Das Ende einer Geschichte

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Tereus Ferrini

Das Ende einer Geschichte

Beitrag von Tereus Ferrini »

Es war ein Tag wie jeder andere. Man steht morgens auf, man säubert seinen Körper und füttert die Katze. Anschließend gibt es einen aufgewärmten Mokka. Importware aus den Südlichen Landen der Menekaner. Zum Ende folgte noch ein gutes Stück Leib Brot mit etwas Käse. Doch bevor man das Haus verlässt, schließlich lebt Tereus auf La Cabeza, da ist es ratsam sich gut zu Rüsten. Doch ob Schicksalsfügung, Faulheit bzw. Bequemlichkeit zu verdanken war dies genau der eine Tag im Leben in dem Tereus sich dachte; „Die ganze Zeit ist nicht passiert also warum jetzt?“. Tereus verließ das Haus ungerüstet.

Der Tägliche Weg von Tereus führte wie auch sonst durch die dunklen Seitengassen der Insel welche oft dicht bevölkert von so manch Halunken, Diebe und Scharlatane. Doch nichts passierte. Denn sie kannten und erkannten Tereus. Ein Magier der schon viele Kämpfe für sich entscheiden hatte. Am Hafensteg angekommen wurde die Überfahrt mit einem Schiff zum Festland bezahlt. Die Reise selbst auf einem „Piraten Schiff“ verlief recht Ereignislos. Mag es vielleicht damit zusammen hängen das Piraten sich in diesen Gewässern eher selten gegenseitig an die Gurgel gingen und sich auf die großen Handelsschiffe der Reiche konzentrierten.

In Bajard angekommen war es wieder der übliche Tagesablauf. Auf dem Weg zur Akademie wurden die Bewohner des kleinen Dorfes die morgens ihren Pflichten nachgingen stets mit einem freundlichen Wort auf den Lippen tragend begrüßt. In der Akademie angekommen gab es hier und dort einige Unterlagen zu unterschreiben oder neu aufzusetzen. Bücher zu Lesen und Forschungen voran zu bringen. Alles im allen ein ruhiger Arbeitstag. Tereus blieb etwas länger als sonst in der Akademie, so dass er erst sehr spät die Akademie verlassen hat.

Für einen Magier ist es schon „normal“ selbst in der Nacht wie am Tage zu sehen ohne große Einschränkung. Doch in dieser Nacht lies Tereus erneut aller Vorsicht fallen. Die Sterne waren heute besonders gut zu sehen. Der Mond sehr Hell und leuchtend. Also verzichtete Tereus auf seinem Nachtsichtzauber um auf dem Heimweg den Sternenhimmel betrachten zu können. Er war an der Kreuzung vor Bajard angekommen, da passierte das was er niemals für möglichgehalten hatte. Ein Hinterhalt welchen er nicht bemerkte und unter anderen Umständen auch nur belächelt hätte. Ein Pfeil flog aus dem Waldrand treffsicher in den Rücken von Tereus. Ein Schuss dessen Wucht und Tödlichkeit eine gute Rüstung sicher hätte deutlich mildern können. Doch heute war es nicht sein Tag. Vom Pfeil getroffen stütze der Magier vornüber in den Dreck. Die Wunde brannte und schmerzte. Doch Kampferprobt und dem Willen zu Leben besitzend drücke er sich vom Boden ab und schmiss sich zur Seite. Ein weiterer Pfeil landete dort wo Tereus eben noch gelegen hatte. Doch der Plötzliche Ruck sorgte dafür dass der Pfeil der noch immer in seinem Rücken sich befand tiefer ins Fleisch eindrang.

Mehrere dunkle Gestalten Verliesen den Waldrand. Einer von Ihnen sollte schnell den Rückzug antreten, denn eine elektromagnetische Ladung, hervorgerufen durch die Wechselwirkung von Wasser, Luft und Feuer lies ein grelles Licht durch das dunkle der Nacht erblicken. Einer der Angreifer wurde von Blitz getroffen.

