Karawyn wusste ganz sicher nicht, was sie da angerichtet hatte, als sie in der Halle der Tiefländer davon erzählte, dass sich Städterweyber die Hüften schmal schnüren.
Carney, einer jener Thyren, der erst vor drei Tagen von der Dame im Wind zu ihnen geführt worden war, schwirrte diese Vorstellung seitdem im Schädel herum. Er wollte so ein Weyb sehen.
Kanubio stellte es sich recht einfach vor eines zu finden, hatten sich doch auch vor geraumer Zeit die Thyrenweyber dieser Städtermode hingegeben, allerdings recht kurzfristig, da sie bald merkten, dass das nichts war, was ihnen die alltägliche Arbeit angenehmer gestaltete.
Als sie Flaschen und Marmeladegläser aus dem Handelshaus in Adoran holten, streckten sie die Fühler aus und fragten die Frauen, die ihnen über den Weg liefen, ob sie "verschnürt" seien. Man verwies sie auf Bajard.
Nachdem all das Glaszeugs am Hof der Tiefländer abgeladen war, machten sich Carney und Kanubio erneut auf die Suche. Sie trafen Verdania, aber auch die konnte ihnen nur insoweit weiterhelfen, dass sie erfuhren, dass ein Weyb mit Welpe sich nicht verschnürt.
Vor Bajard fiel Kanubio ein, dass sie Tulena fragen könnten. Eine Befreundete des Volkes sollte wohl zur Aufklärung der Schnürung beitragen können. Am Hof fanden sie sie nicht, aber am Schlachtfeld vor Varuna, nachdem sie dort einen Städter, den Asergat, befragt hatten, welcher zusagte, so er eine Verschnürte finden würde, diese nach Wulfgard zu schicken.
Gemeinsam mit einem Kerl, der sich Holtbrecht nannte, wurden sie alle von Tulena auf den Hof eingeladen, wo sie eine gemütliche Zeit verbrachten. Lediglich das mit dem Verschnüren blieb weiterhin ungeklärt.
Die Nacht war weit fortgeschritten, als Kanubio und Carney beschlossen, wieder heim nach Wulfgard zu kehren, welches sie schnellstmöglich über Bajard erreichen wollten. Gerade, als sie diesen klapprig-wackeligen Steg am Dorfeingang queren wollten, trafen sie Liam. Auch diesen sprachen sie auf eine Verschnürte an.
Kanubio erzählte einmal mehr, wie es dazu kam, dass Carney eine solche suchte und Liam nickte verstehend. Ein Lichtblitz in dieser Nacht!
Er nannte ihnen einen Namen ... Enja Wimest ... und führte sie zu einem Haus, in dem sie anzutreffen wäre. Dieses Weyb, so versicherte er ihnen überzeugt, würde sich in ein Korsett schnüren.
Carney, sich schon der Aufklärung nahe wähnend, drosch auf die Glocke. Doch in dem Haus blieb es still.
Liam verabschiedete sich und dankbar für seinen Hinweis entließen die beiden Thyren ihn auf seinem Weg zu den Fellen mit einem "Stolz und Ehre".
Zu fortgeschrittener Nachtstunde beschlossen die beiden Tiefländer, die Suche für diesen Tag aufzugeben. Als Carney seinem Ridder enttäuscht ein "Penn gut" wünschte, versprach ihm dieser, dass er ihm ganz sicher helfen würde, eine "Verschnürte" zu finden - kannte er doch diese unendliche in den Clanern schlummernde Neugier auf all dies Unverständliche, was die Städter ihnen mit ihrer Kultur entgegenbrachten. Nur eine eindeutige, einfache, schlichte Erklärung würde diesem Kerl helfen können, ein schier unvorstellbares Bild aus seinem Hirn zu bekommen und sich wieder seiner eigentlichen Aufgabe - ein gutes Schwert zu werden - widmen zu können.
Auf der Suche nach der Verschnürten
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Rafdarn
- Beiträge: 69
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
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Carney Mandre
Fassungslosigkeit schlug Carney formig ins Gesicht als Karawyn von der Korsage erzählte. Ein verschnürtes Weib sowas sollte es wirklich geben, wie sah sowas nur aus dachte sich der Thyre und die Bilder eines gefesselten Weib schossen ihn durch den Kopf. Der tage danach sollte noch schlimmer werden, denn immernoch schwirrte es ihm durch den Kopf, so meinte er zu Kanubio das er sich das mal ansehen muss.
