Ein lauter Schrei ging durch die düstere Ruine. Vögel stoben entsetzt in den Himmel, ebenso flohen die Tiere am Boden. Sie wollten weg. Jahre lang war dieser Ort zwar düster gewesen, aber nie war ein Mensch in diese Wildnis vorgedrungen und jetzt? Erst war vor ein paar Wochen diese Gruppe hier eingezogen, düstere Gestalten, mit rauen und lauten Stimmen. Doch auch daran hatten sich die Waldbewohner gewöhnt und ließen sich von ihrer Heimat nicht vertreiben.
Doch jetzt war noch jemand dazu gekommen und brachet unruhe in die neue Ordnung. Leise fast schattenhaft bewegte sich diese Person durch die eingetsürzten oberen Räume. Sie schien genau zu wissen, wo sie hin wollte, obwohl sie noch nie dagewesen sein konnte.Schnell war sie im unteren, größten Teil unzerstörten Teil der Ruine. Vollkommene Dunkelheit schlug ihr entgegen, doch sie entzündete keine Fackel. Sie schien immernoch ganz genau zu wissen, wo sie hinwollte. Und tatsächlich, fand sie den Ort, den sie suchte.
Eine Tür, die bisher den anderen verborgengeblieben war., öffnete sich nach kurzen Tasten in der Wand. Schnell huschte die Frau ins Innere des Raumes und schloss die Tür wieder. Im inneren des Raumes herschte etwas Licht udn so brauchte sie einen Moment um wiede retwas erkennen zu können. Ja si ewar richtig. Es stimmte alles mit den Beschreibungen überein. An den Wänden waren in regelmäßigen Abständen leuchtend eKristalle angebracht worde, die sich mit den Jahren vermehrt hatten. Doch so schön die Kristalle auch anzuschauen waren, sie weckten nicht das Interesse der Frau. Deren Interesse galt einer uck uSchloss war eine kleine unscheinbare , schwarze Plakette mit einem einzelnenen Buchstaben eingraviert. Fast erfürchtig strich die Frau über die Truhe und die Plakette. Erst dann witmete sie sich dem Schloss.
Ja hier war sie richtog, sie spürte es ganz deutlich. Hier war das, was sie suchte, wonach sie ausgeschickt worden war, es zu finden. Doch wie sie es geahnt hatte, dass Schloss war sogar für sie kniffelig. Jeodch war es genau die Herausforderung, die sie anspornte. Und so knackte das Schloss letzten endes doch und der Deckel konnte geöffnet werden. Sie wollte ihn gerade zurück schieben, als sie die Hand zurückzog. Nein das war zu einfach, lediglich das Schloss zu öffnen. Sie entfernte sich etwas von der Truhe. Noch einmal musterte sie diese eingehend. Ging wiede rnäher heran und untersuchte die ganze Truhe noch einmal genau. Und tatsächlich unter der Plackette war ein hauchdünner Draht. Leider konnte sie den Mechanismus dahinter nicht erkennen. Vorsichtig entfernte sie die Plakette ohne den Draht zu berühren, oder gar stark zu erschüttern. Doch auch das entstandene Loch konnte ihr keinen Einblick gewären. Das durfte doch nicht wahr sein,so kurz vorm Ziel und dieser Draht, verweigerte ihr grade den Erfolg.
Sie blickte sich etwas ratlos um und horchte, auf die Geräusche in dem Gewöbe. War da nicht jemand im Gang? Sollte das die Lösung sein?
Lautlos shclich sie zur Tür zurück, und öffnete sie ebenso lautlos. Nahc kurzem Überlegen hatte sie auch die Richtung ausgemacht aus der das Geräusch gekommen war. Leichtes flackern, einer fackel war dort zu sehen. Nach wneigen Schritten, war sie so nahe, dass sie die Person sehen konnte. Ein Mann, nicht der größte, aber sicherlich auch nicht der leichteste. Sie schlich sich hinter ihm und hielt ihm in einer fließenden Bewegung einen Dolch an den Hals und Ihre Krallenmesser in die Rippen.
