[Q] Schlaf, Kindchen... schlaf ein...
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Der Erzähler
[Q] Schlaf, Kindchen... schlaf ein...
Wie lange braucht es, bis übernatürliche Wunden geleckt und die alten Kräfte des Grauens wiederhergestellt sind?
- Millionen und abermillionen Alpträume in kleinen und größeren Geistern; jahrelanges Zittern und Wimmern in vielerlei Betten im ganzen Land; wabernde Massen dunkler Angst und eiskalter Panik, die von der Magengrube nach oben kriecht und sich klammernd um die Herzen legt!
Wie lange braucht es, bis der Nebel der Vergessenheit in Menschenköpfe dringt?
- kaum mehr als einige Stunden Zufriedenheit.
***
Weit hinter dem, was unsereins Grauen nennt, liegt das Reich der kindlichen Fantasie...
… jene besteht nicht nur aus sanften Pastelltönen, fröhlicher Musik, allerlei süßen Schleckereien und knuddeligen Kuscheltierfreunden, sondern ist auch nur einen kleinen Sprung entfernt von der Grenze, hinter welcher sich all der kunterbunte Frohsinn in jenen grotesk-bizarren Wahnsinn verwandelt, welcher auch die Erwachsenen im Kern ihrer Seele weiterhin das Fürchten lehrt und doch zieht sie einen magisch an, diese Grenzlinie hin zur morbiden Angst, die nichts mehr mit Rationalität und Realismus zu tun hat.
Dort leben sie, die Schatten welche die Bilder in der Kinderstube zu Fratzen und die Äste der Bäume vor dem Fenster in Klauen verwandeln können. Da tummeln sie sich, all die unaussprechlichen Dinge, welche des Nachts in der Dunkelheit unter dem eigenen Bett lauern. Hier residieren sie, jene Wesen, die wir vor dem inneren Auge sehen können, wenn wir an verlassene Scheunen, tote Bäume und abgelegene, verwachsene Waldwege denken. Sie grinsen und warten darauf, dass es Nacht wird und sie in die Ecken unserer Keller dringen. Wir spüren sie dann, wenn wir aus unerfindlichen Gründen plötzlich Mut aufbringen müssen, wo doch keinerlei Gefahr zu bestehen scheint. Wenn wir in den eigenen vier Wänden plötzlich den Drang haben pfeifen zu müssen, um der aufkeimenden Panik mit verzweifeltem Frohgemut zu trotzen oder bestimmte Zimmer im sonst so geliebten Haus zu später Stunde auf einmal meiden, weil wir doch irgendwie wissen, dass sie sich unter dem Mantel der Dunkelheit in vollkommen andere Räume verwandelt haben. Unser Instinkt schlägt Alarm, unser Herz klopft uns sprichwörtlich bis zum Hals und doch tun wir das Ganze als Kinderei ab, schütteln den Kopf und versuchen diese Urangst zu ignorieren, weil wir eben vernünftige, wissende und allen voran erwachsene Menschen sind.
Pech nur, wenn man ein unschuldiges, naives Kind ist und noch nichts von der „Weisheit“ der Erwachsenen in sich trägt – dann werden sie gänzlich zu Fleisch, jene Alpträume und weiden sich triumphierend an den erstickenden Ängsten. All die Schatten, Monster, Wesen, Unwesen, Dinge und Gestalten der bösen Träume jedoch haben einen Meister und dieser, so will es nun einmal unsere Geschichte, hatte noch eine Rechnung zu begleichen...
***
Der Knabe schlief im Bettchen, so selig und entspannt, dass man dem rundlichen Engelchen inmitten der Wolldecken sicherlich nicht den eigentlichen Bengel ansehen konnte. Tief versunken in seinem eigenen Land der Glückseligkeit, zauberte sich sogar ein Lächeln auf seine Züge und ließ die rosigen Wangen voller wirken. Er hätte noch viele Stunden, vielleicht sogar Tage und Jahre in seiner eigens geschaffenen Traumwelt leben und spielen können, doch war dies in jenem Fall nicht ganz seine Entscheidung alleine.
Eine Laune des Schicksals oder aber doch mehr als purer Zufall löschte, als bizarrer Lufthauch getarnt, das Nachtlicht an seinem Bettkästchen und mit der Dunkelheit erwachte der Junge so jäh, als habe man ihn am Kragen aus dem Traum gerissen. Die blauen Augen weiteten sich, denn er brauchte keine halbe Sekunde um zumindest zu verstehen, dass irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Blinzelnd, mit pochendem Herz und angehaltenem Atem ließ er den Blick durch die Kinderstube gleiten und versuchte in der schleierhaften Dunkelheit etwas zu erkennen. Es dauerte wirklich nur wenige Lidschläge, ehe sich das Auge an die unwirklich anmutende Nacht gewöhnt hatte. Das Zimmerlein lag so ruhig und still da, wie eh und je. Gerade da, als er aufatmen und sich wieder ins Federkissen zurückfallen lassen wollte aber, fiel der Blick auf den dunklen, alten Schrank in der fernen Ecke seines Zimmers. Der Knabe spürte wie ihm ein eiskalter Schauer fast zärtlich über den Nacken hinab wanderte und die feinen Härchen aufstellte.
Die Schranktüre war zur Hälfte offen – und obwohl er nichts in der Dunkelheit dahinter erkennen konnte, so wusste er doch, dass ihn irgendetwas darin beobachtete – allerdings war es die zischelnde, hauchende Flüsterstimme, die trotz den unglaublich leisen Worten derart einschlug, dass es ihm den Atem nahm.
„Jennnaaaaaarisssss... du bissssst alleineeee...“
[img]http://s14.directupload.net/images/120529/pdev8igb.jpg[/img]
---
[url=http://www.youtuberepeat.com/watch/?v=VgROpZn__0M]Kinderreigen, oh Kinderreigen...[/url]
- Millionen und abermillionen Alpträume in kleinen und größeren Geistern; jahrelanges Zittern und Wimmern in vielerlei Betten im ganzen Land; wabernde Massen dunkler Angst und eiskalter Panik, die von der Magengrube nach oben kriecht und sich klammernd um die Herzen legt!
Wie lange braucht es, bis der Nebel der Vergessenheit in Menschenköpfe dringt?
- kaum mehr als einige Stunden Zufriedenheit.
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Weit hinter dem, was unsereins Grauen nennt, liegt das Reich der kindlichen Fantasie...
… jene besteht nicht nur aus sanften Pastelltönen, fröhlicher Musik, allerlei süßen Schleckereien und knuddeligen Kuscheltierfreunden, sondern ist auch nur einen kleinen Sprung entfernt von der Grenze, hinter welcher sich all der kunterbunte Frohsinn in jenen grotesk-bizarren Wahnsinn verwandelt, welcher auch die Erwachsenen im Kern ihrer Seele weiterhin das Fürchten lehrt und doch zieht sie einen magisch an, diese Grenzlinie hin zur morbiden Angst, die nichts mehr mit Rationalität und Realismus zu tun hat.
Dort leben sie, die Schatten welche die Bilder in der Kinderstube zu Fratzen und die Äste der Bäume vor dem Fenster in Klauen verwandeln können. Da tummeln sie sich, all die unaussprechlichen Dinge, welche des Nachts in der Dunkelheit unter dem eigenen Bett lauern. Hier residieren sie, jene Wesen, die wir vor dem inneren Auge sehen können, wenn wir an verlassene Scheunen, tote Bäume und abgelegene, verwachsene Waldwege denken. Sie grinsen und warten darauf, dass es Nacht wird und sie in die Ecken unserer Keller dringen. Wir spüren sie dann, wenn wir aus unerfindlichen Gründen plötzlich Mut aufbringen müssen, wo doch keinerlei Gefahr zu bestehen scheint. Wenn wir in den eigenen vier Wänden plötzlich den Drang haben pfeifen zu müssen, um der aufkeimenden Panik mit verzweifeltem Frohgemut zu trotzen oder bestimmte Zimmer im sonst so geliebten Haus zu später Stunde auf einmal meiden, weil wir doch irgendwie wissen, dass sie sich unter dem Mantel der Dunkelheit in vollkommen andere Räume verwandelt haben. Unser Instinkt schlägt Alarm, unser Herz klopft uns sprichwörtlich bis zum Hals und doch tun wir das Ganze als Kinderei ab, schütteln den Kopf und versuchen diese Urangst zu ignorieren, weil wir eben vernünftige, wissende und allen voran erwachsene Menschen sind.
Pech nur, wenn man ein unschuldiges, naives Kind ist und noch nichts von der „Weisheit“ der Erwachsenen in sich trägt – dann werden sie gänzlich zu Fleisch, jene Alpträume und weiden sich triumphierend an den erstickenden Ängsten. All die Schatten, Monster, Wesen, Unwesen, Dinge und Gestalten der bösen Träume jedoch haben einen Meister und dieser, so will es nun einmal unsere Geschichte, hatte noch eine Rechnung zu begleichen...
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Der Knabe schlief im Bettchen, so selig und entspannt, dass man dem rundlichen Engelchen inmitten der Wolldecken sicherlich nicht den eigentlichen Bengel ansehen konnte. Tief versunken in seinem eigenen Land der Glückseligkeit, zauberte sich sogar ein Lächeln auf seine Züge und ließ die rosigen Wangen voller wirken. Er hätte noch viele Stunden, vielleicht sogar Tage und Jahre in seiner eigens geschaffenen Traumwelt leben und spielen können, doch war dies in jenem Fall nicht ganz seine Entscheidung alleine.
Eine Laune des Schicksals oder aber doch mehr als purer Zufall löschte, als bizarrer Lufthauch getarnt, das Nachtlicht an seinem Bettkästchen und mit der Dunkelheit erwachte der Junge so jäh, als habe man ihn am Kragen aus dem Traum gerissen. Die blauen Augen weiteten sich, denn er brauchte keine halbe Sekunde um zumindest zu verstehen, dass irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Blinzelnd, mit pochendem Herz und angehaltenem Atem ließ er den Blick durch die Kinderstube gleiten und versuchte in der schleierhaften Dunkelheit etwas zu erkennen. Es dauerte wirklich nur wenige Lidschläge, ehe sich das Auge an die unwirklich anmutende Nacht gewöhnt hatte. Das Zimmerlein lag so ruhig und still da, wie eh und je. Gerade da, als er aufatmen und sich wieder ins Federkissen zurückfallen lassen wollte aber, fiel der Blick auf den dunklen, alten Schrank in der fernen Ecke seines Zimmers. Der Knabe spürte wie ihm ein eiskalter Schauer fast zärtlich über den Nacken hinab wanderte und die feinen Härchen aufstellte.
Die Schranktüre war zur Hälfte offen – und obwohl er nichts in der Dunkelheit dahinter erkennen konnte, so wusste er doch, dass ihn irgendetwas darin beobachtete – allerdings war es die zischelnde, hauchende Flüsterstimme, die trotz den unglaublich leisen Worten derart einschlug, dass es ihm den Atem nahm.
„Jennnaaaaaarisssss... du bissssst alleineeee...“
[img]http://s14.directupload.net/images/120529/pdev8igb.jpg[/img]
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[url=http://www.youtuberepeat.com/watch/?v=VgROpZn__0M]Kinderreigen, oh Kinderreigen...[/url]
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Dienstag 29. Mai 2012, 01:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Jenaris
Wieso waren die Beine und die Arme so schwer und wieso konnte er sich auch nicht mehr rühren! Bestimmt war er sonst immer der Mutigste! So gemein!
Als er die Stimme hörte, hätte er sich fast wie ein kleiner Junge – der er ganz bestimmt nicht mehr war, immerhin zählte er schon zehn Winter – in die Hose gemacht. Stattdessen aber quiekte der pummelige Bursche auf. Vom Rotzbengel, der er sein konnte war nichts mehr an ihm zu finden. Dann schrie er, aus Leibeskräften, schrie, als hätte ihm sonst wer etwas getan, schrie solange, bis die Türe aufflog und das Licht einer Kerze und dahinter die Mutter erschien, schrie noch eine gute halbe Stunde später, bis die Stimme versagte.
Selbst das Hineindeuten in den Schrank mit der Kerze, wo nichts weiter war, als einige ordentlich zusammengelegte Kleidungsstücke und dieser verdammt peinliche und zigmal geflickte Wollstofffroschklumpen. Bestimmt war der das, der ihn erschreckt habe, versicherte seine Mutter. Aber sie hatte ja nicht gehört, was der blöde Frosch gesagt hatte!
Nein, Jenaris wollte sich so gar nicht beruhigen. Ganz und gar nicht. Also blieb der Mutter nichts anderes übrig, als ihn mit rüber zu nehmen ins elterliche Schlafgemach, was dem Vater gar nicht gefiel, fast noch weniger als das ganze Geschrei. Trotzdem schickte er den Burschen nicht wieder zurück – wer wusste schon, woher das weiche Herz kam, das dem alten Herrn sonst manchmal doch schon fehlte, vor allem, wenn der Bengel mal wieder den armen Hasen in den Senfpott gesetzt hatte, so dass der richtig litt unter der Fellpflege.
Die Nach verlief danach wieder ruhig, auch wenn die Träume des Jungen nicht mehr ganz so schön ausfielen, sondern von offenen Schränken handelten, aus denen der Wollstofffrosch rausglotzte und hässlich quakte und dann auseinander fiel. Sollte er doch, hätte der Junge vermutlich gedacht, wenn… ja wenn er sich am nächsten Morgen überhaupt dran erinnern könnte. Aber wenn Kinder eins gut beherrschen, dann die Verdrängungstaktik. Und das Frühstück – es gab süße Pfannkuchen mit Erdbeeren – ließ es alles gruslige aus der Nacht vergessen. Oh ja!
Als er die Stimme hörte, hätte er sich fast wie ein kleiner Junge – der er ganz bestimmt nicht mehr war, immerhin zählte er schon zehn Winter – in die Hose gemacht. Stattdessen aber quiekte der pummelige Bursche auf. Vom Rotzbengel, der er sein konnte war nichts mehr an ihm zu finden. Dann schrie er, aus Leibeskräften, schrie, als hätte ihm sonst wer etwas getan, schrie solange, bis die Türe aufflog und das Licht einer Kerze und dahinter die Mutter erschien, schrie noch eine gute halbe Stunde später, bis die Stimme versagte.
Selbst das Hineindeuten in den Schrank mit der Kerze, wo nichts weiter war, als einige ordentlich zusammengelegte Kleidungsstücke und dieser verdammt peinliche und zigmal geflickte Wollstofffroschklumpen. Bestimmt war der das, der ihn erschreckt habe, versicherte seine Mutter. Aber sie hatte ja nicht gehört, was der blöde Frosch gesagt hatte!
Nein, Jenaris wollte sich so gar nicht beruhigen. Ganz und gar nicht. Also blieb der Mutter nichts anderes übrig, als ihn mit rüber zu nehmen ins elterliche Schlafgemach, was dem Vater gar nicht gefiel, fast noch weniger als das ganze Geschrei. Trotzdem schickte er den Burschen nicht wieder zurück – wer wusste schon, woher das weiche Herz kam, das dem alten Herrn sonst manchmal doch schon fehlte, vor allem, wenn der Bengel mal wieder den armen Hasen in den Senfpott gesetzt hatte, so dass der richtig litt unter der Fellpflege.
