Ein neues altes Leben? (RP Geschichte)

Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Sie war in Varuna gewesen, bei der Verhandlung gegen Clarissa Ilviss. Was dabei rausgekommen war wusste sie nicht mehr. Anshi stand immer noch brav in Varuna angebunden, doch Erinna war von den Zeitgeistern entführt worden. Wann sie wieder kommen würde war fraglich.

[tschuldigung für dieses Post, ich steh Momentan auf der Strasse und weis noch nicht wann ich wieder spielen kann und ob überhaupt, muss nach Karnevall mal sehen wie meine Zukunft weitergeht]
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Der Streit war unnnütz gewesen, Erinna wusste das und sie hielt sich so ruhig sie konnte. Es wäre auch nicht recht gewesen sich mit der eigenen Mutter zu streiten. Was hätte sie auch tun sollen? Ihre Mutter anlügen? Jene hatte sie dreimal gefragt was ihr Problem wäre, warum sie unzufrieden war. Zweimal hatte Erinna behaarlich geschwiegen, beim dritten Mal hatte sie es in einem versteckten Rätsel versucht. Dann war es heraus gewesen und Cailly lief davon. Falk und Erinna folgten ihr.

Erinna fühlte eine tiefe Enttäuschung im Herzen als Cailly auch noch andeutete von wegen irgendwas unter ihrem Stand. Sie war diese ewigen Streitereien im Clan leid, auch wenn sie wusste das sie selber mit dran Schuld war. Cailly hatte, nachdem sie wegging und alleine sein wollte, gesagt dass sie wollte das Erinna noch im Clan blieb um gesund zu werden. Es war das erstemal das Erinna nicht das tat was ihre Mutter wollte. Als der Abend hereinkroch legte sie ihren Ledermantel auf dem Boden aus und rollte sich in ihren Kaninchenfellumhang.

Sie wollte nicht nochmal der Grund für irgendwelche Streitereien sein. Sie wollte das die anderen weiterhin friedlich den Abend verbringen konnten, ohne sie dabei zu haben. Was hätte sie auch zu erzählen gehabt, Abends am Feuer. Sie hätte geschwiegen und das wäre wieder nur Grund gewesen dass alles missbilligend seufzte und sie sich gezwungen sah irgendwas zu erfinden. Bevor sie einschlief lauschte sie eine Weile lang den Stimmen der Natur. Sie wusste das sie sehr viel Falsch gemacht hatte. Zuerst hatte sie die Stille im Clan gestört, dann das dauernde Jammern wegen einiger ungefährlichen Wunden und zum Schluss war es die Langeweile die sie in tiefe Unzufriedenheit gestossen hatte.

Leise seufzte sie. Das Gefühl von Vertrauen, Geborgenheit, fehlte ihr. aber musste sie dafür jedesmal krank sein? Kaum war sie relativ gesund gab es wieder eine Situation in der sie sich fragte, wozu sie eigendlich noch vertraute. Sie hatte Cailly Dinge leise gesagt, im vollen Vertrauen, zu einer Freundin die Cailly in dem Moment für sie gewesen war. Sie hasste langsam Caillys Schwangerschaft, die jene so zickig werden lies, so unausgeglichen. Cailly hatte ihr ihre Probleme erzählt, und Erinna behielt jene für sich, so wie man es unter Freunde tat.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Anshi guckte sich um, waren das nicht die Schritte ihrer Herrin? Nein nur Silwen. Wo blieb nur Erinna? Seit Tagen stand die kleine Haflinger Stute nun am Hof von Leanne, wurde jeden Tag gefüttert, sauber gemacht und bewegt, aber was Anshi am meisten fehlte war Erinna. Auch der graue Mustang frass weniger und schaute immerzu zur Türe sobald er Schritte hörte, aber dann senkte er nur traurig seinen feinen eleganten Kopf und schnaubte leise Sehnsüchtig. Dann war Anshi es leid. Wiehernd und tretend riss sie sich los und rannte im gestreckten Gallop Richtung Grimwould. Vielleicht war ja Erinna dort.

Noch immer sass Erinna am Felsen zusammengekauert und blickte in den Nebel. Auch sie wartete. Worauf sie wartete wusste sie selber nicht. Gegessen hatte sie nur das was sie bei sich trug und das ging langsam zu Neige. Sie hörte Entfernt Hufschläge, aber rührte sich nicht von der Stelle. Sie hatte ihre Freiheit, wie sie sich jene gewünscht hatte, aber sie war einsam. Der Tag begann mit Schweigen und endete mit Schweigen. Von Fjorleif hatte sie gar nichts mehr gehört oder gesehen, seit dem Tag an dem Falk ihm ein blaues Auge verpasst hatte. Ihre Haare waren lang geworden und hingen in wilden Strähnen an den Konturen ihres fein geschnittenen Gesichtes entlang. Manchmal schüttelte sie ein Husten der von der letzten Erkältung geblieben war. Er war zu etwas geworden woran sie sich gewöhnt hatte und er löste einige Augenblicke lang die bleiernde Stille.

