Wer den fernen Osten Gerimors bereisen sollte, wird einige Baumstümpfe vorfinden. Scheinbar wurden hier Bäume gefällt und geschält, denn es sind auch Holzspäne und kleine Äste auf dem schneebedeckten Boden zu finden.
Wer sich darauf versteht wird weiterhin erkennen, dass die Arbeiten noch nicht lange her sein können.
Scheinbar waren auch Fußspuren vorhanden - diese sind jedoch nur noch in der nähe der Stümpfe sichtbar, das Schneetreiben hat weitere Spuren verhüllt.
Kahlschlag im Osten
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Morgon Tar Adan
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- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
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Lucien de Mareaux
Brand im Osten
Wo war ich nochmal falsch abgebogen? Ach ja, ich hatte den Fehler gemacht, mal wieder zur falschen Zeit, am falschen Ort und darüber hinaus ein hilfsbereiter Mensch zu sein. Ich glaube, genau da lag mein ärgstes Problem. Vermutlich wäre es mal besser zu lernen „nein“ zu sagen.
Na ja, zurück zum Eigentlichen. Ich war noch nicht ganz in der Stadtstube – und darinnen hätte ich auch kein Glück gehabt – da gabelte mich Hudgarr schon auf und fragte, ob ich einen Gaul hätte, ich sollte doch mal zum Regimentsgebäude gehen, sie bräuchten helfende Hände, und so setzte sich das fort. Irgendwann ritt er los, einen Gaul für mich holen, während ich zum besagten Gebäude ging, eigentlich nur um erst einmal zu erfahren, worum es denn ginge.
Was bekam ich mit (man fällt Graf und Gräfin ja nicht mal einfach so ins Wort)? Sammeln vor dem Tor. Prächtig. In dem Moment kam auch Hudgarr an, warf mir die Zügel zu - mir war noch immer nicht klar, warum ich das machte, aber ich saß auf und folgte dem kleinen Tross. Vor den Toren wurde gefragt, ob jemand Fackeln und Öl dabei hätte – keiner. Ich bin also wieder rein, holte beides, mit Erlaubnis (denn da ich nicht wusste, um was es ging, hatte ich mich in der Herberge umgezogen), holte Fackeln und Öllampen und wir brachen auf.
Unterwegs erst dämmerte mir, wohin die Reise ging. Ich hörte von Rahalern, einer Lethra, Talana? Götter…
Gut, damit war mein Grab geschaufelt, dachte ich bei mir, aber was sollte es. Wenn sie kamen, dann war es das. Wenn nicht, hatte ich vielleicht Glück, dass sie es nie erfuhren. Vielleicht nicht unmittelbar und sofort, aber spätestens wenn der Ahad erfuhr, dass ein Weißschopf die Finger im Spiel hatte. Einerlei. Gelaufen. Drücken gab es hier einfach nicht mehr. Jetzt wieder umkehren sähe mehr als seltsam aus – und abgesehen davon würde mir das vermutlich noch einige Male öfter passieren. Aber musste das vor dem letzten Gespräch sein?! Egal welcher der Götter, aber irgendwer hatte einen sehr komischen Humor.
Genug gejammert. Wir kamen nahe der Quelle des Flusses zum Stehen. Die Schlucht war schmal, hoch, und letztlich sahen wir den halben Aufbau, der dort stand, die Lagerkiste, das lose Geröll. Ich runzelte die Stirn und fragte mich, was diese halbe Brücke einmal werden sollte. Eindeutig war ich zu lange nicht in Düstersee gewesen.
Vermutlich hatte Viridian Recht. Sie wollten das Wasser ursprünglich stauen, aber auch der Zweck erschloss sich mir nicht so wirklich. Adoran war weit weg, der Fluss teilte sich vier bis fünf Mal, dazu die Stadtmauern. War die Frage, ob es dazu diente, das Wasser ganz versiegen zu lassen, weil man die Quelle gewählt hatte – was vielleicht Sinn macht, wenn sich dabei auch das Grundwasser für die Brunnen reduzierte – oder wollte man das angestaute Wasser für was anderes nutzen? Wenn ja, für was? Das Räuberlager auf dem Weg überfluten? Selbst das war weit weg und davor das Becken, das noch einmal einen guten Teil des Wassers auffangen würde.
Einerlei. Die Grafschaften wollten, dass es zerstört wurde, also machten wir uns an die Arbeit – und es war Arbeit. So harte Arbeit, dass ich nicht einmal Zeit hatte, die Erschaffer der halben Brücke zu hassen. Das tat ich hinterher, oder vielmehr am nächsten Morgen, als mir der Muskelkater guten Tag sagte.
Nach einer Weile waren wir soweit, hatten den einen Poller gezogen, wie einen Zahn aus fauligem Zahnfleisch und übergaben ihn den Fluten, den Rest der Brücke zündeten wir großräumig an, so dass die Flammen gut gen Himmel schlugen und sogar Hudgarrs Haar darunter leiden musste, weil er zu nah dran stand.
