Die weiße Lilie

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Gast

Die weiße Lilie

Beitrag von Gast »

Ein Kind das in seinen Träumen weint,
erlebt von neuem die Vergangenheit.



Immer wieder, träume ich denselben Traum. Ein Traum der von den Ereignissen meiner Kindheit spricht. Er läst mich nicht vergessen, warum ich zu dem wurde, was ich heute bin. Die Zeit formte mein Wesen und entfachte meine Seensüchte wie auch die Ziele. Es ist ein Traum, der einem so real vorkommt. Dass man das Gefühl hat, alles mit seinen Sinnen war zunehmen nochmal spüren zu können.

Wenn ich meine Augen schließe, sehe ich das schwarzhaarige Mädchen am Kamin sitzen. Sie wirkt sehr zerbrechlich und klein. Wie ein kleines Porzellan Püppchen, die mit ihren verschiedenfarbigen Augen in die Leere starrte. Sie ist gerade mal 10 Sommer alt. Dennoch, ihre Gesichtszüge wirken so ernst und nachdenklich.
Es ist nicht das typische Gesicht eines leichtgläubigen Kindes.

Ich hörte in meiner nähe, dass knistern der Äste und fühle die wohlige Wärme die den Raum umgibt. Langsam senke ich meine Augen. Ich fühlte etwas zwischen meinen Fingern. Etwas Weiches und haariges zugleich. Es war das Fell von einer schwarzen Dogge, der ausgestreckt vor mir auf dem Boden lag. Sogleich begriff ich, dass dieses Mädchen niemand anderes war, als ich selbst. Ich kenne diesen Raum. Es war das Arbeitszimmer meines Vaters. Es war eine tiefe Stimme die wütend durch den Raum hallte, es lässt mein Herz schneller schlagen. Jetzt wie auch damals. Ich drehe meinen Kopf herum und blicke zu einem massiven Eichentisch. An diesem Tisch saßen zwei Männer. Mein Vater baute sich in seiner mächtigen Größe über dem Tisch auf und stemmte dabei die muskulösen Arme gegen die Tischplatte. Der Mann auf der anderen Seite, schien seine Gesichtsfarbe vor Angst zu verlieren.

Ich weiß nicht um was sich das Gespräch drehte, doch was dann geschah kann ich bis zum heutigen Tage nicht vergessen. Kurz blitzte es in der Hand meines Vaters auf. Es ging so schnell, dass ich nur noch einen leisen überraschten Aufschrei vernehmen hören konnte. Der Mann ist von seinem Stuhl gefallen und landete auf dem Teppich, er zappelte wild mit seinen Füßen. Seine Stiefel trafen die Holzbeine des Tisches. Erstarrt saß ich da und beobachtete wie der Mann verzweifelt um sein Leben rang. Seine Hände umschlossen seinen Hals und die Augen weiteten sich Zunehmens. Das Blut strömte langsam zwischen seinen Fingern hindurch. Eine Blutlache bildete sich schnell unter seinem Kopf, in welche sein Gesicht langsam verschwand.

Mein Vater warf einen kurzen Blick auf mich. Er sprach einige Worte, sie waren für mich gedacht. Doch auch bis heute bleiben Sie verborgen. Denn ich erinnere mich an nichts weiter als ein lautes Rauschen in meinen Ohren. Ein Gefühl der Übelkeit ergriff meinen zierlichen, zitternden Körper. Mein Magen zog sich zusammen und lies die säuerliche Galle über meine Lippen kommen. Die schweren Schritte meines Vaters verstummten im Arbeitsraum.

Er ließ mich mit der Leiche alleine….
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 16. September 2011, 09:47, insgesamt 4-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Wenn Sonnenlicht erwärmt die Erde,
Die Wiesen blühen in bunter Pracht.
Erblickt man kaum die kleine Knospe, die zwischen allen, still vor sich gedeiht.



Die Zeit eilte an mir vorbei und hinterließ ihre Spuren. Aus einem ängstlichen Mädchen, wuchs eine junge Frau heran. Zwar war ich Körperlich gesehen immer noch sehr klein. Doch das schien die Fantasie der Männer die mich mit ihren lüsternen Blicken begutachteten kaum zu stören. Im Gegenteil, umso Älter der Mann umso aufmerksamer sein haftender Blick auf mich. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenige Interessierten sich nicht, den Ihnen konnte man die Güte im Herzen an den Augen ablesen. Wenn Jemand glaubt das Waffen nur aus kalten und gefühllose Erzen bestehend kann, so irrt e. Die wohl gefährlichste Waffe dieser Welt ist eine Frau die ihre Reize zu nutzen und einzusetzen weiß.

"Die Waffen einer Frau“.

Unschuldig und doch Gefährlich, anzüglich und doch so rein…

Was unterscheidet mich von meinem Vater?
Das ich noch ein Mensch mit Gefühlen bin!