Anshi suchte am Clan entlang, wieherte, ja sie schrie förmlich nach Erinna. Keines der anderen Pferde hatte Erinna gesehen und Anshi machte sich Sorgen. Erinna würde sie nie einfach irgendwo vergessen, dass wusste Anshi. Langsam liess sie den Kopf hängen und trottete in den Wald. Ohne Erinna wollte sie nicht im Clan sein oder am Hof. Lustlos nagte sie an einigen Grashalmen die sie sich mit einem Huf vom Schnee freigeschoben hatte.
Silwen Hinnak

Beitrag von Silwen Hinnak »

Den ganzen Morgen hatte er hämmernd und sägend in der Stallung zugebracht. Mühselig war die arbeit, doch jetzt liessen sich die Boxentore öffnen und schliessen ohne zu verkanten.
Sein Blick glitt im laufe der Arbeiten immer wieder hinüber zum Grauen, der nicht unruhig und aufgeschreckt durch die ungewohnten Geräusche, wie die anderen, in seiner Box auf der Stelle trat.
Müde sah das sonst so stolze Tier aus.
Auch die Gesellschaft von Nachtwind, den er zu ihm in die Box gestellt hatte, zeigte kaum Wirkung.
Er hatte gehofft dass Nachtwind ihn beim Ehrgeitz packen würde, wenn es darum ging, die saftigsten Karotten zu ergattern. Zumindest sollte er dem Grauen das Gefühl geben, dass seine Box nicht leer war und er nicht verlassen.

Lange würde er es nicht mehr machen wenn es so weiter ging. Schwer würde es ihm bestimmt fallen das Tier von seinen Leiden zu erlösen, die keinen erkennbaren Ursprung zu haben schienen, die er wohl selbst gewählt hatte.

Erst als er am Mittagstisch sass und sich eine Zweite Brotzeit munden liess fiel ihm bei einem verträumten Blick aus dem Fenster zur Strasse hin auf, dass Anshi nicht mehr vor dem Haus angebunden war.

Krachend fiel der Stuhl um, als er aufsprang und zur Tür hinaus eilte. Seine erste Befürchtung, Pferdediebe hätten das Tier mitgenommen, fand er nicht bestätigt. Derbe Kerben, wie von schweren Hufschlägen fanden sich am Anbindepfosten und der Ring troff von Speichel.
Sie musste das Seil weichgekaut und sich denn mit einigen gezielten Tritten losgerissen haben. Suchend blickte er sich auf der Strasse um... sie konnte weiss Temora wo sein.
Sich immer wieder sagend, dass es ja kein dummes Tier war und sie sicher einen Grund dafür gehabt haben musste, ging er zurück ins Haus um seine Mahlzeit zu beenden. Er würde ja heute noch zu dem Nebeldingens gehen .... unterwegs konnte er ja die Augen offen halten. Vielleicht wusste auch der Clan wo sie steckte...
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Langsam betrat sie morgends den Hof. Schnell war die Ernte erledigt, weil sie durch ihre Gedanken von der Zeit abgelenkt war. Danach trat sie zu dem grauen Mustang an die Box und sanft strich sie dem Tier durch die Mähne. Sie griff zum Striegel und Bürste. In gleichmässigen Strichen bürstete sie sein Fell bis es wieder glänzte wie mit Fett eingerieben. Wärend dessen legte der Hengst seinen feinen zierlichen Kopf auf ihre Schulter.

Wortlos legte sie einen Arm um seinen Hals und lehnte ihren Kopf an den Hals. Still standen beide so eine ganze Weile, bis der Hengst seinen Kopf hob und sie regelrecht vorwurfsvoll ansah. Leise seufzte sie. Ihre kleine Haflinger Stute hatte sie auch wieder gefunden und ebenso gepflegt. Ruhig füllte sie den Trog des Grauen auf und setzte sich an die Stallwand. Zufrieden lauschte sie den kaugeräuschen seiner Zähne und schloss nachdenklich die bernsteinfarbigen augen halb.

Sie verstand nicht warum der Mustang so an ihr hing. Nichts hatte sie getan um seine Freundschaft zu gewinnen.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Werkstatt. Farben holen. Ein Blatt Pergament. Sven hatte ihr gesagt sie solle das mal versuchen. Sven, beim Gedanken an ihn lächelte sie sanft. Er war ihr Brottr, in der Sprache der Tiefländer hiess das Bruder. Lange hatten sie noch in der Nacht miteinander gesprochen und sie hatte das Gefühl das er sie verstand. Sicher sie hatte Zeit sie war ja auch noch jung. Erinna wusste nicht warum es sie danach drängte einen Partner an ihrer Seite zu haben. War es Neid auf die Anderen? War es der Schmerz der sie durchging wenn andere sich küssten und glücklich wirkten? War sie wirklich schon so im Herzen verbittert?

