Ein letzter Blick auf dieses alte Holzhaus mit den verdreckten oder brüchigen Fenstern, dem Grün, der sich langsam an der Wand hochrangelt, dem Dreck auf den Dachbalken, ehe Malachai sein Ross wendet und gen Wald trapt.
Ein sachtes seufzen, dass sich in der kühlen Nacht in eine eisige Wolke verwandelt, entgleitet ihm.
Er war ein Feigling. Solange hat er es gemieden. Solange hat er einen großen Bogen um dieses Anwesen gemacht.
Er konnte sich dem einfach nicht stellen. Er hätte es am liebsten Niedergebrannt, alles im tanzen des heißen Feuers entschwinden sehen und die Asche hinfortgepustet.
Doch er musste sich wandeln. Er wollte nicht mehr das zerstörerische Element auf dieser Welt sein, wollte nicht mehr seiner Natur lebend der Spielball von Ereignissen werden.
Ja, er wäre am liebsten Amok gelaufen, hätte jedem seine Klingen in den Bauch gerammt, der ihn nur ansah.
Er wollte schreien und hassen, wollte seinen Zorn fokusieren und jemanden die Schuld in die Schuhe schieben.
Doch wem?
Wer sollte es sein...wenn nicht er selber.
Seit einiger Zeit streift er wie ein reudiger Köter in und um Bajard. Die, die ihn kennen, freuen sich, dass er wieder da ist. Doch entgeht ihnen der Blick, wieso.
Er war ein Lügner, ein Scharlartan. Weniger wert als der Dreck unter den Stiefeln anderer.
Und er war ein Feigling. Er konnte es niemanden sagen, nein, er lächelte, scherzte und spiele die glückliche Miene.
Er wollte nicht das Mitleid der anderen, nicht diese Blicke auf sich ziehend und ein Grund sein, warum andere ihr eigenes, erbärmliche Leben erblicken und froh sind, dass es nicht schlimmer ist....als bei anderen...bei ihm.
Doch wielange sollte er das Spiel aufrecht erhalten? Es zerrte an seinen Nerven und seinen Kräften, er begann, ein Schatten seiner selbst zu werden.
Und jedes Wort, dass man froh sei, er ist dort...
Und jede Frage, wie es denn der Frau und den Kindern geht...
Und jeder Blick auf andere Familien, die glücklich beisammen leben...
...sind ein Dolchstoss in das kleine, verrotete Herz jener jämmerlichen, schwarzen Gestalt.
Ja, er log sogar Fremden noch vor, dass er verheiratet sei...dass er 2 Kinder hätte...wie glücklich er wäre.
Doch warum?
Weil er nicht erklären will, was geschah?
Oder weil er sich an vergangenen Zeiten klammerte?
Wer war er sonst, wenn nicht Malachai, liebender Ehemann und sorgsamer Vater?
Was war er noch in dieser Welt?
Doch kann er sich beschweren?
Ist nicht er am Ende schuld für diese Tragödie? Ist es nicht die gerechte Strafe gegen ihn für all die Fehler in seinem Leben und all das Leid, dass er anderen zugefügt hat?
Er hat einfach nichts anderes verdient.
Und während er über die Schulter blickt, auf das langsam im Dunkeln entschwindene Haus, weiß er, dass er nun durchatmen muss.
Viele Sommer sind vergangen, als Sie ihn verliess...mit seinen Kindern.
Er hätte es erkennen müssen...er hätte ihr nicht diese Vorwürfe machen dürfen.
Sie wollte nach ihrem Glauben leben...und so auch die Kinder erziehen. Doch was gab ihm das Recht, seinen Glauben durchzusetzen?
Nur weil er es wissen nannte, machte es das besser?
Er suchte Sie, ohne ein Wort an irgendjemanden, reiste er ab. Folgte ihrer Spur.
Doch wenn ein Mensch vermag, sich ihm zu entziehen, dann konnte es nur seine Frau, die ihn besser als jeder andere kannte.
Und so fand er Sie nur, als Sie stehen blieb.
Er schrie, er war dem Selbstmord gleich...warum nur geschah das?
Er fiel auf Knie, seine Finger brachen in die Erde, zerdrückten diese fest zusammen, dass seine Adern auf der Haut hervorstachen.
Er blickte in den Himmel, die dunklen Wolken, die den Regen ankündigten und leicht brummten, als würden Sie über ihn richten, ihn anstarren und ihm sagen, es sei seine Schuld, dass diese Ruine nun hier steht.
Er schrie, voller Verzweiflung und Zorn...er verfluchte Sie...er schwor ihr vor den Augen der anstehenden Priester, dass, wenn es eine Möglichkeit gäbe, einen Gott zu töten, er sie finden und nutzen wird.
Es war ihm egal, alles...er hätte am liebsten selber den Weg ins Jenseits gefunden...doch er wusste...für so jemanden wie ihm, gab es keinen Frieden nach dem Tode.
Malachai senkt das Haupt und zieht die Kaputze weiter über den Kopf.
Er war blind...er war engstirnig...er hat es vermasselt.
Ihre Flucht...mag fanatisch wirkend...doch er hat ihren Glauben angezweifelt...und er hat die Zeichen nicht erkannt...die vielen Streitereien, die ihren Alltag heimsuchten.
So suchte er noch lange nach der Ankunft an den Ruinen, im Glauben, sie würden noch unter den anderen Wandeln...doch vergeben...
bis er wieder dort ankam, wo es vor 10 Jahren anfing...in Bajard.
Die wandelnde Pest betrat den Boden des Fischerdorfes...und er würde jeden von ihm fernhalten, auf das Sie nicht verflucht werden, wie die anderen.
Die Vergangenheit muss beendet werden. Der Feigling muss sich seinen Ängsten stellen...und dann...
...das weiß keiner, was dann kommen wird.
Das langsame Sterben der Vergangenheit...
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Das langsame Sterben der Vergangenheit...
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-
Inara Schwarzmourne
Seufzend ließ sie sich in ihr Bett fallen. Wieder ein Tag geschafft.
Und wie jeden Abend griff sie nach ihrem Nachtkästchen, zog die Schublade auf und nahm ein kleines verziertes Kästchen heraus. Sie öffnete es und betrachtete den goldenen Ring darin für einen Moment.
Wie jedes mal musste sie einen Augenblick inne halten, bis sich der stechende Schmerz in ihrer Brust wieder etwas zurück zog und sie wieder atmen konnte. Dann erst konnte sie den Ring heraus nehmen, überflog die Gravur “für immer vereint” und küsste den Ring während ihr eine Träne heiß über ihre Wange floss. Dann legte sie den Ring vorsichtig zurück, schloss die Schachtel, gab sie zurück in die Schublade, zog sie wieder zu und wischte sich die Träne vom Gesicht.
Es kam ihr vor, als wäre sie schon Ewigkeiten fort und doch erinnerte sie sich wie als wenn es erst gestern war.