Nach der ersten Leiche die ich in meinem Leben gesehen hatte, folgten schnell weitere. Mein Vater war der Meinung, dass ich Alt genug bin und meine Schonfrist der Kinderjahre vorbei ist. Was das genau heißt sollte ich schnell in Erfahrung bringen. Ein erbarmungsloses Training begann. Tag und Nacht stand ich am Übungsplatz und lies mich von Tarlyn und anderen Jungs mit Holzwaffen verprügeln. Mit kraftlosen, zitternden Händen hielt ich mein Holzschild hoch um einige der Schläge abzufangen. Diese Zeit kam mir Qualvoll vor und ich lernte instinktiv mich schneller zu Bewegen. Zu meiner eigenen Überraschung, erwies ich mich als Talentiert. Mein Vater sagte immer wieder, dass ich eine Beschenkte sei, mit der Gabe zu töten. Waren das Worte des Lobes? Wenn ja, wieso hatte ich immer das Gefühl, dass er den Göttern grollte, die ihm statt eines Sohnes eine Tochter schenkten? Bin ich überhaupt für Ihn eine Tochter oder nur ein Instrument für seine Pläne?


Es gibt nur selten ein Weg zurück.
Weißt du wie es einmal war?
Kinderzeit wunderbar..
Die Welt ist bunt und schön….
Bis du irgendwann begreifst, dass es Abschied heißt…



Vaters Ausbildung war nur ein kleiner Teil von dem was mich im Leben erwarten sollte. Wie jeder von uns Auszubildenden bekam auch ich einen Taettowierung über den Rücken. „ Wieso eine Lilie Vater?“ fragte ich verwundert als die Ranken sich schmerzhaft in meine Haut einbrannten. „Weil eine weiße Lilie für das Symbol der Reinheit steht. Und doch ist es eine Blume des Todes. Die beiden Aspekte wirst du in die vereinen.“ Er hatte Recht und mit Stolz trug ich jenes Abbild auf meinen Körper.
Ich war die weiße Lilie. Es schmückte nicht nur meinen Rücken. Sondern auch meine Rüstung und meine Waffen.

Und wenn ich meinen Auftrag annahm, so bekam mein Opfer eine weiße Lilie zugeschickt…
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 15. September 2011, 22:41, insgesamt 4-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Kein Meister fällt vom Himmel,

„Dilettantin.“ Wie oft hörte ich dieses Wort von Schurken und Gaunern die sich für etwas „Besseres“ hielten. Mit ihren wachsamen, unfreundlichen Augen einen mustern und hinter der vorgehaltenen Hand über einen Sprechen.

Manchmal kam es mir vor, dass einige von Ihnen vom Himmel fielen und alles bereits konnten. Bereits als Meister auf die Welt gekommen sind.

Erst nahm ich es persönlich und es kränkte mich sehr. Doch was scherten mich die Anderen? Ich wollte ihnen nichts beweisen. Ich wollte das tun, was ich für Richtig erachte und für mein Schicksal das ich mir selbst Schmiede. Tarlyn mit dem ich meine Reise nach Bajard begann, unterstützte mich dort wo es nur ging. Jeden Tag trainierten wir gemeinsam. So wie wir es als Kinder auch immer taten. Tarlyn war mein Kindheitsfreund und wir gingen perfekt als Bruder und Schwester durch.

Er zeigte mir an einer Strohpuppe die Wichtigsten Stellen am Körper, die bei einem Kampf entscheidend sein konnten. Unsere Übungen waren Vielseitig. Vom Kämpfen bis zum Schleichen und Fallen bauen. Wir trafen uns immer in der alten Taverne und tobten uns dort aus. Für die erste Zeit, war er ein sehr gutes Vorbild und Lehrer.

Monat für Monat wurde ich in meinen Fähigkeiten besser.Der Schatten legte sich wie ein schützender Mantel um meinen kleinen Körper und hielt mich in sich verborgen…

Ich lernte wie eine Katze, in der Nacht durch die Strassen zu schleichen.
Wie eine Spinne, kletterte ich die Wände hinauf und überquerte die Stadt in dem ich über die vielen Flach Dächer lief. Es war für mich persönlich der sicherste Weg und der beliebteste.

Zeige mir deine Freunde..
Dann sage ich dir wer du bist!

Das Schicksal meinte es gut mit mir und schickte mir Menschen die in meinem Leben eine wichtige Rolle spielen.

Zuerst begegnete ich Tereus.
Ein Magier der Tat wonach es im beliebte. Seine Größte Schwäche ist es das er keine Ziele im Leben hat, außer seinem Vergnügen nachzukommen. Stets auf der Suche nach etwas neuem. Nach einer Aufgabe die Ihn aus seiner Langweile trieb. Staubige Bücher verachtetet er und dennoch kannte er zeitgleich dessen nutzen. Unterrichtstunden zu geben, Irgendwelchen Jungen Wissensdurstigen Magiern.

Nur unter Druck entstehen Diamanten…

Und er fand mich, freches Mädchen das hinter den Ohren noch völlig Grün war.
Etwas das man noch „schleifen“ konnte. Etwas das er seinem Stempel aufdrücken konnte. Etwas das sich auf immer, egal wie Ihr Leben fortlaufen würde, sich an Ihm erinnern wird. Er wollte mich „benutzen“. Er sah mein Talent. Zeitgleich hatte ich in ihn jemanden gefunden den ich für meine Zwecke nutzen konnte!

Erst war es nur die Lust die uns zusammen hilft. Wobei ich natürlich meine Vorzüge daraus zog und über teure Geschenke mich stets freuen konnte. Jeder hat seinen Preis, es kommt nur auf die Höhe an.

