Das Ende der Anveena Midame.
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Anveena Midame
Das Ende der Anveena Midame.
Dort saß Sie nun, auf dem kalten Boden in dieser trostlosen Zelle in Adoran.
"Tat Sie das richtige?", hallte es immer wieder durch ihren Kopf.
Und dennoch, nun war es zu spät für einen anderen Weg.
Sie senkte seufzend den Kopf, ein sarkastisch verzweifeltes Lachen bildete sich auf ihrem Gesicht, während die Wachmänner sich verängstigt umdrehten.
Sie hörte ihr Getuschel, dass Gerde, die Angst, die Sie begleitete.
Sicher war es nicht motiviert zu hören, wer dort in dem Käfig aus Eisen und Stein saß und das Sie als Verräterin ihresgleichen nun galt. Das merkwürdige Erscheinungen Sie heimsuchten und die Rabenbrut sicher gerne ihr verlorenes Schäfchen wiederhätten.
Doch ihr war es egal. So oder So, wer Sie bekommen würde, würde ihr Leben beenden. Es war unabbringbar, nichts konnte an dieser Tatsache rütteln, noch verhindert werden, wohin ihre Seele danach fährt.
Und der Rabengott wusste davon. Flüsterte ihr in der Zelle ins Ohr und liess alle Lichter erlischen.
Krallen bohrten sich um ihren Hals und pressten Sie an der Wand, sie nach Luft röchelnd.
"Verräterin", hauchte es eiskalt in ihren Körper.
"So jung, soviel Potenzial Kind....so verloren", liess ihr Gänsehaut aufsteigen, als Sie es vernahm.
"Ich erwarte dich", sie den Tode wünschend.
Ihr wurde die Situation erst bewusst, als sich der Rabengott nun selbst ihrer widmete.
Ja, Sie war seine älteste und von größter Macht gesegnete Dienerin. Sie war seine Nexa, die die Diener einen und lenken sollte unter seinem Wille und er kehrte ihm den Rücken zu.
Bei den Dienern gab es viele Wege hinein, doch nur einer führte hinaus...in seinen Schlund unter ewigen Qualen.
Sie vergrub ihr Gesicht in ihre Hände, sie schluchzte und weinte. Ein Gefühl, was Sie doch irgendwie in ihrer Verzweiflung als Schön empfand. Es war die stetige Bestätigung, die Sie brauchte, dass Wissen, was und wer Sie nun war: ein Mensch.
Sie fühlte, sie empfand Liebe für andere. Ja, Anveena Midame ist wieder dort, was Sie glaubte, verloren zu haben. Doch es ging nicht einfach, weiter zu leben. Nicht, solange SIE in ihr wohnte: Serra.
Sie lehnte ihren Kopf wieder an die Steinwand, auf das dünne Licht der Fackeln blickend und einige Tränen wegwischend.
Sie erinnerte sich an die Unterhaltung mit Lilian, ihr entsetzter, ungläubiger Blick, ihr Flehen, sie solle aufhören solch Lügen zu sagen. Ja, Sie litt unter der Wahrheit und der Schmerz fiel auf Anveena zurück. Sie hasste Serra so sehr dafür, dass Sie nun ihrer einzigen, wahren Freundin soviel Leid zufügte.
Sie rechnete mit allem, mit Hass, mit Wut, mit Aggressionen. Aber nein, es war Trauer, wie zu einer Beerdigung.
Und Sie war froh, dass Lilian ihre Tätigkeit nach kam und Sie als Gardistin des Regiments nach Adoran begleitete.
Sie war froh, dass Sie ihr das anbot, was Anveena sich erhoffte: Dass Sie bis zu ihrem Ende bei ihr bleiben würde.
Und das Ende wird kommen.
Sie entsann sich an das Gespräch mit Mariella, Friedolin und Alindra. Natürlich waren Sie so voller Zorn und Abscheu für Sie. Konnte man es ihnen verdenken?
Und was Sie wollten, war ihr ebenso klar: Namen, Orte, Pläne.
Doch Sie würden Sie nicht kriegen. Dachten Sie wirklich, Serra wüsste nicht, was geschehen wird, wenn Anveena sich stellt?
Die Foltermeisterin, die selbst die Methoden Adorans studierten.
Und womit sollten Sie ihr drohen?
Mit Menschen, die sie nie in ihrer Nähe hatten?
Mit dem Tot?
Das wollte Sie doch...den leidigen Weg, kein Erbarmen, keine Gnade...so wie Sie es verdient hat. So wie es sich vielleicht jeder ehrbare Mensch wünschen würde.
Denn an "Ihn" kamen Sie nicht heran. Er verliess Sie, in eine andere Welt. Und das sollte so sein.
Er ist nicht nur aus den weiten Armen des Reiches weg...nein, das war ihr egal....doch...er ist aus seinen Krallen entflohen. Nie wird er sein Opfer von ihr verlangen können...er war sicher.
Sie lächelte sanft, während ihre Hand an die noch blutenden Wunden an ihren Hals glitten. Gebranndmarkt vom Rabengott, beginnt Sie, ihre Macht zu verlieren und das zu werden, was Sie einst war:
Anveena Midame, das hässliche Mädchen aus einem kleinen Dorf, verabscheut von allen Menschen um ihr herum, die sich an ihrer Hinrichtung ergötzen werden.
Die Ironie, dass Sie genau am Anfang nun stünde und weiß, es hätte soviel Leid ersparen können...
Dies sind nun die ersten Schritte gen der Gerechtigkeit, nach welchen andere schreien...egal ob es die Reichshüter sind...oder ihre Brüder und Schwestern....oder ihr Gott.
Der Weg hat so oder so das selbe Ziel am Ende...und Sie hofft inständig, dass die Menschlichkeit seine Qualen erträgbar macht und der Gedanke der kleinen Wärme in ihr und dem Gefühl derer Sicherheit, sie jedesmal aufs neue zeigen werden, dass Sie das richtige tut....bis in alle Ewigkeiten.
"Tat Sie das richtige?", hallte es immer wieder durch ihren Kopf.
Und dennoch, nun war es zu spät für einen anderen Weg.
Sie senkte seufzend den Kopf, ein sarkastisch verzweifeltes Lachen bildete sich auf ihrem Gesicht, während die Wachmänner sich verängstigt umdrehten.
Sie hörte ihr Getuschel, dass Gerde, die Angst, die Sie begleitete.
Sicher war es nicht motiviert zu hören, wer dort in dem Käfig aus Eisen und Stein saß und das Sie als Verräterin ihresgleichen nun galt. Das merkwürdige Erscheinungen Sie heimsuchten und die Rabenbrut sicher gerne ihr verlorenes Schäfchen wiederhätten.
Doch ihr war es egal. So oder So, wer Sie bekommen würde, würde ihr Leben beenden. Es war unabbringbar, nichts konnte an dieser Tatsache rütteln, noch verhindert werden, wohin ihre Seele danach fährt.
Und der Rabengott wusste davon. Flüsterte ihr in der Zelle ins Ohr und liess alle Lichter erlischen.
Krallen bohrten sich um ihren Hals und pressten Sie an der Wand, sie nach Luft röchelnd.
"Verräterin", hauchte es eiskalt in ihren Körper.
"So jung, soviel Potenzial Kind....so verloren", liess ihr Gänsehaut aufsteigen, als Sie es vernahm.
"Ich erwarte dich", sie den Tode wünschend.
Ihr wurde die Situation erst bewusst, als sich der Rabengott nun selbst ihrer widmete.
Ja, Sie war seine älteste und von größter Macht gesegnete Dienerin. Sie war seine Nexa, die die Diener einen und lenken sollte unter seinem Wille und er kehrte ihm den Rücken zu.
Bei den Dienern gab es viele Wege hinein, doch nur einer führte hinaus...in seinen Schlund unter ewigen Qualen.
Sie vergrub ihr Gesicht in ihre Hände, sie schluchzte und weinte. Ein Gefühl, was Sie doch irgendwie in ihrer Verzweiflung als Schön empfand. Es war die stetige Bestätigung, die Sie brauchte, dass Wissen, was und wer Sie nun war: ein Mensch.
Sie fühlte, sie empfand Liebe für andere. Ja, Anveena Midame ist wieder dort, was Sie glaubte, verloren zu haben. Doch es ging nicht einfach, weiter zu leben. Nicht, solange SIE in ihr wohnte: Serra.
Sie lehnte ihren Kopf wieder an die Steinwand, auf das dünne Licht der Fackeln blickend und einige Tränen wegwischend.
Sie erinnerte sich an die Unterhaltung mit Lilian, ihr entsetzter, ungläubiger Blick, ihr Flehen, sie solle aufhören solch Lügen zu sagen. Ja, Sie litt unter der Wahrheit und der Schmerz fiel auf Anveena zurück. Sie hasste Serra so sehr dafür, dass Sie nun ihrer einzigen, wahren Freundin soviel Leid zufügte.
Sie rechnete mit allem, mit Hass, mit Wut, mit Aggressionen. Aber nein, es war Trauer, wie zu einer Beerdigung.
Und Sie war froh, dass Lilian ihre Tätigkeit nach kam und Sie als Gardistin des Regiments nach Adoran begleitete.
Sie war froh, dass Sie ihr das anbot, was Anveena sich erhoffte: Dass Sie bis zu ihrem Ende bei ihr bleiben würde.
Und das Ende wird kommen.
Sie entsann sich an das Gespräch mit Mariella, Friedolin und Alindra. Natürlich waren Sie so voller Zorn und Abscheu für Sie. Konnte man es ihnen verdenken?
Und was Sie wollten, war ihr ebenso klar: Namen, Orte, Pläne.
Doch Sie würden Sie nicht kriegen. Dachten Sie wirklich, Serra wüsste nicht, was geschehen wird, wenn Anveena sich stellt?
Die Foltermeisterin, die selbst die Methoden Adorans studierten.
Und womit sollten Sie ihr drohen?
Mit Menschen, die sie nie in ihrer Nähe hatten?
Mit dem Tot?
Das wollte Sie doch...den leidigen Weg, kein Erbarmen, keine Gnade...so wie Sie es verdient hat. So wie es sich vielleicht jeder ehrbare Mensch wünschen würde.
Denn an "Ihn" kamen Sie nicht heran. Er verliess Sie, in eine andere Welt. Und das sollte so sein.
Er ist nicht nur aus den weiten Armen des Reiches weg...nein, das war ihr egal....doch...er ist aus seinen Krallen entflohen. Nie wird er sein Opfer von ihr verlangen können...er war sicher.
Sie lächelte sanft, während ihre Hand an die noch blutenden Wunden an ihren Hals glitten. Gebranndmarkt vom Rabengott, beginnt Sie, ihre Macht zu verlieren und das zu werden, was Sie einst war:
Anveena Midame, das hässliche Mädchen aus einem kleinen Dorf, verabscheut von allen Menschen um ihr herum, die sich an ihrer Hinrichtung ergötzen werden.
Die Ironie, dass Sie genau am Anfang nun stünde und weiß, es hätte soviel Leid ersparen können...
Dies sind nun die ersten Schritte gen der Gerechtigkeit, nach welchen andere schreien...egal ob es die Reichshüter sind...oder ihre Brüder und Schwestern....oder ihr Gott.
Der Weg hat so oder so das selbe Ziel am Ende...und Sie hofft inständig, dass die Menschlichkeit seine Qualen erträgbar macht und der Gedanke der kleinen Wärme in ihr und dem Gefühl derer Sicherheit, sie jedesmal aufs neue zeigen werden, dass Sie das richtige tut....bis in alle Ewigkeiten.
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Anveena Midame
Einige Tage saß Sie nun schon in dieser Ecke in der Zelle. Die Beine angezogen, die Arme um diese geschlungen, den Kopf gesenkt.
Sie begann allmählich zu richen, die Kleidung war dreckig, die Haare zerzaust.
Doch es war ihr egal.
Früher, war ihr ihre Schönheit und gutes Aussehen das wichtigste. Sie liebte es, wie Männer ihr nachstarrten und Frauen die Nase rümpften.
Sie glaubte, Schönheit regiere die Welt. Sei die einzige Macht. Mit Schönheit gewinne man alle Herzen und kann jeden Regenten bezirzen und manipulieren.
Wie naiv und dumm Sie doch war.
Und dennoch...sie erinnerte sich zu gut an ihr altes, kindliche Ich, den Drang, jeden Spiegel zu zerschlagen, den Sie sah. Sich am liebsten selbst das Gesicht vom Fleische reissen wollend.
Oft genug wurde Sie ja auch damit konfrontiert, in ihrem Dorfe, von den anderen Kindern, dem Dreck und das verfaulte Obst, das man auf Sie warf.
Ihr wunscht wurde ihr erfüllt...Macht für die Schönheit, die Sie haben wollte...doch zu welchem Preis?
Als Sie IHN traf, setzte Sie ihre weiblichen Reize wie immer ein...doch nun weiß Sie, er liebte ihre Schönheit, ja, aber darum gab er sich nicht mit ihr ab. Nein, er begehrte ihr Wesen, ihre Natura, die Art, wie Sie mit ihm sprach, wie Sie ihn liebte.
Sie war sich sicher, egal wie Sie ausgesehen hätte, seine Gefühle für Sie wären die selben gewesen.
Hätte Sie es früher gewusst, lange, bevor das Unheil über die Menschen, die Sie quälten, herein brachen, Sie hätte die Gedult bewahrt und auf ihn gewartet.
Doch nun war es vorbei.
Er war fort, Sie ging erhobenen Hauptes gen ihr Ende.
Und Sie merkte, dass es schwieriger ist als gewollt.
Letzten Abend sah Sie Lilian bei ihrer Tätigkeit. Sie unterrichtete einen Rekruten und Anveena durfte als Schaubeispiel dienen.
Natürlich manipulierte Sie den Rekruten, sie wollte Lilian helfen bei ihrer Ausführung, dass man nie einem Gefangenen trauen kann.
Und der Rekrut war voller Zorn, als er erfuhr, was für ein Wesen dort saß: Eine Reichsfeindin, wie er es oft erwähnte.
Natürlich war er auch von den Dienern verletzt worden, da spielt es auch keine Rolle, dass es nicht Serra war, die ihm Leid zufügte. Er konnte ihn verstehen.
Und auch seine Aussagen, man solle Sie Hungern lassen, liess Sie relativ kühl.
Er war ein Fremder, wie jeder Anwohner des alumenischen Reiches, litt auch er unter der Gewalt der Rabendiener.
Doch Lilians Gesichtszüge, ihre Argumentationen, ihre Betitelungen für Anveena. Es stach ihr ins Herz, drehte sich dort oft herum und wackelte hin und her, ehe es dann langsam herausglitt und wieder hinein.
Was hatte Sie erwartet?
Sie war ihre beste Freudin und selber für Lilian sicher auch eine wichtige Person im Leben.
Sie hat Sie auch verraten, getäuscht und Leid zugefügt.
Anveena würde es verstehen, wenn Lilian mit Beifall der Hinrichtung folgt und Sie anspuckt.
Sie seufzte, Anveena in ihrer kalten Zelle.
Die Obrigkeit kam nur kurz, um nach dem Zustand der Gefangenen zu blicken, sich einen Wachbericht abholend.
Doch die Befragungen und die Folter standen noch aus. Irgendwie wünschte sich Anveena diese herbei...sie lenkten Sie ab vom wahren Schmerz, den Sie fühlte, wenn Sie Lilian in die Augen blickte.
Doch so musste Sie verbleiben...wartend auf das etwas geschehen wird.
Sie begann allmählich zu richen, die Kleidung war dreckig, die Haare zerzaust.
Doch es war ihr egal.
Früher, war ihr ihre Schönheit und gutes Aussehen das wichtigste. Sie liebte es, wie Männer ihr nachstarrten und Frauen die Nase rümpften.
Sie glaubte, Schönheit regiere die Welt. Sei die einzige Macht. Mit Schönheit gewinne man alle Herzen und kann jeden Regenten bezirzen und manipulieren.
Wie naiv und dumm Sie doch war.
Und dennoch...sie erinnerte sich zu gut an ihr altes, kindliche Ich, den Drang, jeden Spiegel zu zerschlagen, den Sie sah. Sich am liebsten selbst das Gesicht vom Fleische reissen wollend.
Oft genug wurde Sie ja auch damit konfrontiert, in ihrem Dorfe, von den anderen Kindern, dem Dreck und das verfaulte Obst, das man auf Sie warf.
Ihr wunscht wurde ihr erfüllt...Macht für die Schönheit, die Sie haben wollte...doch zu welchem Preis?
Als Sie IHN traf, setzte Sie ihre weiblichen Reize wie immer ein...doch nun weiß Sie, er liebte ihre Schönheit, ja, aber darum gab er sich nicht mit ihr ab. Nein, er begehrte ihr Wesen, ihre Natura, die Art, wie Sie mit ihm sprach, wie Sie ihn liebte.
Sie war sich sicher, egal wie Sie ausgesehen hätte, seine Gefühle für Sie wären die selben gewesen.
Hätte Sie es früher gewusst, lange, bevor das Unheil über die Menschen, die Sie quälten, herein brachen, Sie hätte die Gedult bewahrt und auf ihn gewartet.
Doch nun war es vorbei.
Er war fort, Sie ging erhobenen Hauptes gen ihr Ende.
Und Sie merkte, dass es schwieriger ist als gewollt.
Letzten Abend sah Sie Lilian bei ihrer Tätigkeit. Sie unterrichtete einen Rekruten und Anveena durfte als Schaubeispiel dienen.
Natürlich manipulierte Sie den Rekruten, sie wollte Lilian helfen bei ihrer Ausführung, dass man nie einem Gefangenen trauen kann.
Und der Rekrut war voller Zorn, als er erfuhr, was für ein Wesen dort saß: Eine Reichsfeindin, wie er es oft erwähnte.
Natürlich war er auch von den Dienern verletzt worden, da spielt es auch keine Rolle, dass es nicht Serra war, die ihm Leid zufügte. Er konnte ihn verstehen.
Und auch seine Aussagen, man solle Sie Hungern lassen, liess Sie relativ kühl.
Er war ein Fremder, wie jeder Anwohner des alumenischen Reiches, litt auch er unter der Gewalt der Rabendiener.