Die Nach verlief danach wieder ruhig, auch wenn die Träume des Jungen nicht mehr ganz so schön ausfielen, sondern von offenen Schränken handelten, aus denen der Wollstofffrosch rausglotzte und hässlich quakte und dann auseinander fiel. Sollte er doch, hätte der Junge vermutlich gedacht, wenn… ja wenn er sich am nächsten Morgen überhaupt dran erinnern könnte. Aber wenn Kinder eins gut beherrschen, dann die Verdrängungstaktik. Und das Frühstück – es gab süße Pfannkuchen mit Erdbeeren – ließ es alles gruslige aus der Nacht vergessen. Oh ja!
- Shalaryl Di'naru
- Beiträge: 4008
- Registriert: Sonntag 5. Februar 2006, 03:25
- Wohnort: Lao'bha
Ich will nicht alleine sein!
Das kam unerwartet. Eigentlich hatte sie nur...oho, das mal wieder. Merk-
würdig, so war es immer. Sie wollte etwas völlig harmloses machen und
dann passierte etwas anderes. Nunja, Eluive wusste eben, wen sie sich
aussuchen musste. Die Waldelfe geriet immer irgendwie in alle möglichen
Situationen...
Nyome. Ein aufgewecktes, fröhliches Kind. Normalerweise. Heute wirkte
sie gehetzt, aufgekratzt, rastlos. Sie wollte nicht alleine sein. Das war im
Grunde nicht seltsam, das wollte Shala schließlich auch nicht. Aber dies war
mehr...sie wollte nicht alleine sein, weil eine Stimme in ihren Gedanken
gewesen war und ein ungutes Gefühl hinterlassen hatte. Ich will nicht alleine
sein. Ich will bei dir bleiben. Fremde Geistklänge berühren war für die
grüne Elfe nichts Ungewohntes. Sie benutzte dieses Klangspiel selbst häufig,
sei es um sich im Nahen zu verständigen, wenn man gerade keine elfische
Zunge hatte; oder im Fernen um mit Geschwistern auf Reisen in Kontakt
zu bleiben. Aber einem Kind einen negativen Gedanken aufzwingen? Sie
mochte Kinder...eine Eigenart des Volkes, das nur selten Nachwuchs
empfing - und ihrer Selbst, die gerne ein eigenes gehabt hätte, doch ihren
Seelenpartner verloren hatte. Ein verängstigtes Kind konnte sie nicht ein-
fach zurücklassen, wenn es sie so direkt um Hilfe bat.
Also trug sie die schon schlafende Nyome in eines der Betten im Glaubens-
haus. Die Heiler und Kräuterkundigen dort kannten die Waldelfe noch aus
den Tagen, als die Dämonen mit dem versteinernden Blick wüteten und
Shala die Methode fand, es wieder umzukehren. Zumindest diese Nacht
war Nyome nicht alleine, denn eine mit reichlich Erdbeeren eingedeckte
Aufpasserin war an ihrer Seite...
Das kam unerwartet. Eigentlich hatte sie nur...oho, das mal wieder. Merk-
würdig, so war es immer. Sie wollte etwas völlig harmloses machen und
dann passierte etwas anderes. Nunja, Eluive wusste eben, wen sie sich
aussuchen musste. Die Waldelfe geriet immer irgendwie in alle möglichen
Situationen...
Nyome. Ein aufgewecktes, fröhliches Kind. Normalerweise. Heute wirkte
sie gehetzt, aufgekratzt, rastlos. Sie wollte nicht alleine sein. Das war im
Grunde nicht seltsam, das wollte Shala schließlich auch nicht. Aber dies war
mehr...sie wollte nicht alleine sein, weil eine Stimme in ihren Gedanken
gewesen war und ein ungutes Gefühl hinterlassen hatte. Ich will nicht alleine
sein. Ich will bei dir bleiben. Fremde Geistklänge berühren war für die
grüne Elfe nichts Ungewohntes. Sie benutzte dieses Klangspiel selbst häufig,
sei es um sich im Nahen zu verständigen, wenn man gerade keine elfische
Zunge hatte; oder im Fernen um mit Geschwistern auf Reisen in Kontakt
zu bleiben. Aber einem Kind einen negativen Gedanken aufzwingen? Sie
mochte Kinder...eine Eigenart des Volkes, das nur selten Nachwuchs
empfing - und ihrer Selbst, die gerne ein eigenes gehabt hätte, doch ihren
Seelenpartner verloren hatte. Ein verängstigtes Kind konnte sie nicht ein-
fach zurücklassen, wenn es sie so direkt um Hilfe bat.
Also trug sie die schon schlafende Nyome in eines der Betten im Glaubens-
haus. Die Heiler und Kräuterkundigen dort kannten die Waldelfe noch aus
den Tagen, als die Dämonen mit dem versteinernden Blick wüteten und
Shala die Methode fand, es wieder umzukehren. Zumindest diese Nacht
war Nyome nicht alleine, denn eine mit reichlich Erdbeeren eingedeckte
Aufpasserin war an ihrer Seite...
Tschiep?
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Der Erzähler
Irgendwo in den schillernden, grauseligen Schneckenhäusern des Seins, in welche man manchmal hineintappt und nur schwer je wieder ganz herausfindet, saß ER und Triumph strahlte wie verdorbene Sonnenstrahlen quer durch die Sphäre. Sie ächzten und jaulten aufgeregt über seine Stimmungslage, denn all die Nachtschrecken hatten sich in den letzten Jahren nur zu sehr daran gewöhnt, dass sie auf seinen Beistand in der Welt der irgendwann-Sterblichen, in diesen „Jagdgründen“ die deren Bewohner „Alathair“ nannten, verzichten mussten. Sie suchten, sie jagten, sie lebten ihre verdrehte Natur aus, während ER kaum mehr Notiz von seinem Fußvolk nahm und sich schon lange nicht mehr daran erfreute, dass ihm die Opferlämmer früher eine Unzahl an Namen gegeben hatten und wilde Kindergeschichte um ihn rankten. ER hatte zugelassen, dass sie ihn nach und nach vergaßen und hatte stattdessen stumm in sich hineingebrütet, seine Welt Welt sein lassen und gewartet, bis die Wunden, die ihn so lange mundtot gemacht hatten, langsam verheilt waren.
… nicht auszudenken, dass eine einfache Bäuerin ihm diesen Schlag verpasst hatte – Miststück!
Keiner kannte den Grund für das plötzliche Erwachen aus seinem Dornröschenschlummer und ER sah nicht einmal den Sinn dahinter, es seinen Untergebenen zu schildern – es, das Gefühl, welches ihn durchzog, als sich durch Zufall ein Knabe, Jenaris der Name, im Traum zu weit in seine Gefilde vorgewagt hatte, ihn entdeckte und dann mitten im Traum eher ängstlich und verwirrt stammelnd fragte:
„Wer... wer bist du...?“
Die Spitznamen fielen nicht, er trug keine Waffe bei sich, er zeigte Unsicherheit und trug Furcht in den Kinderaugen... Balsam für all seine alten Wunden und mit schmeichelnd warmer Stimme raunte ER dem Jungen im Schlaf beinahe sanft zu zu:
„Ein alter Freund.“
Dann ließ ER den Bengel erwachen, erhob sich, griff nach Schädelkappe und Knochenstab, richtete sich zu seiner vollen Größe auf und machte sich wieder an die Arbeit. Zum ersten Mal, seit langem wieder durchschritt ER Grenzlinien, suchte und wurde fündig.
Kaum eine Woche war es nun schon her, dass ER die Welt Alathair und mit ganz besonderem Interesse den Streifen Gerimor heimsuchte und doch grinste der Schädel vor seinem wahren Gesicht nun herab auf das Buch der Alpträume, in welchem dick unterstrichen bereits fünf Namen standen:
- Jenaris
- Lias
- Mo
- Nyome
- Esteban
...Kinder, seine liebsten Opferlämmer, denn sie sahen mehr, begriffen alles und wussten den Feind zu schätzen.
Selig sind diese Kleinen – mögen sie noch lange schlafen und allen voran TRÄUMEN!
[img]http://s1.directupload.net/images/120530/yr26le3j.jpg[/img]
… nicht auszudenken, dass eine einfache Bäuerin ihm diesen Schlag verpasst hatte – Miststück!
Keiner kannte den Grund für das plötzliche Erwachen aus seinem Dornröschenschlummer und ER sah nicht einmal den Sinn dahinter, es seinen Untergebenen zu schildern – es, das Gefühl, welches ihn durchzog, als sich durch Zufall ein Knabe, Jenaris der Name, im Traum zu weit in seine Gefilde vorgewagt hatte, ihn entdeckte und dann mitten im Traum eher ängstlich und verwirrt stammelnd fragte:
„Wer... wer bist du...?“
Die Spitznamen fielen nicht, er trug keine Waffe bei sich, er zeigte Unsicherheit und trug Furcht in den Kinderaugen... Balsam für all seine alten Wunden und mit schmeichelnd warmer Stimme raunte ER dem Jungen im Schlaf beinahe sanft zu zu:
„Ein alter Freund.“
Dann ließ ER den Bengel erwachen, erhob sich, griff nach Schädelkappe und Knochenstab, richtete sich zu seiner vollen Größe auf und machte sich wieder an die Arbeit. Zum ersten Mal, seit langem wieder durchschritt ER Grenzlinien, suchte und wurde fündig.
Kaum eine Woche war es nun schon her, dass ER die Welt Alathair und mit ganz besonderem Interesse den Streifen Gerimor heimsuchte und doch grinste der Schädel vor seinem wahren Gesicht nun herab auf das Buch der Alpträume, in welchem dick unterstrichen bereits fünf Namen standen:
- Jenaris
- Lias
- Mo
- Nyome
- Esteban
...Kinder, seine liebsten Opferlämmer, denn sie sahen mehr, begriffen alles und wussten den Feind zu schätzen.
Selig sind diese Kleinen – mögen sie noch lange schlafen und allen voran TRÄUMEN!
[img]http://s1.directupload.net/images/120530/yr26le3j.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Mittwoch 30. Mai 2012, 12:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Esteban Noa Sylva
Schon den ganzen Abend saß der kleine Junge alleine vor dem Kamin in der Wohnung, seine Eltern waren schon wochenlang unterwegs, sicher vergnügten sie sich jeden Abend in einer anderen Spelunke. Esteban vermisste sie jeden Tag mehr und als er ins Feuer starrte schlich sich eine Träne seine Wange herunter. Vor ihm stand das letzte bisschen Rumbananensuppe welche ihm seine Mutter vor der Abreise gemacht hatte und ein kleiner Becher seiner geliebten Metmilch. Zwischen dem löffeln der Suppe und dem Trinken seiner Milch legte er immer wieder kleine Äste aufs Feuer welche er am Mittag am Rande des Dschungels gesammelt hatte. Nachdem er seine Schüssel und den Becher geleert hatte gähnte er einmal herzhaft und tappste zu seinen Fellen, etwas unbehagen brachte es ihm schon jede Nacht so alleine einzuschlafen ohne jemanden um ihn herum. So kuschelte er sich auch diese Nacht in die Felle, drückte das kleine Stoffpferd an sich welchem er einen gute Nacht Kuss gab und blickte noch einmal seufzend im leeren Raum umher, ehe ihm die kleinen blauen Äuglein zufielen und er langsam vor sich hindöste.
Ein klapperndes Geräusch der Balkontür riss ihn unsanft aus dem Halbschlaf, ängstlich sah er sich um doch auch herrschte ein wenig Freude in ihm waren seine Eltern wieder gekommen? Er rief nach ihnen doch vergeblich denn niemand antwortete. Kurz darauf sprang die Balkontür ein Stück weit auf aber statt der Lauwarmen nächtlichen Brise die die Insel überflog, zog eine kalte schwere Luftmasse in den Raum welche ihm die Haare im Nacken zu Berge stehen ließ. Als dann auch noch alle Kerzen samt dem Feuer im Kamin ausgingen und sich eine lähmende kälte in ihn schlich huschten die Augen ängstlich umher. Ein finsteres Lachen ertönte von irgendwoher, doch in dieser fast erstickenden Dunkelheit konnte er nichts ausmachen. Die Tränen flossen in Bächen die kindlichen Wangen herunter, erstarrt stand er mit dem Rücken zur Wand, der sonst so tapfere Piratenlümmel zeigte nun das er erst vier Jahre alt war, er wünschte sich das seine Eltern da wären und ihn beschützen würden, doch niemand wusste wann sie wiederkommen. Die zitternde Kinderstimme drang leise durch den Raum „W.. wer is da?“ doch keiner antwortete. Dann hörte er plötzlich eine Stimme in seinem Kopf „Eeeeesteeebaaan!“ der Kopf mit dem schwarzen schulterlangen verwuschelten Haaren ruckte Ängstlich von einer Ecke des Zimmers in die andere. „Was.. was wills du?“ erklang wieder die ängstliche Stimme des Kindes „Ich will spielen Esteban!“ heftig schüttelte er den Kopf auf diese Wort „Ich will nich mit dir spielen!“ wieder ein Lachen „Das kannst du dir jetzt nicht mehr aussuchen!“ Kurz darauf krisch er laut auf und drückte sein Pferdchen an sich, zitternd sackte er auf den Fellen zusammen und wimmerte leise vor sich hin. Scheinbar hatte Pedro der Barbier der unter ihnen wohnte das Kreischen gehört und eilte die Stufen hoch, hastig suchte er die Ersatzschlüssel und trat in den dunklen Raum ein. Die Stimme war wieder verschwunden nur die Dunkelheit und das schluchzen und wimmern des Jungen waren geblieben. Eilig schritt Pedro auf den Jungen zu und fragte was passiert sei, nachdem er das Feuer wieder entfachte hatte erzählte Esteban ihm alles, für einen kurzen Moment wirkte Pedro nachdenklich und konnte sich das geschehen selbst nicht erklären. Doch dann meinte er das es sicher nur ein böser Scherz von jemandem war der gut Klettern konnte, Esteban hatte auch gleich den schuldigen ausgemacht, es konnte nur Naurin sein! Das Klappern war von seinem Holzbein und er war ja sowieso doof und gemein. Nachdem der Kleine sich wieder halbwegs eingekriegt hatte verschwand Pedro wieder aber versprach ihm nicht weit weg zu gehen.
Estebans Augen suchten im Schein des Kaminfeuers nochmals jede Ecke ab bevor er sich wieder ins Fell kuschelte und die Augen schloss. Nur wenigen Sekunden dauerte es bis er wieder die Stimme vernahm, wieder in seinem Kopf so dass es kein anderer hören konnte da war er sich sicher „Estebaaan, wenn du einschläfst komme ich spieeeeleeeen!“ Die Augen wurden wieder aufgerissen und er kauerte sich an der Wand zusammen. Krampfhaft versucht er sich in dieser Nacht wachzuhalten, dabei immer wieder das Pferd nervös durchkuschelnd und den Blick ängstlich durch die Gegen huschen lassend. Doch lange konnte er es nicht aushalten, die Augen wurden immer schwerer und besiegten nach hartem Kampf die Angst die den kleinen Körper im Bann hielt wohl auch verschuldet durch die Metmilch. So schlief er noch vor dem Morgengrauen ein..