Goldsorgen waren mir Plötzlich fremd. Es war ein merkwürdiges Gefühl, etwas das ich bis heute nicht wirklich ablegen konnte. Es gibt Tausende von Menschen die für etwas Gold töten würden. Für ihn besaß Gold aber keinen Wert. Das machte Ihn Interessant. Ich besaß schnell eine hervorragende Rüstung und meine beiden Zwillinge, die mich immer begleiteten. Aus Lust wurde Partnerschaft. Wie in der Liebe so auch im Beruf. In allen diesen Bereichen hatte ich ihm blind vertraut.
Mit dem Naivem Gedanken, er würde mir nie wehtun und mich hintergehen.

Doch ich musste feststellen, das er mein Herz gebrochen hat. War es die Letzte große Prüfung um meine Ausbildung zu beenden? Tat er es für mich oder nur um seine Begierden zu stillen. Ich habe die Antwort noch nicht gefunden.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 15. September 2011, 23:25, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

" Die Erinnerung"

Wiso muss die letzte Prüfung so schmerzhaft sein?

War es diesen Preis wert?

Sanft wehte der Wind an ihr vorbei. Die salzige Luft stieg ihr in die Nase.
Sie saß nur da, die Beine eng an ihren Körper gezogen und mit sich selbst kämpfend.
Lohnte es sich zu weinen?
Ihren Gefühlen freien lauf zu geben?

Sie fühlte sich so verletzt und hintergangen.

Er hatte sie betrogen. Trotz seiner schönen Worten. Wie wichtig sie ihm sei.
Wie glücklich er mit ihr war. Und das er sie nicht verlieren möchte.
Er war ihr Partner, ihr Freund, ihr Vertrauter.

Nun hatte er sie verloren…

Gier .. Lust.. Befriedigung ….

Ein junges Mädchen das kaum 2 Wochenläufe im Lande war. Lies seinen Jagdinstinkt erwachen.
Und das was ihm einmal wichtig war und teuer. Geriet in Vergessenheit.
Um nur wenige Stunden etwas auszuprobieren was „ neu „ war.
Dem Mädchen kam es sicher zum nutzen. Einen großen Magier zwischen ihren Schenkeln zu spüren. Damit er später ihr einen Nutzen bringt…

Wenn diese Nacht ihm das alles Wert war..
So sollte es sein….
Der Bann der Partnerschaft und der Vertrauens war gebrochen.

Ein Abend zuvor nahm sie ihre Kleider aus der Gemeinsamen Wohnung und verlies sie schweigend.
Zwar war es nur ein Bauchgefühl, welches ihr sagte, dass etwas nicht stimme.
Aber dieses erwies sich als richtig…
Jetzt müsste er nichts mehr befürchten.
Sie wünschte ihm viel vergnügen mit der kleinen Dirne.

„ Ein Mann der seine Eier nicht im Griff hat, ist kein Mann. Und er wird nie im Leben etwas im Griff haben“. Eine männliche Stimme erklang hinter ihr.
Sofort wandte sie sich zur dieser.
Dieser Mann der seit wenigen Tagen ihr Nachbar war, hatte recht.
Tereus war ihres nicht würdig, er hatte seinen Dienst getan.
Auch wenn es ihr schwer viel, dass wirklich selbst zu glauben.

Das Schicksal mischte die Karten neu.

Sie lauschte der Männlichen tiefen Stimme die ruhig zu ihr sprach.
Von neuem bildeten sich die kurzen Bilder der Erinnerung vor ihren Augen.
Sie hatte nun keinen Beschützer mehr. Jetzt war sie auf sich selbst gestellt.


„ Bis du ein Vogel der aus dem Nest springt und fliegen kann? Oder eins das hinab fällt und von einem Fuchs gefressen wird?“ Fragte er sie.
Gerade fühlte sie sich wie ein Vogel, der hinab fällt und die Flügel fest an sich presst. In der Hoffnung schnell am Boden aufzuschlagen und somit allem zu entfliehen…

Sie sehnte sich, in starken Armen zu liegen. Ein Flüstern an ihrem Ohr zu hören. dass ihr Verspricht, dass bald alles wieder Gut wird und seinen Lauf nimmt.
Das sie so bleiben soll wie sie ist, und das sie keine Schuld trieft.

Doch statt sich trösten zu lasen. Setzte sie ihr gespieltes Lächeln auf.
Sie wollte Stark und Selbstbewusst wirken..

Ein Assassinin kennt keine Gefühle.. Nicht mehr..

Das sollte mir eine Lehre sein…
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 15. September 2011, 23:36, insgesamt 2-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Dein Wille…
Mein Gehorsam…


Vallas Amarth,
Ein Mann mit vielen Gesichtern. Verschlagen und hinterhältig. Man konnte ihn nicht durchschauen. Er lächelte einen an, sagte ein liebes Wort und versprach, dass was man hören wollte. Doch kaum wandte man ihm den Rücken zu, so steckte ein Dolch darin. Mein Liebling Spruch von ihm war. „ Ich rasiere mich mit dem Löffel, weil ich Angst habe mich selbst aufzuschlitzen.“ Er war irre, so verrückt, dass ich sofort Sympathie für ihn empfand. Auch er war der jenige der Unmenge Gold und Zeit in mich investierte.

Die Bruderschaft..