Kurz gesagt, der Steg brach irgendwann ein, die Reste, die an Land lagen traten wir ins Wasser, oder aber – so wie Viridian – bearbeiteten sie mit der Axt und sorgten dann dafür, dass von den Fluten fortgespült wurden und machten uns danach endlich auf den Rückweg ohne weitere Zwischenfälle. Den Göttern sei’s nach wie vor gedankt, denn damit erhöhten sich meine Chancen, dass es nie beim Ahad ankam.
Wo war ich nochmal falsch abgebogen? Ach ja, ich hatte den Fehler gemacht, mal wieder zur falschen Zeit, am falschen Ort und darüber hinaus ein hilfsbereiter Mensch zu sein. Ich glaube, genau da lag mein ärgstes Problem. Vermutlich wäre es mal besser zu lernen „nein“ zu sagen.
Na ja, zurück zum Eigentlichen. Ich war noch nicht ganz in der Stadtstube – und darinnen hätte ich auch kein Glück gehabt – da gabelte mich Hudgarr schon auf und fragte, ob ich einen Gaul hätte, ich sollte doch mal zum Regimentsgebäude gehen, sie bräuchten helfende Hände, und so setzte sich das fort. Irgendwann ritt er los, einen Gaul für mich holen, während ich zum besagten Gebäude ging, eigentlich nur um erst einmal zu erfahren, worum es denn ginge.
Was bekam ich mit (man fällt Graf und Gräfin ja nicht mal einfach so ins Wort)? Sammeln vor dem Tor. Prächtig. In dem Moment kam auch Hudgarr an, warf mir die Zügel zu - mir war noch immer nicht klar, warum ich das machte, aber ich saß auf und folgte dem kleinen Tross. Vor den Toren wurde gefragt, ob jemand Fackeln und Öl dabei hätte – keiner. Ich bin also wieder rein, holte beides, mit Erlaubnis (denn da ich nicht wusste, um was es ging, hatte ich mich in der Herberge umgezogen), holte Fackeln und Öllampen und wir brachen auf.
Unterwegs erst dämmerte mir, wohin die Reise ging. Ich hörte von Rahalern, einer Lethra, Talana? Götter…
Gut, damit war mein Grab geschaufelt, dachte ich bei mir, aber was sollte es. Wenn sie kamen, dann war es das. Wenn nicht, hatte ich vielleicht Glück, dass sie es nie erfuhren. Vielleicht nicht unmittelbar und sofort, aber spätestens wenn der Ahad erfuhr, dass ein Weißschopf die Finger im Spiel hatte. Einerlei. Gelaufen. Drücken gab es hier einfach nicht mehr. Jetzt wieder umkehren sähe mehr als seltsam aus – und abgesehen davon würde mir das vermutlich noch einige Male öfter passieren. Aber musste das vor dem letzten Gespräch sein?! Egal welcher der Götter, aber irgendwer hatte einen sehr komischen Humor.
Genug gejammert. Wir kamen nahe der Quelle des Flusses zum Stehen. Die Schlucht war schmal, hoch, und letztlich sahen wir den halben Aufbau, der dort stand, die Lagerkiste, das lose Geröll. Ich runzelte die Stirn und fragte mich, was diese halbe Brücke einmal werden sollte. Eindeutig war ich zu lange nicht in Düstersee gewesen.
Vermutlich hatte Viridian Recht. Sie wollten das Wasser ursprünglich stauen, aber auch der Zweck erschloss sich mir nicht so wirklich. Adoran war weit weg, der Fluss teilte sich vier bis fünf Mal, dazu die Stadtmauern. War die Frage, ob es dazu diente, das Wasser ganz versiegen zu lassen, weil man die Quelle gewählt hatte – was vielleicht Sinn macht, wenn sich dabei auch das Grundwasser für die Brunnen reduzierte – oder wollte man das angestaute Wasser für was anderes nutzen? Wenn ja, für was? Das Räuberlager auf dem Weg überfluten? Selbst das war weit weg und davor das Becken, das noch einmal einen guten Teil des Wassers auffangen würde.
Einerlei. Die Grafschaften wollten, dass es zerstört wurde, also machten wir uns an die Arbeit – und es war Arbeit. So harte Arbeit, dass ich nicht einmal Zeit hatte, die Erschaffer der halben Brücke zu hassen. Das tat ich hinterher, oder vielmehr am nächsten Morgen, als mir der Muskelkater guten Tag sagte.
Nach einer Weile waren wir soweit, hatten den einen Poller gezogen, wie einen Zahn aus fauligem Zahnfleisch und übergaben ihn den Fluten, den Rest der Brücke zündeten wir großräumig an, so dass die Flammen gut gen Himmel schlugen und sogar Hudgarrs Haar darunter leiden musste, weil er zu nah dran stand.
Kurz gesagt, der Steg brach irgendwann ein, die Reste, die an Land lagen traten wir ins Wasser, oder aber – so wie Viridian – bearbeiteten sie mit der Axt und sorgten dann dafür, dass von den Fluten fortgespült wurden und machten uns danach endlich auf den Rückweg ohne weitere Zwischenfälle. Den Göttern sei’s nach wie vor gedankt, denn damit erhöhten sich meine Chancen, dass es nie beim Ahad ankam.