Erst vor einigen Tagen begann es, dass sich die Insel durch ein Beben von seinem Grund löste und dann durch das Meer trieb.
Die Macht die Sie fühlte war nichts Bekanntes ob nun freundlich oder feindlich und auch nach langem Grübel und Sinnieren konnte sie sich keinen Reim darauf machen, was derart auf die Insel der Arkorither wirkte.
Das die Insel in den Karten nicht verzeichnet war, war ihr mindestens genauso bekannt wie das sich über der Insel nachts keine Sterne blicken ließen, doch dass was diese Insel bewegte, was für ein Wesen dahinter stecken mochte, das konnte Sie beim besten Willen nicht sagen.
Im Nächsten Moment stand auch schon der Adeptus hinter ihr und fragte sie was Sie hier täte.
Beobachten, was hier vor sich ginge, warum und was hier passierte. Hatte es Zusammenhänge zu dem plötzlichen Auftauchen von gerade Erwachten Menschen ?
Sie konnte nur kapitulieren und beobachten, was sich hier in den nächsten Tagen tun würde.
Sie bemerkte das die beiden Studiosi herantraten und sie grüßten und im nächsten Moment spührte Sie wieder die bekannte und doch unbekannte, falsche Präsenz im Lied.
"Es geht wieder los", aber was? Diesmal kamen keine Beben, sondern schien die Insel sich lediglich in ein Geschoss zu verwandeln und damit durch die See zu schwimmen, geradezu auf was eigentlich?
Während sie überlegten und über die Geschwindigkeit der Insel spekulierten, ertönte der Schrei der Stallwächterin aus den Ställen der Insel und die Schritte der Vier wandten sich gerade diesen zu.
Die Magistra trat an Tristan vorbei und sagte kurz und knapp zu der zusammengekauerten Gestalt auf dem Boden, was einst die stolze Magierin und Kreaturenbeauftragte der Arkorither war: " Reiss dich zusammen, Marinnia!"
" Es kommt auf uns zu...!", keuchte sie und zitterte heftig als ihre Finger nach Westen deuteten, die gleiche Richtung in die die Insel sich bewegte.
Sie verließ die Stallungen und trat an das Ufer um aufs Meer hinauszublicken. Schon kurze Zeit darauf wurde ihr bewusst was Marinnia die Sprache und den Mut verlassen ließ.
Eine Insel war ihnen im Wege und die schwimmende Arkoritherinsel schoss geradewegs auf sie zu.
Die ersten Gedanken sich in Sicherheit zu begeben verwarf sie rasch und beschloss stattdessen mit der Hilfe der Schüler dieses Unglück von ihrer Insel abzuwenden.
Zusammen griffen Sie in das Lied ein und begannen die Insel in der Mitte zu zerteilen, barsch wurden die Erdelementarteilchen auseinandergerissen und wie mit einem Pflug zerpflückt.
In letzter Sekunde barst die Insel auseinander und war somit für die Arkoritherinsel kein Hinderniss mehr.
Für sie war das keine große Anstrengung, doch sicherlich für den Adeptus und die beiden Schülerinnen eine nicht ganz so gewöhnliche Applikation.
Scheinbar war das für diesen Abend erstmal das größte Problem, sie würden weiterhin abwarten und beobachten was sich tun würde.
Normal war dies allerdings nicht, doch die Burg war von ihnen allen ein Teil und würde diese zerstört so würden auch die Seelen der Arkorither mit in den Abgrund gerissen werden.
Wir sind ein Orden.
Leben und Sterben als Arkorither
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Tristan Wulfram
"Anomalie...
Was ist eine Anomalie?
Eine unregelmäßigkeit im Lied deren Grund noch erforscht werden muss.
Erforschen? Wie soll ich etwas erforschen was ich nicht kenne?
Lerne es kennen.
Aber wie? Es ist fremd und fern und doch mächtig.
Alatar?
Nein, zu unwahrscheinlich, zu einfach als Antwort.
Ein Dämon?
Dann hätte der Maestro das Wirken erkannt.
Was denn?
Warte ab, dann findest du es raus!"
Variablen über Variablen. Konstanten gab es leider nur wenige, geschweige denn feste Fakten an die man sich klammern könnte.
Immer wieder ging er alle Möglichkeiten in der Bibliothek durch und erstellte Zeichnungen mit zusammenhängen und
Insgeheim sehnte sich Tristan danach Fakten greifen zu können und das Problem zu erkennen, zerlegen und lösen zu können. Diesmal aber war es kein Mensch, sondern etwas größeres und deutlich mächtigeres, womöglich nicht einmal aus Fleisch und Blut.
Es war eine reine Frage der Zeit wann sich das Rätsel von selbst lösen würde, wie eine rostige Mausefalle in die man seine Finger steckte. Tristan wusste nicht wann die Konsequenzen des Abwartens eintreten würden, doch um ihre Existenz war er sich bewusst. Grundlos passiert nichts, das lernte er schnell. Nur war hier kein Grund zu erkennen, nur ein Zusammenhang. Ein Zusammenhang der nicht mehr war als eine Vermutung aufgrung zeitlicher Gegebenheiten. Es hätte auch genau so gut Zufall sein können.
