas in seiner Wachsamkeit nach, ein Luxus der er sich hier erlauben konnte, wie er nur zu gut wusste.
Er war nicht zum ersten Male hier, auch wenn er erst vor zwei Tagen von Bord des Schiffes gegangen war, welches Bajard angelaufen war. Mochte es ein Omen der Götter sein oder nur eine Laune der Natur, in jenem Augenblick als er den Boden Gerimors betrat fegte ein Gewittersturm über das kleine Nest im Süden des Landes, und Blitze und Donner trieben alle Bewohner in ihre warmen, sicheren Häuser. So bemerkte niemand wie sich die Gestalt langsam vom Hafen wegbewegte, niemand außer den Seeleuten, die froh waren den schweigsamen Passagier endlich los zu sein, der bei allen ein Gefühl des Unbehagens hervorrief. Nichts schien eine Regung in den Augen unter der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze hervorzurufen, die sich sichernd umsahen wie es schon immer seine Natur war, selbst nicht die freundlichen Zurufe der Leute in der kleinen Taverne die er betreten hatte. Bald rückte man auch von ihm ab, grade so als wäre er von einer unsichtbaren Mauer umgeben die jeden wegstiess der sich ihm auch nur nähern wollte, und so konnte er schweigend den Gesprächen lauschen während er das karge Mahl zu sich nahm.
Lange blieb er nicht in Bajard, grade lange genug um zu erfahren wo Malachai sich aufhielt, denn er brauchte ihn, seine Erfahrung, sein Verbindungen und vor allem...seine Hilfe und seine Freundschaft. Und er brauchte sie dieses mal so nötig wie noch nie, hatte er doch das wertvollste das er jemals besaß verloren und ohne seinen alte Freund war auch der letzte Funken Hoffnung den er noch hatte dahin. Aber noch konnte er das gierige Feuer der Verzweiflung in sich nicht löschen, Malachai war auf Reisen und niemand wusste wann er zurück kommen wollte, aber dann sagte jemand Sarah würde in Berchgard leben...
Aus den Augenwinkeln heraus nahm er eine flüchtige Bewegung wahr und sofort verschmolz er mit den Schatten, etwas das ihm so zur zweiten Natur geworden war wie keinem anderen der Familie. Seine Wachsamkeit war wieder erwacht und er verfolgte nun jede Bewegung im Gebäude vor ihm. Es war eine Frau und die Art wie sich bewegte war ihm vertraut so als wäre er nie weg gewesen, es konnte nur Sarah sein, jene kleine Sarah die sie damals bei sich aufgenommen hatten und die nun ihren Platz in dieser Welt gefunden hatte. So stand er eine Weile wie erstarrt, konnte sich nicht lösen aus den Schatten, grade als wollten sie ihn festhalten, dann aber nahm er alle Kraft zusammen die er noch besaß und näherte sich der kleinen Tür um auf sich aufmerksam zu machen und nun endgültig den letzten Schritt zurück zu machen... den Schritt in eine ungewisse Zukunft...
Der Weg ins Ungewisse
- Arsen Talmar
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- Sarah Schwarzmourne
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Ausgeruht und frisch gewaschen machte sich Sarah gerade daran wieder alles einzupacken was sie für ihren Ausflug in die Wälder brauchte. Ein paar frische Vorräte, neue Beutel für die Kräuter, Pfeile und was sie sonst noch brauchte. Sie war die letzen Wochen jeden Tag unterwegs, kaum jemand sah sie in Berchgard noch. Sie versuchte aber zumindest jeden Tag heimzusehen ob Hudgarr nicht doch schon zurueck war von seiner Reise. Sie vermisste ihn so sehr doch er hatte gewiss einen guten Grund weshalb er doch länger bei Fleur blieb als er es ursprünglich plante.
Sie blickte nochmals durchs Haus und wollte eben die Nachricht für Hudgarr wieder auf den Tisch legen als die Glocke schällte. Hudgarr?!? Hatte er seine Schlüssel vergessen? Stürmisch eilte sie hinaus doch was sie vor der kleinen Gartentüre sah war nicht was sie erwartet hatte. Eine vermummte Gestalt ganz in schwarzes Leder gehüllt. Sie stockte kurz und blieb stehen, die Arme instinktiv uebereinander gelegt, die Griffe ihrer Dolche spürend blickte sie ueberrascht hinaus. Es war nicht ihr Verlobter, da war sie sich ganz sicher, doch sie spürte etwas sehr vertrautes und das verwirrte sie scheinbar nochmehr.
