Ein Kind. Da schlief ein Kind in ihrem Hause. Solveigh wusste noch nicht recht, wie sie das Ganze einordnen sollte.
Nüchtern betrachtet gewährten sie dem kleinen Mikilas Unterkunft.
Solveigh hatte ihn vor den Mauern Varunas aufgelesen. Ein kleiner vier jähriger Junge, ohne Habe, ohne Bleibe. Und das mitten im Winter.
Eine Nacht nur in der er Kälte, vieleicht ohne einen wärmenden Stall, und er wäre tot.
Wer gab ihm zu essen ? Wer die Nähe, die ein Kind in dem Alter haben sollte ?
Sie hätte ihn nie und nimmer dort allein zurückgelassen.
Nun schlaf er ruhig und wohl erschöpft in den Fellen ... und nüchtern betrachtet ... gewährten sie dem Kleinen Unterkunft.
Solveigh konnte das nicht nüchtern betrachten.
Die Freude in Mikilas Gesicht, seine herzliche kindliche Umarmung ... nein mit der Nüchternheit war es vorbeigewesen, bevor es angefangen hatte,..., dennoch ...
Sie hatte Mikilas weder überredet mitzukommen, noch gezwungen. Wenn der kleine Mann sich nicht selbst entschieden hätte, ihr nicht vom Wesen her hätte vertrauen können, dann wäre es sehr schwer geworden.
Vieleicht war es einfach nur ihrer Ausstrahlung zu verdanken gewesen, dass das Ganze so schlicht und einfach vonstatten gegangen war.
Ohne falsche Bescheidenheiten, ohne Hintergedanken.
Und nun schlief ein Kind in ihrem Haus.
Cyrion hatte das aufgeweckte Kerlchen ebenso selbstverständlich angenommen wie sie.
Man konnte ein Kind welches ohne Eltern hier gestrandet war, nicht einfach in der Kälte allein lassen.
Alles in einem sagte das, und es gab scheinbar keinerlei Zweifel daran, ... nüchtern betrachtet.
Es war nicht ihrer beider Kind und wenn Solveigh in diesen ersten Tagen nicht versucht hätte immer wieder die Vernunft herauszukehren, sich zu sagen, dass es sicher nur für eine Kurze Zeit so wäre, dass Mikilas bei ihnen sei, dann hätte sie sich tatsächlich darüber freuen können.
Sie wusste, dass sie sich freute, aber sie lies es noch nicht recht zu. Wer hoch flog, der fiel auch tief.
Wohin sollte Mikilas sonst gehen ? Wo würde er es besser haben ?
Es gab keine wirklichen Zufälle, Mutter hatte ein Kind in ihr Heim gebracht.
Ungewolltes Herzklopfen hatte sich eingestellt und Solveigh hielt die Luft an.
Nüchtern betrachtet ...
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Mikilas Sotan
Da wollte er eigendlich nur nach Varuna, gucken wo es Menschen gab die mit ihm spielten. Auf Leannes Hof war niemand. 4 Tage hatte er gewartet, war viel mit Silwen und Niathael zusammen gewesen. Hatte Leute kennengelernt. Lair, Lily und noch viele andere. PLötzlich stand da diese Frau mit dem Pferd. Pferde liebte der kleine Knirps, genauso auch andere Tiere. Nur vor Wölfen und Bären fürchtete er sich und Panther.
Solveight hatte ihn gefragt wer sich denn um ihn kümmern würde. Silwen war für einige Tage weg, Leanne hatte er noch gar nicht kennengelernt, obwohl er auf ihrem Hof vier Tage lang gewohnt hatte, Julia kannte er auch noch nicht. Niatheal war ihm wie ein grosser Bruder geworden, ein junger Mann dem er vertraute. Niatheal war für den kleinen im Herzen etwas besonderes geworden.