Der Mann wusste kaum, wie ihm geschah, da wurde er auch shcon nach hinten gezogen. Als er sich von dem Schreck erholt hatte, versuchte er sich aus dem Griff zu befreien, um sich zu shclagen und zu schreien. Doch der Dolch an seinem Hals, sollte nicht dazu diehnen ihn zu töten, nein der drückte seinen Kehlkopf zu und je mehr er sich wehrte, desto stärker wurde der Druck und so kam nru ein Krächzen aus seinem Mund. Allerdings, hatte er darüber die Messer in seinen Rippen nicht vergessen, denn die gruben sich unbarmherzig in seine Haut und waren so plaziert, dass sie durch die Rippen hindurch bohren konnten. Und bei dem Druck, war dem Mann klar, dass hier durchaus auch sein Tod in Frage kam. Langsam wurde er zur Wand gezogen. Doch gerade als er dachte sie gehen nur zu der Wand öffnete sich DIE Wand. Nun wurde der Mann aufmerksamer. Hatten sie doch alles abgesucht nach versteckten Türen udn fallen, doch diese Tür war ihnen verborgen geblieben. Doch er hatte keinen Hebel gesehen oder ähnliches. Doch wer immer ihn angegriffen hatte, schien die Geheimnisse dieses Ortes zu kennen. Er musste diese Person überwältigen, koste es was es wolle. Er wurde in seinen Überlegungen unterbrochen und in den Raum gestoßen. Schnell drehte er sich um. Die Tür schloss sich grade, doch er sah niemanden. Er nutze die Gelegenheit und blickte sich um. Da stand eine große Truhe und sie schien noch vershclossen zu sein. Die gefahr hinte rihm vergessend näherte er sich der Truhe und fand sie unverschlossen. Was er anhand der herausgebrochenen Plakette schloss. Gier machte sich in ihm breit und er wollte die Truhe öffnen. Doch ein letzter Rest verstand war ihm noch geblieben. Die Person, die ihn hergebracht hatte. Er drehte sich um und suchte sie. Langsam tastete er dabei nach einem Dolch, denn alle anderen Waffen hatte er abgelegt. Immerhin hatten sie ja Wachen aufgestellt und so wähnten sie sich im Inneren der Ruine sicher. Doch was war das? Da wo sein Dolch sonst saß, war er nicht. Statt dessen hörte er ein leises Zischen. Weder als männlich noch weiblich zu identifizieren. " Sucht ihr den hier?" Und neben ihm in der Wand shclug sein Dolch ein. Er wollte ihn gerade aus der Wand ziehen, als er mehrere Klingen auf sich gerichtet sah. Doch er sah noch etwas anderes. Unter der Schwarzen Kaputze seines Gegenübers, blitzten eisige, grüne Augen hervor. Die Silhuette war eindeutig die einer Frau, zudem einer eher zierlich wirkenden Frau. Jetzt sah sie ihn direkt an. Unter der Kaputze sah ein fahles, eingefallenes, mit einigen Kratzern versehenes, Gesicht hervor. Sicher, war dieses Gesicht einmal das Gesicht einer schönen, jungen Frau, doch in diesem Zustand, konnte er ihr Alter nicht schätzen. Der rest ihrer Gestallt war in Eeinen Umhang gehülltt udn nicht zu erkennen.
"Was sucht ihr hier?" Die Frage kam unerwartet, doch sehr bestimmt und fast so eisig anzuhören, wie die Augen ihn anblickten. Er sah gar nicht ein ihr eine Antwort zu geben. Mit dieser Person sollte er doch spielend fertig werden. Er zog mit einem Ruck seinen Dolch aus der Wand und wollte die Frau angreifen. Doch er hatte sie unterschätzt. Blitzshcnell hatte sie ihm den Dolch aus der Hand geschlagen und ihre Krallenhandschuhe, wieder Schmerzhaft in seine Rippen und an seinem Hals. "Rede". Er stammelte etwas von verlorenen Schätzen, die man hier vermutet. Doch das genügte ihr nicht. Weiter bohrten sich die Klingen in seine Haut. Und er erzählte ihr noch etwas von einer Legende von einem dunklen Kult. Und dieser Kult sollte hier, wertvolle und mächtige Sachen versteckt haben.
Sie lachte. Was ihm ein Schauer durch den Körper gehen lies. Doch sie sagte nichts weiter. Er sah nur ein kleines Wappen an ihrem Hals, was ihren Umhang zusammen hielt. Das hatte er hier doch shcon einmal gesehen. Doch er konnte es nachwie vor nicht deuten.
Ein schwarzer Grund mit einer Schwarzen Gravur. Und nur beim genauerem Hinsehen, konnte man in dem Dunkel etwas silbriges erkennen. Doch er glaubte kaum, dass er hier eine Antwort erhalten würde. " Nun ihr wollt Schätze? Dann nehmt sie euch". Sie zeigte mit dem Kopf auf die Truhe und zog die Klingen zurück. Verwirrt blieb er da wo er war udn rührte sich nicht von der Stelle. Doch auch das war ein Fehler. " Aufmachen" zischte sie, jetzt allerdings aus einiger Entfernung. " Versucht gar nicht erst zu entkommen, von hier gibt es nur einen Ausgang und ihr wisst nicht, wie ihr die Tür aufbekommt. Wenn irh mich angreifen wollt,werdet ihr hier dennoch sterben." Diese Wahrnung war verständlich und so siegte die Gier in ihm wieder, wohl ahnend, dass etwas mit der Truhe nicht stimmte.