Langsam ging sie zum Tor und je näher sie kam umso deutlicher spürte sie dass es ein Schatten ist, ein Schatten den sie hier wirklich nicht erwartet hätte.
Er zeigte sein Gesicht als sie am Tor stand und jenes gerade oeffnen wollte, doch sie wusste schon wer vor ihr stand ehe er dies tat. Komm doch rein! Hoerte sie sich selbst sagen wärend sie sich umblickte nach seiner Frau und seiner Tochter, doch konnte sie ausser ihm niemanden auf den Strassen entdecken. Sie gingen beide hinein und erst jetzt als die Türe sich hinter ihnen wieder schloss nahm er sie in den Arm und drückte sie fest so wie sie ihn herzlich drückte und schon Angst bekam ihn dabei zu verletzen. Arsen Talmar, ihr Ziehvater. Sarah konnte es immer noch nicht glauben doch je länger sie beisammen sassen und redeten umso klarer wurde ihr weshalb er wieder nach Gerimor kam. Seli und Elira waren verschwunden und Arsen war verzweifelt. So hatte sie ihn noch nie erlebt, auch wenn er versuchte eine Maske aufzuziehen und sich nichts anmerken zu lassen, scheinbar hatte er vergessen welche Fähigkeit ihr zuteil wurde oder sollte sie sagen welcher Fluch? Aber das war jetzt nicht das Thema, er brauchte Hilfe und die sollte er erhalten.
Sarah versuchte so gut es ging ihm klarzumachen dass alles wieder gut werden wird und sie die beiden sicher bald finden. Sie hatte schon alles im Kopf geplant wärend sie ihm sein Lieblingsgetränk hinstellte, Abynth den sie extra für ihn aufbewahrte. Sie würde Rafael und Varla bitten die Augen und Ohren in den lichten Reichen aufzuhalten, Malachai sollte seine Informanten in Rahal und Düstersee ausfragen und Hudgarr sollte Vallas fragen ob die Piraten etwas wissen wärend sie Lameriast und sämtliche Wälder abstreifte. So waren alle Gebiete abgedeckt und sie müssten sie auf alle Fälle rasch finden.
Der Plan hatte nur einen Hacken. Hudgarr war immer noch nicht zurueck, er wollte schon seit gut zwei Wochenläufen wieder hier sein. Keine Nachricht, kein Brief dass er länger bleiben wollte oder was ihn aufhielt. Langsam machte sie sich sorgen und Zweifel machten sich in ihr breit. Mied er sie, blieb er ihretwegen fern? Hat sie irgendetwas gesagt oder getan das ihn fernhielt? Hatten jene die sagten sie wäre nicht gut genug für ihn recht? War sie wirklich die falsche weil sie nicht zu den Adeligen passte, egal wie sehr sie sich für ihn auch bemühte? Immer wieder kreisten diese Fragen in ihrem Kopf und alleine deshalb schon war sie zur Zeit lieber draussen in den Wäldern. Heute jedoch riss ein erneutes klingeln sie aus den Gedanken. War er es diesmal?
Nein es war Verdania, scheinbar war die Reise mit Malachai zuende und sie wollte Sarah etwas erzählen. Sie war aufgeregt und froehlich wie immer, sie war glücklich ebenso wie ihr Bruder und das machte wiederum Sarah glücklich. Sie freute sich so sehr für die beiden und ebenso erfreut war sie als sie erfuhr dass Verdi schwanger war. Ja ihr Bruder der ihr sagte sie geht alles viel zu schnell an und sie soll sich zeit lassen. Genau jener war es der sie nun in rasendem Tempo ueberholte. Nur zu gerne willigte sie ein Verdania bei dem Kleid und allem anderen für die Hochzeit zu helfen, auch wenn sie einen Kloss im Hals hatte wenn sie daran dachte dass sie wohl wieder alleine auf seine Hochzeit gehen müsste. Doch auch sie hatte es gelernt eine Maske aufzusetzen und so wurde es doch noch ein wunderschöner Familienabend.
