Das Ziel vor Augen.....
- Magnus Siluvaine
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Das Ziel vor Augen.....
Niemand hatte dem kleinen, pechschwarzen Raben auch nur einen Hauch von Aufmerksamkeit geschenkt. Für die Menschen hier schien es keinen Unterschied zu machen ob es nun ein Rabe, eine Taube oder sonst ein Federvieh war, was auf den Dächer der Siedlung saß. Es war fast schon Routine, wenn auch eine Routine, welche keine festgelegten Zeiten kannte. In unregelmäßigen Abständen suchte er die Siedlung heim, doch war die Route stets die gleiche. Und so saß er auch an diesem Abend wieder auf dem Holzgatter, welches den Bauernhof umzäunte. Die kleinen, runden Knopfaugen blickten über das Gehöft und sahen auch heute das selbe wie jedes mal. Dennoch flog der Rabe nicht weiter, es schien als würde er auf etwas warten....und in der Tat war das heute der erste Abend, welchen er bewußt hier verbrachte, denn er hatte ein Gerücht vernommen....und nun würde er prüfen, ob auch dieses einen wahren Kern hatte....
"Der Herr will gerade die Taverne verlassen ...."
Wäre es alleine die Arroganz gewesen, mit welcher der Marschall diese Worte aussprach, wäre das Grund genug gewesen ihm auf ganz besondere Weise zu zeigen was ein Diener Krathors wirklich wollte. Doch nein, er hatte nicht nur die Dreistigkeit solche Worte auszusprechen, sonder er zog, ganz so, als wisse er selbst dass seine Worte alleine nicht einmal ein Kind beindrucken konnten, seine Klinge. Ein Blick auf die Letharen im kleinen Eingangsbereich offenbarte ihm, dass auch sie ihre Waffen gezogen hatten. Unter seiner Knochenmaske verformten sich seine Lippen zu einem freudlosen Lächeln. Die Letharen waren ihm egal, ein notwendiges Übel. Immerhin konnten sie kämpfen, und das alleine machte sie nunmal zu nützlichen Verbündeten. Aber dieser Marschall....
Langsam wandt sich der Rabendiener um und, in der Tat, er verließ die Taverne und noch durch die offenen Fenster konnte er den Spott und den Hohn im inneren vernehmen. Eigentlich war er in die Siedlung gekommen, da ihm zu Ohren gekommen war das sich einige der seelenlosen Skelettkrieger aus Varuna nach Düstersee verirrt hatten. In der Tat konnte er zwei von Ihnen ausmachen, und noch während er sich, gefolgt von den beiden Verirrten, auf den Weg auf Varuna machte, dachte er darüber nach, was er unternehmen würde. Natürlich hatte er sie in der Taverne ebenfalls gehört, als sie sich darüber ausliesen, wie mühelos man doch so ein Skelett "töten" könne. Sie würden nie verstehen, was das Wort "untot" bedeutet, und dass man nicht töten kann, was bereits tot ist. Doch das war bisher überall so.
Nachdem er Varuna erreicht und seine Aufgabe erfüllt hatte, begab er sich auf den Weg in die Grabkammer. Es waren bereits viele Tage vergangen seit er das letzte Mal hier war. Es hatte sich rein gar nichts verändert seit seinem letzten Besuch, und noch während er die alten obisdianfarbenen Steinstufen hinab schritt, zog er sich den Knochenhelm vom Kopf. Sein Weg führte ihn direkt in die Bibliothek, und als er dort ankam atmete er einmal tief durch. Er mochte den Geruch der modrigen, alten Wälzer. Das war auch das einzige, was er mit seiner Scheinidentität gemein hatte: Die Liebe zu den Büchern...auch wenn sie sich sonst vollkommen unterschieden.
Er schlenderte zum erstbesten Regal, lies den gepanzerten Zeigefinger wahllos über die Bücherrücken streifen. zog dann eines der Bücher heraus und schlug es auf. Beinahe schon desinteressiert las er die Zeilen, eine Inspiration erhoffte er sich eigentlich nicht. Seite um Seite wurde von ihm gelesen, und erst als er ein leises stöhnen vernahm, blickte er wieder auf. Der Blick schweifte zu der kleinen Treppe, welche nach unten zum Verlies führte. Sorgsam stellte er das Buch zurück in das Regal und machte sich auf den Weg nach unten. Lebte dieses Weib den immer noch ? Sie hätte doch schon lange verhungert sein müssen...zumindest hatte er das gehofft, denn er hatte weder weitere Verwendung für sie noch verspürte er die Lust sie von ihrem kümmerlichen dasein zu erlösen, für ihn hatte sie ihren Zweck erfüllt.
Unten angekommen bog er um die Ecke und blickte in die große Zelle in der Mitte des Raumes. Dort saß sie: Sie hatte sich in eine Ecke verkrochen und versuchte ihren nackten Leib mit angezogenen Knien, um welche sie die Arme geschlungen hatte, vor ihm zu verbergen. Lächerlich....als ob sich irgendein Mann an dem, was von ihr noch übrig war ergötzen könnte. Sie war vollends abgemagert, im wahrsten Sinne des Wortes nur noch Haut und Knochen. Die blutunterlaufenen, geschwollenen Augen blickten ihn ängstlich an. Ihre Stirn und ihre Wangen waren gerötet, dicke Schweissperlen hatten sich auf ihrer Stirn gebildet. Sie fieberte...Als er dann neben ihr die überreste zweier Rattenkadaver ausmachte, kombiniert mit dem getrockneten Blut an ihrem Kiefer und ihren Händen, wusste er auch, wieso sie bisher noch nicht verhungert war... Ein erbärmlicher Anblick... Aber wenn es um das Überleben ging, machten Menschen alles.
Er wandt sich wieder ab, machte sich auf den Weg nach oben. Noch während er sich fragte wie lange es wohl dauern würde, bis der Virus, den er den Ratten injeziert hatte, seine Wirkung auf die Frau im Kerker entfalten würde, kam ihm eine Idee.
"Die wahre Kunst ist es, einen Menschen zu verletzen, ohne ihn dabei zu verwunden...."
Das war der letzte Satz, den er zuvor in dem Buch gelesen hatte. Als er die Grabkammer wieder verließ, formte sich ein seichtes Schmunzeln auf seinen Lippen. Es war einfach...es war banal....aber es würde ihn an sein Ziel führen. Vorrausgesetzt es gab da jemanden im Leben des Marschalls....
Die kleinen Krähenfüße krallten sich ein wenig fester in das Holz des Zauns. Auch unter seinem Federkleid begann der Rabe immer mehr zu frieren, und er beschloss, das Warten für den heutigen Abend aufzugeben. Ein letztes mal lies er seinen Blick über den Bauernhof schweifen.... Nichts .... Er spreitzte die Flügel, machte einen kleinen Satz, sprang vom Gatter und erhob sich in die Lüfte. Eine letzte Bahn zog er über das Gehöfft, und dann fiel im am Eingangsgatter etwas in die Augen. Wäre es ihm möglich gewesen, hätte er seinen Schnabel zu einem selbstzufriedenem Grinsen verzogen....Es war der Marschall.....
Dann sollte es also so sein... Während der Rabe sich von der Siedlung entfernte, sah er vor seinem inneren Augen nur noch ein Bild, das Bild seines nächsten Opfers....
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/rankaplvdaftm8b.jpg[/img][/url]
"Der Herr will gerade die Taverne verlassen ...."
Wäre es alleine die Arroganz gewesen, mit welcher der Marschall diese Worte aussprach, wäre das Grund genug gewesen ihm auf ganz besondere Weise zu zeigen was ein Diener Krathors wirklich wollte. Doch nein, er hatte nicht nur die Dreistigkeit solche Worte auszusprechen, sonder er zog, ganz so, als wisse er selbst dass seine Worte alleine nicht einmal ein Kind beindrucken konnten, seine Klinge. Ein Blick auf die Letharen im kleinen Eingangsbereich offenbarte ihm, dass auch sie ihre Waffen gezogen hatten. Unter seiner Knochenmaske verformten sich seine Lippen zu einem freudlosen Lächeln. Die Letharen waren ihm egal, ein notwendiges Übel. Immerhin konnten sie kämpfen, und das alleine machte sie nunmal zu nützlichen Verbündeten. Aber dieser Marschall....
Langsam wandt sich der Rabendiener um und, in der Tat, er verließ die Taverne und noch durch die offenen Fenster konnte er den Spott und den Hohn im inneren vernehmen. Eigentlich war er in die Siedlung gekommen, da ihm zu Ohren gekommen war das sich einige der seelenlosen Skelettkrieger aus Varuna nach Düstersee verirrt hatten. In der Tat konnte er zwei von Ihnen ausmachen, und noch während er sich, gefolgt von den beiden Verirrten, auf den Weg auf Varuna machte, dachte er darüber nach, was er unternehmen würde. Natürlich hatte er sie in der Taverne ebenfalls gehört, als sie sich darüber ausliesen, wie mühelos man doch so ein Skelett "töten" könne. Sie würden nie verstehen, was das Wort "untot" bedeutet, und dass man nicht töten kann, was bereits tot ist. Doch das war bisher überall so.
Nachdem er Varuna erreicht und seine Aufgabe erfüllt hatte, begab er sich auf den Weg in die Grabkammer. Es waren bereits viele Tage vergangen seit er das letzte Mal hier war. Es hatte sich rein gar nichts verändert seit seinem letzten Besuch, und noch während er die alten obisdianfarbenen Steinstufen hinab schritt, zog er sich den Knochenhelm vom Kopf. Sein Weg führte ihn direkt in die Bibliothek, und als er dort ankam atmete er einmal tief durch. Er mochte den Geruch der modrigen, alten Wälzer. Das war auch das einzige, was er mit seiner Scheinidentität gemein hatte: Die Liebe zu den Büchern...auch wenn sie sich sonst vollkommen unterschieden.
Er schlenderte zum erstbesten Regal, lies den gepanzerten Zeigefinger wahllos über die Bücherrücken streifen. zog dann eines der Bücher heraus und schlug es auf. Beinahe schon desinteressiert las er die Zeilen, eine Inspiration erhoffte er sich eigentlich nicht. Seite um Seite wurde von ihm gelesen, und erst als er ein leises stöhnen vernahm, blickte er wieder auf. Der Blick schweifte zu der kleinen Treppe, welche nach unten zum Verlies führte. Sorgsam stellte er das Buch zurück in das Regal und machte sich auf den Weg nach unten. Lebte dieses Weib den immer noch ? Sie hätte doch schon lange verhungert sein müssen...zumindest hatte er das gehofft, denn er hatte weder weitere Verwendung für sie noch verspürte er die Lust sie von ihrem kümmerlichen dasein zu erlösen, für ihn hatte sie ihren Zweck erfüllt.
Unten angekommen bog er um die Ecke und blickte in die große Zelle in der Mitte des Raumes. Dort saß sie: Sie hatte sich in eine Ecke verkrochen und versuchte ihren nackten Leib mit angezogenen Knien, um welche sie die Arme geschlungen hatte, vor ihm zu verbergen. Lächerlich....als ob sich irgendein Mann an dem, was von ihr noch übrig war ergötzen könnte. Sie war vollends abgemagert, im wahrsten Sinne des Wortes nur noch Haut und Knochen. Die blutunterlaufenen, geschwollenen Augen blickten ihn ängstlich an. Ihre Stirn und ihre Wangen waren gerötet, dicke Schweissperlen hatten sich auf ihrer Stirn gebildet. Sie fieberte...Als er dann neben ihr die überreste zweier Rattenkadaver ausmachte, kombiniert mit dem getrockneten Blut an ihrem Kiefer und ihren Händen, wusste er auch, wieso sie bisher noch nicht verhungert war... Ein erbärmlicher Anblick... Aber wenn es um das Überleben ging, machten Menschen alles.
Er wandt sich wieder ab, machte sich auf den Weg nach oben. Noch während er sich fragte wie lange es wohl dauern würde, bis der Virus, den er den Ratten injeziert hatte, seine Wirkung auf die Frau im Kerker entfalten würde, kam ihm eine Idee.
"Die wahre Kunst ist es, einen Menschen zu verletzen, ohne ihn dabei zu verwunden...."
Das war der letzte Satz, den er zuvor in dem Buch gelesen hatte. Als er die Grabkammer wieder verließ, formte sich ein seichtes Schmunzeln auf seinen Lippen. Es war einfach...es war banal....aber es würde ihn an sein Ziel führen. Vorrausgesetzt es gab da jemanden im Leben des Marschalls....
Die kleinen Krähenfüße krallten sich ein wenig fester in das Holz des Zauns. Auch unter seinem Federkleid begann der Rabe immer mehr zu frieren, und er beschloss, das Warten für den heutigen Abend aufzugeben. Ein letztes mal lies er seinen Blick über den Bauernhof schweifen.... Nichts .... Er spreitzte die Flügel, machte einen kleinen Satz, sprang vom Gatter und erhob sich in die Lüfte. Eine letzte Bahn zog er über das Gehöfft, und dann fiel im am Eingangsgatter etwas in die Augen. Wäre es ihm möglich gewesen, hätte er seinen Schnabel zu einem selbstzufriedenem Grinsen verzogen....Es war der Marschall.....
Dann sollte es also so sein... Während der Rabe sich von der Siedlung entfernte, sah er vor seinem inneren Augen nur noch ein Bild, das Bild seines nächsten Opfers....
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Zuletzt geändert von Magnus Siluvaine am Mittwoch 21. Dezember 2011, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
"Theoretisch möglich !"
- Magnus Siluvaine
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Kapitel 1: Angst
Langsam, sorgfältig und einem Ritual gleich setzte er die filigrane Nadel erneut an. Andere würden es nicht nachvollziehen, aber diese stumpfsinnige, aber notwendige, Arbeit wirkte irgendwie beruhigend auf ihn. Es dauerte nicht lange und die schwere dunkelgraue Robe war wieder an allen Stellen die dafür vorgesehen waren mit verschiedenen, blank polierten Knochenfragmenten versehen. Er legte die kleine Nadel zurück in die Holzschatulle, lehnte sich in dem Steinthron zurück und betrachtete mit einem zufriedenem Gesichtsausdruck seine Arbeit. Der kleine Raum wurde lediglich vom Licht einer handvoll Kerzen erhellt, deren Kerzenschein von den dunklen Marmorwänden eher aufgesaugt, als reflektiert wurde. Einige Minuten saß er einfach nur stumm, doch dann drückte er sich auf, nahm seine Robe und zog sie sich über. Es war an der Zeit den nächsten kleinen Schritt zu unternehmen, und dafür musste er etwas besorgen....Und er hoffte es war schon bereit....
Dieses Mal wollte er einen Schritt weiter gehen, nicht nur beobachten. Aber alleine die Tatsache dass weder die Frau, noch die Menschen die den Weg entlang kamen an dem Raben auf dem Holzgatter störten, machte ihn zuversichtlich. Und in der Tat: Wollte er dieses mal einen Schritt weiter gehen, so musste er zuerst dafür sorgen, dass sie ihn auch bemerkte. Und so machte der Rabe mit einem kehligen Krächzen auf sich aufmerksam. Im inneren des Hauses hörte er nun Geräusche, doch war ein weiteres, noch etwas lauteres Krächzen von nöten, bis die Rothaarige endlich auf der Veranda erschien. Und nur einen Augenblick später sah sie ihn auch direkt an. Der kohlenfarbene Vogel machte einen Satz auf die Holzkiste hinter dem Gatter, dabei die Bäuerin nicht einen Moment aus dem Blick seiner Knopfaugen entlassend, und es war wohl genau dieser Moment, welcher ihr klar machte, dass das hier kein einfacher Rabe war. Er konnte am Ausdruck ihrer Augen erkennen das sie wusste, dass er wegen ihr hier war. Das war einer dieser besonderen Momente, einer der Momente, die er an seinem Leben am meisten genoss: Das Opfer erkannte in jenem Moment das es ein Opfer war. Sobald er weg sein würde, würde die Frau sich den Kopf zermatern was er von ihr wollte, sie würde angestrengt und fieberhaft darüber nachdenken ob sie all die Tage zuvor schon einen Raben gesehen hatte, ihm nur keine Beachtung geschenkt hatte. Und warum hätte sie das auch tun sollen? In der Regel waren Raben einfach nur normale Raben. Doch noch war es nicht soweit, und der pechschwarze Vogel sprang von der Kisten und entfernte sich aus dem Sichtfeld der Bäuerin.
Als er dann ihre Schritte auf der Veranda hörte, gefolgt vom zuschlagen der Tür und dem Geräusch des Schlüssels, der sich im Schloss mehrmals drehte, erhob sich der Vogel wieder in die Lüfte. Mit wenigen, kräftigen Flügelschlägen gewann er ein wenig an Höhe und zog dann eine Bahn über den Bauernhof. Als er gerade die Holzkiste überflog, auf welcher er zuvor noch gesessen hatte, spreizte er seine Krähenfüße und lies etwas nach unten fallen. Es gab einen dumpfen Knall, als das Knochenstück an die Holzkiste prallte und danach auf dem gefrorenem Boden landete. Dann setzt er neuerlich zum Sinkflug an, landete geübt in der Baumkrone gegenüber der Stelle, an welcher das Knochenstück nun lag, und verhielt sich ruhig in seinem Versteck, um das, was nun passieren würde unbemerkt beobachten zu können.