Sie stritten sich immer häufiger, wie ihre Kinder zu erziehen seien. Während er darauf bestand, dass die Götter kein Teil ihrer Erziehung sein sollten, wollte sie ihnen alles beibringen, damit sie einmal selbst entscheiden konnten. Er war so geprägt von seiner Abneigung gegen die Götter, dass er nicht verstand, dass sie nichts als Freiheit für ihre Kinder wollte. Sie sollten selbst erfahren wohin ihr Glauben sie führen könnte, oder auch nicht. Und sie sollten die Sicherheit haben, egal wofür sie sich entscheiden würden, sie würden deswegen nicht weniger geliebt sein und immer willkommen zuhause sein. Doch er bestand darauf, dass sein Weg, der einzig wahre sei und so gab es keinen anderen Weg für sie.
Sicher, er hatte in seiner Vergangenheit viel Leid ertragen müssen und kein Gott hätte ihn davor bewahrt, war je für ihn da gewesen. So sah er die Dinge.
Sie dagegen dachte, vielleicht hatten die Götter ihm dafür sie geschickt, weil sie wussten, dass er direkte Hilfe nicht annehmen konnte. Aber was wusste sie schon über die Geschicke der Götter. Sie wollte immer nur für ihn da sein, ihn stärken, ihn schützen, ihn lieben und sie hätte alles für ihn getan, alles! Doch hier ging es nicht um sie oder ihn, sondern um das Leben ihrer Kinder. Sie waren jetzt wichtiger als alles andere, denn hier ging es um IHRE Zukunft.
Nein, sie sollten keine Außenseiter werden, sie sollten nicht unfrei in ihren Entscheidungen aufwachsen müssen. Sie wusste wie es war, in Knechtschaft zu leben, selbst nach all den Jahren träumte sie noch manchmal von den Amarths. Niemals würde sie zulassen, dass es ihren Kindern ähnlich erging. Denn auch wenn sie es so nicht sehen würden, wäre es doch eine Art Knechtschaft, dem Willen des Vaters folgen zu wollen, sich für einen anderen Weg schuldig zu fühlen. Das konnte sie nicht zulassen, lieber würde sie sich bei lebendigem Leib das Herz heraus reißen, denn nichts anderes war es, was sie vor hatte.
Als er wieder einmal unterwegs war, packte sie hastig ein paar ihrer Sachen und ein paar der Kinder. Sie packte sich Alisea, weckte Marick und erzählte ihm irgend eine Geschichte, dass sie schnell weg mussten um sich in Sicherheit zu bringen. Marick tobte, strampelte und weinte, er wolle seinem Vater helfen, schließlich sei er schon ein richtiger Mann und hätte ein richtiges Schwert. Das war das einzige mal, dass er eine Ohrfeige von ihr erhielt. Sie schämte sich noch immer dafür, aber nur so bekam sie ihn ruhig. Danach sagte er keinen Mucks mehr und als sie ein paar seiner Sachen gepackt hatte, gingen sie über den kleinen Schleichweg gen Bajard. Dort fand sie schnell einen betrunkenen Kapitän, der zusagte, sie gegen ein stattliches Sümmchen nie gesehen zu haben und sie schon gar nicht irgendwo hin übergesetzt zu haben. Ein wenig leid, tat ihr der ärmste schon. Malachai würde zweifelsohne die Wahrheit aus ihm heraus bekommen, früher oder später.
Sie hatte sich so weit wie möglich weg bringen lassen, doch letztendlich war es ein Zufall gewesen, der sie für immer entzweit hatte. Doch das wusste sie nicht.
Nach ihrer Ankunft in einem kleinen Fischerdorf war sie im örtlichen Eluive Kloster unter gekommen, da das Dorf, wo sie anlegten, keine Herbergszimmer hatte, wo sie mit ihren beiden Kindern hätte schlafen können. Die Priester waren sehr nett und gaben ihnen ein sauberes Zimmer. Am nächsen Morgen, kurz nach Sonnenaufgang reisten sie weiter und dies rettete Ihnen nicht nur das Leben, sondern besiegelte auch ihr Schicksal.
Kurz nachdem sie in die Postkutsche gestiegen waren und auf dem Weg in die nächst größere Stadt waren, griffen Arkorither das Kloster an und brannten es auf die Grundmauern nieder. Die meisten Priester waren gerade in der Morgenandacht und es gab keine Überlebenden. Nur einige Schmuckstücke würde Malachai in den Überresten finden. Inaras Halskette und ihren Armreif, die er ihr einmal geschenkt hatte.
Alisea war der Beutel mit ihrem Schmuck in die Hände gefallen, als sie sich bei den Priestern für das Zimmer bedankte und damit niemand ihren Schatz entdeckte schob sie die Schmuckstücke unter das Bett. Am nächsten Morgen war die Kleine noch viel zu verschlafen gewesen um an ihren Schatz zu denken und da keiner der Dorfbewohner wusste, dass sie bereits wieder gegangen war und keiner der Priester überlebte, konnte man nur einen Schluss zulassen... alle waren beim Angriff gestorben. ALLE. Wie hätten sie es auch anders wissen sollen?
Und so quartierte sie sich mit ihren Kindern zunächst in eine Herberge ein, wartete darauf, ob ihr Mann zu ihnen kommen würde, sie nach Hause holen kam. Doch er kam nicht. Wochen und Monate vergingen und irgendwann hielt sie es nicht mehr aus in die traurigen hoffenden Augen ihrer Kinder zu sehen und erzählte ihnen, ihr Vater sei gestorben. Sie weinten lange, doch Marick würde mit dieser Gewissheit leichter leben können, als sich stetig fragen zu müssen, warum sein Vater nicht kam um ihn zu holen. Sie hatte schließlich selbst keine Antwort darauf.
Nie hätte sie es gedacht, doch offenbar hatte er sie wirklich aufgegeben, wollte seine Frau und seine Kinder nicht mehr sehen.
Also mietete sie sich einen kleinen Hof und begann ihr Leben weiter zu leben, so gut es ging. Versuchte sich auf die Kinder zu konzentrieren, brachte ihnen alles bei was sie wusste und sorgte dafür, dass sie einen Hauslehrer bekamen, als es an der Zeit war. Marick sah ihm von Jahr zu Jahr ähnlicher, das machte ihr sehr zu schaffen und auch wenn sie in Aliseas Augen sah, sah sie seine Augen. Doch sie verbot sich jeden Gedanken an Malachai unter Tage und trotzdem hatte es sehr sehr lange gedauert, bis sie sich abgewöhnt hatte, ständig nach ihm ausschau zu halten, bei jedem schwarzen Pferd oder einem schwarz gekleideten Mann die Hoffnung aufflammen zu lassen nur um sie gleich wieder begraben zu müssen. Es zerris ihr das Herz in der Brust, jeden Tag, den sie ohne ihn leben müsste. Doch vielleicht fand er nun ohne seine Frau und seine Kinde wieder den Frieden, den er immer suchte. Sie hoffte es und wünschte sich, er würde nun glücklich leben.
