Die perfekte Welt

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Isaac Umancil

Die perfekte Welt

Beitrag von Isaac Umancil »

Noch immer saß er zitternd und vor sich hin starrend auf dem umgefallenen Baumstumpf in einem Waldstückchen. Das vor ihm auf kleiner Flamme lodernde Feuer sollte ihm eigentlich genügend Wärme schenken um jenen Umstand zu vermeiden. Doch kein Feuer der Welt hätte ihm in diesem Moment helfen können, die Ruhe der Natur welcher er oft lauschte hatte ebenso keinen Einfluss in diesem Moment auf ihn. Man könnte meinen er habe wahrlich mit den Flammen gespielt, mit den Flammen vor denen er doch ausdrücklich gewarnt wurde. Und trotzdem er hatte sich auf das Spiel eingelassen und immer wieder sagte er sich selbst.
'' Alles ist gut gegangen, so wie du es berechnet hattest. ''
Ja darin war er nicht schlecht, Situationen einzuschätzen, Erfolg und Niederlage anhand der gegebenen Möglichkeiten vor seinem bildlichen Auge abzuspielen.
Und dennoch beherbergte es sehr große Gefahren für ihn, so das er immer wieder zweifelte ob es richtig wäre weiter zu machen, ob es richtig wäre sich in den Panterbau tiefer hinein zu begeben und selbst den größeren ihrer Gattung seinen falschen Pelz zu zeigen. Er war wahrlich die Gazelle welche sich neugierig zu den Pantern begab und bis her war das auch gut gegangen ohne das man ihn in Stücke riss.

Ein scharfes Ausatmen durchschnitt die Luft und das Zittern an Isaacs Körper glimmte ab.
Er konzentrierte sich wieder auf den heutigen Tag, vor dem Hauptmann würde er sitzen, ein Lethar wie er schon einige kennen gelernt hat und doch war es etwas anders. Die erste und letzte Begegnung mit ihm war keineswegs angenehm für Isaac, sein Auftreten alleine wich schon von den anderen Letharen und sein Verstand war wohl ebenso scharf wie die Pantherklaue welche an seinem Waffengurt befestigt war. Des Letharfens Frage welche ihm gestellt wurde war ebenso einschüchternd wie aggressiv, nicht anders zu erwarten von ihm. Und doch konterte Isaac welcher für einen Moment lang fast überrumpelt und eingeschüchtert ohne Deckung zu versagen schien mit einer Antwort welche ihm Zeit erkaufte noch einmal.
Unvorbereitet und ohne Aussicht auf ein gutes Ergebnis, würde Isaac dort wohl nicht erscheinen wo er eingeladen war, so verbrachte er nach wenigen Stunden Schlaf noch den ganzen Tag damit das Gespräch vor seinem geistigen Auge abzuspielen. Immer wieder verzog er das Gesicht hierbei, als er wohl in eine Sackgasse lief, die unausweigerlich sein Scheitern zur Folge hatte. Ernsthaftigkeit, der Wille zum Sieg, ein wacher Geist, dass trieb ihn derzeit an gleich dem Wind welcher durch die Baumkronen wehte.

Zur neunzehnten Tagesstunde würde sich zeigen ob er sich genug vorbereitet hatte oder ob er scheitern würde.
Zuletzt geändert von Isaac Umancil am Sonntag 11. März 2012, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
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