Wer kümmerte sich um den Kleinen, spontan fiehl ihm Silwen und Niatheal ein und er selber, dann fiehl ihm Lily und Lair ein und dann Luczilla, aber wirklich kümmern, wo er sagen konnte, da ist mein Heim, da wohne ich, da gehöre ich hin, hatte er noch nicht. Innerlich, ohne es selber zu merken, vermisste er das winzige Fischerdörfchen wo er bei Marienna gross geworden war. Als Marienna weg war mit einem Mann, hatte er sich von dem ernährt was man ihm gab und schlief da wo ein wenig Heu war. Hier auf Gerimor war alles anders. Hier hatte er noch keine anderen Kinder gesehen und alles war so schrecklich teuer.
Solveights Haus gefiehl ihm, die Frau selber auch. Sie hatte die gleiche Augenfarbe wie er und auch etwas rote Haare. Sie war lieb zu ihm und glich in keinster Weise den Leuten von denen man ihm immer erzählt hatte. Die die Kinder mitnahmen und was böses mit ihnen machten. Sol war anders, ernst, ja, aber ruhig, sanft. Cyrion war überrascht einen kleinen Jungen plötzlich im Haus vor sich stehen zu haben. Aber auch mit ihm würde er bestimmt gut Freund werden.
Wo gehörte er hin, Solveight, Leanne, Leanne Solveight. Er wusste es nicht und trotzdem er nur so klein war und gerade erst vier Jahre alt, machte er sich darüber Gedanken. Aber erstmal musste er den Brief von Falk zu Aradan bringen.
Solveight hatte ihn gefragt wer sich denn um ihn kümmern würde. Silwen war für einige Tage weg, Leanne hatte er noch gar nicht kennengelernt, obwohl er auf ihrem Hof vier Tage lang gewohnt hatte, Julia kannte er auch noch nicht. Niatheal war ihm wie ein grosser Bruder geworden, ein junger Mann dem er vertraute. Niatheal war für den kleinen im Herzen etwas besonderes geworden.
Wer kümmerte sich um den Kleinen, spontan fiehl ihm Silwen und Niatheal ein und er selber, dann fiehl ihm Lily und Lair ein und dann Luczilla, aber wirklich kümmern, wo er sagen konnte, da ist mein Heim, da wohne ich, da gehöre ich hin, hatte er noch nicht. Innerlich, ohne es selber zu merken, vermisste er das winzige Fischerdörfchen wo er bei Marienna gross geworden war. Als Marienna weg war mit einem Mann, hatte er sich von dem ernährt was man ihm gab und schlief da wo ein wenig Heu war. Hier auf Gerimor war alles anders. Hier hatte er noch keine anderen Kinder gesehen und alles war so schrecklich teuer.
Solveights Haus gefiehl ihm, die Frau selber auch. Sie hatte die gleiche Augenfarbe wie er und auch etwas rote Haare. Sie war lieb zu ihm und glich in keinster Weise den Leuten von denen man ihm immer erzählt hatte. Die die Kinder mitnahmen und was böses mit ihnen machten. Sol war anders, ernst, ja, aber ruhig, sanft. Cyrion war überrascht einen kleinen Jungen plötzlich im Haus vor sich stehen zu haben. Aber auch mit ihm würde er bestimmt gut Freund werden.
Wo gehörte er hin, Solveight, Leanne, Leanne Solveight. Er wusste es nicht und trotzdem er nur so klein war und gerade erst vier Jahre alt, machte er sich darüber Gedanken. Aber erstmal musste er den Brief von Falk zu Aradan bringen.
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Aisling Hinrah
Ein Knirps... ein kleiner Knirps stand vor ihm. Ein Knabe nur, mit Neugier in den Augen und eine Portion Schalk dazu. Er war einfach hinter ihm durch die Tür gekommen.
Überraschung breitete sich in ihm aus. Wo war der denn hergekommen? Ein Waldgeist vielleicht? Es gab kleine Waldgeister, die ihre Grösse verändern konnten und solche, die tatsächlich so gross wurden. Aber nein... kein Waldgeist konnte eintreten, ohne eingeladen zu werden. Promt gab der Kleine wieder, er sei von Sol eingeladen worden. Vielleicht also doch? Der Blick wanderte an der kleinen Person hoch und wieder runter. Nein... keine Zeichen wie sie bei Waldgeister üblich waren. Keine spitzen Ohren, Klauen als Nägel... Manchmal war ein kleiner Junge auch nur eben das: ein kleiner Junge.