Langsam aber sicher hat es Tristan angefangen zu zerfressen, schon als die Einschläge ins Meer stattfanden und Menschen auf der Insel landeten. Der Adept wusste nicht ob es feindlich oder neutral war, vielleicht auch dem Herren unterworfen. Nur eines wusste er: Würde es den Orden schaden wollen, dann würde er es vergelten.
Vorerst musste er abwarten wie Sarya handeln würde, oder der Maestro, aber die Finger würde er sicher nicht still lassen.
Blut für Blut,
Tod für Tod.
Was ist eine Anomalie?
Eine unregelmäßigkeit im Lied deren Grund noch erforscht werden muss.
Erforschen? Wie soll ich etwas erforschen was ich nicht kenne?
Lerne es kennen.
Aber wie? Es ist fremd und fern und doch mächtig.
Alatar?
Nein, zu unwahrscheinlich, zu einfach als Antwort.
Ein Dämon?
Dann hätte der Maestro das Wirken erkannt.
Was denn?
Warte ab, dann findest du es raus!"
Variablen über Variablen. Konstanten gab es leider nur wenige, geschweige denn feste Fakten an die man sich klammern könnte.
Immer wieder ging er alle Möglichkeiten in der Bibliothek durch und erstellte Zeichnungen mit zusammenhängen und
Insgeheim sehnte sich Tristan danach Fakten greifen zu können und das Problem zu erkennen, zerlegen und lösen zu können. Diesmal aber war es kein Mensch, sondern etwas größeres und deutlich mächtigeres, womöglich nicht einmal aus Fleisch und Blut.
Es war eine reine Frage der Zeit wann sich das Rätsel von selbst lösen würde, wie eine rostige Mausefalle in die man seine Finger steckte. Tristan wusste nicht wann die Konsequenzen des Abwartens eintreten würden, doch um ihre Existenz war er sich bewusst. Grundlos passiert nichts, das lernte er schnell. Nur war hier kein Grund zu erkennen, nur ein Zusammenhang. Ein Zusammenhang der nicht mehr war als eine Vermutung aufgrung zeitlicher Gegebenheiten. Es hätte auch genau so gut Zufall sein können.
Langsam aber sicher hat es Tristan angefangen zu zerfressen, schon als die Einschläge ins Meer stattfanden und Menschen auf der Insel landeten. Der Adept wusste nicht ob es feindlich oder neutral war, vielleicht auch dem Herren unterworfen. Nur eines wusste er: Würde es den Orden schaden wollen, dann würde er es vergelten.
Vorerst musste er abwarten wie Sarya handeln würde, oder der Maestro, aber die Finger würde er sicher nicht still lassen.
Blut für Blut,
Tod für Tod.
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Sarya Lenia Vhelvet
Sie ist tot. War das wirklich die lebende Hülle Marinnias die sie dort im Feuer verbrannten, mitsamt dem gallertartigem Schwefelgemisch was ihr als Blut diente?
Dass Marinnia tot war, das bezweifelte sie keinesfalls, doch was ging hier vor, welcher Dämon hatte es nun ausgerechnet auf sie abgesehen?
Nachdenklich fasste sich die Magistra an die Schläfen und massierte diese eine Weile, Schlaf würde sie heute Nacht wohl keinen finden.
Es fing alles so harmlos an. Erst ein mächtiger Eingriff ins Lied, der um die Insel herum zu vernehmen war. Sehr schnell wurde der Befehl herausgebracht " Zum Stall"!.
Diese Vermutung bestätigte sich, denn Marinnia stand vor dem Stall und blickte hinaus aufs Meer.
Sie wiederholte einige Phrasen immer und immer wieder und schnell wurde den Arkorithern klar, das mit ihr einiges nicht stimmte.
Sie wurde ohne eine Spur Gegenwehr hinunter die Räumlichkeiten der Folterkammer gebracht und am Gitter befestigt.
Erst sollte ihr Blut abgenommen werden, um es mit den gefundenen Blutlachen oberhalb zu vergleichen, doch dann geschah es.
Kein Blut kam aus dem Schnitt an der Handfläche, die Tristan ihr einen Moment gewaltsam zufügte, sondern eine gallertartige Masse floss durch den Schnitt in die Schüssel die Tristan darunterhielt.
Ein elendiger Geruch nach faulen Eiern, wie sich später herausstellte, Schwefel verbreitete sich im Raum.
Doch hörte Marinnia nicht auf zu "bluten", die Masse floss weiter aus dem Schnitt und Marinnias Gesicht begann in sich zusammenzusacken, genau wie der gesamte Körper, bis schließlich nur noch die menschliche Hülle am Boden lag.
Eine dämonische Präsenz ging von dem Schwefeligem Blut aus und nicht lange darauf gingen die Spekulationen los. Cherom, Korow, sogar Kra'thor wurde als Vermutung in den Raum geworfen.
Die Insel war zumindest an ihrem Ziel angelangt und die dämonische Figur in diesem Spiel war versessen auf menschliches Blut.
Einige Momente später hörten sie Mirania von oben schreien, die sich nur Momente vorher in die Bibliothek verabschiedet hatte. Isabella, die Bibliothekarin, dachte Sarya und sie eilten alle empor.
Echtes, menschliches Blut war am Eingang zur Bibliothek zu erkennen und Isabella schien nichts von alledem mitbekommen zu haben.
