*Irgendwann in der Zukunft, mag einer verirrten Seele ein schwarzes Buch in die Hand fallen, keinen Titel, keine Namen am einfachen Lederbund. Doch wenn er es öffnet, mag er interessiert folgendes lesen können*
An jene, die diese Letter lesen mögen.
Lasst mich euch eine Geschichte erzählen, möget ihr aus jener Lernen und Weisheit erlangen.
Doch zuerst, sollte ich mich vorstellen, man nennt mich Mirania Adreana.
In meinem Heimatdorf galt ich als Hübsch, zumindest sagte meine Mutter es immer. Doch ich empfand mich eher als normal. Mit 1.68 Metern Größe war ich nicht besonders riesig, doch bei den anderen Mädchen gab es definitiv kleinere.
Auch ist mein langes, schwarzes Haar, was immer lieblich mit tiefster Nacht verglichen wurde, zwar gepflegt und leicht voluminös, aber auch nichts, was mich merklich von den anderen hervorheben würde.
Einzig meine dunklen, blauen Augen, ja, die gefielen mir immer. Und es war immer das erste, worauf die Menschen blickten, wenn ich ihnen Gegenüber stand.
Ansonsten bin ich immer Recht gepflegt und gab einiges auf mein Erscheinungsbild. Man wusste ja nie, wen man treffen konnte. Und sei es nur die Liebe des Lebens, die man dann nicht mit unangenehmem Geruch unter den Armen oder aus dem Munde verschrecken wollte.
Früher war ich eigentlich Recht fröhlich. Selbst wenn die harte Erziehung meines Vaters mich oft bremste und mich schüchtern wirken ließen. Über die Zeit muss ich es wohl verloren haben, dieses „sachte, warme und ehrliche Lächeln“, wie es meine Mutter immer nannte.
Nun meinen die Leute, ich wirke Recht Scheu, in mich gekehrt, vielleicht sogar Ängstlich und Misstrauisch. Andere, die es schafften, mich zu öffnen, empfanden mich dann wohl als unangenehmen Gesellen. Kratzfurig, angriffslustig, Männerfeindlich.
Wüssten nur die Menschen, was mich so geprägt hat, könnten Sie vielleicht einiges verstehen. Doch die große Freude oder die ewige Liebe im Leben, habe ich schon aus meinem Herzen verbannt. Denn Sie erkennen nicht die Schwäche an so einer Abhängigkeit zu anderen Menschen.
Nein, das wollte ich nie haben und dagegen erwehre ich mich mit aller Kraft. Das Kämpferherz schlägt in mir, keiner Schwäche…und vor allem, keine Schutzlosigkeit soll mich mehr heimsuchen.
Ich bin schon lange kein naives, kleines Kind mehr. Ich lebe nicht in einer Welt, in der Regenbogen den Tag erhellen und man sich Händefassend im Kreise dreht. Aber unter uns, in so einer Welt lebte ich nie.
Doch wieso das alles so kam. Was mich prägte zu dem, was ich nun bin. Das will ich euch erzählen.
Ich wuchs auf einem kleinen Dorf auf. Die Gemeinschaft war hier das ein und alles. Es waren einfache Menschen, Farmer, Fischer, Züchter. Nicht einmal Räuber hatten wirklich Interesse, hier etwas zu stehlen.
Doch selbst vor 100 Jahren hätte man diese Gemeinschaft als Veraltet und Antiquitiert angesehen. Es gab eines, was einen finsteren Schatten auf alles legte: und das war der Stand des Mannes.
Selbst unter den Armen gibt es Menschen, die einfach mehr haben, als die anderen. Und diese sind ob einiger Luxusgüter, die für Stadtleute selbstverständlich sind, angesehen.
Doch das wichtigste Luxusgut waren die Töchter der Väter. Es wurde Zwangsverheiratet. Ständig. Eine Frau hatte nicht viel zu tun und somit wenig Wert. Sie musste einfach nur ihrem Ehemanne dienen und mag man den Geschichten meiner Großmutter glauben, weinte meine Mutter am Tage meiner Geburt, weil ich ein Mädchen wurde.
Erst dachte ich, Söhne als Erben wären gewünschter, doch heute denke ich, liegt es einfach an dem, was meine Mutter selbst erlebte: Diese Vorbestimmtheit der Zukunft.
Und wie ich sagte, man betitelte mich als hübsch. Wenn mein Vater mit oder von mir sprach, dann war es immer nur mein Aussehen. Ähnlich, als verkaufe der Züchter ein Pferd: grade Zähne, einen guten Vorbei, sicherlich wird Sie viele Kinder gebären.
Was würden sich die Reichsführer schämen, wüssten Sie um diese kleine Gemeinschaft, die so fern vom Rest der Welt lebte.
Und so konnte ich nur immer hoffen, dass der Mann, dem ich versprochen werden sollte, ein guter Mensch war. Er musste kein strahlender Prinz sein, er musste nicht reich sein und mich beschenken. Nein, er musste einfach nur mich als Lebewesen akzeptieren. Doch soviel Glück war mir nicht vergönnt.
An meinem 16. Geburtstag erfuhr ich es. Ich wusste es immer, aber ich versuchte mir einzureden, dass es andere gibt.
Es war der Pferdezüchter der Gemeinde. Vielleicht der am meisten angesehenste Mann der Gemeinschaft. Er war vermögend, er hatte schöne Zuchttiere und sogar einige Seltenheiten in seinem Repertoire. Er war auch der einzige, der seine Ware außerhalb der Gemeinschaft verkaufte.
Doch ein strahlender Prinz war er nicht. Fast an die 30 reichte sein Alter an, er war rüpelhaft, geizig und er ging sehr schlecht mit seinen Tieren um. Oft sah man ihn auf der Koppel, wo er die Peitsche gegen seine Zucht erhob. Dabei finster lachend.
Ich wäre nicht sein erstes Eheweib gewesen. Doch die Frauen davor…entschwanden irgendwie. Eine nahm sich angeblich selbst das Leben, die andere wurde verbannt und gebrandmarkt, als der Züchter sie der Untreue bezichtigte. Egal ob Sie es abstreitet, der Mann hat das letzte Wort. Und auch das erste und während meine Mutter weinend und flehend meinen Vatter anbettelte, mich nicht diesem Kerl zu versprechen, zählte mein Vater schon geistig die Güter, die er kriegen würde.
Ich hingegen versuchte es einfach zu akzeptieren und es über mich ergehen zu lassen. Redete mir stetig ein, dass er vielleicht doch ein guter Mann war, dass seine anderen Frauen wirklich nur Selbstmord und Ehebruch begannen. Man war ich naiv.
Die Hochzeit war kein großes Ereignis. Das sind Sie aber nie und bei einem Manne, dessen dritte Heirat es ist, gibt man sich wohl auch wenig Mühe.
Und dennoch wache ich nachts schweißgebadet auf, wenn mir im Kopfe dieses hässliche, dicke Gesicht mit den ungepflegten Zähnen, verschwitzten kurzen Haaren anlächelt.
Die Feierlichkeiten waren zu meinem Leidwesen schnell beendet, es ging recht unsanft auf das Gut des Züchters. Natürlich war klar, was anstand: Die Hochzeitsnacht. Ich versuchte nie daran zu denken. Ich wollte es nicht. Ich schaute aus der Kutsche und überlegte, einfach hinauszuspringen und wegzulaufen. Doch ich war Feige. Natürlich war ich das, ich war aus jetziger Sicht ein Kind. Und ein Kind muss tun, was sein Vater sagt.
Das Anwesen war riesig, an diesem grenzten die Koppel und ein großer Stall, aus welchem man einige Pferde hörte. Die Tür wurde von einer älteren Frau geöffnet, es war die Bedienstete des Züchters, die sich tief zur Begrüßung verbeugte.
Der Züchter hingegen verschwendete keine großen Worte und zerrte mich förmlich in die erste Etage, während ich noch aus dem letzten Blickwinkel von der Treppe sehen konnte, wie die Bedienstete die Sachen wegräumte, die dort hingeschmissen wurden.
Oben angekommen, es hätte nicht passender aussehen können, offenbarte sich mir ein altes Bett aus dunklem Holz, ich vermutete Eiche. Er deutete darauf, ich ging hin ohne ein Wort und setzte mich darauf.
Er fiel über mich wie ein Panther seine Beute, sein Gewicht quetschte mein Fleisch an die Knochen. Ich erspare euch die Details, welch Perversionen ihm durch den Kopf gingen. Es soll nicht euer Laster sein, mit denen ihr lebt. Wichtiger in dem Moment ist wohl, was ich dachte:
Ekel…ja, Ekel. Doch mehr, Wut und Zorn. So vieles, das ich verfluchen wollte. Die Wut breitete sich förmlich in mir aus, verdrängt die Furcht. Ich wollte weg, einfach nur weg von diesem Schwein. Ich schrie, während eine Träne mir die Wange hinabfloss, doch so sehr ich den Schmerz als dessen Körper auf meinen betitelte, war es ein inneres brennen, was sich durch meine Adern zog und mich aufschrien ließ. Die Wut entfachte ein Feuer in mir, dass all meine Sinne raubte, das mir den Wunsch nach verbranntem Fleisch brachte. Ich weiß nicht, wie genau ich es tat, doch es gab einen Knall, ein lautes poltern von einem, auf den Boden prallenden Körper und ein Aufschrei, als dieser sich erhob und in Flammen sich wieder auf den Boden warf und wälzte.
Ich rang nach Luft, die Angst, zu sterben, innerlich zu verbrennen, raubte mir nun die letzten Sinne.
Ich rollte mich zur Seite, fiel hart auf den Holzboden und keuchte und würgte, während meine trüben Augen auf den Feuerball starten, der sich in das Fleisch des Mannes brannte.
Er schüttelte den Kopf, ich wusste nicht, wo ich war, wie in einem Träume bewegte ich mich langsam gen der Tür, die vom Lärm aufgerissen wurde und ein Angstschrei nun die Symphonie der Geräusche erfüllte.
Die Bedienstete schrie auf, nahm eine Decke und warf Sie über den Züchter und presste Sie fest auf ihn, während er leblos liegen blieb. Dann erhob sich der Finger und deutete auf mich, die Augen mit Angst erfüllt, brüllte Sie etwas, Sie schrie so laut, dass es das ganze Dorf einfach wahrnehmen musste. Was genau, vermag ich nicht mehr zu sagen, doch ich kann nur mutmaßen, dass es so etwas wie „Verfluchte“ sein musste.
Meine Beine waren wie Wackelpudding, ich versuchte gerade stehen zu können, während aus meiner Lunge nur ein röcheln kam, nicht im Stande, ein Wort auszusprechen. Ich lief nach vorne, stieß den einen Tisch um und fiel wieder, doch sofort stand ich wieder auf. Die Bedienstete versuchte mich aufzuhalten, doch ich warf nur meinen Körper gegen Sie und presste Sie an die Wand, ehe ich durch die Türe die Treppen hinab förmlich fiel, die Haustüre aufriss und in die kalte Luft stieß. Es war eigentlich Wintersanfang, doch mein Körper glühte förmlich.
Das Getuschel machte sich breite, Stimmen drangen aus dem Wald heraus, die Lichter und Lampen entzündeten sich in der Nachbarschaft, jeder von den Schreien geweckt worden. Und ich wusste, was mir blühte. Menschen, die das Lied erkennen konnten, bewusst oder unbewusst, sind in Neu-Tonia nicht erwünscht…den Erben der Opfer vom Angriffe und dem Durst der Unterjochung der Arkorither.
So lief ich, in die Nacht hinein, solange, bis meine Beine auf Sand an einem Strand zusammen sackten und ich erschöpft anfing, zu schlafen. Ich erreichte das Meer, was viele Stundenmärsche vom Dorf entfernt war.
Nun war ich eine Ausgestoßene. Nie könne ich zurück gehen und die Dinge erklären, die Geschehen sind. Woher auch? Ich wusste es selbst nicht einmal.
Ich lief den Strand entlang, bis ich auf eine Klippe traf, an welchen Fischerbooten verharrten. Die Mannen dort hatten gerade Landgang, wie es schien, während die Netze von ihnen ausgeworfen waren und Fischerkörbe auf dem Wasser trieben. Ich trat näher, meine Haut war voller Schürfungen, etwas Blut lief meine Lippe hinab. Mein Brautkleid, war zerrissen und nicht mehr als Fetzen.
Es wäre närrisch gewesen, würde man meine Mutter reden hören, zu fremden Seemännern zu gehen…doch hatte ich eine Wahl?
Ich sackte vor ihnen geschwächt auf den Knien, ich hatte lange kein Essen mehr zu mir genommen, und spürte nur noch, wie 2 Hände meinen Körper empor heben, der Wellengang des Wasser unter mir schaukelte und ich dann auf ein Bett gelegt wurde. Wissen die Götter, wie lange ich schlief, aber als ich die Augen öffnete, blickte ich in das bärtige Gesicht eines ergrauten, alten Mannes, dessen Lächeln mir jegliche Angst direkt nahm.
Der Kapitän behütete mich in seiner Kajüte, er sagte mir, was geschah und das ich nun auf dem Meer seie.
Ihr Schiffsalchemist hat mich untersucht und mir Medizin gegeben, die meine Wunden heilen sollten.
Auf die Frage hin, woher ich komme, wo ich lebe und ob Sie mich nach Hause bringen sollten, entgegnete ich nur, dass ich kein Heim besitze. Mein betrübtes Gesicht verriet wohl dem Kapitän, dass man lieber nicht nachfragen sollte und so bot er mir an, auf dem Schiff zu verweilen und ein wenig mit anzupacken. Es gäbe wohl auch eine Fracht aus verschiedenen Tieren, die zu Märkten auf den Kontinenten gebracht werden und ich könne mich um Sie kümmern, sie füttern und ihre Ställe säubern. Nicht gerade die schönste Aufgabe, aber es lenkte mich ab.