Es dauerte einen Moment, aber die rothaarige Frau kam erneut hinaus, auf der Suche nach dem Geräusch. Als sie den porösen Knochen erblickte, machte sie einen Schritt zurück. Und als dieser begann sich immer mehr zu zersetzen, nur um am Ende sein Inneres Preis zu geben, stand der Bäuerin der Ekel unverhohlem im Gesicht. Sie huschte erneut ins Haus und kam dann mit einer kleinen Schippe, auf welche sie etwas Glut auf dem Kamin angehäuft hatte, nach drausen. Schnell, und mit möglichst großem Abstand zu den fauligen Maden, welche sich nun auf dem Boden tummelten, kippte sie die Glut über das, was der Diener Krathors ihr hinterlassen. Es zischte und nachdem die Maden ihren Todeskampf verloren hatten, stieg ein ekelerregender Gestank in die Luft empor...
Für den ersten Abend sollte es genügen, und so erhob sich der Rabe erneut in die Lüfte, lies die Frau alleine zurück.....
Langsam schlenderte er durch den Gang, am Verlies vorbei. Als er die Zelle der Frau erreichte, hielt er für einen Moment inne, drehte sich zu ihr, und nickte dann zufrieden. Der Virus, welchen sie durch den Verzehr der Ratten in sich aufgenommen hatte, begann seine erste Wirkung zu zeigen. Sie saß erneut in ihrer Ecke, ihr ganzer Körper zitterte, obwohl sich im Gegensatz dazu auf ihrer gesamten Haut ein dünner Schweissfilm gebildet hat. Der Diener Krathors wusste nicht ob er froh sein, oder es bedauern sollte das er sie nie wieder würde weinen hören. Aber das war irrelevant, hauptsache das Virus schlug an. Und das tat es, denn dort wo einst ihre Augen waren, konnte man nur noch zwei dick angeschwollene Augenhöhlen erkennen, aus deren unterem Ende noch ein dünner Faden von fauligem Eiter hinab lief. Entzückt begann er zu Lächeln, er konnte es kaum erwarten bis das nächste Stadium erreicht wurde. Doch hatte er nun keine Zeit sich weiter an der Frucht seiner Arbeit zu ergötzen, und so ging er weiter durch den Raum, bis er eine, im Vergleich zu der Zelle der Frau, einen winzigen Kerker am Ende des Ganges erreichte. Als er hinein blickte, hob er überrascht die Brauen an. Es war keine 24 Stunden her, als er den Hund dort angekettet und ihm das Derivat des Virus der Frau injeziert hatte. Es war beinahe schon beängstigend wie schnell dieses Derivat seine Wirkung entfaltete und welche Formen es annahm.
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://www.fotos-hochladen.net/uploads/fuerdichopifswvkc7.jpg[/img][/url]
Während er die kleine Zelle betrat, zog er aus der Gürteltasche eine kleine Messingschatulle. Bei der vom Chaos verformten Kreatur angekommen, warf er einen letzten, prüfenden Blick auf die Ketten, welches das "Tier" im Zaum hielten. Dann ging er in die Hocke, nahm die Nadel aus der Schatulle, welche in der Form einem Trichter ähnelte. Das dünne Ende rammte er dem Gezücht in die Flanke und unter das andere Ende hielt er eine kleine Phiole. Schwarzes, öliges Blut füllte langsam den Glasbehälter. Und während er geduldig wartete, bis die Phiole vollends gefüllt war, dachte er darüber nach, wo er diese kostbare Flüssigkeit testen würde. War dort nicht eine Ziege auf dem Bauernhof......?
Langsam, sorgfältig und einem Ritual gleich setzte er die filigrane Nadel erneut an. Andere würden es nicht nachvollziehen, aber diese stumpfsinnige, aber notwendige, Arbeit wirkte irgendwie beruhigend auf ihn. Es dauerte nicht lange und die schwere dunkelgraue Robe war wieder an allen Stellen die dafür vorgesehen waren mit verschiedenen, blank polierten Knochenfragmenten versehen. Er legte die kleine Nadel zurück in die Holzschatulle, lehnte sich in dem Steinthron zurück und betrachtete mit einem zufriedenem Gesichtsausdruck seine Arbeit. Der kleine Raum wurde lediglich vom Licht einer handvoll Kerzen erhellt, deren Kerzenschein von den dunklen Marmorwänden eher aufgesaugt, als reflektiert wurde. Einige Minuten saß er einfach nur stumm, doch dann drückte er sich auf, nahm seine Robe und zog sie sich über. Es war an der Zeit den nächsten kleinen Schritt zu unternehmen, und dafür musste er etwas besorgen....Und er hoffte es war schon bereit....
Dieses Mal wollte er einen Schritt weiter gehen, nicht nur beobachten. Aber alleine die Tatsache dass weder die Frau, noch die Menschen die den Weg entlang kamen an dem Raben auf dem Holzgatter störten, machte ihn zuversichtlich. Und in der Tat: Wollte er dieses mal einen Schritt weiter gehen, so musste er zuerst dafür sorgen, dass sie ihn auch bemerkte. Und so machte der Rabe mit einem kehligen Krächzen auf sich aufmerksam. Im inneren des Hauses hörte er nun Geräusche, doch war ein weiteres, noch etwas lauteres Krächzen von nöten, bis die Rothaarige endlich auf der Veranda erschien. Und nur einen Augenblick später sah sie ihn auch direkt an. Der kohlenfarbene Vogel machte einen Satz auf die Holzkiste hinter dem Gatter, dabei die Bäuerin nicht einen Moment aus dem Blick seiner Knopfaugen entlassend, und es war wohl genau dieser Moment, welcher ihr klar machte, dass das hier kein einfacher Rabe war. Er konnte am Ausdruck ihrer Augen erkennen das sie wusste, dass er wegen ihr hier war. Das war einer dieser besonderen Momente, einer der Momente, die er an seinem Leben am meisten genoss: Das Opfer erkannte in jenem Moment das es ein Opfer war. Sobald er weg sein würde, würde die Frau sich den Kopf zermatern was er von ihr wollte, sie würde angestrengt und fieberhaft darüber nachdenken ob sie all die Tage zuvor schon einen Raben gesehen hatte, ihm nur keine Beachtung geschenkt hatte. Und warum hätte sie das auch tun sollen? In der Regel waren Raben einfach nur normale Raben. Doch noch war es nicht soweit, und der pechschwarze Vogel sprang von der Kisten und entfernte sich aus dem Sichtfeld der Bäuerin.
Als er dann ihre Schritte auf der Veranda hörte, gefolgt vom zuschlagen der Tür und dem Geräusch des Schlüssels, der sich im Schloss mehrmals drehte, erhob sich der Vogel wieder in die Lüfte. Mit wenigen, kräftigen Flügelschlägen gewann er ein wenig an Höhe und zog dann eine Bahn über den Bauernhof. Als er gerade die Holzkiste überflog, auf welcher er zuvor noch gesessen hatte, spreizte er seine Krähenfüße und lies etwas nach unten fallen. Es gab einen dumpfen Knall, als das Knochenstück an die Holzkiste prallte und danach auf dem gefrorenem Boden landete. Dann setzt er neuerlich zum Sinkflug an, landete geübt in der Baumkrone gegenüber der Stelle, an welcher das Knochenstück nun lag, und verhielt sich ruhig in seinem Versteck, um das, was nun passieren würde unbemerkt beobachten zu können.
Es dauerte einen Moment, aber die rothaarige Frau kam erneut hinaus, auf der Suche nach dem Geräusch. Als sie den porösen Knochen erblickte, machte sie einen Schritt zurück. Und als dieser begann sich immer mehr zu zersetzen, nur um am Ende sein Inneres Preis zu geben, stand der Bäuerin der Ekel unverhohlem im Gesicht. Sie huschte erneut ins Haus und kam dann mit einer kleinen Schippe, auf welche sie etwas Glut auf dem Kamin angehäuft hatte, nach drausen. Schnell, und mit möglichst großem Abstand zu den fauligen Maden, welche sich nun auf dem Boden tummelten, kippte sie die Glut über das, was der Diener Krathors ihr hinterlassen. Es zischte und nachdem die Maden ihren Todeskampf verloren hatten, stieg ein ekelerregender Gestank in die Luft empor...
Für den ersten Abend sollte es genügen, und so erhob sich der Rabe erneut in die Lüfte, lies die Frau alleine zurück.....
Langsam schlenderte er durch den Gang, am Verlies vorbei. Als er die Zelle der Frau erreichte, hielt er für einen Moment inne, drehte sich zu ihr, und nickte dann zufrieden. Der Virus, welchen sie durch den Verzehr der Ratten in sich aufgenommen hatte, begann seine erste Wirkung zu zeigen. Sie saß erneut in ihrer Ecke, ihr ganzer Körper zitterte, obwohl sich im Gegensatz dazu auf ihrer gesamten Haut ein dünner Schweissfilm gebildet hat. Der Diener Krathors wusste nicht ob er froh sein, oder es bedauern sollte das er sie nie wieder würde weinen hören. Aber das war irrelevant, hauptsache das Virus schlug an. Und das tat es, denn dort wo einst ihre Augen waren, konnte man nur noch zwei dick angeschwollene Augenhöhlen erkennen, aus deren unterem Ende noch ein dünner Faden von fauligem Eiter hinab lief. Entzückt begann er zu Lächeln, er konnte es kaum erwarten bis das nächste Stadium erreicht wurde. Doch hatte er nun keine Zeit sich weiter an der Frucht seiner Arbeit zu ergötzen, und so ging er weiter durch den Raum, bis er eine, im Vergleich zu der Zelle der Frau, einen winzigen Kerker am Ende des Ganges erreichte. Als er hinein blickte, hob er überrascht die Brauen an. Es war keine 24 Stunden her, als er den Hund dort angekettet und ihm das Derivat des Virus der Frau injeziert hatte. Es war beinahe schon beängstigend wie schnell dieses Derivat seine Wirkung entfaltete und welche Formen es annahm.
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Während er die kleine Zelle betrat, zog er aus der Gürteltasche eine kleine Messingschatulle. Bei der vom Chaos verformten Kreatur angekommen, warf er einen letzten, prüfenden Blick auf die Ketten, welches das "Tier" im Zaum hielten. Dann ging er in die Hocke, nahm die Nadel aus der Schatulle, welche in der Form einem Trichter ähnelte. Das dünne Ende rammte er dem Gezücht in die Flanke und unter das andere Ende hielt er eine kleine Phiole. Schwarzes, öliges Blut füllte langsam den Glasbehälter. Und während er geduldig wartete, bis die Phiole vollends gefüllt war, dachte er darüber nach, wo er diese kostbare Flüssigkeit testen würde. War dort nicht eine Ziege auf dem Bauernhof......?
"Theoretisch möglich !"
- Magnus Siluvaine
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Kapitel 2: Panik
Er hasste Rahal, es war dreckig, es war verschmutzt, und überall roch es nach Armut und Mittelmäßigkeit. Und so hatte er es auch lange vermieden hierher zu kommen. Heute jedoch war sein Besuch notwendig. Mit Überraschung, aber auch mit einem Schmunzeln auf den Lippen hatte er wahrgenommen, dass der Schutz der Bäuerin um einiges verstärkt wurde. Man traf sie praktisch nie alleine an, ständig war jemand in der Nähe, und wenn es nur die Torwachen waren, welche ihre ureigenste Aufgabe, das Bewachen des Tores, nur zu gerne zu vernachlässigen schienen um die Frau im Auge zu behalten. Nun, ihm selbst war es im Grunde gleich. Sicherlich, für ihn wäre es ein Risiko gewesen das Virus selbst der Ziege auf ihrem Gehöfft zu injizieren. Aber wenn sie glaubten er würde sich durch ihre Verstärkung des Personenschutzes beeindrucken lassen, dann waren sie noch leichtgläubiger als er dachte. Hier in Rahal gab es genug zwielichtige Gestalten, die für ein paar Münzen alles taten, was man von ihm verlangte. Und es gab hier jemanden, der ihm ohnehin noch einen Gefallen schuldete. Dennoch war er froh als er der Gestalt das Virus mit einer knappen Anweisung übergeben hatte, denn nun konnte er sich endlich auf den Weg raus aus diesem Drecksloch machen. Er selbst widmete sich derweil seinem nächsten Schritt: Die Angst wurde von ihm gesäht. Daraufhin hatte man ihren Schutz erhöht. Man hatte ihr sicherlich eingeredet das ihr nun nichts mehr passieren könne, das niemand mehr an sie heran treten könne.... Also war es nun an der Zeit ihr zu zeigen, dass all die tröstenden Worte, welche sie mich Sicherheit in den letzten Tagen vernommen hatte, nur hohle Phrasen waren. Es war an der Zeit dass aus der Saat der Angst begann die Panik zu keimen. Und noch während er sich auf dem Weg in die Gruft machte, nahm genau das in Düstersee seinen Lauf........
Die Instruktionen des Dieners waren klar, die Worte die preis gegeben werden sollten genau definiert. Doch ebenso erging die Anweisung der Rothaarigen kein körperliches Leid zuzufügen. Sie einfach zu verletzen oder gar zu töten wäre leicht gewesen, doch lag dies nicht in seinem Interesse. Es war plump, es war stümperhaft und.....es bereitete ihm keinerlei Freude, schuf für ihn keinen Anreiz. Der Diener Krathors sah das, was er tat, seit je her als Kunst an, und er strebte jeden Tag danach, noch mehr Perfektion darin zu erlangen. Mit einem letzten Nicken bedeutete er der untoten Seele sich zu entfernen und ihren Auftrag auszuführen.
Ein leises rascheln in den Blättern des Baumes wäre das einzige gewesen, was jemand hätte bemerken können, gab es doch in diesem Moment keinen Windstoß oder dergleichen. Doch bemerkte niemand etwas, und selbst wenn, niemand hätte den Geist sehen können, er war einzig und alleine geprägt auf eine Aufgabe, und diese würde er erfüllen. Und es würde nur eine Person geben, die ihn wahrnehmen würde.
Und so begab es sich, dass die Bäuerin irgendwann vor dem Eingang zu ihrem Hof stand. Ja, sie konnte den Geist sehen, doch verhielt er sich vorerst still. Dies war teil seiner Befehle, sie sollte denken dass sie schon Dinge sieht, die gar nicht da waren...
Und gerade als es schien dass sich die Frau endültig auf den Weg hinein machte, dass sie tatsächlich dachte es wäre vielleicht nur eine Einbildung, wurden die Schemen des Geistes für ihre Augen deutlicher, schien sich die Präsenz dieser untoten Seele stärker zu manifestieren, und er schwebte ein kleines Stück in Ihre Richtung.
Ein leiser Schrei ertönte als die Frau anfing zu begreifen. Sie trat zurück vor der Gestalt, doch die Angst in ihren Augen war unverkennbar. Doch schien sie für einen Moment der Mut der Verzweiflung zu packen, sie fragte ihn warum sie immer wieder aufs neue heimgesucht werden würde. Sie wollte wissen warum gerade Sie es war, und ob es nur um sie alleine ging.
Eine der Wachen auf dem Turm blickte auf ihre Worte hin in ihre Richtung und legte nachdenklich die Stirn in Falten. Alles was er sah war eine Frau, die mitten auf der Straße offenbar sinnlose Fragen stellte, ohne das dort jemand bei ihr wäre. Wurde diese Frau nun langsam wirklich wahnsinnig ... ?
Sie war der Anfang, und der Diener würde ihr ihre Seele entreisen, das waren die Botschaften, welche das Geist ihr durch sein unheilvolles Flüstern zukommen lies. Doch ging es nicht nur um die Worte alleine, denn als sich der Geist vor ihren Augen auflöste, schien ihr eines bewußt zu werden:
Egal wieviele Menschen sie bewachten, egal wo sie sie vielleicht verstecken würden: Er würde sie finden, und was noch viel wichtiger war, er würde sie erreichen können. Es gab keine Sicherheit......
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/thechallenger572gfnpz6l.jpg[/img][/url]
Nur kurz warf er einen Blick in die Zelle. Die Mutation der "Frau" war weiter voran geschritten. Ihre Zunge war immer weiter angeschwollen, wobei sie sich in einem seltsamen Blauton verfärbte. Um nicht daran zu ersticken, hatte sie sie sich selbst abgebissen, zumindest zeugten dieser seltsame Fleischklumpen der vor ihr lag und ihr vom Kinn herab blutverschmierte Körper davon. Seltsam dass sie nicht verblutet war. Ob das auch etwas mit dem Virus zu tun hatte ? Doch dann wandt sich der Diener wieder von der Zelle ab, ging durch das Verlies und betrat den Hauptraum der Grabkammer. Er würde sich die Wunde morgen in aller Ruhe ansehen. An seinem Ziel angekommen ging er die schwarzen Marmorstufen hinauf zum Altar. Beinahe schon ehrfürchtig umschlossen seine Hände die kleine Bronzekiste, welche in der Mitte des Altars thronte. Er öffnete den Deckel und sah auf das violette Samtkissen im inneren....und auf den Ritualdolch, welcher auf dem Kissen gebettet war. Während er leise die gleiche Litanei rezitierte, die er jedes mal gebetsartig aussprach wenn er den Dolch entnahm, plante er den nächsten Schritt. Er schloss den Deckel der Truhe, drehte sich um und blickte auf die Steinfliesen unterhalb der Treppenstufen. Es war lange her, dass hier das letzte mal ein solches Ritual durchgeführt wurde....Doch zuerst erforderte es einen frischen Blutkreis, und somit frisches Blut....und es bedurfte einer weiteren Zutat:
"Ein Haar sollte genügen....aber vielleicht nehme ich doch lieber einen Finger. Achtung Melinda Larion. Ich komme dich besuchen...."
