Amoklauf, Bericht von Soldat Cyrus

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Moderator: Rahal [Mod]

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Tar´lyrrn

Amoklauf, Bericht von Soldat Cyrus

Beitrag von Tar´lyrrn »

In der Kommandantur der Schwarzen Armee und beim Bau der Letharen findet sich folgender Bericht.
Die Schrift ist für Cyrus' Verhältnisse recht krakelig, als hätte er sich die Hand verletzt.


Seinen Segen

Der Adjutant Tar'lyrrn ist in der Nacht zum 29ten Rabenmond in der heiligen Stadt Amok gelaufen und hat ein Blutbad angerichtet.
Die Gründe dafür sind unbekannt.
Er griff kommentarlos die wachhabenden Soldaten an und verwundete einige von ihnen sehr schwer.
Es steht sogar zu befürchten, dass einige von ihnen die Nacht nicht überleben werden.
Bei einigen anderen ist zu befürchten, dass sie niemals wieder eine Waffe führen können.

Schlußendlich konnten wir den Letharen aber mit großer Mühe überwältigen, festketten und in eine Zelle sperren.

Das Verhalten des Adjutanten bleibt unbegreiflich.

gez. Landsknecht Cyrus
Anastasia Swynedd

Beitrag von Anastasia Swynedd »

"Bei Alatar! Was zur . . . ", man sah es selten, aber heute sah man es: Der Ritterin blieb tatsächlich die Sprache weg. Immer wieder ließ sie den Blick über die Zeilen wandern und immer wieder bemühte sie sich darum Ihre Miene unter Kontrolle zu halten - vergeblich. Die Augen funkelten vor Zorn, die Lippen bildeten einen schmalen, wütenden Strich. Unbegreiflich, ungeheuerlich! "Ich will Ihn sehen!", donnerte kurze Zeit später die Stimme der Ritterin durch die Gänge durch Kommandantur. "Umgehend!". Es war kaum zu übersehen, dass sie sehr an sich halten musste, nicht die pechschwarze Klinge aus der Scheide zu ziehen, um so auf den geketten Letharen loszugehen. "Was hatte er sich dabei nur gedacht?", sie musste es herausfinden.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Dunkelheit mag in den Straßen der heiligen Stadt bereits eingekehrt sein, als eine Person gekleidet in einer Robe der Schwarze Armee, durch die Gassen zielstrebig Richtung Kommandantur schreitet. Dort angekommen mag er sich die Kapuze vom Kopf streifen und sich den Schnee von den Schultern klopfen. Danach tragen ihn die gepanzerten Beine Richtung seines Schreibtisches, die dunklen Augen schweifen über jenen und als er dort keine neuen Berichte erblickte, setzt er seinen Rundgang fort. Vor dem Kerkertrakt angekommen mögen sich für einen Moment seine Mundwinkel empor heben, wohl kam ihm gerade der Gedanken über den sitzenden Adjutanten in den Sinn. Seine Schritte mögen durch das Gebäude hallen ehe er vor einer leeren Zelle stehen bleibt. Ungläubig aber auch überrascht mag er sodann sich hektisch auch die anderen Zellen anschauen. Keiner da. Keiner da? Sogleich mag eine wutentbrannte Stimme die halbe Nachbarschaft aus dem Schlafe reisen:



Der Adjutant ist entkommen!

Riegelt die heilige Stadt ab!

Informiert den Hauptmann!

Jeder der Rahal verlassen möchte ist genaustens zu kontrollieren!




Wutentbrand macht er sich sogleich daran Suchtruppen aufzustellen und einige Kontrollen zu koordinieren.
Anastasia Swynedd

Beitrag von Anastasia Swynedd »

Die Schreie in der Kommandantur waren selbst in den Kellergewölben der Armee nicht zu überhören. Das gerade noch so regelmäßige Tropfen der feuchten Rinnsale an den Wänden, wurde nun von dem hektischen Geschepper verschiedener Rüstungen übertönt. "Frau Hauptmann! Ritterin!", die Rufe drangen nicht nur aus einem Mund, sondern wurden als bald durch das gesamte Gebäude getragen. Verschiedene Soldaten waren auf der Suche nach der Ritterin, die sich - bereits bei den ersten Anzeichen von Unruhe - von Ihrer Arbeit im Keller löste und nach oben ging.

Nicht lange nach diesem Bericht wurde die Zelle von der Ritterin selber auch noch einmal in Augenschein genommen, die letzten Berichte durchgesehen und schlußendlich . . . erhielten die Soldaten Ihre Zustimmung: "Keinerlei Berichte, keine deutlichen Zeichen auf einen Ein- oder Ausbruch. Riegelt die Stadt ab, verschärft die Kontrollen und tragt vor allem Eure Rüstung, wie auch die Waffe. Ich möchte keine weiteren Verluste durch den Letharen hinnehmen."

Niemand außerhalb der Kommandantur hatte den Schlüssel zu diesem Zellentrakt, weswegen nun auch intern einige Untersuchungen vorgenommen werden. Ausgwewählte Soldaten, die den Schlüssel zu den Kerkerzellen besitzen, sprachen Stunde um Stunde bei der Ritterin vor. "Nein, wir haben den Letharen nicht befreit. Bei Alatar! Das würde uns das Leben kosten. Er hat unseren Kameraden getötet!". "Ritterin, Ihr hättet einen Bericht erhalten. Nein, natürlich hätte man Euch oder den Adjutanten darüber informiert.", verschiedene, schlüssige Aussagen wurden an sie herangetragen, so dass man sich bald in der Kommandantur einig war, dass kein Mitglied der Armee für das Entkommen des Letharen verantwortlich war.
Zuletzt geändert von Anastasia Swynedd am Mittwoch 7. Dezember 2011, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.
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