Unter all den Geschöpfen, die dort in ihren Käfigen und Ställen hausten, viel mir ein roter Fuchs auf. Er war verängstigt und als ich das erste Mal in den Käfig griff, biss er mich direkt. Doch wer könnte es ihm verübeln, dachte ich mir…weggerissen von seiner Umgebung, eingesperrt in diesen Käfig. Immer, wenn ich nicht bei ihm war, wenn ich auf das offene Meer blickte, dachte ich an den Fuchs und vor allem daran, wie ähnlich wir uns waren.
Scheu, vorsichtig, ängstlich…doch wenn es sein muss, kratzbürstig und bissig. Ja, so war ich wohl nun auch…beseelt von Angst und Misstrauen…doch innerlich gestärkt und bereit, jeden meine Zähne zu zeigen, der mir Leid zutun würde.
Die Zeit verging, ich war sicher schon einige Mondläufe auf dem Schiff und lernte nach und nach die Besatzung kennen. Die rauen, brutalen Seebären fand man hier nicht. Es war mehr wie eine Familie. Jeder packte mit an und jeder kümmerte sich um den anderen. Sicher, wurde auch ab und an gestritten und ein grober Ton angeschlagen, doch es war immer herzlichst.
Keiner wollte dem anderen Leid zufügen und sie herzlichst Sie waren, so nahmen Sie auch mich auf. Sie akzeptierten meine Verschwiegenheit und bohrten nicht in meiner Vergangenheit. Es war ihnen egal, was ich erlebte oder gar tat, sie sagten, auf dem Meer sind wie alle gleich und es zählt nur, was wir nun tun werden.
Am meisten habe ich aber wohl mit dem Schiffsalchemisten geredet. Er war sehr gebildet und hatte einen fast unerschöpflichen Quell Wissens. Doch meine Vermutung, er könne in das Lied einwirken, stellten sich als falsch heraus.
Und dennoch, glaube ich, ahnte er etwas von dem Fluch, der mir auferlegt wurde. Seit jener Nacht, habe ich versucht es zu verdrängen, denn verstehen konnte ich es nicht.
Und jetzt, im Nachhinein, fallen mir einige Fragen ein, die der Alchemist mir stellte, die mir da komisch vorkamen, ihm aber ein zufriedenes Nicken beschenkten. Allen voran, welche Farbe ich wohl wäre.
Ich dachte mir, was für eine selten dämliche Frage, doch er bestand darauf, dass ich mir darüber einmal Gedanken machen sollte, welche Farbe ich wäre und wieso ich mir diese aussuchte.
So überlegte ich viel, oft, wenn ich mit dem Fuchs spielte und ihn fütterte. Er ist zwar noch vorsichtig, aber er beginnt wohl, mir zu vertrauen.
Rot war er, leuchtend rot…wäre dies eine Farbe für mich? Doch Rot steht oft für Hitze, Feuer und Blut, aber auch für Herz und Liebe. Nein, Rot wäre es nicht, selbst wenn es das Feuer war, was in mir loderte.
Dann schaute ich auf das Meer und den Himmel hinaus und dachte an Blau…für eben jene beiden Elemente…Wasser…und Luft…es wäre das Symbol für Freiheit…eine, die ich sicher habe…doch immer mit Angst verbunden…nein, es wäre auch nicht die Freiheit.
Dann schaute ich auf die Holzplanken, massives, dunkles, braunes Holz…Braun…als Farbe für Erde, für Festigkeit und Beständigkeit. Für Schutz…doch nein, auch das traf nicht zu.
Es gab so viele Farben, soviel, was man mit denen deuten konnte und als der Alchemist mich fragte, ob ich eine Farbe nun wüsste, schoss es mir in den Kopf: Schwarz.
Die Antwort schien ihn ein wenig zu verwundern, doch man konnte die Neugierde förmlich aus ihm lesen, warum ich diese Farbe wählte. Sicher, denken einige Menschen, es ist das Synonym für die Dunkelheit, für das Böse, für die schwarze Leere im Inneren des gewissenlosen Menschen. Doch dies traf nicht bei mir zu.
„Es ist die einzige Farbe, die immer bestehen bleibt. Wenn die Nacht und die Dunkelheit entschwinden, können alle anderen Farben schwarz werden. Doch nie wirst du wirklich aus Schwarz ein Rot machen können. Und…es ist wie der ewige Schutz, der Schatten, die Nacht, welche alles in sich verschlingt und verbirgt. So bin ich, schwarz…aber nicht weil ich es will, sondern weil ich es brauche. Ich brauche diesen Schutz um mich herum, damit niemand aus mir ein Rot oder ein Gelb macht. Ich werde immer dominieren.“
Der Alchemist nickte nur, mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Ob ihn die Antwort überrascht hat oder gar wirklich erfreut, fand ich nie heraus. Aber es war eine Erkenntnis für mich selber.
Nach einiger Zeit erreichten wir wieder einmal das Festland und der Kapitän nahm mich vor dem Anlegen zur Seite und blickte auf mich betrübt hinab. Diese Stimmung herrschte schon seit einigen Tagen auf dem Schiff, entgangen war es mir nicht.
So sprach er, fast in väterlichem Tone, auf mich herab, es wird nun Zeit für mich zu gehen. Ich schüttelte den Kopf, ich wollte nicht, doch er erklärte mir die Situation:
„Die See ist nichts für so ein zartes Mädchen wie dich. Du bist noch jung, du musst herausfinden, wer du bist und was du sein willst. Du musst dein eigenes Leben leben. Doch sage ich dir, solltest du merken, dass das Leben auf See für dich von den Göttern vorherbestimmt ist, komme wieder.“
Die Blicke der Mannschaft waren ebenso trüb, ich ging zu jedem einzelnen und verabschiedete mich. Ich wusste, wenn der Kapitän etwas sagte, dann wurde es auch gemacht. Diskutieren war zwecklos. So erhielt ich vom Koch noch ein wenig Proviant, vom Steuermann zusammengelegt mit den anderen ein wenig Gold, vom Schiffschneider einen Umhang und ein einfaches, doch schönes Kleid und vom Alchemisten, wieder eine dieser merkwürdigen Fragen. Er hielt mir 3 Gegenstände hin, einen Stab, ein altes Buch und ein Schwert. Er sagte mir, ich solle mir eines aussuchen, was ich mitnehmen sollte.
Das Buch spiegelte den Quell des Wissens wieder. Es lehrte die Menschen und Vererbte die Vergangenheit. Ohne Sie, würden wir uns nur auf Erzählungen stützen, nicht aber auf Fakten.
Der Stab schien die Stütze zu sein. Er spiegelte in meinen Augen das gebrechliche Wesen des Menschen wieder, wenn Sie ihn bei sich trugen und verletzlich die Welt bereisten.
Doch ich nahm das Schwert. Es hatte 2 Seiten, und beide waren scharf und konnten verletzen. Sie spiegelte schön meine Seite wieder. Ja, das empfand ich, ich war ein Schwert. Bedrohlich, angriffslustig und dennoch, konnte es auch zum Schutze benutzt werden. Die Klinge als letztes Mittel für die Schlacht. Zwei Seiten und im Falle der Not, würde ich auch auf dieses Mittel setzen und mich vor allem, was mir Leid zufügen will, anwenden.
Also ging ich meinen letzten Gang über die Planke auf die festen Steinböden der Stadt. Der Kapitän nahm mich einmal verabschiedend in den Arm, ehe der 2. Mart mit einem Käfig kam und ihn mir in die Hand drückte: Der Fuchs blickte sich unsicher um, doch er drückte sich an die Käfigseite, an welcher ich stand.
Der Kapitän lächelte, erklärte nur knapp, sie haben einst den Fuchs in einem Wald, nur wenige Stundenläufe von der Stadt im Norden gefangen. Es wäre an der Zeit, dass mein treuester Freund nun auch, seine Freiheit finden kann.
Die Stadt, in welcher ich mich von meinen Seefreunden verabschiedete, war imposant. Selbst wenn Sie nur als Kleinstadt galt, sah ich so riesige Bauten aus massivem Stein nicht.
Ich schleppte mein wenig Hab und Gut und ging direkt an die Tormauer gen Norden Richtung des Waldes. Als spüre der Fuchs, wo er ist, schien er aufgeregt hin und herzugehen.
Ich ging tiefer hinein, bis jeglicher, von Menschen erzeugten Lärms verblasste und ich eine ruhige Lichtung fand. Völlig hysterisch wanderte der Fuchs und ich spürte förmlich, dass dies seine Heimat war.
So setzte ich den Käfig hinab und öffnete das Tor. Natürlich blieb der Fuchs misstrauisch, ehe er schnuppernd vorsichtig eine Pfote auf das Grün setzte, den Kopf weit nach vorne gesteckt. Dann die zweite, bis er langsam hinaus ging und dann ein wenig schneller gen das andere Ende der Lichtung trabte. Er stoppte, blickte einmal zu mir, den Kopf erhoben und für eine Sekunde, schien es, als würde er sich von mir verabschieden, gar, zögernd, mich zu verlassen. So hob ich die Hand und lächelte ihm zu, ehe er sein Kopf senkte und dann weiter ging, bis er in den Schatten der Bäume entschwand.
Es war irgendwie ein schönes Gefühl, ein Leben, das nun gelebt wird und ich sinnierte einige Zeit an dieser Lichtung.
Vor allem plagte mich eine Frage: Die Götter.
Der Fuchs galt als Sinnbild für einen, doch kann man die Götter für Leid hassen, wenn Sie doch soviel wunderbares geschaffen hatten?
Und konnte man Sie verfluchen für ihren Zwist, wenn es immer Zwei Seiten der Medaille gibt?
Ich dachte an meine Heimat, an diese aufgebrachten Menschen, die mich verfluchten. Waren Sie im Recht? Bin ich ein Monster, das gehängt werden müsse? Oder sind Sie nur naiv?
Der Krieg unter den Menschen beruft sich auf ihren Glauben, diesen Glauben erlangen Sie durch ihre Lehrungen als Kinder oder vielleicht durch die Not, die Sie erfahren mussten.
Selber habe ich aber nie mich gefragt, glaube ich an die Götter? Doch das, was geschehen ist, was ich tat mit dem Züchter…war ein Wunder. Es half mir in der Not und führte mich zum Strand, zu den Seemännern, zu dieser Lichtung. Doch die Frage ist, welchem Gott mag ich dafür danken, dass dies geschah? War es Eluive selbst? Oder war es Alatar?
Ich wusste nur, ich glaube an die Götter. Ob ich aber bereit bin, für Sie zu sterben, mag die andere Frage sein. Ich weiß um ihre Existenz, das wäre närrisch zu leugnen, doch ich muss wissen, wem ich meinen Glauben und meine Aufopferung geben mag.
Nun war ich hier also, an diesem Ort. Ich nahm mir ein Zimmer in der Herberge und habe dann nach Arbeit gesucht.
Fische ausweiden war nicht ganz so meine Profession, aber ein Aushang, dass in der ansässigen Taverne eine Schenkmaid gesucht wurde, ließ mich aufschauen.
So stellte ich mich der ruppigen, älteren Dame vor. Was das Alter anbelangte, log ich und Sie gab mir zumindest die Chance auf einen Probearbeitsabend…sogar bezahlt.
So ließ ich mich von den anderen Damen einweisen und verteilte auch schon die ersten Krüge mit Bier.
Es war ein heruntergekommenes Lokal, die Mannen, die dort versauerten, waren meist Seemänner oder Wachhabende der Miliz. Es wurde viel gelacht, viel gepöbelt, aber zumindest, das man muss der Tavernenbesitzerin lassen, hatte Sie die Trunkenbolde soweit im Griff, dass Sie ihre Hände von uns Schenkdamen wegließen.
Und so ergab es sich, dass auch in der ersten Nacht eine Schlägerei zwischen einem Seemann und einem Bauer statt fand vor den Türen.
Diese Gewalt, diese Aggressionen. Früher verstand ich nicht, wie Menschen sich so etwas gegenseitig antun konnten. Doch heute, weiß ich, hebt er sich hervor, weil 2 Menschen etwas unterschiedliches Denken. Sei es ihr Beruf, sei es ihre Religion und ihr Glaube oder sei es nur der Pegel ihres Alkoholwertes im Körper.
Ich selber dachte oft an jene Nacht, in welcher ich den Pferdezüchter in eine Fackel verwandelte. Mag es unbewusst gewesen sein, gewollt war es, dass ich ihm Gewalt antue zu meinem eigenen Schutz.
Und ich weiß, ich würde es wieder tun. Sinnlose Gewalt ist für mich Tabu. Menschen zu unterdrücken aus reinem Spaß, liegt mir nicht. Doch um meinen Willen oder meinen Glauben standfest zu machen, das wusste ich, war ich bereit, auch Gewalt anzuwenden.
Die Tavernenbesitzerin schien von mir angetan zu sein. Zumindest bot Sie mir eine Anstellung an. Sicher, ich müsse als junges Ding noch viel lernen, aber Sie glaubt, ich könne es packen.
So arbeitete ich also als Tavernendame und verdiente mir genug Gold, um Leben und Essen zu können.
Mit der Zeit lernte ich auch die Stammgäste und ihre Macken kennen. Im Grunde, waren Sie trotz ihrer schroffen und teils gewalttätigen Art liebe Menschen…mit Freunden und Familien.
Daher war ich umso mehr erstaunt, als ein alter Mann mit Stab das Etablissement betrat und eine Ziegenmilch bestellte, sich an einen der kleinen, runden Tische in die Ecke setzte und genüsslich eine Pfeife rauchte. Dabei eine lange, dunkle Robe mit feinen Verzierungen tragend und die Kapuze über den Kopf gezogen.
Als ich ihn seine Ziegenmilch an den Tisch brachte, nickte er knapp und deutete auf seinen Stuhl ihm Gegenüber.
Ich schaute hinter mich, ich war eigentlich auf Arbeit und man verbat uns, uns an die Tische der Gäste zu setzen. Doch irgendetwas an diesen alten Mann faszinierte mich. Irgendeine Stimme im Kopf rief mir zu, ich müsse mich setzen.
So tat ich es, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass die Tavernenbesitzerin nicht am Tresen stand.