Doch Lilians Gesichtszüge, ihre Argumentationen, ihre Betitelungen für Anveena. Es stach ihr ins Herz, drehte sich dort oft herum und wackelte hin und her, ehe es dann langsam herausglitt und wieder hinein.
Was hatte Sie erwartet?
Sie war ihre beste Freudin und selber für Lilian sicher auch eine wichtige Person im Leben.
Sie hat Sie auch verraten, getäuscht und Leid zugefügt.
Anveena würde es verstehen, wenn Lilian mit Beifall der Hinrichtung folgt und Sie anspuckt.
Sie seufzte, Anveena in ihrer kalten Zelle.
Die Obrigkeit kam nur kurz, um nach dem Zustand der Gefangenen zu blicken, sich einen Wachbericht abholend.
Doch die Befragungen und die Folter standen noch aus. Irgendwie wünschte sich Anveena diese herbei...sie lenkten Sie ab vom wahren Schmerz, den Sie fühlte, wenn Sie Lilian in die Augen blickte.
Doch so musste Sie verbleiben...wartend auf das etwas geschehen wird.
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Rafael von Arganta
"Anveena Midame?"
Fassungslos blickte er auf das Dokument in seinen Händen.
Froh darüber das jetzt niemand bei ihm war und in sein Gesicht sah.
Fasssungslos, sicher... anfangs.
Er hatte ihr vertraut gehabt.
Ein undefinierbares Geräusch drang aus seiner Kehle, heraufbeschworen aus den tiefen seiner Brust.
Das Dokument in seinen Händen wurde Opfer seiner zur Faust schließenden Hand, bevor er den nächsten Stuhl neben sich, beim Aufspringen einfach nahm und von sich warf, als er spürte wie diese Fassungslosigkeit in einen unbändigen Zorn umschwang.
Er HATTE ihr vertraut.
Sie hatten damals sie mit Hilfe von Priestern überprüft.
Sie hatte ihm sogar das Leben gerettet als sie sich einst vor ihn warf, und somit den Pfeil abfing der für ihn bestimmt war.
Alles nur Kalkül?
War das alles nur eingefädelt damit er ihr vertraute?
Jeglicher noch so kleiner Zweifel an ihr war damals wie weggeblasen gewesen.
Wie hatte er nur darauf reinfallen können.
Erst Chalys ... damals, und jetzt Anveena.
Aber wieso hatte sie sich gestellt?
Das ergab doch alles so keinen Sinn? Oder wollte sie früher zu IHREM Rabengott.
Er spürte die unbändige Wut in sich und musste sich zügeln nicht einach sofort nach Adoran zu reiten und sie nicht nur zur Rede zu stellen sondern seinem Zorn ein Ventil zu geben.
Den Mantel vom Hacken reissend, so das jener von der Wand gerissen wurde, stapfte er einfach hinaus.
Vielleicht würde der Schnee ihn ein wenig abkühlen.
Fassungslos blickte er auf das Dokument in seinen Händen.
Froh darüber das jetzt niemand bei ihm war und in sein Gesicht sah.
Fasssungslos, sicher... anfangs.
Er hatte ihr vertraut gehabt.
Ein undefinierbares Geräusch drang aus seiner Kehle, heraufbeschworen aus den tiefen seiner Brust.
Das Dokument in seinen Händen wurde Opfer seiner zur Faust schließenden Hand, bevor er den nächsten Stuhl neben sich, beim Aufspringen einfach nahm und von sich warf, als er spürte wie diese Fassungslosigkeit in einen unbändigen Zorn umschwang.
Er HATTE ihr vertraut.
Sie hatten damals sie mit Hilfe von Priestern überprüft.
Sie hatte ihm sogar das Leben gerettet als sie sich einst vor ihn warf, und somit den Pfeil abfing der für ihn bestimmt war.
Alles nur Kalkül?
War das alles nur eingefädelt damit er ihr vertraute?
Jeglicher noch so kleiner Zweifel an ihr war damals wie weggeblasen gewesen.
Wie hatte er nur darauf reinfallen können.
Erst Chalys ... damals, und jetzt Anveena.
Aber wieso hatte sie sich gestellt?
Das ergab doch alles so keinen Sinn? Oder wollte sie früher zu IHREM Rabengott.
Er spürte die unbändige Wut in sich und musste sich zügeln nicht einach sofort nach Adoran zu reiten und sie nicht nur zur Rede zu stellen sondern seinem Zorn ein Ventil zu geben.
Den Mantel vom Hacken reissend, so das jener von der Wand gerissen wurde, stapfte er einfach hinaus.
Vielleicht würde der Schnee ihn ein wenig abkühlen.
- Drakhon Sokarth
- Beiträge: 612
- Registriert: Donnerstag 13. März 2008, 03:43
Schemenhafte, schnatternde Schatten welche an den kargen Wänden der Zelle würdevoll tanzen. Das Rasseln jahrhunderte alter Ketten untermalt vom wehklagen zahlloser Seelen ein grotesques Spiegelbild der Realität
Und dort, in weiter Ferne, spielt dort jemand Musik? Ein surreales Schauspiel aus Schatten und Klängen und in ihrer Mitte Anveena. Allein umgeben von kaltem Stein, allein?
Aus der Dunkelheit, ein Arm eine Hand die sich ihr zum Tanze reicht.
„Komm Anveena… ein letzter Tanz.“, Die Worte hallen aus der Dunkelheit, Trost spendend und doch so fern als hätte sie ein kalter Wind zu ihr getragen.
Das verborgene Orkester spielt auf und zwei Körper schweben getragen von den Noten durch die Dunkelheit. Und während sie so dahingleiten Schritt um Schritt, Piruette um Piruette finden seine Worte den Weg an ihr Ohr.
„Ich bin gekommen um lebe wohl zu sagen…das Herz ist mir schwer, verliere ich doch nach meiner Frau eine weitere, geachtete und mächtige Schwester. Verzage nicht, ob des Wissens welches schwer auf deinen Schultern lastet, haben doch wir alle diesen Pfad gewählt. Finde Trost im Leid welches dir bevorsteht und gräme dich nicht der Dinge die waren, denn in seinem Hunger sind wir eins. Für uns gibt es keine Rettung.“
Eine letzte Drehung, die Finger lösen sich von einander und Dunkelheit legt sich gleich einem Leichentuch über alle Sinne. Ein Traum… lediglich ein Traum, doch dort auf dem kalten nackten Boden eine einzelne schwarze Rabenfeder….
Und dort, in weiter Ferne, spielt dort jemand Musik? Ein surreales Schauspiel aus Schatten und Klängen und in ihrer Mitte Anveena. Allein umgeben von kaltem Stein, allein?
Aus der Dunkelheit, ein Arm eine Hand die sich ihr zum Tanze reicht.
„Komm Anveena… ein letzter Tanz.“, Die Worte hallen aus der Dunkelheit, Trost spendend und doch so fern als hätte sie ein kalter Wind zu ihr getragen.
Das verborgene Orkester spielt auf und zwei Körper schweben getragen von den Noten durch die Dunkelheit. Und während sie so dahingleiten Schritt um Schritt, Piruette um Piruette finden seine Worte den Weg an ihr Ohr.
„Ich bin gekommen um lebe wohl zu sagen…das Herz ist mir schwer, verliere ich doch nach meiner Frau eine weitere, geachtete und mächtige Schwester. Verzage nicht, ob des Wissens welches schwer auf deinen Schultern lastet, haben doch wir alle diesen Pfad gewählt. Finde Trost im Leid welches dir bevorsteht und gräme dich nicht der Dinge die waren, denn in seinem Hunger sind wir eins. Für uns gibt es keine Rettung.“
Eine letzte Drehung, die Finger lösen sich von einander und Dunkelheit legt sich gleich einem Leichentuch über alle Sinne. Ein Traum… lediglich ein Traum, doch dort auf dem kalten nackten Boden eine einzelne schwarze Rabenfeder….
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Liam Ecclesia
Er betete...er betet nie! Und nun kniete der junge Rekrut hier auf dem Boden des Kerkers vor der Zelle der Rabendienerin und betete mit ihr.
Vor ein paar Tagen musste er noch Strafdienst am Tor schieben, weil er sich geweigert hatte der Rabendienerin etwas zu Essen zu bringen. Und nun hoffte er sogar das ihre Gebete erhört wurden.
Temora sende deinen gerechten Zorn nicht gegen jenne die wegen mir Hassen. Horteras befreie sie von ihrem Hass und meinen Taten. Phanodain schenken ihnen die Weisheit zu erkennen.
Den ganzen Dienst über war er hin und her gerissen zwischen Zorn, Hass, Verzweiflung und Mitleid. Lilian zwang ihn Heute erneut der Rabendienerin etwas zu Essen und zu Trinken bringen. Diesmal verweigerte er den Befehl nicht und tat was ihm befohlen. Als Anveena am Essen war betrachtet Liam sie dabei aufmerksam, sie war dreckig und er konnte sich auch vorstellen das sie stinkt. Was trieb diese Frau nur dazu sich selbst auszuliefern? Seine Neugierde war groß, nur durch Wissen kann man Weisheit erlangen, kenne deinen Feind. Ihm fielen viele Gründe ein sie ein wenig auszuquetschen. So zögerte er auch nicht die Gardistin um Erlaubnis zu Bitten es zu tun.
Ihr habt im Reich gelebt?
Hattet ihr Freunde hier?
Und die Intressanteste und wohl für ihn, so dachte er, nicht zu verstehende Frage.
Warum?
Lilian, seine Vorgesetzte, fiel ihm ins Wort und ihre Stimmlage klang garnicht nach Gardistin Valerian, sondern eher nach Lilian wie sie ausserhalb des Dienstes ist. In ihren Augen erkannte der junge Rekrut das was er als Schmerz und Leid deuten würde. Auf seine leise Frage hin ob es ihr gut gehe, erwiederte sie das Anveena ihre beste Freundin sei.
Der Schock lähmte seinen ganzen Körper, wie konnte Lilian das ertragen. Was tat ihr diese Mätze an. Hass auf die Dienerin und Mitleid für seine Kameradin fochten einen schrecklichen Kampf in seinem inneren. Was tat er Lilian an? Vor ihren Augen quätschte er die Rabendienerin aus, es war Grausam, er war Grausam. Lilian mit nach Oben nehmend Entschuldigte er sich bei seiner Kameradin und versprache ihr Beistand, wenn es ihr zuviel wurde auf Anveena zu achten.
Als Lilian dann gegangen war, lehnte er noch eine ganze Weile an der Wand im Kerker und beobachtete das Scheusal. Wie konnte man so Grausam sein, ist das der Grund warum sie im Kerker sitzt? Sie will jenne die sie betrogen hat noch mehr quälen? Er musste einfach wissen warum, seine Neugierde übermannte ihn und Anveene gab bereitswillig Antwort. Sie erzählte ihre Geschichte, wie sie als kleines hässliches Mädchen aus seltsamen Elternhaus Krathor in die Hände fiel und wie sie sich verkaufte. Mitleid konnte sie von Liam dafür nicht erwarten, das eigenen Leid zu mildern indem man noch größeres Leid verursachte. Nein, das war nicht der Weg der Weisheit, nicht sein Weg.
Als sie dann noch von dem Geschenk der Liebe berichtete, dass ihr zuteil wurde wuchs der Hass in ihm fast ins Unerträgliche. Mit Mühe beherrschte sich der Rekrut, in diesem Moment wäre er zu gern in die Zelle gelaufen um sie Grün und Blau zu schlagen. Die Grenze überschritt sie schlussendlich als sie ihm erzählte, das sie sich fest setzten lies weil sie niemanden mehr Schaden wollte. Dieser Egoismus brachte das Fass des Zorns in ihm zu überlaufen, wütend wies er sie zurecht was sie allen damit antun würde, was sie Lilian antat.
Wohl stiessen die Worte nicht auf taube Ohren und die Dienerin kam schwach zu ihm an die Gitterstäbe heran. In den Stiefel greifend zog er seinen Dolch und setzte ihn in Bauch höhe bei sich selbst an. Ein Freund würde in den Wald gehen, irgendwo wo man nicht gefunden würde und sich im stillen selbst das Leben nehmen. Ein Freund würde die eigenen Freunde nicht damit Leben lassen, das sie einen Umbringen müssen, bewachen müssen, in die Augen sehen müssen, ein Freund würde Freunde vor diesem Wissen schützten. Seine Abscheu steigerte sich ins Unermässliche, wie kann man nur so Grausam sein.
Sie könne sich nicht selbst töten. Er war Magier für ihn was das, dass einfachste der Welt, eine ständige Gefahr jeden Tag. Ja er war Magier, Herr über die Elemente und Herr seiner Emotionen. Die Augen schliessend langsam in sich gehend beruhigt sich der Rekrut wieder. Der Dolch landete, wie seine emotionen wieder da, wo sie hingehört, gut versteckt. Es musste auch einen Weg der Weisheit geben und so kam es das ein Rekrut des Regiments, der Letharen und Rabendiener hasste und eine Rabendienerin gemeinsam knieten und zu den lichten Göttern beteten.
Temora sende deinen gerechten Zorn nicht gegen jenne die wegen mir Hassen. Horteras befreie sie von ihrem Hass und meinen Taten. Phanodain schenken ihnen die Weisheit zu erkennen.
Liam sprach die Worte und Anveena wiederholte sie leise. Am Ende angekommen und wieder aufblickend sah der Rekrut wie die Dienerin immer noch kniete und um Aufnahme der Seele eines Ildarius bat. War das der Mann von dem Sie sprach? Das Gebet war Balsam für den Hass und den Zorn des Magiers, er war wie verflogen. Der Anblick der Rabendienerin die aufrichtig zu den lichten Göttern betete lies auch den rest Hass in ihn versiegen. Leise, fast sanft, wie zu einer verletztlichen Freundin sprechend, erkundigte er sich bei ihr nach Ildarius. Nach dem Versprechen zu schweigen, offenbarte sie ihm das es ihr Sohn sei.
Dies rang dem Rekruten ein lächeln ab, sie war auch nur eine verlorene Seele. Kein Lethar, nicht der Hass in Person, irgendwo in ihr war eine um ihr Kind sorgende und sicher auch liebende Mutter. Als sie ihre Hand auf den Bauch legte erstarrte der Rekrut am heutigen Tag zum zweiten mal zu Stein. In ihr war nicht nur eine Mutter in ihr war auch das Kind.
Anveena ist schwanger.
Sie waren im Begriff eine schwangere zum Tode zu verurteilen und damit auch das Kind in ihr. Ein unschuldiges Geschöpf Eluives, das nichts falsch gemacht hat. Anveena machte sie alle zu Mördern. Und Liam hatte ihr versprochen es für sich zu behalten. Fast zusammen sackend suchte der Rekrut den halt zur Wand. Warum ermordete sie ihr eigenes Kind? Nein! Sie konnte sich nicht selbst ermorden, weil sie ihr Kind dann ermorden würde. Deswegen sitzt die Frau hier im Kerker. Aber wenn sie nicht ihr Kind ermorden kann, wieso will sie dann das wir es tun? Die Gedanken flossen durch den Kopf des Rekruten, wie das Wasser in einem reissenden Fluss. Ist sie einfach nur so Grausam oder nein Grausam wäre es, es Preis zu geben. Es ihrer Freundin Lilian zu erzählen und allen anderen die ihr vielleicht etwas bedeuten hier im Reich.
Wieder stand die Frage zwischen ihnen. Warum? Und wieder war Anveena bereit den jungen Rekruten an ihren Gedanken teil zu haben. Sie war gezeichnet von Krathor und damit auch ihr Kind. Krathor würde seine Seelen finden, so solle es lieber sterben und die Seele des Kindes in Eluives Reich über gehen. Verzweiflung machte sich bei Liam breit, so kann es nicht sein, so darf es nicht sein. Er schimpfte die Dienerin Eluive will das Leben, Eluive liebt das Leben, nicht den Tod.
Er musste ihr helfen, aber wie? Alleine war er machtlos, er brauchte Hilfe und er kannte nur eine Person, die genug Güte und Weisheit hatte ihm zu helfen. Sie hatte ihm schliesslich auch Geholfen als sein Leben in Gefahr war. Aber das Versprechen. Er flehte Anveena an ihn davon zu entbinden und schlussendlich gewährte sie ihm die Oberste seines Ordens einzuweihen, wenn er ihr das versprechen abringen konnte zu schweigen.
Für den heutigen Tag war der junge Magier am Ende mit den Nerven. Dieses Versprechen wird ihm soviele Lügen kosten und soviel Schmerz. Baute die Rabendienerin darauf? War das ihre Absicht? Niowe sagte immer sie lügen alle! War er ein Narr ihr helfen zu wollen? Diese Gedanken quälten den jungen Rekruten bis tief in die Nacht.
Vor ein paar Tagen musste er noch Strafdienst am Tor schieben, weil er sich geweigert hatte der Rabendienerin etwas zu Essen zu bringen. Und nun hoffte er sogar das ihre Gebete erhört wurden.
Temora sende deinen gerechten Zorn nicht gegen jenne die wegen mir Hassen. Horteras befreie sie von ihrem Hass und meinen Taten. Phanodain schenken ihnen die Weisheit zu erkennen.
Den ganzen Dienst über war er hin und her gerissen zwischen Zorn, Hass, Verzweiflung und Mitleid. Lilian zwang ihn Heute erneut der Rabendienerin etwas zu Essen und zu Trinken bringen. Diesmal verweigerte er den Befehl nicht und tat was ihm befohlen. Als Anveena am Essen war betrachtet Liam sie dabei aufmerksam, sie war dreckig und er konnte sich auch vorstellen das sie stinkt. Was trieb diese Frau nur dazu sich selbst auszuliefern? Seine Neugierde war groß, nur durch Wissen kann man Weisheit erlangen, kenne deinen Feind. Ihm fielen viele Gründe ein sie ein wenig auszuquetschen. So zögerte er auch nicht die Gardistin um Erlaubnis zu Bitten es zu tun.
Ihr habt im Reich gelebt?
Hattet ihr Freunde hier?
Und die Intressanteste und wohl für ihn, so dachte er, nicht zu verstehende Frage.
Warum?