Nur in der Nacht, wenn die Kinder schliefen und sie nach den letzten Arbeiten auch in ihr Bett fiel, nur dann gewährte sie sich eine Minute der Trauer, nahm ihren Ehering aus der Schatulle in ihrem Nachtkästchen und küsste ihn, in der Hoffnung, er würde es spüren, wo immer er jetzt auch sei.
Sie würde ihn für immer lieben, bis an das Ende ihrer Tage!
Und wie jeden Abend griff sie nach ihrem Nachtkästchen, zog die Schublade auf und nahm ein kleines verziertes Kästchen heraus. Sie öffnete es und betrachtete den goldenen Ring darin für einen Moment.
Wie jedes mal musste sie einen Augenblick inne halten, bis sich der stechende Schmerz in ihrer Brust wieder etwas zurück zog und sie wieder atmen konnte. Dann erst konnte sie den Ring heraus nehmen, überflog die Gravur “für immer vereint” und küsste den Ring während ihr eine Träne heiß über ihre Wange floss. Dann legte sie den Ring vorsichtig zurück, schloss die Schachtel, gab sie zurück in die Schublade, zog sie wieder zu und wischte sich die Träne vom Gesicht.
Es kam ihr vor, als wäre sie schon Ewigkeiten fort und doch erinnerte sie sich wie als wenn es erst gestern war.
Sie stritten sich immer häufiger, wie ihre Kinder zu erziehen seien. Während er darauf bestand, dass die Götter kein Teil ihrer Erziehung sein sollten, wollte sie ihnen alles beibringen, damit sie einmal selbst entscheiden konnten. Er war so geprägt von seiner Abneigung gegen die Götter, dass er nicht verstand, dass sie nichts als Freiheit für ihre Kinder wollte. Sie sollten selbst erfahren wohin ihr Glauben sie führen könnte, oder auch nicht. Und sie sollten die Sicherheit haben, egal wofür sie sich entscheiden würden, sie würden deswegen nicht weniger geliebt sein und immer willkommen zuhause sein. Doch er bestand darauf, dass sein Weg, der einzig wahre sei und so gab es keinen anderen Weg für sie.
Sicher, er hatte in seiner Vergangenheit viel Leid ertragen müssen und kein Gott hätte ihn davor bewahrt, war je für ihn da gewesen. So sah er die Dinge.
Sie dagegen dachte, vielleicht hatten die Götter ihm dafür sie geschickt, weil sie wussten, dass er direkte Hilfe nicht annehmen konnte. Aber was wusste sie schon über die Geschicke der Götter. Sie wollte immer nur für ihn da sein, ihn stärken, ihn schützen, ihn lieben und sie hätte alles für ihn getan, alles! Doch hier ging es nicht um sie oder ihn, sondern um das Leben ihrer Kinder. Sie waren jetzt wichtiger als alles andere, denn hier ging es um IHRE Zukunft.
Nein, sie sollten keine Außenseiter werden, sie sollten nicht unfrei in ihren Entscheidungen aufwachsen müssen. Sie wusste wie es war, in Knechtschaft zu leben, selbst nach all den Jahren träumte sie noch manchmal von den Amarths. Niemals würde sie zulassen, dass es ihren Kindern ähnlich erging. Denn auch wenn sie es so nicht sehen würden, wäre es doch eine Art Knechtschaft, dem Willen des Vaters folgen zu wollen, sich für einen anderen Weg schuldig zu fühlen. Das konnte sie nicht zulassen, lieber würde sie sich bei lebendigem Leib das Herz heraus reißen, denn nichts anderes war es, was sie vor hatte.
Als er wieder einmal unterwegs war, packte sie hastig ein paar ihrer Sachen und ein paar der Kinder. Sie packte sich Alisea, weckte Marick und erzählte ihm irgend eine Geschichte, dass sie schnell weg mussten um sich in Sicherheit zu bringen. Marick tobte, strampelte und weinte, er wolle seinem Vater helfen, schließlich sei er schon ein richtiger Mann und hätte ein richtiges Schwert. Das war das einzige mal, dass er eine Ohrfeige von ihr erhielt. Sie schämte sich noch immer dafür, aber nur so bekam sie ihn ruhig. Danach sagte er keinen Mucks mehr und als sie ein paar seiner Sachen gepackt hatte, gingen sie über den kleinen Schleichweg gen Bajard. Dort fand sie schnell einen betrunkenen Kapitän, der zusagte, sie gegen ein stattliches Sümmchen nie gesehen zu haben und sie schon gar nicht irgendwo hin übergesetzt zu haben. Ein wenig leid, tat ihr der ärmste schon. Malachai würde zweifelsohne die Wahrheit aus ihm heraus bekommen, früher oder später.
Sie hatte sich so weit wie möglich weg bringen lassen, doch letztendlich war es ein Zufall gewesen, der sie für immer entzweit hatte. Doch das wusste sie nicht.
Nach ihrer Ankunft in einem kleinen Fischerdorf war sie im örtlichen Eluive Kloster unter gekommen, da das Dorf, wo sie anlegten, keine Herbergszimmer hatte, wo sie mit ihren beiden Kindern hätte schlafen können. Die Priester waren sehr nett und gaben ihnen ein sauberes Zimmer. Am nächsen Morgen, kurz nach Sonnenaufgang reisten sie weiter und dies rettete Ihnen nicht nur das Leben, sondern besiegelte auch ihr Schicksal.
Kurz nachdem sie in die Postkutsche gestiegen waren und auf dem Weg in die nächst größere Stadt waren, griffen Arkorither das Kloster an und brannten es auf die Grundmauern nieder. Die meisten Priester waren gerade in der Morgenandacht und es gab keine Überlebenden. Nur einige Schmuckstücke würde Malachai in den Überresten finden. Inaras Halskette und ihren Armreif, die er ihr einmal geschenkt hatte.
Alisea war der Beutel mit ihrem Schmuck in die Hände gefallen, als sie sich bei den Priestern für das Zimmer bedankte und damit niemand ihren Schatz entdeckte schob sie die Schmuckstücke unter das Bett. Am nächsten Morgen war die Kleine noch viel zu verschlafen gewesen um an ihren Schatz zu denken und da keiner der Dorfbewohner wusste, dass sie bereits wieder gegangen war und keiner der Priester überlebte, konnte man nur einen Schluss zulassen... alle waren beim Angriff gestorben. ALLE. Wie hätten sie es auch anders wissen sollen?