Langsam griff sie zu einem Pinsel und begann in feinen dünnen schwarzen Strichen Linie zu zeichnen ohne darüber nachzudenken was sie malen wollte. Zuvor hatte sie in ihrem Zimmer die Staffelei aufgestellt und sich davor gesetzt. Lange hatte sie einfach nur das unbemalte Pergament angestarrt und über das Gespräch nachgedacht.

In kurzen ordendlichen Strichen malte sie Linie für Linie. Langsam nahm das Bild gestallt an und es wirkte erst nur wie ein Pferd. Langsam glitt ihr Blick über die Farben und sie wählte sich einen Weissen Ton. Vorsichtig wieder in kurzen Strichen malte sie die Umrisse nach und was sie noch in Weiss haben wollte. Nachdem mischte sie Weiss mit einem dunklen Blauton und nach einigen Stunden konnte man deutlich Fellstrucktur, Muskeln und andere Feinheiten erkennen. Den Kopf des Pferdes hatte sie erstmal noch nicht ausgemalt, dort setzte sie schöne honigfarbende Augen hinein und blassrosane Nüstern. Dann griff sie wieder zu dem Weiss und dem dunklen Blau. Als der Kopf fertig war und ein güldenes Horn noch an der Stirn prangte begann sie die Umgebung zu malen. Dunkle schwarzbraune Bäume erhoben sich unter dem schwarz blauen Nachthimmel und ein runder Vollmond beendete das Bild. Nach Stunden legte sie alles beiseite und betrachtete ihr Bild. Ein Einhorn bei Nacht. Es Stand da mit direktem Blick auf den Betrachter. So stellte sie sich ein Einhorn vor von dem sie soviel schon gehört hatte in Geschichten die man in den Tavernern erzählte.

Sie nahm das Bild und stellte es zu Aurora und Sven ins Zimmer und streifte sie dann warme Kleidung über. Sie ritt zum Hof von Leanne um nach dem Mustang zu sehen.
Sven Hinrah

Beitrag von Sven Hinrah »

Ein fröhliches Pfeiffen lag auf Svens Lippen, als er die Tür zu seinem und Auris Zimmer öffnete, zufrieden über das erfolgreiche Sammeln des Holzes. Gerade als er das Beil von der Schulter nehmen wollte, fiel ihm die Staffelei auf. Das Pfeiffen erstarb auf seinen Lippen und ein gerührtes Lächeln machte sich stattdessen auf ihnen breit.
Sie hatte auf ihn gehört... und bei den Gesteistern, sie hatte sogar Talent! Zumindest meinte er das, als er das Bild sorgfältig betrachtete. Eine ganze Weile ruhte sein Blick auf dem Bild und in seinen Gedanken formte sich eine Idee.

Er legte sein Beil achtlos neben seine Truhe, griff nach der Staffelei und ging damit in die Werkstatt. Dort nahm er sorgfältig Maß, und blickte dann auf das Holz... Er hatte noch nie einen Rahmen gebastelt.. doch eigentlich dürfte das doch nicht allzuschwer sein. So machte er sich an die Arbeit, leicht viel es ihm nicht, und doch sägte und hämmerte er unermüdlich, bis der Rahmen endlich Gestalt annahm. Vorsichtig passte er das Bild in den Rahmen ein und er hoffte, dass sie sich darüber freuen würde.

Das Bild in der Hand, stapfte er nach oben und klopfte ersteinmal bei Eri an. Als keine Antwort kam, öffnete er die Tür und schaut sich kurz um. Nie zuvor hatte er dieses Zimmer betreten. Er stellte das Bild an ihren Schreibtisch, dort müsste sie es direkt sehen, wenn sie wieder kam. Und er hinterließ noch eine kleine Nachricht dort für sie.

Sollte sie diese finden, kann sie folgende Worte, in schrägen, zackigen Lettern lesen:

Ich bin stolz auf dich, Kleynes!

Damit verliess er ihr Zimmer wieder. Auf dem Gang hielt er inne, sie hatte seinen Rat beherzigt, vielleicht sind seine Worte doch zu ihr durchgedrungen. Er hoffte es sehr, denn wenn sie auch nicht einfach war, er vermisste sie. Und er glaubte fest daran, dass sie sich wieder fangen konnte. Vielleicht nicht allein, doch allein war sie nicht.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Enttäuscht warf sie sich in ihre Felle.

Wisch dir mal den Dreck aus den Augen

Hatte Leif gesagt und Sven hatte nur gesagt das sie jetzt besser riechen würde.

Kurz vorher hatte sie noch zu Ronya gesagt gesagt

Ein Kerl dämlicher als der andere, man kann noch soviel versuchen zu bändeln, sie sind einfach nur allesamt blind.

Ronya hatte ihr Tipps gegeben was die Mode anbelangte und mit neuer Hoffnung war Erinna nach Hause gefahren. Vielleicht lag es ja wirklich mit an ihrer Mode das kein Mann ise mehr wirklich ansah. Ihr Ruf nach Aurora war über ganz Grimwould zu hören und zusammen beratschlagten sie was Erinna nun anziehen sollte. In leichtes Dunkelblau gehüllt liess Aurora Erinna noch sich einen Duft aussuchen.