Erst jetzt verstanden die Angreifer wer Ihr Ziel war. Kein harmloser Wanderer in der Nacht, keine leichte Beute zum Ausnehmen. Sondern ein gestandener Magier in seinen besten Jahren. Die anderen zogen sich schnell wieder in den Wald zurück. Tereus blieb schwerverwundet zurück. Blutend. Doch erneut seiner Gabe bedienend wurde eine selbst Illusion erzeugt welche die schmerzen ausblenden ließ. Es gab Tereus genug Zeit nach Hause zu kommen. Alles in seinem Umfeld auszublenden, nicht beobachtend wer oder was Ihn hätte möglicherweise folgen können. Der Pfeil verließ das Fleisch und Tereus nahm mehrere Tränke zu sich welche eine Heilung beschleunigen sollten. Dazu bediente er sich zusätzlich noch eines Heilenden Zaubers. Erschöpft und völlig am Ende lag er im Bett. Doch den nächsten Tag sollte er dennoch nicht sehen können. Zu sehr geschwächt war er als das er mitbekam wie eine Person in der Nacht sich Ihm näherte, die Lippen auf die seinen legte und Tereus einen ewigen schlaf wünschte. Die Kehle wurde durchgeschnitten und der Leiter der Akademie Arcana fand im heimischen Bett seinen Tot.
Gast

Beitrag von Gast »

Das letzte Mal...


Mit lautlosen Schritten bewegte sich eine kleine Gestalt Richtung des Bettes.
Die schwarze Katze die neben dem Verletzten lag, hob ihren Kopf und schnurrte leise und freudig auf. Als seine Herrin näher kam.
Langsam senkte Scarlett ihren Blick gegen Tereus. Die kühle Hand legte sich auf seine verschwitze Stirn.
Wie lang er wohl schon in diesem Zustand da lag?
Ob ein Heiler ihm noch das Leben retten könnte?
Der Gestank des Blutes stieg ihr zwischen die Nasenflügel und lies jene kurz erbeben.
Fleisch, Blut und kalter Schweiß mischte sich in Raum zu einem Gestank des Todes.

Er lag einfach nur da…
Bewegungslos…
Seinen Atem konnte sie noch klar und deutlich hören. Er lebte noch..
Seine Finger streiften über das blutige Bettlacken im Fieberschlaf.

Mit sanften Bewegungen strich sie ihm die Haarsträhnen von der Stirn.

Nie hätte sie je Gedacht ihn so verletzlich vor sich zu sehen. Immer war er der starke Magier gewesen, dessen Gabe so mächtig war, dass keiner ihm etwas anhaben konnte.
Und jetzt? Jetzt lag er einfach da, nicht mehr fähig zum Leben. Er quellte sich und sie saß nur Wortlos daneben.

Ihre Augen wanderten über ihn. Und ein echtes Lächeln legte sich über ihre Lippen.

„ Weist du noch, wie wir uns in Bajard kennen lernten? Deine Erscheinung ließ mein Herz damals schnell schlagen. Ich war jung und in dich verliebt.
Erinnerst du dich, an unser Messerwerferspiel? Du hattest mit schummeln meine Unschuld gewonnen. Und liest mich nicht mehr gehen. Wir waren ein schönes Paar Tereus, ein verdammt starkes Paar. ..“

Sie beugte sich zu ihm hinab und küsste ihn sanft auf die Lippen. Ein sanfter Kuss der ihre Gefühle für ihn beinhaltete. Die Augen füllten sich mit salzigen Tränen, dann sprach sie leise flüstern weiter..

„ Danke, dass du mich geliebt hattest. Danke, dass du für mich gesorgt hast und mir meinen Traum erfühlt hattest, ein Blutmädchen zu werden.
Ich danke dir für so vieles….“

Ein leises schluchzen kroch aus ihrer Kehle und die Tränen liefen über ihre Wange hinab.

„ Wir wussten Beide, dass es mal soweit kommen wird. Das ich es sein werde die dir das Leben nehmen wird… Es ist soweit Tereus.. Es ist nun der richtige Augenblick.“

Ein Schleier von Tränen nahm ihr die Sicht. Seine Gestalt weiter hin deutlich zu erkennen.

Mit zitternden Fingern zog sie ihren Dolch aus der Halterung. Jenen hat er ihr selbst eins Geschenk. Die Gravur schien in diesem Augenblick auch die Ironie des Schicksals zu sein.
„ Mit sanften Küssen bedecke ich deine Lippen, mit weißen Lilien deinen Grab“

Dann beugte sie sich vor zu ihm. Legte ihre weichen Lippen auf seine blasen und schnitt ihm die Kehle auf. Der Schnitt glitt weich durch seine Haut und sein Fleisch.
„ Schlaf mein Prinz auf Ewig..“

Zum letzten Mal legte sie sich an seine Seite. In das gemeinsame Bett.
Sie umarmte ihn. Drückte zitternd ihren Körper an den noch warmen Leichnam und brach gänzlich in Tränen aus….
Liam Ecclesia

Beitrag von Liam Ecclesia »

Briefe, Papier und Pergament, das Alles stappelte sich so langsam auf den Schreibtisch des Akademieleiters. Auch Nelrim der alte Verwalter der Academia hatte Tereus schon länger nicht mehr gesehen.

