Mal wieder kam er wieder zu spät. Doch sprach ihn Reika nicht weiter darauf an, viel mehr wollte sie endlich die erste Beschwörung durchführen. Auf die Frage hin, wer denn anfangen solle, hob Mukhtaar natürlich schnell die Hand und eilte zum Pentagramm. Kurz ließ er noch mal die Reihenfolge bei einer Beschwörung durch seine Gedanken fließen. Sprach sich Mut zu und blickte in Reikas Gesicht, welche ihn mit einem Lächeln aufmunterte, jedoch gleichzeitig Sicherheit ging, falls etwas bei der Beschwörung schief lief. Mukhtaar schüttelte grinsend den Kopf und konzentrierte sich schließlich. Schob dann die Ärmel seiner Robe zurück, spreizte kurz die Finger und schloss seine Augen. Dann griff die Hand in eine seiner Taschen und er zog den leblosen Panzer eines Skorpions heraus, welcher ihm wohl als Reagenz dienen sollte. Er war merklich zufrieden, als seine Gedanken klar wurden, er sich nun auf die Beschwörung mit all seiner Energie fixieren konnte. Schnell fand er das nötige Bild in seinen Gedanken, spürte den Skorpionpanzer an seinen Fingern, mit welchen er über jenen strich. Dann öffnete er die Augen, ließ den Panzer fallen und streckt die Arme in die Mitte des Pentagramms aus. Hier sollte seine erste – kontrollierte – Kreatur erscheinen. Und so öffnete sich auch endlich ein Spalt des Tores, er war klein, gerade so vom Auge wahrnehmbar und hindurch trat ein Wesen, genau das, welches sich Mukhtaar auch herbeigewünscht hatte, allerdings war es viel zu klein. Erstaunt blickte er auf dieses, was gerade mal so groß war, wie die Zange eines gewöhnlichen, menekanischen Skorpions. Dennoch gehörte es mit Sicherheit zur Gattung der giftigen Krabbler. Auch tat der Skorpion genau eben das, was Mukhtaar von ihm verlangte, ging auf ihn zu, deutete sogar, so gut man es sehen konnte, eine Verbeugung an. Der Stolz stieg im jungen Menekaner hoch und er griff den Skorpion am Schwanz, packte ihn in eine Schatulle und grinste dann fröhlich zu Reika.
„Und mit was willst du es versuchen?“