Vorsichtig entschloss sich Erinna für Vanille. Aurora zeigte ihr wie man damit umgehen musste, als Sven eintrat. Nervös vor lauter Aufregung kippte sich Erinna fast die halbe Parfümflasche über und demensprechend roch es dann auch im Zimmer. Penetrant nach Vanille. Den Tränen nahe sass Erinna da wie ein Haufen Elend. Aber Aurora und Sven halfen ihr weiter.

Sven hiefte einen Eimer Wasser aus dem Brunnen und Erinna wusch schnell ihre Kleidung aus. Danach feilte Aurora Erinna Fingernägel in Form und rasierte noch etwas vorsichtig an Erinnas von natur her fein geschwungenen Augenbrauen. Dann ging es zum ersten Vorstellen zu Sven. Erik spazierte nur mit einem Hossa vorbei als wäre er blind und Sven sagte nur das sie jetzt besser riechen würde.

Schnell schnappte sich Erinna ein wenig Kohle. In Auroras Zimmer verteilte sie vorsichtig etwas von der Kohle an den Augenliedern um ihre Augen etwas zu betonen. Als sie zurück rannte prallte sie gegen Leif der aus der Werkstatt kam und er umarmte sie und meinte dann sie solle sich den Dreck aus den Augen wischen. Enttäuscht drehte sie sich auf dem Absatz um und verschwand in ihrem Zimmer. Verkroch sich unter die Felle und weinte sich leise in den Schlaf.

Dabei hatte sie sich so grosse Mühe zusammen mit Aurora gegeben. Ein leichter Duft von Rosen und Vanille umgab sie, die Haare fiehlen in sanften Ringelöckchen ihre schmalen hüften entlang. Das dunkle Blau der Kleidung zusammen mit dem hellblauen Kleid betohnte ihre marmorfarbige fast weisse Haut und die blonden Haare mit den silbrigen Strähnen. Die Kohle war nur dünn aufgetragen gewesen und liessen ihre Bernsteinfarbigen Augen grösser erscheinen und betonte noch die Farbe ein wenig. Ein leichtes Rot umspielte ihre blassen Wangen, vor Aufregung und ihre zierlichen, schmalen #Hände mit den filigranen Fingern gaben noch den Rest. Sie hatte sich sogar so ein Stoffding um den Busen gebunden gehabt um jenen etwas hochzustützen, auch wenn sie sich in so einem Teil eingeengt fühlte.

Sie sah aus wie eine Puppe, zierlich, und doch von unschuldiger Reinheit. Ein Bild eigendlich das einen schmelzen lassen konnte. Der Dreck den sie sonst mit sich herumtrug war weg, die zotteligen verklebten und leicht filzige Haare waren weich gekämmt und glänzten. Die Lederrüsstung die ebenfalls dreckig war und blutspuren aufwies war durch einen dunkelblauen Rock, einem dunkelblauen Hemd und einem hellblauen Kleid ersetzt worden.

Als sie am anderen Morgen wach wude zog sie sich wieder ihre LEderrüstung an. Wenn selbst ihre eigene Familie nichts bemerkt hatte, warum sollten es dann ausgerechnet andere Männer tun. Mit ernster nachdenklicher Miene verzog sie sich wieder in die Höhlen und ging ihrem Beruf nach, dem erschiessen von Monstern und Fleisch besorgen.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Lange Nächte verbrachte sie mitlerweile im Malen von Bildern und die Tage liefen an ihr mit Alchemie vorbei. Ihre Bilder zeigten ihre Welt. So friedvoll, keines der Gesichter auf ihren Bildern zeigte etwas anderes als Frieden, die Umgebungen waren nie mit Regen oder anderen schlechten Dingen sichtbar. Es war ihr eigern Wunsch nach Frieden und Ruhe, dass sie in ihren Bildern ausdrückte.

Der Mustang, Viola, Das Einhorn, sogar ein heimlich gut versteckt aufbewahrtes Bild von Silwen war unter der Sammlung. Insgehim hatte sie ein Bild von Ulfaar gemalt, so wie sie ihn sich vorstellte wie er später sein würde. Das Bild hatte ihr am meisten Spass gemacht. In dieses Bild ihres noch ungeborenen Bruder hatte sie weit grössere Sorgfalt und Klarheit eingebunden als in alle anderen Bilder.

Gross war er, mit blonden Haaren in denen ein leichter Hauch von dunkleren Strähnen waren, seine Augen waren eine Mischung aus tiefen Grün und tiefem Blau. Schmächtig wirkte er und doch kräftig. Ob es ihr heimlicher Traummann war oder ob es wirklich ihre eigene Vorstellung ihres Bruders war, das wusste sie selber nicht. Jeder Muskel war erkennbar, die Kleidung entsprach tiefländischer Tradition , dass Gesicht war fein geschnitten, aber männlich, die Nase gerade aber nicht riesig. Auf ihrem Bild sah Ulfaar sehr attraktiv aus, strahlte aber auch eine unglaubhafte Ruhe und Stärke aus.