Er paffte noch einige Male an der Pfeife, ehe er sich leicht vorbeugte und mit alter, doch freundlicher Stimme mich fragte, wenn ich 3 Wünsche frei hätte, was ich mir wünschen würde.
Ich schaute ihn mit weiten Augen an. Ich war verwirrt und ehe ich antworten konnte, kam eine andere der Schankmaids zu mir, stieß mich an und warnte mich vor der wiederkommenden Besitzerin.
Ich griff mein Tablett und machte mich weiter an die Arbeit, doch die ganze Nacht noch beobachtete ich den alten Mann, während seine Frage mir durch den Kopf hallte.
Was würde ich mir wünschen?
Es gab so vieles…doch am Ende der Nacht hatte ich wohl eine klare Vorstellung:
1) Macht! Nie wieder will ich Schutzlos sein gegen irgendjemanden. Nein, ich will das, was ich unbewusst tat, auch bewusst tun können. Es lernen, mit dem Fluch, wie es andere nannten, als Segen zu leben.
2) Ein Ziel. Nicht mehr diese Ziellosigkeit im Leben. Sondern etwas vor Augen haben, das es zu erreichen gibt. Ein höheres Ziel, dass meinem Leben einen Sinn gibt.
3) Ein Zuhause. Einen Ort, an dem ich mich wohl und geborgen und unter Meinesgleichen befinde. Ein Schutzpatron, an dem ich immer wiederkommen kann und ein beständiges Objekt einer Gemeinschaft befinde.
Ich musste lächeln in der Nacht im Bette, mit dieser Frage, hat der alte Mann unbewusst mir meinen Pfad aufgezeigt. Ich wusste nun, wo es hingehen sollte…nun musste ich nur noch die Schritte dafür gehen.
Doch wie sollte man den Weg gehen, wenn man nur die grobe Richtung kannte? Also beschloss ich, erst einmal weiter zu arbeiten und mir Gold anzusparen für eine längere Reise. Wie viel genau, war mir nicht bewusst, irgendwann würde ich vielleicht merken, dass ich genug hätte.
Zielstrebigkeit und Engagement, das waren immer meine größten Stärken. Den Willen zu etwas haben und daran zu arbeiten, egal wie schweißtreibend es auch sein müsste. Ja, das pflegte mir immer meine Mutter ein, mit ihrem warmen lächeln.
Während mein Vater mich immer als manipulatives Biest beschimpfte, zwar mit einem leichten lachen, aber unrecht hatte er nicht. Ich wusste, wie ich das von den Menschen kriege, was ich wollte. Ich hörte ihnen zu und fand ihre Begierden und Wünsche heraus, nur um dann darauf einzugehen. Und wenn das nicht half, fand man sicher immer irgendein Druckmittel.
Doch während ich so an meine Stärken dachte, wurden mir auch meine Schwächen bewusst. Vorrangig stand da wohl nun die Angst vor menschlichen Kontakt…nein…misstrauen im Vordergrund. Vor allem Männern gegenüber. Sicher, ich bezirzte und belächelte unsere Gäste und lachte auch mal über ihre Witze…doch es waren Floskeln für ein hohes Trinkgold. Generell, habe ich allerlei private Gespräche und näheren Kontakt vermieden. Und nur bei sehr wenigen Mannen, die wirklich jeden Tag ein und aus gingen und mit denen ich viel sprach, zumindest so etwas wie eine Freundschaft aufgebaut.
Die weitere Schwäche wäre wohl mein mangelndes Selbstvertrauen. Sicher, ich war zielstrebig, doch weiter unsicher.
Was wäre, wenn ich diesen Fluch nie kontrollieren könnte?
Wenn es niemand gäbe, der mich ausbilden würde?
Wenn ich gar nicht die Stärke zu so etwas besitze?
Definitiv Punkte, an welchen ich bei Zeiten arbeiten sollte.
Irgendwann, ich hatte schon eine Truhe voll Gold bei mir stehen, traf ich wieder auf den alten Mann vor den Toren der Stadt.
Ruhig saß er, wieder an seiner Pfeife ziehend, auf einem Baumstamm und starrte ins Leere.
Ich freute mich irgendwie, ihn zu treffen und gesellte mich zu ihm. Erst schwiegen wir, ehe er dann die Pfeife absetzte und begann ruhig zu sprechen.
Er sagte, ich sei ein „besonderes Mädchen“ und sollte mir gut überlegen, was ich nun tun würde.
Ich war erst verwirrt, doch schien der alte Mann mehr zu wissen, als ich glauben wollte.
Dieses Geheimnis, was mich umgab, ließ mich wieder wie einen scheuen Fuchs wirken, doch ehe ich nachfragen konnte, sprach er schon weiter.
„Viele Akademien bilden diesen Segen aus, jede mit anderen Zielen und Wertschätzungen. Einige verfolgen Horteras Weg des Wissens, andere wiederum leben nach strengen Regeln ihrer Gottheit und andere…“, er stoppte und sah mich mit diesem Blicke an, als wüsste er, was ich dachte.
Ja, andere strebten nach Kraft und Macht. Und das wollte ich auch. Diese Gabe wurde mir zum Teil gereicht in meiner größten, wehrlosen Not. Und ich sollte Sie einsetzen, dass war mir klar.
Ich will lernen, Sie zu nutzen, sie zu gebrauchen und damit jedem, der mir feindlich Gesinnt ist, niederzustrecken. Und ich will diesen Drang teilen mit Menschen, die mich führen, lehren und leiten und in mir hervorheben, wozu ich alles im Stande sein könnte.
Und so sprach der alte Mann, nachdem er abermals an seiner Pfeife zog:
„…andere, deren Macht ihr Ziel und Streben ist. So solltest du nach Rahal reisen und dort die Aufsuchen, auf das Sie dich aufnehmen und lehren würden.“
Innerlich bebte ich vor Aufregung und wusste nun, was mein Ziel war: Rahal.
In einem alten Buch...
-
Mirania Adreana
In einem alten Buch...
Zuletzt geändert von Mirania Adreana am Dienstag 7. Februar 2012, 01:51, insgesamt 2-mal geändert.
-
Mirania Adreana
Ich konnte ja nicht wissen, was mich auf diesem neuen Kontinent, der sich Gerimor schimpft, erwartete.
Ich wusste aber, wo mein Ziel lag: Den Orden der Arkorither finden.
Der Schiffskapitän brachte mich Rahal, eine riesige, imposante Stadt, ehrfürchtig auf ihren schwarzen Säulen errichtet.
Ich holte mir erst ein wenig verpflegung. Die Überreise war doch teurer, als ich es dachte, daher musste ich sehr sparsam sein, ehe ich mich dann durchfragte, wo ich den Orden finden konnte.
Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich...angefangen von unwissenheit, bis zu ehrfürchtigkeit...gar zu Angst, wenn man nur deren Namen aussprach.
Ich gebe zu, es gefiel mir. Der Gedanke, man würde mich so anblicken. Kein Monstrum, nein, ein mächtiges Geschöpf.
So wanderte ich die Wege aus Rahal entlang, bis ich auf eine Siedlung traf. Der Gardist am Tor begrüßte mich in Düstersee, wie er es nannte und lass mir die gesetze vor, ehe er mir den Tipp gab, in der ansässigen Taverne aufzuschlagen.
Gesagt, getan...traf ich dort 2 Personen an. Die eine war die Besitzerin. Eine sehr zuvorkommende Dame, die mir die Kälte ansah und mich mit einem heißen Tee versorgte.
Die andere, schien wohl Liebesprobleme zu haben...zumindest sprachen Sie davon.
Götter, welch Wut in mir aufkochte. Wieder diese Männer, wieder eine arme Frau, die unter ihrer Tyranei litt.
So sprach ich mit ihr, lernte sie kennen und verstehen...ja mit ihr fühlend.
Sua war ihr Name.
Wir redeten einige Zeit, ehe sie mir dann anbot, mich zu versorgen.
Ich will kein Bettler sein, so erwiederte ich, dass ich das Gold zurückzahlen würde, dass sie mir "lieh".
Vielleicht war ich eine willkommene Abwechslung für Sie...etwas, um die Gedanken von der Brut, die sich Mann schimpfte, abzulenken. So zeigte Sie mir Bajard...ein Fischerdorf.
Jetzt, wo ich darüber nachdenke, war ich damals wirklich sehr naiv, gar dumm und ich muss gestehen, dass ich lachen muss an diesen Gedanken.
Dass ich Oger deren Existenz anzweifelte, wie ich über dieses Fischerdorf herzog...oder wie ich aus dem Häuschen war, als ich ihr Anwesen sah, es betrat...dieser Kamin mitten im Wohnraum.
Damals war ich anderes gewohnt. Unsere Siedlung war im Vergleich zu Gerimor, wirklich Arm und wir begnügten uns mit dem wenigen, das man uns gab.
Sua schien es aber zu amüsieren. Meine kindliche Naivität, wie das kleine Mädchen, dass das erste Mal die große, weite Welt erblickt.
Soviel neues, soviel fremdes, was für Sua natürlich alltäglicher Gegenstand war...was sogar für Kleinkinder das natürlichste der Welt darstellte...war für mich fremd und erfreute mich so sehr, die kleinen Dinge auf diesem Kontinent.
Als Sie mit anbot, im Gästezimmer zu nächtigen, schlieg mein Herz förmlich in den Himmel. Schlafen...ich...in diesem Haus....in diesem riesigen Bett?
Ein wahrer Traum, den ich sofort nachging.
Irgendwie mochte Ich sie damals schon. Verrückt, wenn man bedenkt, wie zufällig unsere Begegnung war....und wieviel wir dann durchmachten...wie stark unsere damals noch nicht existente Freundschaft auf die Probe gestellt wurde.
Alles, weit bevor ich die wurde, die ich nun bin.
Wir genossen ein leckeres Frühstück...und ich lernte am nächsten Morgen Kaffee kennen...mittlerweile trinke ich ihn, ohne darüber nachzudenken, dass ich Jahrzehnte nichts von diesem schwarzen Gebräu wusste...aber ich erinnere mich, wie ich mein Gesicht verzog bei dem ersten Schluck, ehe Sua mir ordentlich Zucker in die Tasse kippte.
Noch heute neckt sie mich mit den Worten "Noch etwas Kaffee in deinen Zucker"...und jedesmal entlockt sie mir ein grinsen hervor.
Irgendwann machte ich mich dann aber wieder auf den Weg, mit dem Versprechen, sie wieder zu besuchen.
Ich hatte ja etwas zu tun. Es galt den Orden zu finden. Ich schreib einen Brief an die Leiter des Ordens, brauchte aber wen, der ihn überbringen könne.
In Adoran, warnte man mich, solle ich mein Glück nicht versuchen...sie seien nicht gut auf den Orden zu sprechen...und Bajard als Fischerdorf fiel ebenso aus. Also wieder ab in die schwarze Stadt.
Ich fand wirklich einen Boten, ein junger Mann, der den Ort der Arkorither kennen würde...zumindest, wo die Schriebstücke hinmussten.
Aber er verlangte einen immensen Preis.
Ich war damals sehr schüchtern und, wie so oft geschrieben, naiv. Aber ich dachte mir, wenn ich eine Arkoritherin werden wollen würde, dann müsste ich Selbstvertrauen haben.
So atmete ich tief ein und machte ihn klar, solle er Sie betrügen wollen, wird es konsequenzen haben.
Ich weiss bis heute nicht, ob er sich innerlich ins Fäustchen lachte oder aber mich als Irre abstempelte...der Brief kam jedenfalls an und irgendwann auch eine Antwort.
Ein Treffen lass ich, so fern vom alatarischen Reiche.
Mein Herz schlug sicher einige Sekunden nicht mehr.
Und dennoch...da war Sie, meine große Chance. Der Weg, eine Arkoritherin zu werden und ich musste Sie ergreifen.
Hätte man mich damals gefragt, ob es noch verrückter ging, ich hätte ihm lachend den Vogel gezeigt...
Götter...wie Naiv ich doch war.
Ich wusste aber, wo mein Ziel lag: Den Orden der Arkorither finden.
Der Schiffskapitän brachte mich Rahal, eine riesige, imposante Stadt, ehrfürchtig auf ihren schwarzen Säulen errichtet.
Ich holte mir erst ein wenig verpflegung. Die Überreise war doch teurer, als ich es dachte, daher musste ich sehr sparsam sein, ehe ich mich dann durchfragte, wo ich den Orden finden konnte.
Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich...angefangen von unwissenheit, bis zu ehrfürchtigkeit...gar zu Angst, wenn man nur deren Namen aussprach.
Ich gebe zu, es gefiel mir. Der Gedanke, man würde mich so anblicken. Kein Monstrum, nein, ein mächtiges Geschöpf.
So wanderte ich die Wege aus Rahal entlang, bis ich auf eine Siedlung traf. Der Gardist am Tor begrüßte mich in Düstersee, wie er es nannte und lass mir die gesetze vor, ehe er mir den Tipp gab, in der ansässigen Taverne aufzuschlagen.
Gesagt, getan...traf ich dort 2 Personen an. Die eine war die Besitzerin. Eine sehr zuvorkommende Dame, die mir die Kälte ansah und mich mit einem heißen Tee versorgte.
Die andere, schien wohl Liebesprobleme zu haben...zumindest sprachen Sie davon.
Götter, welch Wut in mir aufkochte. Wieder diese Männer, wieder eine arme Frau, die unter ihrer Tyranei litt.
So sprach ich mit ihr, lernte sie kennen und verstehen...ja mit ihr fühlend.
Sua war ihr Name.
Wir redeten einige Zeit, ehe sie mir dann anbot, mich zu versorgen.
Ich will kein Bettler sein, so erwiederte ich, dass ich das Gold zurückzahlen würde, dass sie mir "lieh".
Vielleicht war ich eine willkommene Abwechslung für Sie...etwas, um die Gedanken von der Brut, die sich Mann schimpfte, abzulenken. So zeigte Sie mir Bajard...ein Fischerdorf.
Jetzt, wo ich darüber nachdenke, war ich damals wirklich sehr naiv, gar dumm und ich muss gestehen, dass ich lachen muss an diesen Gedanken.