Und so quartierte sie sich mit ihren Kindern zunächst in eine Herberge ein, wartete darauf, ob ihr Mann zu ihnen kommen würde, sie nach Hause holen kam. Doch er kam nicht. Wochen und Monate vergingen und irgendwann hielt sie es nicht mehr aus in die traurigen hoffenden Augen ihrer Kinder zu sehen und erzählte ihnen, ihr Vater sei gestorben. Sie weinten lange, doch Marick würde mit dieser Gewissheit leichter leben können, als sich stetig fragen zu müssen, warum sein Vater nicht kam um ihn zu holen. Sie hatte schließlich selbst keine Antwort darauf.
Nie hätte sie es gedacht, doch offenbar hatte er sie wirklich aufgegeben, wollte seine Frau und seine Kinder nicht mehr sehen.
Also mietete sie sich einen kleinen Hof und begann ihr Leben weiter zu leben, so gut es ging. Versuchte sich auf die Kinder zu konzentrieren, brachte ihnen alles bei was sie wusste und sorgte dafür, dass sie einen Hauslehrer bekamen, als es an der Zeit war. Marick sah ihm von Jahr zu Jahr ähnlicher, das machte ihr sehr zu schaffen und auch wenn sie in Aliseas Augen sah, sah sie seine Augen. Doch sie verbot sich jeden Gedanken an Malachai unter Tage und trotzdem hatte es sehr sehr lange gedauert, bis sie sich abgewöhnt hatte, ständig nach ihm ausschau zu halten, bei jedem schwarzen Pferd oder einem schwarz gekleideten Mann die Hoffnung aufflammen zu lassen nur um sie gleich wieder begraben zu müssen. Es zerris ihr das Herz in der Brust, jeden Tag, den sie ohne ihn leben müsste. Doch vielleicht fand er nun ohne seine Frau und seine Kinde wieder den Frieden, den er immer suchte. Sie hoffte es und wünschte sich, er würde nun glücklich leben.
Nur in der Nacht, wenn die Kinder schliefen und sie nach den letzten Arbeiten auch in ihr Bett fiel, nur dann gewährte sie sich eine Minute der Trauer, nahm ihren Ehering aus der Schatulle in ihrem Nachtkästchen und küsste ihn, in der Hoffnung, er würde es spüren, wo immer er jetzt auch sei.
Sie würde ihn für immer lieben, bis an das Ende ihrer Tage!
Zuletzt geändert von Inara Schwarzmourne am Montag 12. Dezember 2011, 00:03, insgesamt 2-mal geändert.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Schweißgebadet schreckt er auf. Die Finger bohren sich in etwas hinein, was sich nach wenigen Sekunden schmerzhaft als sein Bein herausstellt.
Der frostige Atem bildet schnell eine kleine Wolke vor seinem Gesicht, hechelnd nach Luft, versucht er die Orientierung zu finden.
Der Blick geht gen Himmel, der Vollmond scheint ihn förmlich auszulachen.
Die Kälte umgibt ihm, es ist tiefster Winter und man würde es als barbarisch, mehr als veraltet bezeichnen, dass er im Wald hauste.
Ja, die schrägen Blicke durchbohren ihn förmlich, wenn er erzählt, wo er die Nächte verbringt.
Doch den Grund, offenbart er ihnen nicht.
Konzentration und Ausdauer, kann man anders erlangen, gemütlicher mit dem selben Effekt.
Und dennoch...jede Nacht spürt er es. Wie ein stechender Schmerz, als wären Sie bei ihm.
Er fasst sich an den Kopf. Es ist nicht möglich, sprach er sich zu. Es muss einfach der Wunsch sein, der ihn diesen Floh ins Ohr setzt. Ihn verwirrt.
Und dennoch, würde er jede Qualen und jeden ungemütlichen Ort als seinen Schlafplatz aufsuchen, um wenigstens für eine Sekunde der Verwirrtheit denken zu können, es wäre alles gut. Nichts wäre passiert. Nichts hätte sich verändert.
Er greift in die Tasche, kurz darin mit 2 Fingern wühlend, dann holt er einen Ring hervor. Er glänzt leicht, das Mondlicht reflektierend, als er die Augen schliesst, zusammen mit der Hand zu einer Faust ballend und schwer seufzend.
Es war...als würde er Sie spüren. Seine Frau. Als wäre Sie nur auf Reisen und ebenso den Ring anblickend, ihn vielleicht einem Kuss gebend, so dass ihr Ehemann es spüren mag.
Er seufzte abermals, neben sich blickend auf das schwarze Ross, was ihn fragend anblickt.
Er legte die Hand auf dessen Warmen Hals und beruhigte es, mit den Worten wie jede Nacht: "Nur ein Alptraum."
Man mag ihn in die Kiste der verwirrten Menschen abschieben, wenn man sehen würde, wer sein Weggefährte und sein Gesprächspartner in der tiefen, kalten Nacht war.
Doch Schattenhuf, war nicht einfach ein Pferd. Nein. Er verstand ihn immer. Treu und ohne diesem Vorwurfsvollen oder bemitleidenswerten Blick.
Er fasst sich mit beiden Händen an den Kopf, den Ring nun an diesem spürend.
Er hatte immer eine Bindung zu seiner Familie. Zu Inara, diese ganz besondere, die 2 sich ewig liebende Menschen bekommen könnten. Zu Marick, in dessen Adern sein Blut floss.
Es wirkte, als würde er ihn vermissen, seinen Vater rufen. So fühlte es sich an. Doch nur diesen Bruchteil, bis er aufschreckt. Das Gespür verlorend durch einen lauten Schrei, der durch seinen Kopf hämmerte.
Der panische Blick in den letzten Sekunden, ehe das unheilige Feuer ihre Körper zerfrass.
Er erinnerte sich, wie er an den Ruinen kniete, als er den Schmuckbeutel fand. Er wusste sofort, wem es gehört, doch welcher verbrannte Aschekörper ihrer war, nur mutmassen.
Dann diese Worte des elendigen Predigers. Sein Beileid über das, was geschehen war. Und dann diese Floskeln, sie wären nun in Eluives Obhut.
So schnell konnte der Mann nicht blinzeln, wie Malachai in am Halse packte und auf den Boden warf, gefolgt von einer Klinge, die sich sacht in sein Flesich zu schneiden beginn.
"Wo ist deine Göttin jetzt Priester? Du predigst etwas von ihrer Güte und ihrer Wärme. Doch sie belustigt sich nur an dem Leid der Menschen und schwafelst von Unantastbarkeit, da deine Seele nach deinem Tode zu ihr aufsteigen wird. Doch sehe ich deine Angst nun in deinen Augen. Die Angst vor dem Schmerzen...oder die Angst, es wird kein heiliges Reich für dich und andere bei der Hure geben."
Er wollte ihn töten, doch er liess ab. Er liess nicht zu, dass der Zorn ihn übermannte und stand nur wortlos aus.
Malachai erinnerte sich immer noch gut an diesen Moment an den Ruinen. Und anstatt die Prediger zu meucheln...hätte er sich am liebsten selbst die Klinge gegeben und sich neben die Leichen niedergelassen.