Mit noch bunten Fingern und Farbklecksen im Gesicht setzte sie sich morgends an ihren Schreibtisch und mischte so gut es ging Tränke. Zwischendurch schlief sie ein wenig am Schreibtisch und mischte weiter. Sobald es munter im Clan wurde, alle sich um das Feuer in der Taverne versammelten, ging Erinna jagen. Nachdem Silwen ihr einen Korb verpasst hatte, wieder zu der Frau zurückgegangen war, die nach Leannes Aussage ihn sehr verletzt hatte, igelte sie sich in sich ein. Im Grunde in ihrem Herzen wollte sie von Männern nichts mehr wissen. Sie lebte jetzt ihr Leben in ihrer eigenen selbstgeschaffenene Welt. Der Welt der Bilder. Der Welt der Träume und Wünsche, die sich wohl nie erfüllen.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Langsam schlug sie die Augen auf, ausser dem Kerzenschein war es noch nicht hell geworden. Eine Weile blickte sie sich um, ehe sie begriff wo sie war, dann fiehl ihr verschlafener und doch wachsamer Blick auf das Gesicht neben sich und sie musste sanft lächeln.

Vorsichtig kletterte sie aus dem Bett und machte sich an einer Wasserschuessel schnell und leise frisch. Geräuschlos zog sie sich ihre Kleidung wieder an und verliess ebenso lautlos das Zimmer. Der Bäcker wurde schon am frühen Morgen besucht und so unter Drcuk gesetzt, dass er freiwillig frisches Brot herausrückte das noch warm war. Dann besorgte sie noch frische Wurst und Käse und dann noch direkt vom Bauern frische Milch. Nachdem sie alles beisammen hatte fingen die ersten Vögel an zu zwitschern und sie stellte das Frühstück auf das Nachttischchen.

Der Geruch vom frischen Brot und ein zärtlicher Kuss weckte die Person die da noch im Bett lag. Lange war es her das Erinna sich so wohl gefühlt hatte. Genauso lange war es her das ihre bernsteinfarbenden Augen mit dem feinen schwarzen Muster vor Energie geradezu leuchteten. In ihrem Kopf entwickelte sie Pläne für die Zukunft die sie mit der Person neben sich auch besprach. Sie sprach aber so, dass deutlich war das sie nicht in euphorie sich steigerte sondern immer damit rechnete das aus der gemeinsamen Zukunft nichts wurde.

Sie hatte sie eigendlich nur besuchen wollen, einen Tag zuvor war sie mitten auf der Strasse zusammengeklappt gewesen und Erinna hatte sie mit Leif und Auri und Falk und Argos in die Herberge gebracht. Zusammen mit Auri hatte sie Xinthra ausgezogen, weil die Kleidung durchgeweicht war, und dann mit warmen Wasser wieder den Körper aufgewärmt, der eiskalt war. Die ganze Nacht hatte sie bei Xin gesessen und nur um nicht einzuschlafen hatte sie angefangen Xin zu malen. Täuschend echt sah die schlafende Xin auf dem Bild aus. Wie dann alles so gekommen war, das war Erinna nicht klar, es war einfach passiert.

Wer braucht schon Männer? Wir Frauen sind bis auf das eine wichtige zum Kinderkriegen, genauso gut wie ein Mann.


Das sagte Erinna eher leise, aber sie wusste das sie recht hatte. In all den Jahren in denen sie nun im Clan lebte, hatte sie genau die Dinge gemacht, die die Männer dort auch taten. Xin hatte vermutlich recht, vielleicht klappte es einfach nicht mit Männern weil sie Erinna lieber Frauen mochte. Sie hatte es versucht, ihrem Vater zuliebe, eigendlich, ja im Grunde wegen Falk. Sie wusste wie sehr es ihn schmerzen musste, wenn er sie verstossen müsste. Doch mehr wie versuchen konnte sie nicht. Fjorleif, Argos, Fjorleif, Silwen. Es lief einfach nicht so wie sie es sich gewünscht hatte und gerade jetzt neben Xin den Mund voller Brot war sie glücklich. War es nicht das was ihr Vater sich für sie gewünscht hatte? Das sie glücklich wäre? Noch würde sie niemandem etwas sagen, noch wollte sie nicht verstossen werden, erst wenn sie ein Heim für sich und Xin hatte und eingerichtet und leben konnte, vorher würde sie kein Wort über sich und Xin verlieren.