Dass ich Oger deren Existenz anzweifelte, wie ich über dieses Fischerdorf herzog...oder wie ich aus dem Häuschen war, als ich ihr Anwesen sah, es betrat...dieser Kamin mitten im Wohnraum.
Damals war ich anderes gewohnt. Unsere Siedlung war im Vergleich zu Gerimor, wirklich Arm und wir begnügten uns mit dem wenigen, das man uns gab.
Sua schien es aber zu amüsieren. Meine kindliche Naivität, wie das kleine Mädchen, dass das erste Mal die große, weite Welt erblickt.
Soviel neues, soviel fremdes, was für Sua natürlich alltäglicher Gegenstand war...was sogar für Kleinkinder das natürlichste der Welt darstellte...war für mich fremd und erfreute mich so sehr, die kleinen Dinge auf diesem Kontinent.
Als Sie mit anbot, im Gästezimmer zu nächtigen, schlieg mein Herz förmlich in den Himmel. Schlafen...ich...in diesem Haus....in diesem riesigen Bett?
Ein wahrer Traum, den ich sofort nachging.
Irgendwie mochte Ich sie damals schon. Verrückt, wenn man bedenkt, wie zufällig unsere Begegnung war....und wieviel wir dann durchmachten...wie stark unsere damals noch nicht existente Freundschaft auf die Probe gestellt wurde.
Alles, weit bevor ich die wurde, die ich nun bin.
Wir genossen ein leckeres Frühstück...und ich lernte am nächsten Morgen Kaffee kennen...mittlerweile trinke ich ihn, ohne darüber nachzudenken, dass ich Jahrzehnte nichts von diesem schwarzen Gebräu wusste...aber ich erinnere mich, wie ich mein Gesicht verzog bei dem ersten Schluck, ehe Sua mir ordentlich Zucker in die Tasse kippte.
Noch heute neckt sie mich mit den Worten "Noch etwas Kaffee in deinen Zucker"...und jedesmal entlockt sie mir ein grinsen hervor.
Irgendwann machte ich mich dann aber wieder auf den Weg, mit dem Versprechen, sie wieder zu besuchen.
Ich hatte ja etwas zu tun. Es galt den Orden zu finden. Ich schreib einen Brief an die Leiter des Ordens, brauchte aber wen, der ihn überbringen könne.
In Adoran, warnte man mich, solle ich mein Glück nicht versuchen...sie seien nicht gut auf den Orden zu sprechen...und Bajard als Fischerdorf fiel ebenso aus. Also wieder ab in die schwarze Stadt.
Ich fand wirklich einen Boten, ein junger Mann, der den Ort der Arkorither kennen würde...zumindest, wo die Schriebstücke hinmussten.
Aber er verlangte einen immensen Preis.
Ich war damals sehr schüchtern und, wie so oft geschrieben, naiv. Aber ich dachte mir, wenn ich eine Arkoritherin werden wollen würde, dann müsste ich Selbstvertrauen haben.
So atmete ich tief ein und machte ihn klar, solle er Sie betrügen wollen, wird es konsequenzen haben.
Ich weiss bis heute nicht, ob er sich innerlich ins Fäustchen lachte oder aber mich als Irre abstempelte...der Brief kam jedenfalls an und irgendwann auch eine Antwort.
Ein Treffen lass ich, so fern vom alatarischen Reiche.
Mein Herz schlug sicher einige Sekunden nicht mehr.
Und dennoch...da war Sie, meine große Chance. Der Weg, eine Arkoritherin zu werden und ich musste Sie ergreifen.
Hätte man mich damals gefragt, ob es noch verrückter ging, ich hätte ihm lachend den Vogel gezeigt...
Götter...wie Naiv ich doch war.
-
Mirania Adreana
Das Treffen mit den Arkorithern fand Abseits von Bajard in einer Taverne zu Tirell statt.
Drei vermummte, schwarze Gestalten kamen auf mich zu, ich begrüßte Sie mit aller Ehrfurcht, die meine schlotternen Knien zulassen und wurde in ein Frage-Antwort-Spiel ihresgleichen gezogen.
Als Sie nach langer Zeit sich dann verabschiedeten, atmete ich tief durch, mehr erstrahlte aber mein Blick, als ich dann, einige Tage später einen Brief mit einem Termin vorfand, der meine Aufnahme in den Orden bestätigte.
Ich hatte es geschafft, mein Herz sprung höher, doch auch die Gewissheit plagte mich zugleich: Tue ich das richtige? Oder Spiele ich hier mit dem Feuer.
So sehnte ich mich den Tag entgegen, ich versuchte Sua aufzusuchen, doch war Sie so gut wie nie daheim.
Nur einmal traf ich Sie an, wenn auch nur für kurze Minuten, in welcher wir einen Kaffee mit viel Zucker genossen. Ich zumindest.
Sie schien ein wenig abgelenkt zu sein, wissen die Götter nur, was in ihrem Kopfe kreiste. Wahrscheinlich wieder ein elendiger Mann. Ich hoffte so sehr, ihr würde niemand schaden. Schliesslich war sie ja...naja...meine einzige Freundin.
So ergab es sich dann noch, dass ich Eenja traf. Ihre Mitbewohnerin. Und eine Magierin auch.
Ob Sie auch dem Orden der Arkorither angehörte?
Doch ich glaubte es nicht, was sich später ja auch als richtig herausstellte.
Dennoch bewies ich wieder perfekt mein Geschick, als ich an meinem eigenen Kleid in die Küche stolperte, dabei natürlich noch alles auf den Boden mitreissend, was mein Körper kriegen konnte.
Welch Tollpatsch ich doch war.
Eenja half mir, das verstreute Obst aufzusammeln und da fiel es mir auf, als Sie so über den Boden tastete: Sie war Blind.
War das Möglich? Eine Magierin und Blind?
Götter, was musste ich bloß noch alles lernen.
Wir unterhielten uns einige Zeit, ich hielt es besser, meine zukünftige Ausbildung als Magierin zu verschweigen. Erst einmal, musste ich sowieso das Aufnahmeritual überstehen.
So wurde ich immer nervöser, je näher der Termin ankam. Ich konnte kaum noch schlafen und in meinem Kopf kreisten die verrücktesten Theorien. Ich hörte einst, dass Menschen für ihren Kult Schlangen den Kopf abbissen. Muss ich einer Schlange den Kopf etwa abbeissen?
Jetzt denke ich natürlich, wie so oft, wo ich das hier schreibe, wie Naiv ich doch war. Und dennoch, woher hätte ich es wissen sollen?
So war der Zeitpunkt da, ich wartete an der Kutsche nahe Düstersee auf meine Abholung.
Als Sie kam, wurden nur kurze Floskeln getauscht, mit dem Hinweis, ihr zu folgen.
Wir traten an eine alte Ruine, ich dachte mir nur, meine Güte, ist das die Akademie? Solle ich hier lernen und studieren?
Natürlich wurde ich eines besseren Belehrt, als die Person einen Geheimgang öffnete, ich auf eine Platte trat und...
es war unbeschreiblich, als würde mein Körper sich drehen, in sich zusammenfalten und woanders wieder ausfalten und das drehen langsam beendend....was direkt dazu führte, dass ich hinfiel...wieder mal.
Wir gingen über eine Brücke, vor mir offenbarte sich das Meer zu den Seiten, ja, es schien eine Insel zu sein und in der Ferne erkennte man eine riesige, steinerne und schwarze Sillhouette.
Wir kamen an einem Altar, dort stand auch schon die Magistra, auf einem Thron sass ein anderer, älterer Mann.
Vor mir eine Frau in normaler Kleidung wie ich, wo ich vermutete, dass muss auch ein neues Aufnahmemitglied sein.
Wenigstens war ich nicht alleine.
Und neben dem Altar drei Schwarzgekleidete, wovon ich Zwei zumindest an deren Kleidung als Personen aus der Taverne nahe Tirell identifizieren konnte.
So stellte ich mich neben die andere, wer mehr zitterte von uns beiden, hätte man wohl nicht ausmachen können.
Es gab viele Worte, einige Reden, einige Erklärungen, ehe die Dame neben mir zum Altar musste.
Was war ich froh, nicht als erstes zu müssen.
Wer weiss, welche Fehler ich gemacht hätte.
Der alte Mann erhebte sich von seinem Thron, ich spielte nervös an meinen Schal rum, dachte mir, wie schön warm der mich doch hielt.
Und dieser Gedanke wurde bekräftigt, als der alte Mann seine Robe entkleidete, oberkörperfrei und voller Narben ruhig stand und dann...
sind die Erinnerungen sehr schemenhaft.
Sein Brustkorb öffnete sich, wie, als würde ein Geist mit einem unsichtbaren Messer alles fein herausschneiden, die Knochen nach aussen pressend, bis sein Herz herausschlug.
Ich wurde blaß, alles drehte sich herum, nur eine Sekunde hingesehen, doch das Knacken der Knochen und das Schmatzen des Fleisches, liessen meinen Magen rebelieren.
Wenn ihr wirklich denkt, es gibt nichts peinlicheres, als das, was ich schon so tat...dann habt ihr nie auf einem Aufnahmeritual der Arkorither euch übergeben.
So hing ich einige Sekunden über dem Steinsims der Brücke und liess das Meerwasser Braun verfärben, was sicher zur Belustigung einiger diente.
Ich wollte direkt sterben, so peinlich war es mir. Aber gut, ich habe es in Zukunft noch getoppt, dazu aber später mehr.
Ich bekam natürlich nicht mit, was ich tun sollte, so musste ich improvisieren.
Vor dem Altar klaffte ein offenes, fliegendes Buch. Ein Dolch mit Blut lag vor mir, also nahm ich den, als ich an der Reihe war und schnitt mir über die rechte Hand, kreuzte so die Narbe, die ich dort hatte.
Dann liess ich das Blut auf den Dolch nieder und schrieb damit, wie bei einer Feder, meinen Namen ins Buch.
Es war pure Magie, als dann wie ein fliessender Fluß mein Blut zum Buch schwebte und sich die Seiten füllten.
Ich erhaschte einen Blick und lass mich...mein Leben...alles, was passiert ist, ehe es sich dann schloss, meine Wunde auf der Hand geschlossen war. Zumindest notdürftig.
Und so war mein Pakt mit den Arkorithern beschlossen, ich war nun eine Schülerin des Ordens...fast zumindest.
Der alte Mann mit offenen Brustkorb geierte schon die ganze Zeit auf mich. Was er wollte, wusste ich nicht, doch selbst, als das Buch sich schloss, wieder samt Herz in sein inneres wanderte, sich alles schloss und er seine Robe anhatte, geierte er mich an.
Was genau, erfuhr ich auch schneller, als mir lieb war.
Wir wurden angehalten, unsere weltliche Kleidung abzunehmen.
Abzunehmen? Dachte ich mir.
Bei der [s]scheiß[/s] Kälte.
Aber gut, die Frau neben mir tat es auch. Also folgte ich ihrem Ruf und sagte mir innerlich, wehe ein Kerl gafft mich an oder begrabscht mich gar.
Wozu das führte, weiß ich genau.
Doch dem war nicht so...mehr erkannte ich nun, als die Magistra meinen Schal vom Kleidungsstapel nahm, was der alte Mann begeierte.
Sie überreichte ihm den, er schien sich wirklich wie ein kleines Kind zu freuen, legte ihn sich um und strich ihn glatt.
Ich grummelte....mein schöner Schal. Er hatte ihn und ich froh mir den Allerwertesten ab.
Er ging dann und verliess die Zeremonie, ich versuchte mit meinen kleinen Händen zumindest die Schamteile und meine Brüste zu verdecken und betete, dass es schnell vorbei ginge.
Und so griffen Schatten aus den Seiten hervor, ein unendlicher Schmerz in meinem Kopfe, wie Fingernägel über Steine bohrend, liess mich auf die Knien fallend, ehe die Schatten mich förmlich infizierten und mich einschlossen.
In jenen war alles still, keine Kopfschmerzen, keine Verzerrung im Lied, wie ein Baby im Mutterlaib kam ich mir vor. Wohlig behütet und warm gehalten, ehe ein Licht durchbrach, dann mehr und mehr und als ich die Augen öffnete.
Langsam erhob ich mich, etwas weiches, seidenes spürte ich auf meiner Haut und als ich an mir hinabblickte, erkannte ich diese wunderschöne, Nachtschwarze Robe an meinem Körper.
Zufriedene Blicke der anderen....nein...nicht der anderen....meiner Brüder und Schwestern.
Ich war nun ein Teil dieser Familie....des Ordens der Arkorither.
Und ich bekam schneller als gewünscht Gelegenheit, mich in diese zu integrieren.
Drei vermummte, schwarze Gestalten kamen auf mich zu, ich begrüßte Sie mit aller Ehrfurcht, die meine schlotternen Knien zulassen und wurde in ein Frage-Antwort-Spiel ihresgleichen gezogen.
Als Sie nach langer Zeit sich dann verabschiedeten, atmete ich tief durch, mehr erstrahlte aber mein Blick, als ich dann, einige Tage später einen Brief mit einem Termin vorfand, der meine Aufnahme in den Orden bestätigte.
Ich hatte es geschafft, mein Herz sprung höher, doch auch die Gewissheit plagte mich zugleich: Tue ich das richtige? Oder Spiele ich hier mit dem Feuer.
So sehnte ich mich den Tag entgegen, ich versuchte Sua aufzusuchen, doch war Sie so gut wie nie daheim.
Nur einmal traf ich Sie an, wenn auch nur für kurze Minuten, in welcher wir einen Kaffee mit viel Zucker genossen. Ich zumindest.
Sie schien ein wenig abgelenkt zu sein, wissen die Götter nur, was in ihrem Kopfe kreiste. Wahrscheinlich wieder ein elendiger Mann. Ich hoffte so sehr, ihr würde niemand schaden. Schliesslich war sie ja...naja...meine einzige Freundin.
So ergab es sich dann noch, dass ich Eenja traf. Ihre Mitbewohnerin. Und eine Magierin auch.
Ob Sie auch dem Orden der Arkorither angehörte?
Doch ich glaubte es nicht, was sich später ja auch als richtig herausstellte.