Er hasste Rahal, es war dreckig, es war verschmutzt, und überall roch es nach Armut und Mittelmäßigkeit. Und so hatte er es auch lange vermieden hierher zu kommen. Heute jedoch war sein Besuch notwendig. Mit Überraschung, aber auch mit einem Schmunzeln auf den Lippen hatte er wahrgenommen, dass der Schutz der Bäuerin um einiges verstärkt wurde. Man traf sie praktisch nie alleine an, ständig war jemand in der Nähe, und wenn es nur die Torwachen waren, welche ihre ureigenste Aufgabe, das Bewachen des Tores, nur zu gerne zu vernachlässigen schienen um die Frau im Auge zu behalten. Nun, ihm selbst war es im Grunde gleich. Sicherlich, für ihn wäre es ein Risiko gewesen das Virus selbst der Ziege auf ihrem Gehöfft zu injizieren. Aber wenn sie glaubten er würde sich durch ihre Verstärkung des Personenschutzes beeindrucken lassen, dann waren sie noch leichtgläubiger als er dachte. Hier in Rahal gab es genug zwielichtige Gestalten, die für ein paar Münzen alles taten, was man von ihm verlangte. Und es gab hier jemanden, der ihm ohnehin noch einen Gefallen schuldete. Dennoch war er froh als er der Gestalt das Virus mit einer knappen Anweisung übergeben hatte, denn nun konnte er sich endlich auf den Weg raus aus diesem Drecksloch machen. Er selbst widmete sich derweil seinem nächsten Schritt: Die Angst wurde von ihm gesäht. Daraufhin hatte man ihren Schutz erhöht. Man hatte ihr sicherlich eingeredet das ihr nun nichts mehr passieren könne, das niemand mehr an sie heran treten könne.... Also war es nun an der Zeit ihr zu zeigen, dass all die tröstenden Worte, welche sie mich Sicherheit in den letzten Tagen vernommen hatte, nur hohle Phrasen waren. Es war an der Zeit dass aus der Saat der Angst begann die Panik zu keimen. Und noch während er sich auf dem Weg in die Gruft machte, nahm genau das in Düstersee seinen Lauf........
Die Instruktionen des Dieners waren klar, die Worte die preis gegeben werden sollten genau definiert. Doch ebenso erging die Anweisung der Rothaarigen kein körperliches Leid zuzufügen. Sie einfach zu verletzen oder gar zu töten wäre leicht gewesen, doch lag dies nicht in seinem Interesse. Es war plump, es war stümperhaft und.....es bereitete ihm keinerlei Freude, schuf für ihn keinen Anreiz. Der Diener Krathors sah das, was er tat, seit je her als Kunst an, und er strebte jeden Tag danach, noch mehr Perfektion darin zu erlangen. Mit einem letzten Nicken bedeutete er der untoten Seele sich zu entfernen und ihren Auftrag auszuführen.
Ein leises rascheln in den Blättern des Baumes wäre das einzige gewesen, was jemand hätte bemerken können, gab es doch in diesem Moment keinen Windstoß oder dergleichen. Doch bemerkte niemand etwas, und selbst wenn, niemand hätte den Geist sehen können, er war einzig und alleine geprägt auf eine Aufgabe, und diese würde er erfüllen. Und es würde nur eine Person geben, die ihn wahrnehmen würde.
Und so begab es sich, dass die Bäuerin irgendwann vor dem Eingang zu ihrem Hof stand. Ja, sie konnte den Geist sehen, doch verhielt er sich vorerst still. Dies war teil seiner Befehle, sie sollte denken dass sie schon Dinge sieht, die gar nicht da waren...
Und gerade als es schien dass sich die Frau endültig auf den Weg hinein machte, dass sie tatsächlich dachte es wäre vielleicht nur eine Einbildung, wurden die Schemen des Geistes für ihre Augen deutlicher, schien sich die Präsenz dieser untoten Seele stärker zu manifestieren, und er schwebte ein kleines Stück in Ihre Richtung.
Ein leiser Schrei ertönte als die Frau anfing zu begreifen. Sie trat zurück vor der Gestalt, doch die Angst in ihren Augen war unverkennbar. Doch schien sie für einen Moment der Mut der Verzweiflung zu packen, sie fragte ihn warum sie immer wieder aufs neue heimgesucht werden würde. Sie wollte wissen warum gerade Sie es war, und ob es nur um sie alleine ging.
Eine der Wachen auf dem Turm blickte auf ihre Worte hin in ihre Richtung und legte nachdenklich die Stirn in Falten. Alles was er sah war eine Frau, die mitten auf der Straße offenbar sinnlose Fragen stellte, ohne das dort jemand bei ihr wäre. Wurde diese Frau nun langsam wirklich wahnsinnig ... ?
Sie war der Anfang, und der Diener würde ihr ihre Seele entreisen, das waren die Botschaften, welche das Geist ihr durch sein unheilvolles Flüstern zukommen lies. Doch ging es nicht nur um die Worte alleine, denn als sich der Geist vor ihren Augen auflöste, schien ihr eines bewußt zu werden:
Egal wieviele Menschen sie bewachten, egal wo sie sie vielleicht verstecken würden: Er würde sie finden, und was noch viel wichtiger war, er würde sie erreichen können. Es gab keine Sicherheit......
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/thechallenger572gfnpz6l.jpg[/img][/url]
Nur kurz warf er einen Blick in die Zelle. Die Mutation der "Frau" war weiter voran geschritten. Ihre Zunge war immer weiter angeschwollen, wobei sie sich in einem seltsamen Blauton verfärbte. Um nicht daran zu ersticken, hatte sie sie sich selbst abgebissen, zumindest zeugten dieser seltsame Fleischklumpen der vor ihr lag und ihr vom Kinn herab blutverschmierte Körper davon. Seltsam dass sie nicht verblutet war. Ob das auch etwas mit dem Virus zu tun hatte ? Doch dann wandt sich der Diener wieder von der Zelle ab, ging durch das Verlies und betrat den Hauptraum der Grabkammer. Er würde sich die Wunde morgen in aller Ruhe ansehen. An seinem Ziel angekommen ging er die schwarzen Marmorstufen hinauf zum Altar. Beinahe schon ehrfürchtig umschlossen seine Hände die kleine Bronzekiste, welche in der Mitte des Altars thronte. Er öffnete den Deckel und sah auf das violette Samtkissen im inneren....und auf den Ritualdolch, welcher auf dem Kissen gebettet war. Während er leise die gleiche Litanei rezitierte, die er jedes mal gebetsartig aussprach wenn er den Dolch entnahm, plante er den nächsten Schritt. Er schloss den Deckel der Truhe, drehte sich um und blickte auf die Steinfliesen unterhalb der Treppenstufen. Es war lange her, dass hier das letzte mal ein solches Ritual durchgeführt wurde....Doch zuerst erforderte es einen frischen Blutkreis, und somit frisches Blut....und es bedurfte einer weiteren Zutat:
"Ein Haar sollte genügen....aber vielleicht nehme ich doch lieber einen Finger. Achtung Melinda Larion. Ich komme dich besuchen...."
Zuletzt geändert von Magnus Siluvaine am Samstag 24. Dezember 2011, 23:59, insgesamt 1-mal geändert.
"Theoretisch möglich !"
- Cara DelMur
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- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
eine Spur Baldrian hatte sie dem Tee beigemischt, der alsbald seine Wirkung auf die junge Hofbesitzerin ausübte. Diese Nacht sollte sie friedlich schlafen können und wieder Kräfte sammeln, die ein erholsamer Schlaf mit sich bringen würde. Das Bett in Caras Zimmer war bei weitem gross genug für zwei und sie wollte Melinda nicht alleine lassen. Eine Weile hörte sie noch auf die ruhiger werdenden Atemzüge der erschöpften Frau und als sie sicher war, dass jene tief und fest schlief, beugte sie sich über sie und zeichnete mit dem Daumen eine Rune auf deren Stirn. Vor Alpträumen sollte jene schützen und ungehört sollten Stimmen im Schlaf an ihr vorbei ziehen.
Wächter des Lichtes, erhört mein Flehen,
die Nacht soll spurlos vorüber gehen.
Kräfte des Morgens, Kräfte der Nacht,
tiefer Frieden sei heut unser Gast.
morgen früh würde sie Staffan bitten, den Briefkasten vor dem Hof abzumontieren. In die Burg wollte sie das vermaledeite Ding nicht mit nehmen und auf die Sumpfinsel schon zweimal nicht. Also wohin damit? Sie würde sich zu dem alten, verfallenen Aussenposten aufmachen, welcher von Morgon erst kürzlich besichtigt worden war. Ja, dort würde sie in Ruhe ihre Sinne strecken, um ins Schöpfungslied zu lauschen. Mehr als fraglich, ob sie etwas heraus finden würde. Neugierig war sie dennoch.
Wächter des Lichtes, erhört mein Flehen,
die Nacht soll spurlos vorüber gehen.
Kräfte des Morgens, Kräfte der Nacht,
tiefer Frieden sei heut unser Gast.
morgen früh würde sie Staffan bitten, den Briefkasten vor dem Hof abzumontieren. In die Burg wollte sie das vermaledeite Ding nicht mit nehmen und auf die Sumpfinsel schon zweimal nicht. Also wohin damit? Sie würde sich zu dem alten, verfallenen Aussenposten aufmachen, welcher von Morgon erst kürzlich besichtigt worden war. Ja, dort würde sie in Ruhe ihre Sinne strecken, um ins Schöpfungslied zu lauschen. Mehr als fraglich, ob sie etwas heraus finden würde. Neugierig war sie dennoch.
Zuletzt geändert von Cara DelMur am Sonntag 25. Dezember 2011, 02:44, insgesamt 1-mal geändert.
- Magnus Siluvaine
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Kapitel 3: Zwischenspiel
Der kleine Rabe neigte den faustgroßen Kopf ein wenig zur Seite. Sein Blick glitt über das Stadttor in Richtung der Hagburg und dann wieder zurück. Es war faszinierend was für ein Truppenaufgebot man hier inzwischen in Düstersee und Umgebung hatte aufmaschieren lassen. Erst vor kurzem war eine kompletter Wachtrupp aus Rahal eingetroffen. Und das alles nur um verzweifelt zu versuchen eine Bäuerin zu schützen. Es raschelte einmal leise, als der Rabe sich auf den Weg zum Rand der Baumkrone machte. Er fragte sich, wie lange es wohl dauerte bis jemand bemerkte, was sich vor nichtmal einer halben Stunde an einem ganz anderen Ort passiert war....
Da war er wieder: Rahal. Und auch dieses Mal war der Besuch nicht zu vermeiden gewesen, auch wenn ihm das, was er hier heute Nacht tun würde, innerlich beinahe schon widerstrebte. Er bevorzugte das bewußte Töten, den sauberen Schnitt, aber nicht ohne zuvor die Angst und das Entsetzen seines Opfers in sich aufzusaugen, ihm langsam aber unentwegt klar zu machen, dass es sein Leben verwirkt hatte. Ja, es war in der tat eine Kunst... Doch was er hier vor hatte, widersprach all dem, was er sonst so genoß.
Der kleine Rabe saß geduldig auf einem Dach in einer der stinkenden Seitengassen Rahals. Er saß dort schon seit Stunden und beobachtete. In den Nächten war das Rabendasein die perfekte Tarnung. Hier in der Seitengasse gab es keine eigenen Laternen, und von den Hauptwegen der Stadt drang das Licht bestenfalls gepämpft und schummrig ein. Doch hatte man hier in dieser Stadt offensichtlich an alle Eventualitäten gedacht: Die Wachleute waren allesamt mit Laternen ausgestattet. Und auch sonst schien hier alles einem festen Schema zu folgen. Pünktlich einmal die Stunde kam hier ein Wachmann vorbei. An den Seitengassen schien niemand großes Interesse zu haben, und so war es nun an dem Raben, das Interesse des Mannes zu wecken, wenn er das nächste mal an der Abzweigung vorbei kam.
Der Widerhall der schweren Schritte in der sonst so stillen Nacht verkündete, dass die Stunde wieder vorbei war, und der Wachmann erneut des Weges kam. Er wartete noch einige Augenblicke ab, dann schob er mit der Schnabelspitze den prunkvoll verzierten und schweren Brieföffner über die Kante der Dachziegeln, so dass dieser mit einem Klirren und Scheppern hinab in die Gasse viel. Danach ging er, so schnell wie seine Krähenfüße ihn trugen, schnell auf dem Dach entlang in Richtung der Hauptstraße.
Die Schritte des Wachmanns wurden hörbar schneller, und als er die Biegung in die Seitengasse erreichte, hob er die rechte Hand mit der Laterne an und leuchtete so gut wie möglich die Gasse aus.
"Wer da ?"
Es klang beinahe schon überheblich und gebieterisch, aber natürlich kam keine Antwort. Mit der freien Hand zog er sein Schwert und mit langsamen Schritten und erhobener Laterne machte sich der Wachmann auf den Weg in Richtung der Geräuschquelle, sich dabei sorgfältig umblickend. Der Rabe wartete bis der Wachmann in etwa bis in die Hälfte der Gasse geschritten war, dann machte er einen Satz, spreizte seine Flügel und lies sich geräuschlos zu Boden gleiten. Die Verwandlung vollzog sich ebenso geräuschlos und gerade als der Wachmann den Brieföffner erreicht hatte, seine Laterne auf dem Boden abstellte, und vor dem Fundstück mit skeptischen Blick und gerunzelter Stirn in die Hocke ging, stand der Rabendiener in voller Größe nur zwei oder drei Schritte hinter ihm, in der rechten Hand ein krudes Beil haltend.
Der Wachmann erhob sich, dabei immer noch auf den Brieföffner blickend. Doch riss er dann plötzlich die Augen weit auf, während sich im gleichem Atemzug sein Mund öffnete. Doch waren es keine Worte, welche ihm über die Lippen kamen, sondern zuerst ein dünnes rinnsal Blut, welches die Mundwinkel verlies, gefolgt von einem leisen Gurgeln und einem größeren Schwall des Lebenssaftes. Das Schwert und der Brieföffner entglitten dem Mann aus den Händen und einen Moment später viel er auf die Knie, ehe dann auch sein Oberkörper nach vorn klappte. Der Wachmann lag tot am Boden, das Beil steckte zwischen seinen Schulterblättern.
Der Rest ging schnell: Der Diener ging in die Hocke, zog eine Phiole hervor, und füllte sie mit dem Lebenssaft des Wachmanns. Dann ging der zu der Leiche, durchsuchte sie und nahm sowohl die Wertgegenstände, als auch die Abzeichen des Mannes an sich. Es sollte Aussehen wie ein Raubmord...Dann nahm er die rechte Hand des Toten, legte ihr die Fetzen eines abgerissenen Schals in die Hand, und drückte dann die Finger zusammen, so dass sie den Fetzen mit einer Faust umschlossen. Der Stoff schien noch recht neu zu sein und der Diener Krathors hatte dafür gesorgt, dass man das Siegel des Schneiders noch gut genug erkennen konnte: Verdania Zac....
Einige Schritte hinter dem Mann platzierte der Diener noch 2 Goldmünzen mit Bajarder Prägung auf dem Boden. Und nur einige Augenblicke später erhob sich ein Rabe aus der Seitengasse und machte sich auf den Weg zur kleinen Siedlung Düstersee....