Sie hatte keinerlei Wunden, dennoch wurde ihr eine Blutprobe abgenommen und diese wurde mit dem Blut im Eingang untersucht, verglichen und Tatsache, beides war Isabellas Blut.
Der Name Sokurtheq fiel daraufhin, ein Dämon der im Dienste Rahals stand und eine Affinität für Blut zu haben scheint. Die Arkorither sind noch kein fester Bestandteil Rahals, vielleicht würde der Dämon sie deswegen heimsuchen.
So recht konnte das keiner glauben, aber vielleicht würde dieser Dämon ihnen helfen können, vielleicht wusste er wenn er es nicht war, welcher Dämon es sonst war.
Es blieb ihnen nichts anderes übrig, sie würden Sokurtheq beschwören, würden ihn fragen und hoffen, beim Leben aller Arkorither, dass er ihnen helfen konnte.
Dass Marinnia tot war, das bezweifelte sie keinesfalls, doch was ging hier vor, welcher Dämon hatte es nun ausgerechnet auf sie abgesehen?
Nachdenklich fasste sich die Magistra an die Schläfen und massierte diese eine Weile, Schlaf würde sie heute Nacht wohl keinen finden.
Es fing alles so harmlos an. Erst ein mächtiger Eingriff ins Lied, der um die Insel herum zu vernehmen war. Sehr schnell wurde der Befehl herausgebracht " Zum Stall"!.
Diese Vermutung bestätigte sich, denn Marinnia stand vor dem Stall und blickte hinaus aufs Meer.
Sie wiederholte einige Phrasen immer und immer wieder und schnell wurde den Arkorithern klar, das mit ihr einiges nicht stimmte.
Sie wurde ohne eine Spur Gegenwehr hinunter die Räumlichkeiten der Folterkammer gebracht und am Gitter befestigt.
Erst sollte ihr Blut abgenommen werden, um es mit den gefundenen Blutlachen oberhalb zu vergleichen, doch dann geschah es.
Kein Blut kam aus dem Schnitt an der Handfläche, die Tristan ihr einen Moment gewaltsam zufügte, sondern eine gallertartige Masse floss durch den Schnitt in die Schüssel die Tristan darunterhielt.
Ein elendiger Geruch nach faulen Eiern, wie sich später herausstellte, Schwefel verbreitete sich im Raum.
Doch hörte Marinnia nicht auf zu "bluten", die Masse floss weiter aus dem Schnitt und Marinnias Gesicht begann in sich zusammenzusacken, genau wie der gesamte Körper, bis schließlich nur noch die menschliche Hülle am Boden lag.
Eine dämonische Präsenz ging von dem Schwefeligem Blut aus und nicht lange darauf gingen die Spekulationen los. Cherom, Korow, sogar Kra'thor wurde als Vermutung in den Raum geworfen.
Die Insel war zumindest an ihrem Ziel angelangt und die dämonische Figur in diesem Spiel war versessen auf menschliches Blut.
Einige Momente später hörten sie Mirania von oben schreien, die sich nur Momente vorher in die Bibliothek verabschiedet hatte. Isabella, die Bibliothekarin, dachte Sarya und sie eilten alle empor.
Echtes, menschliches Blut war am Eingang zur Bibliothek zu erkennen und Isabella schien nichts von alledem mitbekommen zu haben.
Sie hatte keinerlei Wunden, dennoch wurde ihr eine Blutprobe abgenommen und diese wurde mit dem Blut im Eingang untersucht, verglichen und Tatsache, beides war Isabellas Blut.
Der Name Sokurtheq fiel daraufhin, ein Dämon der im Dienste Rahals stand und eine Affinität für Blut zu haben scheint. Die Arkorither sind noch kein fester Bestandteil Rahals, vielleicht würde der Dämon sie deswegen heimsuchen.
So recht konnte das keiner glauben, aber vielleicht würde dieser Dämon ihnen helfen können, vielleicht wusste er wenn er es nicht war, welcher Dämon es sonst war.
Es blieb ihnen nichts anderes übrig, sie würden Sokurtheq beschwören, würden ihn fragen und hoffen, beim Leben aller Arkorither, dass er ihnen helfen konnte.
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Tristan Wulfram
"Sie ist infiziert.
Sie ist die Nächste."
Die Worte verklangen auch nach einigen Stunden nicht, sondern hallten leise mit jedem Windzug durch die Mauern der düsteren Burg der Arkorither. Das einst so schützende Bollwerk wirkte mittlerweile nur noch wie eine Todesfalle, wie ein Labyrinth bei dem der Minotaur hinter jeder Ecke lauerte.
Doch das hielt Tristan nicht davon ab zur später Abendstunde durch die Mauern der Burg zu schreiten und jeden einzelnen Quadratmeter zu erkunden. Dabei setzte er jedoch keine Magie ein, sondern eine einfache Fackel. Nicht um sich zu schonen, sondern einfach nur um sich auf seine anderen Sinne verlassen zu können. Viel zu oft wogen sich Menschen in Sicherheit, weil sie sich nur auf ihre Augen verließen, falsche Sicherheit.