Dennoch bewies ich wieder perfekt mein Geschick, als ich an meinem eigenen Kleid in die Küche stolperte, dabei natürlich noch alles auf den Boden mitreissend, was mein Körper kriegen konnte.
Welch Tollpatsch ich doch war.
Eenja half mir, das verstreute Obst aufzusammeln und da fiel es mir auf, als Sie so über den Boden tastete: Sie war Blind.
War das Möglich? Eine Magierin und Blind?
Götter, was musste ich bloß noch alles lernen.
Wir unterhielten uns einige Zeit, ich hielt es besser, meine zukünftige Ausbildung als Magierin zu verschweigen. Erst einmal, musste ich sowieso das Aufnahmeritual überstehen.
So wurde ich immer nervöser, je näher der Termin ankam. Ich konnte kaum noch schlafen und in meinem Kopf kreisten die verrücktesten Theorien. Ich hörte einst, dass Menschen für ihren Kult Schlangen den Kopf abbissen. Muss ich einer Schlange den Kopf etwa abbeissen?
Jetzt denke ich natürlich, wie so oft, wo ich das hier schreibe, wie Naiv ich doch war. Und dennoch, woher hätte ich es wissen sollen?
So war der Zeitpunkt da, ich wartete an der Kutsche nahe Düstersee auf meine Abholung.
Als Sie kam, wurden nur kurze Floskeln getauscht, mit dem Hinweis, ihr zu folgen.
Wir traten an eine alte Ruine, ich dachte mir nur, meine Güte, ist das die Akademie? Solle ich hier lernen und studieren?
Natürlich wurde ich eines besseren Belehrt, als die Person einen Geheimgang öffnete, ich auf eine Platte trat und...
es war unbeschreiblich, als würde mein Körper sich drehen, in sich zusammenfalten und woanders wieder ausfalten und das drehen langsam beendend....was direkt dazu führte, dass ich hinfiel...wieder mal.
Wir gingen über eine Brücke, vor mir offenbarte sich das Meer zu den Seiten, ja, es schien eine Insel zu sein und in der Ferne erkennte man eine riesige, steinerne und schwarze Sillhouette.
Wir kamen an einem Altar, dort stand auch schon die Magistra, auf einem Thron sass ein anderer, älterer Mann.
Vor mir eine Frau in normaler Kleidung wie ich, wo ich vermutete, dass muss auch ein neues Aufnahmemitglied sein.
Wenigstens war ich nicht alleine.
Und neben dem Altar drei Schwarzgekleidete, wovon ich Zwei zumindest an deren Kleidung als Personen aus der Taverne nahe Tirell identifizieren konnte.
So stellte ich mich neben die andere, wer mehr zitterte von uns beiden, hätte man wohl nicht ausmachen können.
Es gab viele Worte, einige Reden, einige Erklärungen, ehe die Dame neben mir zum Altar musste.
Was war ich froh, nicht als erstes zu müssen.
Wer weiss, welche Fehler ich gemacht hätte.
Der alte Mann erhebte sich von seinem Thron, ich spielte nervös an meinen Schal rum, dachte mir, wie schön warm der mich doch hielt.
Und dieser Gedanke wurde bekräftigt, als der alte Mann seine Robe entkleidete, oberkörperfrei und voller Narben ruhig stand und dann...
sind die Erinnerungen sehr schemenhaft.
Sein Brustkorb öffnete sich, wie, als würde ein Geist mit einem unsichtbaren Messer alles fein herausschneiden, die Knochen nach aussen pressend, bis sein Herz herausschlug.
Ich wurde blaß, alles drehte sich herum, nur eine Sekunde hingesehen, doch das Knacken der Knochen und das Schmatzen des Fleisches, liessen meinen Magen rebelieren.
Wenn ihr wirklich denkt, es gibt nichts peinlicheres, als das, was ich schon so tat...dann habt ihr nie auf einem Aufnahmeritual der Arkorither euch übergeben.
So hing ich einige Sekunden über dem Steinsims der Brücke und liess das Meerwasser Braun verfärben, was sicher zur Belustigung einiger diente.
Ich wollte direkt sterben, so peinlich war es mir. Aber gut, ich habe es in Zukunft noch getoppt, dazu aber später mehr.
Ich bekam natürlich nicht mit, was ich tun sollte, so musste ich improvisieren.
Vor dem Altar klaffte ein offenes, fliegendes Buch. Ein Dolch mit Blut lag vor mir, also nahm ich den, als ich an der Reihe war und schnitt mir über die rechte Hand, kreuzte so die Narbe, die ich dort hatte.
Dann liess ich das Blut auf den Dolch nieder und schrieb damit, wie bei einer Feder, meinen Namen ins Buch.
Es war pure Magie, als dann wie ein fliessender Fluß mein Blut zum Buch schwebte und sich die Seiten füllten.
Ich erhaschte einen Blick und lass mich...mein Leben...alles, was passiert ist, ehe es sich dann schloss, meine Wunde auf der Hand geschlossen war. Zumindest notdürftig.
Und so war mein Pakt mit den Arkorithern beschlossen, ich war nun eine Schülerin des Ordens...fast zumindest.
Der alte Mann mit offenen Brustkorb geierte schon die ganze Zeit auf mich. Was er wollte, wusste ich nicht, doch selbst, als das Buch sich schloss, wieder samt Herz in sein inneres wanderte, sich alles schloss und er seine Robe anhatte, geierte er mich an.
Was genau, erfuhr ich auch schneller, als mir lieb war.
Wir wurden angehalten, unsere weltliche Kleidung abzunehmen.
Abzunehmen? Dachte ich mir.
Bei der [s]scheiß[/s] Kälte.
Aber gut, die Frau neben mir tat es auch. Also folgte ich ihrem Ruf und sagte mir innerlich, wehe ein Kerl gafft mich an oder begrabscht mich gar.
Wozu das führte, weiß ich genau.
Doch dem war nicht so...mehr erkannte ich nun, als die Magistra meinen Schal vom Kleidungsstapel nahm, was der alte Mann begeierte.
Sie überreichte ihm den, er schien sich wirklich wie ein kleines Kind zu freuen, legte ihn sich um und strich ihn glatt.
Ich grummelte....mein schöner Schal. Er hatte ihn und ich froh mir den Allerwertesten ab.
Er ging dann und verliess die Zeremonie, ich versuchte mit meinen kleinen Händen zumindest die Schamteile und meine Brüste zu verdecken und betete, dass es schnell vorbei ginge.
Und so griffen Schatten aus den Seiten hervor, ein unendlicher Schmerz in meinem Kopfe, wie Fingernägel über Steine bohrend, liess mich auf die Knien fallend, ehe die Schatten mich förmlich infizierten und mich einschlossen.
In jenen war alles still, keine Kopfschmerzen, keine Verzerrung im Lied, wie ein Baby im Mutterlaib kam ich mir vor. Wohlig behütet und warm gehalten, ehe ein Licht durchbrach, dann mehr und mehr und als ich die Augen öffnete.
Langsam erhob ich mich, etwas weiches, seidenes spürte ich auf meiner Haut und als ich an mir hinabblickte, erkannte ich diese wunderschöne, Nachtschwarze Robe an meinem Körper.
Zufriedene Blicke der anderen....nein...nicht der anderen....meiner Brüder und Schwestern.
Ich war nun ein Teil dieser Familie....des Ordens der Arkorither.
Und ich bekam schneller als gewünscht Gelegenheit, mich in diese zu integrieren.
-
Mirania Adreana
Es war verrückt...einfach nur verrückt, was dann passierte.
Eigentlich sollte mir eine Schwester die Burg zeigen, jenes imposante gebilde, was die halbe Insel einnahm.
Doch als wir auf halben Wege waren, fing die Erde an zu Beben.
Bäume wandten sich unter der Erschütterung, Sand brauch auf, Risse entstanden an den Ufern und drohten, die Insel zu spalten und Gesteinsbrocken der eigentlich stabilen Burg fielen mit lauten Krachen hinab und wirbelten die Erde auf.
Natürlich fiel ich direkt hin, habe mir aber eingeredet, dass ich dafür nun aber wirklich nichts konnte.
Jeder suchte sich einen Punkt zum festhalten. Erst ergriff ich den kräftigen Stamm eines Baumes, hielt es dann aber für schlauer, mich lieber an die starken Mauern der riesigen Burg zu pressen.
Augen schliessen, betend und hoffend, gleich nicht im Halse im Wasser zu stehen.
Die Magistra schien ratlos, sie spürte etwas...was wir alle spürten...doch zuordnen konnte es keiner.
Es schien ruhiger zu werden nach einiger Zeit, selbst wenn ich hätte schwören können, dass Jahre vergingen und ich erst einmal an mir selber herumtastete, ob ich noch lebendig war...und ob ich nicht zufällig vor lauter Angst etwas verloren habe.
Eine schöne Windprise liess mein Haar zaubern, der frische, salzige Geruch des Meeres stieg in meine Nase. Der Kurs war gesetzt, wir fuhren...moment...wir waren auf einer Insel.
Wir traten an die Ufern, für mich als eine Frau, die lange Jahre auf einem Schiffskutter ihr Brot verdiente, war schnell auszumachen, dass die Insel fahrt aufgenommen hatte.
Doch wir folgten keiner Strömung, unter uns, für diese Geschwindigkeit, die wir hatten, brauchte es mehr als eine Meeresströmung.
Aber wir schienen ein Ziel zu verfolgen.
Ich selber wäre am liebsten panisch davon gelaufen...ob dieser magische Teleporter noch funktionierte?
Doch meine Brüder und Schwestern schienen zwar erstaunt, aber nicht beunruhigt.
In was für einer Welt bin ich bloß gelandet?
Die Menschen hausen in reinen Schlössern, haben Kamine in ihren Wohnstuben, reden von Drachen, Ogern und Trollen und verziehen nicht einmal die Miene, wenn eine ganze Insel samt Buirg beschliesst, eine kleine Meeresrundfahrt zu starten.
Also tat ich das, was ich am besten konnte: mich seufzend auf meinen Allerwertesten setzen und den Fachmännern die Arbeit überlassen.
So fuhren wir, ich schätzte die Geschwindigkeit auf 15 Knoten. Nicht schlecht für eine Insel ohne Segel.
Als sich die Lage beruhigte, wir uns mit unserer Situation abgefunden hatten und beschlossen, zu beobachten, wer und wohin wir geschickt würden, bekam ich meine Schloßbesichtigung.
Ich hielt es für einen schlechten Witz, aber die Kontrolle der Emotionen war meisterlich im Orden geprägt.
Ich wäre am liebsten kreischend davon geraten, aber dies war nun meine Familie...wenn ich bleiben sollte, blieb ich. Obwohl ich mir sicher war, mehr ein Hindernis als eine Hilfe darzustellen.
So freute ich mich doch zumindest auf die Burgbesichtigung...Götter...das ich wirklich so empfand.
Verdammt....hallo? Wir fuhren mit einer Insel über das Meer?
Aber gut...Burgbesichtigung.
Es fing bei der Tür schon an, Maya, meine Ordensschwester, zeigte mir, wie man hinein kommt...und wollte prompt, dass ich es versuche.
Sie warnte mich, dass ein falscher Handstrich schlimme Konsequenzen hätte. Wie schön, dass Sie mich wenigstens vorwarnte, sah ich doch ihr hämmisches Grinsen und die Vorfreude in ihrem Gesicht, wie ich versagen würde und unter Qualen die treppen hinabplumpse...oder was auch immer gekommen wäre.
Nun, auf einer fahren Insel eine feine Bewegung zu machen, war nicht so leicht, aber ich schaffte es dennoch.
Mein erster Erfolg...ich habe eine Tür aufbekommen...nicht viel...aber zumindest ein kleiner Schritt.
Ob es wirklich eine Strafe oder eine Falle für das Versagen an der Tür gibt, habe ich im übrigen bis heute nicht herausgefunden. Ich bin auch nicht so scharf, es herauszufinden, gebe ich gerne zu.
So zeigte mir Maya, vielleicht ein wenig enttäuscht ob meines Gelingen, was meine Brust anschwellen liess und mich wie die Königin der Welt herumstolzieren liess, die Burg.
Es war sehr düster, kühl...aber man konnte sich, mit ein wenig Fantasie heimisch fühlen.
Bibliothek, Gemeinschaftsraum, Studienzimmer, Alchemielabor...alles war vorhanden.
Zuletzt gingen wir in die Schlafsääle. Viele Etagenbetten standen dort, erst blieb mein Herz stehen: Götter, schlafen wir mit Männern in einem Raum?
Meine Bedenken konnte man wohl förmlich aus meinem Gesicht herauslesen, denn Maya liess diese schnell fallen und sagte mir, dass dies die Räume der Frauen sind.
Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich war.
Und das Beste an dem Zimmer: Ich konnte mir ein Bett aussuchen.
Natürlich nahm ich gleich das in der Ecke und die obere Etage. In einem richtigen Bett schlafen, war schon ein wenig her. Die Matratzen waren zwar nicht so weich, wie das Gästebett bei Sua...aber vorerst würde es genügen.
Als ich also dann meine Sachen verstaute, ging es zurück in die Bibliothek.
Bücher um Bücher stauten sich dort. Ich frage mich gerade, ob vielleicht auch dieses Buch, was ich hier schreibe, seinen Weg dahin finden wird.
Wer weiß?
Und eben all jene Bücher gab es zu studieren.
Maya stellte mir einen Plan auf, wo ich anfangen sollte.
Innerlich war ich ein wenig panisch...ich konnte zwar lesen...aber nicht so gut und meine Schrift war damals unter aller Sau.
Aber gut, das hat mich bei meiner Aufnahme ja niemand gefragt und es schien auch keine Vorraussetzung zu sein...also werde ich mich irgendwie durchhauen...und Lesen und Schreiben üben üben üben.
Wir gingen dann wieder hinaus.
Die Magistra und der Adept waren dort, blickten auf das offene Meer, studierten die Risse.
Es gab keinerlei Neuigkeiten, keine Erkenntnisse.
Mir kam dann aber eine Idee.