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://www.fotos-hochladen.net/uploads/blutbodenyu2p4damj0.jpg[/img][/url]
Immer noch lag der Blick der kleinen, runden Knopfaugen auf den Wachen auf dem Stadttor. Melinda hatte die Hagburg bisher nicht verlassen, und er ging davon aus, dass sie es auch den Rest der Nacht nicht mehr tun würde. Doch auch wenn dieser Umstand bedauerlich war, er konnte warten, und auf einen Tag mehr oder weniger, kam es nicht mehr an. Im Gegenteil, so hatte er ein wenig mehr Zeit alles für das Ritual vorzubereiten und abzuwarten, was sich in Rahal tun würde. Doch wollte er nicht ohne einen kleinen Gruß die Rückreise antreten. Mit kräftigen Flügelschlägen erhob er sich in die Lüfte. Erst nachdem er genug Höhe erreicht hatte, glitt der Rabe in Richtung des Bauernhofes. Dort kreiste er eine kleine Weile, dabei bei jeder Umkreisung ein wenig Höhe verlierend. Dann spreitzte er die Krähenfüße und lies etwas fallen, ehe er sich auf den Weg nach Osten machte. Sollte jemand den Hof betreten, so würde ihm vielleicht der Stein, um welches ein Pergament gewickelt wurde, auffallen. Und sollte er das Pergament aufnehmen und die Zeilen lesen, so würden ihm folgende Zeilen, geschrieben aus Blut, in die Augen springen:
"Wir trauern um Melinda. Sie war noch so jung ... "
Der kleine Rabe neigte den faustgroßen Kopf ein wenig zur Seite. Sein Blick glitt über das Stadttor in Richtung der Hagburg und dann wieder zurück. Es war faszinierend was für ein Truppenaufgebot man hier inzwischen in Düstersee und Umgebung hatte aufmaschieren lassen. Erst vor kurzem war eine kompletter Wachtrupp aus Rahal eingetroffen. Und das alles nur um verzweifelt zu versuchen eine Bäuerin zu schützen. Es raschelte einmal leise, als der Rabe sich auf den Weg zum Rand der Baumkrone machte. Er fragte sich, wie lange es wohl dauerte bis jemand bemerkte, was sich vor nichtmal einer halben Stunde an einem ganz anderen Ort passiert war....
Da war er wieder: Rahal. Und auch dieses Mal war der Besuch nicht zu vermeiden gewesen, auch wenn ihm das, was er hier heute Nacht tun würde, innerlich beinahe schon widerstrebte. Er bevorzugte das bewußte Töten, den sauberen Schnitt, aber nicht ohne zuvor die Angst und das Entsetzen seines Opfers in sich aufzusaugen, ihm langsam aber unentwegt klar zu machen, dass es sein Leben verwirkt hatte. Ja, es war in der tat eine Kunst... Doch was er hier vor hatte, widersprach all dem, was er sonst so genoß.
Der kleine Rabe saß geduldig auf einem Dach in einer der stinkenden Seitengassen Rahals. Er saß dort schon seit Stunden und beobachtete. In den Nächten war das Rabendasein die perfekte Tarnung. Hier in der Seitengasse gab es keine eigenen Laternen, und von den Hauptwegen der Stadt drang das Licht bestenfalls gepämpft und schummrig ein. Doch hatte man hier in dieser Stadt offensichtlich an alle Eventualitäten gedacht: Die Wachleute waren allesamt mit Laternen ausgestattet. Und auch sonst schien hier alles einem festen Schema zu folgen. Pünktlich einmal die Stunde kam hier ein Wachmann vorbei. An den Seitengassen schien niemand großes Interesse zu haben, und so war es nun an dem Raben, das Interesse des Mannes zu wecken, wenn er das nächste mal an der Abzweigung vorbei kam.
Der Widerhall der schweren Schritte in der sonst so stillen Nacht verkündete, dass die Stunde wieder vorbei war, und der Wachmann erneut des Weges kam. Er wartete noch einige Augenblicke ab, dann schob er mit der Schnabelspitze den prunkvoll verzierten und schweren Brieföffner über die Kante der Dachziegeln, so dass dieser mit einem Klirren und Scheppern hinab in die Gasse viel. Danach ging er, so schnell wie seine Krähenfüße ihn trugen, schnell auf dem Dach entlang in Richtung der Hauptstraße.
Die Schritte des Wachmanns wurden hörbar schneller, und als er die Biegung in die Seitengasse erreichte, hob er die rechte Hand mit der Laterne an und leuchtete so gut wie möglich die Gasse aus.
"Wer da ?"
Es klang beinahe schon überheblich und gebieterisch, aber natürlich kam keine Antwort. Mit der freien Hand zog er sein Schwert und mit langsamen Schritten und erhobener Laterne machte sich der Wachmann auf den Weg in Richtung der Geräuschquelle, sich dabei sorgfältig umblickend. Der Rabe wartete bis der Wachmann in etwa bis in die Hälfte der Gasse geschritten war, dann machte er einen Satz, spreizte seine Flügel und lies sich geräuschlos zu Boden gleiten. Die Verwandlung vollzog sich ebenso geräuschlos und gerade als der Wachmann den Brieföffner erreicht hatte, seine Laterne auf dem Boden abstellte, und vor dem Fundstück mit skeptischen Blick und gerunzelter Stirn in die Hocke ging, stand der Rabendiener in voller Größe nur zwei oder drei Schritte hinter ihm, in der rechten Hand ein krudes Beil haltend.
Der Wachmann erhob sich, dabei immer noch auf den Brieföffner blickend. Doch riss er dann plötzlich die Augen weit auf, während sich im gleichem Atemzug sein Mund öffnete. Doch waren es keine Worte, welche ihm über die Lippen kamen, sondern zuerst ein dünnes rinnsal Blut, welches die Mundwinkel verlies, gefolgt von einem leisen Gurgeln und einem größeren Schwall des Lebenssaftes. Das Schwert und der Brieföffner entglitten dem Mann aus den Händen und einen Moment später viel er auf die Knie, ehe dann auch sein Oberkörper nach vorn klappte. Der Wachmann lag tot am Boden, das Beil steckte zwischen seinen Schulterblättern.
Der Rest ging schnell: Der Diener ging in die Hocke, zog eine Phiole hervor, und füllte sie mit dem Lebenssaft des Wachmanns. Dann ging der zu der Leiche, durchsuchte sie und nahm sowohl die Wertgegenstände, als auch die Abzeichen des Mannes an sich. Es sollte Aussehen wie ein Raubmord...Dann nahm er die rechte Hand des Toten, legte ihr die Fetzen eines abgerissenen Schals in die Hand, und drückte dann die Finger zusammen, so dass sie den Fetzen mit einer Faust umschlossen. Der Stoff schien noch recht neu zu sein und der Diener Krathors hatte dafür gesorgt, dass man das Siegel des Schneiders noch gut genug erkennen konnte: Verdania Zac....
Einige Schritte hinter dem Mann platzierte der Diener noch 2 Goldmünzen mit Bajarder Prägung auf dem Boden. Und nur einige Augenblicke später erhob sich ein Rabe aus der Seitengasse und machte sich auf den Weg zur kleinen Siedlung Düstersee....
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://www.fotos-hochladen.net/uploads/blutbodenyu2p4damj0.jpg[/img][/url]
Immer noch lag der Blick der kleinen, runden Knopfaugen auf den Wachen auf dem Stadttor. Melinda hatte die Hagburg bisher nicht verlassen, und er ging davon aus, dass sie es auch den Rest der Nacht nicht mehr tun würde. Doch auch wenn dieser Umstand bedauerlich war, er konnte warten, und auf einen Tag mehr oder weniger, kam es nicht mehr an. Im Gegenteil, so hatte er ein wenig mehr Zeit alles für das Ritual vorzubereiten und abzuwarten, was sich in Rahal tun würde. Doch wollte er nicht ohne einen kleinen Gruß die Rückreise antreten. Mit kräftigen Flügelschlägen erhob er sich in die Lüfte. Erst nachdem er genug Höhe erreicht hatte, glitt der Rabe in Richtung des Bauernhofes. Dort kreiste er eine kleine Weile, dabei bei jeder Umkreisung ein wenig Höhe verlierend. Dann spreitzte er die Krähenfüße und lies etwas fallen, ehe er sich auf den Weg nach Osten machte. Sollte jemand den Hof betreten, so würde ihm vielleicht der Stein, um welches ein Pergament gewickelt wurde, auffallen. Und sollte er das Pergament aufnehmen und die Zeilen lesen, so würden ihm folgende Zeilen, geschrieben aus Blut, in die Augen springen:
"Wir trauern um Melinda. Sie war noch so jung ... "
Zuletzt geändert von Magnus Siluvaine am Sonntag 25. Dezember 2011, 12:36, insgesamt 2-mal geändert.
"Theoretisch möglich !"
- Magnus Siluvaine
- Beiträge: 396
- Registriert: Samstag 19. Februar 2011, 04:43
Kapitel 4: Veränderungen
Die letzten Tage waren anstrengend. Doch hatte sich all die Arbeit unterm Strich mehr als gelohnt. Auf der einen Seite der Mord in Rahal, und bisher schien es so, als wäre der Köder geschluckt worden, das Blut des ermordeten Wachmannes....Auf der anderen Seite die rote Locken der Bäuerin in der Bronzeschatulle....Und zum Schluss noch die Rabenherde, welche er nach Düstersee gelockt hatte, wo sie nun den Bauernhof belagerten. Alles in allem hatte er zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Er hatte sich alles besorgt, was er für das erste kleine Ritual benötigte, und gleichzeitig hatte er dafür gesorgt dass seine Gegenspieler zumindest für eine Weile beschäftigt waren.
Heute führte ihn sein Weg ganz bewußt zuerst einmal hinab zu den Zellen. Die letzten beiden Tage hatte er keine Zeit sich mit seinem "Kunstwerk" zu beschäftigen, und das obwohl seine Arbeit bald abgeschlossen sein würde. Es bereitete ihm innere Befriedigung dass die Mutation nach Plan zu verlaufen schien, und er entnahm in jedem einzelnen Mutationstadium Proben, so dass er nach Abschluss des Experiments in der Lage sein würde den gesamten Prozess, oder einzelne Teile, je nach Bedarf, auch bei anderen Menschen wiederholen zu können. Die Neugier fraß ihn förmlich auf, und so beschleunigte er seinen Gang zur Zelle. Dort angekommen, trat er nah an die Stäbe heran um einen möglichst guten Blick auf sie werfen zu können. Diesmal lag sie nicht zusammengerollt in einer der Ecken, sondern kauerte auf dem kalten Stein in der Mitte ihres Gefängnis. Ein zufriedenes, und nicht minder stolzes Lächeln formte sich auf seinen Lippen bei dem was er da sah.
"Erhebe dich..."
Ohne zu zögern gehorchte die Kreatur dem knappen und strengen Befehl ihres Meisters, und seine blaugrauen Augen funkelten vor Entzücken als er sie von oben bis unten ansah. Über die leeren Augenhöhlen war eine matte, weisse Membran gewachsen, und Magnus konnte fühlen dass sie ihn auch ohne ihre menschlichen Augen genau sehen konnte. Sie bleckte ihre fauligen, dünnen Lippen und offenbarte ihm so einen Blick auf die daumennagelgroßen, rasiermesserscharzen Zähne. Für einen kleinen Moment konnte er den dünnen, grünlichen und Harpunenförmigen Auswuchs erkennen, der dort anstelle ihrer Zunge gewachsen war. Auch die hornigen Auswüsche auf ihrem Kopf und ihren Schultern schienen ihre Entwicklung nun abgeschlossen zu haben. An den Fingern ihrer rechten Hand hatten sich dort, wo ihr zuvor die Fingernägel abgefault waren, dolchlange Knochenauswüchse gebildet. Aber besonders stolz war er auf ihre Mutation des linken Armes: Ähnelte der Oberarm noch immer dem eines Menschen, hatten sich der Unterarm und die Hand zu einer knochenartigen Waffe gewandelt, welche von der Form her einer an eine überdimensionierte Gliedmaße eines Insektes erinnerte. Entückt leckte er sich mit der Zunge über seine Lippen.
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/180pxmaskeartm3lj15k4b6.jpg[/img][/url]
Er würde noch am selben Abend wiederkommen um auch von diesem Stadium des Wandels eine Probe zu entnehmen. Doch nun ging er den Gang weiter, in Richtung des Hauptschiffs der Grabkammer, dort, wo er das Ritual durchführen würde. Als er an der letzten Zelle vorbei kam, blickte er auch dort flüchtig hinein, jedoch ohne inne zu halten. Und es war auch dieser Moment, in welchem sein Lächeln wieder verflog: So wunderbar, so herrlich und so perfekt die Kreatur, welche er aus der Frau geschaffen hatte, auch war, das genaue Gegenteil war das Ergebnis des Expirementes mit dem Hund. Zuerst verlief auch dort alles nach Plan, erfolgte die Veränderung sogar schneller als er dachte, doch nur 2 Tage später hatte sich der Körper immer weiter aufgedunsen zu einem riesigen Knoten aus mutierendem Fleisch, durchzogen von einigen tentakelartigen auswüchsen. Auch dem Willen des Dieners folgte das "Ding" nun schon seit einiger Zeit nicht mehr....Er würde es entsorgen müssen, und innerlich fluchte er leise über den Fehlschlag, jedoch gab ihm der Gedanke an Melindas Blick, wenn sie ihre Ziege in einer solchen Form vorfinden würde, einen kleinen Trost
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/09d4d253a80df2945trb9vfu0.jpg[/img][/url]
Letztlich erreichte er dann das Hauptschiff und schlenderte zum Altar. Den Blutkreis zu Füßen des Altars hatte er gerade erst mit dem erbeuteten Blut des Rahaler Wachmannes frisch gezeichnet und auf der obsidianfarbenen Marmor des Altars hatte er penibel genau die restlichen Ingridenzien verteilt. In der Mitte des Marmortisches befand sich eine Schüssel aus puren Messing, in deren Rand sorgsam kleine Totenschädel eingearbeitet waren. Dahinter stand ein kleiner Holzständer. Ein Halter für Phiolen, doch thronte in seiner Mitte lediglich eine einzige, bis zum Rand gefüllte. Diese entnahm er dann und lies deren Inhalt in einer kreisförmigen Bewegung über den inneren Rand der Schüssel in diese hinablaufen. Es war jenes Blut, welches er der Frau im Kerker während des ersten Stadiums der Mutation entnommen hatte: Ihr waren innerhalb kürzester Zeit sämtliche ihrer hüftlangen, goldenen Haare ausgefallen. Behutsam stellte er die leere Phiole zurück in den Ständer, und nahm die kleine Dose zur Hand, welche sich zur linken der Schüssel befand. Deren Inhalt, ein grellweises Pulver, lies er dann ebenso in die Schüssel rieseln. Nachdem auch die Dose qn ihren Ursprungsort zurück gelegt wurden, nahm er die kleine Schatulle zur rechten der Messingschüssel in die Hand. Vorsichtig, als enthielte sie den kostbarsten Schatz auf Erden, öffnete er sie und blickte auf die feuerroten Haare, welche er von der Bäuerin errungen hatte. Er griff hinein, entnahm genau die Hälfte der Haare, und legte sie auf das Gemisch in der Messingschüssel.
Die Schüssel mit beiden Händen umschlossen, ging er langsam die Stufen am Altar hinab. Er betrat den frisch gezogenen Blutkreis und plazierte die Schüssel penibel genau in seiner Mitte. Ein knappes Nicken erfolgte, dann machte er sich auf den Weg zurück zum Altar. Er nahm das schwere, aus Menschenhaut gebundene Buch, drehte sich in Richtung des Blutkreises, und schlug es auf. Laut begann er die mit Blut niedergeschrieben, fremden Worte zu lesen. Einem unheiligen Gebet gleich hallten seine Worte von den schwarzen Mauern wieder, als er begann das Ritual durchzuführen, dabei die Worte aus dem Buch wie eine geheimnisvolle Litanei rezitierend......
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Und so beginnt es....
Die letzten Tage waren anstrengend. Doch hatte sich all die Arbeit unterm Strich mehr als gelohnt. Auf der einen Seite der Mord in Rahal, und bisher schien es so, als wäre der Köder geschluckt worden, das Blut des ermordeten Wachmannes....Auf der anderen Seite die rote Locken der Bäuerin in der Bronzeschatulle....Und zum Schluss noch die Rabenherde, welche er nach Düstersee gelockt hatte, wo sie nun den Bauernhof belagerten. Alles in allem hatte er zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Er hatte sich alles besorgt, was er für das erste kleine Ritual benötigte, und gleichzeitig hatte er dafür gesorgt dass seine Gegenspieler zumindest für eine Weile beschäftigt waren.
Heute führte ihn sein Weg ganz bewußt zuerst einmal hinab zu den Zellen. Die letzten beiden Tage hatte er keine Zeit sich mit seinem "Kunstwerk" zu beschäftigen, und das obwohl seine Arbeit bald abgeschlossen sein würde. Es bereitete ihm innere Befriedigung dass die Mutation nach Plan zu verlaufen schien, und er entnahm in jedem einzelnen Mutationstadium Proben, so dass er nach Abschluss des Experiments in der Lage sein würde den gesamten Prozess, oder einzelne Teile, je nach Bedarf, auch bei anderen Menschen wiederholen zu können. Die Neugier fraß ihn förmlich auf, und so beschleunigte er seinen Gang zur Zelle. Dort angekommen, trat er nah an die Stäbe heran um einen möglichst guten Blick auf sie werfen zu können. Diesmal lag sie nicht zusammengerollt in einer der Ecken, sondern kauerte auf dem kalten Stein in der Mitte ihres Gefängnis. Ein zufriedenes, und nicht minder stolzes Lächeln formte sich auf seinen Lippen bei dem was er da sah.
"Erhebe dich..."
