Einige Tages sind bereits verstrichen seit Aidarius dem Zorn jener wild gewordenen Lethra erlag,
die bereit gewesen war sein Leben der eigenen Eitelkeit unterzuordnen.
Sichtlich ohne Skrupel und mit erschreckender Selbstverständlichkeit hatte sie sein Leben nehmen wollen
und er hatte es bis zu Letzt nicht recht begreifen können warum.
War der wildgewordenen Letha der Erfolg so sehr zu Kopf gestiegen
das es ihren Blick auf die Realität endgültig und vollkommen verzerrt hatte?
Ja der Hauptmann schenke ihr offensichtlich seine Gunst und schien große Erwartungen in diese, seine Schwester zu setzen,
doch sollte diese Tatsache zugleich bedeutet das nun auch er ihrem barschen Gutdünken ausgeliefert wär?
Sie fühlte sich von ihm womöglich provoziert oder gar beleidingt, doch wie hätte er nur wissen sollen das die schlichtesten Worte des Grußes,
in gewohnter Höflichkeit gesprochen, eine derart übertriebene und impulsive Reaktion hervorrufen könnten. Wie verhindern man es jemanden zu reizen der aufgrund eigenen Größenwahns und gemeinster Arroganz, jeglichen noch so kleinsten Wiederspruch, mehr noch, selbst die nicht augenblickliche und demütigste Unterwerfung , als tiefe Kränkung empfindet und einen Angriff seiner Autorität darin zu deuten vermag, welche Ked´Harra nun offenbar mehr und mehr als absolut zu erachten schien?
Obgleich sie sich abmühte den üblichen, emotionslosen, starren Gesichtsausdruck zu mimen, ein Höchstmaß an Selbstbeherrschung und Disziplin vorzuspiegeln, offenbarten ihre Worte mit jedem Atemzug die ungehaltene Empörung vermischt mit blinder Raserei und das Verhalten lies Aidarius eine tiefgreifende Abneigung und Aggression seiner Person gegenüber vermuten.
Es war die Höflichkeit und Etikette, geziemend Männern vom hohem Rang und Namen, welche er dem Blute eines Bastards in seinen Adern zu Trotz, stets zu befolgen wusste, jene es ihm gebot an diesem schicksalhaften Abend mit seinen Glückwünschen an Ked heranzutreten.
Seine Beharrlichkeit brachte ihn dazu sich in Erklärungen zu verstrickten und an dem Versuch der Schlichtung eines ungewollten Streits festzuhalten. Der Preis dafür war hoch, das Drama endete mit Blutvergießen, des seines.
Und es war letztlich Erbarmen was den jungen Landsknecht Syrion zwang, wider der gegenwärtigen Launen seiner Offizierin einen hilflosen, sterbenden Alten ins Lazarett der Stadtgarde zu schleppen und ihm somit das Leben vorerst zu retten.
So denn ihm überhaupt Jemand einen Besuch abstatten würde, fände der Betreffende nicht mehr vor als den leblosen Leib eines alten Mannes im Krankenbette. Leer an Blut und noch mehr an Hoffnung dieses je wieder zu verlassen. Der junge Gardist hatte gewiss alles in seiner Macht stehende getan das Ende hinausgezögert, jedoch vermochten seine in diesem Handwerk ungeübten Hände kaum die Chancen auf eine Genesung bedeutend zu erhöhen.
Die starken Blutungen, durch Ked´Harras Langdolch zugefügter Schnittwunden, waren gestillt und bloß die blutbeschmierten Laken und durchtränkten Verbände zeugten noch davon wie der rote Lebenssaft in Strömen ran. Aber würde der ohnehin schwächliche, von allerlei Gebrechen geplangte Körper des Aidarius auch dem aufkommenden Fieber trotzen können? Sein Zustand, Lebensalter und die völlige Bewusstlosigkeit in welcher er seit dem Vorfall verblieben war, verhieß nichts Gutes.