Doch eines wart ihm immer klar: Wo seine Familie nun ist, wird er nie hingehen dürfen. Zu unrein ist seine Seele befleckt mit dem Geruch des Todes, zu Feige wäre dieser Ausweg.
Malachai lehnte sich wieder an den Baum, das Bein ausstreckend und den Schnee so ein wenig von sich schiebend.
Seine Augen glänzen im Mondlicht, einige Tränen rinnen aus diesen heraus, seiner kalten Wange hinab.
Er hat Sie verloren. Er alleine ist Schuld an allem. Er war der Fanatiker der Familie, nicht sie. Er war es, der ihr seinen Glauben aufdringen wollte.
Was nun stimmen mag und was nicht, ist völlig egal: Er hat Sie verscheucht...er hat Sie in den Tot geschickt...und er wird dafür Buße tragen.
Wieder einmal vergeht eine kurze Nacht mit zu wenig Schlaf in dieser eisigen Kälte.
Und doch, diese Sekunde, sie vielleicht gespürt zu haben, lässt ihn verzweifeln, aber auch sein Herz kurz erwärmend...das Zeichen, dass er noch leben mag, selbst wenn er es aus seiner Sicht nicht verdient hat.
Der frostige Atem bildet schnell eine kleine Wolke vor seinem Gesicht, hechelnd nach Luft, versucht er die Orientierung zu finden.
Der Blick geht gen Himmel, der Vollmond scheint ihn förmlich auszulachen.
Die Kälte umgibt ihm, es ist tiefster Winter und man würde es als barbarisch, mehr als veraltet bezeichnen, dass er im Wald hauste.
Ja, die schrägen Blicke durchbohren ihn förmlich, wenn er erzählt, wo er die Nächte verbringt.
Doch den Grund, offenbart er ihnen nicht.
Konzentration und Ausdauer, kann man anders erlangen, gemütlicher mit dem selben Effekt.
Und dennoch...jede Nacht spürt er es. Wie ein stechender Schmerz, als wären Sie bei ihm.
Er fasst sich an den Kopf. Es ist nicht möglich, sprach er sich zu. Es muss einfach der Wunsch sein, der ihn diesen Floh ins Ohr setzt. Ihn verwirrt.
Und dennoch, würde er jede Qualen und jeden ungemütlichen Ort als seinen Schlafplatz aufsuchen, um wenigstens für eine Sekunde der Verwirrtheit denken zu können, es wäre alles gut. Nichts wäre passiert. Nichts hätte sich verändert.
Er greift in die Tasche, kurz darin mit 2 Fingern wühlend, dann holt er einen Ring hervor. Er glänzt leicht, das Mondlicht reflektierend, als er die Augen schliesst, zusammen mit der Hand zu einer Faust ballend und schwer seufzend.
Es war...als würde er Sie spüren. Seine Frau. Als wäre Sie nur auf Reisen und ebenso den Ring anblickend, ihn vielleicht einem Kuss gebend, so dass ihr Ehemann es spüren mag.
Er seufzte abermals, neben sich blickend auf das schwarze Ross, was ihn fragend anblickt.
Er legte die Hand auf dessen Warmen Hals und beruhigte es, mit den Worten wie jede Nacht: "Nur ein Alptraum."
Man mag ihn in die Kiste der verwirrten Menschen abschieben, wenn man sehen würde, wer sein Weggefährte und sein Gesprächspartner in der tiefen, kalten Nacht war.
Doch Schattenhuf, war nicht einfach ein Pferd. Nein. Er verstand ihn immer. Treu und ohne diesem Vorwurfsvollen oder bemitleidenswerten Blick.
Er fasst sich mit beiden Händen an den Kopf, den Ring nun an diesem spürend.
Er hatte immer eine Bindung zu seiner Familie. Zu Inara, diese ganz besondere, die 2 sich ewig liebende Menschen bekommen könnten. Zu Marick, in dessen Adern sein Blut floss.
Es wirkte, als würde er ihn vermissen, seinen Vater rufen. So fühlte es sich an. Doch nur diesen Bruchteil, bis er aufschreckt. Das Gespür verlorend durch einen lauten Schrei, der durch seinen Kopf hämmerte.
Der panische Blick in den letzten Sekunden, ehe das unheilige Feuer ihre Körper zerfrass.
Er erinnerte sich, wie er an den Ruinen kniete, als er den Schmuckbeutel fand. Er wusste sofort, wem es gehört, doch welcher verbrannte Aschekörper ihrer war, nur mutmassen.
Dann diese Worte des elendigen Predigers. Sein Beileid über das, was geschehen war. Und dann diese Floskeln, sie wären nun in Eluives Obhut.
So schnell konnte der Mann nicht blinzeln, wie Malachai in am Halse packte und auf den Boden warf, gefolgt von einer Klinge, die sich sacht in sein Flesich zu schneiden beginn.
"Wo ist deine Göttin jetzt Priester? Du predigst etwas von ihrer Güte und ihrer Wärme. Doch sie belustigt sich nur an dem Leid der Menschen und schwafelst von Unantastbarkeit, da deine Seele nach deinem Tode zu ihr aufsteigen wird. Doch sehe ich deine Angst nun in deinen Augen. Die Angst vor dem Schmerzen...oder die Angst, es wird kein heiliges Reich für dich und andere bei der Hure geben."
Er wollte ihn töten, doch er liess ab. Er liess nicht zu, dass der Zorn ihn übermannte und stand nur wortlos aus.
Malachai erinnerte sich immer noch gut an diesen Moment an den Ruinen. Und anstatt die Prediger zu meucheln...hätte er sich am liebsten selbst die Klinge gegeben und sich neben die Leichen niedergelassen.
Doch eines wart ihm immer klar: Wo seine Familie nun ist, wird er nie hingehen dürfen. Zu unrein ist seine Seele befleckt mit dem Geruch des Todes, zu Feige wäre dieser Ausweg.
Malachai lehnte sich wieder an den Baum, das Bein ausstreckend und den Schnee so ein wenig von sich schiebend.
Seine Augen glänzen im Mondlicht, einige Tränen rinnen aus diesen heraus, seiner kalten Wange hinab.
Er hat Sie verloren. Er alleine ist Schuld an allem. Er war der Fanatiker der Familie, nicht sie. Er war es, der ihr seinen Glauben aufdringen wollte.
Was nun stimmen mag und was nicht, ist völlig egal: Er hat Sie verscheucht...er hat Sie in den Tot geschickt...und er wird dafür Buße tragen.
Wieder einmal vergeht eine kurze Nacht mit zu wenig Schlaf in dieser eisigen Kälte.
Und doch, diese Sekunde, sie vielleicht gespürt zu haben, lässt ihn verzweifeln, aber auch sein Herz kurz erwärmend...das Zeichen, dass er noch leben mag, selbst wenn er es aus seiner Sicht nicht verdient hat.
