Schon länger war das Verhör derer beendet, welche verdächtigt wurden, den Anschlag auf seine Heiligkeit mit begangen zu haben oder zumindest Kenntnis über die Attentäterin zu haben. Nach einer Vielzahl an Verhören ergab sich ein Name:
Chantal
Sie sollte ein hübsches Mädchen sein, eine von der Art, die ihr Äußeres im Hafenviertel Rahals für eine Handvoll Münzen gerne feil boten. Wobei "hübsch" hierbei nicht zwingend "hübsch" bedeuten musste sondern einfach nur "nicht schrecklich hässlich".
Da es Morgon klar war, dass sie wohl keinesfalls mit einem Wächter sprechen würde, machte er sich sein inzwischen doch recht fortgeschrittenes Alter zu Nutze. Er kleidete sich in ziviler Tracht, zerzauste seine langen Grauen Haare ebenso wie seinen Bart und sah sich im Hafenviertel um.
Ein Haus mit dem Namen "Zur reinen Perle" schien genau das nicht zu sein, was sein Name versprach. Rein war hier nicht der Boden, nicht das Laken und schon gar nicht die Gedanken. Und als Perle konnte man es höchstens Bezeichnen, wenn man als Referenz ein halb gesunkenes, vergammeltes altes Schiffswrack hinzuziehen würde (und selbst dann war es noch eine Chance von 60:40 für das Wrack)
Nichtsdestotrotz betrat er das "Etablissement" und wühlte sich durch etliche von der Decke hängende rote Vorhänge hindurch. An deren Ende angelangt wurde ihm schlagartig klar, wieso diese Vorhänge dort hingen:
Wenn man das Innere des Hauses von außen hätte sehen können wäre man niemals hinein getreten. Und auch dann halfen die Vorhänge der Inhaberin - indem sie jenen, die nach dem ersten Anblick sofort umzudrehen gedachten den Weg versperrten und so vielleicht doch noch einen zahlenden Kunden zu gewinnen.
Morgon wandte sich demnach an die Inhaberin die so unbeschreiblich schön war (.... nunja, "schön" vielleicht nicht, aber "unbeschreiblich" ... und zwar hässlich: "unbeschreiblich hässlich") dass er kurz an seinem Vorhaben zweifelte.
"Des All-Einen Segen, meine Dame!
Ich bin auf der Suche nach etwas .... sagen wir Unterhaltung"
Morgon lächelte leicht und versuchte, wie das zu erscheinen, was als einzige Tarnung hier wirken könnte, die eines alten lüsternen Mannes.
"Ich hab gehört hier gibt es eine, die es richtig versteht, wenn ihr wisst was ich meine. 'Schanall' oder ... ja, genau, 'Chantal' glaube ich. Ist sie denn hier? Jetzt? und vor allem .... äähm .. verfügbar?
Ich will auch Gutes mit Gutem vergelten!"
Hierbei klimperte er mit einem Beutel voller Münzen und schaute seine gegenüber abwartend an...
Das Haus der leichten Mädchen
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Morgon Tar Adan
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Morgon Tar Adan
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Die wahrlich "unbeschreibliche" Frau schickte ihn nach oben. Als Morgon gerade die Treppe nehmen wollte kam ihm eine junge Frau in einem gelben Ballkleid entgegen, welches wohl weniger zur Verhüllung des Körpers als viel eher zur Betonung desselbigen gedacht war.
Nach einem kurzen Wortwechsel war klar: Dies war Chantal.
Morgon gab weiter vor, an ihr interessiert zu sein (was natürlich stimmt, allerdings in anderer Hinsicht mit weitaus anderen Konsequenzen) und führte sie zur angeblich besseren Beschauung hinaus vor die Tür.
Hier angekommen stieß er sie nach vorne und fesselte sie. Jetzt sollte sie eigentlich verstehen, dass hier etwas nicht stimmen konnte - doch scheinbar war diese Chantal so minderbemittelt, dass sie es für ein Spiel hielt.
Nunja, was sollte es schon? Also ließ Morgon sie in diesem Glauben und führte sie in ihrem luftigen Ballkleid durch die kalte Nacht bis zum Kerker Rahals. Ihre Bemerkungen ob der Kälte ignorierte er hierbei.
Im Kerker angekommen wurde die gelbe Hure in eine Zelle gestoßen - doch nicht einmal jetzt verstand sie, was mit ihr geschah.
Morgon begann daraufhin sie zu verhören - hinsichtlich des Banditen Erwin, der Halskette mit der Inschrift "Chantal" sowie möglichen Motiven des Anschlags auf den Alka. Heraus kam dabei nicht viel - entweder war sie wirklich so unbeschreiblich dumm ... oder sie war eine grandiose Schauspielerin. Doch letzteres war ihrer Verhaftung gedenkend eher unwahrscheinlich.
Das Resultat des Verhörs war dann, dass sie den Banditen Erwin beschuldigte, alleiniger Täter zu sein. Dies sollte vorerst genügen. Sie beschuldigt ihn, er beschuldigt sie - eine wunderbare Ausgangssituation zur Hinrichtung zweier Häufchen Elend.
War sie wirklich Schuld? Es war schwer zu sagen ... jedoch eigentlich egal ... denn eine abschreckende Wirkung würde es haben - egal was passieren möge - davon war wohl auszugehen.
Nach einem kurzen Wortwechsel war klar: Dies war Chantal.
Morgon gab weiter vor, an ihr interessiert zu sein (was natürlich stimmt, allerdings in anderer Hinsicht mit weitaus anderen Konsequenzen) und führte sie zur angeblich besseren Beschauung hinaus vor die Tür.
Hier angekommen stieß er sie nach vorne und fesselte sie. Jetzt sollte sie eigentlich verstehen, dass hier etwas nicht stimmen konnte - doch scheinbar war diese Chantal so minderbemittelt, dass sie es für ein Spiel hielt.
Nunja, was sollte es schon? Also ließ Morgon sie in diesem Glauben und führte sie in ihrem luftigen Ballkleid durch die kalte Nacht bis zum Kerker Rahals. Ihre Bemerkungen ob der Kälte ignorierte er hierbei.
Im Kerker angekommen wurde die gelbe Hure in eine Zelle gestoßen - doch nicht einmal jetzt verstand sie, was mit ihr geschah.
Morgon begann daraufhin sie zu verhören - hinsichtlich des Banditen Erwin, der Halskette mit der Inschrift "Chantal" sowie möglichen Motiven des Anschlags auf den Alka. Heraus kam dabei nicht viel - entweder war sie wirklich so unbeschreiblich dumm ... oder sie war eine grandiose Schauspielerin. Doch letzteres war ihrer Verhaftung gedenkend eher unwahrscheinlich.
Das Resultat des Verhörs war dann, dass sie den Banditen Erwin beschuldigte, alleiniger Täter zu sein. Dies sollte vorerst genügen. Sie beschuldigt ihn, er beschuldigt sie - eine wunderbare Ausgangssituation zur Hinrichtung zweier Häufchen Elend.
War sie wirklich Schuld? Es war schwer zu sagen ... jedoch eigentlich egal ... denn eine abschreckende Wirkung würde es haben - egal was passieren möge - davon war wohl auszugehen.