Doch selbst wenn der alte Aidarius jemals wieder das Bewusstsein wiederergangen würde, welch ein Bild biete ihm sich nach dem Erwachen? Gebrochen und gedemütigt, aufgrund seines Zustandes aller Handlungsmöglichkeiten beraubt, blieb ihm alleine der Funken Hoffnung auf die Hilfe jener Herren, welchen er bisher mit aller Hingabe und Überzeugung, die er noch aufzubringen vermochte, gedient hatte.
Es waren nicht viele Gönner in dieser Stadt, derer Rückhalt er sich vielleicht versprechen konnte, aber darunter waren zwei der mächtigsten Männer der Hauptstadt.
Würde auch nur einer von ihnen sich seiner Treue erinnern und schützend vor ihn stellen? Sahen sie noch einen Nutzen in der Existenz des alten Adlaten oder hatte er seine Zeit längst überlebt?
Ohne Kraft und bar der Hoffnung ?
Moderator: Rahal [Mod]
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Aidarius
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Gast
Irgendwann wird er Besuch erhalten, dort im Lazarett der Stadtgarde und zwar von ihm. Althan kannte diesen Manne kaum, gehört hatte er von ihm gesehen zum ersten Male auf dem Fest vor Düstersee vor wenigen Wochen. Doch verband sie nun eine Sache miteinander, was ihm vor wenigen Wochen wiederfahren war dort an den Toren der Stadtwache hatte ein neues Opfer gefordert... Aidarius.
Nachdenklich sah er auf den blassen alten Mann dort vor sich, schweigend legte er neben dem kleinen Tisch einen kleinen Ranzen ab. Aus diesem nahm er eine Räucherschale, eine kleines Kohlenstück, einige Späne eines würzig duftenden Holzes, eine geweihte Kerze und einen kleinen silbrigen Dolch.
Er hatte diese Demütigung überlebt und es hatte seinen Zorn wachsen lassen, einen Zorn um den er sich bemühte wie Bruder Cha'xyrol es nannte ihn zu kultivieren. So war hier der Lauf der Dinge und wer war er, dass er sie in Frage stellen würde?
Er hatte das alles vergessen wollen, ebenso wie er die Gardistin einfach nur vergessen wollte. Nun fragte er sich, ob es ein Fehler gewesen war über Wochen die Ermittlungen des auf ihn verübten Angriffes mit nicht mehr Nachdruck verfolgt zu haben. Das Gespräch mit dem Hauptmann stand noch aus, als ihm dieses Gerücht vor wenigen Tagen über ein neues Opfer zu Ohren kam.
Naja und nun war er hier, sah wie der alte Mann einen Kampf kämpfte der schon fast verloren schien.
Althan war kein Heiler, doch er könnte den Allmächtigen anrufen, solle er entscheiden ob Aidarius Leben noch zu etwas nütze war oder ob er nun eingehen würde in Nileth Azur, der Ort wohin alle Gläubigen Seelen gehen würden.
Althan stellte die Schale neben das Krankenlager, entzündete die geweihte Kerze und gab die Kohle in die Räucherschale. Dann hielt er die Kerzenflamme vorsichtig an die Kohle und sah wie dieses sich langsam durch das Kohlenstück arbeitet, rötlich aufglühte und eine feine weißgraue Ascheschicht sich darum bildete. Als die Kohle durchgeglüht wer legte er die Holzspäne darauf. Feine Schlieren zogen auf und verteilten im ganzen Raume einen würzigholzigen Geruch.
Er kniet sich vor die Schale neben dem Krankenlager und senkt den Blick.
"Allmächtiger, Schöpfer der Sphären
voll Stolz blicke ich jede Stunde meines Lebens zu Euch auf,
jeden Zyklus meines Lebens.
Ich erfülle meine Aufgaben voller Inbrunst
und besitze nun die Dreistigkeit Euch zu stören,
Euch zu bitten über das Leben Eures Gläubigen zu richten"
Althans Stimme wird tief und feierlich sein, er hält inne ehe auch der letzte Ton seiner Worte verhallt sein wird. Dann nimmt er den kleinen Dolch an sich und greift nach der schlaffen rechten Hand Aidarius. Er wird nicht zögern und ihm eine kleine Stichwunde am rechten Zeigefinger zufügen, dann hebt er dessen Hand an und lässt einige Tropfen Blut auf die Opferschale fallen, welche sich leise zischend mit der Hitze aufgehen und den feinen Rauch dadurch etwas verstärken. Danach legt er die leblos wirkende Hand wieder auf dem Laken ab.