Eines Tages bat ich ihn um ein Gespräch. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Es war nach einer Jagt die wir täglich zusammen unternahmen.
Er saß in einem Stuhl im Rathaus und lies mich sprechen. „ Vallas, seien wir mal ehrlich. Du willst mich, Du brauchst mich“. Er hob die Augenbraue und stellte gleich mal richtig, wer wen brauchte. „ Vallas“ begann ich von neuem ruhigen Tones. Diesmal etwas weniger übertrieben. „ Willst du mir wirklich erzählen, dass du deine Zeit in mich investierst und dein Gold, nur damit ich eine gute Kämpferin werde? Und meines Weges gehen kann?“ Das brachte ihn kurz zum überlegen. Und wie ich nachhinein mir denke. War es von Anfang an, sein Plan gewesen, mich in die Bruderschaft zuziehen. Es war nur die Frage der Zeit, bis ich soweit war. Meine Fortschritte konnte er jeden Tag auf Neues sehen und war damit sehr zufrieden.


Seine beste Frage war; „ Bist du die kleine dumme Hure von Tereus, oder verbirgt sich hinter der Maske jemand Anderes?“ Eine sehr direkte Frage, die mich zum Schlucken brachte. Er hatte mich durchschaut und lügen wäre fehl am Platz.
„ Es ist auch eine Maske ja..“ Zufrieden grinste er und seid dem gehörte ich dazu. Man musste Ihm also auch nur erzählen was er hören wollte. So was klappt nicht nur in eine Richtung. Aber irgendwo, wollte ich es auch. Es war also die „Wahrheit“. Etwas das nur selten von mir ausgeht.

Einmal sagte mir Vallas, das Loyalität für ihn Schwachsinn sei.
Jeder würde auf der Insel nur an sich denken. Wir seien Schurken und Banditen.
Doch ich selbst begriff, ab diesem Zeitpunkt. Das ich weder eine Schurkin war, noch eine Banditin. Ich wollte ihm gehorsam sein und ihm Dienen. Das lieben was er liebt. Mit dem Herzen und der Seele. Und ich tat es. Bei den Göttern! Ich liebte die Insel ich liebte ihn als meinen Herren und ich liebte die verfluchten Piraten und ihre Art zu leben!.

Also was war ich? Wer war ich?

Auf die Frage „ Was?“ hatte ich eine Antwort.
Ich war ein Assassine. Im Dienste eines Piraten.
Ich wollte keine Macht, ich wollte Niemanden ausnutzen oder manipulieren. Ich wollte einfach nur Dienen und dazugehörig sein. Das war der Sinn meines Lebens…

Auf die Frage „ Wer“ hatte ich bis jetzt noch keine Antwort.
Dafür gab es viel zu viele Gesichter in mir.
Gast

Beitrag von Gast »

Weise schweigen
Richtung zeigen.
Offenbaren leise.
Sprache finden,
die gefällt.
Gedankenreise fesselnd
überzeugend
das ist das Ziel.


Woher hätte ich wissen sollen, dass mein einfacher Wunsch, von Tereus so weit weg wie möglich zu sein. Das alles auslösen sollte?
Meine Bitte an Vallas war so einfach, und jetzt war alles so kompliziert.

Das was als Flucht geplant war, entwickelte sich zu einer Expedition. Obwohl ich den Abstand suchte, wurde ich nur noch tiefer in den Sumpf von La Cabeza gezogen.
Ich versuchte einem Mann zu entkommen und spürte wie Andere ein Spinnennetz um mich flochten, um mich wie eine Fliege darin zu fangen.

Für die Freiheit auf La Cabeza!

Vallas hatte mich in der Hand! Soviel zu einer Spinne…..
Plötzlich war aus einer Assassinin eine Diplomatin. Und ich spürte bereits die Last auf meinen Schultern.
Eine sehr gefährliche Mischung meiner Meinung nach. Aber Vallas sah den Vorteil darin.
Und ich selbst eine Chance, diese wichtige Aufgabe zu meistern und mich auch darin zu beweisen.
„ Als wer oder was fahre ich hin? Ich meine, der Alka kennt ja nur die kleine rothaarige vom Fest. Soll ich mich wieder als sie ausgeben?“ ich war verunsichert.
„ Der Alka hatte Interesse an der kleinen rothaarigen, also sei sie. Und wickele ihn um deinen Finger herum!“
Ich überlegte mir einen passenden Namen und schon war aus dem Namenlosen Mädchen eine Piratin namens „Scarlett Lilien Amarth“ entstanden.

Wie denkt ein Pirat? Was tut ein Pirat? Und was ist das Typische für einen?
Es war eine weitere Rolle in meinem Leben.
Ich wollte mich so bewegen, so denken und so sprechen wie ein Pirat.
Also hiss es von neuem, üben und üben. Mich selbst überwinden.
Nächtelang saß ich vor meiner Abreise und lernte die La Cabezanische Sprache dazu.
Um meiner neuen Rolle das I Tüpfelchen zu geben.

Die Verkleidung war auch bereits vom Schneider angefertigt.
Eine eng anliegende Lederhose aus Drachenleder. Weißes weites Hemd das meine Vorzüge deutlich zu Schau setzte und eine Weste die meine Taillie noch schmaler wirken lies.
Unzählige Ketten um meinen Hals, die bei jeder Verbeugung klimperten.
Um mein Handgelenkt rasselten die Armbänder und an den Fingern glänzten die Ringe.
Kilian fertigte mir eine Salbe an, welche meine Haut für einige Tage dunkler färben sollte.
So sah es aus, als ob meine Haut oft der heißen Sonne ausgesetzt wäre.
Jetzt war ich bereit…

„ Der Brief an den Alka“

*********************************************************
Werter Alka,

ich hoffe ihr habt das Gussfest auf La Cabeza noch im
Hinterkopf so wie die einheimischen "Köstlichkeiten".
Denn ich ersuche euch, einen Diplomaten von mir
aufzunehmen um einen engeren Kontakt mit uns dem
Inselreich La Cabeza zu halten. Wir hoffen grade mit
Blick auf die Zukunft eine lukrative Partnerschaft
aufbauen zu können. Ich hoffe auf positive Rückmeldung.

gez.