Ohne zu zögern gehorchte die Kreatur dem knappen und strengen Befehl ihres Meisters, und seine blaugrauen Augen funkelten vor Entzücken als er sie von oben bis unten ansah. Über die leeren Augenhöhlen war eine matte, weisse Membran gewachsen, und Magnus konnte fühlen dass sie ihn auch ohne ihre menschlichen Augen genau sehen konnte. Sie bleckte ihre fauligen, dünnen Lippen und offenbarte ihm so einen Blick auf die daumennagelgroßen, rasiermesserscharzen Zähne. Für einen kleinen Moment konnte er den dünnen, grünlichen und Harpunenförmigen Auswuchs erkennen, der dort anstelle ihrer Zunge gewachsen war. Auch die hornigen Auswüsche auf ihrem Kopf und ihren Schultern schienen ihre Entwicklung nun abgeschlossen zu haben. An den Fingern ihrer rechten Hand hatten sich dort, wo ihr zuvor die Fingernägel abgefault waren, dolchlange Knochenauswüchse gebildet. Aber besonders stolz war er auf ihre Mutation des linken Armes: Ähnelte der Oberarm noch immer dem eines Menschen, hatten sich der Unterarm und die Hand zu einer knochenartigen Waffe gewandelt, welche von der Form her einer an eine überdimensionierte Gliedmaße eines Insektes erinnerte. Entückt leckte er sich mit der Zunge über seine Lippen.
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Er würde noch am selben Abend wiederkommen um auch von diesem Stadium des Wandels eine Probe zu entnehmen. Doch nun ging er den Gang weiter, in Richtung des Hauptschiffs der Grabkammer, dort, wo er das Ritual durchführen würde. Als er an der letzten Zelle vorbei kam, blickte er auch dort flüchtig hinein, jedoch ohne inne zu halten. Und es war auch dieser Moment, in welchem sein Lächeln wieder verflog: So wunderbar, so herrlich und so perfekt die Kreatur, welche er aus der Frau geschaffen hatte, auch war, das genaue Gegenteil war das Ergebnis des Expirementes mit dem Hund. Zuerst verlief auch dort alles nach Plan, erfolgte die Veränderung sogar schneller als er dachte, doch nur 2 Tage später hatte sich der Körper immer weiter aufgedunsen zu einem riesigen Knoten aus mutierendem Fleisch, durchzogen von einigen tentakelartigen auswüchsen. Auch dem Willen des Dieners folgte das "Ding" nun schon seit einiger Zeit nicht mehr....Er würde es entsorgen müssen, und innerlich fluchte er leise über den Fehlschlag, jedoch gab ihm der Gedanke an Melindas Blick, wenn sie ihre Ziege in einer solchen Form vorfinden würde, einen kleinen Trost
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Letztlich erreichte er dann das Hauptschiff und schlenderte zum Altar. Den Blutkreis zu Füßen des Altars hatte er gerade erst mit dem erbeuteten Blut des Rahaler Wachmannes frisch gezeichnet und auf der obsidianfarbenen Marmor des Altars hatte er penibel genau die restlichen Ingridenzien verteilt. In der Mitte des Marmortisches befand sich eine Schüssel aus puren Messing, in deren Rand sorgsam kleine Totenschädel eingearbeitet waren. Dahinter stand ein kleiner Holzständer. Ein Halter für Phiolen, doch thronte in seiner Mitte lediglich eine einzige, bis zum Rand gefüllte. Diese entnahm er dann und lies deren Inhalt in einer kreisförmigen Bewegung über den inneren Rand der Schüssel in diese hinablaufen. Es war jenes Blut, welches er der Frau im Kerker während des ersten Stadiums der Mutation entnommen hatte: Ihr waren innerhalb kürzester Zeit sämtliche ihrer hüftlangen, goldenen Haare ausgefallen. Behutsam stellte er die leere Phiole zurück in den Ständer, und nahm die kleine Dose zur Hand, welche sich zur linken der Schüssel befand. Deren Inhalt, ein grellweises Pulver, lies er dann ebenso in die Schüssel rieseln. Nachdem auch die Dose qn ihren Ursprungsort zurück gelegt wurden, nahm er die kleine Schatulle zur rechten der Messingschüssel in die Hand. Vorsichtig, als enthielte sie den kostbarsten Schatz auf Erden, öffnete er sie und blickte auf die feuerroten Haare, welche er von der Bäuerin errungen hatte. Er griff hinein, entnahm genau die Hälfte der Haare, und legte sie auf das Gemisch in der Messingschüssel.
Die Schüssel mit beiden Händen umschlossen, ging er langsam die Stufen am Altar hinab. Er betrat den frisch gezogenen Blutkreis und plazierte die Schüssel penibel genau in seiner Mitte. Ein knappes Nicken erfolgte, dann machte er sich auf den Weg zurück zum Altar. Er nahm das schwere, aus Menschenhaut gebundene Buch, drehte sich in Richtung des Blutkreises, und schlug es auf. Laut begann er die mit Blut niedergeschrieben, fremden Worte zu lesen. Einem unheiligen Gebet gleich hallten seine Worte von den schwarzen Mauern wieder, als er begann das Ritual durchzuführen, dabei die Worte aus dem Buch wie eine geheimnisvolle Litanei rezitierend......
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Und so beginnt es....
"Theoretisch möglich !"
- Cara DelMur
- Beiträge: 891
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Der Fund im Briefkasten führte zu keinem Ergebnis, ausser das man hätte sich übergeben können. Sie würde sich später darum kümmern und vielleicht diesen kläglichen Rest des KindsKörpers begraben.
Und nun?
Raben. Mit dunklen Schwingen erhob sich das Heer hinweg über die mächtigen Zinnen der Wehrburg Düstersee‘s. Ihr Ziel, der nahe Hof der Larion’s. Dort sassen sie nun und bohrten ihre Krallen in Gatter und Tor. Doch die kampferprobte Laina liess sich nicht von ein paar Vögeln einschüchtern und versuchte alsgleich jene zu vertreiben. Der Erfolg eher mager, nur heftiges Flügelschlagen und Gekreische der unerwünschten Gäste, die dort wohl ihr neues Heim bezogen hatten. Eilig wurden alle Federn eingesammelt, derer man habhaft werden konnte und auch der rote Edelstein wanderte in Cara’s Beutel.
Zusammen mit den wenigen roten Haaren Melindas, welcher sie ihr in der Nacht, als jene neben ihr schlief, abgeschnitten hatte, ein hauchdünner Hoffnungsstreifen getragen am dunklen Horizont der Gedanken.
Und nun?
Raben. Mit dunklen Schwingen erhob sich das Heer hinweg über die mächtigen Zinnen der Wehrburg Düstersee‘s. Ihr Ziel, der nahe Hof der Larion’s. Dort sassen sie nun und bohrten ihre Krallen in Gatter und Tor. Doch die kampferprobte Laina liess sich nicht von ein paar Vögeln einschüchtern und versuchte alsgleich jene zu vertreiben. Der Erfolg eher mager, nur heftiges Flügelschlagen und Gekreische der unerwünschten Gäste, die dort wohl ihr neues Heim bezogen hatten. Eilig wurden alle Federn eingesammelt, derer man habhaft werden konnte und auch der rote Edelstein wanderte in Cara’s Beutel.
Zusammen mit den wenigen roten Haaren Melindas, welcher sie ihr in der Nacht, als jene neben ihr schlief, abgeschnitten hatte, ein hauchdünner Hoffnungsstreifen getragen am dunklen Horizont der Gedanken.
Zuletzt geändert von Cara DelMur am Dienstag 27. Dezember 2011, 19:00, insgesamt 2-mal geändert.
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Qis´arx
La Malédiction – Der Fluch
So viel Aufopferung für einen Menschen. So viel Schmerz, so viel Konzentration und so viel Schwäche..., für einen Menschen! Wie konnte sie das nur zulassen, was hat sie geritten und welche Motivation brachte sie zu diesem Treiben?! Vielleicht wollte sie sich nur selbst beweisen, sich eingestehen schon bereit zu sein und doch ging es fast schief und kostete die komplette Kraft ihrer Seele. Dazu kommt auch, dass all diese Anstrengung sich nur auf ein stupides Objekt legte, nicht etwa auf den kompletten Peiniger. Sollte er also andere Wege haben, war alles umsonst und man würde ihr Treiben vielleicht sogar in Frage stellen, sie demütigen. Das könnte die kleine Gestalt von Lethar nicht zulassen. Niemals. Diese Frau besitzt keinen Wert, keine großen Aufgaben, nichts was all diesen Aufwand erklären könnte und doch lässt Qis'arx nicht locker. Der, der sie schädigt, soll schmoren, alleine nur dafür, dass sie sich für seine vermutlich unnötigen Schandtaten so hat aufopfern müssen! Sie würde Alatar beweisen was in ihr steckt, die Unfähigkeit die sie offenbarte wieder fort wischen und das am besten mit seinem Blut.
„Du traust dir zu viel zu, kleine Lethra.“ Waren es die Worte der Meisterin, die nach so langer Zeit des Kennenlernens, keinesfalls negativ gemeint sein mussten. Sie nickte ihre Worte ab und entweder war es die Entschlossenheit in ihren Augen oder das Desinteresse Ceylin'Tyrs, welche dieses Thema recht schnell im Sand verwehen ließen. Und so war es an ihr, sich nicht nur vor dem Vater selbst, sondern auch vor der Meisterin zu bezeugen.
10. Dir zu dienen heißt sich völlig aufzugeben, denn nur in Nileth Azhur an deiner Seite können wir zur absoluten Vollkommenheit finden.
So viel Aufopferung für einen Menschen. So viel Schmerz, so viel Konzentration und so viel Schwäche..., für einen Menschen! Wie konnte sie das nur zulassen, was hat sie geritten und welche Motivation brachte sie zu diesem Treiben?! Vielleicht wollte sie sich nur selbst beweisen, sich eingestehen schon bereit zu sein und doch ging es fast schief und kostete die komplette Kraft ihrer Seele. Dazu kommt auch, dass all diese Anstrengung sich nur auf ein stupides Objekt legte, nicht etwa auf den kompletten Peiniger. Sollte er also andere Wege haben, war alles umsonst und man würde ihr Treiben vielleicht sogar in Frage stellen, sie demütigen. Das könnte die kleine Gestalt von Lethar nicht zulassen. Niemals. Diese Frau besitzt keinen Wert, keine großen Aufgaben, nichts was all diesen Aufwand erklären könnte und doch lässt Qis'arx nicht locker. Der, der sie schädigt, soll schmoren, alleine nur dafür, dass sie sich für seine vermutlich unnötigen Schandtaten so hat aufopfern müssen! Sie würde Alatar beweisen was in ihr steckt, die Unfähigkeit die sie offenbarte wieder fort wischen und das am besten mit seinem Blut.
„Du traust dir zu viel zu, kleine Lethra.“ Waren es die Worte der Meisterin, die nach so langer Zeit des Kennenlernens, keinesfalls negativ gemeint sein mussten. Sie nickte ihre Worte ab und entweder war es die Entschlossenheit in ihren Augen oder das Desinteresse Ceylin'Tyrs, welche dieses Thema recht schnell im Sand verwehen ließen. Und so war es an ihr, sich nicht nur vor dem Vater selbst, sondern auch vor der Meisterin zu bezeugen.
10. Dir zu dienen heißt sich völlig aufzugeben, denn nur in Nileth Azhur an deiner Seite können wir zur absoluten Vollkommenheit finden.
- Magnus Siluvaine
- Beiträge: 396
- Registriert: Samstag 19. Februar 2011, 04:43
Kapitel 5: Die Ruhe vor dem Sturm
Langsam schritt der Diener durch die Ruinen des einst so prächtigen und pompösen Varuna. Die Kapuze hatte er zurückgeschlagen, und auch einen Helm trug er nicht, drohte hier doch keine Gefahr erkannt zu werden. Er zog einmal tief die Luft durch die Nase ein, während er sich auf den Weg in das Zentrum machte. Wo er hinblickte sah er eine Hundertschaft von untoten Sklaven. Sie waren nun schon seit langem hier, streunten ziellos umher und warteten...Sie warteten darauf endlich der Bestimmung zu folgen, aufgrund derer sie hierher gerufen worden waren. Ein kleines, freudloses Lächeln zierte seine Lippen als er an die Ehre dachte....an jenen Abend, als Krathor selbst sich hier zeigte.... Alleine diese Tatsache war für ihn Grund genug zumindest einmal am Tag hierher zu kommen, ein wenig hier zu verweilen, ein Gebet zu sprechen und sich die Heerscharen die hier vereint waren zu beobachten. Vielleicht...nur vielleicht würde ihm eines Tages erneut die Ehre zu Teil werden, hier vor seinem Herren und Meister zu knien.... Er schloss die Augen und während er die Untoten um sich herum umher wandeln hörte, stellte er sich vor, wie es wäre, wenn ihm dieser Wunsch erfüllt werden würde....
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/rpthreaduntothj3pys4txu.jpg[/img][/url]
In den letzten Tagen war viel geschehen. Dass der von seinem Ritual herbeigerufene Fluch auf die Bäuerin wirkte, drang schon recht schnell an seine Ohren. Doch hätte er selbst nicht geglaubt, wie schnell er in den Genuss kommen würde, sich das Ergebnis seiner bisherigen Arbeit selbst anzusehen, denn der Alka hatte um ein Gespräch gebeten. Wobei "gebeten" das falsche Wort war, er hatte die Diener zu sich zitiert, und das zum einem in einer Wortwahl, die in Magnus Augen nicht tragbar war, und zum anderen machte er sich nicht einmal selbst die Mühe ein Schreiben aufzusetzen, nein, der Schrieb kam von einem seiner Schosshündinnen.
Doch bestand Magnus Schwester in der Dienerschaft darauf, dem Alka dennoch zu antworten und ein Treffen statt finden zu lassen. Ihm selbst war es im Grunde gleich, doch war es die Neugier, die ihn dazu trieb, seine Schwester zu begleiten. Und so machten sich beide einen Tag später auf den Weg nach Rahal. Den abgerissenen Rabenkopf, den man den Dienern mit der Nachricht hatte zukommen lassen, spießte seine Schwester auf das obere Ende ihres Knochenstabes, und schnell war man sich einig, sich bei dem Gespräch auf die gleiche Weise für das Geschenk zu bedanken. Der Leichnam eines ausgewachsenen Panthers jedoch würde zuviel Aufmerksamkeit erregen, und man hätte sie niemals durch das Stadttor gehen lassen. Also war es eine frisch getötete Katze, welche als Geschenk dienen sollte.
Pünktlich standen die Diener vor den Toren des Palastes, doch lies man sie warten. Die Wache am Tor war nicht bereit ihnen Einlass zu gewähren, und antwortete nur wortkarg, dass man die Diener schon abholen würde, wenn dem Alka es gefallen würde sie zu empfangen. Doch war dies nur das erste von vielen kleinen Machtspielchen, welche er und seine Schwester hier heute erleben sollten.
Als sich dann doch endlich jemand vom Palast aus auf den Weg machte um Ihnen Einlass zu gewähren, folgten sie der Person ins Innere. Der kühle und knappe Empfang des Gastgebers erfolgte noch in der Eingangshalle, und als endlich in dem Raum angekommen war, an welchem die Gespräche geführt werden sollte, nahm er mit einem Schmunzeln unter seiner schwarzen Maske zur Kenntnis, wieviele bewaffnete Personen, allen voran Letharen, in diesem Raum verweilten. Vor irgendetwas schien der Alka wirklich große Angst zu haben.
Zuerst überreichten sie ihr Geschenk, und man konnte deutlich sehen, dass diese Geste, welche man lediglich erwiderte, dafür sorgte dass man ohne Umschweife und in einem anklagendem Tonfall von den Dienern verlangte, den "Übeltäter" öffentlich zu strafen. Man hätte dafür 24 Stunden Zeit, ansonsten würde es Krieg geben, und der Alka selbst wolle dafür sorgen dass Krathor seine Macht verlieren würde.
Doch liesen sich die Diener von diesem, entweder von Unwissenheit oder von Furcht beeinflussten Worten, irritieren. Zuerst einmal wollten sie darüber aufgeklärt werden, was überhaupt der Auslöser war für diesen Zorn und das respektlose Verhalten ihnen gegenüber. Denn ausser Forderungen und Drohungen, hatte sie bisher keinerlei Informationen bekommen.
Der Grund waren also die Ereignisse um die Bäuerin Melinda Larion. Wieder verzogen sich Magnus´ Lippen unter der Maske zu einem Schmunzeln. Der Alka und seine Getreuen waren in dem festen Glauben es wäre ein Diener des Raben, der all dies verschuldete. Letztlich endete das Gespräch in einem Entgegenkommen:
Magnus und seine Schwester aus der Dienerschaft würden sich die Arme Bäuerin ansehen, sehen, ob sie den Fluch beenden können würden. Welch herrliche Ironie ! Konnte er aufgrund all der Wachen, Priester des Tempels und seit neustem wohl auch Arkorithern, die nun in Düstersee zum Schutze der Bäuerin hausten, sie selbst nicht direkt erreichen, so gab ihm nun der Alka höchstpersönlich eine Eintrittskarte, welche ihn direkt zu Melinda führte, an all den zum Schutz abgestellten Personen vorbei ....