Navigation...ich könnte den Kurs bestimmen anhand von Karten, vielleicht kann man dann das Ziel heraussehen.
Ich fand die Idee zumindest gut...der Adept aber nicht und es scheiterte am Ende am Mangel einer Sache: Es gab keine Seekarten.
Hinzu, schienen nach Aussage der Magistra NIE...wirklich NIE Sterne über der Insel.
Ich blickte in den Himmel der Nacht und musste erkennen, dass Sie natürlich Recht hatte.
Was war das für eine Insel?
Ich würde auf jedenfall die Nächte und den Himmel im Auge behalten, in der Hoffnung, doch einen Stern zu sehen.
Zuletzt konnte man nicht einmal schätzen, weil die Geschwindigkeit der Insel sicher nie konstant war, uns der Anfangspunkt fehlt und wir sogar uns rotierten.
Wir hätten in jede Richtung schippern könnten...wusste nur ein Gott, wo wir uns aufhielten und ich dachte mir innerlich: Klasse, da habt ihr es nun, dass ihr euch auf einer so geheimnisvollen Insel aufhaltet, wo ihr selber den Ort nicht kennt und Teleportation nutzt, um diese zu erreichen.
Also seufzte ich, wollte mich am liebsten wieder hinsetzen, als ein Schrei über die Insel hallte.
Markerschütternd, erschrocken, ängstlich..
Was war denn nun wieder los?
Eigentlich sollte mir eine Schwester die Burg zeigen, jenes imposante gebilde, was die halbe Insel einnahm.
Doch als wir auf halben Wege waren, fing die Erde an zu Beben.
Bäume wandten sich unter der Erschütterung, Sand brauch auf, Risse entstanden an den Ufern und drohten, die Insel zu spalten und Gesteinsbrocken der eigentlich stabilen Burg fielen mit lauten Krachen hinab und wirbelten die Erde auf.
Natürlich fiel ich direkt hin, habe mir aber eingeredet, dass ich dafür nun aber wirklich nichts konnte.
Jeder suchte sich einen Punkt zum festhalten. Erst ergriff ich den kräftigen Stamm eines Baumes, hielt es dann aber für schlauer, mich lieber an die starken Mauern der riesigen Burg zu pressen.
Augen schliessen, betend und hoffend, gleich nicht im Halse im Wasser zu stehen.
Die Magistra schien ratlos, sie spürte etwas...was wir alle spürten...doch zuordnen konnte es keiner.
Es schien ruhiger zu werden nach einiger Zeit, selbst wenn ich hätte schwören können, dass Jahre vergingen und ich erst einmal an mir selber herumtastete, ob ich noch lebendig war...und ob ich nicht zufällig vor lauter Angst etwas verloren habe.
Eine schöne Windprise liess mein Haar zaubern, der frische, salzige Geruch des Meeres stieg in meine Nase. Der Kurs war gesetzt, wir fuhren...moment...wir waren auf einer Insel.
Wir traten an die Ufern, für mich als eine Frau, die lange Jahre auf einem Schiffskutter ihr Brot verdiente, war schnell auszumachen, dass die Insel fahrt aufgenommen hatte.
Doch wir folgten keiner Strömung, unter uns, für diese Geschwindigkeit, die wir hatten, brauchte es mehr als eine Meeresströmung.
Aber wir schienen ein Ziel zu verfolgen.
Ich selber wäre am liebsten panisch davon gelaufen...ob dieser magische Teleporter noch funktionierte?
Doch meine Brüder und Schwestern schienen zwar erstaunt, aber nicht beunruhigt.
In was für einer Welt bin ich bloß gelandet?
Die Menschen hausen in reinen Schlössern, haben Kamine in ihren Wohnstuben, reden von Drachen, Ogern und Trollen und verziehen nicht einmal die Miene, wenn eine ganze Insel samt Buirg beschliesst, eine kleine Meeresrundfahrt zu starten.
Also tat ich das, was ich am besten konnte: mich seufzend auf meinen Allerwertesten setzen und den Fachmännern die Arbeit überlassen.
So fuhren wir, ich schätzte die Geschwindigkeit auf 15 Knoten. Nicht schlecht für eine Insel ohne Segel.
Als sich die Lage beruhigte, wir uns mit unserer Situation abgefunden hatten und beschlossen, zu beobachten, wer und wohin wir geschickt würden, bekam ich meine Schloßbesichtigung.
Ich hielt es für einen schlechten Witz, aber die Kontrolle der Emotionen war meisterlich im Orden geprägt.
Ich wäre am liebsten kreischend davon geraten, aber dies war nun meine Familie...wenn ich bleiben sollte, blieb ich. Obwohl ich mir sicher war, mehr ein Hindernis als eine Hilfe darzustellen.
So freute ich mich doch zumindest auf die Burgbesichtigung...Götter...das ich wirklich so empfand.
Verdammt....hallo? Wir fuhren mit einer Insel über das Meer?
Aber gut...Burgbesichtigung.
Es fing bei der Tür schon an, Maya, meine Ordensschwester, zeigte mir, wie man hinein kommt...und wollte prompt, dass ich es versuche.
Sie warnte mich, dass ein falscher Handstrich schlimme Konsequenzen hätte. Wie schön, dass Sie mich wenigstens vorwarnte, sah ich doch ihr hämmisches Grinsen und die Vorfreude in ihrem Gesicht, wie ich versagen würde und unter Qualen die treppen hinabplumpse...oder was auch immer gekommen wäre.
Nun, auf einer fahren Insel eine feine Bewegung zu machen, war nicht so leicht, aber ich schaffte es dennoch.
Mein erster Erfolg...ich habe eine Tür aufbekommen...nicht viel...aber zumindest ein kleiner Schritt.
Ob es wirklich eine Strafe oder eine Falle für das Versagen an der Tür gibt, habe ich im übrigen bis heute nicht herausgefunden. Ich bin auch nicht so scharf, es herauszufinden, gebe ich gerne zu.
So zeigte mir Maya, vielleicht ein wenig enttäuscht ob meines Gelingen, was meine Brust anschwellen liess und mich wie die Königin der Welt herumstolzieren liess, die Burg.
Es war sehr düster, kühl...aber man konnte sich, mit ein wenig Fantasie heimisch fühlen.
Bibliothek, Gemeinschaftsraum, Studienzimmer, Alchemielabor...alles war vorhanden.
Zuletzt gingen wir in die Schlafsääle. Viele Etagenbetten standen dort, erst blieb mein Herz stehen: Götter, schlafen wir mit Männern in einem Raum?
Meine Bedenken konnte man wohl förmlich aus meinem Gesicht herauslesen, denn Maya liess diese schnell fallen und sagte mir, dass dies die Räume der Frauen sind.
Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich war.
Und das Beste an dem Zimmer: Ich konnte mir ein Bett aussuchen.
Natürlich nahm ich gleich das in der Ecke und die obere Etage. In einem richtigen Bett schlafen, war schon ein wenig her. Die Matratzen waren zwar nicht so weich, wie das Gästebett bei Sua...aber vorerst würde es genügen.
Als ich also dann meine Sachen verstaute, ging es zurück in die Bibliothek.
Bücher um Bücher stauten sich dort. Ich frage mich gerade, ob vielleicht auch dieses Buch, was ich hier schreibe, seinen Weg dahin finden wird.
Wer weiß?
Und eben all jene Bücher gab es zu studieren.
Maya stellte mir einen Plan auf, wo ich anfangen sollte.
Innerlich war ich ein wenig panisch...ich konnte zwar lesen...aber nicht so gut und meine Schrift war damals unter aller Sau.
Aber gut, das hat mich bei meiner Aufnahme ja niemand gefragt und es schien auch keine Vorraussetzung zu sein...also werde ich mich irgendwie durchhauen...und Lesen und Schreiben üben üben üben.
Wir gingen dann wieder hinaus.
Die Magistra und der Adept waren dort, blickten auf das offene Meer, studierten die Risse.
Es gab keinerlei Neuigkeiten, keine Erkenntnisse.
Mir kam dann aber eine Idee.
Navigation...ich könnte den Kurs bestimmen anhand von Karten, vielleicht kann man dann das Ziel heraussehen.
Ich fand die Idee zumindest gut...der Adept aber nicht und es scheiterte am Ende am Mangel einer Sache: Es gab keine Seekarten.
Hinzu, schienen nach Aussage der Magistra NIE...wirklich NIE Sterne über der Insel.
Ich blickte in den Himmel der Nacht und musste erkennen, dass Sie natürlich Recht hatte.
Was war das für eine Insel?
Ich würde auf jedenfall die Nächte und den Himmel im Auge behalten, in der Hoffnung, doch einen Stern zu sehen.
Zuletzt konnte man nicht einmal schätzen, weil die Geschwindigkeit der Insel sicher nie konstant war, uns der Anfangspunkt fehlt und wir sogar uns rotierten.
Wir hätten in jede Richtung schippern könnten...wusste nur ein Gott, wo wir uns aufhielten und ich dachte mir innerlich: Klasse, da habt ihr es nun, dass ihr euch auf einer so geheimnisvollen Insel aufhaltet, wo ihr selber den Ort nicht kennt und Teleportation nutzt, um diese zu erreichen.
Also seufzte ich, wollte mich am liebsten wieder hinsetzen, als ein Schrei über die Insel hallte.
Markerschütternd, erschrocken, ängstlich..
Was war denn nun wieder los?
-
Mirania Adreana
Als ich die Insel sah, in der Ferne, die direkt auf uns zuraste...oder mehr, auf die wir direkt zurasten, dachte ich mir "Was kann heute noch passieren?".
Reichte es nicht, dass wir wie ein Geisterschiff auf dem offenen Meer trieben?
Ich stellte mir unweigerlich vor, wie wir eine Seestraße passieren würden und wie die Blicke der Schiffsmannschaften auf uns blicken würde, wie wir Sie mit gut 4 Knoten überholen würden.
Irgendwie war es witzig, wenn ich in dem Moment nicht gerade hätte heulen können.
Ich sah uns schon an jenem Eiland zerschellen...gut, sie war kleiner als unsere...vielleicht wären wir auch nur einfach über Sie herübergefahren...aber wer weiß, welch Schäden unsere, mit Rissen versehene Insel genommen hätte...vom emporischen Mauerwerk der Burg ganz zu schweigen.
Doch während ich den Tränen nahe schien, waren meine Brüder und Schwester seelenruhig, ja, die Magistra schien sogar zuversicht auszustahlen.
Ich hielt Sie offenbar für verrückt...doch muss ich mich hier selber einmal verteidigen: Ich kannte bis zu dem Zeitpunkt nicht, welch Macht sie besassen.
War ich noch schockiert davon, dass ich einen Menschen in Brand stecken konnte, bemerkte ich erst dann, wie lächerlich diese Gabe im Vergleich zu einer gut ausgebildeteten Arkoritherin war.
So befahl man uns, sich zu konzentrieren, ins Lied einzuwirken. Ich verstand nichts, stellte mich nur brav neben die anderen und konzentrierte mich...worauf...wusste ich nicht, ich dachte an die Insel, daran, dass Sie einfach weg sein sollte...dann schweifte ich ab...Hundewelpen, ja, da hatte ich doch welche gesehen in Rahal, die waren sooooo niedlich...hätte am liebsten direkt eines Mitgenommen, ich glaube aber, die werden nicht gerne gesehen in der Burg...wahrscheinlich weil Sie Dreck machen oder andere Allergisch darauf reagiere.
Doch während ich merkte, dass ich sogar zu unfähig bin, mich einfach zu konzentrieren, erschütterte das Eiland...ja, ich spürte förmlich, wie eine geballte Macht auf jenes einwirkte, als würden riesige Hände aus dem Meer greifen und die Insel in Stücke reissen.
Ich sah einiges...aber noch nie soetwas.
Ob wohl Menschen auf der Insel lebten? Wenn ja, so taten Sie mir leid...doch Lieber Sie als wir.
So redeten wir....reden, schoss es mir in dem Kopf...sie vernichteten eine Insel und redeten dann ruhig weiter.
Ich fühlte mich wie bei den Verrückten...andererseits, glaube ich, da gut hinein zu passen.
So spekulierte man, bis man dessen überdrüssig wurde und man entschied, man könne nun abwarten und beobachten.
So verzog ich mich in die Bibliothek und ergriff wahllos Bücher. Ich wusste nicht, wonach ich lesen sollte, ich wollte nur lesen...bis ich irgendwann ermüdet einschlief und von der Bibliothekswärterin mit einem Schlag im Nacken geweckt wurde.
Sie warf mir vor, wie eine Herde geschnarcht zu haben?
Ich?
Schnarchen?
Die alte Schrecke hatte Sie doch nicht alle...ich könnte ja nicht einmal so laut schreien, wie die durch ihre Monsterlöcher an der Nase atmete...doch der Schlag tat weh und ich ging in den Schlafsaal.
Schnarchen? Tz...da hatte Sie wohl noch nie Maya gehört...oder war es Rheana? Irgendwer schnarchte laut...und ich werde noch herausfinden, wer von den beiden es ist.
Und so raubte man mir auch Stunden des Schlafs, wo ich leise auf dem Bett die Decke anschaute...die Gedanken kreisten...
Ich war nun also angekommen...ich hatte ein warmes Bett...ich hatte eine Gemeinschaft, die mich mit offenen, wenn vielleicht ecklig blutigen Armen empfing und mich als Schwester betitelten.
Die sich um mich kümmerten und mich lehren würden...solange, bis ich wie unsere werte Magistra die Arme ausbreite und ganze Eilande zusammenfallen lasse.
Ich drehte mich zur Seite, fragte mich, wie es meiner Familie ginge...ob jenes Scheusal, das meine feurige Wut empfing leben würde und nach Rache sinnte...und an meine Mutter...ob Sie stolz auf mich wäre...ob Sie es tolerieren würde..schliesslich sprach Sua davon, dass ich bei den "Bösen" wäre...doch konnten Sie es sein? Diese herzensguten Menschen, die sich gegenseitig beschützten, wie eine Familie, die mir Speiß und Trank und Wärme gaben?
Nein...Sua musste sich irren...es ist nur schade, dass Sie bis dahin nie auf den Brief geantwortet hat.