Diesmal war es aber kein Feind den man sehen konnte. Man konnte ihn nichtmal hören oder riechen. Erst wenn er zuschlug konnte man die Folgen hören, sehen, spühren und riechen. Von daher war es wichtig die Augen und Ohren offen zu halten.
Die Stallfrau war bereits tot.
Die Bibliothekarin wurde observiert.
Und wer wäre dann der Nächste?
Niemand. Vielleicht waren Tristans Brüder und Schwestern dem Dämon anders gegenübergestellt und würden sogar eine gewaltfreie Lösung in Betracht ziehen, doch Tristan selbst wollte nicht den Frieden oder ein Ende des Ganzen. Nein. Was auch immer es war: Es hat bereits ein Mitglied des hohen Ordens der Arkorither getötet und ein Anderes verletzt. Alleine dafür hat es schon den Tod verdient.
Und danach würde Tristan streben.
Entweder der Orden würde ihm die Freiheit nehmen, oder das Leben.
Ihn auf ewig Binden, oder töten.
Kein Lebewesen hatte nach Tristans Auffassung das Recht sich gegen den Orden zu erheben. Und würde es einer ungestraft tun, dann würden weitere Folgen.
Und davon würde er die Anderen schon noch überzeugen, denn jemand muss dafür sterben, die Frage ist nur wer oder was...
Sie ist die Nächste."
Die Worte verklangen auch nach einigen Stunden nicht, sondern hallten leise mit jedem Windzug durch die Mauern der düsteren Burg der Arkorither. Das einst so schützende Bollwerk wirkte mittlerweile nur noch wie eine Todesfalle, wie ein Labyrinth bei dem der Minotaur hinter jeder Ecke lauerte.
Doch das hielt Tristan nicht davon ab zur später Abendstunde durch die Mauern der Burg zu schreiten und jeden einzelnen Quadratmeter zu erkunden. Dabei setzte er jedoch keine Magie ein, sondern eine einfache Fackel. Nicht um sich zu schonen, sondern einfach nur um sich auf seine anderen Sinne verlassen zu können. Viel zu oft wogen sich Menschen in Sicherheit, weil sie sich nur auf ihre Augen verließen, falsche Sicherheit.
Diesmal war es aber kein Feind den man sehen konnte. Man konnte ihn nichtmal hören oder riechen. Erst wenn er zuschlug konnte man die Folgen hören, sehen, spühren und riechen. Von daher war es wichtig die Augen und Ohren offen zu halten.
Die Stallfrau war bereits tot.
Die Bibliothekarin wurde observiert.
Und wer wäre dann der Nächste?
Niemand. Vielleicht waren Tristans Brüder und Schwestern dem Dämon anders gegenübergestellt und würden sogar eine gewaltfreie Lösung in Betracht ziehen, doch Tristan selbst wollte nicht den Frieden oder ein Ende des Ganzen. Nein. Was auch immer es war: Es hat bereits ein Mitglied des hohen Ordens der Arkorither getötet und ein Anderes verletzt. Alleine dafür hat es schon den Tod verdient.
Und danach würde Tristan streben.
Entweder der Orden würde ihm die Freiheit nehmen, oder das Leben.
Ihn auf ewig Binden, oder töten.
Kein Lebewesen hatte nach Tristans Auffassung das Recht sich gegen den Orden zu erheben. Und würde es einer ungestraft tun, dann würden weitere Folgen.
Und davon würde er die Anderen schon noch überzeugen, denn jemand muss dafür sterben, die Frage ist nur wer oder was...
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Sarya Lenia Vhelvet
Seite um Seite wurden die alten Wälzer der Bibliothek durchsucht. Bis tief in die Nacht konnte man das Umblättern der alten Pergamentseiten hören, wenn man gut genug zuhörte.
Die Stille die in der ruhmreichen Ordensburg einkehrte war nur die bekannte Ruhe vor dem Sturm, das wussten sie alle und jeder bereitete sich auf seine Weise auf das bevorstehende vor.
Gerade einmal eine Woche war es her, dass sie ihre Schüler zu sich rief und sich mit ihnen zu dem bekannten Ritualplatz begab.
Das Blut wurde erneuert, die elementare Kraft an den Spitzen war gestiegen und würde den kommenden Beschwörungsvorgang vereinfachen. Dennoch würde er viel Energie aus den Körpern der Schattenmagier ziehen, nur eine weitere Lektion zur Vermehrung ihrer aller Macht.
Als leitende Kraft in dieser Applikation stellte sich die weißhaarige Magistra an die fünfte Spitze des Pentagramms, während die Frauen und Männer des Ordens sich an den Spitzen positionierten.
Den ungelernten wurde eine kurze Anweisung gegeben was sie tuen müssten, denn auch sie würden ihren Teil hinzugeben, so wie es jeder tat, jeder musste.
Sie formten den geistigen Anker in der hiesigen Welt und traten die mentale Reise durch die unterschiedlichsten Sphären an, sie spührten die Veränderungen wenn sie wiederrum eine Sphäre durchquerten, sahen die unterschiedlichsten Klangbilder unbekannter Wesen und wussten doch das die Reise keine kurze war.
Lange suchten sie nach der mächtigen Präsenz des einzigen Dämonen, von dem sie annahmen, dass er ihnen helfen konnte und zerrten ihn mithilfe einer mentalen Schlinge zurück zum Ausgangspunkt.