Sie blickte nochmals durchs Haus und wollte eben die Nachricht für Hudgarr wieder auf den Tisch legen als die Glocke schällte. Hudgarr?!? Hatte er seine Schlüssel vergessen? Stürmisch eilte sie hinaus doch was sie vor der kleinen Gartentüre sah war nicht was sie erwartet hatte. Eine vermummte Gestalt ganz in schwarzes Leder gehüllt. Sie stockte kurz und blieb stehen, die Arme instinktiv uebereinander gelegt, die Griffe ihrer Dolche spürend blickte sie ueberrascht hinaus. Es war nicht ihr Verlobter, da war sie sich ganz sicher, doch sie spürte etwas sehr vertrautes und das verwirrte sie scheinbar nochmehr.
Langsam ging sie zum Tor und je näher sie kam umso deutlicher spürte sie dass es ein Schatten ist, ein Schatten den sie hier wirklich nicht erwartet hätte.
Er zeigte sein Gesicht als sie am Tor stand und jenes gerade oeffnen wollte, doch sie wusste schon wer vor ihr stand ehe er dies tat. Komm doch rein! Hoerte sie sich selbst sagen wärend sie sich umblickte nach seiner Frau und seiner Tochter, doch konnte sie ausser ihm niemanden auf den Strassen entdecken. Sie gingen beide hinein und erst jetzt als die Türe sich hinter ihnen wieder schloss nahm er sie in den Arm und drückte sie fest so wie sie ihn herzlich drückte und schon Angst bekam ihn dabei zu verletzen. Arsen Talmar, ihr Ziehvater. Sarah konnte es immer noch nicht glauben doch je länger sie beisammen sassen und redeten umso klarer wurde ihr weshalb er wieder nach Gerimor kam. Seli und Elira waren verschwunden und Arsen war verzweifelt. So hatte sie ihn noch nie erlebt, auch wenn er versuchte eine Maske aufzuziehen und sich nichts anmerken zu lassen, scheinbar hatte er vergessen welche Fähigkeit ihr zuteil wurde oder sollte sie sagen welcher Fluch? Aber das war jetzt nicht das Thema, er brauchte Hilfe und die sollte er erhalten.
Sarah versuchte so gut es ging ihm klarzumachen dass alles wieder gut werden wird und sie die beiden sicher bald finden. Sie hatte schon alles im Kopf geplant wärend sie ihm sein Lieblingsgetränk hinstellte, Abynth den sie extra für ihn aufbewahrte. Sie würde Rafael und Varla bitten die Augen und Ohren in den lichten Reichen aufzuhalten, Malachai sollte seine Informanten in Rahal und Düstersee ausfragen und Hudgarr sollte Vallas fragen ob die Piraten etwas wissen wärend sie Lameriast und sämtliche Wälder abstreifte. So waren alle Gebiete abgedeckt und sie müssten sie auf alle Fälle rasch finden.
Der Plan hatte nur einen Hacken. Hudgarr war immer noch nicht zurueck, er wollte schon seit gut zwei Wochenläufen wieder hier sein. Keine Nachricht, kein Brief dass er länger bleiben wollte oder was ihn aufhielt. Langsam machte sie sich sorgen und Zweifel machten sich in ihr breit. Mied er sie, blieb er ihretwegen fern? Hat sie irgendetwas gesagt oder getan das ihn fernhielt? Hatten jene die sagten sie wäre nicht gut genug für ihn recht? War sie wirklich die falsche weil sie nicht zu den Adeligen passte, egal wie sehr sie sich für ihn auch bemühte? Immer wieder kreisten diese Fragen in ihrem Kopf und alleine deshalb schon war sie zur Zeit lieber draussen in den Wäldern. Heute jedoch riss ein erneutes klingeln sie aus den Gedanken. War er es diesmal?
Nein es war Verdania, scheinbar war die Reise mit Malachai zuende und sie wollte Sarah etwas erzählen. Sie war aufgeregt und froehlich wie immer, sie war glücklich ebenso wie ihr Bruder und das machte wiederum Sarah glücklich. Sie freute sich so sehr für die beiden und ebenso erfreut war sie als sie erfuhr dass Verdi schwanger war. Ja ihr Bruder der ihr sagte sie geht alles viel zu schnell an und sie soll sich zeit lassen. Genau jener war es der sie nun in rasendem Tempo ueberholte. Nur zu gerne willigte sie ein Verdania bei dem Kleid und allem anderen für die Hochzeit zu helfen, auch wenn sie einen Kloss im Hals hatte wenn sie daran dachte dass sie wohl wieder alleine auf seine Hochzeit gehen müsste. Doch auch sie hatte es gelernt eine Maske aufzusetzen und so wurde es doch noch ein wunderschöner Familienabend.