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- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Langsam glitt der schwarz verhüllte durch den nebligen Wald. Die Ohren offen, den Kopf ab und an von einer Seite zur anderen drehend.
Er suchte wen, er wusste, er war hier.
Vor sich offenbarte sich dann eine schemenhafte Gestalt. Nur ein Schatten. Doch er musste es sein. Sei Opfer, seine Beute, sein Ziel.
Langsam griff er mit beiden Händen unter seinem Umhang, leise liess er 2 Schwerter aus ihren Scheiden erklingen, ehe er die Arme anspannte und sich weiter seinen Weg durch den Nebel bahnte.
Er musste ihn töten. Solange hatte er ihn gesucht. Es würde Enden, mit ihm, würde der Frieden seinen gerechten Wege finden.
Er kniete sich sacht hin, als er dann vorsprang, wie eine Raubkatze, auf die Person, die Klingen ausholend in einem weiten Zuge des Armes, dann nach vorne preschend und sich in den Körper der Bestie bohrend, mit dem ganzen Körpergewicht diese auf den Boden rammend und das röcheln wahrnehmend, dass der sterbende von sich gab.
Es war ein Gefühl der inneren Befriedigung, des Wissens, es nun beendet zu haben, als sich wie durch geisterhand der Nebel lichtete und die schwarzverhüllte Gestalt in das Gesicht eines jungen Mannes blickte. Die Augen weit geöffnet, erschrack der Attentäter und wich zurück.
"Vater...du hast mich...sterben lassen.", röchelte der am Boden liegende, die Augen voller Hass, als Malachai sich nach vorne robte und den Kopf seine Sohnes emporhob.
Die Welt drehte sich um ihn. Warum, hauchte es ihm ins Ohr, solange, immer lauter werdend, bis es einem Schrei glich. Die Augen füllten sich mit Feuchtigkeit, als die erste Träne seine Wange hinablief.
Warum war er hier? Er sollte es nicht sein. Nein, er wollte jemanden anderen Jagen, als er in die Augen des Sterbenden, jungen Mannes blickte, der seinem Vater so ähnlich sah.
"Du...hast uns alle sterben lassen.", hauchte es, als Malachai den Kopf anhob und einen schmerzerfüllenden Schrei von sich liess.
Den Kopf zuckend, den Körper komplett verspannend, atmet er schnell ein. Der Schweiß rinnt seiner Stirn hinab, als er mehrmals blinzelt, um eine klare Sicht zu kriegen.
Der Blick auf ein langsam erloschendes Feuer wendend.
Es war nur ein Traum...einer, von diesen vielen Träumen, die ihn den Schlaf rauben.
Er erhebt sich langsam aus dem Sessel, wie ein Geist schleicht er über den Boden, keinerlei Geräusche von sich gebend, schiebt er einen Vorhang zur Seite und tritt an das Bett heran, wo er sich auf die Knien setzt.
Sacht streichelt er der schlafenden Schönen durch ihr rotes Haar, die Decke noch ein wenig über sie legend und ihr einen hauchzarten kuss auf den Kopf gebend, ehe er sehr leise haucht:
"Ich gehe, ich werde nachdenken, doch ehe du erwachest, verspreche ich dir, bin ich wieder bei dir Sophia."
Dann erhebt er sich und entschwindet in der Nacht.
Erst langsam gehend, den Umhang um sich legend, gen Meer, dann immer schneller werdend, ehe er er rennt und am Strand auf die Knien fällt, eine Rolle macht und die Hände in den Boden graben lässt.
Warum nur, diese Träume?
Wie sollte es weitergehen?
Soviel ist geschehen in der letzten Zeit.
Er trat sein altes Heim ab. Zuviele schlimme Erinnerungen behaften sich dort.
Er lernte eine nette Dame kennen, die ihn versuchte zu küssen. Er verstand sich so gut mit ihr, er mochte sie sehr. Doch er wandte sich ab. Er...er wollte es nicht, zu sehr hingen die Gedanken an seine Familie. Das dachte er zumindest bis letzte Nacht.
Er besuchte Sie, mit einer Torte und einem Geschenk. Er wollte ihren Geburtstag nachfeiern...und sie sah so wunderschön aus. Und ehe Sie sich versahen, flogen die Worte. Ehe er nachdenken konnte, handelte er, als sich ihre Lippen berührten.
Was tat er nur? Er liebte doch Inara. So sehr, dass der missende Gedanke an sie ihn wahnsinnig werden liess. Ihn unheilvollen Schmerz zubereitete...doch Sie...diese rothaarige, junge Dame...in ihrer Nähe war es anders. Als ob die Welt stehen bleiben würde.
Er sah ein Band zwischen ihr und ihm...eines, was er in seinem ganzen Leben nur einmal sah...und das war bei Inara.
Und dennoch war es anders...obwohl es sich so gleich anfühlte.
Ja, sein Herz schlug wieder. Soviele Damen in der letzten Zeit, die ihm schöne Augen machten. Soviele, deren Sympathie er nicht erwiedern konnte...und dann, wie ein Schlag ins Gesicht, traf er Sie, dachte an Sie, misste Sie. Und das, obwohl sie sich kaum kannten.
Mag es Schicksal sein, es solle ihm egal sein. Er sollte beginnen, wieder zu Leben....nicht zu vergessen, den Verlust zu betrauern und dennoch...vielleicht wieder Leben.
Er seufzte, den Kopf nach vorne fallen lassend.
Soviel geschah, soviel geschieht. Wo es enden wird? Er weiss es nicht. Er kann es sich auch nicht einreden. Doch...er will es dieses mal anders machen. Ein anderer Weg, fernab von Flüchen und der Last der Vergangenheit. Ein Schlussstrich und ein Neubeginn.
Doch zuerst...wird er IHN aufsuchen müssen. Die letzte Hürde der harten Schuldzuweisungen, die er bekam. Er muss es wissen, von seinem Verlust...und erst dann, kann er sich ihr zuwidmen und ihr das geben, was Sie verdient hat.
Er suchte wen, er wusste, er war hier.
Vor sich offenbarte sich dann eine schemenhafte Gestalt. Nur ein Schatten. Doch er musste es sein. Sei Opfer, seine Beute, sein Ziel.
Langsam griff er mit beiden Händen unter seinem Umhang, leise liess er 2 Schwerter aus ihren Scheiden erklingen, ehe er die Arme anspannte und sich weiter seinen Weg durch den Nebel bahnte.
Er musste ihn töten. Solange hatte er ihn gesucht. Es würde Enden, mit ihm, würde der Frieden seinen gerechten Wege finden.
Er kniete sich sacht hin, als er dann vorsprang, wie eine Raubkatze, auf die Person, die Klingen ausholend in einem weiten Zuge des Armes, dann nach vorne preschend und sich in den Körper der Bestie bohrend, mit dem ganzen Körpergewicht diese auf den Boden rammend und das röcheln wahrnehmend, dass der sterbende von sich gab.