Wieder in den Körper zurückgekehrt verharrten Sie, bis die dunkle Stimme durch die blutigen Nebelschwaden erklang. Der Metallische Geruch des Blutes vernebelte ihre Sinne, doch konzentrierten Sie sich auf das was kommen mochte.
Bereits zuvor hatten zwei Schüler des Ordens ihr Leben für diesen Akt aushauchen dürfen. Dem Einen, Kelgath war sein weltlicher Name, wurden bei lebendigem Leib nach und nach die Körperteile abgetrennt bis er verblutete oder sein Körper den Strapazen aufgab.
Sarius, der Andere, verlor kein Tropfen Blut, als er erstickt, aber ohne Würgemale seinen Tod fand.
Die Körperteile des Einen wurden sorgfältig am Rande zur Dekoration oder einfach nur als Geschenk am Rande des Pentakels verteilt, während die vermummte Leiche in die Mitte gelegt wurde.
Sokurtheq war bekannt für seine Vorliebe für frisches Blut, vielleicht würde er junges Fleisch genauso gutheißen.
Ihn an seine Verbundenheit zu Rahal erinnernd, forderten die Arkorither Sokurtheq auf ihnen zu helfen, mit diesem unbekannten, unsichtbarem Dämonen und boten ihm im Gegensatz noch den Leib einer weiteren Schülerin als Tausch an.
"Wir opfern sie euch, weil es einfacher ist andere Menschen zu opfern, aber nicht das eigene Fleisch und Blut"
Der Dämon war besänftigt und versprach in einigen Tagen wiederzukommen und die Informationen die er gesammelt hatte preis zu geben. Er nahm die Reste des vermummten Leichnams mit sich und verschwand durch die gleichen blutigen Nebelschwaden und nur noch der Geruch von verfaultem Fleisch und Blut blieb im Raum zurück.
Was würde er herausfinden?
Die Stille die in der ruhmreichen Ordensburg einkehrte war nur die bekannte Ruhe vor dem Sturm, das wussten sie alle und jeder bereitete sich auf seine Weise auf das bevorstehende vor.
Gerade einmal eine Woche war es her, dass sie ihre Schüler zu sich rief und sich mit ihnen zu dem bekannten Ritualplatz begab.
Das Blut wurde erneuert, die elementare Kraft an den Spitzen war gestiegen und würde den kommenden Beschwörungsvorgang vereinfachen. Dennoch würde er viel Energie aus den Körpern der Schattenmagier ziehen, nur eine weitere Lektion zur Vermehrung ihrer aller Macht.
Als leitende Kraft in dieser Applikation stellte sich die weißhaarige Magistra an die fünfte Spitze des Pentagramms, während die Frauen und Männer des Ordens sich an den Spitzen positionierten.
Den ungelernten wurde eine kurze Anweisung gegeben was sie tuen müssten, denn auch sie würden ihren Teil hinzugeben, so wie es jeder tat, jeder musste.
Sie formten den geistigen Anker in der hiesigen Welt und traten die mentale Reise durch die unterschiedlichsten Sphären an, sie spührten die Veränderungen wenn sie wiederrum eine Sphäre durchquerten, sahen die unterschiedlichsten Klangbilder unbekannter Wesen und wussten doch das die Reise keine kurze war.
Lange suchten sie nach der mächtigen Präsenz des einzigen Dämonen, von dem sie annahmen, dass er ihnen helfen konnte und zerrten ihn mithilfe einer mentalen Schlinge zurück zum Ausgangspunkt.
Wieder in den Körper zurückgekehrt verharrten Sie, bis die dunkle Stimme durch die blutigen Nebelschwaden erklang. Der Metallische Geruch des Blutes vernebelte ihre Sinne, doch konzentrierten Sie sich auf das was kommen mochte.
Bereits zuvor hatten zwei Schüler des Ordens ihr Leben für diesen Akt aushauchen dürfen. Dem Einen, Kelgath war sein weltlicher Name, wurden bei lebendigem Leib nach und nach die Körperteile abgetrennt bis er verblutete oder sein Körper den Strapazen aufgab.
Sarius, der Andere, verlor kein Tropfen Blut, als er erstickt, aber ohne Würgemale seinen Tod fand.
Die Körperteile des Einen wurden sorgfältig am Rande zur Dekoration oder einfach nur als Geschenk am Rande des Pentakels verteilt, während die vermummte Leiche in die Mitte gelegt wurde.
Sokurtheq war bekannt für seine Vorliebe für frisches Blut, vielleicht würde er junges Fleisch genauso gutheißen.
Ihn an seine Verbundenheit zu Rahal erinnernd, forderten die Arkorither Sokurtheq auf ihnen zu helfen, mit diesem unbekannten, unsichtbarem Dämonen und boten ihm im Gegensatz noch den Leib einer weiteren Schülerin als Tausch an.
"Wir opfern sie euch, weil es einfacher ist andere Menschen zu opfern, aber nicht das eigene Fleisch und Blut"
Der Dämon war besänftigt und versprach in einigen Tagen wiederzukommen und die Informationen die er gesammelt hatte preis zu geben. Er nahm die Reste des vermummten Leichnams mit sich und verschwand durch die gleichen blutigen Nebelschwaden und nur noch der Geruch von verfaultem Fleisch und Blut blieb im Raum zurück.