Der Ridder vergewisserte ihm das sie gemeinsam wohl ein Städterweib finden würden. So machten sich die Thyren erstmals auf nach Adoran,wo sie auch gleich auf zwei Weiber gestoßen sind, selbst das vorstellen vergaß Carney und musterte nur eingibig die Frauen. Immer wieder fragte er jene auf thyrisch höfliche Art, ihm das Verschnürrding zu zeigen. Doch selbst die Städter wussten nicht mal das es sowas gab. Vollkommen enttäuscht trat er den Heimweg an, nur allein Kanubio vermochte verstehen wie er sich wohl fühlte.
Später am Abend zogen beide nochmals los nach Bajard und trafen dort auf Verdania und ihren Welpen, so fragte Carney auch jenes weib ob es denn verschnürrt sei, doch auch hier hatten die zwei hühnen kein Glück, nur ein kleinen Hinweis konnte sie vernehmen das sowas wohl nur welpenlose Weiber jenes tragen. Kanubio schlug so denn vor Tulena auf zusuchen, sie Freundin der Thyren würde wohl weiterhelfe. Den ganz Abend ritten sie durchs Land, bei tulena angekommen, war jene nicht zu gegen. Erst vor Varuna traffen die zwei auf ihr, auch jene war unverschnürrt.
Carney blickt sofort zu kanubio der nur meinte das er es sich wohl leichter vorgestellt hat. Enttäuscht ob des ergebnislosen Abend machen sich beide Thyrn auf den Rückweg, Carney dabei nur auf den Boden schaut als man vor Bajard auf Liam trifft. Jener nur knapp gemustert, dieses mal aber von Carney kein einziges Wort kommt, nur Kanubio der wohl noch nicht aufgegeben hat, fragt jenen, welche sofort darauf nickt und sie zu den Haus von Eenja bringt. Rasch gegen die Glocke gedroschen und in richtung haus gebrüllt, doch schief sie wohl tief und fest, letztendlich machten sich beide auf den geht nach Wulfgard. Die ganz Nacht grübelte Carney noch,bis er dann doch endlich in den Morgenstunden einschlief......
Der Ridder vergewisserte ihm das sie gemeinsam wohl ein Städterweib finden würden. So machten sich die Thyren erstmals auf nach Adoran,wo sie auch gleich auf zwei Weiber gestoßen sind, selbst das vorstellen vergaß Carney und musterte nur eingibig die Frauen. Immer wieder fragte er jene auf thyrisch höfliche Art, ihm das Verschnürrding zu zeigen. Doch selbst die Städter wussten nicht mal das es sowas gab. Vollkommen enttäuscht trat er den Heimweg an, nur allein Kanubio vermochte verstehen wie er sich wohl fühlte.
Später am Abend zogen beide nochmals los nach Bajard und trafen dort auf Verdania und ihren Welpen, so fragte Carney auch jenes weib ob es denn verschnürrt sei, doch auch hier hatten die zwei hühnen kein Glück, nur ein kleinen Hinweis konnte sie vernehmen das sowas wohl nur welpenlose Weiber jenes tragen. Kanubio schlug so denn vor Tulena auf zusuchen, sie Freundin der Thyren würde wohl weiterhelfe. Den ganz Abend ritten sie durchs Land, bei tulena angekommen, war jene nicht zu gegen. Erst vor Varuna traffen die zwei auf ihr, auch jene war unverschnürrt.
Carney blickt sofort zu kanubio der nur meinte das er es sich wohl leichter vorgestellt hat. Enttäuscht ob des ergebnislosen Abend machen sich beide Thyrn auf den Rückweg, Carney dabei nur auf den Boden schaut als man vor Bajard auf Liam trifft. Jener nur knapp gemustert, dieses mal aber von Carney kein einziges Wort kommt, nur Kanubio der wohl noch nicht aufgegeben hat, fragt jenen, welche sofort darauf nickt und sie zu den Haus von Eenja bringt. Rasch gegen die Glocke gedroschen und in richtung haus gebrüllt, doch schief sie wohl tief und fest, letztendlich machten sich beide auf den geht nach Wulfgard. Die ganz Nacht grübelte Carney noch,bis er dann doch endlich in den Morgenstunden einschlief......
