Der Schrecken der Oase geht um

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Aasim Sayid

Der Schrecken der Oase geht um

Beitrag von Aasim Sayid »

Einen schrecken hatte er bekommen. Und was für einen, ein unbekannter Hüne sicher so groß wie eine mittelgroße Palme war das gewesen! Einfach so war der da gewesen, mitten in der Oase, das musste er erst einmal verdauen. Dieser Fremdländer hatte versucht mit ihm zu sprechen, doch verstand der kleine junge kein Wort von dem gesagten. Auch die vergeblichen Versuche dem Jungen etwas mit seinen Händen zu vermitteln hatte keinen Erfolg. Immer wieder machte Sayid eine wegscheuchende Geste und nach einigen versuchen ging der Fremdländer auch endlich aus der Oase in Richtung Wüste.

Sayid musste nun erst einmal verschnaufen. So einen großen Mann hatte er bisher nur bei den Thyren gesehen gehabt, als diese im Tempel bei seiner Mutter waren. Und diese Haarfarbe, so … wie sollte er es nur beschreiben. Sie war dunkler als Sand, fast wie Honig so Gelb. Das war etwas woran er sich erinnerte denn eine Solche Haarfarbe hatte kein Menekaner.

Nach dem er dann etwas verschnauft hatte und sich gerade wieder ans sammeln der Früchte machen wollte, da kam er wieder! Der Fremdländer kam einfach wieder in die Oase, an einer anderen Stelle doch Sayid hatte ihn gesehen! Der große Mann kletterte auf eine der Kokosnusspalmen pflückte die kostbaren Früchte ehe er auch wieder entschwand ohne dass der kleine junge etwas getan hatte. Er war vor Schreck fast wie angewurzelt gewesen und heil froh darüber das der Fremdländer wieder weg war. Doch dann rannte er los, rannte in die Stadt zurück und rief so laut er konnte jedem der ihm über den Weg lief zu: „Hilfe, die Oase, Hilfe!“
Aasim Sayid

Beitrag von Aasim Sayid »

Fast den ganzen Tageslauf hatte es gebraucht bis Sayid endlich Radeeh den Sekban des Reiches der Sonne fand, oder eher als Radeeh den keinen jungen fand. Sayid saß am Brunnen und er schöpft vom vielen herum laufen verschnaufte er, als plötzlich die Stimme von Radeeh erklang. Radeeh stand nur wenige Schritte weit weg vom ihm und so rannte der kleine Sayid schnell auf ihn zu, um nur einen Schritt vor ihm wieder zu halten. Aufgeregt erzählte der kleine Junge dem Erwachsenen was an diesem Tage passiert war. Doch in der ganzen Aufregung mit den Fremdländern vergaß er dabei dass er hätte ja gar nicht in der Oase sein sollen. Und so blickte Radeeh ihn schon argwöhnisch an.

Schließlich ließ sich Radeeh dann doch überreden mit dem kleinen erst mal in die Oase zu gehen und dort nach dem Rechten zu schauen. Als sie einige Augenblicke später auch in dieser waren, sahen sich die beiden um und Sayid erzählte ihm wo der Fremde gewesen wäre und was er getan hatte. Doch anstatt ihn zu loben das er so mutig gewesen wäre, nein bekam er von Radeeh eine Standpauke die sich gewaschen hatte. „Das nächste Mal wenn du alleine in die Oase gehst, werde ich dich übers Knie legen.“ Das hatte Radeeh gesagt, und der kleine junge musste schlucken um nicht los zu weinen. Wäre er doch nur nicht in die Oase gegangen um wieder Früchte zu sammeln. Was hatte er sich dabei nur gedacht? Schließlich versprach er Radeeh das er nicht nochmals alleine in die Oase gehen würde und meinte dies auch ernst.

Als sie dann schließlich zusammen wieder zurück gingen und gerade das Stadttor passierten trafen sie auf einen Fremden welchen Sayid sofort erkannte und schutzsuchend hinter Radeeh sich versteckte. Die beiden Erwachsenen Männer sprachen in der Handelssprache und Sayid verstand kein Wort was sie sagten. So blieb er hinter Radeeh und streckte nur hin und wieder seinen Kopf hervor um einen Blick auf einen der beiden zu erhaschen und vielleicht an der Mimik zu erkennen über was sie sprachen. Doch das schien ihn auch nicht weiter zu bringen und so verharrte er geduldig hinter Radeeh bis der Fremdländer dann schließlich auch wieder ging.

Mit fragendem Blick schaute Sayid Radeeh an und dieser erklärte ihm dann dass er wisse woher der Fremde sei, und das er seine gerechte Strafe bekommen würde. Allerdings würde er ihn nun erst einmal nachhause bringen. Und so war es dann auch. Radeeh nahm den kleinen bei der Hand und zusammen gingen sie nach Hause. Jedoch als Sayid sich in die Felle kuschelte träumte er von dem Fremden … dem Oasen Schreck…


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Zuletzt geändert von Aasim Sayid am Montag 5. März 2012, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.
Aasim Sayid

Beitrag von Aasim Sayid »

Mitten in der Nacht war er aufgewacht, die Augen weit aufgerissen. Aufgeschrien muss er haben, doch niemand war im Haus. Nazeeya seine Mutter war den ganzen Abend lang schon im Tempel und Radeeh war sicherlich bei Fareeda. Keiner war da um den Aufschrei des jungen Knaben zu hören. Aufgerichtet in seinen Fellen wartete er doch es kam niemand. Niemand war da und er begann zu weinen. Es war ein Traum, oder eher vielleicht doch ein Alptraum? Er hatte geträumt vom vergangenen Tag, von Radeeh und wie er schimpfte, wie er selbst sein Versprechen Radeeh gegenüber brach und in die Oase ging und von dem Fremden mit der breiten Axt.

Er hatte doch gar nichts Böses gewollt, nur die reifen Früchte wollte er einsammeln für seine Mama, für Samir und für Fareeda und Radeeh. Doch es sollte alles anders kommen als es gedacht war. Die Wache die ihn zunächst begleitete, wie sie es schon oft tat, musste zurück in die Stadt und Sayid verblieb in der Oase und versicherte Baha, der Wache, das er vorsichtig sein würde. Es verging einige Zeit und der kleine kletterte auf die Palmen um dort die Früchte abzumachen. Vorsichtig war er immer gewesen und so passierte ihm auch nichts. Doch als er seine Beute dann in seiner Tasche verstaute kam ein jemand, ein Fremdländer. Sayid machte große Augen als dieser fremde Mann auf ihn zu kam. Und plötzlich wurde alles … schwarz…
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