Was würde er herausfinden?
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Sarya Lenia Vhelvet
Sie überflog das Schreiben der Handwerkszunft und betrat nochmal mit dem geistigen Auge die Stufen hinauf zur ehrwürdigen Burg. Vor einigen Mondläufen bereits hatte sie ihren Kurs auf das Gebirge im Osten der heiligen Stadt genommen. Der Zusammenprall zwischen der Burg und dem Gebirge hatte natürlich seine guten und schlechten Seiten.
Zum Einen thronten sie nun wie ein Leibwächter oberhalb der Hauptstadt des heiligen Reiches, andererseits waren die Mängel mitunter so stark, das manche Räumlichkeiten nicht betreten werden konnten, es sei denn man sehnte sich nach einem recht schnellen, unspektakulären Tod.
Als Maestra war es ihre Aufgabe, die Handwerker zu instruieren, sie zeichnete mit ihren Magistern den neuen Plan für die Burg und sie änderten damit das Eine oder Andere.
Dies sollte nicht nur die Schäden der Burg ausbessern, das sollte vor allem anderen einen neuen Grundstein legen, eine neue Epoche einläuten.
Hier herrschten Sie, hier würden sie die Vergangenheit, die bisher an ihnen nagten mit den Maestren der letzten Zeit in das Reich des Todes schicken.
Neu würde sich die Burg erheben, gestärkt durch den Willen des Einen und die Macht der Arkorither.
Demnächst würden die Arbeiten beginnen. Sie sah die Burg bereits jetzt, prachtvoller, mächtiger und erhabener als sie es je gewesen ist.
Zum Einen thronten sie nun wie ein Leibwächter oberhalb der Hauptstadt des heiligen Reiches, andererseits waren die Mängel mitunter so stark, das manche Räumlichkeiten nicht betreten werden konnten, es sei denn man sehnte sich nach einem recht schnellen, unspektakulären Tod.
Als Maestra war es ihre Aufgabe, die Handwerker zu instruieren, sie zeichnete mit ihren Magistern den neuen Plan für die Burg und sie änderten damit das Eine oder Andere.
Dies sollte nicht nur die Schäden der Burg ausbessern, das sollte vor allem anderen einen neuen Grundstein legen, eine neue Epoche einläuten.
Hier herrschten Sie, hier würden sie die Vergangenheit, die bisher an ihnen nagten mit den Maestren der letzten Zeit in das Reich des Todes schicken.
Neu würde sich die Burg erheben, gestärkt durch den Willen des Einen und die Macht der Arkorither.
Demnächst würden die Arbeiten beginnen. Sie sah die Burg bereits jetzt, prachtvoller, mächtiger und erhabener als sie es je gewesen ist.
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Tristan Wulfram
Eine neue Epoche...
An der Burg wurde schon länger gearbeitet und die Fortschritte waren deutlich zu erkennen.
Die Zeit verging vergleichsweise und aus Plänen wurden Taten.
Von den damaligen Studiosi wurden einige Adepten, von jenen wurden wiederrum einige Magister, einer Elegido.
Die Arbeiten waren im vollen Gange und die Handwerker waren sich um die Bedeutung ihrer Aufgabe bewusst, ein Versagen wäre lebensgefährlich.
Auch die neuen Studiosi sollten sich dessen bewusst werden, da sie vor ihrer Prüfung standen. Es lief alles nach Plan.
Problematisch wurde es allerdings dann, als Tristan bemerkte, dass er den Unterricht in der letzten Zeit gestaltete. Von der Magistra Taruval war lange nichts mehr zu hören gewesen, auch die ehrenwürdige Maestra war auf der Burg nicht mehr zu finden. Das verwunderte den Elegido und erfüllte ihn auch zugleich mit einer dezenten Sorge. Er verließ die Burg und schreitete durch Rahal. Zuerst zum Haus der Magistra in der Handwerksgasse, wo sonst immer reges Treiben herrscht, heute aber bedrückende Stille. Ein Klopfen an der Tür und die daraufhin folgende Wartezeit bestätigten den Umstand ihres Fernbleibens.
Tristan ging dann also wieder hastig durch die dunklen Straßen Rahals bin zum Palasthof, vor jenem er abbog und sich zum Haus der Maestra begab. Es gab einiges an offiziellen Belängen die er mit ihr besprechen musste, aber auch persönlich musste er mit ihr reden.
Vieles ward nicht gesagt, weniger wurde getan.
Die Lasten der Vergangenheit waren schwer zu trägen und die vielen Kämpfe die er mit Feinden austrug nur eine Sedierung seiner Seele.
Die Haustür war vor ihm.
Er war bisher nur ein Mal dort gewesen. Er meidete ihr Heim nach einigen Ereignissen in Düstersee.
Es wurde in der Vergangenheit ein Wort zu viel im Zorn gesagt, ein Schritt zu weit nach vorn gewagt und dann Distanzierten sich beide einfach voneinander. Dann waren sie nur noch Arkorither.
Manchmal bereute Tristan diese Wendung, wie auch in diesem Fall.
Ich verstehe ohnehin nicht weshalb Ich mir wieder die Mühe mache... Sie wird es ohnehin nie verstehen.