"Allmächtiger, Aidarius der dir stets treu ergeben war,
in seinem Namen bitte ich um Eure Macht.
Füllt seinen Geist und seinen Körper damit.
Schenkt ihm den Willen um zu überleben.
Auf das Eure Ziele, mit seinen Händen
in Euren Namen vollführt werden.
Bereichert ihn mit Eurem Zorn und Stärke,
nehmt seinen Körper als ein Gefäß Eurer Macht.
Seht auf seine Taten die er in Eurem Namen ausführen wird.
Oh, Allmächtiger erhört Euren ergebenen Diener
und lasst uns an eurer Macht teilhaben."
Nachdem er endet nimmt er den Dolch und führt ihn an sein linkes Handgelenk. Kurz ritzt er seine Haut an und einige Tropfen Blut quellen hervor. Er dreht das Handgelenk und lässt sein Blut in die Schale tropfen.
"Die Macht des Allmächtigen sei gepriesen.
Seine Weisheit auf ewig erzählt.
Die Ketzer werden kriechen und die Starken obsiegen.
Denn Er ist bei uns, Er gibt uns Kraft und Er gibt uns Stärke.
Von jetzt an bis zu dem Tage an dem wir einkehren werden
in die heiligen Hallen von Nileth Azur"
Althan wird dort knieend ausharren bis die Kohle niedergebrannt ist. Mit der rechten Hand wird er seine vier Finger in die noch warme Asche tauchen und dann auf Aidarius Handrücken der rechten Hand damit vier senkrechte Striche zeichnen, die im entfernten an einen Pfotenabdruck wohl erinnern könnten.
Dann wird er seine Utensilien wieder zusammenpacken. Außer der langsam niederbrennenden geweihten Kerze, dem Zeichen auf Aidarius Hand und dem Geruch nach kostbaren Hölzern wird nichts mehr auf seine Gegenwart hindeuten.
Sollte Aidarius erwachen und er nachfragen wird man ihm warscheinlich berichten können, dass ihn Catulus Althan besucht haben wird.
Althan wird sich aufmachen gen Düstersee und sich auf die Suche nach Cara begeben, sollte er ihrer ansichtig werden wird er ihr Folgendes sofort mitteilen.
"Komm Cara, eile dich... dem Herrn Aidarius geht es nicht gut und ich kann nichts mehr für ihn tun.
Alles liegt nun in den Händen des Allmächtigen. Seht nach ihm!"
Nachdenklich sah er auf den blassen alten Mann dort vor sich, schweigend legte er neben dem kleinen Tisch einen kleinen Ranzen ab. Aus diesem nahm er eine Räucherschale, eine kleines Kohlenstück, einige Späne eines würzig duftenden Holzes, eine geweihte Kerze und einen kleinen silbrigen Dolch.
Er hatte diese Demütigung überlebt und es hatte seinen Zorn wachsen lassen, einen Zorn um den er sich bemühte wie Bruder Cha'xyrol es nannte ihn zu kultivieren. So war hier der Lauf der Dinge und wer war er, dass er sie in Frage stellen würde?
Er hatte das alles vergessen wollen, ebenso wie er die Gardistin einfach nur vergessen wollte. Nun fragte er sich, ob es ein Fehler gewesen war über Wochen die Ermittlungen des auf ihn verübten Angriffes mit nicht mehr Nachdruck verfolgt zu haben. Das Gespräch mit dem Hauptmann stand noch aus, als ihm dieses Gerücht vor wenigen Tagen über ein neues Opfer zu Ohren kam.
Naja und nun war er hier, sah wie der alte Mann einen Kampf kämpfte der schon fast verloren schien.
Althan war kein Heiler, doch er könnte den Allmächtigen anrufen, solle er entscheiden ob Aidarius Leben noch zu etwas nütze war oder ob er nun eingehen würde in Nileth Azur, der Ort wohin alle Gläubigen Seelen gehen würden.