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Tugolf Bunjam
Nur ein wenig den Städtern zuhören wollten sie an jenem Abend in Adoran in der Taverne, der Tugolf und der Carney. Dass sie in den Genuss kamen, ein zartes Städterweyb vor einem lästigen Kerl zu schützen, damit hatten sie gar nicht gerechnet, aber es war so.
Tatsächlich betrat dann, als sie wieder ruhig am Tisch saßen, so eine "Verschnürte" die Taverne. Tugolf erkundigte sich bei seinem Tischnachbarn, ob das ein Halbwelpe wäre, so klein und zierlich war dieses Weyb. Nein, das wäre eine ausgewachsene Frau, so erfuhr Tugolf.
Carney hatte das Corsett bereits an einer anderen gesehen, doch waren sie noch nicht dazu gekommen zu klären, warum sich Städterweyber einschnüren. Diese da war sehr freundlich.
Nachdem sich ihr Carney vorgestellt hatte, fragte er sie und sie erklärte es. "Mode" sei es. Dieses Wort hatte Tugolf schon unzählte Male gehört, damals als er die Abende bei Jaira, dem Berchgardener Schneiderweib verbrachte, um was über die Städter zu lernen.
Auch dieses Wort erklärte sie ihnen. Es sei was, was viele Leute gerne tragen.
"Meyn Schwert", rief Carney freudig aus, glaubend, die Bedeutung des Begriffs erkannt zu haben.
"Meyn Trinkhorn, das trag mey besonders gern dann, wenn es voll ist", jubelte Tugolf.
Doch sanft verneinte das Weyb. Der Begriff würde sich hauptsächlich auf Gewandung beziehen.
Ihr vierter Grund, den sie nannte, dass Weyber ein Corsett tragen, leuchtete Tugolf eindeutig ein: Es würde helfen, wenn ein Weyb lange gehen oder stehen müsste.
Verständlich, so zierlich und zerbrechlich, wie diese Städterweyber waren, mussten sie sich ein Gerüst bauen, um nicht in der Mitte abzuknicken.
Auch wenn immer noch Reste von Unverständnis blieben, schien das Rätsel um die Verschnürten damit gelöst. Einem gemütlichen Abend in der Taverne schien nichts mehr entgegenzustehen. Wenn nicht ... wenn da nicht dieser Friedolin gewesen wäre.
Tatsächlich betrat dann, als sie wieder ruhig am Tisch saßen, so eine "Verschnürte" die Taverne. Tugolf erkundigte sich bei seinem Tischnachbarn, ob das ein Halbwelpe wäre, so klein und zierlich war dieses Weyb. Nein, das wäre eine ausgewachsene Frau, so erfuhr Tugolf.
Carney hatte das Corsett bereits an einer anderen gesehen, doch waren sie noch nicht dazu gekommen zu klären, warum sich Städterweyber einschnüren. Diese da war sehr freundlich.
Nachdem sich ihr Carney vorgestellt hatte, fragte er sie und sie erklärte es. "Mode" sei es. Dieses Wort hatte Tugolf schon unzählte Male gehört, damals als er die Abende bei Jaira, dem Berchgardener Schneiderweib verbrachte, um was über die Städter zu lernen.
Auch dieses Wort erklärte sie ihnen. Es sei was, was viele Leute gerne tragen.
"Meyn Schwert", rief Carney freudig aus, glaubend, die Bedeutung des Begriffs erkannt zu haben.
"Meyn Trinkhorn, das trag mey besonders gern dann, wenn es voll ist", jubelte Tugolf.
Doch sanft verneinte das Weyb. Der Begriff würde sich hauptsächlich auf Gewandung beziehen.
Ihr vierter Grund, den sie nannte, dass Weyber ein Corsett tragen, leuchtete Tugolf eindeutig ein: Es würde helfen, wenn ein Weyb lange gehen oder stehen müsste.
Verständlich, so zierlich und zerbrechlich, wie diese Städterweyber waren, mussten sie sich ein Gerüst bauen, um nicht in der Mitte abzuknicken.
Auch wenn immer noch Reste von Unverständnis blieben, schien das Rätsel um die Verschnürten damit gelöst. Einem gemütlichen Abend in der Taverne schien nichts mehr entgegenzustehen. Wenn nicht ... wenn da nicht dieser Friedolin gewesen wäre.