Er ging vorsichtig zur Truhe und öffnete langsam den Deckel. Im gleichen Augenblick, wo der Deckel angehoben wurde, schrie der Mann auf. Eben jener Schrei, der die Tiere verscheuchte. Aus der Truhe kam Säure hervor, auf sein Gesicht und seine Hände und verätzte ihm die Haut. Doch damit nicht genug. Unter der Truhe kamen noch Klingen hervor und Borten sich in seine Beine. Von hinten hörte er ein leises, "oh die hätte ich euch allerdings ersparen können" Erblindet und von Schmerzen gequält brach er neben der Truhe zusammen udn die Frau stieg vorsichtig über ihn hinweg und blickte kurz in die Truhe. Nein mit mehr Fallen war nicht zu rechnen. Sie besah sich dann den Inhalt genauer und nahm schnell die vier Kästchen heraus udn verstaute sie sorgfältig. Sie seufzte und blickte auf den am Bodenliegenden Mann. Ein Schulterzucken und sie öffnete die Tür. Der Rückweg würde schwieriger werden, als es der Hinweg schon war. Der Schrei dieses Mannes hatte wahrscheinlich alle alamiert. Naja ein paar mehr oder weniger wären jetzt auch egal. Sie bewegte sich dennoch lautlos durch den Gang, doch wie zu erwarten war, waren dei anderen dieser Bande bereits auf dem Weg in die Gewölbe. Allerdinsg aus der anderen Richtung und so sahen sie zuerst ihren Entstellten Kollegen vor der offenen Truhe. Die Frau hatte gar nicht erst eingesehen, die Tür wieder zu verbergen, hier gab es ja nun nichst mehr, was sich zu verbergen lohnt. Doch der Mann war noch nicht tot udn so wussten sie shcnell, dass es nru eine Frau war. Und liefen los. Sie sahen noch den Schatten an der Wand entlang huschen. Lärmend ranten sie los. Doch womit sie nicht gerechnet hatten, war das die Frau sich ebenso schnell in eine nische geduckt hatte. Von Hinten schlich sie sich jetzt wieder an die Leute heran. Leider waren sie noch nicht an dem aufgang vorbei. So folgte sie einen Moment udn beobachtetet was geschehen wird. Am Aufgang ließen sie zwei zurück und liefen weiter. An den ersten der beiden konnte sie sich heranschleichen und ihm von hinten ihre Klingen in die Nieren und durch die Rippen zu jagen. De rzweite würde eher probleme machen. Als sein Kamerade zusammen brach, zuckte er sofort ihr ewaffen udn griff dei Frau an. Die meisten schläge konnte sie abwehren, jedoch konnte sie nicht alle abwehren udn ein hieb traf sie in die Schulter. SIe zog die Luft ein. Doch dieser Schlag, war der der ihr Blut zum Kochen brachte. Wie im Rausch schlug sie zu und schnitt ihm binnen weniger Sekunden den Hals auf. Ein letzter Blick, der ihr sagte, dass beide noch lebten, aber dennoch langsam dem Tod näher kamen. ohne weitere Zeit zu verlieren lief sie nach oben und bahnte sich ihren Weg nach draußen. Den anderen Wachen konnte sie aus dem Weg gehen und verließ die Ruinen, wobei sie jedoch darauf achtetet keine Spuren zu hinterlassen.
Kurze Zeit Später war sie an ihrem Unterschlupf angekommen. Sie war müde. So unendlich müde. Aber gefühlt war sie auch shcon seit Jahren unterwegs. Und ebenso lange shcon allein. Von Ihrem Mann war sie während eines Sturms getrennt worden. Sie hatte sich nicht auf dem wackeligen Boot halten können und war ins Wasser gezogen worden. Erschöpft und frustriert war sie ans Land gekommen udn hatte ewig gebraucht um sich zu orientieren, wo sie war. Wertvolle Zeit war ihr verloren gegangen, doch zu erst musste sie ihre Suche fortsetzen, bevor sie ihren Mann suchen konnte. Ihre Tochter war zum Glück weit von allen entfernt und in Sicherheit. Sie hatte das meiste verloren, was sie bei sich getragen hatte. Geblieben waren irh nur ihre Waffen udn ihre Ausrüstung. Doch sie hatte shcon wneiger bessen. Und war durchaus zurecht gekommen. Nun hatte sie ihren Auftrag ausgeführt und eigentlich war es an der Zeit an Heimkehr zu denken. Doch wollte sie überhaupt zurück? Was würde sie zu Hause erwarten? Sie hatte wenig Hoffnung auf ein wiedersehen mit Mann udn Kind. Und dennoch musste sie noch etwas zu End ebringen, eh sie sich auf die Suche machen konnte. Sie legte ihr Bündel dennoch ersteinmal zur Seite, wobei sich schmerzhaft ihre Schulter meldete. Dieser Bastart. Sie fluchte leise vor sich hin udn schälte sich Mühsam aus der Lederrüstung um die Schulter zu verbinden. Verflucht soll er sein. Sie hatte zwar gelernt alleine zurecht zukommen, doch eine Schulter alleine zu versorgen, war schon eien Herausforderung für sich. Doch irgendwie klappte es, zumindest dass die Wunde gereinigt und verbunden war. Danach suchte sie ihre wenigen Sachen zusammen, ließ zurück, was sie nicht mehr brauchte. Das meiste,w as sie zurückließ hatte sie eh auf dem Weg hierher von anderen Leuten genommen, endweder gestohlen, oder abe rder Besitzer hatte keinen Bedarf mehr an diesen Sachen, weil er irgendwo tot im Wald lag. Während sie ihre Sachenzusammen suchte, fragte sie sich, was aus ihr geworden war. Aus einer ausreißerin, war eine Diebin und Schalatanin geworden. Doch aus dieser war mit der Zeit eine berechnende Mörderin geworden, teils sogar Assasine. Denn der ein oder andere Mord, war ihr gut bezahlt worden. Wo war die Zeit geblieben, wo sie unbeschwert auf Schatzsuche gegangen war udn ihre Gegner, Dämonen, Monster und der ewige gerechte Glaube der Bruderschaft waren. Sie war alt geworden, müde und verfallen. DIe letzten Monate hatten mehr an ihrer Kraft gezerrt als, sie sich eingestehen wollte. Doch wie sehr sollte sie erst noch zu spühren bekommen. Denn der Heimweg war weit. Zwar brauchet sie nru eine Woche bis zum nächsten Hafen, doch selten nru kam sie an behausungen vorbei udn so war sie mehr oder wneiger auf Feld und Wiesenfrüchet angewiesen. Doch sie hatte glück. Am selben Tag lief noch ein Schiff in ihre Heimat aus. Doch der Kapitän, war der Meinung, dass sie die Fahrt nicht bezahlen konnte, geschweige denn überleben würde. Nun um das Geld brauchet sie sich keine Gedanken zumachen, davon hatte sie mehr als genug. Und das andere sollte nicht seine sorge sein. Und so wurde man sich letzten endes doch einig. Sie war an Bort. Die überfahrt war zu ihrem Glück ruhig und ohne STurm udn so lief sie einige Wochen später im Hafen von Bajard ein.