Dennoch wurde das Wort "Krieg" noch mehrere Male in den Mund genommen, und auch der Alka wiederholte seine Drohung, Krathor seine Macht zu entziehen.... Als die Diener sich verabschiedeten, traf noch eine Abordnung aus dem Tempel ein. Die beiden Letharinnen stürmten geradezu in den Raum, unter Missachtung jedweder Etikette. Und mit Überraschung nahm Magnus zur Kenntnis, dass sie den Alka ebenso respektlos behandelten, wie ihn und seine Schwester. Und noch während sie den Palast verliesen, fragte er sich, ob Rahal nur aus dem Grund auf einen Krieg aus war, weil dieser von den eigenen, innenpolitsichen Problemen ablenken würde. Ein interessanter Gedanke....doch war er erstmal irrelevant.
Am nächsten Abend begaben er und seine Schwester aus der Dienerschaft sich nach Düstersee. Er konnte das Misstrauen der Anwesenden förmlich schmecken, als sie in den Raum der Wachstube geführt worden. Und dort sah er sie: Melinda Larion. Er hatte Mühe sein Entzücken zu unterdrücken und nach aussen hin teilnahmslos zu bleiben als er sie sah. Ihre weisen Haare, ihre blasse Haut, die offensichtlich von mehreren schlaflosen Nächten rührte, und den Ausdruck der Abscheu und der Angst in ihren Augen ....
Sie untersuchten die Bäuerin, stellten eine Verbindung zu ihren Gedanken her. Magnus spürte eine tiefe innere Befriedigung als er dabei spüren konnte, wie Melinda selbst all diese Ereignisse erlebte und wie sie versuchte sie zu verarbeiten. Die Diener unterbrachen die Auswirkungen des Fluches, vorerst würden keine weitere Veränderungen die Bäuerin heimsuchen. Vorerst .... denn der Fluch wurde unterbrochen, aber nicht gebannt ....
Die Vertreter Düstersees versicherten den Alka über die "Hilfsmaßnahmen" zu unterrichten, und so zogen sich die Diener zurück. Sie würden auf ein Schreiben warten... Gerade als sie durch das Stadttor der Siedlung hinaus Schritte, hörte Magnus einen der Torwächter schwer husten, und kurz darauf spuckte der Mann einen klebrigen Batzen Blut auf den Boden. Zufrieden nahm er zur Kenntnis dass die Seuche immer noch kursierte, sich immer weiter verbreitete. Offensichtlich war man bisher nicht in der Lage sie einzudämmen. Sich selbst leise lobend, ging er weiter zur Kutsche. Der von ihm gezüchtete Virus verbreitete sich schneller als er angenommen hatte, und es würde mit Sicherheit bald die ersten Todesopfer geben. Er würde Krathor eine reiche Ernte bescheren, ihm die Seelen derer bringen, die unverhohlen drohten Krathor seine Macht zu nehmen. Er war sich sicher, aufgrund der Ironie dieser Tatsache, würden diese Seelen seinem Meister besonders Laben... Der Tod ging um in Düstersee....
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/thereaperbyncrmft8l734.jpg[/img][/url]
Er benötigte eine Ablenkung. Etwas, was den skeptischen Blick und inzwischen schon paranoiden Blick der "Bündnispartner" von Düstersee weglocken würde. Und umso mehr freute er sich über die Gelegenheit, die sich ihm am gestrigen Abend vor Bajard bot. Er kannte diese Frau, auch wenn sie natürlich nicht wusste, wer sich unter der schweren, grauen Rabendienerrobe befand. Bewußt war seine Forderung nach einer Strähne ihres Haares, auch wenn der Weg, wie er sie sich beschaffte, anders war, als damals bei der Bäuerin. Doch wusste er dass genau diese Frau hier beinahe jeden Abend die Taverne in Düstersee aufsuchte. Dort würde sie dann auch ihre Geschichte erzählen: Ein Rabendiener, der ihr an der Kutsche in Bajard eine Strähne ihres Haares raubte..... Die Parallelen würde jeder erkennen können, doch würde die Tatsache, dass diese Tat nicht in Düstersee, sondern vor Bajard verübt wurde, mit Sicherheit für ein wenig Verwirrung und Ablenkung sorgen, und ihm die Zeit verschaffen, die er für seinen nächsten Schritt brauchte ....
Langsam öffnete Magnus wieder die Augen. Die letzten Tage waren eben nicht nur ereignisreich, sondern auch anstrengend gewesen. Erneut atmete er tief die von Verwesung getränkte Luft ein, und blickte in die Richtung eines der Skelettfürsten. Der nächste Schritt würde eingeleitet werden müssen, doch er selbst, er brauchte ein wenig Ruhe....ein wenig Schlaf....Mit einem stummen Befehl zitierte er den Skelettfürsten in seine Richtung. Nur zwei Schritte von dem Rabendiener entfernt hielt er dann inne.
"Ich habe eine Aufgabe für dich ..... enttäusche mich nicht...."
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Langsam schritt der Diener durch die Ruinen des einst so prächtigen und pompösen Varuna. Die Kapuze hatte er zurückgeschlagen, und auch einen Helm trug er nicht, drohte hier doch keine Gefahr erkannt zu werden. Er zog einmal tief die Luft durch die Nase ein, während er sich auf den Weg in das Zentrum machte. Wo er hinblickte sah er eine Hundertschaft von untoten Sklaven. Sie waren nun schon seit langem hier, streunten ziellos umher und warteten...Sie warteten darauf endlich der Bestimmung zu folgen, aufgrund derer sie hierher gerufen worden waren. Ein kleines, freudloses Lächeln zierte seine Lippen als er an die Ehre dachte....an jenen Abend, als Krathor selbst sich hier zeigte.... Alleine diese Tatsache war für ihn Grund genug zumindest einmal am Tag hierher zu kommen, ein wenig hier zu verweilen, ein Gebet zu sprechen und sich die Heerscharen die hier vereint waren zu beobachten. Vielleicht...nur vielleicht würde ihm eines Tages erneut die Ehre zu Teil werden, hier vor seinem Herren und Meister zu knien.... Er schloss die Augen und während er die Untoten um sich herum umher wandeln hörte, stellte er sich vor, wie es wäre, wenn ihm dieser Wunsch erfüllt werden würde....
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In den letzten Tagen war viel geschehen. Dass der von seinem Ritual herbeigerufene Fluch auf die Bäuerin wirkte, drang schon recht schnell an seine Ohren. Doch hätte er selbst nicht geglaubt, wie schnell er in den Genuss kommen würde, sich das Ergebnis seiner bisherigen Arbeit selbst anzusehen, denn der Alka hatte um ein Gespräch gebeten. Wobei "gebeten" das falsche Wort war, er hatte die Diener zu sich zitiert, und das zum einem in einer Wortwahl, die in Magnus Augen nicht tragbar war, und zum anderen machte er sich nicht einmal selbst die Mühe ein Schreiben aufzusetzen, nein, der Schrieb kam von einem seiner Schosshündinnen.
Doch bestand Magnus Schwester in der Dienerschaft darauf, dem Alka dennoch zu antworten und ein Treffen statt finden zu lassen. Ihm selbst war es im Grunde gleich, doch war es die Neugier, die ihn dazu trieb, seine Schwester zu begleiten. Und so machten sich beide einen Tag später auf den Weg nach Rahal. Den abgerissenen Rabenkopf, den man den Dienern mit der Nachricht hatte zukommen lassen, spießte seine Schwester auf das obere Ende ihres Knochenstabes, und schnell war man sich einig, sich bei dem Gespräch auf die gleiche Weise für das Geschenk zu bedanken. Der Leichnam eines ausgewachsenen Panthers jedoch würde zuviel Aufmerksamkeit erregen, und man hätte sie niemals durch das Stadttor gehen lassen. Also war es eine frisch getötete Katze, welche als Geschenk dienen sollte.
Pünktlich standen die Diener vor den Toren des Palastes, doch lies man sie warten. Die Wache am Tor war nicht bereit ihnen Einlass zu gewähren, und antwortete nur wortkarg, dass man die Diener schon abholen würde, wenn dem Alka es gefallen würde sie zu empfangen. Doch war dies nur das erste von vielen kleinen Machtspielchen, welche er und seine Schwester hier heute erleben sollten.
Als sich dann doch endlich jemand vom Palast aus auf den Weg machte um Ihnen Einlass zu gewähren, folgten sie der Person ins Innere. Der kühle und knappe Empfang des Gastgebers erfolgte noch in der Eingangshalle, und als endlich in dem Raum angekommen war, an welchem die Gespräche geführt werden sollte, nahm er mit einem Schmunzeln unter seiner schwarzen Maske zur Kenntnis, wieviele bewaffnete Personen, allen voran Letharen, in diesem Raum verweilten. Vor irgendetwas schien der Alka wirklich große Angst zu haben.
Zuerst überreichten sie ihr Geschenk, und man konnte deutlich sehen, dass diese Geste, welche man lediglich erwiderte, dafür sorgte dass man ohne Umschweife und in einem anklagendem Tonfall von den Dienern verlangte, den "Übeltäter" öffentlich zu strafen. Man hätte dafür 24 Stunden Zeit, ansonsten würde es Krieg geben, und der Alka selbst wolle dafür sorgen dass Krathor seine Macht verlieren würde.
Doch liesen sich die Diener von diesem, entweder von Unwissenheit oder von Furcht beeinflussten Worten, irritieren. Zuerst einmal wollten sie darüber aufgeklärt werden, was überhaupt der Auslöser war für diesen Zorn und das respektlose Verhalten ihnen gegenüber. Denn ausser Forderungen und Drohungen, hatte sie bisher keinerlei Informationen bekommen.
Der Grund waren also die Ereignisse um die Bäuerin Melinda Larion. Wieder verzogen sich Magnus´ Lippen unter der Maske zu einem Schmunzeln. Der Alka und seine Getreuen waren in dem festen Glauben es wäre ein Diener des Raben, der all dies verschuldete. Letztlich endete das Gespräch in einem Entgegenkommen:
Magnus und seine Schwester aus der Dienerschaft würden sich die Arme Bäuerin ansehen, sehen, ob sie den Fluch beenden können würden. Welch herrliche Ironie ! Konnte er aufgrund all der Wachen, Priester des Tempels und seit neustem wohl auch Arkorithern, die nun in Düstersee zum Schutze der Bäuerin hausten, sie selbst nicht direkt erreichen, so gab ihm nun der Alka höchstpersönlich eine Eintrittskarte, welche ihn direkt zu Melinda führte, an all den zum Schutz abgestellten Personen vorbei ....
Dennoch wurde das Wort "Krieg" noch mehrere Male in den Mund genommen, und auch der Alka wiederholte seine Drohung, Krathor seine Macht zu entziehen.... Als die Diener sich verabschiedeten, traf noch eine Abordnung aus dem Tempel ein. Die beiden Letharinnen stürmten geradezu in den Raum, unter Missachtung jedweder Etikette. Und mit Überraschung nahm Magnus zur Kenntnis, dass sie den Alka ebenso respektlos behandelten, wie ihn und seine Schwester. Und noch während sie den Palast verliesen, fragte er sich, ob Rahal nur aus dem Grund auf einen Krieg aus war, weil dieser von den eigenen, innenpolitsichen Problemen ablenken würde. Ein interessanter Gedanke....doch war er erstmal irrelevant.
Am nächsten Abend begaben er und seine Schwester aus der Dienerschaft sich nach Düstersee. Er konnte das Misstrauen der Anwesenden förmlich schmecken, als sie in den Raum der Wachstube geführt worden. Und dort sah er sie: Melinda Larion. Er hatte Mühe sein Entzücken zu unterdrücken und nach aussen hin teilnahmslos zu bleiben als er sie sah. Ihre weisen Haare, ihre blasse Haut, die offensichtlich von mehreren schlaflosen Nächten rührte, und den Ausdruck der Abscheu und der Angst in ihren Augen ....
Sie untersuchten die Bäuerin, stellten eine Verbindung zu ihren Gedanken her. Magnus spürte eine tiefe innere Befriedigung als er dabei spüren konnte, wie Melinda selbst all diese Ereignisse erlebte und wie sie versuchte sie zu verarbeiten. Die Diener unterbrachen die Auswirkungen des Fluches, vorerst würden keine weitere Veränderungen die Bäuerin heimsuchen. Vorerst .... denn der Fluch wurde unterbrochen, aber nicht gebannt ....
Die Vertreter Düstersees versicherten den Alka über die "Hilfsmaßnahmen" zu unterrichten, und so zogen sich die Diener zurück. Sie würden auf ein Schreiben warten... Gerade als sie durch das Stadttor der Siedlung hinaus Schritte, hörte Magnus einen der Torwächter schwer husten, und kurz darauf spuckte der Mann einen klebrigen Batzen Blut auf den Boden. Zufrieden nahm er zur Kenntnis dass die Seuche immer noch kursierte, sich immer weiter verbreitete. Offensichtlich war man bisher nicht in der Lage sie einzudämmen. Sich selbst leise lobend, ging er weiter zur Kutsche. Der von ihm gezüchtete Virus verbreitete sich schneller als er angenommen hatte, und es würde mit Sicherheit bald die ersten Todesopfer geben. Er würde Krathor eine reiche Ernte bescheren, ihm die Seelen derer bringen, die unverhohlen drohten Krathor seine Macht zu nehmen. Er war sich sicher, aufgrund der Ironie dieser Tatsache, würden diese Seelen seinem Meister besonders Laben... Der Tod ging um in Düstersee....
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Er benötigte eine Ablenkung. Etwas, was den skeptischen Blick und inzwischen schon paranoiden Blick der "Bündnispartner" von Düstersee weglocken würde. Und umso mehr freute er sich über die Gelegenheit, die sich ihm am gestrigen Abend vor Bajard bot. Er kannte diese Frau, auch wenn sie natürlich nicht wusste, wer sich unter der schweren, grauen Rabendienerrobe befand. Bewußt war seine Forderung nach einer Strähne ihres Haares, auch wenn der Weg, wie er sie sich beschaffte, anders war, als damals bei der Bäuerin. Doch wusste er dass genau diese Frau hier beinahe jeden Abend die Taverne in Düstersee aufsuchte. Dort würde sie dann auch ihre Geschichte erzählen: Ein Rabendiener, der ihr an der Kutsche in Bajard eine Strähne ihres Haares raubte..... Die Parallelen würde jeder erkennen können, doch würde die Tatsache, dass diese Tat nicht in Düstersee, sondern vor Bajard verübt wurde, mit Sicherheit für ein wenig Verwirrung und Ablenkung sorgen, und ihm die Zeit verschaffen, die er für seinen nächsten Schritt brauchte ....
Langsam öffnete Magnus wieder die Augen. Die letzten Tage waren eben nicht nur ereignisreich, sondern auch anstrengend gewesen. Erneut atmete er tief die von Verwesung getränkte Luft ein, und blickte in die Richtung eines der Skelettfürsten. Der nächste Schritt würde eingeleitet werden müssen, doch er selbst, er brauchte ein wenig Ruhe....ein wenig Schlaf....Mit einem stummen Befehl zitierte er den Skelettfürsten in seine Richtung. Nur zwei Schritte von dem Rabendiener entfernt hielt er dann inne.
"Ich habe eine Aufgabe für dich ..... enttäusche mich nicht...."
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Zuletzt geändert von Magnus Siluvaine am Samstag 31. Dezember 2011, 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
"Theoretisch möglich !"
- Cara DelMur
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- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Heute brau ich...
Der Kessel mit dem Sud brodelte vor den dicken Mauern der Wehrburg. Natanel und die Wachmänner hatten Anweisung acht zu geben, auf das Gebräu, dass sich ja keiner daran zu schaffen machte oder gar meinte davon zu trinken. Aber der scharfe Geruch, der trotz des schweren Deckels, dampfend entwich, würde eh die neugierigen Nasen fern halten. Ausserdem war Cara ohnehin die meiste Zeit selbst an dem grossen Kessel zu Gange, warf in bestimmten Abständen weitere Zutaten hinein, rührte und prüfte die Zusammensetzung immer wieder aufs Neue. Mal wurde das Feuer neu angefacht und der Sud kochte wild auf, mal auf langsamer Flamme gebraut.
Neben dem Ansatz eines kraftvollen Mittels, aus der Säure der Limone und dem Feuer des Obsidians, wanderten noch drei weitere Kräuter mit in den Sud.
der rote, schwere Saft des Johanniskrauts...
Hexenkraut, so muss hinein, zu vernichten jede Pein..
um die Naturgeister freundlich zu stimmen, mochten sie doch diese Blume ganz besonders..
Schlüsselblumen klein und fein, solln uns hier ein Segen sein...
die grob gehackten Wurzeln der Angelika. Ein viellerlei nützliches Pflänzchen, das auch bei Austreibungen und Flüchen seinen Beitrag gab..
Engelswurz, sollst dies nun tragen und befreien von den Plagen...