Das war für sich ja nichts Ungewöhnliches, ihr Obermagier hatte öfter so Zeiten in dennen er ganz mit seinen unheiligen Forschungen auf La Cabeza beschäftigt war. Doch die Academia war Tereus warum auch immer nicht egal, seine Pflichten so sehr zu vernachlässigen, war doch etwas Ungewöhnliches.

So beschloss Liam das es Zeit war Tereus in seinem Haus auf La Cabeza auf zu suchen. Er mochte die Insel nicht besonders, gerade das Gefühl der Wehrlosigkeit, im Bezug auf der Entfernung zum Lied der Insel, regte ihn dazu an lieber einige Vorsichtsmassnahme zu treffen.

Der Haarwachstums Trank schmeckte garnicht mal so verkehrt, so besteht er ja zum größten Teil aus Apfel und Champion. Die Haare und den Bart Schwarz gefärbend, wandelt sich der Magier langsam zu einem alten Magier. Die Rolle kurz einprobend machte sich Liam auch schon auf dem Weg zum Hafen um den Fährmann zu bestechen, ihn nach La Cabeza zu bringen.

Er mochte die Insel eigendlich nicht, der Sklavenhandel und die Huren stiessen ihm auf dem Magen. Doch galt es Tereus zu finden und nicht die Huren ab zu wimmeln, die ihm trotzt seiner alten Gestalt mit "Süsser" und Versprechungen von Freunden lockten. Als er sie nach dem Veneficus fragte hielten sie sich bedeckt und keine der Dirnen wollte ihm auskunft geben. Eine recht junge Frau, wohl der übliche Abschaum, weniger gekleidet wie eine Hure als eher die üblichen Beutelschneider die sich hier ebenso rumtrieben kreuzte seinen Weg. Für den Preis einer Krone, aus dem extra dünnen Goldbeutelchen, wies sie ihm den Weg.

Brummend schritt der alte Liam weiter in seiner Rolle bleibend, durch den Urwald, irgendwann auf einen Friedhof stossend. Die kleine Beutelschneiderin hatte ihn wohl betrogen. Wieder zurück in der sogenannten Zivilisation La Cabeza's, wenn man es den so nennen darf, streifte er wieder durch die Straßen um einen besseren Informanten zu finden.

Nach einiger Zeit schmerzten die Glieder, die Rolle eines alten Mannes machte seinen Knochen doch dann wirklich irgendwann zu schaffen. Die gebeugte Haltung war für einen gesunden Körper wirklich einen Last. Je erfreuter war Liam, als er endlich jemand erblickte der ihn sicher weiter helfen konnte. Vallas Amarth war zwar einer der miesesten Räuber, Mörder, Betrüger und Arschlöcher der auf dieser Welt rum läuft, aber was auf dieser Insel von statten geht war ihm immer bekannt. Zwei andere Beutelschneider die bei ihm standen zogen endlich ab und Liam tratt erstmal in seiner Rolle bleibend näher an ihn heran. Nachdem er sich sicher war das Vallas Laune heute erträglich war. Richtet er sich endlich aus der gebeugten Haltung auf und gab seine Rolle auf.

Vallas lud ihn auf einen Rum ein und erzählte ihm dabei von Tereus verschwinden und das er vermutlich Tod sei. Sein Weib sei nach Rahal übergelaufen und es gibt noch keine weiten Hinweise über Tereus verbleib.