Ja es hatte sich einiges verändert, doch den den weg zu ihrem Ziel kannte sie dennoch noch sehr gut. Und so kam es dass sie an eine Tür klopfte. Verhüllt und zur unkenntlichkeit verändert. Ihre eins goldblonden Haare, war grau vor Schmutz und vielleicht sogar wirklich ergraut durch die letzet Zeit. Als die Tür sich öffnete wurde direkt eine klinge auf sie gerichtet, Ja sie war unerkannt. Doch sie wusste, dass sie richtig war. Doch sie schob die Maske nicht aus dem Gesicht wozu auch. Wenn sie es wollte, würde er sie shcon erkennen. Und wenn nicht war es auch egal. Sie hatte vorher lange geübt, alle Verbindungen abzubrechen, so das sie ungetsörrt und ungefunden ihren Auftrag erfüllen konnte. Und so stand sie jetzt ebenso vor der Tür. Es war bereits dunkel, sie war nur noch ein Schatten vor ihm. Und so traf sie die Klinge etwas unvorbereitet. Schmerzen rasten durch ihren Körper, als ob sie regelrecht zerschnitten wurde. Was sie jedoch nicht mehr wahrnahm, war dass keine Klinge sie berührt hatte. Sie war einfach vor Erschöpfung und Schmerz zusammen gebrochen. Im Fallen öffnete sich ihr Umhang und gab das zerissene Wams und die darunter liegenden Tätowierungen frei.
Heimkehr oder doch nur ein kurzes Gastspiel?
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Es war wie ein innerliches zucken.
Schon die letzten Tage spürte er merkwürdige Präsenzen. Erst glaubte er, es läge an dem ungeborenen Kinde in Verdanias Bauch, dann, dass auch Arsens Rückkehr diese komischen Gefühle in ihm aufleben liess.
Er wurde vorsichtiger, er behielt alels genau im Auge, ging immer seltener Waffenlos aus dem Haus.
Er kannte die Tricks des Verräters, jener Pein, die einst dafür sorgte, dass all jene Ahnen den grausamen Tode fanden.
Er wusste um seine Gerissenheit, wusste, dass er eine schwangere Frau mit einem Schatten als leichte Beute ansah.
Doch er glaubte, er wäre vernichtet, ja, er war sich mehr als sicher. Und dennoch. überraschte er mehr als einmal mit einer Rückkehr...so hinterrücks wie er war, als jede Gestalt, die ihm entgegen kommen könnte.
Die Anspannung stieg an jener Nacht, er bemerkte, wie etwas näher kam, innerlich sah er eine schemenhafte Gestalt, dessen Sillhouetten ihn bekannt vor kam.
Doch es mochte Täuschen, ja, es war, als wären Gang und Gesten eine andere.
Sie näherte sich, es klopfte und er erhebte sich schnell, sprach klare Worte an seine geliebte Verlobte, sie solle nicht zur Tür gehen.
Er lehnte sich an das alte, massive Holz, drückte sein Ohr an die Tür und lauschte.
Doch nicht nur physisch wollte er wissen, wer auf der anderen Seite stand, nein, auch innerlich versuchte er sich ein Bild zu machen.
Es war eine Person, die er lange nicht mehr sah...jemand, den er am Tage davor schwor zu suchen.
War das wirklich Zufall? Dass Arsen ihm um Hilfe bittet, vor Angst um seine Frau und eben jene dann einige Tage später vor seiner Tür steht?
Sicher, möglich war alles. Doch ein Risiko würde er nicht eingehen.
So riss er die Tür auf, die Klinge gen der Gestalt gestreckt, bereit, auch nur bei einem Wimpernzucken, den Körper zu durchbohren.
Doch auch dies erledigte sich, als jener verhüllte Körper leblos zusammen sackte, gerade noch so von Malachai aufgefangen werden konnte.
Sicher, vorsicht ist besser als Nachsicht. Dennoch war er kein Freund davon, sich zu irren, gar Fehler so machen zu lassen.
Würde gerade in dieser Situation eben jene Leben kosten können.
So trug er den lebloswirkenden Körper hinein, Verdanias fragende Blicke durchbohrten ihn förmlich und wurde nicht minder weniger, als er ihr seine Klinge in die Hand drückte und vermerkte, bereit zu sein.
Er entriss der Person die Robe, blickte auf das blonde Haar und die geschlossenen Augen von Selina.
Ja...äusserlich war Sie es...keine Frage.
Doch wer steckte wirklich in ihr?
Er musste nicht lange suchen, um den Grund des körperlichen zerfalls und des nahen Todes zu entdecken.
Eine tiefe, dicke Wunde an ihrer Schulter war der Übeltäter. Er schnitt vorsichtig den Stoff von eben jener Wunde ab und konnte direkt schon sehen, was er befürchtete.
Das schwarze Blut befiel nicht nur das faulende Fleisch, auch eben jene Blutsvehnen waren schon benetzt.
Er schüttelte den Kopf und seufzte. Was hatte seine alte Freundin bloß getan, dass die Konsistenz so gewachsen war?
So begann er, faulendes Fleisch vorsichtig mit einem Dolch abzutrennten, Blutungen zu stoppen und eine Tinktur drauf zu geben, die eine Infektion verhindern soll.
Doch mehr zog er eine Phiole hervor, die mit einer schwarzen, dickflüssigen Flüssigkeit befüllt war.