Sicher würde den anderen auffallen das sie sich geändert hatte, sie sah schliesslich wieder einen Sinn in ihrem Leben. Wieder lächelte sie sanft, bei dem Gedanken

ich habe jetzt wieder einen Sinn um zu leben, um zu kämpfen und mein Herz kann wieder sprechen
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Tage vergingen. Erinna lebte wie sonst auch ihr Leben, auch wenn dabei eine Person eingetreten war die ihr langsam zeigte wieder zu Leben. Morgends blickte sie neben sich in Xinthras Gesicht und betrachtete es lange still, wärend Xin noch schlief. Wurde Xin dann wach, war Erinna schon seit einer ganzen Weile fort. Mit ruhigen Händen machte sie die Ställe mit einer Mistgabel sauber, versorgte die Pferde und kontrollierte deren Gesundheitszustand. Danach sammelte sie wie immer die Eier ein und die Federn, kletterte in den Obstbäumen herum und schaute auch sonst im Clan nach dem Rechten. In der Zwischenzeit fand Xin immer ein duftendes Frühstück vor, mit frischer Milch, frischem Brot und frischer Wurst und Käse.

Meistens kam sie erst Mittags nach Hause, nach Stall riechend, Stroh im Haar und geröteten Wangen vom scharfen Ritt. Dann machte sie das Mittagessen, kochen konnte sie etwas, nur es dann selber Essen nicht. Sie dachte sich für Xin leckere Kreationen aus, wärend sie selber nur einige Brocken Fleisch ass, ein Met trank und verträumt Xin beim Essen zusah. Viel redete Erinna nie, sie sprach viel eher mit ihren Augen. Nach dem Essen setzte sie sich dann meistens an die Staffelei und malte, oder sie mischte neue Nachttränke. Nachmittags ging sie dann jagen, bis es Zeit war die Tiere im Clan nochmal zu versorgen.

Spät Nachts kam sie oftmals erst wieder und rollte sich an Xin gekuschelt in einige Felle. Nicht das das Leben langweilig gewesen wäre. Xin und Erinna lachten viel zusammen, sie verstandne sich auch ohne grosse Worte. Sie gingen oft gemeinsam jagen, und wärend dann danach Erinna nach den Tieren sah, war es Xin die das Essen machte. Neben all dem vergass Xin aber nicht ihre eigendliche Arbeit als Gardisten der Bajarder Bürgerwehr, daran erinnerte sie Erinna schon oft genug, einfach aus reinem Pflichtbewusstsein heraus.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Die halbe Nacht lang hatte sie geweint. Der kleine Marel aus dem Waisenhaus, der plötzlich vor ihrer Türe stand war nur der Auslöser gewesen. Der Tag an sich verlief chaotisch, zuerst der Dienst der zuerst langweilig war. Dann auf einem Rundgang, als sie von Tarrak wiederkam, sah sie Falk und Caillean am Ufer sitzen. Ruhig war das Gespräch verlaufen und doch irgendwie distanziert. Caillean war zwischendurch weg, Erinna vermutete das sie weinte, aber sie ging ihr nicht nach, so gerne sie wollte.

Sie spürte das sie nicht mehr dazu gehörte. So lange hatte sie gekämpft um dazuzugehören und dann nur weil sie eine Frau liebte war alles nichtig. Alles wofür sie in den 4 Sommern im Clan gekämpft hatte. Sie liess sich nichts anmerken, das Caillean sie nicht ansah und wenn dann nur mit leerem Blick. Sie liess sich nichtmal etwas anmerken, nachdem sie Viola versorgt hatte, die mit einem Pfeil im Rücken vor Bajard zusammengeklappt war, Falk zu ihr sagte sie solle Caillean ranlassen.

Es war damit das erstemal das Falk ihre Fähigkeit Wunden zu versorgen in Frage stellte. Das selbst darin er keinerlei Vertrauen mehr zu ihr hatte. Und das nur weil sie eine Frau liebte? Was machte es für einen Unterschied, was man liebte? Der einzige Unterschied war doch nur das man nur mit einem Mann ein Kind kriegen konnte, aber das war es auch schon. Sie durfte nichtmal mehr offen sagen, dass sie Falks Tochter war.

Die nacht über schlief sie unruhig, immer wieder weinte sie im Schlaf, warf sich herum. Sie träumte so wirren Zeug und sie sprach auch im Schlaf.

Sie Träumte davon vor Falk zu stehen und zu sagen - ich mag vor den ahnen nicht mehr dein kind sein, aber das ist unwichtig, du hast mein blut mit deinem gemischt, blut verändert sich nicht, du kannst das nicht verleumden und du kannst mich nicht verleumden. dafür werden die ahnen dich irgendwann eher bestrafen, als wenn du einen menschen mordest. du bist feige wenn du es dir so einfach machst, wenn deine tochter einen fehler macht sie einfach wegwirfst, wenn deine tochter nicht so ist wie du es dir wünschst, du ziehst dich verdammt leicht aus deiner verantwortung und cailly auch. ich hoffe wenigstens ulfaar wird deinen wüpnschen entsprechen damit mein _bruder_ der schmerz erspart bleibt, den du mir jetzt zufügst indem du mich sogar verleumdest.-
Dann änderte sich das Bild des Traumes und sie stand wiedermal vor dem Gestell auf dem ihr Sohn aufgebart war. Wieder schlugen die Flammen hoch und wieder starrten sie ausgehackte leere Augenhöhlen an mit blassbläulicher Haut und wieder riefen diese gefrorenen blauen lippen nach ihr.