Doch muss ich jetzt gestehen, steckte weiterhin viel Naivität in mir...und ich lernte bald, die Dinge mit anderen Augen zu sehen...klarer und unterschiedlicher die Aspekte zusammen zu fügen.
Alles ist Auslegungssache.
So erwachte ich, natürlich übermüdet und mit tiefen Einhölungen der Augen irgendwann auf. Ich machte mich fertig, es war sehr gewöhnungsbedürftig, dass das Bad nicht abschliessbar war und ich mehr als einmal rein marschierte, als jemand sich wusch...natürlich meist männliche Mitglieder.
Wenigstens hatte ich eine Methode entwickelt, um unliebsame Eindringlinge während meiner Waschung aufzuhalten..es kostete mich zwar einiges, aber das war es mir wert.
Es reichte mir schon, dass die Brüder und Schwestern meinen Körper während der Aufnahme bemustern konnten, ich wollte Sie nicht an diesen Anblick erinnern.
Mein Blick fiel beim Frühstück auf Maya, böse...sie schnarcht garantiert und ich schwor mir, es herauszufinden. Und wenn dann, dann halte ich Sie mal eine Nacht wach.
Wobei als ich Rheana schmatzen hörte....ach verdammte ich mich, es war damals nicht so leicht...aber gut, ich muss mir selber auf die Schulter klopfen, dass ich es dann doch irgendwann herausfand und meine Rache, zumindest für damalige Verhältnisse schrecklich war...
Hm...
Nein eigentlich war Sie es nicht, sondern sorgte nur für sehr viel Ärger...aber das ist eine andere Geschichte.
Ich brauchte ein eigenes Heim, das wusste ich damals. Doch wir Studiosa durften nicht ausserhalb der Burg nächtigen.
Gut, ich empfand es als Auslegungssache. Nächtigen...hiesse Nachts...aber es verbat ja niemanden, nicht Tagsüber zu schlafen...und niemanden, nicht dennoch ein Heim zu besitzen.
So entschied ich, nach Rahal zu reisen.
Die Stadt zauberte schon immer Glanz in meine Augen. Ich war ein Dorfkind, so wurde ich immer wieder von der Wucht der riesigen Gebäude betört und vom Glanz der belebten Straßen verzaubert.
Einzig die Farbgestaltung war sehr monoton und ich dachte mir, da könnte es einen Farbanstrich gebrauchen oder ein paar Blumen am Straßenrand.
Ich schaute mir einige Immobilien an, eine schrecklicher als die andere.
Sicher, ich war jung...und meine Kleiderauswahl war schrecklich und zeigte wenig von Grazie und Eleganz...ich glaube heute, hätte ich damals mehr Ausschnitt gezeigt, hätte ich eher etwas gefunden.
So liess ich mich irgendwann resigniert in der Taverne am Marktplatz nieder, schlürfte die kühle Milch und dachte nacht.
Irgendwo musste es etwas geben, klein fein und gemütlich...
So traf ich SIE dann...eine schöne, junge Frau in eleganter Kleidung...Sie setzte sich zu mir, weil alle anderen Tische belegt waren...gut, ich gebe zu, es war auch sehr dumm von mir, mich an den Tisch für 8 Personen zu setzen.
Sie lächelte mich an, als Sie nach dem Platz fragte, doch saß schon, ehe ich hätte antworten können. Bei meiner Auffassungsgabe hätte aber auch ein Altenchor mit Krückstöckern schon einen Tanz auf dem Tisch aufgeführt, bis ich eine Antwort gegeben hätte.
So schlürfte ich schüchtern meine Milch, als diese Frau dann anfing, mit mir zu reden.
Sie sagte mir, ich müsse nicht schüchtern sein...bei Korow, man konnte aus meinem Gesicht wie aus einem Buch lesen.
Sie hiess Olivia, und deutet über den Marktplatz auf ein großes Gebäude und dann auf sich, ehe Sie anfügte, dass es ihre Schneiderei sei.
Götter, wie ich das Haus klasse fand und Sie darum beneidete.
Ich sagte ihr, dass ich etwas suchte, auf die Frage hin, was ich machte, lenkte ich ab...mehr schlecht als Recht...so winkte sie lächelnd ab.
Sie offenbarte mir, dass neben ihrem Anwesen eine kleine, feine Wohnfläche frei wäre und ich wurde hellhörig...naja...eher aufgeregt und fast schon besessen belästigend, was Sie jedoch amüsierte.
So folgte ich ihr direkt und blickte mir das Anwesen an...
Andere hätten gesagt, es wäre klein und mickrig...doch wer sich eine Halle mit schnarchenden Schwestern teilen musste, war hier in einem riesigen Reich...und es würde alles nur mir gehören.
Das innerliche Kichern, dass ich nach aussen trug, schien Olivia an meinem Verstand zweifeln zu lassen, aber ich war froh...das war es, mein neues Zuhause.
Reichte es nicht, dass wir wie ein Geisterschiff auf dem offenen Meer trieben?
Ich stellte mir unweigerlich vor, wie wir eine Seestraße passieren würden und wie die Blicke der Schiffsmannschaften auf uns blicken würde, wie wir Sie mit gut 4 Knoten überholen würden.
Irgendwie war es witzig, wenn ich in dem Moment nicht gerade hätte heulen können.
Ich sah uns schon an jenem Eiland zerschellen...gut, sie war kleiner als unsere...vielleicht wären wir auch nur einfach über Sie herübergefahren...aber wer weiß, welch Schäden unsere, mit Rissen versehene Insel genommen hätte...vom emporischen Mauerwerk der Burg ganz zu schweigen.
Doch während ich den Tränen nahe schien, waren meine Brüder und Schwester seelenruhig, ja, die Magistra schien sogar zuversicht auszustahlen.
Ich hielt Sie offenbar für verrückt...doch muss ich mich hier selber einmal verteidigen: Ich kannte bis zu dem Zeitpunkt nicht, welch Macht sie besassen.
War ich noch schockiert davon, dass ich einen Menschen in Brand stecken konnte, bemerkte ich erst dann, wie lächerlich diese Gabe im Vergleich zu einer gut ausgebildeteten Arkoritherin war.
So befahl man uns, sich zu konzentrieren, ins Lied einzuwirken. Ich verstand nichts, stellte mich nur brav neben die anderen und konzentrierte mich...worauf...wusste ich nicht, ich dachte an die Insel, daran, dass Sie einfach weg sein sollte...dann schweifte ich ab...Hundewelpen, ja, da hatte ich doch welche gesehen in Rahal, die waren sooooo niedlich...hätte am liebsten direkt eines Mitgenommen, ich glaube aber, die werden nicht gerne gesehen in der Burg...wahrscheinlich weil Sie Dreck machen oder andere Allergisch darauf reagiere.
Doch während ich merkte, dass ich sogar zu unfähig bin, mich einfach zu konzentrieren, erschütterte das Eiland...ja, ich spürte förmlich, wie eine geballte Macht auf jenes einwirkte, als würden riesige Hände aus dem Meer greifen und die Insel in Stücke reissen.
Ich sah einiges...aber noch nie soetwas.
Ob wohl Menschen auf der Insel lebten? Wenn ja, so taten Sie mir leid...doch Lieber Sie als wir.
So redeten wir....reden, schoss es mir in dem Kopf...sie vernichteten eine Insel und redeten dann ruhig weiter.
Ich fühlte mich wie bei den Verrückten...andererseits, glaube ich, da gut hinein zu passen.
So spekulierte man, bis man dessen überdrüssig wurde und man entschied, man könne nun abwarten und beobachten.
So verzog ich mich in die Bibliothek und ergriff wahllos Bücher. Ich wusste nicht, wonach ich lesen sollte, ich wollte nur lesen...bis ich irgendwann ermüdet einschlief und von der Bibliothekswärterin mit einem Schlag im Nacken geweckt wurde.
Sie warf mir vor, wie eine Herde geschnarcht zu haben?
Ich?
Schnarchen?
Die alte Schrecke hatte Sie doch nicht alle...ich könnte ja nicht einmal so laut schreien, wie die durch ihre Monsterlöcher an der Nase atmete...doch der Schlag tat weh und ich ging in den Schlafsaal.
Schnarchen? Tz...da hatte Sie wohl noch nie Maya gehört...oder war es Rheana? Irgendwer schnarchte laut...und ich werde noch herausfinden, wer von den beiden es ist.
Und so raubte man mir auch Stunden des Schlafs, wo ich leise auf dem Bett die Decke anschaute...die Gedanken kreisten...
Ich war nun also angekommen...ich hatte ein warmes Bett...ich hatte eine Gemeinschaft, die mich mit offenen, wenn vielleicht ecklig blutigen Armen empfing und mich als Schwester betitelten.
Die sich um mich kümmerten und mich lehren würden...solange, bis ich wie unsere werte Magistra die Arme ausbreite und ganze Eilande zusammenfallen lasse.
Ich drehte mich zur Seite, fragte mich, wie es meiner Familie ginge...ob jenes Scheusal, das meine feurige Wut empfing leben würde und nach Rache sinnte...und an meine Mutter...ob Sie stolz auf mich wäre...ob Sie es tolerieren würde..schliesslich sprach Sua davon, dass ich bei den "Bösen" wäre...doch konnten Sie es sein? Diese herzensguten Menschen, die sich gegenseitig beschützten, wie eine Familie, die mir Speiß und Trank und Wärme gaben?
Nein...Sua musste sich irren...es ist nur schade, dass Sie bis dahin nie auf den Brief geantwortet hat.
Doch muss ich jetzt gestehen, steckte weiterhin viel Naivität in mir...und ich lernte bald, die Dinge mit anderen Augen zu sehen...klarer und unterschiedlicher die Aspekte zusammen zu fügen.
Alles ist Auslegungssache.
So erwachte ich, natürlich übermüdet und mit tiefen Einhölungen der Augen irgendwann auf. Ich machte mich fertig, es war sehr gewöhnungsbedürftig, dass das Bad nicht abschliessbar war und ich mehr als einmal rein marschierte, als jemand sich wusch...natürlich meist männliche Mitglieder.
Wenigstens hatte ich eine Methode entwickelt, um unliebsame Eindringlinge während meiner Waschung aufzuhalten..es kostete mich zwar einiges, aber das war es mir wert.
Es reichte mir schon, dass die Brüder und Schwestern meinen Körper während der Aufnahme bemustern konnten, ich wollte Sie nicht an diesen Anblick erinnern.
Mein Blick fiel beim Frühstück auf Maya, böse...sie schnarcht garantiert und ich schwor mir, es herauszufinden. Und wenn dann, dann halte ich Sie mal eine Nacht wach.
Wobei als ich Rheana schmatzen hörte....ach verdammte ich mich, es war damals nicht so leicht...aber gut, ich muss mir selber auf die Schulter klopfen, dass ich es dann doch irgendwann herausfand und meine Rache, zumindest für damalige Verhältnisse schrecklich war...
Hm...
Nein eigentlich war Sie es nicht, sondern sorgte nur für sehr viel Ärger...aber das ist eine andere Geschichte.
Ich brauchte ein eigenes Heim, das wusste ich damals. Doch wir Studiosa durften nicht ausserhalb der Burg nächtigen.
Gut, ich empfand es als Auslegungssache. Nächtigen...hiesse Nachts...aber es verbat ja niemanden, nicht Tagsüber zu schlafen...und niemanden, nicht dennoch ein Heim zu besitzen.
So entschied ich, nach Rahal zu reisen.
Die Stadt zauberte schon immer Glanz in meine Augen. Ich war ein Dorfkind, so wurde ich immer wieder von der Wucht der riesigen Gebäude betört und vom Glanz der belebten Straßen verzaubert.
Einzig die Farbgestaltung war sehr monoton und ich dachte mir, da könnte es einen Farbanstrich gebrauchen oder ein paar Blumen am Straßenrand.
Ich schaute mir einige Immobilien an, eine schrecklicher als die andere.
Sicher, ich war jung...und meine Kleiderauswahl war schrecklich und zeigte wenig von Grazie und Eleganz...ich glaube heute, hätte ich damals mehr Ausschnitt gezeigt, hätte ich eher etwas gefunden.
So liess ich mich irgendwann resigniert in der Taverne am Marktplatz nieder, schlürfte die kühle Milch und dachte nacht.
Irgendwo musste es etwas geben, klein fein und gemütlich...
So traf ich SIE dann...eine schöne, junge Frau in eleganter Kleidung...Sie setzte sich zu mir, weil alle anderen Tische belegt waren...gut, ich gebe zu, es war auch sehr dumm von mir, mich an den Tisch für 8 Personen zu setzen.
Sie lächelte mich an, als Sie nach dem Platz fragte, doch saß schon, ehe ich hätte antworten können. Bei meiner Auffassungsgabe hätte aber auch ein Altenchor mit Krückstöckern schon einen Tanz auf dem Tisch aufgeführt, bis ich eine Antwort gegeben hätte.
So schlürfte ich schüchtern meine Milch, als diese Frau dann anfing, mit mir zu reden.
Sie sagte mir, ich müsse nicht schüchtern sein...bei Korow, man konnte aus meinem Gesicht wie aus einem Buch lesen.
Sie hiess Olivia, und deutet über den Marktplatz auf ein großes Gebäude und dann auf sich, ehe Sie anfügte, dass es ihre Schneiderei sei.
Götter, wie ich das Haus klasse fand und Sie darum beneidete.
Ich sagte ihr, dass ich etwas suchte, auf die Frage hin, was ich machte, lenkte ich ab...mehr schlecht als Recht...so winkte sie lächelnd ab.
Sie offenbarte mir, dass neben ihrem Anwesen eine kleine, feine Wohnfläche frei wäre und ich wurde hellhörig...naja...eher aufgeregt und fast schon besessen belästigend, was Sie jedoch amüsierte.
So folgte ich ihr direkt und blickte mir das Anwesen an...
Andere hätten gesagt, es wäre klein und mickrig...doch wer sich eine Halle mit schnarchenden Schwestern teilen musste, war hier in einem riesigen Reich...und es würde alles nur mir gehören.