Ein geschultes Auge würde erkennen, dass es die Konsistenz von Blut hatte. Doch nur er wusste, dass eben jenes sein eigenes war.
Er musste die Ausbreitung verhindern...solange, bis Selina bei klaren Gedanken und ruhigen Momenten war, dass es von selbst zurück ging.
Es war ein altes Lehrmittel, was nur Schattenlords wussten...das ihr Blut...was vom Fünften Ursprung...vom Ersten von allen stand, die Macht hat, anderes aufzuhalten, gar einzunehmen und sich selbst aufzulösen.
Er hatte es nie benutzt...er war sich nicht einmal sicher, ob es funktionieren würde...doch anhandf der Aufzeichnungen, werden es Schmerzen sein, die Selina überstehen muss, bis ihr Körper wieder der alte war.
So verteilte er jene in der Wunde, ehe er Sie bandagierte, nur von hinten Verdanias Reaktionen mitbekommend, ehe er die Hand auf Selinas Hals legte, ihr eine Flüssigkeit in den Mund tropfen liess und direkt, als Sie erwachte, der Griff um den Hals fester wurde.
Mag sein, dass Sie wirklich die ist, von der er glaubte, nein hoffte, Sie wäre es...dennoch...seinen Beweis bekam er nicht.
So stellte er ruhig, doch bestimmend eine einfache Frage...betend, Sie würde Sie beantworten und als leise, mit einem Lächeln der Name ihrer Tochter...seines Patenkindes über ihre Lippen kam, liess er vom Griff ab und atmete einmal durch.
Sie war es....Sie war zurückgekehrt....Selina...
Doch dies war nur der Beginn von einem langen Schauspiel...dessen war sich Malachai sicher...wissend...Sie brauchte Ruhe...ehe Sie wieder in ihr altes Leben treten konnte.
Schon die letzten Tage spürte er merkwürdige Präsenzen. Erst glaubte er, es läge an dem ungeborenen Kinde in Verdanias Bauch, dann, dass auch Arsens Rückkehr diese komischen Gefühle in ihm aufleben liess.
Er wurde vorsichtiger, er behielt alels genau im Auge, ging immer seltener Waffenlos aus dem Haus.
Er kannte die Tricks des Verräters, jener Pein, die einst dafür sorgte, dass all jene Ahnen den grausamen Tode fanden.
Er wusste um seine Gerissenheit, wusste, dass er eine schwangere Frau mit einem Schatten als leichte Beute ansah.
Doch er glaubte, er wäre vernichtet, ja, er war sich mehr als sicher. Und dennoch. überraschte er mehr als einmal mit einer Rückkehr...so hinterrücks wie er war, als jede Gestalt, die ihm entgegen kommen könnte.
Die Anspannung stieg an jener Nacht, er bemerkte, wie etwas näher kam, innerlich sah er eine schemenhafte Gestalt, dessen Sillhouetten ihn bekannt vor kam.
Doch es mochte Täuschen, ja, es war, als wären Gang und Gesten eine andere.
Sie näherte sich, es klopfte und er erhebte sich schnell, sprach klare Worte an seine geliebte Verlobte, sie solle nicht zur Tür gehen.
Er lehnte sich an das alte, massive Holz, drückte sein Ohr an die Tür und lauschte.
Doch nicht nur physisch wollte er wissen, wer auf der anderen Seite stand, nein, auch innerlich versuchte er sich ein Bild zu machen.
Es war eine Person, die er lange nicht mehr sah...jemand, den er am Tage davor schwor zu suchen.
War das wirklich Zufall? Dass Arsen ihm um Hilfe bittet, vor Angst um seine Frau und eben jene dann einige Tage später vor seiner Tür steht?
Sicher, möglich war alles. Doch ein Risiko würde er nicht eingehen.
So riss er die Tür auf, die Klinge gen der Gestalt gestreckt, bereit, auch nur bei einem Wimpernzucken, den Körper zu durchbohren.
Doch auch dies erledigte sich, als jener verhüllte Körper leblos zusammen sackte, gerade noch so von Malachai aufgefangen werden konnte.
Sicher, vorsicht ist besser als Nachsicht. Dennoch war er kein Freund davon, sich zu irren, gar Fehler so machen zu lassen.
Würde gerade in dieser Situation eben jene Leben kosten können.
So trug er den lebloswirkenden Körper hinein, Verdanias fragende Blicke durchbohrten ihn förmlich und wurde nicht minder weniger, als er ihr seine Klinge in die Hand drückte und vermerkte, bereit zu sein.
Er entriss der Person die Robe, blickte auf das blonde Haar und die geschlossenen Augen von Selina.
Ja...äusserlich war Sie es...keine Frage.
Doch wer steckte wirklich in ihr?
Er musste nicht lange suchen, um den Grund des körperlichen zerfalls und des nahen Todes zu entdecken.
Eine tiefe, dicke Wunde an ihrer Schulter war der Übeltäter. Er schnitt vorsichtig den Stoff von eben jener Wunde ab und konnte direkt schon sehen, was er befürchtete.
Das schwarze Blut befiel nicht nur das faulende Fleisch, auch eben jene Blutsvehnen waren schon benetzt.
Er schüttelte den Kopf und seufzte. Was hatte seine alte Freundin bloß getan, dass die Konsistenz so gewachsen war?
So begann er, faulendes Fleisch vorsichtig mit einem Dolch abzutrennten, Blutungen zu stoppen und eine Tinktur drauf zu geben, die eine Infektion verhindern soll.