mit einem schrillen Schrei und nassen Wangen wachte sie auf. Das Fell das sie fest umklammerte war nassgeschwitzt. Nichtmal die Sachen von ihrem Sohn durfte sie bei sich haben, sogar den Schädel von ihm hatte sie im Clan lassen müssen. Alles hatte sie da lassen müssen, nur ihre Rüsstung durfte sie behalten, ihre Pferde und ihre Waffen. Sie war dankbar das sie die Kiste in Berchgard noch hatte, so konnte sie wenigstens mal aus ihrer Rüsstung schlüpfen, denn Gold besass sie keines um sich etwas Neues kaufen zu können.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Ein neues Bild hing an der Leinwand, sie hatte es hektisch gemalt. Dank Sven war ihr dadurch eine Neue Art aufgezeigt, ihre Gefühle zu zeigen. Das Bild war dunkel gehalten und zeigte nichts weiter als ein wirrer Haufen von gemalten Strichen. Es zeigte deutlich, selbst für den grössten Dummkopf des Landes, ihre Verwirrung, ihre Wut und auch die Trauer.

Was war nur in diese Frau gefahren? Weshalb stand sie nicht hinter ihrer Garde? Sie durften sich in der Zeit der Verhandlung von den Bürgern des Landes beleidigen lassen, bis weit unter die Gürtellinie. Dummköpfe versuchten mit Betteln und Sitzstreiks in die abgeriegelte Stadt zu gelangen.

Erinnas Nerven lagen blank und nicht nur die ihre. Und dann noch diese Bodenlose Frechheit von denen aus Tirell. Man verwehrte ihnen den Zutritt nach Bajard, weil die Bürgermeisterin vorher noch den Befehl gab, das keine nicht Bürger Bajards Zutritt bekamen. Aber was machten die? Die riefen von keine Ahnung woher ein Tor herbei und hüpften dortdurch in die Stadt, wiedersetzten sich mehrfach dem Befehl der Garde. Beriefen sich widersinnigerweise darauf das sie ja Hochgelehrte seien, aber davon merkte Erinna rein gar nichts. Für Hochgelehrte benahmen die sich weit schlimmer als ein dreijähriges trotziges Kind.

Man verfolgte jene und stellte sie, Beleidigungen flogen durch die Luft und dann kam die Nachricht das eine von denen niedergeschlagen worden war. Innerlich war Erinna dafür dankbar. Aber anstelle das jene endlich ihren Mund hielten und sich den Anordnungen der Garde unterwarfen rissen sie nur noch mehr ihre Mäuler auf. Baygon erlaubte sich sogar zu Erinna zu sagen sie solle ihr Maul halten und sie sei eh nur ein verzogenes Bauerngör. Sie drohte ihm damit ihn mit Pfeilen durch den Kopf zu bespiken und diese angebliche Bürgermeisterin nahm ihr vor aller Leute die Schärpe und den Umhang ab.

Noch nie war Erinna so gedemütigt worden und sie sann auf Rache. Vor dreien aus Tirell, vor Solveigh, vor Lukan und dem Rest der Garde und einigen zivilisten demütigte diese sogenannte Bürgermeisterin sie. Falk konnte noch so wütend sein, aber sowas hätte er niemals getan. Sie hatte nichtmal einen Pfeil eingespannt, nichtmal in Stellung war sie gegangen und diese sogenannte Bürgermeisterin bezichtigte sie sie habe sie untergraben.

Hektisch war der Pinsel über die Leinwand gefahren, solange bis sie endlich wieder atmen konnte. Was erlaubten sich diese Bauern von Hochgelehrten eigendlich? Hatten ihre Mäuler voller Kuhmist und behaupteten von sich sie seien Hochgelehrten. Da waren Kinder weit mehr gelehrt als jene, denn Kinder wussten irgendwann wann Schluss war und trieben es nie soweit auf die Spitze.

Jetzt hatte sie gar nichts mehr, keinen Job, keinen Clan, und dank des Verhaltens von Leanne und den Hochgelehrten wohl auch kaum mehr Freunde, die sie eh vorher schon kaum hatte. Das Marel wieder am Abend kam, beruhigte sie, gab ihr einen kleinen Funken Hoffnung, das dann auch noch Ronya kam, liess sie ein wenig aufsehen und die Küsse von Xinthra schafften es zumindes das sie ohne Alpträume schlafen konnte. Julia hatte in kurzer Zeit das geschafft wozu Leanne Monatelang oder auch Wochenalng nicht in der LAge gewesen war.