Der Elegido klopfte an die Tür und wartete. Stille.
Eine grauenhafte bedrückende Stille, welche ihn nur noch mehr verunsicherte.
Tristan sah durchs Fenster. Doch was er sah, erschien so unwirklich wie auch grauenhaft. Ruckartig wendete er sich der Türe zu und trat sie mit einem gezielten Tritt auf, so dass sie in den Raum fiel und am Boden Splitter ließ.
Der Elegido trat in den Raum und auf den leblosen Körper der Maestra zu.
Nein...
Ein brennender Schmerz ausgehend von seiner Brustgegend breitete sich in seinem Leibe aus, als hätte ihm jemand eine Axt in den Rücken geschlagen und würde ihn nun durch die gesplitterte Wirbelsäule die Organe aus dem Leib reißen. Seine Beine waren wie gelähmt und er fiel auf die Knie. Zitternd strich seine Hand über ihre Wange.
Sonst wagte er es nicht mal im Traum sie zu berühren.
Unbewusst griff er ins Lied Eluives ein, erfüllt von tiefster Trauer.
Jeder Liedkundige in Rahal würde diesen Eingriff an diesem Tag vernehmen können. Der Raum füllte sich mit einer eisigen Kälte. Die Kaminflammen erloschen und beschlagene Fenster froren zu.
Und so war auch die einzelne Träne die es aus seinem Leib herausdrang nicht mehr als ein kleiner Eiskristall der auf die Maestra fiel.
Die Kiefermuskulatur verspannte sich gar krampfartig als der Elegido seine gesamte Kraft aufwendete um die Fassung zu wahren.
Mit geballter Faust schlug er auf den Boden ein, weitere kleine Eiskristalle fielen zu Boden und zerbrachen. Die Hand blutete.
Die gesamte Last der Vergangenheit, verlorene und vergeudete Zeit, ungesprochene Worte... Alles schlug auf ihn hernieder.
Er drohte an diesem Moment zu zerbrechen.
Sein Herz erfüllte sich mit tiefster Trauer und er stand mit noch wackeligen Beinen auf, in seinen Armen die Maestra.
Er gab ihr einen letzten Kuss auf die Stirn und strich ihr das Haar aus dem Gesicht.
Der letzte Eiskristall fiel auf ihre kalten Lippen, ehe Tristan die Augen schloss.
In diesem Moment erfüllte Alatars Zorn ihn und der Hass überwog der Trauer in seinem Herzen, verdrängte sie. Dieser grenzenlose Hass brannte sich in Tristans Leib und keine Träne verlor er mehr, als er die Augen wieder öffnete. In seinem Blick lag ein unbeschreibbarer entschlossener, hasserfüllter Ausdruck.
Mit festen bestimmten Schritten trug er seine Maestra aus dem Haus und blickte nur auf seinen Weg.
Er wollte sie nicht tot sehen. Und niemand sonst sollte sie so sehen.
Leuten die sich umwendeten als Tristan in ihre Richtung ging wurde sein Hass zuteil und unter einem Aufschrei des Liedes nahm er ihnen das Augenlicht, bis er außer Sichtweite war. In der Burg angekommen brachte er Sarya in den Turm zu den Anderen. Vorsichtig bettete er sie in einen massiven Steinsarg und strich ihr ein letztes Mal über das Haar, ehe er die Geschichte mit dem Schließen und Versiegeln des Sarges endgültig beendete und sich auf das Dach der Ordensburg zurückzog. Hier endete der Flug der Krähe.
Es musste weitergehen. Es gab keinen Weg zurück.
Sie lies ihn mit fähigen Arkorithern zurück, aber auch mit einem Meer von Fragen, welche niemals beantwortet werden würden.
Und so kniete er nieder und schloss erfüllt von einem stärkenden Hass die Augen.
Alatar, steh mir bei auf diesen Wegen. Gib mir die Kraft ihr Werk zu vollenden und den Orden zu ungeahnter Macht zu verhelfen.
An der Burg wurde schon länger gearbeitet und die Fortschritte waren deutlich zu erkennen.
Die Zeit verging vergleichsweise und aus Plänen wurden Taten.
Von den damaligen Studiosi wurden einige Adepten, von jenen wurden wiederrum einige Magister, einer Elegido.
Die Arbeiten waren im vollen Gange und die Handwerker waren sich um die Bedeutung ihrer Aufgabe bewusst, ein Versagen wäre lebensgefährlich.
Auch die neuen Studiosi sollten sich dessen bewusst werden, da sie vor ihrer Prüfung standen. Es lief alles nach Plan.
Problematisch wurde es allerdings dann, als Tristan bemerkte, dass er den Unterricht in der letzten Zeit gestaltete. Von der Magistra Taruval war lange nichts mehr zu hören gewesen, auch die ehrenwürdige Maestra war auf der Burg nicht mehr zu finden. Das verwunderte den Elegido und erfüllte ihn auch zugleich mit einer dezenten Sorge. Er verließ die Burg und schreitete durch Rahal. Zuerst zum Haus der Magistra in der Handwerksgasse, wo sonst immer reges Treiben herrscht, heute aber bedrückende Stille. Ein Klopfen an der Tür und die daraufhin folgende Wartezeit bestätigten den Umstand ihres Fernbleibens.