Gouvaneur La Cabeza
******************************************************

„ Das Spiel beginnt“


Der All-Eine mit euch Gouvaneur Vallas Amarth,

Selbst verständlich ist mir noch immer das Fest im Hinterkopf und auch das gesprochene dort. So freue ich mich eure Nachricht bekommen zu haben, denn auch wir hegen immer noch ein Interesse an der Verbesserung unserer Beziehungen. Ich werde meinen Statthalter informieren das er alles in die Wege leiten wird um euren Diplomaten eine angemessene Unterkunft zu kommen zu lassen, und werde ihn Empfangen wenn er unsere Stadt erreicht.

Möge der All-Eine stets eure Taten reich belohnen

Alka des alatarischen Reiches
Gast

Beitrag von Gast »

Die Fahrt nach Rahal war sehr nervend.
Immer wieder versanken die Räder der Kutsche in einer der tiefen Regenpfützen. Ich wurde im inneren der Kutsche durchgeschüttelt und hielt mich fest gekrallt an der Armlehne. Mein Gesicht färbte sich in den bleichen Ton und ich fühlte, wie zunehmend mir schlecht wurde.
Schnell versuchte ich mich abzulenken und dachte an die Ereignisse am Gussfest…

„ Erinnerung“



Vergissmeinnicht

Ein Augenblick ist schnell verflogen…
Erinnerung verblasst mit der Zeit…
Doch siehst du, die zarte blaue Blume.
So weckt sie die Vergesslichkeit.
Sie flüstert lieblich und voller Hoffnung;
„ Vergissmeinnicht“


Mein Rotes dichtes Haar fiel in Wellen über die schmächtigen Schultern.
Ich betrachtete mich im Spiegel, wand mich hin und her.
Doch irgendwas fehlte…

Um mein Leib trug ich zu diesem Anlas ein hellblaues Kleid.
Es war festlich und der Stoff flüsterte leise hinter mir her, sobald ich mich Bewegte.

Für dieses Kleid verbrachte ich damals Stunden bei der Schneiderin.
Was ich ganz besonders hasste!
Dieses Gepickse! Dieses ruhige Stehen! Arme hoch, Arme runder. Drehen und stehen! Zähneknirschend und mit unzähligen roten Flecken am Körper hielt ich still und versuchte meine Mordlüsternden Gedanken an der Schneiderin zu verdrängen.

Und am Ende, hatte es sich gelohnt. Das Kleid hatte die Farbe einer kleinen zierlichen Blume.

Ich wollte an diesem Abend keinen Schmuck tragen, also flocht ich nur in mein Haar die Vergissmeinnichtblüten.




Ein Kindermädchen für Alka…..


Kaum das mein Haarschmuck in der feurigen Mähne gesteckt war. Schon klopfte es an der Tür und ein Bote lies mich wissen, dass Vallas nach mir riefe.

„ Deine Aufgabe für heute Abend ist, dich um Alka zu kümmern“ Erklang seine Stimme erklärend.
Es war keine „ bitte“ Es war kein „ würdest du „ es war ein stiller Befehl.
„ Wer ist dieser Alka?“ Ich war genervt! Ich dachte, dass mein Platz an der Seite von Perera sein würde, wie der von Tereus.
Stattdessen musste ich mich jetzt um irgendeinen Alten Mann kümmern und ihm schöne Augen machen. Dazu hatte ich wenig Lust!

Erst im nächsten im Moment bemerkte ich Vallas hochgezogene Augenbrauen.“ Du weist nicht, wer Alka ist?“ Ich zuckte damals gleichgültig mit den Schultern.
Dann wurde ich des besseren belehrt und fügte mich meiner Aufgabe.

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„ Die Köstlichkeit“

Am Anfang des Festes, suchte ich vergebens nach dem „ Alka“
Ich wusste nicht wie er aussah und nicht wie Alt er war.
In meinem Gedanken stellte ich ihn mir hässlich kein und fett vor.
Kaum Haare auf seinen Kopf und einen Lüsternen Blick.
Sabbernde Lippen und pummelige Finger.
Also schaute ich mich nach meinem Fantasiegebilde um.

Und da stand ein Mann.
Groß, muskulös und verdammt gut aussehend.
Innerlich schrie ich auf. Fluchte auf Allen sprachen denen ich mächtig war und wollte kehrt machen um Vallas umzubringen!

Kein wunder das ich diese Aufgabe bekommen habe!
Vallas nutze mich und mein Aussehen schon wieder aus! Schon wieder für seine Vorteile!
Wenn der Abend vorbei ist.. So schwor ich mir. Bring ich Vallas um!