Lilian, seine Vorgesetzte, fiel ihm ins Wort und ihre Stimmlage klang garnicht nach Gardistin Valerian, sondern eher nach Lilian wie sie ausserhalb des Dienstes ist. In ihren Augen erkannte der junge Rekrut das was er als Schmerz und Leid deuten würde. Auf seine leise Frage hin ob es ihr gut gehe, erwiederte sie das Anveena ihre beste Freundin sei.
Der Schock lähmte seinen ganzen Körper, wie konnte Lilian das ertragen. Was tat ihr diese Mätze an. Hass auf die Dienerin und Mitleid für seine Kameradin fochten einen schrecklichen Kampf in seinem inneren. Was tat er Lilian an? Vor ihren Augen quätschte er die Rabendienerin aus, es war Grausam, er war Grausam. Lilian mit nach Oben nehmend Entschuldigte er sich bei seiner Kameradin und versprache ihr Beistand, wenn es ihr zuviel wurde auf Anveena zu achten.
Als Lilian dann gegangen war, lehnte er noch eine ganze Weile an der Wand im Kerker und beobachtete das Scheusal. Wie konnte man so Grausam sein, ist das der Grund warum sie im Kerker sitzt? Sie will jenne die sie betrogen hat noch mehr quälen? Er musste einfach wissen warum, seine Neugierde übermannte ihn und Anveene gab bereitswillig Antwort. Sie erzählte ihre Geschichte, wie sie als kleines hässliches Mädchen aus seltsamen Elternhaus Krathor in die Hände fiel und wie sie sich verkaufte. Mitleid konnte sie von Liam dafür nicht erwarten, das eigenen Leid zu mildern indem man noch größeres Leid verursachte. Nein, das war nicht der Weg der Weisheit, nicht sein Weg.
Als sie dann noch von dem Geschenk der Liebe berichtete, dass ihr zuteil wurde wuchs der Hass in ihm fast ins Unerträgliche. Mit Mühe beherrschte sich der Rekrut, in diesem Moment wäre er zu gern in die Zelle gelaufen um sie Grün und Blau zu schlagen. Die Grenze überschritt sie schlussendlich als sie ihm erzählte, das sie sich fest setzten lies weil sie niemanden mehr Schaden wollte. Dieser Egoismus brachte das Fass des Zorns in ihm zu überlaufen, wütend wies er sie zurecht was sie allen damit antun würde, was sie Lilian antat.
Wohl stiessen die Worte nicht auf taube Ohren und die Dienerin kam schwach zu ihm an die Gitterstäbe heran. In den Stiefel greifend zog er seinen Dolch und setzte ihn in Bauch höhe bei sich selbst an. Ein Freund würde in den Wald gehen, irgendwo wo man nicht gefunden würde und sich im stillen selbst das Leben nehmen. Ein Freund würde die eigenen Freunde nicht damit Leben lassen, das sie einen Umbringen müssen, bewachen müssen, in die Augen sehen müssen, ein Freund würde Freunde vor diesem Wissen schützten. Seine Abscheu steigerte sich ins Unermässliche, wie kann man nur so Grausam sein.
Sie könne sich nicht selbst töten. Er war Magier für ihn was das, dass einfachste der Welt, eine ständige Gefahr jeden Tag. Ja er war Magier, Herr über die Elemente und Herr seiner Emotionen. Die Augen schliessend langsam in sich gehend beruhigt sich der Rekrut wieder. Der Dolch landete, wie seine emotionen wieder da, wo sie hingehört, gut versteckt. Es musste auch einen Weg der Weisheit geben und so kam es das ein Rekrut des Regiments, der Letharen und Rabendiener hasste und eine Rabendienerin gemeinsam knieten und zu den lichten Göttern beteten.
Temora sende deinen gerechten Zorn nicht gegen jenne die wegen mir Hassen. Horteras befreie sie von ihrem Hass und meinen Taten. Phanodain schenken ihnen die Weisheit zu erkennen.
Liam sprach die Worte und Anveena wiederholte sie leise. Am Ende angekommen und wieder aufblickend sah der Rekrut wie die Dienerin immer noch kniete und um Aufnahme der Seele eines Ildarius bat. War das der Mann von dem Sie sprach? Das Gebet war Balsam für den Hass und den Zorn des Magiers, er war wie verflogen. Der Anblick der Rabendienerin die aufrichtig zu den lichten Göttern betete lies auch den rest Hass in ihn versiegen. Leise, fast sanft, wie zu einer verletztlichen Freundin sprechend, erkundigte er sich bei ihr nach Ildarius. Nach dem Versprechen zu schweigen, offenbarte sie ihm das es ihr Sohn sei.
Dies rang dem Rekruten ein lächeln ab, sie war auch nur eine verlorene Seele. Kein Lethar, nicht der Hass in Person, irgendwo in ihr war eine um ihr Kind sorgende und sicher auch liebende Mutter. Als sie ihre Hand auf den Bauch legte erstarrte der Rekrut am heutigen Tag zum zweiten mal zu Stein. In ihr war nicht nur eine Mutter in ihr war auch das Kind.
Anveena ist schwanger.
Sie waren im Begriff eine schwangere zum Tode zu verurteilen und damit auch das Kind in ihr. Ein unschuldiges Geschöpf Eluives, das nichts falsch gemacht hat. Anveena machte sie alle zu Mördern. Und Liam hatte ihr versprochen es für sich zu behalten. Fast zusammen sackend suchte der Rekrut den halt zur Wand. Warum ermordete sie ihr eigenes Kind? Nein! Sie konnte sich nicht selbst ermorden, weil sie ihr Kind dann ermorden würde. Deswegen sitzt die Frau hier im Kerker. Aber wenn sie nicht ihr Kind ermorden kann, wieso will sie dann das wir es tun? Die Gedanken flossen durch den Kopf des Rekruten, wie das Wasser in einem reissenden Fluss. Ist sie einfach nur so Grausam oder nein Grausam wäre es, es Preis zu geben. Es ihrer Freundin Lilian zu erzählen und allen anderen die ihr vielleicht etwas bedeuten hier im Reich.
Wieder stand die Frage zwischen ihnen. Warum? Und wieder war Anveena bereit den jungen Rekruten an ihren Gedanken teil zu haben. Sie war gezeichnet von Krathor und damit auch ihr Kind. Krathor würde seine Seelen finden, so solle es lieber sterben und die Seele des Kindes in Eluives Reich über gehen. Verzweiflung machte sich bei Liam breit, so kann es nicht sein, so darf es nicht sein. Er schimpfte die Dienerin Eluive will das Leben, Eluive liebt das Leben, nicht den Tod.
Er musste ihr helfen, aber wie? Alleine war er machtlos, er brauchte Hilfe und er kannte nur eine Person, die genug Güte und Weisheit hatte ihm zu helfen. Sie hatte ihm schliesslich auch Geholfen als sein Leben in Gefahr war. Aber das Versprechen. Er flehte Anveena an ihn davon zu entbinden und schlussendlich gewährte sie ihm die Oberste seines Ordens einzuweihen, wenn er ihr das versprechen abringen konnte zu schweigen.
Für den heutigen Tag war der junge Magier am Ende mit den Nerven. Dieses Versprechen wird ihm soviele Lügen kosten und soviel Schmerz. Baute die Rabendienerin darauf? War das ihre Absicht? Niowe sagte immer sie lügen alle! War er ein Narr ihr helfen zu wollen? Diese Gedanken quälten den jungen Rekruten bis tief in die Nacht.
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Anveena Midame
Ruhig lag Sie auf dem Bette in ihrer Zelle.
Nicht im Stande sich zu bewegen, nur schwert eine gleichmässige Atmung findend.
Sicher, sie musste schon einiges an Schmerzen ertragen, doch wirklich die Rolle der Gefolterten einzunehmen statt des Folterers, war ihr neu.
Die Methoden des Regiments waren subtil, niemals hätte sich sich solch stumpfsinniger Mittel bedient...und dennoch...den Schmerz fühlte Sie.
Von Krathors Macht entsagt, blieben die Wunden blutend und eiternd an ihrem Körper, sie konnte nichts tun, als ihn zu ertragen.
Ihr Fuß war blau, dick und blutig. Die schläge mit dem Hammer auf die Zehen liessen die Knochen wohl brechen.
Ihr Rücken hingegen brannte durch die, in Salz eingeriebenen Peitschenhiebe.
Sie kannte Striemen, erinnerte Anveena in dem Moment, als Sie nur noch schlaf von den Ketten an ihren Handgelenken gehalten wurde, an ihre Kindheit.
An dem Tag, als Sie das erste mal so körperlichen Schmerz spürte, jenes kleine Kind, geprügelt mit einem Gürtel von irgendeinem Menschen.
Liam sprach auf Sie ein...nein...er erpresste Sie...
Ob er wirklich soweit gegangen wäre, sein Versprechen zu brechen, damit die Folter an ihr aufhören, damit Sie redet...Anveena hielt alles für möglich...sie war in seinen Augen ja nur eine Reichsverräterin...eine elendige Rabenbrütlerin...
Und so nannte Sie Namen, nach denen Friedolin und Mariella lechzten...
Selbst wenn jener Aaron, der Priester, in seinem Blicke erkennen liess, dass er wusste, was Anveena am sprechen hinderte...die Folter hörte einfach nur auf.
Sie versuchte sich leicht zu drehen, stöhnende und zischte sacht vor Schmerz und blickte dann an die Kratzspuren der Mauer.
Er wartete auf Sie, er würde es nicht geniessen, Krathor war kein Gott, der sich von Gefühlen oder Rachegelüsten leiten liess.
Nein, er würde sich nur ihre Seele schmecken lassen und für Anveena war klar, die Folter began erst.
Sie seufzte sacht aus, um Sie herum began nun langsam die Welt zu zerbrechen, wie eine Traumblase in Zeitlupe zu zerplatzen.
Und ihr Magen drehte sich vielmals um, bei den Gedanken an jene Menschen, die nun innerlich litten...
Lilian...diese Blicke...was mag Sie nur denken? Was wollte Sie sagen? Oder schreien?
Wie gerne würde Anveena Sie nur in den Arm nehmen und ihr zuflüstern, es wird alles gut.
Dann Rafael...seine Zorn, seine Wut. Er fühlte sich bewusst betrogen...doch hasste er wirklich SIE...oder hasste er sich selber dafür, dass er die wahre Gestalt seiner Freundin nicht erkannte?
Anveena hoffte so sehr, er würde ihr Glauben mit den Worten, dass er für Sie wirklich ein guter Freund war, dass ihre Art in seiner Nähe kein Trugbild war...dass Sie NIE diese Freundschaft als Rabendienerin ausgenutzt hat...doch wahrscheinlich wird er es nie glauben...nie die Wahrheit erkennen, die wirklich hinter allem steckte.
Anveena lächelt sacht traurig, wieder dieser Gedanke von der schönen Hochzeit, sie in strahlend weißem Kleid, eine Schönheit, die die der anderen Gäste überragt. Am Arme geführt von Rafael, über den roten, feinen Teppich hin zu den adrett eleganten, wunderschönen Manne, dessen lächeln Sie vergessen lässt, einfach nur das Hier und Jetzt geniessend....
Ehe Rafael Anveena an Niel übergibt und Sie sich den ewigen Bund der Liebe schwören.
Eine Träne rinnt ihrer Wange hinab, zu wissen, es wird nie geschehen. Sie wird sterben...alleine...vor den verurteilten Blicke Adorans...
und die Menschen werden jubeln, wenn Sie in Flammen aufgeht.
Sie legt ihre Hand auf ihren Bauch.
Nicht ganz wird Sie alleine sein...die letzte Seele, die gerettet werden muss, ehe Sie wirklich in sein Leib fahren kann, um die Ewigkeit mit unendlichen Qualen zu verbringen.
Möge Eluive sich seiner unbefleckten Seele annehmen und ihn schützen.
Nicht im Stande sich zu bewegen, nur schwert eine gleichmässige Atmung findend.
Sicher, sie musste schon einiges an Schmerzen ertragen, doch wirklich die Rolle der Gefolterten einzunehmen statt des Folterers, war ihr neu.
Die Methoden des Regiments waren subtil, niemals hätte sich sich solch stumpfsinniger Mittel bedient...und dennoch...den Schmerz fühlte Sie.
Von Krathors Macht entsagt, blieben die Wunden blutend und eiternd an ihrem Körper, sie konnte nichts tun, als ihn zu ertragen.
Ihr Fuß war blau, dick und blutig. Die schläge mit dem Hammer auf die Zehen liessen die Knochen wohl brechen.
Ihr Rücken hingegen brannte durch die, in Salz eingeriebenen Peitschenhiebe.
Sie kannte Striemen, erinnerte Anveena in dem Moment, als Sie nur noch schlaf von den Ketten an ihren Handgelenken gehalten wurde, an ihre Kindheit.
An dem Tag, als Sie das erste mal so körperlichen Schmerz spürte, jenes kleine Kind, geprügelt mit einem Gürtel von irgendeinem Menschen.
Liam sprach auf Sie ein...nein...er erpresste Sie...
Ob er wirklich soweit gegangen wäre, sein Versprechen zu brechen, damit die Folter an ihr aufhören, damit Sie redet...Anveena hielt alles für möglich...sie war in seinen Augen ja nur eine Reichsverräterin...eine elendige Rabenbrütlerin...
Und so nannte Sie Namen, nach denen Friedolin und Mariella lechzten...
Selbst wenn jener Aaron, der Priester, in seinem Blicke erkennen liess, dass er wusste, was Anveena am sprechen hinderte...die Folter hörte einfach nur auf.
Sie versuchte sich leicht zu drehen, stöhnende und zischte sacht vor Schmerz und blickte dann an die Kratzspuren der Mauer.
Er wartete auf Sie, er würde es nicht geniessen, Krathor war kein Gott, der sich von Gefühlen oder Rachegelüsten leiten liess.
Nein, er würde sich nur ihre Seele schmecken lassen und für Anveena war klar, die Folter began erst.
Sie seufzte sacht aus, um Sie herum began nun langsam die Welt zu zerbrechen, wie eine Traumblase in Zeitlupe zu zerplatzen.
Und ihr Magen drehte sich vielmals um, bei den Gedanken an jene Menschen, die nun innerlich litten...
Lilian...diese Blicke...was mag Sie nur denken? Was wollte Sie sagen? Oder schreien?
Wie gerne würde Anveena Sie nur in den Arm nehmen und ihr zuflüstern, es wird alles gut.
Dann Rafael...seine Zorn, seine Wut. Er fühlte sich bewusst betrogen...doch hasste er wirklich SIE...oder hasste er sich selber dafür, dass er die wahre Gestalt seiner Freundin nicht erkannte?
Anveena hoffte so sehr, er würde ihr Glauben mit den Worten, dass er für Sie wirklich ein guter Freund war, dass ihre Art in seiner Nähe kein Trugbild war...dass Sie NIE diese Freundschaft als Rabendienerin ausgenutzt hat...doch wahrscheinlich wird er es nie glauben...nie die Wahrheit erkennen, die wirklich hinter allem steckte.
Anveena lächelt sacht traurig, wieder dieser Gedanke von der schönen Hochzeit, sie in strahlend weißem Kleid, eine Schönheit, die die der anderen Gäste überragt. Am Arme geführt von Rafael, über den roten, feinen Teppich hin zu den adrett eleganten, wunderschönen Manne, dessen lächeln Sie vergessen lässt, einfach nur das Hier und Jetzt geniessend....
Ehe Rafael Anveena an Niel übergibt und Sie sich den ewigen Bund der Liebe schwören.
Eine Träne rinnt ihrer Wange hinab, zu wissen, es wird nie geschehen. Sie wird sterben...alleine...vor den verurteilten Blicke Adorans...
und die Menschen werden jubeln, wenn Sie in Flammen aufgeht.
Sie legt ihre Hand auf ihren Bauch.
Nicht ganz wird Sie alleine sein...die letzte Seele, die gerettet werden muss, ehe Sie wirklich in sein Leib fahren kann, um die Ewigkeit mit unendlichen Qualen zu verbringen.
Möge Eluive sich seiner unbefleckten Seele annehmen und ihn schützen.
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Liam Ecclesia
Zitternd humpelte der junge Magier durch das Unterholz. Aber es war nicht die Kälte alleine die ihn schlottern lies, der Griff des Rabengottes, der sich Heute um seinen Leib legte, schloss sich auch um seine Seele.
Diese Kälte, die Hoffnungslosigkeit. Noch vor wenigstens Stunden kniete er noch im Kloster mit Iswen vor dem Baum der Temora. Die Pristerin nahm ihm seine Sorgen und er beichtete ihr sein Wissen und bat um Hilfe. Nun goss sich die Kälte des Rabengottes selbst auf ihn herab, wie auf einen warmen Stein der die Wärme der Göttin noch in sich trug. Es war ein Wunder das seine Seele nicht zersprungen war. Nach dem Besuch im Kloster zog er aus nach Berchgard und schloss sich den Truppen seines Herren an. Die Seele gereinigt durch Temoras Gnade, mit dem Segen der Pristerin schritt er mutig mit ein nach Veruna.
Die Schlacht die mit den Rabendienern und Letharen folgte war ein einziges Chaos. Feuerbälle, Blitze, blanker Stahl fuhr hernieder. Ein Lethar preschte auf seinem Reittier auf ihn zu, die Sekundärenergien des Feuers vor sich ballend, schoss er dem Kind Alatars einen Feuerball entgegen. Der Reiter ging zu Boden, die Echse jedoch preschte weiter auf ihn zu. Es war zu Spät sein Mut taumelte, er Schritt zurück und fiel über die Knochen eines erschlagenen Skeletts. Das Tier warf sich auf ihn, die Auge zukneifen, den Rapier der Echse entgegen streckend erwartet er sein Ende.
Stille, Dunkelheit, Nichts. Ich bin Tod waren die ersten Gedanken die er wieder fassen konnte. Nein, es schmerzte zu sehr um Tod zu sein. Mit Mühe arbeitet er sich unter dem Reittier hervor, das Licht wieder sehend. Müde bliebt er liegen, wenigstens das Atmen fiel ihm wieder leichter. Ring um ihn lagen seine Kameraden. Einige wohl Tod andere nur niedergeschlagen und nicht mehr Fähig weiter zu kämpfen.