Tristan ging dann also wieder hastig durch die dunklen Straßen Rahals bin zum Palasthof, vor jenem er abbog und sich zum Haus der Maestra begab. Es gab einiges an offiziellen Belängen die er mit ihr besprechen musste, aber auch persönlich musste er mit ihr reden.
Vieles ward nicht gesagt, weniger wurde getan.
Die Lasten der Vergangenheit waren schwer zu trägen und die vielen Kämpfe die er mit Feinden austrug nur eine Sedierung seiner Seele.
Die Haustür war vor ihm.
Er war bisher nur ein Mal dort gewesen. Er meidete ihr Heim nach einigen Ereignissen in Düstersee.
Es wurde in der Vergangenheit ein Wort zu viel im Zorn gesagt, ein Schritt zu weit nach vorn gewagt und dann Distanzierten sich beide einfach voneinander. Dann waren sie nur noch Arkorither.
Manchmal bereute Tristan diese Wendung, wie auch in diesem Fall.
Ich verstehe ohnehin nicht weshalb Ich mir wieder die Mühe mache... Sie wird es ohnehin nie verstehen.
Der Elegido klopfte an die Tür und wartete. Stille.
Eine grauenhafte bedrückende Stille, welche ihn nur noch mehr verunsicherte.
Tristan sah durchs Fenster. Doch was er sah, erschien so unwirklich wie auch grauenhaft. Ruckartig wendete er sich der Türe zu und trat sie mit einem gezielten Tritt auf, so dass sie in den Raum fiel und am Boden Splitter ließ.
Der Elegido trat in den Raum und auf den leblosen Körper der Maestra zu.
Nein...
Ein brennender Schmerz ausgehend von seiner Brustgegend breitete sich in seinem Leibe aus, als hätte ihm jemand eine Axt in den Rücken geschlagen und würde ihn nun durch die gesplitterte Wirbelsäule die Organe aus dem Leib reißen. Seine Beine waren wie gelähmt und er fiel auf die Knie. Zitternd strich seine Hand über ihre Wange.
Sonst wagte er es nicht mal im Traum sie zu berühren.
Unbewusst griff er ins Lied Eluives ein, erfüllt von tiefster Trauer.
Jeder Liedkundige in Rahal würde diesen Eingriff an diesem Tag vernehmen können. Der Raum füllte sich mit einer eisigen Kälte. Die Kaminflammen erloschen und beschlagene Fenster froren zu.
Und so war auch die einzelne Träne die es aus seinem Leib herausdrang nicht mehr als ein kleiner Eiskristall der auf die Maestra fiel.
Die Kiefermuskulatur verspannte sich gar krampfartig als der Elegido seine gesamte Kraft aufwendete um die Fassung zu wahren.
Mit geballter Faust schlug er auf den Boden ein, weitere kleine Eiskristalle fielen zu Boden und zerbrachen. Die Hand blutete.
Die gesamte Last der Vergangenheit, verlorene und vergeudete Zeit, ungesprochene Worte... Alles schlug auf ihn hernieder.
Er drohte an diesem Moment zu zerbrechen.
Sein Herz erfüllte sich mit tiefster Trauer und er stand mit noch wackeligen Beinen auf, in seinen Armen die Maestra.
Er gab ihr einen letzten Kuss auf die Stirn und strich ihr das Haar aus dem Gesicht.
Der letzte Eiskristall fiel auf ihre kalten Lippen, ehe Tristan die Augen schloss.
In diesem Moment erfüllte Alatars Zorn ihn und der Hass überwog der Trauer in seinem Herzen, verdrängte sie. Dieser grenzenlose Hass brannte sich in Tristans Leib und keine Träne verlor er mehr, als er die Augen wieder öffnete. In seinem Blick lag ein unbeschreibbarer entschlossener, hasserfüllter Ausdruck.
Mit festen bestimmten Schritten trug er seine Maestra aus dem Haus und blickte nur auf seinen Weg.
Er wollte sie nicht tot sehen. Und niemand sonst sollte sie so sehen.
Leuten die sich umwendeten als Tristan in ihre Richtung ging wurde sein Hass zuteil und unter einem Aufschrei des Liedes nahm er ihnen das Augenlicht, bis er außer Sichtweite war. In der Burg angekommen brachte er Sarya in den Turm zu den Anderen. Vorsichtig bettete er sie in einen massiven Steinsarg und strich ihr ein letztes Mal über das Haar, ehe er die Geschichte mit dem Schließen und Versiegeln des Sarges endgültig beendete und sich auf das Dach der Ordensburg zurückzog. Hier endete der Flug der Krähe.
Es musste weitergehen. Es gab keinen Weg zurück.
Sie lies ihn mit fähigen Arkorithern zurück, aber auch mit einem Meer von Fragen, welche niemals beantwortet werden würden.
Und so kniete er nieder und schloss erfüllt von einem stärkenden Hass die Augen.
Alatar, steh mir bei auf diesen Wegen. Gib mir die Kraft ihr Werk zu vollenden und den Orden zu ungeahnter Macht zu verhelfen.
Zuletzt geändert von Tristan Wulfram am Donnerstag 7. Februar 2013, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.