Ich straffte die Schultern, sammelte meinen Mut zusammen und trat vor diesen Mann. „ Sind sie der Alka?“ Fragte ich mit heller sanfter Stimme einer Verführerischen jungen Chicka.
Er nickte und musterte mich gleichgültig.
„ Na, das fing ja schon gut an! Ich bin nicht sein Geschmack!“ Dachte ich nur so vor mich hin und lies mein aufgesetztes Lächeln nicht von den Lippen verschwinden.
„ Meine Aufgabe ist, an ihrer Seite für heute Abend zu sein und alle Wünsche zu erfühlen. Wäre das ihnen recht?“
Er sah mich erst verwirt an und dann nickte er doch emotionslos.
„ Das wird ein Abend.. Götter last es bitte Morgen werden!“ Ich ließ ein Stoßgebet in den Himmel los.
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An diesem Abend lauschte ich nur der Unterhaltung von Perera und Alka.
Fragte dutzendmal ob Er was Trinken oder Essen möchte.
Und jedes Mal, wies er dankend ab.
Entnervt wandte ich mich ab, lauschte dem Barden, der schöne Lieder sang und immer wieder mir einen begierigen Blick zu warf.

Plötzlich erklang Tereus Stimme in meinem Kopf.
Auch das hasste ich! Wenn er versuchte mit Hilfe der Magie mir etwas zu sagen oder bei einem Spiel zu schummeln.
Seine Worte waren aber diesmal hilfreich „ Konzentriere dich auf deine Aufgabe und spiel deine Rolle!“
Sofort zuckte ich zusammen. Wand mich herum und stellte mich wieder neben den Alka hin. Der mich immer noch keines Blickes würdigte.

Das Fest neigte sich zum Ende.
„ Vielleicht sollte ich jetzt die Chance ergreifen?“ Fragte ich mich selbst leise und sprach sofort den Alka an.
„ Darf ich sie zum Strand begleiten, wo das Feuerwerk stattfinden sollte?“
Wieder nur ein Nicken.

Als wir uns auf den Weg machten, entlockte ich ihm hier und da ein Lächeln. Seine Blicke waren nicht mehr kühl und gleichgültig.
Und umso später der Abend wurde, umso mehr kamen wir ins Gespräch.
Ich hatte sein Interesse erweckt.
Meine Aufgabe erfühlt und ihm deutlich mein Interesse bekundet.

Zum Abschied des Abends, gab ich ihm eine Vergissmeinnichtblüte aus meinem Haar. In der Hoffnung wir würden uns wieder sehen….


Es dauerte einige Stunden Fahrt, bis ich aus diesem Kasten, der mir jeglichen Nerv wie Kraft raubte, aussteigen konnte.
Meine Beine fühlten sich vor lauter sitzen schwammig an.
Ich betrat den matschigen Boden, worauf der Dreck sich sofort auf meine frisch geputzten Stiefel legte.
Doch das, war das Kleinste Übel an diesem Tag, in diesen Tagen besser gesagt.

Ich stand da, wie bestellt und doch nicht abgeholt. Blickte mich um, in der Hoffnung, dass der Alka doch noch jemanden geschickt hätte, der mich abholen sollte.
Die Realität sah jedoch anders aus. Also packte ich mein Bündel und steuerte auf die Stadt zu.

Meine Beine führten mich zum Stadthalter, der sich als sehr freundlich erwies und mir für die Nächtigung sein Haus angeboten hatte, was ich dankend annahm.

Ich bat den Stadthalter dem Alka ausrichten zu lasen, dass ich da war, um ein Gespräch zu suchen, was den neuen Vertrag anbelangte.
Es schien den Alka aber wenig zu interessieren. Weder bekam ich eine Nachricht für ein Treffen noch suchte er mich in Adoran auf. Seine Aufmerksamkeit und Interesse lag mehr an den Gesprächen in der Taverne.

Ich grollte innerlich, fragte mich was ich tun soll. Einfach abreisen?
Doch zu was führte mein trotziges Verhalten dann? Zu nichts und wieder nichts.

So blieb ich weitere Tage in Rahal und machte aus der Zeit etwas Sinnvolles….

Erkunde deine Umgebung…

Der Mond stand hoch am Himmel und erhellte durch sein silbernes Licht die Dächer der Stadt. Zu solch einer späten Stunde wagten sich die braven Bürger kaum auf die Strasse.
Nur einige ausnahmen torkelten betrunken aus den Taverne heraus und schlugen sich durch die spärlich beleuchteten Gassen. In wenigen der dunklen und engen Straßen standen bereits schwarze Gestalten und warteten Grinsend auf ihr Opfer.
Der fahle Schein beleuchtete aber auch meine schwarze Gestalt, ich saß abseits des Geschehens, auf dem Dach eines Hauses in der Hocke.
Meine verschiedenfarbigen Augen glitten mit einem wachsamen Blick über die Gassen. Ich lauschte den Opfern und beobachtete die Vorgehensweise der Täter.
Heute war ich nur eine stille Beobachterin. Auf die wenige Goldmünzen war ich nicht aus. Sollten es sich doch die jungen Gauner hohlen. Die Übung täte ihnen gut und würde sie auch ermutigen und das Ego steigern.
Um meine neuen Auftrag perfekt zu erfüllen, musste ich zu erst den Gegebenheiten der Stadt und darin Lebenden Bürger und Wächter beobachten. Mittlerweile wusste ich, wann die Wachen ihre Schicht wechselten. Und nach welcher späten Stunde die Bürger in ihre Häuser einkehren.
Langsam vergingen die Stunden, ich hatte noch einige Straßen erkundet und machte mich langsam auf den Weg in mein Quartier.
Der Himmel färbte sich langsam in purere blaue Töne. Das helle Licht ließ die Schatten langsam Schrumpfen.
Es war Zeit sich zurück zu ziehen und die wenigen Stundenschlaf, die mir noch blieb auszukosten.