Doch mehr zog er eine Phiole hervor, die mit einer schwarzen, dickflüssigen Flüssigkeit befüllt war.
Ein geschultes Auge würde erkennen, dass es die Konsistenz von Blut hatte. Doch nur er wusste, dass eben jenes sein eigenes war.
Er musste die Ausbreitung verhindern...solange, bis Selina bei klaren Gedanken und ruhigen Momenten war, dass es von selbst zurück ging.
Es war ein altes Lehrmittel, was nur Schattenlords wussten...das ihr Blut...was vom Fünften Ursprung...vom Ersten von allen stand, die Macht hat, anderes aufzuhalten, gar einzunehmen und sich selbst aufzulösen.
Er hatte es nie benutzt...er war sich nicht einmal sicher, ob es funktionieren würde...doch anhandf der Aufzeichnungen, werden es Schmerzen sein, die Selina überstehen muss, bis ihr Körper wieder der alte war.
So verteilte er jene in der Wunde, ehe er Sie bandagierte, nur von hinten Verdanias Reaktionen mitbekommend, ehe er die Hand auf Selinas Hals legte, ihr eine Flüssigkeit in den Mund tropfen liess und direkt, als Sie erwachte, der Griff um den Hals fester wurde.
Mag sein, dass Sie wirklich die ist, von der er glaubte, nein hoffte, Sie wäre es...dennoch...seinen Beweis bekam er nicht.
So stellte er ruhig, doch bestimmend eine einfache Frage...betend, Sie würde Sie beantworten und als leise, mit einem Lächeln der Name ihrer Tochter...seines Patenkindes über ihre Lippen kam, liess er vom Griff ab und atmete einmal durch.
Sie war es....Sie war zurückgekehrt....Selina...
Doch dies war nur der Beginn von einem langen Schauspiel...dessen war sich Malachai sicher...wissend...Sie brauchte Ruhe...ehe Sie wieder in ihr altes Leben treten konnte.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Gast
Es war einige Monate her, seit sie vor Malachais Tür zusammen gebrochen
war. ihre Wunden waren verheilt und so langsam hatte sie ihr früheres
Aussehen zurück erlangt und doch hatte sie ihre innere Ruhe noch nicht
zurück erlangt. Sie schreckte Nachts immer noch schweißgebadet aus dem
Schlaf hoch und wurde von Alpträumen geplagt.
Ihr Gewissen spielte ihr streiche. Sie sah immer wieder diejenigen, die
durch ihre Hand ihr leben ließen, auch wenn die meisten dieses Schicksal
durchaus verdient hatten. Doch sie gab sich nach Außen so normal wie
möglich. Sicher wusste sie, dass Malachai sie kritisch beobachtete und auch
wusste, dass sie Alpträume hatte. Doch sie wollte nicht darüber reden, sie
wollte vergessen. Einfach nur vergessen.
Auch Arsen war sehr bemüht sich um sie zu kümmern, doch irgendwie hatte ihre
letzte Reise eine Kluft zwischen ihnen geöffnet. Sie wusste nicht warum,
aber sie hatte das Gefühl sich meilenweit von ihm entfernt zu haben. War sie
ihm gar ähnlicher geworden in den letzten Monaten?
Sie hatte ihm wenig erzählt, was sie erlebt hatte und irgendwie verspürte
sie auch keinen Drang das zu tun. Es zerrte an ihr, sie verlor wieder
Gewicht und zog sich mehr und mehr in sich selbst zurück. Immer die
kritischen Augen im Rücken. Immer beobachtet. Und sei es nur gefühlt
gewesen. Aber sie wurde zu Sehens wieder zu dem Schatten der sie war, als
sie ankam.
Irgendwann hatte Arsen wohl aufgegeben, oder sie selbst, aber es kam was
kommen musste. Sie trennten sich nach langen Gesprächen. Doch das beruhigte
ihren Gemütszustand nicht wirklich. Im Gegenteil. Sie wusste nun gar nicht
mehr was sie noch dort sollte.
Sie wollte Verdania beistehen, doch sie brauchte selber zu viel Hilfe, als
das sie hilfreich gewesen wäre.
So packte sie schweren Herzens ihre Sachen wieder und machte sich auf den
Weg. Sie hatte sich nicht verabschiedet, sie ging einfach. Sie wollte ihr
Leben wieder in Ordnung bringen und ihre Wunden heilen lassen. Erst dann
konnte sie wohl hoffen wieder unbeschwert zurück zukommen.
Elira, ihre Tochter hatte sie schon lange vorher zu einer Pflegefamilie
gebracht und so zog es sie nun zu erst einmal dorthin. Sie musste wissen ob
es ihrer Tochter gut ging. Nachdem sie sich davon überzeugt hatte, zog es
sie nach Hause, in die Stadt wo sie einst so glücklich gewesen war, bis zu
jenem Tag, als Arsen verurteilt wurde und am Strick landete. Sie durchlebte
och einmal alle Schrecken, doch auch alle Glücklichen Stunden dort. Und neu
gestärkt wanderte sie weiter. Tief in die Wälder und zu jenem Ort, wo einst
der kleine Weiler war, den man großzügiger weise Dorf genannt hat. Doch als
sie aus dem Wald herauskam und eigentlich die ersten Häuser hätte sehen
müssen, war nichts. Kein Haus mehr, kein Hof mehr. Sie atmetet erleichtert
aus. Dieses Kapitel ihrer Vergangenheit, war endgültig beendet. Die Schuld
den Vater getötet zu haben, war verschwunden. SO wie das Dorf. Es war ein
befreiendes Gefühl für sie zu sehen, dass dieser so ungeliebte Flecken Erde
verschwunden war.