Ein klapperndes Geräusch der Balkontür riss ihn unsanft aus dem Halbschlaf, ängstlich sah er sich um doch auch herrschte ein wenig Freude in ihm waren seine Eltern wieder gekommen? Er rief nach ihnen doch vergeblich denn niemand antwortete. Kurz darauf sprang die Balkontür ein Stück weit auf aber statt der Lauwarmen nächtlichen Brise die die Insel überflog, zog eine kalte schwere Luftmasse in den Raum welche ihm die Haare im Nacken zu Berge stehen ließ. Als dann auch noch alle Kerzen samt dem Feuer im Kamin ausgingen und sich eine lähmende kälte in ihn schlich huschten die Augen ängstlich umher. Ein finsteres Lachen ertönte von irgendwoher, doch in dieser fast erstickenden Dunkelheit konnte er nichts ausmachen. Die Tränen flossen in Bächen die kindlichen Wangen herunter, erstarrt stand er mit dem Rücken zur Wand, der sonst so tapfere Piratenlümmel zeigte nun das er erst vier Jahre alt war, er wünschte sich das seine Eltern da wären und ihn beschützen würden, doch niemand wusste wann sie wiederkommen. Die zitternde Kinderstimme drang leise durch den Raum „W.. wer is da?“ doch keiner antwortete. Dann hörte er plötzlich eine Stimme in seinem Kopf „Eeeeesteeebaaan!“ der Kopf mit dem schwarzen schulterlangen verwuschelten Haaren ruckte Ängstlich von einer Ecke des Zimmers in die andere. „Was.. was wills du?“ erklang wieder die ängstliche Stimme des Kindes „Ich will spielen Esteban!“ heftig schüttelte er den Kopf auf diese Wort „Ich will nich mit dir spielen!“ wieder ein Lachen „Das kannst du dir jetzt nicht mehr aussuchen!“ Kurz darauf krisch er laut auf und drückte sein Pferdchen an sich, zitternd sackte er auf den Fellen zusammen und wimmerte leise vor sich hin. Scheinbar hatte Pedro der Barbier der unter ihnen wohnte das Kreischen gehört und eilte die Stufen hoch, hastig suchte er die Ersatzschlüssel und trat in den dunklen Raum ein. Die Stimme war wieder verschwunden nur die Dunkelheit und das schluchzen und wimmern des Jungen waren geblieben. Eilig schritt Pedro auf den Jungen zu und fragte was passiert sei, nachdem er das Feuer wieder entfachte hatte erzählte Esteban ihm alles, für einen kurzen Moment wirkte Pedro nachdenklich und konnte sich das geschehen selbst nicht erklären. Doch dann meinte er das es sicher nur ein böser Scherz von jemandem war der gut Klettern konnte, Esteban hatte auch gleich den schuldigen ausgemacht, es konnte nur Naurin sein! Das Klappern war von seinem Holzbein und er war ja sowieso doof und gemein. Nachdem der Kleine sich wieder halbwegs eingekriegt hatte verschwand Pedro wieder aber versprach ihm nicht weit weg zu gehen.
Estebans Augen suchten im Schein des Kaminfeuers nochmals jede Ecke ab bevor er sich wieder ins Fell kuschelte und die Augen schloss. Nur wenigen Sekunden dauerte es bis er wieder die Stimme vernahm, wieder in seinem Kopf so dass es kein anderer hören konnte da war er sich sicher „Estebaaan, wenn du einschläfst komme ich spieeeeleeeen!“ Die Augen wurden wieder aufgerissen und er kauerte sich an der Wand zusammen. Krampfhaft versucht er sich in dieser Nacht wachzuhalten, dabei immer wieder das Pferd nervös durchkuschelnd und den Blick ängstlich durch die Gegen huschen lassend. Doch lange konnte er es nicht aushalten, die Augen wurden immer schwerer und besiegten nach hartem Kampf die Angst die den kleinen Körper im Bann hielt wohl auch verschuldet durch die Metmilch. So schlief er noch vor dem Morgengrauen ein..
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Gast
Eigentlich liebte er Frauen ihre weichen Körper, den Geruch, ihr Lächeln und naja sie kannten sich mit Kindern aus! Gut er hatte sich in den Kopf gesetzt nun auch zu Yasccara einen Zugang zu suchen, mit Honig und duftenden Brot wollte er sie locken, dass sie sich weniger vor ihm fürchten würde und vielleicht erkannte, dass er auch anders sein konnte. Naja gut, das was sie bisher von ihm sah hatte nicht dazu begetragen ihm zu trauen eher ihn zu fürchten. Furcht war ja nicht verkehrt, doch was er nicht wollte war, dass sie sich furchtsam vor ihm zusammenzog sobald er auftauchte.
So wie schon damals mit Arion setzte er sich also an den Kamin und sprach mit ihr, er wollte herausfinden was in ihrem Kopf vorging was sie beschäftigte und bewegte.
Inmitten des Gespräches wurde sie abweisend und erhob sich, ging mit steifen Schritten hoch zu den Dach und den Zinnen der Burg. Anfangs interessiert, später beunruhigt jä näher sie den Zinnen kam... packte er sie sich und hob sie hoch.
Er spürte es nur kurz ein eisiges Gefühl, dann ein Reißen wie von Spinnweben zart und dennoch unbehaglich. Er drückte das Kind an sich, was nun letargisch in seinen Armen in einem Halbschlaf sich an ihn schmiegte und eilte hinunter ins Kinderzimmer mit ihr.
Verflucht, was war das... was geschah hier? Keiner in der Burg, na wunderbar! Cara bei Darkan, Darkan wer weis wo... also fing er an den Allmächtigen anzurufen und ihn um Schutz vor was auch immer zu bitten.
"Allmächtiger, ich dein Diener wage es dich zu stören.
ich habe die Dreistigkeit Dich anzurufen und für diese Kind zu beten!
Halte fern von ihr was nach ihr greifen will,
etwas wagt Dich herauszufordern und seine Hand auf das zu legen was Dein ist!
Weiche von ihr...
Ihr Leben ihre Seele gehrt nur Ihm allein...
und ich werde sie nicht gehen lassen.
Ich wache über sie,
ich diene dem Allmächtigen und glaube mir
Er duldet niemanden neben sich!
Der Allmächtige wird dich unterweisen...
Er allein vermag es dir deinen Weg zu zeigen...
Er allein wird dir zeigen wohin du gehen sollst...
Er wird dich mit Seinem Zorn erfüllen.
Ihr Leben wird Ihm gehören...
Ihre Taten sollen Ihm huldigen...
Ihre Stärke gehört Ihm...
Ihre Treue soll allein Ihm gehören...
Du bist nicht allein, Yasccara... ich bin da
und der Allmächtige auch... hörst du?"
Die Gebete zehrten an ihn und er verbrachte die ganze Zeit knieend vor ihrem Bettchen ihre Hand haltend, lauschte ihrem Murmeln, doch sie wollte nicht erwachen. Er musste eine Frau finden... Frauen kannten sich mit Kindern aus! Er war erleichtert als Arion das Kinderzimmer betrat. Er schickte ihn Cara suchen.
Er hob die immer noch schläfrige Yasccara hoch und schritt mit ihr zur Türe, Melinda war auch eine Frau, ja... das war eine gute Idee und Arlana musste da ja auch sein.
Irritiert sah er auf das Mädchen was ihm nun im Weg stand, es schien fast eine Kopie von Yasccara zu sein und sie schienen sich zu kennen, vermutete er.
Er lauschte Mos Worten und fragte sich ob die Kleine wusste was sie dort redete. Phantastareien eines Kindes, oder mehr? Doch er hatte keine Zeit... Cara musste sich Yas ansehen! Es ist doch immer gut Frauen zu fragen, Althans Arme wurden von dem Gewicht der kleinen Yas zwar langsam immer länger aber er trug sie egal wohin.
Dass Cara es gelang sie mit einer stinkenden Flüssigkeit aufzuwecken und sie dann nichts wie aus seinen Armen in Caras wollte versetzte ihm doch einen kleinen Stich, aber naja... sie kannte Cara eben länger und er war nur ein Fremder der ihre Tante den Hintern versohlt hatte.
Mit Süßem bestechen, wie einfach.. darauf war er nicht gekommen. Als Alpträume wurde alles abgetan, um die Kinder zu beruhigen. Ob das die kleine wache Mo schlucken würde... er bezweifelte es. Vielleicht konnte er morgen mit dem Kinde reden.
Aber eines wusste er, er würde die Nächte nicht mehr in seinem Raum in der Burg schlafen sondern würde im Kinderzimmer nächtigen. Jede Nacht... was ihn dazu bewog? Ein düsteres Lächeln umspielte seine Lippen, er hätte Pläne und Yasccara war ein Teil davon. Man sollte nie versuchen seine Pläne zu durchkreuzen...
Wenn es Alpträume gewesen wäre wäre er nicht beunruhigt gewesen, aber ihn ging dieser feine eisige Spinnweben nicht aus dem Kopf, der ihn berührt hatte als er Yasccara an sich gerissen hatte um sie festzuhalten.
So wie schon damals mit Arion setzte er sich also an den Kamin und sprach mit ihr, er wollte herausfinden was in ihrem Kopf vorging was sie beschäftigte und bewegte.
Inmitten des Gespräches wurde sie abweisend und erhob sich, ging mit steifen Schritten hoch zu den Dach und den Zinnen der Burg. Anfangs interessiert, später beunruhigt jä näher sie den Zinnen kam... packte er sie sich und hob sie hoch.
Er spürte es nur kurz ein eisiges Gefühl, dann ein Reißen wie von Spinnweben zart und dennoch unbehaglich. Er drückte das Kind an sich, was nun letargisch in seinen Armen in einem Halbschlaf sich an ihn schmiegte und eilte hinunter ins Kinderzimmer mit ihr.
Verflucht, was war das... was geschah hier? Keiner in der Burg, na wunderbar! Cara bei Darkan, Darkan wer weis wo... also fing er an den Allmächtigen anzurufen und ihn um Schutz vor was auch immer zu bitten.
"Allmächtiger, ich dein Diener wage es dich zu stören.
ich habe die Dreistigkeit Dich anzurufen und für diese Kind zu beten!
Halte fern von ihr was nach ihr greifen will,
etwas wagt Dich herauszufordern und seine Hand auf das zu legen was Dein ist!
Weiche von ihr...
Ihr Leben ihre Seele gehrt nur Ihm allein...
und ich werde sie nicht gehen lassen.
Ich wache über sie,
ich diene dem Allmächtigen und glaube mir
Er duldet niemanden neben sich!
Der Allmächtige wird dich unterweisen...
Er allein vermag es dir deinen Weg zu zeigen...
Er allein wird dir zeigen wohin du gehen sollst...
Er wird dich mit Seinem Zorn erfüllen.
Ihr Leben wird Ihm gehören...
Ihre Taten sollen Ihm huldigen...
Ihre Stärke gehört Ihm...
Ihre Treue soll allein Ihm gehören...
Du bist nicht allein, Yasccara... ich bin da
und der Allmächtige auch... hörst du?"
Die Gebete zehrten an ihn und er verbrachte die ganze Zeit knieend vor ihrem Bettchen ihre Hand haltend, lauschte ihrem Murmeln, doch sie wollte nicht erwachen. Er musste eine Frau finden... Frauen kannten sich mit Kindern aus! Er war erleichtert als Arion das Kinderzimmer betrat. Er schickte ihn Cara suchen.
Er hob die immer noch schläfrige Yasccara hoch und schritt mit ihr zur Türe, Melinda war auch eine Frau, ja... das war eine gute Idee und Arlana musste da ja auch sein.
Irritiert sah er auf das Mädchen was ihm nun im Weg stand, es schien fast eine Kopie von Yasccara zu sein und sie schienen sich zu kennen, vermutete er.
Er lauschte Mos Worten und fragte sich ob die Kleine wusste was sie dort redete. Phantastareien eines Kindes, oder mehr? Doch er hatte keine Zeit... Cara musste sich Yas ansehen! Es ist doch immer gut Frauen zu fragen, Althans Arme wurden von dem Gewicht der kleinen Yas zwar langsam immer länger aber er trug sie egal wohin.
Dass Cara es gelang sie mit einer stinkenden Flüssigkeit aufzuwecken und sie dann nichts wie aus seinen Armen in Caras wollte versetzte ihm doch einen kleinen Stich, aber naja... sie kannte Cara eben länger und er war nur ein Fremder der ihre Tante den Hintern versohlt hatte.
Mit Süßem bestechen, wie einfach.. darauf war er nicht gekommen. Als Alpträume wurde alles abgetan, um die Kinder zu beruhigen. Ob das die kleine wache Mo schlucken würde... er bezweifelte es. Vielleicht konnte er morgen mit dem Kinde reden.
Aber eines wusste er, er würde die Nächte nicht mehr in seinem Raum in der Burg schlafen sondern würde im Kinderzimmer nächtigen. Jede Nacht... was ihn dazu bewog? Ein düsteres Lächeln umspielte seine Lippen, er hätte Pläne und Yasccara war ein Teil davon. Man sollte nie versuchen seine Pläne zu durchkreuzen...
Wenn es Alpträume gewesen wäre wäre er nicht beunruhigt gewesen, aber ihn ging dieser feine eisige Spinnweben nicht aus dem Kopf, der ihn berührt hatte als er Yasccara an sich gerissen hatte um sie festzuhalten.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 1. Juni 2012, 10:03, insgesamt 3-mal geändert.
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Yasccara Askar
- Beiträge: 154
- Registriert: Freitag 19. Mai 2006, 13:44
Sie wusste, nicht nur weil Cara es ihr gesagt hatte, das man beim Catulus sehr vorsichtig sein muss. Seine Worte meist ein verwirrspiel ähnlich wie dieses der Letharen. Trotzdem war sie sofort bereit mit ihm zu reden, war es doch eine tiefe Faszination für das unergründliche das sie bewegte.
Lang nicht alles lief so wie sie es wollte, schon alleine die Position im Raum behagte ihr nicht ganz und als er dann mit den Honigwaben kam und dem Brot, welches so stark duftete war sie alarmiert. War es ein Test seinerseits? Seine Aussage das er Alatar um sowas unwichtiges wie Brot bittet, wo er doch einfach in die Küche runter eines holen gehen könnte, wies darauf hin.
Doch was dann geschah riss sie aus ihrem Spiel. Erst dieses Gefühl, dieses merkwürdig schlechte Gefühl. Gefolgt von dieser Stimme. War es ein böser Zauber Althans?
Aber wieso sagte die Stimme ihr dann das sie sich von ihm entfernen, ihn gar wegschicken soll? Immer wie mehr geriet ihre Haltung die sie sich aufgebaut hatte ins wanken.