In Erinna keimte ein Verdacht auf, den sie Xinthra und Ronya mitteilte, in Bezug auf Leanne und Tirell. Das der Gefangene Zwerg flüchten konnte, war auch nur Leanne zu verdanken, die lieber Plauderstunde mit Tirellern hielt und dieser Illves, als sich um ihre Pflichten als Bürgermeisterin zu kümmern. Die Garde war als Lachnummer und das mit Leannes kräftiger unterstützung geworden. Ronya, Xinthra quitierten ihren Dienst, Erinna worde rausgeworfen und noch jemand. Diese Frau musste vollkommen verrückt sein. Naja ohne Garde war Leanne verloren, das wusste selbst Erinna.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Der Abend war herrlich. Sie und Xin lagen in den Fellen und eigendlich sollte wohl etwas anderes geschehen als das was dann doch geschah. Es klopfte und eine kindliche Stimme schrie draussen

Mareeeeeel ist daaaaaa

Innerlich seufzte Erinna, aber sie kannte es noch von Seymour. Hatte ein Kind jemanden gefunden den es mochte, dann war es für das selbstverständlich das man dann auch da war. Rasch schlüpfte sie in einen Malkittel und machte die Türe auf und da stand der Kleine. Grinsend mit fröhlichen blitzenden Augen. Natürlich liess sie ihn rein und natürlich freute sie sich innerlich unbändig das er trotzdem sie sich manchmal komisch verhielt immer noch kam.

Das erstemal war sie zusammengebrochen gewesen, als Marel da gewesen war, da war sie ins Haus geflüchtet und hatte sich krampfhaft weinend in die Felle geworfen. Beim zweitenmal hatte sie erste ernsthafte Versuche gemacht mit Marel ein Gespräch anzufangen. Es fiehl ihr sehr schwer, war der kleine doch erst 2 Sommer älter als es Seymour war bevor er starb. Zwischendurch hatte sie versucht in ihm ihren Sohn zu sehen, als Strohhalm, aber sie musste innerlich einsehen - Marel war nicht Seymour und würde es nie sein.

Gestern kam der Vorshlag von Xinthra, den Kleinen zu adoptieren. Alles in Erinna wehrte sich dagegen. Sie kannte den Kleinen doch kaum und er kannte sie beide ebensowenig. Es war einfach noch zu früh, soviel konnte ihr gesunder Menschenverstand ihr sagen. Sie fragte ihn zwar was er davon halten würde, aber sein Satz danach zeigte ihr deutlich das es auch für ihn viel zu früh noch war

aber... was ist dann mit shanna


Schweren Herzens musste sie sich eingestehen, Marel brauchte noch eine ganze Weile um darüber einen Entschluss fassen zu können. Sie machten eine Kissenschlacht, käbbelten sich, kitzelten sich, es war einfach herrlich gewesen. Sie hatte Marel ein Bild geschenkt, eines wo er selber drauf war beim trinken von Milch. Leise seufzend war sie in die Felle geschlüpft, als Xinthra den Kleinen zum Waisenhaus zurückbrachte.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Einige Tage waren nun vergangen, seit sie den Clan verlassen hatte und aus der Bürgerwehr geflogen war. Sie verbrachte viel Zeit in der Wohnung vor der Staffelei oder in den Fellen die noch immer nach Grimwould rochen. Hin und wieder ging sie jagen, aber die meiste Zeit dümpelte sie vor sich her, kuschelte mit Xinthra und malte.

Sie vermisste Marel, er war schon zwei Tage nicht mehr dagewesen. Würde sie jemals wieder ein Kind haben? So Dinge fragte sie sich. Xinthra hatte ihr vorgeschlagen mit einem Man zu schlafen um schanger zu werden, aber sowas wollte sie Xinthra einfach nicht antun. Sie war sich auch nicht sicher ob sie sowas auch wirklich wollte. Ihre Vernunft weigerte sich weiter über diese Sache nachzudenken.

Mit ruhigen langsamen Strichen, abwesend wirkend, zeichnete sie langsam Grimwould nach. Tage verbrachte sie über dieser Zeichnung, denn Grimwould war ja nicht nur die Festung alleine. Sie füllte die Zeichnung mit Leben, malte jedes Tier, jeden Claner, um Grimwould herum ein Stueck des Waldes, mit Wölfen, Rehe und Vögeln. Sehr sehr viel Sorgsam legte sie in dieses Bild, machte hin und wieder Pausen und war für Xinthra da.

Sie vermisste den Nebelwald, sie vermisste den Geruch von Luft. Hier in der Stadt im Armenviertel, roch es nach Muell, Schweiss, Dreck. Bald das schwor sie sich, würde sie wieder bestimmt Lust haben Jagen zu gehen und dann wollte sie ein schönes Haus für sich und xinthra im Wald bauen, abseits von allem Gestank. Xinthra merkte das sie sich nach dem Wald sehnte, nach den Wölfen, nach der frischen Luft.

Hoffentlich kam Marel sie bald wieder besuchen. Der Kleine Mann tat ihr richtig gut, brachte sie zum Lachen und dazu übermütig zu sein. Sie hatte sogar Freias spiel gespielt. Das Kitzelmonster, und dann das Kissenmonster und Kissendieb. Es war so schöön gewesen.
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