Ruckartig fuhr sein Kopf gen Himmel, eine Gestalt, ein Rabendiener. Sie hatten die Schlacht verloren. Würde sie nun seine Taschen fledern und dann seine Seele zu Krathor schicken? Nein sie frage ihn ob er Rafael sei?
Er und Rafael? Ja er war Rafael! Genau! Die Rettung! Sie würden Rafael nicht einfach töten! Rafael war zu Wertvoll! So murmelt er ihr ein Ja zu und ein Skellet griff ihm unter die Arme.
Er wurde zu ihrem Anführer geschaft und vor ihm in den Dreck geworfen. Jenner sprach zu seinen Kameraden,die die Schlacht überlebt hatten, das sie gehen können, er wolle nur Rafael. Den Kopf zu ihnen drehend, sah er wie sie nur langsam wichen. Sollte er seine Lüge offenbaren? Nein vielen dort würden lieber sterben als, das sie Rafael den Rabendienern überlassen würden. Der Rabendiener würde niemanden am Leben lassen und sie hätten den Grafen trotzdem. So begab er sich in sein Schicksal.
Es war düster in dem Raum indem ihn die Seelenlosen Diener des Anführers brachten. In Eisen geschlagen, immer noch seinen Helm tragend blickt er sich um. Die Folterinstrumente liessen ihn in Gedanken ein paar Tage zurück gehen, als sie in Adoran Anveena gefoltert hatten. Der Oberst hatte ihr jede Zehe einzelnd zerschlagen und mit einer gesalzenen Peitsche das Fleisch von den knochen gezogen. Wenn schon jenne die Temora folgen so foltern, was vollbringen erst Rabendiener mit ihren Instrumenten. Mit den Ketten rasselnd versuchte er sich panisch zu befreien. Nachdem ihm die Erschöpfung ereilte, gab er schliesslich mit den Sinnlosen versuchen auf. Du bist ein Magier Liam, denk nach!, wies er sich selbst zurecht. Du kannst dich selbst Vernichten! Du kannst auf die Reise gehen und nie wieder kehren. Du...sollst nachdenken wie du dich hier raus bekommst!
Zu Spät, schritte sind zu vernehmen. Der Anführer und zwei Diener kamen in den Raum. Es Beginnt, gleich werden sie deine Maske abnehmen und dann sehen sie das du nicht Rafael bist. NICHT RAFAEL! Das war es, der Anführer sagte alle dürfen gehen ausser Rafael. Er gab sein Wort! Ein Strohhalm andem er sich fest hielt, um nicht zu jammern und weinen wie ein ängstliches Weib. Der vermeindlich Oberste der Diener tratt in die Zelle und stellte sich vor ihm, die Genungtung in den Augen des Mannes war Grenzenlos. Fast machte Liam der Gedanken freude sie ihm aus der Visage zu wischen. Er forderte den jungen Magier auf die Maske ab zu nehmen und so nahm dieser seinen verbliebenen Schneid zu sammen und fragte nochmals nach ob wirklich alle gehen dürfen ausser Rafael. Als der Rabendiener dies bejahte und fast sauer darüber wurde, das sein Wort für so gering wie das eines Letharen gehandelt wurde, lüftete Liam den Helm. Mit den Worten: Dann lass mich gehen, den ich bin nicht Rafael, begrüßte das zerschlagene Gesicht den Anführer.
Das scheusliche Entsetzten des Dieners, trieb Liam die Furcht zurück in den Leib. Er wird dich nicht gehen lassen, ein Rabendiener würde nie zu seinem Wort stehen. Er wird nun nur noch Wütender sein und deine letzten Stunden werden noch schrecklicher. Nein! Da vernichte ich mich lieber selbst, entschied er. In sich alle Wut mobilisierend begann er etwas schneller zu Atmen. Lass dich auf das Feuer ein, keine Kontrolle, lass deinen Emotionen freien lauf. Vernichte dich und wenn du kannst diese ahnungslosen Hunde gleich mit! Sie würden es nicht mal kommen sehen.
Alles was ihn Wütend machte schoss ihm durch den Geist. Kurz davor sich in Wut und Feuer zu ergehen und unkontrolliert zu wirken. Vernahm er die Worte des Rabendieners, der seinen Leuten befahl man solle ihn freilassen. Fassungslosigkeit verdrängte die Wut in ihm, erschlaft hing er in den Ketten. Ein Rabe der sein Wort hält. Ein Streit brach aus zwischen ihm und den anderen Dienern. Der eine kannte ihn sogar und wollte ihn unbingt behalten und die Frau sah ihn als ihren Gefangenen.
Liam's Ketten lösend und ihm an Kragen zum Tor ziehend, stritten die Raben weiter um das Fleisch. Ja Fleisch war er, es ging hier wohl schon garnicht mehr um ihn. Es war ein Machtkampf und er war die Trophäe.
Als die weibliche Dienerin sich weigerte die Zelle zu öffnen, eskalierte der Streit der Diener. Ein Gebet sprechend, öffnete sich die Zellentür und der Anführer trat heraus, die Gebete jagte Liam einen schauer über den Rücken. Ein hin und her von Worten folgte. Bis der Anführer angriff und sie gegeneinander kämpften. Wo war er nur herein geraten!
Es wurde Kälter im Raum,ein knistern und schaben wie von Knochen war leise zu hören, eine schreckliche Stimme schien von allen Seiten auf sie nieder zu Regnen. Sie forderte das Ende des Kampfes. Krathor! Er war hier! Ängstlich wagte sich der Magier aus seiner Ecke und drückte sich an die Wand. Er wollte nur noch Weg. Da packte ihn etwas. Kalt unwirklich seine Seele greifend den Körper aus der Zelle ziehend. Im Griff des Rabengottes hing er im Raum, die glieder Schlaf die Seele vor Kälte gelähmt. So forderte Krathor die Streitenden zu ihm.
Wer von ihnen habe ihn bezwungen, drangen die Worte in seine Seele und mit dem Kopf wackelnd wollte Liam sie abschütteln. Leise hauchend an seinem Ohr die Finstere Stimme erklang. Wähle Weise oder die Seele des Ungebohrenen sei verloren. Mit zittrieger Hand wies er gen des Anführers. Der Griff des Gottes wich von ihm, am Boden liegend stöbte man einen Sack über ihn. Die Kälte in einer Seele wollte nicht weichen, selbst nachdem der Anführer ihn heraus brachte, auf den Boden warf und er sich aus dem Sack befreite.
Nun schlich er durch das Unterholz humpelnd, das Krächzend jedes Rabens lies ihn erschaudern. Krathor weis von dem Kind, er wusste das ich es weis. Diese Kälte! Sein Weg führte ihn Richtung Kloster, zu dem einzigen was er hoffte die Kälte aus seiner Seele zu vertreiben zu können, der Baum im Kloster...
Diese Kälte, die Hoffnungslosigkeit. Noch vor wenigstens Stunden kniete er noch im Kloster mit Iswen vor dem Baum der Temora. Die Pristerin nahm ihm seine Sorgen und er beichtete ihr sein Wissen und bat um Hilfe. Nun goss sich die Kälte des Rabengottes selbst auf ihn herab, wie auf einen warmen Stein der die Wärme der Göttin noch in sich trug. Es war ein Wunder das seine Seele nicht zersprungen war. Nach dem Besuch im Kloster zog er aus nach Berchgard und schloss sich den Truppen seines Herren an. Die Seele gereinigt durch Temoras Gnade, mit dem Segen der Pristerin schritt er mutig mit ein nach Veruna.
Die Schlacht die mit den Rabendienern und Letharen folgte war ein einziges Chaos. Feuerbälle, Blitze, blanker Stahl fuhr hernieder. Ein Lethar preschte auf seinem Reittier auf ihn zu, die Sekundärenergien des Feuers vor sich ballend, schoss er dem Kind Alatars einen Feuerball entgegen. Der Reiter ging zu Boden, die Echse jedoch preschte weiter auf ihn zu. Es war zu Spät sein Mut taumelte, er Schritt zurück und fiel über die Knochen eines erschlagenen Skeletts. Das Tier warf sich auf ihn, die Auge zukneifen, den Rapier der Echse entgegen streckend erwartet er sein Ende.
Stille, Dunkelheit, Nichts. Ich bin Tod waren die ersten Gedanken die er wieder fassen konnte. Nein, es schmerzte zu sehr um Tod zu sein. Mit Mühe arbeitet er sich unter dem Reittier hervor, das Licht wieder sehend. Müde bliebt er liegen, wenigstens das Atmen fiel ihm wieder leichter. Ring um ihn lagen seine Kameraden. Einige wohl Tod andere nur niedergeschlagen und nicht mehr Fähig weiter zu kämpfen.
Ruckartig fuhr sein Kopf gen Himmel, eine Gestalt, ein Rabendiener. Sie hatten die Schlacht verloren. Würde sie nun seine Taschen fledern und dann seine Seele zu Krathor schicken? Nein sie frage ihn ob er Rafael sei?
Er und Rafael? Ja er war Rafael! Genau! Die Rettung! Sie würden Rafael nicht einfach töten! Rafael war zu Wertvoll! So murmelt er ihr ein Ja zu und ein Skellet griff ihm unter die Arme.
Er wurde zu ihrem Anführer geschaft und vor ihm in den Dreck geworfen. Jenner sprach zu seinen Kameraden,die die Schlacht überlebt hatten, das sie gehen können, er wolle nur Rafael. Den Kopf zu ihnen drehend, sah er wie sie nur langsam wichen. Sollte er seine Lüge offenbaren? Nein vielen dort würden lieber sterben als, das sie Rafael den Rabendienern überlassen würden. Der Rabendiener würde niemanden am Leben lassen und sie hätten den Grafen trotzdem. So begab er sich in sein Schicksal.
Es war düster in dem Raum indem ihn die Seelenlosen Diener des Anführers brachten. In Eisen geschlagen, immer noch seinen Helm tragend blickt er sich um. Die Folterinstrumente liessen ihn in Gedanken ein paar Tage zurück gehen, als sie in Adoran Anveena gefoltert hatten. Der Oberst hatte ihr jede Zehe einzelnd zerschlagen und mit einer gesalzenen Peitsche das Fleisch von den knochen gezogen. Wenn schon jenne die Temora folgen so foltern, was vollbringen erst Rabendiener mit ihren Instrumenten. Mit den Ketten rasselnd versuchte er sich panisch zu befreien. Nachdem ihm die Erschöpfung ereilte, gab er schliesslich mit den Sinnlosen versuchen auf. Du bist ein Magier Liam, denk nach!, wies er sich selbst zurecht. Du kannst dich selbst Vernichten! Du kannst auf die Reise gehen und nie wieder kehren. Du...sollst nachdenken wie du dich hier raus bekommst!
Zu Spät, schritte sind zu vernehmen. Der Anführer und zwei Diener kamen in den Raum. Es Beginnt, gleich werden sie deine Maske abnehmen und dann sehen sie das du nicht Rafael bist. NICHT RAFAEL! Das war es, der Anführer sagte alle dürfen gehen ausser Rafael. Er gab sein Wort! Ein Strohhalm andem er sich fest hielt, um nicht zu jammern und weinen wie ein ängstliches Weib. Der vermeindlich Oberste der Diener tratt in die Zelle und stellte sich vor ihm, die Genungtung in den Augen des Mannes war Grenzenlos. Fast machte Liam der Gedanken freude sie ihm aus der Visage zu wischen. Er forderte den jungen Magier auf die Maske ab zu nehmen und so nahm dieser seinen verbliebenen Schneid zu sammen und fragte nochmals nach ob wirklich alle gehen dürfen ausser Rafael. Als der Rabendiener dies bejahte und fast sauer darüber wurde, das sein Wort für so gering wie das eines Letharen gehandelt wurde, lüftete Liam den Helm. Mit den Worten: Dann lass mich gehen, den ich bin nicht Rafael, begrüßte das zerschlagene Gesicht den Anführer.
Das scheusliche Entsetzten des Dieners, trieb Liam die Furcht zurück in den Leib. Er wird dich nicht gehen lassen, ein Rabendiener würde nie zu seinem Wort stehen. Er wird nun nur noch Wütender sein und deine letzten Stunden werden noch schrecklicher. Nein! Da vernichte ich mich lieber selbst, entschied er. In sich alle Wut mobilisierend begann er etwas schneller zu Atmen. Lass dich auf das Feuer ein, keine Kontrolle, lass deinen Emotionen freien lauf. Vernichte dich und wenn du kannst diese ahnungslosen Hunde gleich mit! Sie würden es nicht mal kommen sehen.
Alles was ihn Wütend machte schoss ihm durch den Geist. Kurz davor sich in Wut und Feuer zu ergehen und unkontrolliert zu wirken. Vernahm er die Worte des Rabendieners, der seinen Leuten befahl man solle ihn freilassen. Fassungslosigkeit verdrängte die Wut in ihm, erschlaft hing er in den Ketten. Ein Rabe der sein Wort hält. Ein Streit brach aus zwischen ihm und den anderen Dienern. Der eine kannte ihn sogar und wollte ihn unbingt behalten und die Frau sah ihn als ihren Gefangenen.
Liam's Ketten lösend und ihm an Kragen zum Tor ziehend, stritten die Raben weiter um das Fleisch. Ja Fleisch war er, es ging hier wohl schon garnicht mehr um ihn. Es war ein Machtkampf und er war die Trophäe.
Als die weibliche Dienerin sich weigerte die Zelle zu öffnen, eskalierte der Streit der Diener. Ein Gebet sprechend, öffnete sich die Zellentür und der Anführer trat heraus, die Gebete jagte Liam einen schauer über den Rücken. Ein hin und her von Worten folgte. Bis der Anführer angriff und sie gegeneinander kämpften. Wo war er nur herein geraten!
Es wurde Kälter im Raum,ein knistern und schaben wie von Knochen war leise zu hören, eine schreckliche Stimme schien von allen Seiten auf sie nieder zu Regnen. Sie forderte das Ende des Kampfes. Krathor! Er war hier! Ängstlich wagte sich der Magier aus seiner Ecke und drückte sich an die Wand. Er wollte nur noch Weg. Da packte ihn etwas. Kalt unwirklich seine Seele greifend den Körper aus der Zelle ziehend. Im Griff des Rabengottes hing er im Raum, die glieder Schlaf die Seele vor Kälte gelähmt. So forderte Krathor die Streitenden zu ihm.
Wer von ihnen habe ihn bezwungen, drangen die Worte in seine Seele und mit dem Kopf wackelnd wollte Liam sie abschütteln. Leise hauchend an seinem Ohr die Finstere Stimme erklang. Wähle Weise oder die Seele des Ungebohrenen sei verloren. Mit zittrieger Hand wies er gen des Anführers. Der Griff des Gottes wich von ihm, am Boden liegend stöbte man einen Sack über ihn. Die Kälte in einer Seele wollte nicht weichen, selbst nachdem der Anführer ihn heraus brachte, auf den Boden warf und er sich aus dem Sack befreite.
Nun schlich er durch das Unterholz humpelnd, das Krächzend jedes Rabens lies ihn erschaudern. Krathor weis von dem Kind, er wusste das ich es weis. Diese Kälte! Sein Weg führte ihn Richtung Kloster, zu dem einzigen was er hoffte die Kälte aus seiner Seele zu vertreiben zu können, der Baum im Kloster...
- Mariella
- Beiträge: 1048
- Registriert: Donnerstag 7. Februar 2008, 03:26
Es gab Tage, da haderte sie mit sich. War sie die Richtige? War sie all dem gewachsen? Oder war sie es den Menschen schuldig, einzusehen, dass andere besser auf das Volk achten und für es sorgen konnte?
Heute war so ein Tag.
Er hatte sich langsam angenähert, die Ereignisse hatten sich zugespitzt, so dass es aus einem sehr sarkastischem Blickwinkel heraus eigentlich völlig logisch war, dass es zu solch einem Finale kam. Finale? Von wegen. Mittlerweile sah Mariella klar genug, um fest davon auszugehen, dass noch mindestens eine Sturmflut auf sie und die Menschen zukommen würde.
Alles hatte mitten in der Nacht mit einem einfachen Türläuten begonnen. Eigentlich nichts besonderes, in der gräflichen Residenz hatten sich alle Angehörige des Haushaltes mittlerweile schon beinahe daran gewöhnt, dass man in Adoran zu glauben schien, die Gräfin brauche keinen Schlaf.
Doch dieses Läuten sollte sich als Paukenschlag herausstellen.
Anveena Midame stellte sich. Insgeheim hatten immer leise Zweifel an ihrer Integrität bestanden, doch es reichte nie, um unwiderlegbare Beweise zu erbringen. Rafael war ihr zugetan, also war die Geschichte doppelt heikel. Und dann stand sie da und gestand freimütig alles und noch viel mehr. Die äußerliche Gelassenheit, mit der Mariella sich Anveenas Berichte anhörte, war diesmal eben nicht nur ihrer Erziehung verdanken. Tatsächlich war sie oftmals zu gar keiner Regung mehr fähig. So viele Menschen... so viele Leben... so viel Leid. Zum ersten Mal spürte sie tief in ihrem Inneren einen Funken Hass aufkommen. Keinen Zorn, Abscheu, Trauer, sondern ehrlichen, blanken Hass. Sie spürte ihn, als sie dieses Selbstmitleid in den Augen dieses Weibes sah. Wie sehr sie sich bedauerte, weil ihre arme Seele ja auf ewig verdammt war. Hach, sie hatte ja gelernt, was es zu lieben bedeutete und dies an Krathor verloren.... Hoffentlich nahm er sie zu sich! Hoffentlich rächte er den Verrat an ihm wieder und wieder! Hoffentlich würde sie für jede einzelne Seele, die sie den braven Menschen geraubt hatte durch Feuer und Lava gehen müssen!
An jenem Abend fand die junge Adelige keinen Schlaf. Erst mühte sie sich um Ruhe, dann ging sie spazieren... und als der Morgen graute, spürte sie ihre Knie nicht mehr, nach Stunden des Gebetes und Flehen um Trost für die Hinterbliebenen, eigenen Schutz, Beistand und Weitsicht von der ritterlichen Göttin, der Seherin Temora.