Die nächsten Worte und besonders die Gefühlte berührung auf ihrer Wange versetzten ihr einen Schlag. Ihre Mutter? Alle die andern, die Verschwunden? Es gab einen Weg! Althan war wie weggeblasen für sie, auch die Burg wie unwirklich. Die Hoffnungen welche sie schon länger tief vergraben hatte aufgeflammt und mit ihr die Angst diese Hoffnung wieder zu verlieren oder das sie gar zerstörrt wird. Die dunkelheit des Abend, die Schatten der Weite zogen sie an, die Furcht trieb sie. Der Schmerz in ihrem Herzen schwer und doch so belebend riss jäh als er sie packte, das einzige was blieb war das Versprechen das er wieder kam im Traum.
Verwirrt und erschöpft von den vielen wiedersprüchlichen Gefühlen und Gedanken hing sie schwach an ihm und der Schlaf schien ihr zuckersüsse und doch bittere Erlösung. Nie ganz konnte sie abtauchen, immer wieder wurde sie raus gerissen aus der ruhe. Stimmen, ihr bekannte Stimmen, besorgte Stimmen und dann diese Stimme welche sie schon lange nicht gehört hatte. Die Stimme 'aller Kleinen'.
Es hat funktioniert! Ein teil ihrer Seele war zurück gekehrt in form ihrer Freundin und (vermeintlichen) Halbschwester. Wenn sie doch nur wieder tiefer Abtauchen könnte, ja dann, dann würden vielleicht auch alle andern auftauchen, von Tugor der bestimmt nicht so weit weg war bis zu ihrer Mutter, welche wohl schon weit am andern Ende des Seins angelangt war.
Der Kampf war schwer, bei all diesem Trubel den Schlaf zu halten und aussichtslos als Cara mit ihrem eklig riechenden Fläschchen kam.
Realität und Traum, Angst und Hoffnung, alles vermengt zu einem unübersichtlichen Brei. Mo war tatsächlich da, der vermeintliche Tugor der sie hielt war Althan. Die Stimme, beängstigend und lockend zugleich, war verschwunden und womöglich nur ein übles Trugbild hervorgerufen von Althans Brot gewesen.
Erstmal war aber alles egal, denn Mo, das wahrscheinlcih wundervollste Wesen für Yasccara, war da. Hatte sie gesucht und gefunden. Sprach sogar mit den Grossen und hatte viel zu erzählen.
Lang nicht alles lief so wie sie es wollte, schon alleine die Position im Raum behagte ihr nicht ganz und als er dann mit den Honigwaben kam und dem Brot, welches so stark duftete war sie alarmiert. War es ein Test seinerseits? Seine Aussage das er Alatar um sowas unwichtiges wie Brot bittet, wo er doch einfach in die Küche runter eines holen gehen könnte, wies darauf hin.
Doch was dann geschah riss sie aus ihrem Spiel. Erst dieses Gefühl, dieses merkwürdig schlechte Gefühl. Gefolgt von dieser Stimme. War es ein böser Zauber Althans?
Aber wieso sagte die Stimme ihr dann das sie sich von ihm entfernen, ihn gar wegschicken soll? Immer wie mehr geriet ihre Haltung die sie sich aufgebaut hatte ins wanken.
Die nächsten Worte und besonders die Gefühlte berührung auf ihrer Wange versetzten ihr einen Schlag. Ihre Mutter? Alle die andern, die Verschwunden? Es gab einen Weg! Althan war wie weggeblasen für sie, auch die Burg wie unwirklich. Die Hoffnungen welche sie schon länger tief vergraben hatte aufgeflammt und mit ihr die Angst diese Hoffnung wieder zu verlieren oder das sie gar zerstörrt wird. Die dunkelheit des Abend, die Schatten der Weite zogen sie an, die Furcht trieb sie. Der Schmerz in ihrem Herzen schwer und doch so belebend riss jäh als er sie packte, das einzige was blieb war das Versprechen das er wieder kam im Traum.
Verwirrt und erschöpft von den vielen wiedersprüchlichen Gefühlen und Gedanken hing sie schwach an ihm und der Schlaf schien ihr zuckersüsse und doch bittere Erlösung. Nie ganz konnte sie abtauchen, immer wieder wurde sie raus gerissen aus der ruhe. Stimmen, ihr bekannte Stimmen, besorgte Stimmen und dann diese Stimme welche sie schon lange nicht gehört hatte. Die Stimme 'aller Kleinen'.
Es hat funktioniert! Ein teil ihrer Seele war zurück gekehrt in form ihrer Freundin und (vermeintlichen) Halbschwester. Wenn sie doch nur wieder tiefer Abtauchen könnte, ja dann, dann würden vielleicht auch alle andern auftauchen, von Tugor der bestimmt nicht so weit weg war bis zu ihrer Mutter, welche wohl schon weit am andern Ende des Seins angelangt war.
Der Kampf war schwer, bei all diesem Trubel den Schlaf zu halten und aussichtslos als Cara mit ihrem eklig riechenden Fläschchen kam.
Realität und Traum, Angst und Hoffnung, alles vermengt zu einem unübersichtlichen Brei. Mo war tatsächlich da, der vermeintliche Tugor der sie hielt war Althan. Die Stimme, beängstigend und lockend zugleich, war verschwunden und womöglich nur ein übles Trugbild hervorgerufen von Althans Brot gewesen.
Erstmal war aber alles egal, denn Mo, das wahrscheinlcih wundervollste Wesen für Yasccara, war da. Hatte sie gesucht und gefunden. Sprach sogar mit den Grossen und hatte viel zu erzählen.
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Gast
Da war es wieder...
... das Gefühl so nutzlos, dumm, trampelig und hilflos klein zu sein.
Natürlich hatte sie seine Stimme nicht vergessen und doch nie geglaubt sie so bald (wenn überhaupt je) wieder zu hören. Immerhin hatte er in all den Jahren nicht nach ihr gesucht und keinen Finger gerührt, als nun auch Lias ganz gegangen war. Dann wiederum wohnte dieser ja schon lange nicht mehr wirklich bei der Familie, sondern hatte bei befreundeten Bauern fleißig gearbeitet, welche ihm mehr Vater und Mutter waren, als er und seine neue Frau. Manchmal, wenn der Schlaf sie tief in die friedliche, eigene Wunschwelt trug, dann träumte sie von der Vergangenheit, als er noch fröhlich mit ihnen allen beim Abendbrot gelacht hatte, als er ihre Namen mit warmherziger Stimme rief und als seine Hände noch zärtlich waren und jegliche Prügel so fern schienen.
Wenn sie aus solchen Träumen erwachte war sie traurig und fühlte sich irgendwo auch unglaublich schlecht, denn genau betrachtet war das doch die pure Eifersucht, welche sie somit der "neuen Mama" und ihrer kleinen Schwester Yuli entgegenbrachte. Letztere wusste vermutlich nicht einmal mehr wer oder was "Mo" war, hatte sie sich doch aus dem Staub gemacht, als sie gerade erst lispelnd sprechen konnte. Irgendwie hatte sie alle im Stich gelassen und war feige weggerannt, statt ihrem Vater einmal zu sagen, was sie von alledem hielt und ihn zu fragen, wie er sich nur so verändern konnte.
Bei derartigen Gedanken berührte sie die Narbe, welche sich schräg durch die linke Braue zog und glücklicherweise meist von den feinen, dunklen Härchen bedeckt blieb. Jene fuhr sie mit den Fingerspitzen nach und schwor sich, dass sie ihre Aussprache nur vertagt hatte und eines Tages, wenn sie stärker, tapferer und größer war, doch noch einmal zurückkehren würde. So lange aber fürchtete sie Männer und deren polterig-laute Stimmen, mied Erwachsene lieber und obwohl Erics liebes Gemüt, Raindris offene Türe, Lias' mutige Ader und Lu's Fähigkeit eine neue, bunte Zukunft für alle Menschen um sich herum zu zaubern, gestärkt hatten sprach sie nur, wenn es wirklich nötig war, vor all den Größeren. Erinnerungen hängten sich nämlich irgendwie in allen Gliedern fest und klebten da schlimmer als frisches Baumharz an den Fingern.
Deshalb riss sie nur die Augen auf, spürte wie sich ihr gesamter Körper erinnerte und versteifte, alles in ihr brüllte möglichst keinen Mucks zu machen und sich zu verstecken, während der Kopf verwirrt in das Chaos erklärte, dass diese Wahrnehmung doch eigentlich nur eine Täuschung sein konnte - ja eine Täuschung und doch vernahm sie Vaters Stimme klar und deutlich.
"Mooooo, meine liebe kleine Mooooo... hörst du mich? Mooooo!"
Schauder über Schauder stürzten den Rücken herab und schon begann die Unterlippe zu zittern, ehe sie bemerkte, dass auch irgendetwas an der Tonlage anders war... wunderbar-erhofft war.
"Es tut mir so leid, mein Kiiiiiind... wo bist duuu? Komm zu mir.... es tut mir so leid, Vergeeeebung. Ich flehe dich an... lass uns wieder eine Familie sein, mein Kind, meine Tochteeeer."
Ehe sie es recht realisierte, war sie aufgestanden, hatte die dünne Wolldecke von sich gestriffen und war aus dem mollig warmen "Nest" unter dem alten, großen Wurzelstrunk getreten und lief, der Stimme folgend, tiefer in den Wald hinein. Die Füße gehorchten dem Herzen, nicht dem Kopf und obwohl dieser nun Alarm schlug, gewann die Sehnsucht und sie streckte die Hände weinend und suchend nach dem Vater aus.
"Paaaa, Paaa, ich bin doch da... Paaa, darf ich wieder deine Mo sein, Paaa?"
"Meine Moooo... komm.... komm zu mir.... lass uns spielen..."
Da hielt der Schritt abrupt inne. Spielen? So hatte sich ihr Vater, ein eifrig arbeitender Bauersmann und stolzer Besitzer einer kleinen Herberge, nie ausgedrückt. Zum Spielen war keine Zeit, sie arbeiteten gemeinsam und waren so auch glücklich gewesen. Zudem hatte sie ihn so lange nicht gesehen, wollte er sie nicht erst einmal in die Arme schließen und vielleicht nach Lias fragen, von Yuli und der anderen Mama berichten? Warum also jetzt...?
Misstrauen schwappte hässlich über Mos Brust und glitt siedendheiß die Glieder herab.
"Wer... wer bist du...?"
Stille zunächst, doch kurz danach ertönte das Lachen und schien durch den dunklen Forst zu hallen. Es klang nicht mehr nach der Stimme des Vaters, sondern tiefer, höhend und gefährlich.
"Dein persönlicher Alptraum, mein Kind."
Starre durchzog sie und der Körper wollte nicht mehr gehorchen, als habe man sie mit steifen, breiten Bändern gefesselt. Entsetzt stellte sie fest, dass sie sich wirklich keinen Zoll rühren konnte, doch gerade jetzt weglaufen musste, denn irgendetwas schien sich aus der Schwärze im Tann langsam auf sie zu zu bewegen. Das erstarrte Kind konnte nichts wirklich sehen, doch war es die Fanatsie oder die Ahnung - irgendetwas ließ sie glauben, lange, dünne und spitze Finger zu erkennen, welche sich mehr und mehr nach ihr streckten, bis sie...
Patsch!
Zwei Hände griffen nach ihren Schultern, fest und warm, rissen sie aus der Lethargie, zerrissen die Lähmung und Lias Stimme brüllte.
"LAUF!"
Er hielt sie an der Hand gepackt und zog sie durchs Unterholz, während sie ihm hastig hinterherstolperte. Sie rannten, schlugen Haken und flitzten, wie die jungen Hasen. Erst, als sie den Waldrand hinter sich gelassen hatten, schnappten sie beide nach Luft und kamen völlig außer Atem zum Stehen. Mo merkte, wie ihr die Tränen über die Wangen liefen und den Dreck verschmierten.
"Lii... Liaaas... uhuhuh... da da... war... Paaa...", begann sie zu heulen und warf sich regelrecht in die Arme des Zwillings. Jener aber schwieg und erst, als sie sich etwas gefangen hatte und zu ihm aufblickte, bemerkte sie erschrocken wie bleich er im Gesicht war.
"Mo, das war nicht Vater aber es hat versucht auch mich damit zu locken. Schon seit drei Tagen nun. Im Traum und... auch am Tag. Da stimmt etwas ganz und gar nicht. Hmn, vielleicht sind wir nicht die einzigen Kinder - gut, dass dein Freund Eric so weit weg ist im Moment."
Jähes Erkennen und klamme Angst.
Ja, Eric war vielleicht in Sicherheit aber.... Arion und Lu, die eigentlich Yasccara hieß?!
"Lias, ich muss zurück zur Burg!"
... das Gefühl so nutzlos, dumm, trampelig und hilflos klein zu sein.
Natürlich hatte sie seine Stimme nicht vergessen und doch nie geglaubt sie so bald (wenn überhaupt je) wieder zu hören. Immerhin hatte er in all den Jahren nicht nach ihr gesucht und keinen Finger gerührt, als nun auch Lias ganz gegangen war. Dann wiederum wohnte dieser ja schon lange nicht mehr wirklich bei der Familie, sondern hatte bei befreundeten Bauern fleißig gearbeitet, welche ihm mehr Vater und Mutter waren, als er und seine neue Frau. Manchmal, wenn der Schlaf sie tief in die friedliche, eigene Wunschwelt trug, dann träumte sie von der Vergangenheit, als er noch fröhlich mit ihnen allen beim Abendbrot gelacht hatte, als er ihre Namen mit warmherziger Stimme rief und als seine Hände noch zärtlich waren und jegliche Prügel so fern schienen.
Wenn sie aus solchen Träumen erwachte war sie traurig und fühlte sich irgendwo auch unglaublich schlecht, denn genau betrachtet war das doch die pure Eifersucht, welche sie somit der "neuen Mama" und ihrer kleinen Schwester Yuli entgegenbrachte. Letztere wusste vermutlich nicht einmal mehr wer oder was "Mo" war, hatte sie sich doch aus dem Staub gemacht, als sie gerade erst lispelnd sprechen konnte. Irgendwie hatte sie alle im Stich gelassen und war feige weggerannt, statt ihrem Vater einmal zu sagen, was sie von alledem hielt und ihn zu fragen, wie er sich nur so verändern konnte.
Bei derartigen Gedanken berührte sie die Narbe, welche sich schräg durch die linke Braue zog und glücklicherweise meist von den feinen, dunklen Härchen bedeckt blieb. Jene fuhr sie mit den Fingerspitzen nach und schwor sich, dass sie ihre Aussprache nur vertagt hatte und eines Tages, wenn sie stärker, tapferer und größer war, doch noch einmal zurückkehren würde. So lange aber fürchtete sie Männer und deren polterig-laute Stimmen, mied Erwachsene lieber und obwohl Erics liebes Gemüt, Raindris offene Türe, Lias' mutige Ader und Lu's Fähigkeit eine neue, bunte Zukunft für alle Menschen um sich herum zu zaubern, gestärkt hatten sprach sie nur, wenn es wirklich nötig war, vor all den Größeren. Erinnerungen hängten sich nämlich irgendwie in allen Gliedern fest und klebten da schlimmer als frisches Baumharz an den Fingern.