Es war ein Gefühl der inneren Befriedigung, des Wissens, es nun beendet zu haben, als sich wie durch geisterhand der Nebel lichtete und die schwarzverhüllte Gestalt in das Gesicht eines jungen Mannes blickte. Die Augen weit geöffnet, erschrack der Attentäter und wich zurück.
"Vater...du hast mich...sterben lassen.", röchelte der am Boden liegende, die Augen voller Hass, als Malachai sich nach vorne robte und den Kopf seine Sohnes emporhob.
Die Welt drehte sich um ihn. Warum, hauchte es ihm ins Ohr, solange, immer lauter werdend, bis es einem Schrei glich. Die Augen füllten sich mit Feuchtigkeit, als die erste Träne seine Wange hinablief.
Warum war er hier? Er sollte es nicht sein. Nein, er wollte jemanden anderen Jagen, als er in die Augen des Sterbenden, jungen Mannes blickte, der seinem Vater so ähnlich sah.
"Du...hast uns alle sterben lassen.", hauchte es, als Malachai den Kopf anhob und einen schmerzerfüllenden Schrei von sich liess.
Den Kopf zuckend, den Körper komplett verspannend, atmet er schnell ein. Der Schweiß rinnt seiner Stirn hinab, als er mehrmals blinzelt, um eine klare Sicht zu kriegen.
Der Blick auf ein langsam erloschendes Feuer wendend.
Es war nur ein Traum...einer, von diesen vielen Träumen, die ihn den Schlaf rauben.
Er erhebt sich langsam aus dem Sessel, wie ein Geist schleicht er über den Boden, keinerlei Geräusche von sich gebend, schiebt er einen Vorhang zur Seite und tritt an das Bett heran, wo er sich auf die Knien setzt.
Sacht streichelt er der schlafenden Schönen durch ihr rotes Haar, die Decke noch ein wenig über sie legend und ihr einen hauchzarten kuss auf den Kopf gebend, ehe er sehr leise haucht:
"Ich gehe, ich werde nachdenken, doch ehe du erwachest, verspreche ich dir, bin ich wieder bei dir Sophia."
Dann erhebt er sich und entschwindet in der Nacht.
Erst langsam gehend, den Umhang um sich legend, gen Meer, dann immer schneller werdend, ehe er er rennt und am Strand auf die Knien fällt, eine Rolle macht und die Hände in den Boden graben lässt.
Warum nur, diese Träume?
Wie sollte es weitergehen?
Soviel ist geschehen in der letzten Zeit.
Er trat sein altes Heim ab. Zuviele schlimme Erinnerungen behaften sich dort.
Er lernte eine nette Dame kennen, die ihn versuchte zu küssen. Er verstand sich so gut mit ihr, er mochte sie sehr. Doch er wandte sich ab. Er...er wollte es nicht, zu sehr hingen die Gedanken an seine Familie. Das dachte er zumindest bis letzte Nacht.
Er besuchte Sie, mit einer Torte und einem Geschenk. Er wollte ihren Geburtstag nachfeiern...und sie sah so wunderschön aus. Und ehe Sie sich versahen, flogen die Worte. Ehe er nachdenken konnte, handelte er, als sich ihre Lippen berührten.
Was tat er nur? Er liebte doch Inara. So sehr, dass der missende Gedanke an sie ihn wahnsinnig werden liess. Ihn unheilvollen Schmerz zubereitete...doch Sie...diese rothaarige, junge Dame...in ihrer Nähe war es anders. Als ob die Welt stehen bleiben würde.
Er sah ein Band zwischen ihr und ihm...eines, was er in seinem ganzen Leben nur einmal sah...und das war bei Inara.
Und dennoch war es anders...obwohl es sich so gleich anfühlte.
Ja, sein Herz schlug wieder. Soviele Damen in der letzten Zeit, die ihm schöne Augen machten. Soviele, deren Sympathie er nicht erwiedern konnte...und dann, wie ein Schlag ins Gesicht, traf er Sie, dachte an Sie, misste Sie. Und das, obwohl sie sich kaum kannten.
Mag es Schicksal sein, es solle ihm egal sein. Er sollte beginnen, wieder zu Leben....nicht zu vergessen, den Verlust zu betrauern und dennoch...vielleicht wieder Leben.
Er seufzte, den Kopf nach vorne fallen lassend.
Soviel geschah, soviel geschieht. Wo es enden wird? Er weiss es nicht. Er kann es sich auch nicht einreden. Doch...er will es dieses mal anders machen. Ein anderer Weg, fernab von Flüchen und der Last der Vergangenheit. Ein Schlussstrich und ein Neubeginn.
Doch zuerst...wird er IHN aufsuchen müssen. Die letzte Hürde der harten Schuldzuweisungen, die er bekam. Er muss es wissen, von seinem Verlust...und erst dann, kann er sich ihr zuwidmen und ihr das geben, was Sie verdient hat.
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Sophia Coram
Etwas war anders, deswegen war sie wohl aufgewacht. Sie wagte kaum zu atmen und horchte in die Dunkelheit. Da war die Brandung der Wellen am Strand leise zu hören, das Knacken der letzten Holzscheite, die im Kamin langsam zu Asche verglühten, die Bodendielen die sich langsam verzogen und dabei ab und an knarrten. Dann hörte sie es, das fremde Geräusch, ein Atemgeräusch, gleichmäßig und ruhig.
Es kam von dem Mann, der nur einige Meter weiter in einem gepolsterten Sessel schlief. Hatte sie das wirklich nicht nur geträumt?
Oh Phanodain, was war heute Abend nur geschehen?
Er klopfte an der Türe und war schwer beladen mit einer großen Torte und einem Säckel. Ihren Geburtstag wollte er nachfeiern und es war wirklich ein vergnüglicher Abend. Sogar einen Mantel und ein Halstuch hatte er ihr geschenkt für diese kalte Zeit. Doch dann ergab ein Wort das andere, die Gesprächsrichtung immer mehr auf ein Thema zugewandt. Und gerade als sie dachte, sie wäre zu weit gegangen, hätte eine unangemessene Frage gestellt und gleich würde er wortlos aufstehen und gehen ohne Wiederkehr... da kam er zu ihr und wollte etwas sagen, doch versagte ihm die Stimme. Statt dessen zeigte er ihr, was er nicht sagen konnte, beugte sich zu ihr und küsste sie einfach.
Ihr erster Kuss...
Jetzt noch klopfte ihr Herz beim Gedanken daran in ihrer Brust so laut, dass sie Angst hatte, er würde davon erwachen.