Zuletzt geändert von Sarah Schwarzmourne am Montag 11. Juni 2012, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
[img]http://img294.imageshack.us/img294/1849/sarahsig.gif[/img]
Hilfe!! Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!!
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- Arsen Talmar
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Sich scheinbar unendlich verzweigende Gänge die in tiefste Dunkelheit getaucht sind, die Wände geschwärzt von einem lang erloschenen Feuer, der Boden glitschig von Feuchtigkeit und sprießendem Moos – ein alter, untergegangener Unterschlupf der Schatten. Gelegen unter den Wäldern von Bajard, seit langem wohl sich selbst überlassen, einzig bevölkert von einem wohl unendlichem Heer von Ratten – Zeugnis einer scheinbar lang vergessenen Zeit. Und doch trügt der Schein denn im Zentrum jenes Labyrinths aus Gängen eine schwere, stählerne Tür, gleich jenen, welche die Schatzkammern der Reichen schützen, schützt sie den Inhalt eines Raumes welcher ebenso Schätze enthält, Schätze einer Zeit die nur noch für wenige lebendig ist. Schwere, schwarze Truhen lagern hier, auf welchen ein großes, goldenes „S“ prangt, geschützt durch komplizierte Schlösser und tödliche Fallen, gefüllt mit schier unendlichem Wissen, auch wenn vieles schon in Sicherheit gebracht wurde, sorgfältig verwahrt von eben jener Gestalt welche sich unruhig auf dem schmalen Lager wälzt. Einzig ein kleines Feuer in einem Kamin, ein Kamin dessen Abzug genauso geheim und im Dunklen zu liegen schien wie der Rest des Unterschlupfs, beleuchtete den Mann dessen Hände sich um ein Stück Papier krallten, grade so als gäbe es für ihn nichts Wichtigeres auf der Welt. Schwere,quälende Träume sind es die ihn auf dem Lager hin und her werfen, ihn, den man den Schattenmeister nennt und der scheinbar nur noch ein Schatten seiner selbst ist... es sind die Träume eines zerrissenen Mannes....
Ich bin gefangen – gefangen in einer kalten, düsteren Welt, eingehüllt in einen schweren, schwarzen Nebel aus dem ab und zu die kargen Äste vermoderter Bäume hervorragen.
Ich bin verloren – verloren in jener Welt, die abseits der unseren zu existieren scheint, in der heulende und jammernde Schatten um mich herum im Nebel verborgen sind und aus der ich keinen Weg mehr herausfinde, verloren in meinen eigenen Träumen.
Ich werde gejagt – gejagt von den Schatten all jener die durch meine Hand den Tod fanden, ich höre ihr triumphierendes Heulen, sie haben die Fährte aufgenommen und folgen nun meiner Spur, das Schleifen ihrer Schritte ist schon zu hören, so nahe sind sie mir schon. Ich bin am Ende meiner Kraft, will auf sie warten damit es endlich vorbei ist, finde ich doch ohnehin niemals den Weg zurück, und doch beginne ich zu laufen, so als hätten meine Beine einen eigenen Willen. Ich will rufen, nein schreien sie sollen aufhören, sollen stehenbleiben damit ich es hinter mir habe, aber meine Lippen scheinen versiegelt, kein Laut kommt über sie und so haste ich weiter durch den Nebel bis ich spüre das mich etwas mit unheimlicher Macht zu einer Stelle zieht an der ein helles Licht den Nebel vertreibt. Für einen Augenblick bin ich geblendet, dann verliert die Helligkeit ihren Schrecken und dann sehe ich...
Wind peitscht den Regen durch die Straßen, wo zwei Menschen unaufhaltsam auf einander zu streben, nur noch eine Häuserecke trennt die beiden, der Dieb und die Ausreißerin. Den Kopf gesenkt um sich vor dem beißenden Wind zu schützen, der ihre langen, blonden Haare wie einen dichten Vorhang vor ihr Gesicht geweht hat, biegt sie nun um die Ecke und stößt mit ihm zusammen. Zufall? Gibt es so etwas wie Zufälle oder ist doch alles im Buch des Schicksals so vorhergesagt? Blicke werden getauscht, sie kommen ins Gespräch und bald zieht er sie mir sich um sie dem Regen zu entreißen, sie sträubt sich noch, folgt nur mit viel Widerwillen und aber sie folgt ihm. Nun dreht sie ihren Kopf und sieht mich an, so als könnte sie mich in den Schatten dieser unwirklichen Welt sehen, sie lächelt mich an und formt mit den Lippen die Worte: „Folge dem Licht!“ … Selina!