Deshalb riss sie nur die Augen auf, spürte wie sich ihr gesamter Körper erinnerte und versteifte, alles in ihr brüllte möglichst keinen Mucks zu machen und sich zu verstecken, während der Kopf verwirrt in das Chaos erklärte, dass diese Wahrnehmung doch eigentlich nur eine Täuschung sein konnte - ja eine Täuschung und doch vernahm sie Vaters Stimme klar und deutlich.
"Mooooo, meine liebe kleine Mooooo... hörst du mich? Mooooo!"
Schauder über Schauder stürzten den Rücken herab und schon begann die Unterlippe zu zittern, ehe sie bemerkte, dass auch irgendetwas an der Tonlage anders war... wunderbar-erhofft war.
"Es tut mir so leid, mein Kiiiiiind... wo bist duuu? Komm zu mir.... es tut mir so leid, Vergeeeebung. Ich flehe dich an... lass uns wieder eine Familie sein, mein Kind, meine Tochteeeer."
Ehe sie es recht realisierte, war sie aufgestanden, hatte die dünne Wolldecke von sich gestriffen und war aus dem mollig warmen "Nest" unter dem alten, großen Wurzelstrunk getreten und lief, der Stimme folgend, tiefer in den Wald hinein. Die Füße gehorchten dem Herzen, nicht dem Kopf und obwohl dieser nun Alarm schlug, gewann die Sehnsucht und sie streckte die Hände weinend und suchend nach dem Vater aus.
"Paaaa, Paaa, ich bin doch da... Paaa, darf ich wieder deine Mo sein, Paaa?"
"Meine Moooo... komm.... komm zu mir.... lass uns spielen..."
Da hielt der Schritt abrupt inne. Spielen? So hatte sich ihr Vater, ein eifrig arbeitender Bauersmann und stolzer Besitzer einer kleinen Herberge, nie ausgedrückt. Zum Spielen war keine Zeit, sie arbeiteten gemeinsam und waren so auch glücklich gewesen. Zudem hatte sie ihn so lange nicht gesehen, wollte er sie nicht erst einmal in die Arme schließen und vielleicht nach Lias fragen, von Yuli und der anderen Mama berichten? Warum also jetzt...?
Misstrauen schwappte hässlich über Mos Brust und glitt siedendheiß die Glieder herab.
"Wer... wer bist du...?"
Stille zunächst, doch kurz danach ertönte das Lachen und schien durch den dunklen Forst zu hallen. Es klang nicht mehr nach der Stimme des Vaters, sondern tiefer, höhend und gefährlich.
"Dein persönlicher Alptraum, mein Kind."
Starre durchzog sie und der Körper wollte nicht mehr gehorchen, als habe man sie mit steifen, breiten Bändern gefesselt. Entsetzt stellte sie fest, dass sie sich wirklich keinen Zoll rühren konnte, doch gerade jetzt weglaufen musste, denn irgendetwas schien sich aus der Schwärze im Tann langsam auf sie zu zu bewegen. Das erstarrte Kind konnte nichts wirklich sehen, doch war es die Fanatsie oder die Ahnung - irgendetwas ließ sie glauben, lange, dünne und spitze Finger zu erkennen, welche sich mehr und mehr nach ihr streckten, bis sie...
Patsch!
Zwei Hände griffen nach ihren Schultern, fest und warm, rissen sie aus der Lethargie, zerrissen die Lähmung und Lias Stimme brüllte.
"LAUF!"
Er hielt sie an der Hand gepackt und zog sie durchs Unterholz, während sie ihm hastig hinterherstolperte. Sie rannten, schlugen Haken und flitzten, wie die jungen Hasen. Erst, als sie den Waldrand hinter sich gelassen hatten, schnappten sie beide nach Luft und kamen völlig außer Atem zum Stehen. Mo merkte, wie ihr die Tränen über die Wangen liefen und den Dreck verschmierten.
"Lii... Liaaas... uhuhuh... da da... war... Paaa...", begann sie zu heulen und warf sich regelrecht in die Arme des Zwillings. Jener aber schwieg und erst, als sie sich etwas gefangen hatte und zu ihm aufblickte, bemerkte sie erschrocken wie bleich er im Gesicht war.
"Mo, das war nicht Vater aber es hat versucht auch mich damit zu locken. Schon seit drei Tagen nun. Im Traum und... auch am Tag. Da stimmt etwas ganz und gar nicht. Hmn, vielleicht sind wir nicht die einzigen Kinder - gut, dass dein Freund Eric so weit weg ist im Moment."
Jähes Erkennen und klamme Angst.
Ja, Eric war vielleicht in Sicherheit aber.... Arion und Lu, die eigentlich Yasccara hieß?!
"Lias, ich muss zurück zur Burg!"
-
Lias
Schon komisch, dass man sich immer die Schuld und die Verantwortung für alles möglich gibt, wenn man der Bruder ist und zu allem Übel auch noch der, der nur etwas mehr als eine Stunde eher das Licht der Welt erblickte.
Im Grund waren er und seine Schwester gleich alt und doch hatte er immer das Gefühl sie beschützen und behüten zu müssen, als wäre er eben doch der Ältere, der Große.
Deshalb wurmte es so, dass er nicht schon viel eher durch diese lächerliche Maskerade geblickt hatte und ihr nicht viel eher von den komischen Nacht- und Tagträumen erzählt hatte.
Irgendwer schlich sich in seine Gedanken, in sein Bewusstsein und obwohl der Junge allein bei diesen Überlegungen kalte Angst verspürte, so war er innerlich wohl doch nicht "dummer Bauer" genug, um einfach schreiend davon zu rennen. Er wollte das Etwas verscheuchen, wollte Mo und auch sich beschützen. Blöd nur, dass er so schnell auch schon wieder versagt hatte.
Zum einen hätten sie sich, dies war ihm nun klar geworden, näher an andere Menschen wagen müssen, denn dann hätte man schnell Hilfe gehabt und dann wiederum hätte er Mo einfach von all dem erzählen müssen. So hätte er sie gewarnt und sich und ihr den Schrecken im Wald erspart. Es war grässlich gewesen, als er durch den Verlust der Wärme neben sich wach geworden war, Mos Platz verlassen vorgefunden hatte und schon ahnte, wer sie wie davon gelockt hatte. Schlimmer war es dann nur die Befürchtungen bestätigt zu bekommen, als er mitten in den Zauber des Feindes gerannt war und kurz bevor er Mo berührte, spürte dass irgendetwas wie ein dünner Fetzen riss. Ein unsichtbares Band um sie herum. Nur wenige Augenblicke später und sie wären vielleicht nicht entkommen.
Seufzend schlich er in der Küche des Bocklerhofs auf und ab.
Es machte ihn rasend nicht zu wissen, ob es ihr gut ging und doch hatten sie sich beide schließlich geeinigt, dass sie zur Burg und er zum Hof gehen würden. Es galt Freunde zu warnen, sollte sich seine Befürchtung als wahr bestätigen. Er hoffte ja noch inständig, dass all der Spuk tatsächlich nur ihn und seine Schwester betroffen hatte und sie diesen mit der letzten Fluchtaktion abgeschüttelt hatten.
Irgendwie wusste er aber schon längst, das dem nicht so war und es gerade erst begonnen hatte.
Im Grund waren er und seine Schwester gleich alt und doch hatte er immer das Gefühl sie beschützen und behüten zu müssen, als wäre er eben doch der Ältere, der Große.
Deshalb wurmte es so, dass er nicht schon viel eher durch diese lächerliche Maskerade geblickt hatte und ihr nicht viel eher von den komischen Nacht- und Tagträumen erzählt hatte.
Irgendwer schlich sich in seine Gedanken, in sein Bewusstsein und obwohl der Junge allein bei diesen Überlegungen kalte Angst verspürte, so war er innerlich wohl doch nicht "dummer Bauer" genug, um einfach schreiend davon zu rennen. Er wollte das Etwas verscheuchen, wollte Mo und auch sich beschützen. Blöd nur, dass er so schnell auch schon wieder versagt hatte.
Zum einen hätten sie sich, dies war ihm nun klar geworden, näher an andere Menschen wagen müssen, denn dann hätte man schnell Hilfe gehabt und dann wiederum hätte er Mo einfach von all dem erzählen müssen. So hätte er sie gewarnt und sich und ihr den Schrecken im Wald erspart. Es war grässlich gewesen, als er durch den Verlust der Wärme neben sich wach geworden war, Mos Platz verlassen vorgefunden hatte und schon ahnte, wer sie wie davon gelockt hatte. Schlimmer war es dann nur die Befürchtungen bestätigt zu bekommen, als er mitten in den Zauber des Feindes gerannt war und kurz bevor er Mo berührte, spürte dass irgendetwas wie ein dünner Fetzen riss. Ein unsichtbares Band um sie herum. Nur wenige Augenblicke später und sie wären vielleicht nicht entkommen.
Seufzend schlich er in der Küche des Bocklerhofs auf und ab.
Es machte ihn rasend nicht zu wissen, ob es ihr gut ging und doch hatten sie sich beide schließlich geeinigt, dass sie zur Burg und er zum Hof gehen würden. Es galt Freunde zu warnen, sollte sich seine Befürchtung als wahr bestätigen. Er hoffte ja noch inständig, dass all der Spuk tatsächlich nur ihn und seine Schwester betroffen hatte und sie diesen mit der letzten Fluchtaktion abgeschüttelt hatten.
Irgendwie wusste er aber schon längst, das dem nicht so war und es gerade erst begonnen hatte.
-
Der Erzähler
Ein Lächeln unter der Schädelmaske.
Süßer Geschmack von Triumph, die Schlinge kreiste noch in der Luft und würde sich erst dann zuziehen, wenn sie alle alle in Reichweite waren. Zwei weitere hatte er ausfindig gemacht und auch ihnen würde er sanfte Alpträume schenken.
Wieder schrieb die spitze Klaue:
- Yasccara
- Arion
...Ruhet sanft, meine verlorenen Schäfchen!
[img]http://s1.directupload.net/images/120531/9j6xgjlx.jpg[/img]
Süßer Geschmack von Triumph, die Schlinge kreiste noch in der Luft und würde sich erst dann zuziehen, wenn sie alle alle in Reichweite waren. Zwei weitere hatte er ausfindig gemacht und auch ihnen würde er sanfte Alpträume schenken.
Wieder schrieb die spitze Klaue:
- Yasccara
- Arion
...Ruhet sanft, meine verlorenen Schäfchen!
[img]http://s1.directupload.net/images/120531/9j6xgjlx.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Donnerstag 31. Mai 2012, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
- Shalaryl Di'naru
- Beiträge: 4008
- Registriert: Sonntag 5. Februar 2006, 03:25
- Wohnort: Lao'bha
Es war nicht nur Nyome. Bei Eluive, irgendetwas verpestete die Geister der
Kinder! Und was auch immer es war - es kannte sie.
Nicht Darnas Elfe!
Das war eindeutig. Darna...Emma...Spinnweben, böse Träume...das war zu
vertraut. Es betraf die Kinder und sie selbst. Es gab keine Wahl, kein
Zögern. Wie konnte sie das Lied schützen, wenn sie nicht die neuen Klänge
in ihm schützte? Nur zwei Kinder waren nun im Kloster...sie hatten das
selbe erlebt, gehört, gefühlt. Es musste aufhören. Julian erkannte die Reste
der Fäden, wie Spinnenweben, wischte sie fort. Braute Tee aus den Blättern
des heiligen Baumes. Das war gut, das war viel. Aber dies war...persönlich.
Nicht Darnas Elfe!
"Ich spiele mit dem Feuer." Ja, das tat sie. Was auch immer hier wirkte -
sie hatte eine Ahnung, aber ein paar Teile fehlten ihr noch - es wirkte auf
den Geist. Also schön...sie hatte die Geistklänge schon immer als besonders
faszinierend empfunden; andere Klänge über weite Strecken erfasst; die
versteinerten Menschen und Tiere gerettet, indem sie deren Seelen erinner-
te, was sie waren; ihren Geist den Körper verlassen lassen, um nur mit
ihm wahrzunehmen; andere auf diese Reisen mitgenommen... .
Dies war ihre Aufgabe. Nicht Darnas Elfe?! Gut, dann eben Eluives Elfe!
Die Kinder schliefen durch Erschöpfung und den Tee. Sie würde nicht
schlafen. Nicht direkt. Sie musste auf die Traumpfade und sicher gehen,
dass sie sicher waren. Natürlich mussten die Schlafräume im Kloster Stein-
böden haben. Dachten die Menschen nie nach, wie ein Boden am besten
beschaffen sein sollte? Wenn sie das geahnt hätte...aber gut. Zumindest
war genügend anderes da, um die Trance abzusichern. Dies war speziell.
Normalerweise benötigte sie nicht zwingend Objekte, selbst ihr Baumherz
half ihr letztlich nur; es war nicht wirklich notwendig. Aber um sicher hin
und zurück zu kommen - dafür benötigte es doch etwas mehr. Nachdem
sie alles notwendige zusammengeklaubt hatte begab sie sich in den be-
quemsten Schneidersitz, der auf einem Steinboden möglich war, Eluive
wäre Stolz auf sie! Langsam, sachte senkte sie ihre Atemfrequenz, änderte
ihren Fokus, nahm die Kinder in ihm auf, wandelte den Geistklang mehr
und mehr, aber in bewusstem Handeln in den dumpfen Hall des Schlafes,
begleitet von ihrem kleinen Ritual, das für die ohnehin schon schlafenden
Kinder nicht mehr als melodischer, leiser werdender Singsang, einem
uralten Schlaflied gleich, sein dürfte:
~Eine Späre aus Wasser, gewonnen aus dem Waschbecken, in Form gehalten
durch ein fixierendes Klangmuster. Der erste Schritt:~
"Eluives Wasser wiegt in sanften Wogen den Traum. Wie Flut kommt Schlaf,
wie Ebbe kommt Wachen. Ich bin das Treibholz im steten Wechsel der
Gezeiten.
Ich bin der Träumer im Traum."
~Etwas Erde aus den Blumentöpfen, die sie langsam in die Sphäre rieseln
lässt. Der zweite Schritt:~
"Der Pfad windet sich. Der Pfad lebt und bringt Leben hervor. Was lebt, wacht.
Was wacht, ermüdet. Was ermüdet, schläft. Was schläft, träumt. Der Pfad
windet sich in die Gezeiten des Traumes. Ich gehe wachend den Pfad des
Traumes. Ich träume den Pfad des Wachens. Traum und Pfad werden eins
und lassen mich wandeln.
Ich bin der Träumer im Traum."
~Ein paar Blüten der Pflanzen im Raum, mit einer Entschuldigung
entnommen. Auch sie werden Teil der Sphäre. Der dritte Schritt:~
"Ich bin geboren. Ich bin gewachsen. Ich wähle selbst. Ich leite. Ich bestimme
den Pfad. Ich bin das träumende Leben und das Leben eines Traumes.