War es vielleicht das, was die Leute als Liebe auf den ersten Blick bezeichneten? Gut, es war nicht der aller erste Blick gewesen, aber sie hatte sich von Anfang an ausnehmend gut mit ihm verstanden. Als wäre er ein langjähriger Freund dem man einfach alles sagen konnte. Eine merkwürdige Vertrautheit. Auch er vertraute ihr viel an, wenn man bedenkt, dass sie sich erst seit gestern kannten. Ging es ihm genauso? Und als sie hörte, eine andere hatte versucht ihn zu küssen..der Stich in ihrer Brust raubte ihr schier den Atem und sie wollte dieser Frau am liebsten die Augen auskratzen. Zweifellos Eifersucht.
Und wie überrascht war sie, als er zu ihr kam, statt ihre taktlose Bemerkung mit seinem Weggang zu quitieren, sie einfach küsste. Und es blieb nicht bei diesem einen Kuss, es folgten noch weitere, begleitet von seiner Versicherung, er würde ihr nie weh tun und wolle für sie da sein, sie kennen lernen, alles von ihr. Und wie er ihren Namen sagte, so sanft und zärtlich, “Sophia”, immer und immer wieder, als streichle ihm der Klang ihres Namens die Schmerzen von der Seele und wärmte ihn. “Sophia” hörte er seine Stimme noch immer in ihren Gedanken und sanft lächelnd schloss sie die Augen. So hatte noch nie jemand ihren Namen ausgesprochen. “meine wunderschöne Sophia”. Er wollte mit ihr im Sommer in der Bucht sitzen und den Sonnenuntergang über dem Meer beobachten. Und mit diesem Gedanken schlief sie schließlich sanft lächelnd wieder ein.
Es kam von dem Mann, der nur einige Meter weiter in einem gepolsterten Sessel schlief. Hatte sie das wirklich nicht nur geträumt?
Oh Phanodain, was war heute Abend nur geschehen?
Er klopfte an der Türe und war schwer beladen mit einer großen Torte und einem Säckel. Ihren Geburtstag wollte er nachfeiern und es war wirklich ein vergnüglicher Abend. Sogar einen Mantel und ein Halstuch hatte er ihr geschenkt für diese kalte Zeit. Doch dann ergab ein Wort das andere, die Gesprächsrichtung immer mehr auf ein Thema zugewandt. Und gerade als sie dachte, sie wäre zu weit gegangen, hätte eine unangemessene Frage gestellt und gleich würde er wortlos aufstehen und gehen ohne Wiederkehr... da kam er zu ihr und wollte etwas sagen, doch versagte ihm die Stimme. Statt dessen zeigte er ihr, was er nicht sagen konnte, beugte sich zu ihr und küsste sie einfach.
Ihr erster Kuss...
Jetzt noch klopfte ihr Herz beim Gedanken daran in ihrer Brust so laut, dass sie Angst hatte, er würde davon erwachen.
War es vielleicht das, was die Leute als Liebe auf den ersten Blick bezeichneten? Gut, es war nicht der aller erste Blick gewesen, aber sie hatte sich von Anfang an ausnehmend gut mit ihm verstanden. Als wäre er ein langjähriger Freund dem man einfach alles sagen konnte. Eine merkwürdige Vertrautheit. Auch er vertraute ihr viel an, wenn man bedenkt, dass sie sich erst seit gestern kannten. Ging es ihm genauso? Und als sie hörte, eine andere hatte versucht ihn zu küssen..der Stich in ihrer Brust raubte ihr schier den Atem und sie wollte dieser Frau am liebsten die Augen auskratzen. Zweifellos Eifersucht.
Und wie überrascht war sie, als er zu ihr kam, statt ihre taktlose Bemerkung mit seinem Weggang zu quitieren, sie einfach küsste. Und es blieb nicht bei diesem einen Kuss, es folgten noch weitere, begleitet von seiner Versicherung, er würde ihr nie weh tun und wolle für sie da sein, sie kennen lernen, alles von ihr. Und wie er ihren Namen sagte, so sanft und zärtlich, “Sophia”, immer und immer wieder, als streichle ihm der Klang ihres Namens die Schmerzen von der Seele und wärmte ihn. “Sophia” hörte er seine Stimme noch immer in ihren Gedanken und sanft lächelnd schloss sie die Augen. So hatte noch nie jemand ihren Namen ausgesprochen. “meine wunderschöne Sophia”. Er wollte mit ihr im Sommer in der Bucht sitzen und den Sonnenuntergang über dem Meer beobachten. Und mit diesem Gedanken schlief sie schließlich sanft lächelnd wieder ein.
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Sophia Coram
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Sophia mag, vielleicht durch einen Windzug in die Ecke geflogen, einen Brief finden, auf welchen folgendes zu lesen ist:
"Liebste Sophia,
es tut mir leid, dass ich dich nicht mit einem Kuss wecken konnte. Das Haus zu verlassen, fiel mir ungemein schwer.
Aber sei dir sicher, du bist für mich in dieser kurzen Zeit so wichtig geworden, dass ich mich bei diesen Lettern schon nach dir Sehne und mit einem lächeln an den Kuss denke, den du mir gabst.
Doch ich bin ein gebranntmarkter Mensch und ich muss eine Sache erledigen, damit ich mit der Vergangenheit abschliessen und es mit dir wirklich Ernst meinen kann. Denn ja, es ist mir Ernst mit dir.
Ein Schritt, den ich vorher ignorierte, feige war, ihn zu tun. Doch nun, wo du da bist, habe ich einen Grund, ein Ziel, es so schnell wie es mir möglich ist, zu erledigen und dann, wieder bei dir zu sein.
So zweifle nicht an mir oder an dir, noch an den wunderschönen Abend, den wir hatten: Er ist real und es ist keine Lüge.
Denk an mich, wie ich jede Sekunde an dich denke. Du bist meine treibende Kraft.
Dein
."
"Liebste Sophia,
es tut mir leid, dass ich dich nicht mit einem Kuss wecken konnte. Das Haus zu verlassen, fiel mir ungemein schwer.
Aber sei dir sicher, du bist für mich in dieser kurzen Zeit so wichtig geworden, dass ich mich bei diesen Lettern schon nach dir Sehne und mit einem lächeln an den Kuss denke, den du mir gabst.
Doch ich bin ein gebranntmarkter Mensch und ich muss eine Sache erledigen, damit ich mit der Vergangenheit abschliessen und es mit dir wirklich Ernst meinen kann. Denn ja, es ist mir Ernst mit dir.
Ein Schritt, den ich vorher ignorierte, feige war, ihn zu tun. Doch nun, wo du da bist, habe ich einen Grund, ein Ziel, es so schnell wie es mir möglich ist, zu erledigen und dann, wieder bei dir zu sein.
So zweifle nicht an mir oder an dir, noch an den wunderschönen Abend, den wir hatten: Er ist real und es ist keine Lüge.
Denk an mich, wie ich jede Sekunde an dich denke. Du bist meine treibende Kraft.
Dein
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Dienstag 27. Dezember 2011, 13:14, insgesamt 1-mal geändert.
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