Helligkeit weicht, ich bin wieder in den schwarzen Nebel gehüllt, in dem wieder sie Schritte meiner Verfolger zu hören sind. Doch halt, nicht völlig dunkel ist es, ein mattes Leuchten, gleich dem Flackern einer Kerze, scheint mir den Weg weisen zu wollen. Zeigt mir mein Stern so den Weg zurück, sie, die ich verloren habe? Schon haste ich weiter, weg von den Schritten, folge dem Licht durch die Dunkelheit.. wohin mag es mich führen? Arme greifen nach mir, hasserfüllte Augen folgen meinem Weg und doch scheine ich geschützt, geschützt durch Selinas Licht das mich zu einem neuen Ort führt, auch er in helles Licht getaucht wie der letzte und wieder sehe ich sie....
Eine Taverne, so wie es unzählige davon in ebenso unzähligen Orten gibt, umher eilende Bedienstete, missmutig die Wünsche der Gäste erfüllend, es ist schon spät am Abend. Der Dieb und die Ausreißerin, wieder sind sie Teil des Geschehens, auch wenn sie älter geworden sind und sich verändert haben. Seine Augen wachsam nun, hart und kalt, die ihren voller Melancholie und scheinbar leer, trauernd um etwas , das sie vor langem verloren hat. Er beobachtet sie und ein kleines, warmes Lächeln huscht über seien Lippen, brechen die Kälte seines Blickes, sie bemerkt es und nur eine kleine Bemerkung von ihm genügt und das Glas entgleitet ihren Händen, sie erkennt ihn und auch wenn Unverständnis sich in ihren Augen breitmacht, die Leere weicht, vorbei die Traurigkeit, das Leben kommt zurück.....
Wieder stehe ich im dunklen Nebel und reibe mir über die Augen. Mein Atem geht schnell, was geschieht hier nur, narrt mich ein Alb? Es kann nicht meine Selina sein, ich hab sie verloren, verloren in dem Augenblick als sie von Bord gespült wurde. Nur noch ein Fremder bin ich für sie, ein Fremder vor dem sie zurück zuckt, wenn er nur den Versuch macht sie zu berühren. Warum ist sie hier, zeigt mir durch ihr Licht den Weg? Will sie sich an meiner Verzweiflung laben, verfolgt sie amüsiert meine ärmlichen Versuche zu entkommen? Mein Kopf will zerplatzen, ich hämmere mit den Fäusten gegen meine Schläfen... ist dies schon der Wahnsinn der mich umfängt? Selina, warum das alles, warum musste es soweit kommen? Aber ich finde keine Antworten aus meine Fragen sondern haste weiter, flüchte vor den Bildern die ich gesehen und laufe doch nur einem weiteren hellen Licht entgegen. Ich will die Augen schließen, will der weiteren Qual so entrinnen doch es gelingt mir nicht da steht sie wieder vor mir..mein Stern...
Ein Altar unter einem Bogen aus silbernen Blüten, eingerahmt von Felsen und Blumen.. eine Hochzeit. Der Dieb und die Ausreißerin, ist es ihre Hochzeit? Er fast schlicht gekleidet hat nur Augen für sie gekleidet in einen Traum aus Sternen und Licht, ein Kleid wie es niemals mehr ein zweites geben kann und doch verblasst es gegen das Strahlen ihrer Augen. Ihre Augen treffen sich und lassen sich nicht mehr los, ihre Arme umwunden durch das Band welches sie mit eigenen Händen geflochten und das sie noch mehr vereint hat. Ja sie sind eins, gehören zusammen wie Licht und Schatten, was kann sie jemals trennen? Ihre Augen strahlen noch immer als sie mich anblickt und zärtlich sagt: „Komm nach Hause, Arsen...“
Ich will nach ihr greifen, sie zu mir holen, doch sie entfernt sich immer mehr, ich will ihr nach, zu ihr und wenn ich für immer in dieser Welt gefangen bleiben, hier ist sie noch bei mir aber ich kann sie nicht erreichen und gequält rufe ich nach ihr....