Alles ist Eines. Eines ist Alles. Die Blüte des Tages ruht in der Nacht. Die
Blüte der Nacht ruht am Tag. Der Kreis schließt sich.
Ich bin der Träumer im Traum."
~Dann der Lichtpuls aus dem Berstein, die finale Brücke zwischen Elfe,
Sphäre, Kindern einleitend. Der letzte Schritt:~
"Ich bin die Wurzel. Ich bin der Ursprung. Hierher kehre ich zurück.
Ich...bin...der Träumer...Träumer...der Träumer...im...Tr...au...m..."
Die Verbindung steht. Die Trance ist da. Die Traumpfade winden sich...
wohin? Zu wem? Mit wem? Hoffentlich zu angenehmen Träumen der
Kinder. Vielleicht zu einem alten Bekannten. Oder zu einem neuen.
Wer mag schon sagen, wohin sich die Pfade winden und wer sie noch
beschreitet...
[img]http://i21.servimg.com/u/f21/15/01/22/99/emeral10.jpg[/img]
ooc: Wurde ig durchgeführt. Screens können bei Bedarf vorgelegt werden.
Kinder! Und was auch immer es war - es kannte sie.
Nicht Darnas Elfe!
Das war eindeutig. Darna...Emma...Spinnweben, böse Träume...das war zu
vertraut. Es betraf die Kinder und sie selbst. Es gab keine Wahl, kein
Zögern. Wie konnte sie das Lied schützen, wenn sie nicht die neuen Klänge
in ihm schützte? Nur zwei Kinder waren nun im Kloster...sie hatten das
selbe erlebt, gehört, gefühlt. Es musste aufhören. Julian erkannte die Reste
der Fäden, wie Spinnenweben, wischte sie fort. Braute Tee aus den Blättern
des heiligen Baumes. Das war gut, das war viel. Aber dies war...persönlich.
Nicht Darnas Elfe!
"Ich spiele mit dem Feuer." Ja, das tat sie. Was auch immer hier wirkte -
sie hatte eine Ahnung, aber ein paar Teile fehlten ihr noch - es wirkte auf
den Geist. Also schön...sie hatte die Geistklänge schon immer als besonders
faszinierend empfunden; andere Klänge über weite Strecken erfasst; die
versteinerten Menschen und Tiere gerettet, indem sie deren Seelen erinner-
te, was sie waren; ihren Geist den Körper verlassen lassen, um nur mit
ihm wahrzunehmen; andere auf diese Reisen mitgenommen... .
Dies war ihre Aufgabe. Nicht Darnas Elfe?! Gut, dann eben Eluives Elfe!
Die Kinder schliefen durch Erschöpfung und den Tee. Sie würde nicht
schlafen. Nicht direkt. Sie musste auf die Traumpfade und sicher gehen,
dass sie sicher waren. Natürlich mussten die Schlafräume im Kloster Stein-
böden haben. Dachten die Menschen nie nach, wie ein Boden am besten
beschaffen sein sollte? Wenn sie das geahnt hätte...aber gut. Zumindest
war genügend anderes da, um die Trance abzusichern. Dies war speziell.
Normalerweise benötigte sie nicht zwingend Objekte, selbst ihr Baumherz
half ihr letztlich nur; es war nicht wirklich notwendig. Aber um sicher hin
und zurück zu kommen - dafür benötigte es doch etwas mehr. Nachdem
sie alles notwendige zusammengeklaubt hatte begab sie sich in den be-
quemsten Schneidersitz, der auf einem Steinboden möglich war, Eluive
wäre Stolz auf sie! Langsam, sachte senkte sie ihre Atemfrequenz, änderte
ihren Fokus, nahm die Kinder in ihm auf, wandelte den Geistklang mehr
und mehr, aber in bewusstem Handeln in den dumpfen Hall des Schlafes,
begleitet von ihrem kleinen Ritual, das für die ohnehin schon schlafenden
Kinder nicht mehr als melodischer, leiser werdender Singsang, einem
uralten Schlaflied gleich, sein dürfte:
~Eine Späre aus Wasser, gewonnen aus dem Waschbecken, in Form gehalten
durch ein fixierendes Klangmuster. Der erste Schritt:~
"Eluives Wasser wiegt in sanften Wogen den Traum. Wie Flut kommt Schlaf,
wie Ebbe kommt Wachen. Ich bin das Treibholz im steten Wechsel der
Gezeiten.
Ich bin der Träumer im Traum."
~Etwas Erde aus den Blumentöpfen, die sie langsam in die Sphäre rieseln
lässt. Der zweite Schritt:~
"Der Pfad windet sich. Der Pfad lebt und bringt Leben hervor. Was lebt, wacht.
Was wacht, ermüdet. Was ermüdet, schläft. Was schläft, träumt. Der Pfad
windet sich in die Gezeiten des Traumes. Ich gehe wachend den Pfad des
Traumes. Ich träume den Pfad des Wachens. Traum und Pfad werden eins
und lassen mich wandeln.
Ich bin der Träumer im Traum."
~Ein paar Blüten der Pflanzen im Raum, mit einer Entschuldigung
entnommen. Auch sie werden Teil der Sphäre. Der dritte Schritt:~
"Ich bin geboren. Ich bin gewachsen. Ich wähle selbst. Ich leite. Ich bestimme
den Pfad. Ich bin das träumende Leben und das Leben eines Traumes.
Alles ist Eines. Eines ist Alles. Die Blüte des Tages ruht in der Nacht. Die
Blüte der Nacht ruht am Tag. Der Kreis schließt sich.
Ich bin der Träumer im Traum."
~Dann der Lichtpuls aus dem Berstein, die finale Brücke zwischen Elfe,
Sphäre, Kindern einleitend. Der letzte Schritt:~
"Ich bin die Wurzel. Ich bin der Ursprung. Hierher kehre ich zurück.
Ich...bin...der Träumer...Träumer...der Träumer...im...Tr...au...m..."
Die Verbindung steht. Die Trance ist da. Die Traumpfade winden sich...
wohin? Zu wem? Mit wem? Hoffentlich zu angenehmen Träumen der
Kinder. Vielleicht zu einem alten Bekannten. Oder zu einem neuen.
Wer mag schon sagen, wohin sich die Pfade winden und wer sie noch
beschreitet...
[img]http://i21.servimg.com/u/f21/15/01/22/99/emeral10.jpg[/img]
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Zuletzt geändert von Shalaryl Di'naru am Freitag 1. Juni 2012, 03:00, insgesamt 8-mal geändert.
Tschiep?
-
Gast
Die ganze Nacht hatte er kein Auge zu gemacht und im Vorraum des Kinderzimmers über ihren Schlaf gewacht. Er war eh zur Zeit auf der Burg und so konnte er wenigstens seinen kleinen Teil dazu beitragen und ihren Schlaf bewachen. Cara hatte er an diesem Abend nicht mehr gesehen und so würde er abwarten müssen bis sie zu ihm kam.
Der Morgen graute und er streckte seine steifen Glieder langsam erhob er sich und sah noch einmal auf die schlafenden Kinder, er würde jemand anderen hochschicken, er musste zur Morgenandacht gehen und dort würde er den Herrn anrufen, dass sie sich seiner Prüfung stellen würden und er sich ebenso.
Am Abend besuchte er Melinda, nun eigentlich wollte er auch nach Arlana sehen, um zu wissen wie sie sich langsam einlebte und ob sie ähnliches schon erfahren hatte wie Yasccara.
Das Kind fürchtete ihn, es war ihm nicht zu verdenken nachdem er ihr für ihren Angriff den Hintern versohlt hatte vor einigen Tagen. Sie mochte ihn nicht und wirkte ablehnend und abweisend. Was ihm aber gefiel war, dass sie die Nähe zu Melinda suchte, ein Anfang immerhin.
Was auch immer es war eine Prüfung, ein Fluch der Rabendiener oder ein Alptraum, er hatte keinen blassen Schimmer... es verschonte auch nicht die kleine Arlana. Nun Sauhund der er war musste er zugeben, dass er es sich fast erhofft hatte und auch dies Teil davon war warum er die Kleine heute sehen wollte.
Das Kind wurde abwesend, dann wütend und traurig schrien ihn an dass er ein Lügner sei und Salv noch leben würde, dass sie fort wolle zu Ihm und spielen. Sicher er hatte ihr gesagt, das Salv tot sei, so wie es in dem Brief gestanden hat. Er wollte alle Brücken zu ihrer Vergangenheit abbrechen, damit er neu mit ihr beginnen konnte.
Beunruhigt sahen sich nun Melinda und er an, ob des Ausbruches des Kindes. Wie schon Yasccara zuvor berührte er Arlana kurz spürte die zarte Verbindung und dann wie Spinnweben die rissen.
Ein Geräusch im Winde oder mehr?
Dann hörten sie dieses leise Zischen kurze Zeit später diese eisige Kälte, die einen frösteln lies.
Dann hörte Althan die Stimme, ein finsteres Lächeln umspielte seine Lippen, endlich er hatte seine Aufmerksamkeit erregt!
Er hörte das leise Summen in seinem Ohr und dann die Stimme:
"Kllllleiner Catulus! Ich erinnere mich auch
an deine Ängste misch dich nicht ein sonst
werde ich sie holen!"
Seine Ängste? Was wusste dieses Ding davon? Hatte es keine Anhnung davon, dass es nun anders war? Er war ein Diener des Allmächtigen, er kannte keine Furcht, nicht mehr!
Der Weg zu Alatar beginnt in der Furcht. Es ist die Angst, die uns schwächt, die uns Grenzen setzt. Der Herr säte den Zorn in die Welt, um uns von der Furcht zu befreien.
Denn aus ihr entspringt in den Starken ein Funke, der die Ketten der Angst sprengt.
Melinda schien diese Stimme nicht zu vernehmen und so war sie auch einigermaßen irritiert als er losdonnerte:
"Komm du nur... kleine Kinder erschrecken wie wäre es mit einem Mann?"
Stille... er hatte nichts anderes erwartet...
Arlana würde weiter unter Melindas Aufsicht bleiben, nach diesem Vorfall suchte sie ihre Nähe erneut. Er hielt sich fern, denn seine Anwesenheit schien sie nur aufzuregen.
Er wandte sich zum Gehen, er musste Cara finden... und ja, heute Nacht wieder über die Kinder wachen.
Der Morgen graute und er streckte seine steifen Glieder langsam erhob er sich und sah noch einmal auf die schlafenden Kinder, er würde jemand anderen hochschicken, er musste zur Morgenandacht gehen und dort würde er den Herrn anrufen, dass sie sich seiner Prüfung stellen würden und er sich ebenso.
Am Abend besuchte er Melinda, nun eigentlich wollte er auch nach Arlana sehen, um zu wissen wie sie sich langsam einlebte und ob sie ähnliches schon erfahren hatte wie Yasccara.
Das Kind fürchtete ihn, es war ihm nicht zu verdenken nachdem er ihr für ihren Angriff den Hintern versohlt hatte vor einigen Tagen. Sie mochte ihn nicht und wirkte ablehnend und abweisend. Was ihm aber gefiel war, dass sie die Nähe zu Melinda suchte, ein Anfang immerhin.
Was auch immer es war eine Prüfung, ein Fluch der Rabendiener oder ein Alptraum, er hatte keinen blassen Schimmer... es verschonte auch nicht die kleine Arlana. Nun Sauhund der er war musste er zugeben, dass er es sich fast erhofft hatte und auch dies Teil davon war warum er die Kleine heute sehen wollte.
Das Kind wurde abwesend, dann wütend und traurig schrien ihn an dass er ein Lügner sei und Salv noch leben würde, dass sie fort wolle zu Ihm und spielen. Sicher er hatte ihr gesagt, das Salv tot sei, so wie es in dem Brief gestanden hat. Er wollte alle Brücken zu ihrer Vergangenheit abbrechen, damit er neu mit ihr beginnen konnte.
Beunruhigt sahen sich nun Melinda und er an, ob des Ausbruches des Kindes. Wie schon Yasccara zuvor berührte er Arlana kurz spürte die zarte Verbindung und dann wie Spinnweben die rissen.
Ein Geräusch im Winde oder mehr?
Dann hörten sie dieses leise Zischen kurze Zeit später diese eisige Kälte, die einen frösteln lies.
Dann hörte Althan die Stimme, ein finsteres Lächeln umspielte seine Lippen, endlich er hatte seine Aufmerksamkeit erregt!
Er hörte das leise Summen in seinem Ohr und dann die Stimme:
"Kllllleiner Catulus! Ich erinnere mich auch
an deine Ängste misch dich nicht ein sonst
werde ich sie holen!"
Seine Ängste? Was wusste dieses Ding davon? Hatte es keine Anhnung davon, dass es nun anders war? Er war ein Diener des Allmächtigen, er kannte keine Furcht, nicht mehr!
Der Weg zu Alatar beginnt in der Furcht. Es ist die Angst, die uns schwächt, die uns Grenzen setzt. Der Herr säte den Zorn in die Welt, um uns von der Furcht zu befreien.
Denn aus ihr entspringt in den Starken ein Funke, der die Ketten der Angst sprengt.
Melinda schien diese Stimme nicht zu vernehmen und so war sie auch einigermaßen irritiert als er losdonnerte:
"Komm du nur... kleine Kinder erschrecken wie wäre es mit einem Mann?"
Stille... er hatte nichts anderes erwartet...
Arlana würde weiter unter Melindas Aufsicht bleiben, nach diesem Vorfall suchte sie ihre Nähe erneut. Er hielt sich fern, denn seine Anwesenheit schien sie nur aufzuregen.
Er wandte sich zum Gehen, er musste Cara finden... und ja, heute Nacht wieder über die Kinder wachen.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 1. Juni 2012, 09:26, insgesamt 2-mal geändert.
-
Gast
Sie hätte sich gerne mehr Zeit genommen
– nein, wenn sie ehrlich war, hätte sie sich dafür mehr Zeit nehmen müssen.
Der heutige Abend hatte so ruhig anfangen um sich dann in den Geschehnissen fast schon zu überschlagen.
Die junge Maga lehnte, die Augen geschlossen mit der Stirn am kühlen Stein der Mauern der Bibliothek.
Immer noch in Uniform, mehre blonden Locken hatten das Gefägnis des strengen Zopfes verlassen und standen wild in alle Richtungen ab.
Nur langsam löste sie sich von ihrem Platz, auch den Rest des Haares zu erlösen.
Sie hatte nachkommen wollen, aber schließlich gab es mehr als einen Gast am heutigen Abend und so hatte sie noch Stundenläufe im Regiment verbracht, als die Beiden schon längst aufgebrochen waren.
Lange hatte sie die kleine Vivien nicht mehr gesehen, für den kurzen Augenblick eines Wimpernschlages wünschte sie sich die Bedingungen für ein Wiedersehen wären anderer Natur gewesen.
Ein weiteres Mal ging sie durch was ihr Beide berichtet hatten.