Sie wanderte noch einige Zeit recht ziellos durch die Gegend. Doch
irgendwie half es ihr allein zu sein. Allein in den Wäldern ungesehen von
Menschen. Allein mit sich selbst.
Irgendwann schlug sie den weg zu ihrer Tochter wieder ein. Wie lange sie nun
schon unterwegs war wusste sie nicht mehr, aber es waren einige Wochen ins
Land gezogen. Sie suchte sich eine bleibe in der Nähe ihrer Tochter. Ihren
Unterhalt verdiente sie sich auf unterschiedlichste weiße. Ab und an half
sie der Stadtwache, wenn sie jemanden suchten der sich ungesehen an Räuber
oder andere Wegelager heranschleichen konnte um diese zu beobachten. Oder
auch wenn sie unauffällige Augen in der Menge brauchten, um Dieben auf die
Schliche zu kommen. Manchmal erheiterte sie dieser Umstand sehr, da sie
selber eigentlich zu den gesuchten zählen könnte.
Doch sie stahl nicht mehr, in der Wache nannten sie sie Schatten. Und immer
wieder musste sie schmunzeln, wie treffend das doch war. So verstrichen die
Wochen, bis sie eines Tages außerhalb der Stadt die Spur einer Räuberbande
verfolgte. Sie hatte sich im Dickicht versteckt und beobachtete einfach die
Gruppe vor sich. Als sie plötzlich einen tiefen Schmerz in ihrem Inneren
spürte. Schmerzen wie sie schon lange nicht mehr wahrgenommen hatte. Sie
hatte gedacht dieses Gefühl war verschwunden. Schlagartig wusste sie
irgendetwas stimmt nicht und sie wusste auch, dass es Malachai war, der
grade diese Qualen verursacht hatte. Sie drückte sich auf den Boden und
presste ihr Gesicht in den Boden um sich nicht zu verraten. Und dann war es
vorbei. Nichts mehr nicht einmal ein Nachhall. Keuchend lag sie am Boden mit
der Gewissheit, dass etwas fehlte. Und sie wusste auch genau was es war. Es
war vorbei. Keine Schatten mehr. Doch was war mit den anderen?
Sie wartete noch einen Moment eh sie das Lager der Räuber verließ und in der
Stadt bescheid gab. Dann sah sie nach ihrer Tochter und der Pflegefamilie
.Die sagten ihr das Elira urplötzlich angefangen hatte zu weinen und sich
nur ganz schwer wieder beruhigen lies. Sie seufzte und wusste sie musste
zurück, sie brauchte Gewissheit, was passiert war. Sie ließ ihren Besitz
bis auf ihre Rüstung und die Waffen bei Elira zurück und nannte auch die
Adresse, wo sie wohl bald zu finden sein wird. Zumindest hoffte sie das.
Sie machte sich auf den beschwerlichen und langen weg zurück nach Bajard.
Wochen Später kam sie dort an. Ihre Waffen hatte sie verloren und ihre
Rüstung war abgewetzt. Doch sie hatte es geschafft, sie war am Ziel. Doch wo
war Malachais Haus? Alles war anders und sie brauchte eine Weile um sich
wieder zurecht zu finden.
Am Hafen in Bajard konnte man ihr zumindest sagen wo sich Verdania aufhielt
und sie machte sich auf den Weg zur Gesellschaft zu Kompass und Schwert.
EIn Stein viel ihr vom Herzen als sie hörte Malachai lebt und es geht ihm
gut. Irgendwann in den folgenden Tagen erfuhr sie dann von ihm, dass es
wirklich vorbei war. Und sie entschloss sich zu bleiben.
war. ihre Wunden waren verheilt und so langsam hatte sie ihr früheres
Aussehen zurück erlangt und doch hatte sie ihre innere Ruhe noch nicht
zurück erlangt. Sie schreckte Nachts immer noch schweißgebadet aus dem
Schlaf hoch und wurde von Alpträumen geplagt.
Ihr Gewissen spielte ihr streiche. Sie sah immer wieder diejenigen, die
durch ihre Hand ihr leben ließen, auch wenn die meisten dieses Schicksal
durchaus verdient hatten. Doch sie gab sich nach Außen so normal wie
möglich. Sicher wusste sie, dass Malachai sie kritisch beobachtete und auch
wusste, dass sie Alpträume hatte. Doch sie wollte nicht darüber reden, sie
wollte vergessen. Einfach nur vergessen.
Auch Arsen war sehr bemüht sich um sie zu kümmern, doch irgendwie hatte ihre
letzte Reise eine Kluft zwischen ihnen geöffnet. Sie wusste nicht warum,
aber sie hatte das Gefühl sich meilenweit von ihm entfernt zu haben. War sie
ihm gar ähnlicher geworden in den letzten Monaten?
Sie hatte ihm wenig erzählt, was sie erlebt hatte und irgendwie verspürte
sie auch keinen Drang das zu tun. Es zerrte an ihr, sie verlor wieder
Gewicht und zog sich mehr und mehr in sich selbst zurück. Immer die
kritischen Augen im Rücken. Immer beobachtet. Und sei es nur gefühlt
gewesen. Aber sie wurde zu Sehens wieder zu dem Schatten der sie war, als
sie ankam.