Man mühte sich, das Beste aus der Situation herauszuholen. Insgeheim war ihr bewusst, dass Anveena ihre Gefährten nicht verraten würde. Abschaum blieb eben Abschaum. Dennoch mussten sie es versuchen, mussten alle Mittel ausschöpfen, denn wenn nur die geringe Chance bestünde, musste man sie nutzen. Mariella hätte sich nie verziehen, wenn sie wegen einer falschen Einschätzung es Anveena leicht gemacht hätte, dieses Wissen einfach mit sich zu nehmen. Es kam, was kommen musste. Mariella verabscheute die hochnotpeinliche Befragung, so effektiv sie auch mitunter sein mochte. Mittlerweile hatte sie einen Rang inne, der es ihr ermöglicht hätte, jemand anderen als Zeugen für die Geständnisse zu benennen. Doch mit der Erziehung des adeligen Blutes war das so eine Sache - man wurde sie nicht einfach los. Immer wieder hatte man ihr eingetrichtert, dass dies ein Zeichen von Respekt dem Ausführenden gegenüber war. Man lastete so etwas nicht einfach einem Menschen auf die Schultern und ließ ihn damit alleine. Und ihr Befrager war gut. Sie wusste es, sie hatte ihn oft genug begleitet.
Am Ende fielen Namen, doch Mariella hegte Zweifel am Wahrheitsgehalt der Aussagen. Das war eben so das Problem der scharfen Frage. Irgendwann sagten die Verhörten alles, nur damit es ende.
Wieder durchlitt Mariella eine schlaflose Nacht, sorgsam vor all jenen verborgen, die ihr nahe standen. Ihre Vertrauten trugen selber schwer an dieser Last, die Sorge um die Gräfin sollte nicht auch noch hinzukommen. Die Tage bis zum Prozess flogen nur so dahin. Es gab viel zu organisieren, die Priesterschaft wurde so oft wie noch nie in Adoran gesichtet, auch sie versuchten, aus Krathors Hure Wahrheiten hervorzukitzeln.
Doch das vorläufige Finale sollte nicht auf sich warten lassen - der Grund, warum sie wieder hier kniete, mitten in der Nacht, in der leeren, nur durch eine Kerze erleuchteten Kirche. Es war nicht das Todesurteil Anveenas, die zwangsläufige Folge all ihrer Verbrechen. Es war nicht einmal die Mischung aus Trauer und Abscheu, die sie während der Verhandlung in vielen Augen hatte sehen müssen. Nein, das Finale lag in einem einfachen Satz. "Ich bin nicht schwanger."
Es war kurz vor Verkündung des Urteils gewesen. Mariella schickte niemanden gerne in den Tod, sogar bei diesem Abschaum brauchte sie immer eine kleine Portion Selbstbeherrschung. Dieses Mal war es ihr recht gut gelungen, denn sie hatte selber zusehen müssen, wie Opfer von Anveenas Machenschaften ihren letzten Atemzug taten. Doch dann erklang eine sehr vertraute Stimme in ihrem Geist. Auf diese Art vernahm sie die Stimme nur, wenn es nahezu um Leben und Tod ging. Alindra wusste sehr genau, dass Mariella es verabscheute, wenn sie in ihrem Kopf herumspukte. Konnte es stimmen? War es nur ein letzter, schändlicher Versuch? Dann aber hallten schon die Stimmen durch den Raum... Anveena schwanger? Waren sie im Begriff, ein unschuldiges Wesen zusammen mit der Hülle seiner Mutter zu verbrennen? Es schnürte ihr fast die Kehle zu, als sie der Angeklagten genau diese Frage stellte und es dauerte elendlange unzählige Sekunden, ehe sie eine Antwort erhielt. Ein Leugnen. Wiederholt es! "Ich bin nicht schwanger."
Im Saal hatte es begonnen zu toben, doch es war geschehen. Anveena hatte gesprochen. Das eigentliche Urteil ging im Saal fast unter und Mariella war froh, als sie wenig später ihre Bürotüre hinter sich schließen konnte. Wenn dieser Spuk doch bald vorbei wäre...
Heute war so ein Tag.
Er hatte sich langsam angenähert, die Ereignisse hatten sich zugespitzt, so dass es aus einem sehr sarkastischem Blickwinkel heraus eigentlich völlig logisch war, dass es zu solch einem Finale kam. Finale? Von wegen. Mittlerweile sah Mariella klar genug, um fest davon auszugehen, dass noch mindestens eine Sturmflut auf sie und die Menschen zukommen würde.
Alles hatte mitten in der Nacht mit einem einfachen Türläuten begonnen. Eigentlich nichts besonderes, in der gräflichen Residenz hatten sich alle Angehörige des Haushaltes mittlerweile schon beinahe daran gewöhnt, dass man in Adoran zu glauben schien, die Gräfin brauche keinen Schlaf.
Doch dieses Läuten sollte sich als Paukenschlag herausstellen.
Anveena Midame stellte sich. Insgeheim hatten immer leise Zweifel an ihrer Integrität bestanden, doch es reichte nie, um unwiderlegbare Beweise zu erbringen. Rafael war ihr zugetan, also war die Geschichte doppelt heikel. Und dann stand sie da und gestand freimütig alles und noch viel mehr. Die äußerliche Gelassenheit, mit der Mariella sich Anveenas Berichte anhörte, war diesmal eben nicht nur ihrer Erziehung verdanken. Tatsächlich war sie oftmals zu gar keiner Regung mehr fähig. So viele Menschen... so viele Leben... so viel Leid. Zum ersten Mal spürte sie tief in ihrem Inneren einen Funken Hass aufkommen. Keinen Zorn, Abscheu, Trauer, sondern ehrlichen, blanken Hass. Sie spürte ihn, als sie dieses Selbstmitleid in den Augen dieses Weibes sah. Wie sehr sie sich bedauerte, weil ihre arme Seele ja auf ewig verdammt war. Hach, sie hatte ja gelernt, was es zu lieben bedeutete und dies an Krathor verloren.... Hoffentlich nahm er sie zu sich! Hoffentlich rächte er den Verrat an ihm wieder und wieder! Hoffentlich würde sie für jede einzelne Seele, die sie den braven Menschen geraubt hatte durch Feuer und Lava gehen müssen!
An jenem Abend fand die junge Adelige keinen Schlaf. Erst mühte sie sich um Ruhe, dann ging sie spazieren... und als der Morgen graute, spürte sie ihre Knie nicht mehr, nach Stunden des Gebetes und Flehen um Trost für die Hinterbliebenen, eigenen Schutz, Beistand und Weitsicht von der ritterlichen Göttin, der Seherin Temora.
Man mühte sich, das Beste aus der Situation herauszuholen. Insgeheim war ihr bewusst, dass Anveena ihre Gefährten nicht verraten würde. Abschaum blieb eben Abschaum. Dennoch mussten sie es versuchen, mussten alle Mittel ausschöpfen, denn wenn nur die geringe Chance bestünde, musste man sie nutzen. Mariella hätte sich nie verziehen, wenn sie wegen einer falschen Einschätzung es Anveena leicht gemacht hätte, dieses Wissen einfach mit sich zu nehmen. Es kam, was kommen musste. Mariella verabscheute die hochnotpeinliche Befragung, so effektiv sie auch mitunter sein mochte. Mittlerweile hatte sie einen Rang inne, der es ihr ermöglicht hätte, jemand anderen als Zeugen für die Geständnisse zu benennen. Doch mit der Erziehung des adeligen Blutes war das so eine Sache - man wurde sie nicht einfach los. Immer wieder hatte man ihr eingetrichtert, dass dies ein Zeichen von Respekt dem Ausführenden gegenüber war. Man lastete so etwas nicht einfach einem Menschen auf die Schultern und ließ ihn damit alleine. Und ihr Befrager war gut. Sie wusste es, sie hatte ihn oft genug begleitet.
Am Ende fielen Namen, doch Mariella hegte Zweifel am Wahrheitsgehalt der Aussagen. Das war eben so das Problem der scharfen Frage. Irgendwann sagten die Verhörten alles, nur damit es ende.
Wieder durchlitt Mariella eine schlaflose Nacht, sorgsam vor all jenen verborgen, die ihr nahe standen. Ihre Vertrauten trugen selber schwer an dieser Last, die Sorge um die Gräfin sollte nicht auch noch hinzukommen. Die Tage bis zum Prozess flogen nur so dahin. Es gab viel zu organisieren, die Priesterschaft wurde so oft wie noch nie in Adoran gesichtet, auch sie versuchten, aus Krathors Hure Wahrheiten hervorzukitzeln.
Doch das vorläufige Finale sollte nicht auf sich warten lassen - der Grund, warum sie wieder hier kniete, mitten in der Nacht, in der leeren, nur durch eine Kerze erleuchteten Kirche. Es war nicht das Todesurteil Anveenas, die zwangsläufige Folge all ihrer Verbrechen. Es war nicht einmal die Mischung aus Trauer und Abscheu, die sie während der Verhandlung in vielen Augen hatte sehen müssen. Nein, das Finale lag in einem einfachen Satz. "Ich bin nicht schwanger."
Es war kurz vor Verkündung des Urteils gewesen. Mariella schickte niemanden gerne in den Tod, sogar bei diesem Abschaum brauchte sie immer eine kleine Portion Selbstbeherrschung. Dieses Mal war es ihr recht gut gelungen, denn sie hatte selber zusehen müssen, wie Opfer von Anveenas Machenschaften ihren letzten Atemzug taten. Doch dann erklang eine sehr vertraute Stimme in ihrem Geist. Auf diese Art vernahm sie die Stimme nur, wenn es nahezu um Leben und Tod ging. Alindra wusste sehr genau, dass Mariella es verabscheute, wenn sie in ihrem Kopf herumspukte. Konnte es stimmen? War es nur ein letzter, schändlicher Versuch? Dann aber hallten schon die Stimmen durch den Raum... Anveena schwanger? Waren sie im Begriff, ein unschuldiges Wesen zusammen mit der Hülle seiner Mutter zu verbrennen? Es schnürte ihr fast die Kehle zu, als sie der Angeklagten genau diese Frage stellte und es dauerte elendlange unzählige Sekunden, ehe sie eine Antwort erhielt. Ein Leugnen. Wiederholt es! "Ich bin nicht schwanger."
Im Saal hatte es begonnen zu toben, doch es war geschehen. Anveena hatte gesprochen. Das eigentliche Urteil ging im Saal fast unter und Mariella war froh, als sie wenig später ihre Bürotüre hinter sich schließen konnte. Wenn dieser Spuk doch bald vorbei wäre...
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Gast
Es war ein ruhiger Abend gewesen und dennoch war ihr das Schreiben schwer gefallen.
Eigentlich saß sie an einer einfachen Abschrift, aber heute wollte es ihr einfach nicht von der Hand gehen. Fast schon dankbar, fiel der Blick der braunen Augen in Richtung der Türe, als der eisige Luftzug den Besuch ankündigte.
Mit einem Lächeln auf den Lippen wurde die Freundin begrüßt – ein Gespräch unter Freundinnen, lange hatten sie sich nicht gesehen. Sicherlich die bessere Alternative, hier kam sie ohnehin nicht weiter voran.
Zu sehr war sie mit einem ganz anderen Gedanken beschäftigt – den es zu verscheuchen galt.
Doch statt einem entspannten Gespräch, erwartete sie eine Beichte, eine von der Art, die wie das reißende Meer langsam Sandkorn um Sandkorn, den Boden unter den Füßen abträgt.
Es blieb nicht viel mehr, als dabei nicht den Halt nicht völlig zu verlieren…
‚Du erinnerst dich an unsere erste Begegnung ?‘
Sie kannten sich nun schon so lange, das erste Zusammentreffen, wie lange mag das wohl zurück liegen ? Kannten sie sich nicht schon eine halbe Ewigkeit?
Vom gemeinsamen zusammen wohnen zweier Freundinnen, bis zum Organisieren der Hochzeit der Anderen – was war davor? Ihr blieb nichts, als die Frage zu verneinen.
‚Vor Bajard – du warst mir unterlegen. Als du am Boden lagst, habe ich dir gesagt, dass du deine Revanche bekommen wirst.‘
Der Abend der nun in ihrer Erinnerung auftauchte lag zwischen Nebelschleiern. Eine junge Dame, ihr unbekannt und doch das Ziel einer Rabendienerin. In völliger Selbstüberschätzung hatte sie sich dazwischen gestellt, vor das vermeidliche Opfer. ‚Renn so schnell du kannst und blick nicht zurück‘
Sie hatte die junge Frau niemals wieder erblicken dürfen, schnell wurde ihr bewusst, dass sie der Dienerin nur wenig entgegen zu setzen hatte. Das Ende der Begegnung jedoch, wirkte völlig klar, wie etwas das man erst gerade hörte: ‚Ich lasse dich nur leben – um zu warten bist du eine ebenbürtige Gegnerin bist. Dann werde ich dich auslöschen.‘
Langsam begannen sich die Nebelschleier zu lichten und doch wollte sie es nicht sofort wahr haben. Gab es einen Streit? Was trieb sie nun, ihre Freundin, Jemand der ihr sehr nahe stand – zu diesem Geständnis? Wieso?!?
Wieso erzählte sie das ausgerechnet ihr?
Warum nicht Jemand unbeteiligten, Jemanden der ihr nicht so verflucht nahe stand.
Natürlich war sie gewarnt worden, schon damals als sie sich entschlossen hatte bei ihr ein Zimmer zu beziehen. Sie hatte vieles gehört, über ihre Vergangenheit, bestimmt hatte sie zunächst Vorsicht walten lassen und dennoch war eine tiefe Freundschaft entstanden.
Erst sehr viel später waren erneut Zweifel aufgekommen, mitten in den Hochzeitsvorbereitungen des verliebten Paares stieß sie erneut auf Ungereimtheiten. Sie hatte nie vor gehabt, es zu einer Anklage kommen zu lassen – Sie hatte das schon einmal durchgemacht und ihr konnte nichts nachgewiesen werden, nein, sie hatte vor es ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.
Heimlich hatte sie das Kloster aufgesucht, um Rat gefragt und einen Plan gefasst.
Und nun, war alles.. es würde nie zu der Durchführung kommen, die ganze Arbeit, die Zweifel wurden nun einfach davon gewischt, von der Beschuldigten selbst.
Ihre beste Freundin und diese Begegnung sollten also Eines sein?
Diese zwei völlig unterschiedlichen Bilder einer Frau, sollten zusammen passen?
Die Gedanken überschlugen sich während sie schweigend nebeneinander durch den tiefen Schnee stapften.
Für Außenstehende vielleicht zwei Freundinnen auf einem Spaziergang, für sie selbst hatte sich das Bild gewandelt. Neben ihr ging nicht mehr eine Frau, die sie schon lange kannte, mit der sie viele Erinnerungen verband – sondern eine Feindin.
Selbst beim leisen vertrauten Klang der schließenden Zellentür, kämpfte sie noch mit dem Gedanken.
Kurz nachdem die dazu gerufenen den Raum betraten, zog sie sich leise und heimlich zurück.
Keine weitere Abschrift sollte in den Tagen zu Papier gebracht werden, statt dessen wog das Gewicht ihrer Tasche sehr viel schwerer. Fast als trüge sie einen halben Steinbruch mit sich herum.
Es gab genug zu tun, Gedanken wurden erst einmal zur Seite geschoben, dafür war nun kein Platz, keine Zeit die man sich dafür erlaubte.
Es galt einen Herren auf Abwegen zu retten, Jemanden zu schützen und letztendlich blieb noch der Dienst.
Es war kein ruhiger Wachdienst, aber es sorgte in jedem Fall dafür ihre Gedanken zu beschäftigen mit anderen Fragen, als der, der sie sich erst einmal lieber nicht weiter stellen wollte.
Das erste Mal kam ihr der Diakon auf die Schliche, mit ihm hatte sie schon einmal gesprochen und bei weiteren Fragen gab sie sich Mühe nicht alles einfach vor ihm auszubreiten, was in ihr Vorging, sondern darum zu beten dieses schwere Gespräch zu vertagen.
Das zweite Mal kam ihr ein recht aufmüpfiger Rekrut auf die Schliche, einmal wäre es beinahe mit ihr durch gegangen, als er an ihrer Seite weilte und so war es nicht völlig überraschend, dass dieser nicht auf den Kopf gefallene junge Mann zu kombinieren begann.
Die Gerichtsverhandlung war dann doch schneller angebrochen als gedacht, die Zeit war verflogen.
Dieser verhängnisvolle Abend, an dem sie deutlich behauptete kein Kind unter dem Herzen zu tragen.
Ihr war die Geste zuvor nicht entgangen – und auch völlig ohne ihre Fähigkeiten zu nutzen, gestand sie direkt wieder in der Abgeschiedenheit der Zelle, sie hatte gelogen.
Vor Gericht – vor so vielen Menschen, hatte sie nicht die Wahrheit gesprochen.
War das überraschend?
War einem Menschen der so manipulierend war, mit so viel Übung darinnen einen direkt an zu sehen und zu Lügen, überhaupt jemals zu glauben?
Und doch war ihr schmerzhaft bewusst, dass es dies mal durchaus die Wahrheit war.
An diesem Abend, kam es zu einem Gespräch an dem sie das erste Mal überhaupt wirklich einen Teil davon durchblicken ließ der gerade in ihr Vorging. Die Frage ‚wie sollte es weitergehen?‘
Ausgerechnet mit einem Menschen, bei dem sie es nie erwartet hätte und dennoch tat es unendlich gut.
Ein Rabe – waren sie denn wirklich überall?
Ein Schlüsselbund und die Worte, welche sie wohl auf Schritt und Tritt begleiten würden.
‚Sie hat sich gestellt, in der Hoffnung es aufhalten zu können und doch wird sich nichts ändern, als dass sie denen den sie nahe stand, noch mehr Schmerz zugefügt hat .‘
Über den Büchern brütend entfuhr ihr ein leises Schnauben.
Wenn er wirklich ihre Seele haben wollen würde, dann würde sie immerhin nicht kampflos aufgeben.
Und was das andere betraf, so war sie sich nichts mehr sicher.
Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze. Man kann sie ruhig unter einen Felsen vergraben, sie stößt trotzdem durch, wenn es an der Zeit ist.
Eigentlich saß sie an einer einfachen Abschrift, aber heute wollte es ihr einfach nicht von der Hand gehen. Fast schon dankbar, fiel der Blick der braunen Augen in Richtung der Türe, als der eisige Luftzug den Besuch ankündigte.