Das ganze musste jetzt noch einen Tag lang vor sich hin dampfen und zum Abschluss mit einem Schuss Drachenblut versehen werden und dann........ man würde sehen.
zwischenzeitlich konnte sie sich erst einmal aufmachen, um den roten Stein, dem die Raben folgten, der verbrannten Stadt zurückzugeben
Der Kessel mit dem Sud brodelte vor den dicken Mauern der Wehrburg. Natanel und die Wachmänner hatten Anweisung acht zu geben, auf das Gebräu, dass sich ja keiner daran zu schaffen machte oder gar meinte davon zu trinken. Aber der scharfe Geruch, der trotz des schweren Deckels, dampfend entwich, würde eh die neugierigen Nasen fern halten. Ausserdem war Cara ohnehin die meiste Zeit selbst an dem grossen Kessel zu Gange, warf in bestimmten Abständen weitere Zutaten hinein, rührte und prüfte die Zusammensetzung immer wieder aufs Neue. Mal wurde das Feuer neu angefacht und der Sud kochte wild auf, mal auf langsamer Flamme gebraut.
Neben dem Ansatz eines kraftvollen Mittels, aus der Säure der Limone und dem Feuer des Obsidians, wanderten noch drei weitere Kräuter mit in den Sud.
der rote, schwere Saft des Johanniskrauts...
Hexenkraut, so muss hinein, zu vernichten jede Pein..
um die Naturgeister freundlich zu stimmen, mochten sie doch diese Blume ganz besonders..
Schlüsselblumen klein und fein, solln uns hier ein Segen sein...
die grob gehackten Wurzeln der Angelika. Ein viellerlei nützliches Pflänzchen, das auch bei Austreibungen und Flüchen seinen Beitrag gab..
Engelswurz, sollst dies nun tragen und befreien von den Plagen...
Das ganze musste jetzt noch einen Tag lang vor sich hin dampfen und zum Abschluss mit einem Schuss Drachenblut versehen werden und dann........ man würde sehen.
zwischenzeitlich konnte sie sich erst einmal aufmachen, um den roten Stein, dem die Raben folgten, der verbrannten Stadt zurückzugeben
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Kelzon Tinen
Der Schnee knirschte wohltuend unter seinen Füßen. Kelzon liebte das Geräusch welches der frisch gefallene Schnee bei jedem Schritt von sich gab. Doch er hatte etwas zu erledigen und so konnte er es nicht genießen und schnellen Schrittes ging er von Bajard aus gen Norden. Sein Ziel waren die zwei Banditen die dort ahnungslose Reisende überfielen. In der rechten Hand unter der Robe verborgen hielt er seinen rostigen alten Ritualdolch, den er schon lange nicht mehr zum Einsatz gebracht hatte. Es wurde aber wieder Zeit, denn einige Fragen plagten seinen Geist, die sein Herr und Meister ihm beantworten sollte, so hoffte er. Kurz blickt er über die rechte dann über die linke Schulter und als die Luft rein war und niemand in der Nähe zu sein schien begann er sich zu konzentrieren. Vor einigen Stunden hatten die zwei Banditen einen fahrenden Händler hier niedergestreckt und seine Leiche nicht weit von ihrem Versteck sterben lassen. Er hatt sie tagelang observiert und ihre Gewohnheiten studiert. Es war gerade Dämmerung, nun würden sie ein Lagerfeuer entzünden und ihre Beute aufteilen die sie am heitigen Tage gemacht hatten und sich danach genüsslich betrinken. Darauf musste er warten, denn ein betrunkener Geist ist nicht mehr so wachsam und das war sein Vorteil gegen beide bestehen zu können. Ein Ass im Ärmel hatte er natürlich auch noch. Schnell war die Strecke zum Leichnam überwunden und Kelzon kniete sich neben ihn. Er legte seine linke Hand auf den Kopf des toten Körpers. Er lag auf dem Bauch doch schon bald würde er wieder umherwandern. Den armen Kerl hatten sie ganz schön zugerichtet. Der linke Arm fehlte ihm und es sah so aus als hätten sie ihn hier verbluten lassen, denn überall um ihn herum war der Schnee rot von Blut. Doch das kümmerte den jungen Diener nicht. Auch mit einem Arm konnte er ihm nützlich sein.
Kelzon schloss die Augen und murmelte demütig: "Krathor schenke diesem Leib ein neues Leben aufdass ich dir mit ihm reiche Ernte bescheren kann." Es tat sich nichts als der Kelzon die Hand vom Kopf des toten Händlers nahm und er dachte schon es habe nicht funktioniert. Doch dann begann der Leib an zu zittern. Die übrig gebliebenen Gliedmaße wedelten wild umher und mit einem plötzlichen Ruck drehte sich der nun untote Diener auf den Rücken und seine toten Augen starrten seinen neuen Meister an. Kelzon richtete sich auf und befahl dem Diener selbiges ebenfalls zu tun. Es war bereits dunkel und von hier aus konnte er den Schein des Lagerfeuers der Banditen im Wald nicht sehen, doch er wusste das sie dort waren. Im schlepptau mit seinem neuen Untergebenen ging er auf das Versteck zu.
Da ein Schein zwischen den Bäumen ließ Kelzon kurz grinsen. Er flüsterte dem Untoten etwas ins Ohr und jener vom Willen seines Meisters getrieben stapfte auf das Versteck der Banditen zu. Kelzon hingegen ging langsam und leichtfüßig einen großen Bogen um das Lager um sie von hinten zu überraschen. Er mochte jene Methode nicht besonders, doch war ihm ein offener Kampf zu gefährlich, beide Banditen hätten dabei sterben können und er brauchte ja einen lebend. Fast dort angekommen wo er wollte hörte er plötzlich lautes Geschrei. Er konnte hören das die beiden Kriminellen schon einiges zu viel geschluckt hatten, umso leichter würde es für ihn werden dachte er sich und schmunzelte kurz. Sein Diener tat genau das was er sollte. Eine perfekte Ablenkung. Er ging bedächtig weiter und hörte das betrunkene Geschrei immer lauter. Er zückte den Dolch und begann zu rennen. Einer der Banditen war bereits bewaffnet und stellte sich dem Untoten entgegen. Der andere fummelte an seiner Schwertscheide herum und konnte sein Waffe wohl nicht ziehen. "Bei Kälte bleibt die Waffe manchmal stecken" sagte Kelzon süffisant und hielt dem Unglückspilz den rostigen Dolch an den Hals und blickte zu seinem Komplizen. "Lass die Waffen fallen oder dein Freund hier wird sofort das zeitliche Segnen" meinte er streng und seine Augen ließen darauf schließen das er es durchaus ernst meinte. Beschwichtigend hob jener die freie Hand an und ließ seine Waffe fallen. "Halte ihn fest!" befahl Kelzon seinem Untergebenen und jener wankte auf den entwaffneten Banditen zu und schlang seinen noch verbliebenen Arm von hinten um den Hals und drückte ihm leicht die Luft weg. Kelzon begann zu grinsen und schnitt seinem Gefährten die Kehle durch und flüsterte jenem zu: "Deine Seele gehört nun Krathor. Überbringe meinem Herr und Meister die besten Grüße!" Danach ließ er den röchelnden von Blut überströmten Banditen los, welcher in den Schnee sank und jenen rot färbte.
"DU hast gesagt du lässt ihm am Leben verdammter Bastard!" schrie der andere und Speichel spritze aus seinem Mund heraus vor wut. "Es musste sein, ich brauchete seine Seele mein Freund" kommt es süffisant aus Kelzons Mund hervor. Er ging auf den Gefangen zu. Jener atmete Schwer da ihm der Griff des untoten Händlers schwer zusetze und ihm den Luftweg abschnürte. Noch wedelte er wild mit den Armen herum und versuchte sich zu befreien, doch der eiserne Griff des kürzlich wieder auferstandenen Händlers ließ nicht locker und so verbrauchte er seine Kraft unnötig und geriet schon sehr schnell außer Atmem und seine Glieder wurden schlaff vor Erschöpfung. Diesen Momant abwartend stand Kelzon die ganze Zeit in einigem Abstand vor ihm. Den Dolch mit einem seidenem Tuch abwischend. Hinter ihm hatte es bereits aufgehört zu röcheln und einw ohltuendes Gefühl durchströmte den Körper des jungen Dieners. Sein Opfer kam wohl gerade Recht. Umso stärker der Rabengott wurde umso stärker wurden auch seine Diener, eine ganz einfache Rechnung. Mit gezücktem Dolch schritte er nun ganz nah an den erschöpften Gefangenen heran. Die Angst in den Augen des Räubers erkennend hielt er jenem den Mund zu und stieß ihm den Dolch in den Bauch. Das Gesicht des zu tode Verurteilten verzog sich schmerzverzerrt. Kelzon ging nah an ihn heran und flüsterte demütig in das Ohr des Opfers:" Krathor mein Herr und Meister, ich bin ratlos, das Bündnis mit Rahal ist in Gefahr und droht zu brechen. Einer deiner Diener scheint dein von dir gewolltes Bündnis zerstören zu wollen. Gib mir ein Zeichen Meister, was soll ich tun? Ich bin dein ergebener Diener lass mich nicht im Unwissen und zeige mir den Weg den ich gehen soll. Ich werde alles tun was du von mir verlangst. Am liebsten würde ich jenen töten der dafür verantwortlich ist, aber dein Wille sie mir Befehl!" Als die Worte gesprochen waren, blickte er dem Sterbenden konzentriert in die Augen und nahm die Hand vom Mund des Räubers. Nun musste er nur noch warten....
Kelzon schloss die Augen und murmelte demütig: "Krathor schenke diesem Leib ein neues Leben aufdass ich dir mit ihm reiche Ernte bescheren kann." Es tat sich nichts als der Kelzon die Hand vom Kopf des toten Händlers nahm und er dachte schon es habe nicht funktioniert. Doch dann begann der Leib an zu zittern. Die übrig gebliebenen Gliedmaße wedelten wild umher und mit einem plötzlichen Ruck drehte sich der nun untote Diener auf den Rücken und seine toten Augen starrten seinen neuen Meister an. Kelzon richtete sich auf und befahl dem Diener selbiges ebenfalls zu tun. Es war bereits dunkel und von hier aus konnte er den Schein des Lagerfeuers der Banditen im Wald nicht sehen, doch er wusste das sie dort waren. Im schlepptau mit seinem neuen Untergebenen ging er auf das Versteck zu.
Da ein Schein zwischen den Bäumen ließ Kelzon kurz grinsen. Er flüsterte dem Untoten etwas ins Ohr und jener vom Willen seines Meisters getrieben stapfte auf das Versteck der Banditen zu. Kelzon hingegen ging langsam und leichtfüßig einen großen Bogen um das Lager um sie von hinten zu überraschen. Er mochte jene Methode nicht besonders, doch war ihm ein offener Kampf zu gefährlich, beide Banditen hätten dabei sterben können und er brauchte ja einen lebend. Fast dort angekommen wo er wollte hörte er plötzlich lautes Geschrei. Er konnte hören das die beiden Kriminellen schon einiges zu viel geschluckt hatten, umso leichter würde es für ihn werden dachte er sich und schmunzelte kurz. Sein Diener tat genau das was er sollte. Eine perfekte Ablenkung. Er ging bedächtig weiter und hörte das betrunkene Geschrei immer lauter. Er zückte den Dolch und begann zu rennen. Einer der Banditen war bereits bewaffnet und stellte sich dem Untoten entgegen. Der andere fummelte an seiner Schwertscheide herum und konnte sein Waffe wohl nicht ziehen. "Bei Kälte bleibt die Waffe manchmal stecken" sagte Kelzon süffisant und hielt dem Unglückspilz den rostigen Dolch an den Hals und blickte zu seinem Komplizen. "Lass die Waffen fallen oder dein Freund hier wird sofort das zeitliche Segnen" meinte er streng und seine Augen ließen darauf schließen das er es durchaus ernst meinte. Beschwichtigend hob jener die freie Hand an und ließ seine Waffe fallen. "Halte ihn fest!" befahl Kelzon seinem Untergebenen und jener wankte auf den entwaffneten Banditen zu und schlang seinen noch verbliebenen Arm von hinten um den Hals und drückte ihm leicht die Luft weg. Kelzon begann zu grinsen und schnitt seinem Gefährten die Kehle durch und flüsterte jenem zu: "Deine Seele gehört nun Krathor. Überbringe meinem Herr und Meister die besten Grüße!" Danach ließ er den röchelnden von Blut überströmten Banditen los, welcher in den Schnee sank und jenen rot färbte.
"DU hast gesagt du lässt ihm am Leben verdammter Bastard!" schrie der andere und Speichel spritze aus seinem Mund heraus vor wut. "Es musste sein, ich brauchete seine Seele mein Freund" kommt es süffisant aus Kelzons Mund hervor. Er ging auf den Gefangen zu. Jener atmete Schwer da ihm der Griff des untoten Händlers schwer zusetze und ihm den Luftweg abschnürte. Noch wedelte er wild mit den Armen herum und versuchte sich zu befreien, doch der eiserne Griff des kürzlich wieder auferstandenen Händlers ließ nicht locker und so verbrauchte er seine Kraft unnötig und geriet schon sehr schnell außer Atmem und seine Glieder wurden schlaff vor Erschöpfung. Diesen Momant abwartend stand Kelzon die ganze Zeit in einigem Abstand vor ihm. Den Dolch mit einem seidenem Tuch abwischend. Hinter ihm hatte es bereits aufgehört zu röcheln und einw ohltuendes Gefühl durchströmte den Körper des jungen Dieners. Sein Opfer kam wohl gerade Recht. Umso stärker der Rabengott wurde umso stärker wurden auch seine Diener, eine ganz einfache Rechnung. Mit gezücktem Dolch schritte er nun ganz nah an den erschöpften Gefangenen heran. Die Angst in den Augen des Räubers erkennend hielt er jenem den Mund zu und stieß ihm den Dolch in den Bauch. Das Gesicht des zu tode Verurteilten verzog sich schmerzverzerrt. Kelzon ging nah an ihn heran und flüsterte demütig in das Ohr des Opfers:" Krathor mein Herr und Meister, ich bin ratlos, das Bündnis mit Rahal ist in Gefahr und droht zu brechen. Einer deiner Diener scheint dein von dir gewolltes Bündnis zerstören zu wollen. Gib mir ein Zeichen Meister, was soll ich tun? Ich bin dein ergebener Diener lass mich nicht im Unwissen und zeige mir den Weg den ich gehen soll. Ich werde alles tun was du von mir verlangst. Am liebsten würde ich jenen töten der dafür verantwortlich ist, aber dein Wille sie mir Befehl!" Als die Worte gesprochen waren, blickte er dem Sterbenden konzentriert in die Augen und nahm die Hand vom Mund des Räubers. Nun musste er nur noch warten....
Zuletzt geändert von Kelzon Tinen am Sonntag 1. Januar 2012, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Der Erzähler
Rot, rostig, dunkler. Das Blut sickerte aus dem Bauch des Opfers, langsam, doch beständig und verfärbte die Kleidung, bildete groteske, im Widerschein des Feuers glänzende Formen in dem Stoff.
Erin, der Strauchdieb, spürte das Leben aus sich rinnen, mit jedem Tropfen mehr. Kurz fragte er sich, wo im Leben er die falsche Abzweigung genommen hatte. Warum stand er nun hier? Warum hatte er kein Heim und kein warmes Feuer, an dem er sich wärmen konnte? Warum keine liebende Frau und keine Kinder, die er aufwachsen sehen konnte? Ein Röcheln riss ihn aus den Gedanken und mit befremdetem Erstaunen stellte er fest, dass er es selbst gewesen war. Der starre Blick dieses Mannes lag noch immer auf seinen Zügen. Mann? – Nein. Ein verderbter Zerstörer ohne jede Menschlichkeit war es. Noch niederträchtiger als er selbst es je gewesen war. Er versuchte ein Stoßgebet an Eluive auszustoßen, doch seine Lippen regten sich nicht. Das Gesicht des Dieners verschwand mehr und mehr in einem roten Nebel, alle Geräusche schwanden. Oh, Eluive steh mir bei…
Der Blick brach. Der Körper zuckte noch einmal, dann hing er schlaff in dem Arm des untoten Händlers. Das Feuer knackte. Schatten huschen durch die blicklosen Augen der verdammten Seele.
Schwarzglänzendes Gefieder, ein Rabe. Er pickt am Boden, er ergreift etwas mit dem Schnabel und zieht daran, ein Wurm. Der Rabe ist gierig, er zerrt weiter. Der Boden vor ihm bricht auf und eine große, graue Schlange wendet sich zu dem Raben, sie zischt und faucht. Der Schwarzgefiederte neigt den Kopf und verharrt einige Augenblicke. Die Schemen erstarren. Flüstern. – Bewahrt es, solang es dient! – Die Schatten regen sich, blitzschnell stößt die Schlange herab auf den gesenkten Kopf des Raben. Schwärze, sie löst sich rasch, unzählige Flügel brechen aus der Dunkelheit. Sie geben den Blick frei auf eine sich vor Schmerzen windende Schlange. Flüstern. – Nicht um jeden Preis… – Finsternis fließt in die toten Augen wie Tinte, um sie nie wieder zu verlassen.