Sie hoffte inständig, dass ihnen im Kloster geholfen werden konnte – vielleicht wusste Bruder Julian einen Rat – vielleicht hatte sie aber auch etwas übersehen…
Der Blick der bernsteinbraunen Augen huschte hinüber zu der Tasche, die still an ihrem Platz verweilte. Fast schon frech stand sie immer noch da, wie ein stummer Vorwurf, der nicht vor hatte zu weichen – egal wie lange sie angestarrt wurde.
Ihr blieb nichts anderes übrig, als den Beiden noch einmal einen kurzen Besuch abzustatten.
Etwas für Vivien zu finden, in dass sie sich vielleicht des Tages hinein vertiefen konnte um auf andere Gedanken zu kommen und schließlich all das was sie nun wusste und vermutete in andere Hände weiter zu geben.
Kaum hatte sie rasch die Kleidung gegen etwas Unauffälligeres getauscht, nahm sie sich des stillen Vorwurfes an und verließ mit ihm und einem kleinen Büchlein unter dem Arm noch des Nachts die freie Bibliothek
Phantasien entsteht aus Träumen,
lass es aus Deinem heut erwachen.
Piratenschiffe auf Meeresschäumen,
ich weiss Du kannst das machen.
Lass Dich mit dem Sog treiben,
einfach in die Zauberwelt hinein.
Wilde Gedankenwelten aufreiben,
sei Erwachsen, doch innen klein.
Sing mit den Feen auf ihrer Lichtung,
verhinder das die Realitäten gewinnen.
Geh kreuz und quer in jede Richtung,
lass Rosenmeere vom Himmel rinnen.
Entdeck verborgene neue Träume,
schlag Dornenhecken einfach weg.
Hör auf die Worte der alten Bäume,
folg den Pfaden die ich Dir leg.
– nein, wenn sie ehrlich war, hätte sie sich dafür mehr Zeit nehmen müssen.
Der heutige Abend hatte so ruhig anfangen um sich dann in den Geschehnissen fast schon zu überschlagen.
Die junge Maga lehnte, die Augen geschlossen mit der Stirn am kühlen Stein der Mauern der Bibliothek.
Immer noch in Uniform, mehre blonden Locken hatten das Gefägnis des strengen Zopfes verlassen und standen wild in alle Richtungen ab.
Nur langsam löste sie sich von ihrem Platz, auch den Rest des Haares zu erlösen.
Sie hatte nachkommen wollen, aber schließlich gab es mehr als einen Gast am heutigen Abend und so hatte sie noch Stundenläufe im Regiment verbracht, als die Beiden schon längst aufgebrochen waren.
Lange hatte sie die kleine Vivien nicht mehr gesehen, für den kurzen Augenblick eines Wimpernschlages wünschte sie sich die Bedingungen für ein Wiedersehen wären anderer Natur gewesen.
Ein weiteres Mal ging sie durch was ihr Beide berichtet hatten.
Sie hoffte inständig, dass ihnen im Kloster geholfen werden konnte – vielleicht wusste Bruder Julian einen Rat – vielleicht hatte sie aber auch etwas übersehen…
Der Blick der bernsteinbraunen Augen huschte hinüber zu der Tasche, die still an ihrem Platz verweilte. Fast schon frech stand sie immer noch da, wie ein stummer Vorwurf, der nicht vor hatte zu weichen – egal wie lange sie angestarrt wurde.
Ihr blieb nichts anderes übrig, als den Beiden noch einmal einen kurzen Besuch abzustatten.
Etwas für Vivien zu finden, in dass sie sich vielleicht des Tages hinein vertiefen konnte um auf andere Gedanken zu kommen und schließlich all das was sie nun wusste und vermutete in andere Hände weiter zu geben.
Kaum hatte sie rasch die Kleidung gegen etwas Unauffälligeres getauscht, nahm sie sich des stillen Vorwurfes an und verließ mit ihm und einem kleinen Büchlein unter dem Arm noch des Nachts die freie Bibliothek
Phantasien entsteht aus Träumen,
lass es aus Deinem heut erwachen.
Piratenschiffe auf Meeresschäumen,
ich weiss Du kannst das machen.
Lass Dich mit dem Sog treiben,
einfach in die Zauberwelt hinein.
Wilde Gedankenwelten aufreiben,
sei Erwachsen, doch innen klein.
Sing mit den Feen auf ihrer Lichtung,
verhinder das die Realitäten gewinnen.
Geh kreuz und quer in jede Richtung,
lass Rosenmeere vom Himmel rinnen.
Entdeck verborgene neue Träume,
schlag Dornenhecken einfach weg.
Hör auf die Worte der alten Bäume,
folg den Pfaden die ich Dir leg.
-
Julian Ruyven Lavern
Kinder sind unsere Zukunft.
Nein, das Gefühl im Kloster war ein anderes als im Glaubenshaus. Das Glaubenshaus sollte geweiht werden, es eigentlich schon sein. Er würde Ardan fragen, wenn sich Zeit dazu fand, oder Aaron. Nun allerdings waren die Kinder wichtiger.
Nyome kam allein zu ihm ins Glaubenshaus, wie sie es dann und wann einmal tat. Dass etwas nicht stimmte, konnte man ihr ansehen. So übernächtigt, wie sie wirkte, musste sie mehr als schlecht geschlafen haben. Er gab ihr eine heiße Schokolade, setzte sich zu ihr und natürlich interessierte es ihn, was los war.
Als die Elfen kamen, hatte es gerade erst begonnen, so schien es mir. Kurz vorher erst hatte er neben Nyome auf der Bank Platz genommen, um mitzulesen, was sie schrieb – über ihre Mutter. Dazu sollte es aber nicht mehr kommen. Das Kind schauderte, schaute immer wieder über ihre Schulter, als säße dort jemand. Kaum den Arm um sie gelegt, lehnte sie sich schutzsuchend an. Gleichsam vernahm der Akoluth ein leises Reißen, eine Ahnung, doch ein zweiter Blick über die Schulter zeigte ihm auch nur das, was vorher schon dort gewesen war: Die Anrichte, das Geschirr, der Wasserbottich.
Misch dich nicht ein, Priesterlein, sonst werde ich deine Ängste finden.
Das war eine Herausforderung. Mittlerweile wusste er, dass Nyome Stimmen hörte, hatte ein wenig mitgelesen, was sie schrieb, gehört, was die Lindil dazu sagte.
„Mach nur! Versuch es!“ Er sprach es laut in den Raum hinein. Im ersten Moment tatsächlich sogar Angst verspürend, die allzu schnell aber einer fast schon sturen Entschlossenheit wich. Was auch immer das war, was nun auch in seinen Gedanken herumfuschte, weichen wollte und würde er nicht. Ja, dieses Etwas durfte diese Erwiderung gern als Kriegserklärung nehmen.
Nyome brachten sie gemeinsam zum Kloster. Lun’mellin ließ den Akoluthen mit Fragen zurück, aber für die war nun keine Zeit. Das junge Mädchen war ihm doch deutlich wichtiger im Augenblick, als eine Antwort darauf zu finden, was die Hochelfe gemacht hatte im Glaubenshaus, als sie seine Hände hielt. Er hatte selbst nur die Wärme gespürt, ahnte nur, dass sie irgendwas… tat. Erklärt hatte sie nichts, nicht so wie Shala später.
Der heilige Baum. Er gab Ruhe, er gab Zuversicht, versprach Sicherheit, Schutz und Geborgenheit. Hier schien Nyome doch ein wenig ruhiger zu werden.
Shala wollte nach Überresten suchen, bei ihm wie bei dem Kind. Julian hinderte sie gewiss nicht daran, wollte es genauso wissen. Wer wusste, was er bekämpfte, konnte es immerhin gezielter tun – zumindest meistens.
Nicht die Elfe war es, die sah. Es gab einen Moment des Fallenlassens, ein Moment, in dem er nur das bernsteinerne Pulsieren wahrnahm, als er den Blick dann aber dem Mädchen zuwandte, runzelte er die Stirn.
Feine Fäden, wie von einem Spinnennetz, silbrig, schwach verblassend, an manchen Stellen zerrissen. Sie hafteten an dem Kind, als wären sie der Kontakt von irgendwas zu Nyome. Die Fäden, die zerfetzt waren, verblassten allmählich gänzlich. Das Geräusch fiel ihm wieder ein, dass er glaubte vernommen zu haben.
Fast schon hastig hob er die Hände und wischte über die übrigen Fäden, die Kleidung des Kindes, den Schopf, die Schuhe, die Hände, auch über das Gesicht, bemüht nichts zu übersehen. Überall, wo er mit seiner Hand entlang fuhr, lösten sich die Fäden auf.
Julian redete, erzählte, was er wahrnahm, erzählte, warum er tat, was er tat, mittlerweile selbst erschöpft. Unbewusst wohl hatte er eine eigenen Fühler ausgestreckt, gewiss unterstützt durch die Elfe, auch wenn er ihre Magie nicht spüren konnte, von dem Wind, der damit einherging einmal abgesehen. Er vertraute der Lindil, hatte keinen Grund es nicht zu tun.
Ihr zweites Vorhaben: Sie wollte den Schutz des Baumes, um einen mentalen Eingriff von außerhalb zu unterbinden. Schwierig, aber letztlich kam ihm eine Idee. Mit dem Lied würde es nicht gelingen, darum schlicht zu bitten, ja, das ginge, aber es hielt vermutlich nicht lange, und je weiter man sich vom Baum entfernte, desto schwächer würde womöglich die Wirkung werden. Nein, die Blätter.
Die Blätter waren das, was Julian dazu einfiel. Ein Tee, der einen tiefen traumlosen Schlaf schenkte. Heilend für die Kräfte des Kindes. Also wandte er sich dem Baum zu, der Herrin zu.
Herrin im Licht,
die du uns deine Kinder sandtest
damit wir von ihnen Deine Lehren empfangen,
die den deinen Samen hier pflanzten,
aus dem dein Erbe und dein Sein immerdar unter uns weilt,
uns Mut gibt, Zuversicht, Sicherheit und Geborgenheit,
aber auch die nötige Ruhe, um wieder zu uns zu finden,
in Einklang zu kommen und damit den Blick öffnest auf das,
was wir sonst nur allzu gern übersehen.
Siehe auf uns, deine Diener in Not.
Böse Träume drücken das Kind,
etwas verfolgt das Mädchen,
das wir noch nicht bestimmen können.
Aber sie braucht ihren Schlaf um zu gedeihen,
um zu wachsen unter deinen schützenden Schwingen.
Ich bitte dich, schenk uns deine Gunst,
schenke sie dem Mädchen, auf dass es in einen ruhigen traumlosen und erholsamen Schlaf finden kann.
Drei.
Ein sanfter Wind, ein Rauschen in der Baumkrone und drei Blätter, die vor ihm herabsegelten und landeten. So viel wert, so wertvoll. Erst jetzt fiel ihm das aufgeregte Läuten der Torglocke auf. Etwas benommen noch erhob er sich, ließ Shala und Nyome unter dem Baum zurück mit dem Versprechen alsbald zurück zu sein.
Das, was ihn am Tor erwartete, überraschte ihn und ließ ihn übles ahnen zugleich. Friedrich, zusammen mit einem Mädchen, das in etwa genauso alt war wie Nyome. Vivien lautete ihr Name, des Knappen Nichte. Auch sie, so erfuhr er alsbald, wurde von Stimmen heimgesucht, von Albträumen geplagt.
Shala schien das ebenso zu entsetzen. Und wo zwei Kinder bereits davon betroffen waren, waren es auch noch mehr, so vermutete der Akoluth.
Nachdem der Tee aufgesetzt war, zwei Becher halb gefüllt den Kindern gegeben wurde, bevor sie zu Bett gingen, gab er den restlichen Tee Castor zur Aufbewahrung und mit der klaren Bitte diesen nur an die Kinder und nur vorm Zubettgehen auszuhändigen.
Er hatte die Zelle von Tidus und sich den Kindern und Shala überlassen, weil sie dem Baum sehr nahe lag. Friedrich nahm er mit zu den Gästezellen, die auch Tidus und er sich wohl erst einmal teilen würden müssen.
Bevor er selbst zu Bett ging, hing er ein Pergament an die Zellentüre, eine kurze Nachricht für den anderen Akoluthen, damit er nicht die Kinder weckte und die Elfe störte. Danach verzog er sich in den Speisesaal und verfasste einen kurzen Bericht über die Geschehnisse, ebenso ein Pergament, dass er einem Boten mit auf den Weg gab mit den Worten:
„Vervielfältigt es und hängt es überall im Reich auf, und auch in Bajard, seid so gut.“
[img]http://www.ja-pics.net/images/full/26/fd2ce5a8c.jpg[/img]
Nein, das Gefühl im Kloster war ein anderes als im Glaubenshaus. Das Glaubenshaus sollte geweiht werden, es eigentlich schon sein. Er würde Ardan fragen, wenn sich Zeit dazu fand, oder Aaron. Nun allerdings waren die Kinder wichtiger.
Nyome kam allein zu ihm ins Glaubenshaus, wie sie es dann und wann einmal tat. Dass etwas nicht stimmte, konnte man ihr ansehen. So übernächtigt, wie sie wirkte, musste sie mehr als schlecht geschlafen haben. Er gab ihr eine heiße Schokolade, setzte sich zu ihr und natürlich interessierte es ihn, was los war.
Als die Elfen kamen, hatte es gerade erst begonnen, so schien es mir. Kurz vorher erst hatte er neben Nyome auf der Bank Platz genommen, um mitzulesen, was sie schrieb – über ihre Mutter. Dazu sollte es aber nicht mehr kommen. Das Kind schauderte, schaute immer wieder über ihre Schulter, als säße dort jemand. Kaum den Arm um sie gelegt, lehnte sie sich schutzsuchend an. Gleichsam vernahm der Akoluth ein leises Reißen, eine Ahnung, doch ein zweiter Blick über die Schulter zeigte ihm auch nur das, was vorher schon dort gewesen war: Die Anrichte, das Geschirr, der Wasserbottich.
Misch dich nicht ein, Priesterlein, sonst werde ich deine Ängste finden.
Das war eine Herausforderung. Mittlerweile wusste er, dass Nyome Stimmen hörte, hatte ein wenig mitgelesen, was sie schrieb, gehört, was die Lindil dazu sagte.
„Mach nur! Versuch es!“ Er sprach es laut in den Raum hinein. Im ersten Moment tatsächlich sogar Angst verspürend, die allzu schnell aber einer fast schon sturen Entschlossenheit wich. Was auch immer das war, was nun auch in seinen Gedanken herumfuschte, weichen wollte und würde er nicht. Ja, dieses Etwas durfte diese Erwiderung gern als Kriegserklärung nehmen.
Nyome brachten sie gemeinsam zum Kloster. Lun’mellin ließ den Akoluthen mit Fragen zurück, aber für die war nun keine Zeit. Das junge Mädchen war ihm doch deutlich wichtiger im Augenblick, als eine Antwort darauf zu finden, was die Hochelfe gemacht hatte im Glaubenshaus, als sie seine Hände hielt. Er hatte selbst nur die Wärme gespürt, ahnte nur, dass sie irgendwas… tat. Erklärt hatte sie nichts, nicht so wie Shala später.