Irgendwann hatte Arsen wohl aufgegeben, oder sie selbst, aber es kam was
kommen musste. Sie trennten sich nach langen Gesprächen. Doch das beruhigte
ihren Gemütszustand nicht wirklich. Im Gegenteil. Sie wusste nun gar nicht
mehr was sie noch dort sollte.
Sie wollte Verdania beistehen, doch sie brauchte selber zu viel Hilfe, als
das sie hilfreich gewesen wäre.
So packte sie schweren Herzens ihre Sachen wieder und machte sich auf den
Weg. Sie hatte sich nicht verabschiedet, sie ging einfach. Sie wollte ihr
Leben wieder in Ordnung bringen und ihre Wunden heilen lassen. Erst dann
konnte sie wohl hoffen wieder unbeschwert zurück zukommen.
Elira, ihre Tochter hatte sie schon lange vorher zu einer Pflegefamilie
gebracht und so zog es sie nun zu erst einmal dorthin. Sie musste wissen ob
es ihrer Tochter gut ging. Nachdem sie sich davon überzeugt hatte, zog es
sie nach Hause, in die Stadt wo sie einst so glücklich gewesen war, bis zu
jenem Tag, als Arsen verurteilt wurde und am Strick landete. Sie durchlebte
och einmal alle Schrecken, doch auch alle Glücklichen Stunden dort. Und neu
gestärkt wanderte sie weiter. Tief in die Wälder und zu jenem Ort, wo einst
der kleine Weiler war, den man großzügiger weise Dorf genannt hat. Doch als
sie aus dem Wald herauskam und eigentlich die ersten Häuser hätte sehen
müssen, war nichts. Kein Haus mehr, kein Hof mehr. Sie atmetet erleichtert
aus. Dieses Kapitel ihrer Vergangenheit, war endgültig beendet. Die Schuld
den Vater getötet zu haben, war verschwunden. SO wie das Dorf. Es war ein
befreiendes Gefühl für sie zu sehen, dass dieser so ungeliebte Flecken Erde
verschwunden war.
Sie wanderte noch einige Zeit recht ziellos durch die Gegend. Doch
irgendwie half es ihr allein zu sein. Allein in den Wäldern ungesehen von
Menschen. Allein mit sich selbst.
Irgendwann schlug sie den weg zu ihrer Tochter wieder ein. Wie lange sie nun
schon unterwegs war wusste sie nicht mehr, aber es waren einige Wochen ins
Land gezogen. Sie suchte sich eine bleibe in der Nähe ihrer Tochter. Ihren
Unterhalt verdiente sie sich auf unterschiedlichste weiße. Ab und an half
sie der Stadtwache, wenn sie jemanden suchten der sich ungesehen an Räuber
oder andere Wegelager heranschleichen konnte um diese zu beobachten. Oder
auch wenn sie unauffällige Augen in der Menge brauchten, um Dieben auf die
Schliche zu kommen. Manchmal erheiterte sie dieser Umstand sehr, da sie
selber eigentlich zu den gesuchten zählen könnte.
Doch sie stahl nicht mehr, in der Wache nannten sie sie Schatten. Und immer
wieder musste sie schmunzeln, wie treffend das doch war. So verstrichen die
Wochen, bis sie eines Tages außerhalb der Stadt die Spur einer Räuberbande
verfolgte. Sie hatte sich im Dickicht versteckt und beobachtete einfach die
Gruppe vor sich. Als sie plötzlich einen tiefen Schmerz in ihrem Inneren
spürte. Schmerzen wie sie schon lange nicht mehr wahrgenommen hatte. Sie
hatte gedacht dieses Gefühl war verschwunden. Schlagartig wusste sie
irgendetwas stimmt nicht und sie wusste auch, dass es Malachai war, der
grade diese Qualen verursacht hatte. Sie drückte sich auf den Boden und
presste ihr Gesicht in den Boden um sich nicht zu verraten. Und dann war es
vorbei. Nichts mehr nicht einmal ein Nachhall. Keuchend lag sie am Boden mit
der Gewissheit, dass etwas fehlte. Und sie wusste auch genau was es war. Es
war vorbei. Keine Schatten mehr. Doch was war mit den anderen?
Sie wartete noch einen Moment eh sie das Lager der Räuber verließ und in der
Stadt bescheid gab. Dann sah sie nach ihrer Tochter und der Pflegefamilie
.Die sagten ihr das Elira urplötzlich angefangen hatte zu weinen und sich
nur ganz schwer wieder beruhigen lies. Sie seufzte und wusste sie musste
zurück, sie brauchte Gewissheit, was passiert war. Sie ließ ihren Besitz
bis auf ihre Rüstung und die Waffen bei Elira zurück und nannte auch die
Adresse, wo sie wohl bald zu finden sein wird. Zumindest hoffte sie das.
Sie machte sich auf den beschwerlichen und langen weg zurück nach Bajard.
Wochen Später kam sie dort an. Ihre Waffen hatte sie verloren und ihre
Rüstung war abgewetzt. Doch sie hatte es geschafft, sie war am Ziel. Doch wo
war Malachais Haus? Alles war anders und sie brauchte eine Weile um sich
wieder zurecht zu finden.
Am Hafen in Bajard konnte man ihr zumindest sagen wo sich Verdania aufhielt
und sie machte sich auf den Weg zur Gesellschaft zu Kompass und Schwert.
EIn Stein viel ihr vom Herzen als sie hörte Malachai lebt und es geht ihm
gut. Irgendwann in den folgenden Tagen erfuhr sie dann von ihm, dass es
wirklich vorbei war. Und sie entschloss sich zu bleiben.