Nun kam er sich albern vor. Aber andereseits... er hätte hier am Wald, wo er mit Solveigh lebte, eher mit einem Waldgeist gerechnet, als mit einem Kind. Aber er hätte ahnen können, das Solveigh, die gute Seele, ein Kind nicht in der Kälte stehen lassen konnte. Manchmal war er einfach zu vorsichtig.
Der 4 jährige Knabe erzählte nicht viel. Aber was er erzählte... auf einem Schiff gespielt und unbeabsichtig als blinder Passagier mitgefahren nach Gerimor. Die Mutter tot, der Vater desinteressiert, die Amme ebenso.
Kein leichtes Leben für einen so jungen Menschen.
Doch wo sollte er hin? Gab es Leute, die sich um ihn kümmern konnten? Cyrion wusste nicht, ob er und Solveigh sich ausreichend um ihn kümmern konnten. Nun er würde mal sehen ,was die nächsten Tage so passierte. Es würde sich schon ein Weg finden.
Überraschung breitete sich in ihm aus. Wo war der denn hergekommen? Ein Waldgeist vielleicht? Es gab kleine Waldgeister, die ihre Grösse verändern konnten und solche, die tatsächlich so gross wurden. Aber nein... kein Waldgeist konnte eintreten, ohne eingeladen zu werden. Promt gab der Kleine wieder, er sei von Sol eingeladen worden. Vielleicht also doch? Der Blick wanderte an der kleinen Person hoch und wieder runter. Nein... keine Zeichen wie sie bei Waldgeister üblich waren. Keine spitzen Ohren, Klauen als Nägel... Manchmal war ein kleiner Junge auch nur eben das: ein kleiner Junge.
Nun kam er sich albern vor. Aber andereseits... er hätte hier am Wald, wo er mit Solveigh lebte, eher mit einem Waldgeist gerechnet, als mit einem Kind. Aber er hätte ahnen können, das Solveigh, die gute Seele, ein Kind nicht in der Kälte stehen lassen konnte. Manchmal war er einfach zu vorsichtig.
Der 4 jährige Knabe erzählte nicht viel. Aber was er erzählte... auf einem Schiff gespielt und unbeabsichtig als blinder Passagier mitgefahren nach Gerimor. Die Mutter tot, der Vater desinteressiert, die Amme ebenso.
Kein leichtes Leben für einen so jungen Menschen.
Doch wo sollte er hin? Gab es Leute, die sich um ihn kümmern konnten? Cyrion wusste nicht, ob er und Solveigh sich ausreichend um ihn kümmern konnten. Nun er würde mal sehen ,was die nächsten Tage so passierte. Es würde sich schon ein Weg finden.
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Solveigh
Regeln
Es hat etwas gedauert, aber es schien Zeit zu brauchen bis man wirklich realisiert was passiert war.
Sie hatten ein Kind im Haus. Und allem Anschein nach verhielt es sich auch wie eines.
Und was da vorsich ging, war nicht alles gut.
Cyrion und Solveigh waren nicht die leiblichen Eltern des Kleinen. Sie gaben dem Jungen ein Zuhause, einen sicheren Ort an dem er weitgehend sorgenfrei leben konnte.
Aber streng genommen war er ein Gast und sie waren nicht "Papa" und "Mama". Sie würden nicht ihr bisheriges Leben von innen nach außen kehren, weil er da war.
Nicht sie waren es, die seinen Regeln genügen mussten. Nein es war umgekehrt.
Das Leben in diesem Hause folgte ein paar von ihnen, die unumgänglich waren.
Solveigh trug nicht nur Verantwortung für einen Knaben und ihren Mann. Sie hatte ihre Aufgabe und die ihren schon genug gefährdet.