Althan stellte die Schale neben das Krankenlager, entzündete die geweihte Kerze und gab die Kohle in die Räucherschale. Dann hielt er die Kerzenflamme vorsichtig an die Kohle und sah wie dieses sich langsam durch das Kohlenstück arbeitet, rötlich aufglühte und eine feine weißgraue Ascheschicht sich darum bildete. Als die Kohle durchgeglüht wer legte er die Holzspäne darauf. Feine Schlieren zogen auf und verteilten im ganzen Raume einen würzigholzigen Geruch.
Er kniet sich vor die Schale neben dem Krankenlager und senkt den Blick.
"Allmächtiger, Schöpfer der Sphären
voll Stolz blicke ich jede Stunde meines Lebens zu Euch auf,
jeden Zyklus meines Lebens.
Ich erfülle meine Aufgaben voller Inbrunst
und besitze nun die Dreistigkeit Euch zu stören,
Euch zu bitten über das Leben Eures Gläubigen zu richten"
Althans Stimme wird tief und feierlich sein, er hält inne ehe auch der letzte Ton seiner Worte verhallt sein wird. Dann nimmt er den kleinen Dolch an sich und greift nach der schlaffen rechten Hand Aidarius. Er wird nicht zögern und ihm eine kleine Stichwunde am rechten Zeigefinger zufügen, dann hebt er dessen Hand an und lässt einige Tropfen Blut auf die Opferschale fallen, welche sich leise zischend mit der Hitze aufgehen und den feinen Rauch dadurch etwas verstärken. Danach legt er die leblos wirkende Hand wieder auf dem Laken ab.
"Allmächtiger, Aidarius der dir stets treu ergeben war,
in seinem Namen bitte ich um Eure Macht.
Füllt seinen Geist und seinen Körper damit.
Schenkt ihm den Willen um zu überleben.
Auf das Eure Ziele, mit seinen Händen
in Euren Namen vollführt werden.
Bereichert ihn mit Eurem Zorn und Stärke,
nehmt seinen Körper als ein Gefäß Eurer Macht.
Seht auf seine Taten die er in Eurem Namen ausführen wird.
Oh, Allmächtiger erhört Euren ergebenen Diener
und lasst uns an eurer Macht teilhaben."
Nachdem er endet nimmt er den Dolch und führt ihn an sein linkes Handgelenk. Kurz ritzt er seine Haut an und einige Tropfen Blut quellen hervor. Er dreht das Handgelenk und lässt sein Blut in die Schale tropfen.
"Die Macht des Allmächtigen sei gepriesen.
Seine Weisheit auf ewig erzählt.
Die Ketzer werden kriechen und die Starken obsiegen.
Denn Er ist bei uns, Er gibt uns Kraft und Er gibt uns Stärke.
Von jetzt an bis zu dem Tage an dem wir einkehren werden
in die heiligen Hallen von Nileth Azur"
Althan wird dort knieend ausharren bis die Kohle niedergebrannt ist. Mit der rechten Hand wird er seine vier Finger in die noch warme Asche tauchen und dann auf Aidarius Handrücken der rechten Hand damit vier senkrechte Striche zeichnen, die im entfernten an einen Pfotenabdruck wohl erinnern könnten.
Dann wird er seine Utensilien wieder zusammenpacken. Außer der langsam niederbrennenden geweihten Kerze, dem Zeichen auf Aidarius Hand und dem Geruch nach kostbaren Hölzern wird nichts mehr auf seine Gegenwart hindeuten.
Sollte Aidarius erwachen und er nachfragen wird man ihm warscheinlich berichten können, dass ihn Catulus Althan besucht haben wird.
Althan wird sich aufmachen gen Düstersee und sich auf die Suche nach Cara begeben, sollte er ihrer ansichtig werden wird er ihr Folgendes sofort mitteilen.
"Komm Cara, eile dich... dem Herrn Aidarius geht es nicht gut und ich kann nichts mehr für ihn tun.
Alles liegt nun in den Händen des Allmächtigen. Seht nach ihm!"