Mit einem Lächeln auf den Lippen wurde die Freundin begrüßt – ein Gespräch unter Freundinnen, lange hatten sie sich nicht gesehen. Sicherlich die bessere Alternative, hier kam sie ohnehin nicht weiter voran.
Zu sehr war sie mit einem ganz anderen Gedanken beschäftigt – den es zu verscheuchen galt.
Doch statt einem entspannten Gespräch, erwartete sie eine Beichte, eine von der Art, die wie das reißende Meer langsam Sandkorn um Sandkorn, den Boden unter den Füßen abträgt.
Es blieb nicht viel mehr, als dabei nicht den Halt nicht völlig zu verlieren…
‚Du erinnerst dich an unsere erste Begegnung ?‘
Sie kannten sich nun schon so lange, das erste Zusammentreffen, wie lange mag das wohl zurück liegen ? Kannten sie sich nicht schon eine halbe Ewigkeit?
Vom gemeinsamen zusammen wohnen zweier Freundinnen, bis zum Organisieren der Hochzeit der Anderen – was war davor? Ihr blieb nichts, als die Frage zu verneinen.
‚Vor Bajard – du warst mir unterlegen. Als du am Boden lagst, habe ich dir gesagt, dass du deine Revanche bekommen wirst.‘
Der Abend der nun in ihrer Erinnerung auftauchte lag zwischen Nebelschleiern. Eine junge Dame, ihr unbekannt und doch das Ziel einer Rabendienerin. In völliger Selbstüberschätzung hatte sie sich dazwischen gestellt, vor das vermeidliche Opfer. ‚Renn so schnell du kannst und blick nicht zurück‘
Sie hatte die junge Frau niemals wieder erblicken dürfen, schnell wurde ihr bewusst, dass sie der Dienerin nur wenig entgegen zu setzen hatte. Das Ende der Begegnung jedoch, wirkte völlig klar, wie etwas das man erst gerade hörte: ‚Ich lasse dich nur leben – um zu warten bist du eine ebenbürtige Gegnerin bist. Dann werde ich dich auslöschen.‘
Langsam begannen sich die Nebelschleier zu lichten und doch wollte sie es nicht sofort wahr haben. Gab es einen Streit? Was trieb sie nun, ihre Freundin, Jemand der ihr sehr nahe stand – zu diesem Geständnis? Wieso?!?
Wieso erzählte sie das ausgerechnet ihr?
Warum nicht Jemand unbeteiligten, Jemanden der ihr nicht so verflucht nahe stand.
Natürlich war sie gewarnt worden, schon damals als sie sich entschlossen hatte bei ihr ein Zimmer zu beziehen. Sie hatte vieles gehört, über ihre Vergangenheit, bestimmt hatte sie zunächst Vorsicht walten lassen und dennoch war eine tiefe Freundschaft entstanden.
Erst sehr viel später waren erneut Zweifel aufgekommen, mitten in den Hochzeitsvorbereitungen des verliebten Paares stieß sie erneut auf Ungereimtheiten. Sie hatte nie vor gehabt, es zu einer Anklage kommen zu lassen – Sie hatte das schon einmal durchgemacht und ihr konnte nichts nachgewiesen werden, nein, sie hatte vor es ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.
Heimlich hatte sie das Kloster aufgesucht, um Rat gefragt und einen Plan gefasst.
Und nun, war alles.. es würde nie zu der Durchführung kommen, die ganze Arbeit, die Zweifel wurden nun einfach davon gewischt, von der Beschuldigten selbst.
Ihre beste Freundin und diese Begegnung sollten also Eines sein?
Diese zwei völlig unterschiedlichen Bilder einer Frau, sollten zusammen passen?
Die Gedanken überschlugen sich während sie schweigend nebeneinander durch den tiefen Schnee stapften.
Für Außenstehende vielleicht zwei Freundinnen auf einem Spaziergang, für sie selbst hatte sich das Bild gewandelt. Neben ihr ging nicht mehr eine Frau, die sie schon lange kannte, mit der sie viele Erinnerungen verband – sondern eine Feindin.
Selbst beim leisen vertrauten Klang der schließenden Zellentür, kämpfte sie noch mit dem Gedanken.
Kurz nachdem die dazu gerufenen den Raum betraten, zog sie sich leise und heimlich zurück.
Keine weitere Abschrift sollte in den Tagen zu Papier gebracht werden, statt dessen wog das Gewicht ihrer Tasche sehr viel schwerer. Fast als trüge sie einen halben Steinbruch mit sich herum.
Es gab genug zu tun, Gedanken wurden erst einmal zur Seite geschoben, dafür war nun kein Platz, keine Zeit die man sich dafür erlaubte.
Es galt einen Herren auf Abwegen zu retten, Jemanden zu schützen und letztendlich blieb noch der Dienst.
Es war kein ruhiger Wachdienst, aber es sorgte in jedem Fall dafür ihre Gedanken zu beschäftigen mit anderen Fragen, als der, der sie sich erst einmal lieber nicht weiter stellen wollte.
Das erste Mal kam ihr der Diakon auf die Schliche, mit ihm hatte sie schon einmal gesprochen und bei weiteren Fragen gab sie sich Mühe nicht alles einfach vor ihm auszubreiten, was in ihr Vorging, sondern darum zu beten dieses schwere Gespräch zu vertagen.
Das zweite Mal kam ihr ein recht aufmüpfiger Rekrut auf die Schliche, einmal wäre es beinahe mit ihr durch gegangen, als er an ihrer Seite weilte und so war es nicht völlig überraschend, dass dieser nicht auf den Kopf gefallene junge Mann zu kombinieren begann.
Die Gerichtsverhandlung war dann doch schneller angebrochen als gedacht, die Zeit war verflogen.
Dieser verhängnisvolle Abend, an dem sie deutlich behauptete kein Kind unter dem Herzen zu tragen.
Ihr war die Geste zuvor nicht entgangen – und auch völlig ohne ihre Fähigkeiten zu nutzen, gestand sie direkt wieder in der Abgeschiedenheit der Zelle, sie hatte gelogen.
Vor Gericht – vor so vielen Menschen, hatte sie nicht die Wahrheit gesprochen.
War das überraschend?
War einem Menschen der so manipulierend war, mit so viel Übung darinnen einen direkt an zu sehen und zu Lügen, überhaupt jemals zu glauben?
Und doch war ihr schmerzhaft bewusst, dass es dies mal durchaus die Wahrheit war.
An diesem Abend, kam es zu einem Gespräch an dem sie das erste Mal überhaupt wirklich einen Teil davon durchblicken ließ der gerade in ihr Vorging. Die Frage ‚wie sollte es weitergehen?‘
Ausgerechnet mit einem Menschen, bei dem sie es nie erwartet hätte und dennoch tat es unendlich gut.
Ein Rabe – waren sie denn wirklich überall?
Ein Schlüsselbund und die Worte, welche sie wohl auf Schritt und Tritt begleiten würden.
‚Sie hat sich gestellt, in der Hoffnung es aufhalten zu können und doch wird sich nichts ändern, als dass sie denen den sie nahe stand, noch mehr Schmerz zugefügt hat .‘
Über den Büchern brütend entfuhr ihr ein leises Schnauben.
Wenn er wirklich ihre Seele haben wollen würde, dann würde sie immerhin nicht kampflos aufgeben.
Und was das andere betraf, so war sie sich nichts mehr sicher.
Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze. Man kann sie ruhig unter einen Felsen vergraben, sie stößt trotzdem durch, wenn es an der Zeit ist.
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Rafael von Arganta
Er hatte lange gezögert sie zu besuchen. Zu Lange? Nein.
Denn jetzt hatte er seine Wut unter Kontrolle.
Der Hilose Zoran darüber das er einmal mehr jemandem das Vertrauen geschenkt hatte, der es am wenigsten verdient hatte.
Den Pfeil den sie abfing, der damals für ihn bestimmt war...
Reine Berechnugn wie sie gar zugab. Er hatte sich bewusst davor gescheut sie zu besuchen.
Nicht wissend ober der Entäuschung herr werden würde, wenn er sie sah im Bewusstsein das es eine Freundschaft war die nie wirklch bestanden hatte... oder vielleicht doch?
Nur für den Augenblick eines Momentes hatte er Mitleid empfunden.
Bereute sie ehrlich?
Zumindest hatte sie sich freiwillig dem Zugriff des Reiches gestellt, natürlcih war auch dieses Berechnung... aber welcher perfide Plan steckte nun schon wieder da hinter?
Das sie es waren die sie töteten? Ihr musste doch klar gewesen sein das sie nichts anderes als den Tod zu erwarten hatte.
Rafael wusste langsam nicht mehr ob er ihren Worten Glauben schenken sollte oder ob es nur gefasel war, als sie davon berichtete das ihre Freundschaft echt war, das sie ihn niemals wirklich betrogen hatte.
Und er hatte Mühe Ruhig zu bleiben.
"Keine Emotionen zeigen... keine Emotionen zeigen.... ruhig bleiben."
Redete er immer und immer wieder zu sich, doch die Hand ballte sich langsam zur Faust mit der er geballt gegen die Gitterstäbe schlug.
"VERDAMMT!"
Sie zuckte nicht einmal zusammen.
Sah ihn nur an.
Sie wusste was sie erwartete.
Der Tod.
Und sie nahm es an, wollte es gar.
Und Rafael war der letzte der es änder würde.
Sie hatte ihn verraten.
Nicht nur das sie seine Freundschaft verraten hatte, sein Vertrauen missbrauchte, nein ... sie hatte nun auch dafür gesorgt das er noch weniger jenen vertrauen würde die in seiner Nähe waren.
Oh ja... den Samen des Zweifels sähen, wo sonst nur Zuversicht und Vertrauen herrschte.
Kaum einer sonst hattef das geschafft.
Mit einem Letzten Blick auf sie, war er gegangen.
In ihm...
kein Mitleid, keine Hass sondern nur eine dunkle Leere.
Denn jetzt hatte er seine Wut unter Kontrolle.
Der Hilose Zoran darüber das er einmal mehr jemandem das Vertrauen geschenkt hatte, der es am wenigsten verdient hatte.
Den Pfeil den sie abfing, der damals für ihn bestimmt war...
Reine Berechnugn wie sie gar zugab. Er hatte sich bewusst davor gescheut sie zu besuchen.
Nicht wissend ober der Entäuschung herr werden würde, wenn er sie sah im Bewusstsein das es eine Freundschaft war die nie wirklch bestanden hatte... oder vielleicht doch?
Nur für den Augenblick eines Momentes hatte er Mitleid empfunden.
Bereute sie ehrlich?
Zumindest hatte sie sich freiwillig dem Zugriff des Reiches gestellt, natürlcih war auch dieses Berechnung... aber welcher perfide Plan steckte nun schon wieder da hinter?
Das sie es waren die sie töteten? Ihr musste doch klar gewesen sein das sie nichts anderes als den Tod zu erwarten hatte.
Rafael wusste langsam nicht mehr ob er ihren Worten Glauben schenken sollte oder ob es nur gefasel war, als sie davon berichtete das ihre Freundschaft echt war, das sie ihn niemals wirklich betrogen hatte.
Und er hatte Mühe Ruhig zu bleiben.
"Keine Emotionen zeigen... keine Emotionen zeigen.... ruhig bleiben."
Redete er immer und immer wieder zu sich, doch die Hand ballte sich langsam zur Faust mit der er geballt gegen die Gitterstäbe schlug.
"VERDAMMT!"
Sie zuckte nicht einmal zusammen.
Sah ihn nur an.
Sie wusste was sie erwartete.
Der Tod.
Und sie nahm es an, wollte es gar.
Und Rafael war der letzte der es änder würde.
Sie hatte ihn verraten.
Nicht nur das sie seine Freundschaft verraten hatte, sein Vertrauen missbrauchte, nein ... sie hatte nun auch dafür gesorgt das er noch weniger jenen vertrauen würde die in seiner Nähe waren.
Oh ja... den Samen des Zweifels sähen, wo sonst nur Zuversicht und Vertrauen herrschte.
Kaum einer sonst hattef das geschafft.
Mit einem Letzten Blick auf sie, war er gegangen.
In ihm...
kein Mitleid, keine Hass sondern nur eine dunkle Leere.
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Lucien de Mareaux
Richtungsweisend?
Ich lag noch lange wach diese Nacht.
Tatsächlich überlegte ich mir, wie die Verhandlung ausgesehen hätte, wenn es andere Protagonisten gewesen wären. Ein kalter Schauer, der mir über den Rücken schlich, bewog mich dazu, die Decke höher zu ziehen. Ich fühlte mich unangenehm ans Loch erinnert und an noch so einige andere Dinge, ich bis zum heutigen Tage so verbrochen hatte. Streckenweise äußerst unverzeihlich und das Gewissen belastend, dass ich einige Jahre lang gekonnt ausblendete, bis…
Ja, bis ich meine Frau kennen lernte, um das Kind mal beim Namen zu nennen. Noch immer war ich mir nicht darüber klar, ob das wieder gefundene Gewissen ein Segen oder ein Fluch war. Es gab Zeiten, da war es so, dann wieder anders. Just im Augenblick hielt ich es für den größten Fluch der Menschheit. Vielleicht war es auch einfach mein ureigener persönlicher Fluch.
Nicht das erste Mal, dass mich anfingen Zweifel zu plagen, ob ich den Weg weitergehen sollte, den ich einst gezwungenermaßen gelernt hatte. Zeitweise beschritt ich diesen sogar gern, nun war ich aber einmal mehr an einem Punkt angekommen, an dem ich mich entscheiden musste, ob es so weitergehen sollte oder nicht. Und wenn nicht, wie dann? Welche Seite? Irgendeine Seite? Gar keine?
Auch wenn es nicht mir gegolten hatte, war ich doch dankbar für das nach der Verhandlung gehörte Gebet. Es gab mir eine für mich völlig unergründliche Ruhe, die noch immer anhielt. Erst währenddessen war mir aufgefallen, wie aufgewühlt ich gewesen war. Nicht nur der Verhandlung wegen. Es war genug vorgefallen, dass sowohl für Wut, Zweifel und anderes gesorgt hatte, an diesem Abend. Es gab Zeiten, da wäre so etwas an mir vorbeigeplätschert, ungehört und unbeachtet. Allein das gab mir schon genug zu denken.
Tja, und dann waren da noch die für mich allzu offensichtliche Lüge der Verurteilten und die verschlossenen Augen seitens der Richtenden. Mit Sicherheit ein sehr bewusster Akt, es stand nur die Frage aus, wie die drei da oben auf dem Richtstuhl Sitzenden die Augen vor Tatsachen verschließen konnten. Genauso stellte sich mir die Frage: War dieser Frau ein Aufschub zu gönnen? Eigentlich hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn sie ihre eigene Medizin zu schmecken bekäme. Etwas von dem Zeug hatte ich sogar noch im Keller, gut verschlossen. Das war von ihr doch wirklich nur noch das letzte Sahnehäubchen, das sie sich gegönnt hatte. Letztlich sollte ich wohl vielleicht sagen, dass es mich nichts anging. Ich wusste auch ganz genau, was meine Frau davon halten würde, wenn ich dieser fixen Idee nachging, ihr mit gleicher Münze zurückzugeben, wozu sie mich verleitet hatte damals. Gut, getan hatte sie es nicht, die Entscheidung getroffen dazu – auch das ging auf meine eigene Kappe, aber die Idee…
Das kleine Wesen konnte gewiss nichts dafür, aber so gesehen, konnte das damalige auch nicht.
Ich atmete tief durch und verdrängte den Gedanken daran erst einmal. War früh genug sich darüber welche zu machen, wenn die Scheuklappen nicht mehr so stur festgehalten wurden, denn eines stand für mich fest: Egal welcher Rabe, Hauptsache ein unwiederbringliches Häuflein Asche.
Vielleicht war es auch das, was mich letztlich dazu trieb, eine Entscheidung zu treffen bezüglich meiner Arbeit, der ich derzeit nachging. Zu viele Kompromisse, die nicht einhergingen mit dem, was für uns noch akzeptabel schien. Sie sorgten nur für Streit, für Unruhe zuhause und für Unzufriedenheit im höheren Maße. Ich würde mit ihm reden müssen, und es würde ihm nicht schmecken. Es blieb abzuwarten, ob er sich auf meine Loyalität verlassen wollte oder nicht. Was, wenn nicht? Das konnte ich mir dann wohl noch überlegen. Sich darüber jetzt schon Gedanken zu machen, war müßig, immerhin hing es doch von dem Gespräch an und für sich ab. Fest stand, ich konnte es nicht mehr länger vertreten, bei allem, was sich derzeit veränderte.
Ich lag noch lange wach diese Nacht.
Tatsächlich überlegte ich mir, wie die Verhandlung ausgesehen hätte, wenn es andere Protagonisten gewesen wären. Ein kalter Schauer, der mir über den Rücken schlich, bewog mich dazu, die Decke höher zu ziehen. Ich fühlte mich unangenehm ans Loch erinnert und an noch so einige andere Dinge, ich bis zum heutigen Tage so verbrochen hatte. Streckenweise äußerst unverzeihlich und das Gewissen belastend, dass ich einige Jahre lang gekonnt ausblendete, bis…
Ja, bis ich meine Frau kennen lernte, um das Kind mal beim Namen zu nennen. Noch immer war ich mir nicht darüber klar, ob das wieder gefundene Gewissen ein Segen oder ein Fluch war. Es gab Zeiten, da war es so, dann wieder anders. Just im Augenblick hielt ich es für den größten Fluch der Menschheit. Vielleicht war es auch einfach mein ureigener persönlicher Fluch.
Nicht das erste Mal, dass mich anfingen Zweifel zu plagen, ob ich den Weg weitergehen sollte, den ich einst gezwungenermaßen gelernt hatte. Zeitweise beschritt ich diesen sogar gern, nun war ich aber einmal mehr an einem Punkt angekommen, an dem ich mich entscheiden musste, ob es so weitergehen sollte oder nicht. Und wenn nicht, wie dann? Welche Seite? Irgendeine Seite? Gar keine?