Der heilige Baum. Er gab Ruhe, er gab Zuversicht, versprach Sicherheit, Schutz und Geborgenheit. Hier schien Nyome doch ein wenig ruhiger zu werden.
Shala wollte nach Überresten suchen, bei ihm wie bei dem Kind. Julian hinderte sie gewiss nicht daran, wollte es genauso wissen. Wer wusste, was er bekämpfte, konnte es immerhin gezielter tun – zumindest meistens.
Nicht die Elfe war es, die sah. Es gab einen Moment des Fallenlassens, ein Moment, in dem er nur das bernsteinerne Pulsieren wahrnahm, als er den Blick dann aber dem Mädchen zuwandte, runzelte er die Stirn.
Feine Fäden, wie von einem Spinnennetz, silbrig, schwach verblassend, an manchen Stellen zerrissen. Sie hafteten an dem Kind, als wären sie der Kontakt von irgendwas zu Nyome. Die Fäden, die zerfetzt waren, verblassten allmählich gänzlich. Das Geräusch fiel ihm wieder ein, dass er glaubte vernommen zu haben.
Fast schon hastig hob er die Hände und wischte über die übrigen Fäden, die Kleidung des Kindes, den Schopf, die Schuhe, die Hände, auch über das Gesicht, bemüht nichts zu übersehen. Überall, wo er mit seiner Hand entlang fuhr, lösten sich die Fäden auf.
Julian redete, erzählte, was er wahrnahm, erzählte, warum er tat, was er tat, mittlerweile selbst erschöpft. Unbewusst wohl hatte er eine eigenen Fühler ausgestreckt, gewiss unterstützt durch die Elfe, auch wenn er ihre Magie nicht spüren konnte, von dem Wind, der damit einherging einmal abgesehen. Er vertraute der Lindil, hatte keinen Grund es nicht zu tun.
Ihr zweites Vorhaben: Sie wollte den Schutz des Baumes, um einen mentalen Eingriff von außerhalb zu unterbinden. Schwierig, aber letztlich kam ihm eine Idee. Mit dem Lied würde es nicht gelingen, darum schlicht zu bitten, ja, das ginge, aber es hielt vermutlich nicht lange, und je weiter man sich vom Baum entfernte, desto schwächer würde womöglich die Wirkung werden. Nein, die Blätter.
Die Blätter waren das, was Julian dazu einfiel. Ein Tee, der einen tiefen traumlosen Schlaf schenkte. Heilend für die Kräfte des Kindes. Also wandte er sich dem Baum zu, der Herrin zu.
Herrin im Licht,
die du uns deine Kinder sandtest
damit wir von ihnen Deine Lehren empfangen,
die den deinen Samen hier pflanzten,
aus dem dein Erbe und dein Sein immerdar unter uns weilt,
uns Mut gibt, Zuversicht, Sicherheit und Geborgenheit,
aber auch die nötige Ruhe, um wieder zu uns zu finden,
in Einklang zu kommen und damit den Blick öffnest auf das,
was wir sonst nur allzu gern übersehen.
Siehe auf uns, deine Diener in Not.
Böse Träume drücken das Kind,
etwas verfolgt das Mädchen,
das wir noch nicht bestimmen können.
Aber sie braucht ihren Schlaf um zu gedeihen,
um zu wachsen unter deinen schützenden Schwingen.
Ich bitte dich, schenk uns deine Gunst,
schenke sie dem Mädchen, auf dass es in einen ruhigen traumlosen und erholsamen Schlaf finden kann.
Drei.
Ein sanfter Wind, ein Rauschen in der Baumkrone und drei Blätter, die vor ihm herabsegelten und landeten. So viel wert, so wertvoll. Erst jetzt fiel ihm das aufgeregte Läuten der Torglocke auf. Etwas benommen noch erhob er sich, ließ Shala und Nyome unter dem Baum zurück mit dem Versprechen alsbald zurück zu sein.
Das, was ihn am Tor erwartete, überraschte ihn und ließ ihn übles ahnen zugleich. Friedrich, zusammen mit einem Mädchen, das in etwa genauso alt war wie Nyome. Vivien lautete ihr Name, des Knappen Nichte. Auch sie, so erfuhr er alsbald, wurde von Stimmen heimgesucht, von Albträumen geplagt.
Shala schien das ebenso zu entsetzen. Und wo zwei Kinder bereits davon betroffen waren, waren es auch noch mehr, so vermutete der Akoluth.
Nachdem der Tee aufgesetzt war, zwei Becher halb gefüllt den Kindern gegeben wurde, bevor sie zu Bett gingen, gab er den restlichen Tee Castor zur Aufbewahrung und mit der klaren Bitte diesen nur an die Kinder und nur vorm Zubettgehen auszuhändigen.
Er hatte die Zelle von Tidus und sich den Kindern und Shala überlassen, weil sie dem Baum sehr nahe lag. Friedrich nahm er mit zu den Gästezellen, die auch Tidus und er sich wohl erst einmal teilen würden müssen.
Bevor er selbst zu Bett ging, hing er ein Pergament an die Zellentüre, eine kurze Nachricht für den anderen Akoluthen, damit er nicht die Kinder weckte und die Elfe störte. Danach verzog er sich in den Speisesaal und verfasste einen kurzen Bericht über die Geschehnisse, ebenso ein Pergament, dass er einem Boten mit auf den Weg gab mit den Worten:
„Vervielfältigt es und hängt es überall im Reich auf, und auch in Bajard, seid so gut.“
[img]http://www.ja-pics.net/images/full/26/fd2ce5a8c.jpg[/img]
-
Der Erzähler
Es herrschte Aufruhr in den verzerrten Gefilden der Träume, wobei die Nachtschrecken und Schattenundinge eher schweigend versuchten sich unsichtbar zu machen, während ihr Herr und Meister tobte. Verzerrte Klänge, verbogen und zerdrückt, gerissen wie dünne Spitze, vermischten sich mit der Farbleere, als die Dunkelheit mehr und mehr davon schluckte und so in Nichtsein verwandelte. Gründe für seinen Missmut gab es eine ganze Menge und selbst wenn ER diese nicht mit seinen Untergebenen und Lakaien besprach, so kannten sie seine Wünsche und ahnten, was ihn so raßend machte.
Es war just diese eine Grenzlinie, welche sie eigentlich mit zufrieden bewachten und ihr eigen nannten. Seit Anbeginn der Fantasie und der Lebewesen Denken diente ihnen der Raum dahinter als Heimat und an den Stellen, wo die verwischte – wenn die Fantasie über ihre Stränge schlug – suchten sie ihre eigentlichen Erschaffer heim, in deren Ängsten sie geboren worden waren.
ER hatte lange, lange, lange und noch länger mit Stolz sein Amt als Herr der dunklen Träume bekleidet und diejenigen Wesen, welche eine Sprache ihr eigen nannten, hatten ihm Namen gegeben... ganz gleich ob es elfische Singsanglaute waren, Letharengefauche, zwergisches Geschimpfe, menekanische Rufe, ein Fluchen der Tiefländer oder die nüchternen und oft weniger schmucklosen Namen der Menschen in der Mitte der Reiche. ER trug sie mit einer Erhabenheit, die Könige bleich vor Neid machen konnte und spielte seine Rolle auf der Gleichgewichtswippe perfekt.
Diese aber reichte ihm nicht mehr!
ER wollte die Grenze nicht mehr, er wollte mehr von dem, was sie alle nährte: ANGST
Gefunden hatte er sie in den Augen der Kinder, in ihrem Zittern, ihrem Herzklopfen und Weinen.
Dass der ganze Plan schon einmal zunichte gemacht wurde, schien ihn nicht zu kümmern, denn nun suchte ER einfach einen anderen Zugang und verkündete, dass ER es diesmal schaffen würde, der Kinder habhaft zu werden. Doch erneut schien ER auf Widerstand zu stoßen...
Ahnungslose stumpfe Schattenwesen!
ER hatte gemerkt wie dünn die Grenze geworden war, hatte gespürt, dass die Fantasien der Erdenwesen so offen ausgelebt wurden, so klar und deutlich gezeigt, dass seine Macht stieg. Es gab sogar jene, die ihm ganz offensichtlich die Türe öffneten und wohl wussten, welch Chaos ER mit sich bringen konnte. Jene dienten dem Tod, in gewisser Weise der Bruder seines Reiches.... halben Reiches.
Allein der Gedanke an all diese Schranken, die ihm zur Last geworden waren, schnitt durch den Raum wie ein geschärftes Rasiermesser und sorgte für Gewinsel unter den Nachtschrecken.
Nein, diesmal konnte es nicht so enden, wie das letzte Mal, selbst wenn es ihn erschüttert hatte, das hauchgrüne Gesicht aus Darnas Träumen neben dem Nyome zu sehen; auch wenn es ihn verunsichert hatte, gleich zwei Gläubigen auf beiden Seiten gegenüber zu treten – Wesen, die sich im Schlaf so selten in seine Ebene verirrten und dann auch noch ihren Glauben hartnäckig mit sich zerrten, was sie schier unantastbar machte - ;sogar wenn nun, wie ER rasend vor Wut feststellen musste, weder Nyome noch Vivien irgendwelche Träume hatten und Arlana diesmal auf der lichten Seite, jenseits seiner Grenzen blieb.
Sie konnten sie nicht ewig bewachen und ohne ihn und sein Reich würde auf Dauer der Traum zerfallen aber dann wiederum war ER nicht präsent, war nur ein Gespinst ihrer Gedanken. Eine unangenehme Erinnerung, die manche sofort nach dem Erwachen wieder vergaßen – begrenzt, eingeengt, in seiner Macht limitiert!
ER TOBTE!
… und starrte zuletzt auf die beiden neuen Namen im Buch
- Arlana
- Vivien
Erst der Gedanke an die beiden neu entdeckten Fantasien besänftigte ihn und nach einer langen Weile malte es ein Lächeln auf die Züge unter der Schädelkappe. Ja, es lohnte sich doch auch... immerhin hatte ER sowohl eine Streiterin, als auch eine Braut gefunden.
Wenn er nicht zu den Kindern gelangen konnte, dann eben andersherum...
Mit majestätischer Haltung schritt ER durch den Raum und nicht-Raum seines Reiches, bis hin zur Grenze seines sanften Bruders und rief die halbe Wahrheit mit dunkler, sanfter Stimme bohrend in die bunte Traumwelt und den Schutz der Elfe hinein:
Du bist der Träumer im Traum?
Gut, und ich BIN der Traum!
[img]http://s14.directupload.net/images/120601/49jpqy7q.jpg[/img]
Es war just diese eine Grenzlinie, welche sie eigentlich mit zufrieden bewachten und ihr eigen nannten. Seit Anbeginn der Fantasie und der Lebewesen Denken diente ihnen der Raum dahinter als Heimat und an den Stellen, wo die verwischte – wenn die Fantasie über ihre Stränge schlug – suchten sie ihre eigentlichen Erschaffer heim, in deren Ängsten sie geboren worden waren.
ER hatte lange, lange, lange und noch länger mit Stolz sein Amt als Herr der dunklen Träume bekleidet und diejenigen Wesen, welche eine Sprache ihr eigen nannten, hatten ihm Namen gegeben... ganz gleich ob es elfische Singsanglaute waren, Letharengefauche, zwergisches Geschimpfe, menekanische Rufe, ein Fluchen der Tiefländer oder die nüchternen und oft weniger schmucklosen Namen der Menschen in der Mitte der Reiche. ER trug sie mit einer Erhabenheit, die Könige bleich vor Neid machen konnte und spielte seine Rolle auf der Gleichgewichtswippe perfekt.
Diese aber reichte ihm nicht mehr!
ER wollte die Grenze nicht mehr, er wollte mehr von dem, was sie alle nährte: ANGST
Gefunden hatte er sie in den Augen der Kinder, in ihrem Zittern, ihrem Herzklopfen und Weinen.
Dass der ganze Plan schon einmal zunichte gemacht wurde, schien ihn nicht zu kümmern, denn nun suchte ER einfach einen anderen Zugang und verkündete, dass ER es diesmal schaffen würde, der Kinder habhaft zu werden. Doch erneut schien ER auf Widerstand zu stoßen...
Ahnungslose stumpfe Schattenwesen!
ER hatte gemerkt wie dünn die Grenze geworden war, hatte gespürt, dass die Fantasien der Erdenwesen so offen ausgelebt wurden, so klar und deutlich gezeigt, dass seine Macht stieg. Es gab sogar jene, die ihm ganz offensichtlich die Türe öffneten und wohl wussten, welch Chaos ER mit sich bringen konnte. Jene dienten dem Tod, in gewisser Weise der Bruder seines Reiches.... halben Reiches.
Allein der Gedanke an all diese Schranken, die ihm zur Last geworden waren, schnitt durch den Raum wie ein geschärftes Rasiermesser und sorgte für Gewinsel unter den Nachtschrecken.
Nein, diesmal konnte es nicht so enden, wie das letzte Mal, selbst wenn es ihn erschüttert hatte, das hauchgrüne Gesicht aus Darnas Träumen neben dem Nyome zu sehen; auch wenn es ihn verunsichert hatte, gleich zwei Gläubigen auf beiden Seiten gegenüber zu treten – Wesen, die sich im Schlaf so selten in seine Ebene verirrten und dann auch noch ihren Glauben hartnäckig mit sich zerrten, was sie schier unantastbar machte - ;sogar wenn nun, wie ER rasend vor Wut feststellen musste, weder Nyome noch Vivien irgendwelche Träume hatten und Arlana diesmal auf der lichten Seite, jenseits seiner Grenzen blieb.
Sie konnten sie nicht ewig bewachen und ohne ihn und sein Reich würde auf Dauer der Traum zerfallen aber dann wiederum war ER nicht präsent, war nur ein Gespinst ihrer Gedanken. Eine unangenehme Erinnerung, die manche sofort nach dem Erwachen wieder vergaßen – begrenzt, eingeengt, in seiner Macht limitiert!
ER TOBTE!
… und starrte zuletzt auf die beiden neuen Namen im Buch
- Arlana
- Vivien
Erst der Gedanke an die beiden neu entdeckten Fantasien besänftigte ihn und nach einer langen Weile malte es ein Lächeln auf die Züge unter der Schädelkappe. Ja, es lohnte sich doch auch... immerhin hatte ER sowohl eine Streiterin, als auch eine Braut gefunden.
Wenn er nicht zu den Kindern gelangen konnte, dann eben andersherum...
Mit majestätischer Haltung schritt ER durch den Raum und nicht-Raum seines Reiches, bis hin zur Grenze seines sanften Bruders und rief die halbe Wahrheit mit dunkler, sanfter Stimme bohrend in die bunte Traumwelt und den Schutz der Elfe hinein:
Du bist der Träumer im Traum?
Gut, und ich BIN der Traum!
[img]http://s14.directupload.net/images/120601/49jpqy7q.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Freitag 1. Juni 2012, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.