Weltoffenheit hatte ihre Schattenseiten und das erst recht wenn ein wehrloses, naives Kind sie zeigte.
Sie würde zum ersten prüfen müssen, mit wem er sich herumtrieb. Leichtfertigkeiten konnte sie sich nicht leisten.
Sie würde den Personenkreis einschränken und ihm einbläuen müssen, dass man nicht einfach so mit Fremden umging, auch nicht wenn sie Pferde Spielzeug oder Leckereien hatten.
Mikilas würde immer zu Hause sein, wenn die Dunkelheit hereinbrach und niemals weite Strecken allein im Wald zurücklegen. Soetwas ging einfach nicht.
Ein vierjähriger Knabe war kein Abenteurer, und das grösste Problem waren sicher nicht die Tiere des Waldes.
Dies bedingte ebenso, dass sie Mikilas strickt verbieten musste, Leute mit nach Hause zu bringen.
Sie hatten nicht umsonst die Abgeschiedenheit gesucht um eben jene unauffällige Ruhe und Sicherheit zu haben, die Miki nun auch genoss.
Hier war keine Droschkenstation und um die Sicherheit zu waren, sollte das auch so bleiben.
Die Erkenntnis, dass mit dem offnen Herzen, mit dem sie den Jungen aufgenommen hatte, ebenso Pflichten für beide Seiten auftauchten, hatte etwas gebraucht, aber sie würde durchsetzen, dass man sich an jene hielt.
Wer in einer Gemeinschaft leben wollte, musste sich an Regeln halten.
Mikilas würde es lernen müssen, je früher desto besser.
Sie hatten ein Kind im Haus. Und allem Anschein nach verhielt es sich auch wie eines.
Und was da vorsich ging, war nicht alles gut.
Cyrion und Solveigh waren nicht die leiblichen Eltern des Kleinen. Sie gaben dem Jungen ein Zuhause, einen sicheren Ort an dem er weitgehend sorgenfrei leben konnte.
Aber streng genommen war er ein Gast und sie waren nicht "Papa" und "Mama". Sie würden nicht ihr bisheriges Leben von innen nach außen kehren, weil er da war.
Nicht sie waren es, die seinen Regeln genügen mussten. Nein es war umgekehrt.
Das Leben in diesem Hause folgte ein paar von ihnen, die unumgänglich waren.
Solveigh trug nicht nur Verantwortung für einen Knaben und ihren Mann. Sie hatte ihre Aufgabe und die ihren schon genug gefährdet.
Weltoffenheit hatte ihre Schattenseiten und das erst recht wenn ein wehrloses, naives Kind sie zeigte.
Sie würde zum ersten prüfen müssen, mit wem er sich herumtrieb. Leichtfertigkeiten konnte sie sich nicht leisten.
Sie würde den Personenkreis einschränken und ihm einbläuen müssen, dass man nicht einfach so mit Fremden umging, auch nicht wenn sie Pferde Spielzeug oder Leckereien hatten.
Mikilas würde immer zu Hause sein, wenn die Dunkelheit hereinbrach und niemals weite Strecken allein im Wald zurücklegen. Soetwas ging einfach nicht.
Ein vierjähriger Knabe war kein Abenteurer, und das grösste Problem waren sicher nicht die Tiere des Waldes.
Dies bedingte ebenso, dass sie Mikilas strickt verbieten musste, Leute mit nach Hause zu bringen.
Sie hatten nicht umsonst die Abgeschiedenheit gesucht um eben jene unauffällige Ruhe und Sicherheit zu haben, die Miki nun auch genoss.
Hier war keine Droschkenstation und um die Sicherheit zu waren, sollte das auch so bleiben.
Die Erkenntnis, dass mit dem offnen Herzen, mit dem sie den Jungen aufgenommen hatte, ebenso Pflichten für beide Seiten auftauchten, hatte etwas gebraucht, aber sie würde durchsetzen, dass man sich an jene hielt.
Wer in einer Gemeinschaft leben wollte, musste sich an Regeln halten.
Mikilas würde es lernen müssen, je früher desto besser.