Auch wenn es nicht mir gegolten hatte, war ich doch dankbar für das nach der Verhandlung gehörte Gebet. Es gab mir eine für mich völlig unergründliche Ruhe, die noch immer anhielt. Erst währenddessen war mir aufgefallen, wie aufgewühlt ich gewesen war. Nicht nur der Verhandlung wegen. Es war genug vorgefallen, dass sowohl für Wut, Zweifel und anderes gesorgt hatte, an diesem Abend. Es gab Zeiten, da wäre so etwas an mir vorbeigeplätschert, ungehört und unbeachtet. Allein das gab mir schon genug zu denken.
Tja, und dann waren da noch die für mich allzu offensichtliche Lüge der Verurteilten und die verschlossenen Augen seitens der Richtenden. Mit Sicherheit ein sehr bewusster Akt, es stand nur die Frage aus, wie die drei da oben auf dem Richtstuhl Sitzenden die Augen vor Tatsachen verschließen konnten. Genauso stellte sich mir die Frage: War dieser Frau ein Aufschub zu gönnen? Eigentlich hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn sie ihre eigene Medizin zu schmecken bekäme. Etwas von dem Zeug hatte ich sogar noch im Keller, gut verschlossen. Das war von ihr doch wirklich nur noch das letzte Sahnehäubchen, das sie sich gegönnt hatte. Letztlich sollte ich wohl vielleicht sagen, dass es mich nichts anging. Ich wusste auch ganz genau, was meine Frau davon halten würde, wenn ich dieser fixen Idee nachging, ihr mit gleicher Münze zurückzugeben, wozu sie mich verleitet hatte damals. Gut, getan hatte sie es nicht, die Entscheidung getroffen dazu – auch das ging auf meine eigene Kappe, aber die Idee…
Das kleine Wesen konnte gewiss nichts dafür, aber so gesehen, konnte das damalige auch nicht.
Ich atmete tief durch und verdrängte den Gedanken daran erst einmal. War früh genug sich darüber welche zu machen, wenn die Scheuklappen nicht mehr so stur festgehalten wurden, denn eines stand für mich fest: Egal welcher Rabe, Hauptsache ein unwiederbringliches Häuflein Asche.
Vielleicht war es auch das, was mich letztlich dazu trieb, eine Entscheidung zu treffen bezüglich meiner Arbeit, der ich derzeit nachging. Zu viele Kompromisse, die nicht einhergingen mit dem, was für uns noch akzeptabel schien. Sie sorgten nur für Streit, für Unruhe zuhause und für Unzufriedenheit im höheren Maße. Ich würde mit ihm reden müssen, und es würde ihm nicht schmecken. Es blieb abzuwarten, ob er sich auf meine Loyalität verlassen wollte oder nicht. Was, wenn nicht? Das konnte ich mir dann wohl noch überlegen. Sich darüber jetzt schon Gedanken zu machen, war müßig, immerhin hing es doch von dem Gespräch an und für sich ab. Fest stand, ich konnte es nicht mehr länger vertreten, bei allem, was sich derzeit veränderte.
- Mariella
- Beiträge: 1048
- Registriert: Donnerstag 7. Februar 2008, 03:26
Die Umstände hatten ihr weiter den Schlaf geraubt und so allmählich reichte ihr Talent für Maskerade nicht mehr aus, um die hinterlassenen Spuren zu verbergen. Hielt sie auch tapfer den Rücken gerade und rang sich ein Lächeln ab, wann immer es nötig war, wurden die Schatten unter ihren Augen immer verräterischer. Mittlerweile konnte auch das hellende Puder da nur noch leidlich helfen.
Sie verdankte das Neuaufleben ihrer Unruhe ausgerechnet den eigenen Reihen. War ein Beraterstab nicht eigentlich dazu da, ihr Last von den Schultern zu nehmen? Naja, vermutlich schon, aber sie hatte eben keine Leute gewählt, die zu den üblichen Kriechern gehörten. Sie hätte wissen müssen, dass die Ermutigung, ihr gegenüber die eigene Meinung zu sagen und zu vertreten, ihr irgendwann um die Ohren fliegen würde. So war gekommen, was kommen musste.
Nach der Verhandlung hatte Mariella sich panisch an den dünnen Strohhalm geklammert. Anveena hatte geleugnet und welche Mutter würde das tun? Der Körper einer Schwangeren war das sichere Versteck des Ungeborenen, sollte ihn schützen und vor dem Übel der Welt verbergen. Welche werdende Mutter würde ihre Leibesfrucht verraten und sein Versteck zur Falle werden lassen, sogar zur Todeszelle?
Das Problem war: Sie sprachen hier nicht über eine normale Frau. Sie sprachen über Anveena Midame, die unzähligen Menschen Freundschaft, Vertrauen, Treue vorgegaukelt hatte und im nächsten Moment dafür sorgte, dass diese Menschen verletzten wurden, gar Gefahr liefen, ihr Leben zu verlieren und am Ende des Tages um ihre Lieben trauern mussten. Und genau hier fing das eigentliche Problem an. Verdrängen war gar nicht so einfach und wenn das eigene Gewissen hartnäckig im Nacken saß...
... konnte man es nicht gebrauchen, wenn die eigene Beraterin alles in die Waagschale warf, um Gehör zu finden. Mariella hatte alles versucht, sie verstummen zu lassen, hatte sogar gegen ihre eigenen Grundsätze verstoßen und wollte ihr den Mund verbieten. Dumm nur, wenn besagte Beraterin für die Sache notfalls alles aufs Spiel setzte - so wie an jenem Abend. Alindra hatte in Kauf genommen, dass Vertrauen bröckelte und so erreicht, dass Mariella zuhören musste. Es kamen die Worte, vor denen die junge Adelige regelrecht Angst gehabt hatte. Es wurde ausgesprochen, beinahe Wort für Wort, was in ihrem Kopf herumspukte und Nacht für Nacht mühsam verdrängt worden war. Beinahe hatte sie diese Nöte um ihr Gewissen so sortiert gehabt, dass sie damit hätte leben können, da wurde alles in einem Gespräch über den Haufen geworfen.
Nun war es nicht mehr möglich, die Augen zu verschließen, Herz und Verstand verstummen zu lassen. Sie hatte es wahrlich probiert. Es ging nicht. Sie musste in Kauf nehmen, dass dieses Ungeheuer noch weiter die Luft Eluives atmen durfte, denn alles andere würde bedeuten, sich womöglich manipulieren zu lassen, naives Werkzeug dieses Abschaums zu sein - und auf ewig mit der Angst zu leben, die Hände mit dem Blut eines unschuldigen Wesens besudelt zu haben.
Nun also saß sie wieder in den vier Wänden, aus denen sie sich in den letzten Tagen nur selten und dann auch nur unter Aufwartung einiger Disziplin entfernt hatte. Das graue Licht eines wolkenbedeckten Tages kroch langsam durch die Fenster ihres Büros. Es würde frischen Schnee geben. Weiß und rein würde er sich über das Land legen und allem dem Anschein von Unberührtheit und Friedlichkeit geben. Kein Hinweis auf Krieg, Tod, Verrat. Wenn es doch so einfach wäre...
Der Geruch von erhitztem Wachs stieg ihr in die Nase und erinnerte sie daran, es zu vollenden. Sie strich etwas von der Masse auf das Schreiben und presste Adorans Siegel hinein. Gleich würden die ersten Boten ihren Dienst aufnehmen und die Anordnung einer Untersuchung der Anveena Midame wegen des dringlichen Verdachts auf Falschaussage in Bezug auf das Bestehen einer Schwangerschaft an das hiesige Heilerhaus überbringen. Amtssprache für "Sagt mir, dass wir nicht im Begriff stehen, ein Kind zu töten".
Mariella lehnte sich in den wuchtigen Sessel zurück, legte den Hinterkopf an das Polster und schloss die Augen. Irgendwann musste der Spuk doch enden...!
Sie verdankte das Neuaufleben ihrer Unruhe ausgerechnet den eigenen Reihen. War ein Beraterstab nicht eigentlich dazu da, ihr Last von den Schultern zu nehmen? Naja, vermutlich schon, aber sie hatte eben keine Leute gewählt, die zu den üblichen Kriechern gehörten. Sie hätte wissen müssen, dass die Ermutigung, ihr gegenüber die eigene Meinung zu sagen und zu vertreten, ihr irgendwann um die Ohren fliegen würde. So war gekommen, was kommen musste.
Nach der Verhandlung hatte Mariella sich panisch an den dünnen Strohhalm geklammert. Anveena hatte geleugnet und welche Mutter würde das tun? Der Körper einer Schwangeren war das sichere Versteck des Ungeborenen, sollte ihn schützen und vor dem Übel der Welt verbergen. Welche werdende Mutter würde ihre Leibesfrucht verraten und sein Versteck zur Falle werden lassen, sogar zur Todeszelle?
Das Problem war: Sie sprachen hier nicht über eine normale Frau. Sie sprachen über Anveena Midame, die unzähligen Menschen Freundschaft, Vertrauen, Treue vorgegaukelt hatte und im nächsten Moment dafür sorgte, dass diese Menschen verletzten wurden, gar Gefahr liefen, ihr Leben zu verlieren und am Ende des Tages um ihre Lieben trauern mussten. Und genau hier fing das eigentliche Problem an. Verdrängen war gar nicht so einfach und wenn das eigene Gewissen hartnäckig im Nacken saß...
... konnte man es nicht gebrauchen, wenn die eigene Beraterin alles in die Waagschale warf, um Gehör zu finden. Mariella hatte alles versucht, sie verstummen zu lassen, hatte sogar gegen ihre eigenen Grundsätze verstoßen und wollte ihr den Mund verbieten. Dumm nur, wenn besagte Beraterin für die Sache notfalls alles aufs Spiel setzte - so wie an jenem Abend. Alindra hatte in Kauf genommen, dass Vertrauen bröckelte und so erreicht, dass Mariella zuhören musste. Es kamen die Worte, vor denen die junge Adelige regelrecht Angst gehabt hatte. Es wurde ausgesprochen, beinahe Wort für Wort, was in ihrem Kopf herumspukte und Nacht für Nacht mühsam verdrängt worden war. Beinahe hatte sie diese Nöte um ihr Gewissen so sortiert gehabt, dass sie damit hätte leben können, da wurde alles in einem Gespräch über den Haufen geworfen.
Nun war es nicht mehr möglich, die Augen zu verschließen, Herz und Verstand verstummen zu lassen. Sie hatte es wahrlich probiert. Es ging nicht. Sie musste in Kauf nehmen, dass dieses Ungeheuer noch weiter die Luft Eluives atmen durfte, denn alles andere würde bedeuten, sich womöglich manipulieren zu lassen, naives Werkzeug dieses Abschaums zu sein - und auf ewig mit der Angst zu leben, die Hände mit dem Blut eines unschuldigen Wesens besudelt zu haben.
Nun also saß sie wieder in den vier Wänden, aus denen sie sich in den letzten Tagen nur selten und dann auch nur unter Aufwartung einiger Disziplin entfernt hatte. Das graue Licht eines wolkenbedeckten Tages kroch langsam durch die Fenster ihres Büros. Es würde frischen Schnee geben. Weiß und rein würde er sich über das Land legen und allem dem Anschein von Unberührtheit und Friedlichkeit geben. Kein Hinweis auf Krieg, Tod, Verrat. Wenn es doch so einfach wäre...
Der Geruch von erhitztem Wachs stieg ihr in die Nase und erinnerte sie daran, es zu vollenden. Sie strich etwas von der Masse auf das Schreiben und presste Adorans Siegel hinein. Gleich würden die ersten Boten ihren Dienst aufnehmen und die Anordnung einer Untersuchung der Anveena Midame wegen des dringlichen Verdachts auf Falschaussage in Bezug auf das Bestehen einer Schwangerschaft an das hiesige Heilerhaus überbringen. Amtssprache für "Sagt mir, dass wir nicht im Begriff stehen, ein Kind zu töten".
Mariella lehnte sich in den wuchtigen Sessel zurück, legte den Hinterkopf an das Polster und schloss die Augen. Irgendwann musste der Spuk doch enden...!
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Kilian Heilsan
Kilian wunderte sich über den Boten, welcher ihm ein Schreiben mit dem Siegel der Stadt übergab.
Der erste Gedanke, der ihm durch den Kopf schoss als er den Schrieb in den Händen hielt, war, dass doch hoffentlich Mariella nichts zugestoßen war. Doch davon hätte er sicherlich gehört! Oder war eine wichtige Persönlichkeit verstorben?, fragte er sich und musterte den Boten. Nein, er machte kein trauriges Gesicht. Ich werde doch keinen Fehler gemacht haben bei einer Behandlung und muss nun vor Gericht?
Eilig und beunruhigt öffnete er das Schreiben und las es Zeile um Zeile, nickte dann verstehend.
Dem Boten sagte er, er solle Ihrer Erlaucht bitte ausrichten, dass er ihr zu jeder Tages- oder Nachtzeit zur Verfügung stehe. Er werde selbstverständlich das Fräulein Anveena Midame untersuchen, um den Wahrheitsgehalt ihrer Worte bei der Verhandlung zu prüfen. Sie solle ihm bitte mitteilen, welcher Termin Ihrer Erlaucht für die Untersuchung genehm sei.
Der erste Gedanke, der ihm durch den Kopf schoss als er den Schrieb in den Händen hielt, war, dass doch hoffentlich Mariella nichts zugestoßen war. Doch davon hätte er sicherlich gehört! Oder war eine wichtige Persönlichkeit verstorben?, fragte er sich und musterte den Boten. Nein, er machte kein trauriges Gesicht. Ich werde doch keinen Fehler gemacht haben bei einer Behandlung und muss nun vor Gericht?
Eilig und beunruhigt öffnete er das Schreiben und las es Zeile um Zeile, nickte dann verstehend.
Dem Boten sagte er, er solle Ihrer Erlaucht bitte ausrichten, dass er ihr zu jeder Tages- oder Nachtzeit zur Verfügung stehe. Er werde selbstverständlich das Fräulein Anveena Midame untersuchen, um den Wahrheitsgehalt ihrer Worte bei der Verhandlung zu prüfen. Sie solle ihm bitte mitteilen, welcher Termin Ihrer Erlaucht für die Untersuchung genehm sei.
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Anveena Midame
Das alles schien langsam die Richtung zu ändern.
Egal, wie sehr es Anveena versuchte in die richtige Richtung zu lenken, zuviele Faktoren funkten ihr dazwischen.
Dabei war es doch die Frage, warum es so schwer sein konnte, einfach nur Gerichtet zu werden?
Die Verhandlung war ein reiner Zirkus, Alindra, die Klägerin fieberte mit Unwahrheiten einem Feuergefecht mit ihrer Verteidigung entgegen.
Es war sowieso schon suspekt, dass jemand das Wort für die Rabendienerin ergreifen wollte, dass es dann auch noch ein Priester war, umso befremdlicher.
Anveena versuchte den Blicken auszuweichen jener Schaulustigen, die sich einfanden für dieses Spektakel.
Die Hälfte kannte Sie nicht, die andere aber schon. Das, was Sie als Freunde oder Vertraute betitelte. Ehemalige Mitbewohner. Ihre Gesichter waren allesamt so unterschiedlich...Wut, Trauer, Hass, Entsetzen...
Jeder schien etwas anderes bei dieser Situation zu denken, als Sie humpelnd und von Lilian gestützt in den Verhandlungssaal trat.
Aber was hatte Sie auch erwartet? Mitleid? Oder Verständnis?
Nein, so naiv war sogar Anveena nicht.
Die Anklagepunkte wurden verlesen, Sie stritt eigentlich nichts ab. Ihr Verteidiger lag der Wunsch vor, als Hinrichtung die Verbrennung durch das reinigende Feuer zu erhalten.
Eigentlich lief es ganz gut, die Anfeindungen von Alindra ignorierte Sie weitestgehend, während ihre Augenwinkel immer wieder zu Lilian blickten, in ihrer straffen Haltung, mit einem steinharten Gesichtsausdruck.
Sie erinnerte sich wieder an jenen Abend, als Sie bemerkte, dass ihre monatliche Zeit nicht erschien, als Sie die Schwindel- und Übelkeitsanfälle begann zu deuten. Als Sie bewusst wahr nahm, Schwanger zu sein.
Direkt brannte sich neben einem Lächeln auch ein Bild in den Kopf. Ein schönes Holzhaus am Waldesrand...weit Weg von all den Kriegen und Kämpfen Gerimors. Niel, wie er da stand, an einer Schaukel, wo ein kleines Kind lachend "Höher Papa Höher" schrie. Wie sie lachten, wie glücklich er blickte, sich dann aber wendete und die Hand zum Gruße erhob.
Sie folgte dem Blick als Lilian und Kaylem durch das Gartentor kamen, Lilian Hochwanger, sich alle begrüßend und zu Tisch setzend.
Sie erhob sich, ging in die Küche und blickte in einen Spiegel, als ihr die Erkenntnis kam: Sie sah nicht sich...jemand Fremdes...eine andere Person.
Sie blickte aus dem Fenster, am Tische vorbei zu der fröhlichen Familie mit ihren Freunden, wie sie lachten und scherzten und am Walde erkannte Sie Anveenas Gestalt, als Sillhouette auf das blickend, was Sie sich sehnlichst wünschte.
Sie wusste dann, dass es kein schönes Ende für diese Geschichte geben wird. Dass das, was Sie sich immer fragte, nun eintreten würde.
Sie wusste, sie musste sich offenbaren und dann sterben.
Und diese Gedanken kreisten in ihrem Kopfe während der Verhandlung, solange, bis kurz vor der Urteilsverkündung ein Priester aufschrie.
"Sie ist Schwanger."
Woher wusste er es nur? Verdammt, hat dieser Rekrut Liam sein Versprechen gebrochen?
Es wurde laut im Saal, die Menschen redeten, schauten sich fassungslos an, als Mariella versuchte, wieder Ruhe einzubringen, sich Anveena zuwandt von ihrer erhöhten Position und Sie fragte: "Seid ihr Schwanger?"
Es drehte sich alles, ihr wurde schlecht. Eine Komplikation, mit der Sie nicht gerechnet hatte. Ihr war klar, was es bedeuten würde, wenn Sie dies bestätigen würde. Sie würden Sie bis zum Tage der Austragung in Gewahrsam halten, ihr das Kind nehmen und Sie dann hinrichten.