Ein Schrei durchfährt das Labyrinth und alles was dort unten lebt erstarren, so voller Qual und Angst ist jener Schrei. „SELINA!“. Während er schreit fährt der Mann auf seinem kargen Lager auf, schweißgebadet, die Haare wirr, sein Herz rast und doch ist er jenem Alb entronnen der ihn mit sich zu ziehen drohte. Die Hände vor das Gesicht schlägt er vor Verzweiflung, den Brief nun spürend den er in der Hand hält und der seine ganze Hoffnung ist. War sie es die ihm diesen Traum geschickt hat, war es das was sie ihm zeigen wollte? Oder war sie in seinen dunklen Träume gekommen, um ihm das Licht zu bringen das ihn nach Hause führte? Was immer es auch war, es sollte ihn an die Worte erinnern die er sooft nun gelesen hatte und in denen alle Hoffnung für die Zukunft lag...
Ich liebe dich über alles , Arsen, aber bitte lass mir Zeit
Ich bin gefangen – gefangen in einer kalten, düsteren Welt, eingehüllt in einen schweren, schwarzen Nebel aus dem ab und zu die kargen Äste vermoderter Bäume hervorragen.
Ich bin verloren – verloren in jener Welt, die abseits der unseren zu existieren scheint, in der heulende und jammernde Schatten um mich herum im Nebel verborgen sind und aus der ich keinen Weg mehr herausfinde, verloren in meinen eigenen Träumen.
Ich werde gejagt – gejagt von den Schatten all jener die durch meine Hand den Tod fanden, ich höre ihr triumphierendes Heulen, sie haben die Fährte aufgenommen und folgen nun meiner Spur, das Schleifen ihrer Schritte ist schon zu hören, so nahe sind sie mir schon. Ich bin am Ende meiner Kraft, will auf sie warten damit es endlich vorbei ist, finde ich doch ohnehin niemals den Weg zurück, und doch beginne ich zu laufen, so als hätten meine Beine einen eigenen Willen. Ich will rufen, nein schreien sie sollen aufhören, sollen stehenbleiben damit ich es hinter mir habe, aber meine Lippen scheinen versiegelt, kein Laut kommt über sie und so haste ich weiter durch den Nebel bis ich spüre das mich etwas mit unheimlicher Macht zu einer Stelle zieht an der ein helles Licht den Nebel vertreibt. Für einen Augenblick bin ich geblendet, dann verliert die Helligkeit ihren Schrecken und dann sehe ich...
Wind peitscht den Regen durch die Straßen, wo zwei Menschen unaufhaltsam auf einander zu streben, nur noch eine Häuserecke trennt die beiden, der Dieb und die Ausreißerin. Den Kopf gesenkt um sich vor dem beißenden Wind zu schützen, der ihre langen, blonden Haare wie einen dichten Vorhang vor ihr Gesicht geweht hat, biegt sie nun um die Ecke und stößt mit ihm zusammen. Zufall? Gibt es so etwas wie Zufälle oder ist doch alles im Buch des Schicksals so vorhergesagt? Blicke werden getauscht, sie kommen ins Gespräch und bald zieht er sie mir sich um sie dem Regen zu entreißen, sie sträubt sich noch, folgt nur mit viel Widerwillen und aber sie folgt ihm. Nun dreht sie ihren Kopf und sieht mich an, so als könnte sie mich in den Schatten dieser unwirklichen Welt sehen, sie lächelt mich an und formt mit den Lippen die Worte: „Folge dem Licht!“ … Selina!
Helligkeit weicht, ich bin wieder in den schwarzen Nebel gehüllt, in dem wieder sie Schritte meiner Verfolger zu hören sind. Doch halt, nicht völlig dunkel ist es, ein mattes Leuchten, gleich dem Flackern einer Kerze, scheint mir den Weg weisen zu wollen. Zeigt mir mein Stern so den Weg zurück, sie, die ich verloren habe? Schon haste ich weiter, weg von den Schritten, folge dem Licht durch die Dunkelheit.. wohin mag es mich führen? Arme greifen nach mir, hasserfüllte Augen folgen meinem Weg und doch scheine ich geschützt, geschützt durch Selinas Licht das mich zu einem neuen Ort führt, auch er in helles Licht getaucht wie der letzte und wieder sehe ich sie....