Das innerliche Kichern, dass ich nach aussen trug, schien Olivia an meinem Verstand zweifeln zu lassen, aber ich war froh...das war es, mein neues Zuhause.
-
Mirania Adreana
Die Ereignisse überschlugen sich dann auf einmal.
Ja, ich hatte mein neues, sicheres Heim in Rahal und hängte als erstes, voller Stolz meinen Bürgerbrief daran.
Doch was in der Burg geschah, war nicht mehr feierlich. Es starben Menschen. Wobei "sterben" zu nett klingt für das, was ihnen passierte.
Es war mehr, das irgendetwas...oder irgendjemand ihnen alles Wasser klaute...innerlich, als würde jemand sie auf einen riesigen Schwamm drücken.
Blutspuren kündigten meist das nahende Opfer an, welch Glück ich doch wieder hatte, dass ich Barfuss genau durch so eine ging. Barfuss?
Achja, ja, ich war verdammt worden, 7 Tage ohne Schuhwerk zu wandern. Bei den winterlichen Witterungen, den steinernen, kalten Böden eine wahre Qual.
Was konnte ich verdammich dafür, dass der blöde Kutschenfritz mitten auf der Strecke und mit mir als Passagier auf die Idee kommt, einen losen Hufeisen neu anzubringen. Daher kam ich zu Spät zu einer Weihe...Novenja hiess die neue...nunja und da hat der Maestro mir aufgetragen, ich dürfe nun Barfuss gehen.
Also tat ich es...und wie ich schrieb, direkt in eine Blutlache.
Da sogar die Magistra keine wirkliche Ahnung davon hatte, was die Arkorither angriff und die Insel in bewegung setzte, sah ich mich schon tot auf dem Boden liegen.
Es war garantiert etwas ansteckendes und nun hatte ich es. Wie eine Seuche und ich wusste, wenn mich etwas umbringt, dann ist es meine Tollpatschigkeit.
Ich waschte mir direkt die Füße, eigentlich scharbte ich mir mit dem Lappen förmlich die Haut ab und ich wartete....auf mein Ende.
Es kam aber nicht, im Gegenteil, wegen der akuten Gefahr, wurden wir Studiosa angewiesen, nicht mehr in der Burg zu nächtigen, bis sich die Lage geklärt hat.
Es war fies das zu denken, aber ich freute mich. Ich konnte die ersten Nächte in meinem neuen Heim verbringen und es war herlich.
MKein Schnarchen mehr, kein geblubber in der Nacht, keine kalten Wände und keine zu kurzen Decken.
Nein, ein rieses Bett nur für mich alleine. So sah das Leben für mich aus.
Doch die friedliche Welt blieb nicht lange genug existent, man wolle ein Ritual veranstalten, um die Missetäter herauszufinden.
Ein Ritual, in meinem naiven Kopfe spielte sich eine Szenerie von nackten Menschen ab, die um eine Eiche tanzten. Bei Alatar, ich betete, Tristan nicht nackt sehen zu müssen...da würde ich direkt erbrechen.
Doch im nachhinein, wäre mir wohl der Anblick von nackter Haut damals lieber gewesen, als das, was wirklich kam.
Ich wusste, dass die Arkorither ein Orden der Stärke und Macht waren, doch das ihre Kaltblütigkeit so sehr ausartete, war mir bis zu diesem Moment fremd.
Wenn es schon nicht das blutige Pergament war, das meinen Magen förmlich tanzen und aufschreien liess, dann waren es die Körperteile, die frisch verteilt waren.
Arm, Innereien...ich glaubte, eine Leber zu erkennen.
Für die Brüder und Schwestern schien das ein entspanntes Ambiente zu sein, ich hätte am liebsten das blutige Bild mit meinem Erbrochenen überdeckt...aber nein, ich musste mich konzentrieren, ich durfte nicht wieder zusammenbrechen. Denn langsam würde es nur noch Lächerlich werden.
So drehte ich mich zwar ab, doch ich atmete ruhig und lies den Gestank von meiner Nase fern...zumindest versuchte ich mir einzureden, ich rieche frisches Grillfleisch...was die Gesamtsituation eigentlich nur verschlimmerte.
Was dann geschah, mag mein damals recht beschränktes Aufnahmevermögen nicht verarbeitet haben, ich weiss nur, dass wir in eine andere Sphäre reisten, wobei ich da eher mitgerissen wurde und mein Geist sich panisch an die Magistra klammerte...oder sonst wem. Wie war das nur möglich? Diese Frage stellte ich mir in jeder Sekunde...ausblendend, dass wir Dämonen sahen.
Dämonen....echte Dämonen?
Bei Alatar, ich glaubte zu dem Zeitpunkt ja nicht einmal an Kobolde oder Trolle...und dann Dämonen?
Und je weiter mein Geist mit den Arkorithern trieb, umso größer und mächtiger wurden die Gebilde.
So suchte die Magistra nach einem, der kommen würde, der ihnen helfen sollte. Und fanden einen.
Unter den Menschen hätte ich diesen Dämon wohl als Bierbäuchigen Stinker geschimpft...ein reiner Nimmersatt, der stank und....naja stank, das reichte schon und unterstrich nur seine äussere, wenn doch recht große Natura.
Wenigstens hatte ich vorgesorgt und meine Maske dabei, ich freute mich, naja, bis ich ihn ansah, dann sprang mein Magen wieder im Zickzack.
So wurde gesprochen, der Dämon wollte etwas...Fleisch...und als Tristan meinte, es gäbe leckeres, zartes Frauenfleisch einer Studiosa, wollte ich direkt schreiend vom Turm springen.
Ich dachte wirklich, er meinte mich...das wäre nun meine Abrechnung für mein Versagen...jetzt würden die mich endlich töten.
Natürlich war nicht ich es, den Tristan meinte...sonst würde man diese Lettern nicht lesen können...und selbst wenn ich ein wenig erleichtert aufatmete, kam mir die Erkenntnis, wie schwer Schwäche und Versagen bestrafft wird. Denn die Studiosa, von der Tristan sprach, war niemand anderes als Rheana, dessen Körperteile sich zu den anderen gesellen würde, die auch versagende Arkorither waren.
Das die Strafen rabiat waren, empfand ich ja schon immer...aber soweit hätte ich nie gedacht.
So stieg der Dämon ins Geschäft ein, frass noch ein wenig....Mensch und entschwand irgendwann...so wie ich...gespielt lächelnd von dannen, um die Ecke, die Treppe hinab und....ja ich habe wieder erbrochen. Na komm, lieber Leser, es war dir doch klar oder?
Doch hättet ihr als junger, unerfahrener Mensch das gesehen, was ich sehen musste, wäre Erbrochenes noch das kleinste Übel und ich will nicht abwägen, dass meine jetzigen, seelischen Schäden nicht auch durch solche Prägungen gekommen sind.
Und trotz der Tatsache, dass dieses Ritual 3 Studiosa und meine Nerven wie mein Mageninhalt gekostet hat, hatten wir nun etwas greifbares...eine Hilfe.
Ja, der Dämon wird aus Fresssucht sich bemühen und uns dann endlich sagen, wer hinter diesen ganz miesen Spielerein steckt.
Es würde sich offenbaren...und dann...
Tja...würde ich sicher wieder erbrechen.
Ja, ich hatte mein neues, sicheres Heim in Rahal und hängte als erstes, voller Stolz meinen Bürgerbrief daran.
Doch was in der Burg geschah, war nicht mehr feierlich. Es starben Menschen. Wobei "sterben" zu nett klingt für das, was ihnen passierte.
Es war mehr, das irgendetwas...oder irgendjemand ihnen alles Wasser klaute...innerlich, als würde jemand sie auf einen riesigen Schwamm drücken.
Blutspuren kündigten meist das nahende Opfer an, welch Glück ich doch wieder hatte, dass ich Barfuss genau durch so eine ging. Barfuss?
Achja, ja, ich war verdammt worden, 7 Tage ohne Schuhwerk zu wandern. Bei den winterlichen Witterungen, den steinernen, kalten Böden eine wahre Qual.
Was konnte ich verdammich dafür, dass der blöde Kutschenfritz mitten auf der Strecke und mit mir als Passagier auf die Idee kommt, einen losen Hufeisen neu anzubringen. Daher kam ich zu Spät zu einer Weihe...Novenja hiess die neue...nunja und da hat der Maestro mir aufgetragen, ich dürfe nun Barfuss gehen.
Also tat ich es...und wie ich schrieb, direkt in eine Blutlache.
Da sogar die Magistra keine wirkliche Ahnung davon hatte, was die Arkorither angriff und die Insel in bewegung setzte, sah ich mich schon tot auf dem Boden liegen.
Es war garantiert etwas ansteckendes und nun hatte ich es. Wie eine Seuche und ich wusste, wenn mich etwas umbringt, dann ist es meine Tollpatschigkeit.
Ich waschte mir direkt die Füße, eigentlich scharbte ich mir mit dem Lappen förmlich die Haut ab und ich wartete....auf mein Ende.
Es kam aber nicht, im Gegenteil, wegen der akuten Gefahr, wurden wir Studiosa angewiesen, nicht mehr in der Burg zu nächtigen, bis sich die Lage geklärt hat.
Es war fies das zu denken, aber ich freute mich. Ich konnte die ersten Nächte in meinem neuen Heim verbringen und es war herlich.
MKein Schnarchen mehr, kein geblubber in der Nacht, keine kalten Wände und keine zu kurzen Decken.
Nein, ein rieses Bett nur für mich alleine. So sah das Leben für mich aus.
Doch die friedliche Welt blieb nicht lange genug existent, man wolle ein Ritual veranstalten, um die Missetäter herauszufinden.
Ein Ritual, in meinem naiven Kopfe spielte sich eine Szenerie von nackten Menschen ab, die um eine Eiche tanzten. Bei Alatar, ich betete, Tristan nicht nackt sehen zu müssen...da würde ich direkt erbrechen.
Doch im nachhinein, wäre mir wohl der Anblick von nackter Haut damals lieber gewesen, als das, was wirklich kam.
Ich wusste, dass die Arkorither ein Orden der Stärke und Macht waren, doch das ihre Kaltblütigkeit so sehr ausartete, war mir bis zu diesem Moment fremd.
Wenn es schon nicht das blutige Pergament war, das meinen Magen förmlich tanzen und aufschreien liess, dann waren es die Körperteile, die frisch verteilt waren.
Arm, Innereien...ich glaubte, eine Leber zu erkennen.
Für die Brüder und Schwestern schien das ein entspanntes Ambiente zu sein, ich hätte am liebsten das blutige Bild mit meinem Erbrochenen überdeckt...aber nein, ich musste mich konzentrieren, ich durfte nicht wieder zusammenbrechen. Denn langsam würde es nur noch Lächerlich werden.
So drehte ich mich zwar ab, doch ich atmete ruhig und lies den Gestank von meiner Nase fern...zumindest versuchte ich mir einzureden, ich rieche frisches Grillfleisch...was die Gesamtsituation eigentlich nur verschlimmerte.
Was dann geschah, mag mein damals recht beschränktes Aufnahmevermögen nicht verarbeitet haben, ich weiss nur, dass wir in eine andere Sphäre reisten, wobei ich da eher mitgerissen wurde und mein Geist sich panisch an die Magistra klammerte...oder sonst wem. Wie war das nur möglich? Diese Frage stellte ich mir in jeder Sekunde...ausblendend, dass wir Dämonen sahen.
Dämonen....echte Dämonen?
Bei Alatar, ich glaubte zu dem Zeitpunkt ja nicht einmal an Kobolde oder Trolle...und dann Dämonen?
Und je weiter mein Geist mit den Arkorithern trieb, umso größer und mächtiger wurden die Gebilde.
So suchte die Magistra nach einem, der kommen würde, der ihnen helfen sollte. Und fanden einen.
Unter den Menschen hätte ich diesen Dämon wohl als Bierbäuchigen Stinker geschimpft...ein reiner Nimmersatt, der stank und....naja stank, das reichte schon und unterstrich nur seine äussere, wenn doch recht große Natura.
Wenigstens hatte ich vorgesorgt und meine Maske dabei, ich freute mich, naja, bis ich ihn ansah, dann sprang mein Magen wieder im Zickzack.
So wurde gesprochen, der Dämon wollte etwas...Fleisch...und als Tristan meinte, es gäbe leckeres, zartes Frauenfleisch einer Studiosa, wollte ich direkt schreiend vom Turm springen.
Ich dachte wirklich, er meinte mich...das wäre nun meine Abrechnung für mein Versagen...jetzt würden die mich endlich töten.
Natürlich war nicht ich es, den Tristan meinte...sonst würde man diese Lettern nicht lesen können...und selbst wenn ich ein wenig erleichtert aufatmete, kam mir die Erkenntnis, wie schwer Schwäche und Versagen bestrafft wird. Denn die Studiosa, von der Tristan sprach, war niemand anderes als Rheana, dessen Körperteile sich zu den anderen gesellen würde, die auch versagende Arkorither waren.
Das die Strafen rabiat waren, empfand ich ja schon immer...aber soweit hätte ich nie gedacht.
So stieg der Dämon ins Geschäft ein, frass noch ein wenig....Mensch und entschwand irgendwann...so wie ich...gespielt lächelnd von dannen, um die Ecke, die Treppe hinab und....ja ich habe wieder erbrochen. Na komm, lieber Leser, es war dir doch klar oder?
Doch hättet ihr als junger, unerfahrener Mensch das gesehen, was ich sehen musste, wäre Erbrochenes noch das kleinste Übel und ich will nicht abwägen, dass meine jetzigen, seelischen Schäden nicht auch durch solche Prägungen gekommen sind.
Und trotz der Tatsache, dass dieses Ritual 3 Studiosa und meine Nerven wie mein Mageninhalt gekostet hat, hatten wir nun etwas greifbares...eine Hilfe.
Ja, der Dämon wird aus Fresssucht sich bemühen und uns dann endlich sagen, wer hinter diesen ganz miesen Spielerein steckt.
Es würde sich offenbaren...und dann...
Tja...würde ich sicher wieder erbrechen.