Erin, der Strauchdieb, spürte das Leben aus sich rinnen, mit jedem Tropfen mehr. Kurz fragte er sich, wo im Leben er die falsche Abzweigung genommen hatte. Warum stand er nun hier? Warum hatte er kein Heim und kein warmes Feuer, an dem er sich wärmen konnte? Warum keine liebende Frau und keine Kinder, die er aufwachsen sehen konnte? Ein Röcheln riss ihn aus den Gedanken und mit befremdetem Erstaunen stellte er fest, dass er es selbst gewesen war. Der starre Blick dieses Mannes lag noch immer auf seinen Zügen. Mann? – Nein. Ein verderbter Zerstörer ohne jede Menschlichkeit war es. Noch niederträchtiger als er selbst es je gewesen war. Er versuchte ein Stoßgebet an Eluive auszustoßen, doch seine Lippen regten sich nicht. Das Gesicht des Dieners verschwand mehr und mehr in einem roten Nebel, alle Geräusche schwanden. Oh, Eluive steh mir bei…
Der Blick brach. Der Körper zuckte noch einmal, dann hing er schlaff in dem Arm des untoten Händlers. Das Feuer knackte. Schatten huschen durch die blicklosen Augen der verdammten Seele.
Schwarzglänzendes Gefieder, ein Rabe. Er pickt am Boden, er ergreift etwas mit dem Schnabel und zieht daran, ein Wurm. Der Rabe ist gierig, er zerrt weiter. Der Boden vor ihm bricht auf und eine große, graue Schlange wendet sich zu dem Raben, sie zischt und faucht. Der Schwarzgefiederte neigt den Kopf und verharrt einige Augenblicke. Die Schemen erstarren. Flüstern. – Bewahrt es, solang es dient! – Die Schatten regen sich, blitzschnell stößt die Schlange herab auf den gesenkten Kopf des Raben. Schwärze, sie löst sich rasch, unzählige Flügel brechen aus der Dunkelheit. Sie geben den Blick frei auf eine sich vor Schmerzen windende Schlange. Flüstern. – Nicht um jeden Preis… – Finsternis fließt in die toten Augen wie Tinte, um sie nie wieder zu verlassen.
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Kelzon Tinen
Als die Vision beendet war richtete sich Kelzon auf und schien kurz zu überlegen! "Das Bündnis bewahren aber nicht um jeden Preis" murmelte er leise. Gut dachte er sich, das ist vage und lässt einem viele Möglichkeiten offen. Ein schmunzeln legte sich auf seine Lippen als ihm der ein oder andere Gedanke durch den Kopf stieß. "Wunderbar dann gehen wir es an!" meinte er laut und riss den Dolch aus dem Bauch seines Opfers und wischte ihn mit einem Seidentuch ab, welches er auf den Leichnam warf. Kelzon gab dem untoten Händler den Befehl den Leichnam fallen zu lassen. Dieser gehorchte sofort und der tote Strauchdieb fiel wie ein nasser Sack zu Boden. Blut überall war der Lebensaft verteilt, doch es kümmerte den Diener Krathors nicht. "Gehe nun und schließe dich der Armee in Varuna an, du kannst auch weiterhin nützlich sein" befahl er dem Untoten und schickte ihn fort. Schlurfend setze sich jener in Bewegung um sich der Armee Krathors die immernoch in Varuna verweilte anzuschließen, so er auf dem wege dort hin nicht noch von jemandem aufgehalten wird.
Kelzon blickte nochmals auf die zwei Leichen die um ihn herum lagen, das Lagerfeuer bestand nur noch aus ein paar glühenden Holzstücken die nicht mehr so recht brennen wollten. Mit einem verächtlichen Blick wendete er sich von dem Tatort ab und verschwand im dunklen des Waldes, seine Robe eng um sich geschlungen genoss er nun endlich das Geräusch was entstand wenn man durch frisch gefallenen Schnee wanderte.
Kelzon blickte nochmals auf die zwei Leichen die um ihn herum lagen, das Lagerfeuer bestand nur noch aus ein paar glühenden Holzstücken die nicht mehr so recht brennen wollten. Mit einem verächtlichen Blick wendete er sich von dem Tatort ab und verschwand im dunklen des Waldes, seine Robe eng um sich geschlungen genoss er nun endlich das Geräusch was entstand wenn man durch frisch gefallenen Schnee wanderte.
- Cara DelMur
- Beiträge: 891
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Sie hatten Auswurf gefunden, unweit Melinda’s Hof. Lungenpest. Cara hatte das Ergebnis dreimal überprüft. Keine Zweifel. Würde der gestern erfolgte Säuberungsfeldzug ausreichend sein?
Der kleine Trupp Helfer, sie selbst eingeschlossen, hatten jeden Türgriff, jede Türglocke, die Brunnensteine und auch den Tempel, mit dem angesetzten Sud gereinigt. Besonders gründlich waren sie auch in der Bank und bei den beiden Tavernen gewesen, handelte es sich doch um oft besuchte Orte. Ein paar Ratten wurden aufgestöbert und erschlagen. Die Kadaver verbrannt.
Mitteilung an Ahad Crain und Eloriahus
Eine kurze Notiz über die Säuberung, danach folgt..
Bei der Seuche handelt es sich um die Lungenpest. Es beginnt mit plötzlich einsetzenden Schüttelfrost, Fieber und Husten. Der Husten wird schlimmer werden, bis es zu blutigen Auswurf kommt. Schnell voranschreitend Mattheit, Kopfschmerzen, danach Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Organversagen. Übertragen wird sie meist von Ratten und Nagetieren, Flöhen. Es besonders auf Sauberkeit zu achten. Gerade an belebten Orten wie Taverne und Bank, rate ich zu übertriebener Sauberkeit, sollte es nicht zu einer vorübergehenden Schliessung kommen. Jeder Bürger sollte mit Arznei weiterhin versorgt sein, um schnell Abhilfe zu erhalten. Ausserdem ist wohl zu überlegen, ob Reisende gewarnt werden sollten.
Gez. Cara
Der kleine Trupp Helfer, sie selbst eingeschlossen, hatten jeden Türgriff, jede Türglocke, die Brunnensteine und auch den Tempel, mit dem angesetzten Sud gereinigt. Besonders gründlich waren sie auch in der Bank und bei den beiden Tavernen gewesen, handelte es sich doch um oft besuchte Orte. Ein paar Ratten wurden aufgestöbert und erschlagen. Die Kadaver verbrannt.
Mitteilung an Ahad Crain und Eloriahus
Eine kurze Notiz über die Säuberung, danach folgt..
Bei der Seuche handelt es sich um die Lungenpest. Es beginnt mit plötzlich einsetzenden Schüttelfrost, Fieber und Husten. Der Husten wird schlimmer werden, bis es zu blutigen Auswurf kommt. Schnell voranschreitend Mattheit, Kopfschmerzen, danach Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Organversagen. Übertragen wird sie meist von Ratten und Nagetieren, Flöhen. Es besonders auf Sauberkeit zu achten. Gerade an belebten Orten wie Taverne und Bank, rate ich zu übertriebener Sauberkeit, sollte es nicht zu einer vorübergehenden Schliessung kommen. Jeder Bürger sollte mit Arznei weiterhin versorgt sein, um schnell Abhilfe zu erhalten. Ausserdem ist wohl zu überlegen, ob Reisende gewarnt werden sollten.
Gez. Cara
- Magnus Siluvaine
- Beiträge: 396
- Registriert: Samstag 19. Februar 2011, 04:43
Kapitel 6: Der Handel
Es war eine sternenklare Nacht, und ebenso kalt und klar, wie es um diese Jahreszeit eben üblich war. Gänzlich ohne Rüstung und Maske, nur gehüllt in seine schwere,graue Robe, saß der Diener auf der obersten der Stufen, welche man am Haupttor Varunas empor schreiten musste, um über die Brücke ins innere der alten Stadt zu gelangen. Es war nun schon einige Wochen her, als er begann dem nachzugehen, was er sich fest vorgenommen hatte. Vieles hatte er erreicht, so manchen Haken konnte er auf seiner, in seinem Kopf geführten, Liste machen. Doch eines der Hauptziele, der Kern des ganzen, war für ihn in beinahe unerreichbare Entfernung gerückt. Und viel Zeit blieb ihm nicht mehr....
Man hatte von den ersten Anzeichen an versucht die Seuche in der Siedlung einzudämmen. Die erstem Maßnahmen schienen stümperhaft, beinahe schon lächerlich, doch lernten auch diese Menschen hinzu. Inzwischen hatte man effektiv begonnen die Seuche zu bekämpfen und einzudämmen. Magnus war klar das sie nicht ewig kursieren würde, doch bedauerte er, dass es nun doch so schnell ging, gab es doch weit weniger Seuchenopfer, als er sich eigentlich erhofft hatte. Die letzten Auswüchse der Lungenpest würden zwar mit Sicherheit noch das eine oder andere Opfer erfordern, doch gab es keine Neuansteckungen mehr. Es würde bald enden....
Auch der Schutz der Bäuerin schien von Tag zu Tag anzuwachsen. Und er konnte sie nicht mehr direkt erreichen, zumindest nicht ohne sein eigenes Leben auf eine viel zu riskante Art und Weise aufs Spiel zu setzen. Und er war kein Narr. Ja, es drehte sich immer noch um diese Bäuerin, um das, was er von ihr wollte .... Doch schien es als würde er scheitern .... Hatte er vielleicht die Gunst seines Herren und Meisters verloren .. ? Hatte Krathor seine schützende und leitende Schwinge, welche während der letzten Wochen über Magnus zu wachen schien, vielleicht zurückgezogen... ?
Doch schüttelte er diesen Gedanken sogleich wieder ab. Er hatte ihm das gebracht, was er zum Leben brauchte: Seelen....
Und kurze Zeit später hatte Magnus eine Begegnung, nach welcher er sich sicher war, dass sein Herr ihn immer noch leitete und schützte. Welch herrliche Ironie .... welch bitteres Entzücken. Hätte er die Möglichkeit gehabt, die Fäden des Schicksals selbst zu ziehen, selbst zu manipulieren, er hätte es in keinster Weise anders gemacht. Das, was sich ihm an jenem Abend an der kleinen Kapelle, versteckt im Wald vor Düstersee, ergab musste einfach ein Zeichen sein...
Wirklich überraschend war dieses Zusammentreffen für keinen von ihnen, und so kam man auch schnell direkt zum Kern der Sache, den Handel. Es waren nicht viele Worte notwendig, und so ging mal alsbald auch schon wieder getrennte Wege. Und nur zwei Tage später war es soweit ... Ein neuerliches Treffen am gleichen Ort, der Handel wurde besiegelt.....
Magnus schmunzelte noch immer und betrachtete ein letztes mal die kleine, zur Hälfte Phiole in seiner Hand. Endlich hatte er sein Ziel erreicht ..... sorgfältig, beinahe so als wäre sie der wertvollste Schatz auf Erden, verstaute er das dünne Glas wieder in einer eigens dafür vorgesehenen Messingschatulle. Dann erhob er sich von den Stufen. Nun, da er endlich das hatte, was ihm noch gefehlt hatte, war es an der Zeit das ganze Spektakel zu beenden. Und auch hier wusste er schon genau, wie es ablaufen sollte. Der Skelettfürst, welchen er vor einigen Tagen ausgesandt hatte, hatte seinen Auftrag erledigt. Gerade rechtzeitig, auch wenn das damals noch niemand wissen konnte. Er musste diese Person nun nur noch "abholen", ähnlich einer reifen Frucht ernten. Ja, lange war ihr erstes Treffen her, und er war sich sicher dieser Mensch hatte ihn noch nicht vergessen, nein, die Albträume quälten diesen Menschen mit Sicherheit noch jede einzelne Nacht. Die Rahaler wollten ein Opfer, die Leiche der Person, welche sie "Verräter" nannten. Nun gut, sie würden bekommen, wonach sie verlangten. Einige Augenblicke später sah man einen Raben, welcher seine Kreise über Varuna zog. Er überflog den frisch gezogenen Blutkreis und den eigens für die Opferung errichteten Altar, ehe er sich mit einem Krächzen auf den Weg zu seiner Beute machte. Oh, er war sich sicher Krathor würde sich mit einer besonderen Freude an dieser Seele nähren.....
[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/elementseriesizxoljg47e.jpg[/img][/url]
Es war eine sternenklare Nacht, und ebenso kalt und klar, wie es um diese Jahreszeit eben üblich war. Gänzlich ohne Rüstung und Maske, nur gehüllt in seine schwere,graue Robe, saß der Diener auf der obersten der Stufen, welche man am Haupttor Varunas empor schreiten musste, um über die Brücke ins innere der alten Stadt zu gelangen. Es war nun schon einige Wochen her, als er begann dem nachzugehen, was er sich fest vorgenommen hatte. Vieles hatte er erreicht, so manchen Haken konnte er auf seiner, in seinem Kopf geführten, Liste machen. Doch eines der Hauptziele, der Kern des ganzen, war für ihn in beinahe unerreichbare Entfernung gerückt. Und viel Zeit blieb ihm nicht mehr....
Man hatte von den ersten Anzeichen an versucht die Seuche in der Siedlung einzudämmen. Die erstem Maßnahmen schienen stümperhaft, beinahe schon lächerlich, doch lernten auch diese Menschen hinzu. Inzwischen hatte man effektiv begonnen die Seuche zu bekämpfen und einzudämmen. Magnus war klar das sie nicht ewig kursieren würde, doch bedauerte er, dass es nun doch so schnell ging, gab es doch weit weniger Seuchenopfer, als er sich eigentlich erhofft hatte. Die letzten Auswüchse der Lungenpest würden zwar mit Sicherheit noch das eine oder andere Opfer erfordern, doch gab es keine Neuansteckungen mehr. Es würde bald enden....
Auch der Schutz der Bäuerin schien von Tag zu Tag anzuwachsen. Und er konnte sie nicht mehr direkt erreichen, zumindest nicht ohne sein eigenes Leben auf eine viel zu riskante Art und Weise aufs Spiel zu setzen. Und er war kein Narr. Ja, es drehte sich immer noch um diese Bäuerin, um das, was er von ihr wollte .... Doch schien es als würde er scheitern .... Hatte er vielleicht die Gunst seines Herren und Meisters verloren .. ? Hatte Krathor seine schützende und leitende Schwinge, welche während der letzten Wochen über Magnus zu wachen schien, vielleicht zurückgezogen... ?
Doch schüttelte er diesen Gedanken sogleich wieder ab. Er hatte ihm das gebracht, was er zum Leben brauchte: Seelen....
Und kurze Zeit später hatte Magnus eine Begegnung, nach welcher er sich sicher war, dass sein Herr ihn immer noch leitete und schützte. Welch herrliche Ironie .... welch bitteres Entzücken. Hätte er die Möglichkeit gehabt, die Fäden des Schicksals selbst zu ziehen, selbst zu manipulieren, er hätte es in keinster Weise anders gemacht. Das, was sich ihm an jenem Abend an der kleinen Kapelle, versteckt im Wald vor Düstersee, ergab musste einfach ein Zeichen sein...
Wirklich überraschend war dieses Zusammentreffen für keinen von ihnen, und so kam man auch schnell direkt zum Kern der Sache, den Handel. Es waren nicht viele Worte notwendig, und so ging mal alsbald auch schon wieder getrennte Wege. Und nur zwei Tage später war es soweit ... Ein neuerliches Treffen am gleichen Ort, der Handel wurde besiegelt.....
Magnus schmunzelte noch immer und betrachtete ein letztes mal die kleine, zur Hälfte Phiole in seiner Hand. Endlich hatte er sein Ziel erreicht ..... sorgfältig, beinahe so als wäre sie der wertvollste Schatz auf Erden, verstaute er das dünne Glas wieder in einer eigens dafür vorgesehenen Messingschatulle. Dann erhob er sich von den Stufen. Nun, da er endlich das hatte, was ihm noch gefehlt hatte, war es an der Zeit das ganze Spektakel zu beenden. Und auch hier wusste er schon genau, wie es ablaufen sollte. Der Skelettfürst, welchen er vor einigen Tagen ausgesandt hatte, hatte seinen Auftrag erledigt. Gerade rechtzeitig, auch wenn das damals noch niemand wissen konnte. Er musste diese Person nun nur noch "abholen", ähnlich einer reifen Frucht ernten. Ja, lange war ihr erstes Treffen her, und er war sich sicher dieser Mensch hatte ihn noch nicht vergessen, nein, die Albträume quälten diesen Menschen mit Sicherheit noch jede einzelne Nacht. Die Rahaler wollten ein Opfer, die Leiche der Person, welche sie "Verräter" nannten. Nun gut, sie würden bekommen, wonach sie verlangten. Einige Augenblicke später sah man einen Raben, welcher seine Kreise über Varuna zog. Er überflog den frisch gezogenen Blutkreis und den eigens für die Opferung errichteten Altar, ehe er sich mit einem Krächzen auf den Weg zu seiner Beute machte. Oh, er war sich sicher Krathor würde sich mit einer besonderen Freude an dieser Seele nähren.....
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"Theoretisch möglich !"