Als Liam wieder in der Academia war machte er sich an eine Verlautbarung für die anderen Mitglieder der Academia. Am schwarzen Brett wurde folgender Zettel ausgehängt:

[img]http://s7.directupload.net/images/120608/hutjcia7.png[/img]

Verehrte Collegas, Scolare und Discipuli,

eine traurige Botschaft ist Anlass für diesen Aushang. Unser verehrter Primus, Tereus Ferrini, ist vermutlich verstorben. Diese Informationen erhielt ich bei einem Besuch der Insel La Cabeza. Bislang wurde keine Leiche gefunden, die Hinweise auf sein Hinscheiden sind allerdings erdrückend. Der schmerzliche Verlust eines so verdienten Mitglieds sollten wir Ehren. Bis zur Wahl eines neuen Leiters der Academia übernimmt Veneficus Nelrim als sein Stellvertreter vorrübergehend die Amtsgeschäfte.

In tiefer Trauer und Stolz einer seiner Schüler gewesen zu sein.

Wissen und Weisheit
Magus Liam Ecclesia
Gast

Beitrag von Gast »

Wenn der Tod ein Loch ins Herz reißt,
Unter dem Gefühl unendlicher Trauer,
Kein Lächeln die Lippen mehr erreicht,
Erfüllt vom erdrückenden Schauer.



Lange hatte Sophie die Hallen der Academia Arcana nicht betreten. Die Pflichten hielten sich in überschaubaren Grenzen, und auch an Studenten mangelte es nach wie vor. Gelegentlich wurde die hauseigene Bibliothek im Untergeschoss aufgesucht, um Dokumente in ihrer Akte zu hinterlassen, welche die Scolaren abrufen konnten, sofern nach den Vorlesungen etwas unerklärt blieb.
Auch ihren Vorgesetzten, Primus Ferrini, begrüßte die junge Magistra stets mit einem flüchtigen Lächeln und dem üblichen, andächtigen Kopfneigen. Die Begegnungen fielen kurz aus – man tauschte aus Höflichkeit Worte hinsichtlich des generellen Befindens aus, und ging im Anschluss wieder der Arbeit nach. Sophie hatte sich an die Anwesenheit des mysteriösen Hochmagiers gewöhnt: Er war als Leiter der Akademie, streng und doch gerecht, in der sie Jahre des Studiums verbracht hatte, nicht wegzudenken.

Ganz anders fiel der aktuelle Abend aus: Nelrim saß mit ungewohnter Trauer im gedankenverlorenen Blick vor seinem Berg an Papierkram, und schien Sophie beim Betreten der Akademiehallen nicht einmal zu bemerken. Alles wirkte ungewöhnlich leer, und als die Wände die junge Dozentin zu erdrücken schienen, und sie die Atemluft knapp zu werden bemerkte, wollte sie schnell wieder nach draußen. Tränen schossen ihr in die Augen, und mit Mühe versuchte sie diese vor Nelrim zu verbergen. Sie sah es nicht, doch der alte Magus hatte ihr, hinter ihrem zierlichen Rücken, wider Erwarten, einen nur allzu verständnisvollen Blick gewidmet.
Mit den Ärmeln ihrer runenbesetzten Magierrobe trocknete Sophie ihre glänzenden Augen, schloss sie, und atmete tief die sommerliche Abendluft ein.

Erst vor Kurzem hatte sie vom Tod ihres Primus' erfahren. Man hatte sie in der 'Freien Herberge' vor Bajard auf einen kürzlich errichteten Grabstein mit der Aufschrift ihres verstorbenen, ehemaligen Lehrmeisters hingewiesen. Wie erstarrt erhob sich Sophie; nicht einmal die Stimme ihrer Gefährtin Serra, die gerade in tröstender, wie vorahnender Weise ihre Hand unter dem Tisch hielt, konnte sie davon abhalten, den Weg gen Norden anzusteuern – dort sollte der Grabstein stehen, wurde ihr mitgeteilt. Aniviel, Serra und auch Yasme gesellten sich der bedrückten Magierin hinzu, und folgten ihr in Richtung Waldstück, nördlich der Herberge. Sophie wusste nicht, wie sie das Entsetzen hätte verkraften sollen, wären die drei Frauen ihr nicht gefolgt, und hätten sie ihr, in diesem erdrückenden Moment der Einsicht, nicht zur Seite gestanden.
In stiller Trauer bedankte man sich beim verstorbenen Akademieleiter – dafür, dass die junge Liedkundige seinetwegen mittlerweile selbst befähigt war, in der Academia Wissen zu lehren, weiterzutragen, und dass Tereus ihr außerhalb der Studienhallen stets ein guter Freund war. Ein Freund, dem sie – zur Zeit ihres Daseins als frisch eingeschriebene Studentin – sogar ihr Leben zu verdanken hatte.


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