Der Gedanke, wie Sie voller Freude das kleine Wesen im Arme hielt, ehe man es ihr aus den Händen riss, erschauderte Sie, doch mehr, dass es ungeschützt wäre.
Der Rabengott würde es riechen, würde die Verräterin in diesem unschuldigen Wesen erkennen und sich seine Seele holen. Egal wie, egal wann.
Ob Anveena sich den Tot mit Freuden holt?
Nein...sie wollte Leben. Doch ihr Egoismus trieb Sie erst in seine Fänge, ihre Ich-Bezogenheit, jegliches Handeln zum eigenen Wohle auszurichten, brachte Sie erst dahin.
Es war an der Zeit, nur einmal im Leben, an das Wohl anderer zu denken...an das Glück derer, die Sie liebte.
Würde Sie sterben, wäre ihre Schuld beglichen, der Rabengott hätte gekriegt, was Sie einst paktierten und Sie waren vor ihm sicher.
So betete Sie, das erste Mal zu Eluive, Sie möge die reine Seele ihres Kindes in ihre Obhut nehmen und sich um es kümmern. Als eines ihrer Geschöpfe...als ihr Kind.
Wieder hämmerte die Frage Mariellas in ihrem Kopf. Die Priester schrien auf, eine Priesterin flehte, Sie solle an das Kind denken.
Doch als die Worte hinausgepresst wurden, als Sie Mariella in die Augen blickte und die Schwangerschaft verneinte, kippte diese Priesterin in die Bewusstlosigkeit um.
Wäre diese Wendung nicht so ernst, Anveena hätte sich ein schmunzeln nicht verkneifen können. Denn wäre es immer so leicht, die Priester auf den Boden zu werfen, hätte Sie diese Methode wohl früher angewandt.
Der Aufschrie und das Gerede wurden lauter, doch innerlich verstummte es in ihrem Kopfe. Der Blick zu Lilian, ein sachtes Seufzen.
Die Urteilsverkündung bekam Sie nur am Rande mit...einige Vorstrafen wie Auspeitschung, ehe das Feuer kommen mochte. Es war geschafft...sie würde hingerichtet werden.
Beim verlassen des Gerichtsgebäudes blickte sie sich kaum um, nur kurz empfang Sie einen Blick von Elanora. Noch einer dieser Menschen, die Sie lieb gewonnen hatte...und welche Sie ebenfalls auf den Boden warf.
In der Zelle zurück gab es noch kurze Gespräche. Die Unterredungen mit Lilian waren wir tausend Dolchstiche ins Herz. Ihre Emotionslosigkeit, ihre Kälte. Sicher, Magier waren geübt darin, ihre Gefühle zu kontrollieren...doch Anveena wünschte sich nur eine Regung, einmal, dass ihre beste Freundin ihren Zorn freien lauf liess, ihre Wut an Anveena entballte. Doch das würde nicht geschehen.
Alindra gesellte sich irgendwann dazu, sprach auf Sie ein...die typischen Phrasen von Egoismus, Beleidigung und dem Appell, einmal etwas richtiges zu tun.
Wie närrisch Sie ist...wie wütend es Sie innerlich machte, wüsste Sie, warum Sie all das genau tat. Doch wer erwartete, dass Sie es verstehen würden?
Sie kannte des Rabengottes Macht nicht, sie wusste nicht, wie Geschickt die Diener für ihre Ziele waren. All ihre ehemaligen Brüder und Schwestern, Lakaien und Schüler.
Könnte ein Priester ihr wirklich garantieren, dass der Seele des Kindes kein Leid widerfahren würde, Sie würde es in ihre Obhut geben. Doch dass auch die Priester Temoras sterben konnten, wusste die ehemalige Dienerin zu gut.
Und sie war immer aus, den sichersten Weg zu gehen.
So gingen die Tage schleppend von dannen, sie verweigerte die Waschung, die Kleidung wie Sie selber spiegelten nur wieder, wie sie sich fühlte...was sie immer war: Ein Monster.
Also sollte Sie auch so erscheinen.
Der Glanz der Schönheit war vergangen, er war ihr Preis an Krathor...jener, welcher mit dem Verrat brach.
Rafael besuchte Sie, wenn Sie wüsste, wie Sie sein Vertrauen gewinnen könnte, wie Sie ihm zeigen könnte, dass es nicht alles eine Farce war, dass ihr die Freundschaft wirklich etwas bedeutet hatte...dass Sie sich wirklich wünschte, er würde Sie zum Traualtar führen...alles eine Illusion...vielleicht in einer anderen Welt...und sie konnte es gut nachvollziehen, dass er voller Zorn war...verraten von einer ihm nahe stehenden Person.
Sie lachte leicht...über sich selber...darüber, dass Serra sie als Weich und Schwach schimpfen würde...menschliche Emotionen zu zeigen und sich um andere zu Sorgen.
Das Gespräch mit Rafael war alles andere als leicht...natürlich die selben Fragen, der verachtenswerte Blick...sie hatte es verdient.
Doch die schwerste Bürde stand ihr noch bevor....als Rafael ging...unwissend, welche Offenbarung sich ihr noch zeigten...der lange und qualvolle Weg zum Tot.
Denn sterben, dass wusste Sie nun, war nicht das einfachste auf der Welt.
Egal, wie sehr es Anveena versuchte in die richtige Richtung zu lenken, zuviele Faktoren funkten ihr dazwischen.
Dabei war es doch die Frage, warum es so schwer sein konnte, einfach nur Gerichtet zu werden?
Die Verhandlung war ein reiner Zirkus, Alindra, die Klägerin fieberte mit Unwahrheiten einem Feuergefecht mit ihrer Verteidigung entgegen.
Es war sowieso schon suspekt, dass jemand das Wort für die Rabendienerin ergreifen wollte, dass es dann auch noch ein Priester war, umso befremdlicher.
Anveena versuchte den Blicken auszuweichen jener Schaulustigen, die sich einfanden für dieses Spektakel.
Die Hälfte kannte Sie nicht, die andere aber schon. Das, was Sie als Freunde oder Vertraute betitelte. Ehemalige Mitbewohner. Ihre Gesichter waren allesamt so unterschiedlich...Wut, Trauer, Hass, Entsetzen...
Jeder schien etwas anderes bei dieser Situation zu denken, als Sie humpelnd und von Lilian gestützt in den Verhandlungssaal trat.
Aber was hatte Sie auch erwartet? Mitleid? Oder Verständnis?
Nein, so naiv war sogar Anveena nicht.
Die Anklagepunkte wurden verlesen, Sie stritt eigentlich nichts ab. Ihr Verteidiger lag der Wunsch vor, als Hinrichtung die Verbrennung durch das reinigende Feuer zu erhalten.
Eigentlich lief es ganz gut, die Anfeindungen von Alindra ignorierte Sie weitestgehend, während ihre Augenwinkel immer wieder zu Lilian blickten, in ihrer straffen Haltung, mit einem steinharten Gesichtsausdruck.
Sie erinnerte sich wieder an jenen Abend, als Sie bemerkte, dass ihre monatliche Zeit nicht erschien, als Sie die Schwindel- und Übelkeitsanfälle begann zu deuten. Als Sie bewusst wahr nahm, Schwanger zu sein.
Direkt brannte sich neben einem Lächeln auch ein Bild in den Kopf. Ein schönes Holzhaus am Waldesrand...weit Weg von all den Kriegen und Kämpfen Gerimors. Niel, wie er da stand, an einer Schaukel, wo ein kleines Kind lachend "Höher Papa Höher" schrie. Wie sie lachten, wie glücklich er blickte, sich dann aber wendete und die Hand zum Gruße erhob.
Sie folgte dem Blick als Lilian und Kaylem durch das Gartentor kamen, Lilian Hochwanger, sich alle begrüßend und zu Tisch setzend.
Sie erhob sich, ging in die Küche und blickte in einen Spiegel, als ihr die Erkenntnis kam: Sie sah nicht sich...jemand Fremdes...eine andere Person.
Sie blickte aus dem Fenster, am Tische vorbei zu der fröhlichen Familie mit ihren Freunden, wie sie lachten und scherzten und am Walde erkannte Sie Anveenas Gestalt, als Sillhouette auf das blickend, was Sie sich sehnlichst wünschte.
Sie wusste dann, dass es kein schönes Ende für diese Geschichte geben wird. Dass das, was Sie sich immer fragte, nun eintreten würde.
Sie wusste, sie musste sich offenbaren und dann sterben.
Und diese Gedanken kreisten in ihrem Kopfe während der Verhandlung, solange, bis kurz vor der Urteilsverkündung ein Priester aufschrie.
"Sie ist Schwanger."
Woher wusste er es nur? Verdammt, hat dieser Rekrut Liam sein Versprechen gebrochen?
Es wurde laut im Saal, die Menschen redeten, schauten sich fassungslos an, als Mariella versuchte, wieder Ruhe einzubringen, sich Anveena zuwandt von ihrer erhöhten Position und Sie fragte: "Seid ihr Schwanger?"
Es drehte sich alles, ihr wurde schlecht. Eine Komplikation, mit der Sie nicht gerechnet hatte. Ihr war klar, was es bedeuten würde, wenn Sie dies bestätigen würde. Sie würden Sie bis zum Tage der Austragung in Gewahrsam halten, ihr das Kind nehmen und Sie dann hinrichten.
Der Gedanke, wie Sie voller Freude das kleine Wesen im Arme hielt, ehe man es ihr aus den Händen riss, erschauderte Sie, doch mehr, dass es ungeschützt wäre.
Der Rabengott würde es riechen, würde die Verräterin in diesem unschuldigen Wesen erkennen und sich seine Seele holen. Egal wie, egal wann.
Ob Anveena sich den Tot mit Freuden holt?
Nein...sie wollte Leben. Doch ihr Egoismus trieb Sie erst in seine Fänge, ihre Ich-Bezogenheit, jegliches Handeln zum eigenen Wohle auszurichten, brachte Sie erst dahin.
Es war an der Zeit, nur einmal im Leben, an das Wohl anderer zu denken...an das Glück derer, die Sie liebte.
Würde Sie sterben, wäre ihre Schuld beglichen, der Rabengott hätte gekriegt, was Sie einst paktierten und Sie waren vor ihm sicher.
So betete Sie, das erste Mal zu Eluive, Sie möge die reine Seele ihres Kindes in ihre Obhut nehmen und sich um es kümmern. Als eines ihrer Geschöpfe...als ihr Kind.
Wieder hämmerte die Frage Mariellas in ihrem Kopf. Die Priester schrien auf, eine Priesterin flehte, Sie solle an das Kind denken.
Doch als die Worte hinausgepresst wurden, als Sie Mariella in die Augen blickte und die Schwangerschaft verneinte, kippte diese Priesterin in die Bewusstlosigkeit um.
Wäre diese Wendung nicht so ernst, Anveena hätte sich ein schmunzeln nicht verkneifen können. Denn wäre es immer so leicht, die Priester auf den Boden zu werfen, hätte Sie diese Methode wohl früher angewandt.
Der Aufschrie und das Gerede wurden lauter, doch innerlich verstummte es in ihrem Kopfe. Der Blick zu Lilian, ein sachtes Seufzen.
Die Urteilsverkündung bekam Sie nur am Rande mit...einige Vorstrafen wie Auspeitschung, ehe das Feuer kommen mochte. Es war geschafft...sie würde hingerichtet werden.
Beim verlassen des Gerichtsgebäudes blickte sie sich kaum um, nur kurz empfang Sie einen Blick von Elanora. Noch einer dieser Menschen, die Sie lieb gewonnen hatte...und welche Sie ebenfalls auf den Boden warf.
In der Zelle zurück gab es noch kurze Gespräche. Die Unterredungen mit Lilian waren wir tausend Dolchstiche ins Herz. Ihre Emotionslosigkeit, ihre Kälte. Sicher, Magier waren geübt darin, ihre Gefühle zu kontrollieren...doch Anveena wünschte sich nur eine Regung, einmal, dass ihre beste Freundin ihren Zorn freien lauf liess, ihre Wut an Anveena entballte. Doch das würde nicht geschehen.
Alindra gesellte sich irgendwann dazu, sprach auf Sie ein...die typischen Phrasen von Egoismus, Beleidigung und dem Appell, einmal etwas richtiges zu tun.
Wie närrisch Sie ist...wie wütend es Sie innerlich machte, wüsste Sie, warum Sie all das genau tat. Doch wer erwartete, dass Sie es verstehen würden?
Sie kannte des Rabengottes Macht nicht, sie wusste nicht, wie Geschickt die Diener für ihre Ziele waren. All ihre ehemaligen Brüder und Schwestern, Lakaien und Schüler.
Könnte ein Priester ihr wirklich garantieren, dass der Seele des Kindes kein Leid widerfahren würde, Sie würde es in ihre Obhut geben. Doch dass auch die Priester Temoras sterben konnten, wusste die ehemalige Dienerin zu gut.
Und sie war immer aus, den sichersten Weg zu gehen.
So gingen die Tage schleppend von dannen, sie verweigerte die Waschung, die Kleidung wie Sie selber spiegelten nur wieder, wie sie sich fühlte...was sie immer war: Ein Monster.
Also sollte Sie auch so erscheinen.
Der Glanz der Schönheit war vergangen, er war ihr Preis an Krathor...jener, welcher mit dem Verrat brach.
Rafael besuchte Sie, wenn Sie wüsste, wie Sie sein Vertrauen gewinnen könnte, wie Sie ihm zeigen könnte, dass es nicht alles eine Farce war, dass ihr die Freundschaft wirklich etwas bedeutet hatte...dass Sie sich wirklich wünschte, er würde Sie zum Traualtar führen...alles eine Illusion...vielleicht in einer anderen Welt...und sie konnte es gut nachvollziehen, dass er voller Zorn war...verraten von einer ihm nahe stehenden Person.
Sie lachte leicht...über sich selber...darüber, dass Serra sie als Weich und Schwach schimpfen würde...menschliche Emotionen zu zeigen und sich um andere zu Sorgen.
Das Gespräch mit Rafael war alles andere als leicht...natürlich die selben Fragen, der verachtenswerte Blick...sie hatte es verdient.
Doch die schwerste Bürde stand ihr noch bevor....als Rafael ging...unwissend, welche Offenbarung sich ihr noch zeigten...der lange und qualvolle Weg zum Tot.
Denn sterben, dass wusste Sie nun, war nicht das einfachste auf der Welt.
Zuletzt geändert von Anveena Midame am Donnerstag 2. Februar 2012, 18:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Liam Ecclesia
Seit Tagen drückte sich Liam davor in den Kerker zu gehen. Es war nicht schwer bei diesem Frost einen Kameraden zu finden, der den eisigen Dienst auf den Mauern und am Tor zu entkommen versucht. Doch Liam stand dieser Tage lieber draussen an den ungemütlichsten Orten und frierte vor sich hin, als nochmals die Kälte des Rabengottes zu spüren. Anveena präsens würde ihn die ganze Zeit an den Griff des Seelenfängers errinern.
Von Zeit zu Zeit gestand er sich auch ein, das er Angst vor der Begegnung hatte, nicht nur weil er Anveena's Geheimniss unwillendlich verraten hat, sondern auch davor Anveenas letztes Opfer zu werden. Wer weis schon ob der Rabengott ihr trotzt ihres Verrats ihre Macht nicht genommen hat.
Die Vorstellung die ihm Drakhon im Kerker bat war erschreckend. Der Rabendiener stellte sich gegen zwei seiner Geschwister und es sah sogar so aus, als wenn die Seelen die er Krathor brachte ihn Mächtig genug gemacht haben, um seine Geschwister beide zu besiegen. Bei den ganzen Seelen die Anveena auf ihrem Gewissen hatte, wieviel Macht hat ihr der Dämon wohl gegeben? Er wusste das ihn die Gitterstäbe nicht hindern könnten, wenn er jemanden wirklich verletzten wollte.
Die Aufgabe war eh nicht mehr die seine. Die Priester und das Konzil werden sich darum kümmern. Lilian wird Anoriel bescheid geben, er brauchte eigendlich nichts mehr tun. Die Last war von seinen Schultern. Wieso aber ging ihm das Kind nicht aus dem Kopf? Und Krathors Worte, wähle Weise oder das Kind wird verloren sein.
Was bedeuten die Worte nur? Es half nichts, er musste Anveena die Stirn bieten, damit sie erfuhr das Krathor es wusste. Sie war die Rabendienerin, sie wusste am besten über den Feind bescheid.
Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn das Gute nichts tut. Den nächsten Kerker Dienst würde der junge Rekrut nicht tauschen...
Von Zeit zu Zeit gestand er sich auch ein, das er Angst vor der Begegnung hatte, nicht nur weil er Anveena's Geheimniss unwillendlich verraten hat, sondern auch davor Anveenas letztes Opfer zu werden. Wer weis schon ob der Rabengott ihr trotzt ihres Verrats ihre Macht nicht genommen hat.
Die Vorstellung die ihm Drakhon im Kerker bat war erschreckend. Der Rabendiener stellte sich gegen zwei seiner Geschwister und es sah sogar so aus, als wenn die Seelen die er Krathor brachte ihn Mächtig genug gemacht haben, um seine Geschwister beide zu besiegen. Bei den ganzen Seelen die Anveena auf ihrem Gewissen hatte, wieviel Macht hat ihr der Dämon wohl gegeben? Er wusste das ihn die Gitterstäbe nicht hindern könnten, wenn er jemanden wirklich verletzten wollte.
Die Aufgabe war eh nicht mehr die seine. Die Priester und das Konzil werden sich darum kümmern. Lilian wird Anoriel bescheid geben, er brauchte eigendlich nichts mehr tun. Die Last war von seinen Schultern. Wieso aber ging ihm das Kind nicht aus dem Kopf? Und Krathors Worte, wähle Weise oder das Kind wird verloren sein.
Was bedeuten die Worte nur? Es half nichts, er musste Anveena die Stirn bieten, damit sie erfuhr das Krathor es wusste. Sie war die Rabendienerin, sie wusste am besten über den Feind bescheid.
Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn das Gute nichts tut. Den nächsten Kerker Dienst würde der junge Rekrut nicht tauschen...