Der Morgen brach schnell herein und erhellte in warmen Tönen den kleinen Raum. Noch benommen vom Schlaf richtete ich mich langsam im Bett auf. Das lange wellige Haar viel mir wie ein Wasserfall wild über den Rücken und bedeckte zum teil die runden volle Brüste.
Ich sah aus wie eine Porzellanpuppe, welche gekleidet in ein sittliches weißes Nachthemdchen am Rande eines Bettes saß.
Langsam verfolg meine morgige Benommenheit. Die Umrisse des Zimmers wurden nun klarer.
Um nicht noch mehr Zeit zu verschwenden schlüpfte ich aus meinem Nachtgewand und tauschte es gegen ein anderes Kleid, das für heutigen Tag zu meiner neuen Rolle perfekt passte. Ein kurzer Blick in den Spiegel lies mich leise aufseufzen. Die Creme die mir Kilian gemischt hatte, hielt sich nur wenige Stunden auf meiner Haut. Ich musste eine neue Schicht auftragen um meine Haut von neuem abzudunkeln. In wenigen Minuten war ich wieder gerichtet. Die dunklen Locken kringelten sich um mein hübsches Gesicht. Die Lippen wirkten durch die leicht rötliche Färbung sinnlicher und einladender.
Ich wirkte so vertrauensvoll und unschuldig, dass keiner hätte vermutete, dass unter meinen Kleidern zwei Zwillingsdolche nur darauf warten mit Blut getränkt zu werden….


Auf meinem Spaziergang durch die schwarze Stadt, diesmal in hellem Schein des Tages. Begegnete ich einem Mann der Stolz auf seinem hohen Ross saß. Und wortlos zu mir hinab blickte.
Als ich mich vorstellte, wirkte die Wand, die zwischen zwei Fremden zuvor stand, wie gelöst.
Unsere Gespräche drehten sich die kommenden Tage um die Politik, Kampfübungen und die Verbesserungen.
Fast jeden Abend trafen wir uns und gingen vor die Stadt spazieren.
Dank ihm, und den Interessanten Gesprächen, schien die Tage wie im Flug zu vergehen.
Aus einem Wochenlauf wurden es weitere.

Ich war bereits zu lange in dieser Stadt und meine Zeit war als Diplomatin sehr begrenzt.

Eines Nachts als mein Weg von neuem über die Dächer führte, begegnete ich Kopernikus ….



Es war Dämmerung als ein Großgewachsener Mann mit üppigen Hut den Pier Rahals betrat. Seine Brille spiegelte die Sonnenstrahlen die aufs Meer trafen. Lange war er nicht mehr in seiner alten Baronie gewesen seid Lysander sie übernommen hatte. Jedoch verändert hatte sich nicht viel, außer vielleicht das man nicht mehr der Feind war. Seine Augen fielen auf den Kanonenturm am Pier. Breit lächelnd schritt er zielstrebig zu einem kleinen Bordell im Hafenviertel. Mal schauen ob sich wirklich nichts geändert hat.

Vor dem Bordell standen zwei Halbstark, so was wie Türwachen. Welch Ironie bei den Weibern im Bordell sollte man die Wachen eher innen postieren. Langsam näherte er sich der Tür als einer der Jünglinge ihm doch ernsthaft aufhalten wollte. Man stupste ihm sogar gegen die Brust.
Heyda du Penner wenn du da rein willst mit du Eintritt zahlen. Muss ich nicht sprach der Seemann leise in tiefer Stimme. Hey Paule der Typ wird frech, spottete einer der Knaben. Dann trat Stille ein und nur zwei kleine silberne Blitze sah man. Kurz drauf brach die Stille und die Halbstarken lagen schreiend am Boden der eine drücke seinen Hemdsärmel auf einen blutigen Stumpf der vorher sein Arm war. Der andere presste seine Hand ins Gesicht damit nicht noch mehr Blut aus seinem Mund sprudelte. Muss ich nicht wiederholte der große Mann der seine beiden Entermesser wieder am Gürtel befestigte. Dann beugte er sich hinunter zu einem der Beiden und sprach mit ruhiger Stimme. Wenn ihr das nächstes mal dies Zeichen seht, er drehte die silberne Brosche um seinen hals so das er sie sehen konnte, dann behandelt ihr denjenigen mit Respekt.

Er betrat die Stube und sofort waren alle Blicke auf ihn fixiert, immerhin war das Geschrei groß. Der Wirt lies vor Schreck den Krug fallen. Senior Grendel .... hätte ich gewusst dass ihr kommt dann... Grendel blickte ihn an, ich komme wegen Kopernikus ich habe eine Nachricht. Der Wirt nickte Panisch und wühlte unterm Tresen einen Käfig mit einer einäugigen Ratte hervor. Da .. da ist er Grendel. Der große Mann schritt fast lautlos durch den Raum zum Käfig. Dann nahm er ein kleine hölzerne Bulle aus der Tasche und befüllte sie mit einem Zettel. Dann steckte er sie der Ratte in den Mund die sofort zubiss als würde sie das schon kennen. Dann zog Grendel aus der anderen Tasche ein stück Seidenstoff der bei näherem hinsehen als Hüftbekleidung einer Dame zu erkennen war. Er hielt das Seidenhöschen vor die Ratte. Such sie Kopernikus und gib ihr die Nachricht. Dann öffnete er den Käfig und die Ratte eilte los.