Eine Taverne, so wie es unzählige davon in ebenso unzähligen Orten gibt, umher eilende Bedienstete, missmutig die Wünsche der Gäste erfüllend, es ist schon spät am Abend. Der Dieb und die Ausreißerin, wieder sind sie Teil des Geschehens, auch wenn sie älter geworden sind und sich verändert haben. Seine Augen wachsam nun, hart und kalt, die ihren voller Melancholie und scheinbar leer, trauernd um etwas , das sie vor langem verloren hat. Er beobachtet sie und ein kleines, warmes Lächeln huscht über seien Lippen, brechen die Kälte seines Blickes, sie bemerkt es und nur eine kleine Bemerkung von ihm genügt und das Glas entgleitet ihren Händen, sie erkennt ihn und auch wenn Unverständnis sich in ihren Augen breitmacht, die Leere weicht, vorbei die Traurigkeit, das Leben kommt zurück.....
Wieder stehe ich im dunklen Nebel und reibe mir über die Augen. Mein Atem geht schnell, was geschieht hier nur, narrt mich ein Alb? Es kann nicht meine Selina sein, ich hab sie verloren, verloren in dem Augenblick als sie von Bord gespült wurde. Nur noch ein Fremder bin ich für sie, ein Fremder vor dem sie zurück zuckt, wenn er nur den Versuch macht sie zu berühren. Warum ist sie hier, zeigt mir durch ihr Licht den Weg? Will sie sich an meiner Verzweiflung laben, verfolgt sie amüsiert meine ärmlichen Versuche zu entkommen? Mein Kopf will zerplatzen, ich hämmere mit den Fäusten gegen meine Schläfen... ist dies schon der Wahnsinn der mich umfängt? Selina, warum das alles, warum musste es soweit kommen? Aber ich finde keine Antworten aus meine Fragen sondern haste weiter, flüchte vor den Bildern die ich gesehen und laufe doch nur einem weiteren hellen Licht entgegen. Ich will die Augen schließen, will der weiteren Qual so entrinnen doch es gelingt mir nicht da steht sie wieder vor mir..mein Stern...
Ein Altar unter einem Bogen aus silbernen Blüten, eingerahmt von Felsen und Blumen.. eine Hochzeit. Der Dieb und die Ausreißerin, ist es ihre Hochzeit? Er fast schlicht gekleidet hat nur Augen für sie gekleidet in einen Traum aus Sternen und Licht, ein Kleid wie es niemals mehr ein zweites geben kann und doch verblasst es gegen das Strahlen ihrer Augen. Ihre Augen treffen sich und lassen sich nicht mehr los, ihre Arme umwunden durch das Band welches sie mit eigenen Händen geflochten und das sie noch mehr vereint hat. Ja sie sind eins, gehören zusammen wie Licht und Schatten, was kann sie jemals trennen? Ihre Augen strahlen noch immer als sie mich anblickt und zärtlich sagt: „Komm nach Hause, Arsen...“
Ich will nach ihr greifen, sie zu mir holen, doch sie entfernt sich immer mehr, ich will ihr nach, zu ihr und wenn ich für immer in dieser Welt gefangen bleiben, hier ist sie noch bei mir aber ich kann sie nicht erreichen und gequält rufe ich nach ihr....
Ein Schrei durchfährt das Labyrinth und alles was dort unten lebt erstarren, so voller Qual und Angst ist jener Schrei. „SELINA!“. Während er schreit fährt der Mann auf seinem kargen Lager auf, schweißgebadet, die Haare wirr, sein Herz rast und doch ist er jenem Alb entronnen der ihn mit sich zu ziehen drohte. Die Hände vor das Gesicht schlägt er vor Verzweiflung, den Brief nun spürend den er in der Hand hält und der seine ganze Hoffnung ist. War sie es die ihm diesen Traum geschickt hat, war es das was sie ihm zeigen wollte? Oder war sie in seinen dunklen Träume gekommen, um ihm das Licht zu bringen das ihn nach Hause führte? Was immer es auch war, es sollte ihn an die Worte erinnern die er sooft nun gelesen hatte und in denen alle Hoffnung für die Zukunft lag...
Ich liebe dich über alles , Arsen, aber bitte lass mir Zeit