Grendel drehte sich auf der Hacke um und verschwand in der roten Abendsonne die durch die Tür schien.

Sollte die Ratte die geheimnisvolle Person finden wird auf dem Zettel zu lesen sein. Atrás


Ich nahm die Nachricht an mich und verlies noch in der Selben Nacht die Stadt.

Ohne den Alka gesprochen zu haben...
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 13. November 2011, 23:00, insgesamt 9-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Je tiefer das Niveau, desto schwieriger die Argumentation

Ich war eindeutig zu lange in Rahal gewesen.
Während meiner Abwesenheit, erschien eine junge Frau auf La Cabeza.
Und als ich wieder da war, viel sie mir sofort negativ auf.
Sie wuselte herum, tat so als ob sie Fischen würde oder sich Wasser vom Meer hohlen.
Doch wer trinkt schon salziges Wasser?
Irgendetwas, hatte sie an sich, was mir nicht gefiel.
Sogleich fragte ich bei Tereus nach.
Und was ich hörte, bestätigte nur meine Vermutung.
Sie war eine `Schurkin` die schon Tereus nachlief. Und er sie entnervt weg schickte.
Mit einem Höhlenhund oder einer deutlichen Drohung.
Zusätzlich erfuhr ich, dass sie sich um Vallas bemühte.
Wieso wunderte mich das nicht?
Es war wieder eine Schurkin die meinte mit einem Augenaufschlag etwas zu bewirken.
Und dieses Niveau war einfach beschämend…

Sollte ich sofort etwas tun? Um sie in die Schranken zu weisen?

Nein, erst beobachten dann handeln.

Also hielt ich mich im Hintergrund.

Über das neue „ Problem“ sprach ich mit Vallas. Was ihn nur zum lachen brachte.
Er verdeutlichte mir noch einmal, dass es für mich kein Ersatz gebe und sie nichts weiter als ein Spielzeug war, dass ihn gerade amüsierte.

Aber einen Spaß musste ich mir doch noch erlauben.
Ich dachte an den `Falken` in Adoran, der vor meine Haustür eine Falle gelegt hatte. Als er mich versuchte aus Adoran rauszugiften.
Diese Falle hatte ich damals entdeckt.
Schließlich sollte man in unserem Beruf mit offenen Augen durchs Leben laufen.
Also hatte ich sie mitgenommen.

Und jetzt kam sie zum Einsatz.
Ich fand heraus wo das „ Problem „ lebte und baute dort die Falle vor die Haustür ein...

Es hatte was Positives. Denn ich fand Interesse am Fallenbau. Mein Weg führte mich zu Meister Thancred, um mir dort das Werkzeug dafür zu kaufen.
Er war zwar der Meinung, dass zu dieser Jahreszeit man keine Fallen im Wald aufbaut.
Aber ich versichte ihm, dass ich die Fallen für zuhause benötige, da dort sich Ratten rum treiben und ich bereits eine fette Ratte gefangen hätte.
Das es sich dabei um das „ Problem „ handelte, musst er ja nicht wissen…

Es vergingen weitere Wochen. Ich beobachtete sie und stellte fest, dass Vallas keine Zeit mehr für sie fand. Also richtete Sie ihre Aufmerksamkeit auf Roberto, unseren Frauenheld.
Irgendwie mochte ich diesen Kerl. Warum? Weil er unkompliziert war und freundlich.


Bei einer Ratsitzung sprach ich vor allen das „ Problem“ an.
Ich berichtet über meine Informationen und hielt die `Person` auf unserer Insel für fehl am Platz.
Das Vallas kurz danach sie zu rede stellen würde, dachte ich nicht.

Ich stolperte in seine Wohnung hinein. Eigentlich war ich auf der Suche nach ihm und fand Roberto, Vallas, Tereus und das `Problem`.
Vallas sprach auf sie ein, erfragte sie und drohte ihr.
Doch sie war eine `Heldin` jedem und allem überlegen.
Ein bescheuertes Grinsen lag auf ihren Lippen.
Sie schien die Situation gar nicht einzuschätzen. Und am liebsten hätte ich ihr die Kehle durchgeschnitten.
Aber nein, Tereus hielt mich fest im Griff und flüsterte mir beruhigende Worte ins Ohr.
Oder presste mir seine Lippen auf die meinen damit ich schwieg.

Dann hörte ich nur, wie Vallas den Wunsch äußerte, dass ich sie Unterrichten sollte. So hätte ich auch eine Hand über sie und sie müsste mir gehorchen.
Ich dachte, dass wäre ein schlechter Scherz.
Da wand ich mich an Tereus und schaute ihn Hilfe suchend an. Wird er jetzt laut auflachen über den geschmacklosen Scherz von Vallas? Mir war nicht nach Lachen zu mute…
Nein, er schaute mich nur an und nickte Vallas zustimmend.
Wieso wurde ich jetzt so bestraft?
„ Tereus! Sie ist Zeitverschwendung weiter nichts! „
Da hörte ich wieder Vallas sprechen „ Es ist ihre letzte Chance, nimmt sie das Angebot nicht an… „.
Ich hätte schreien können aber, das war nicht nötig. Das `Problem` konnte ja eh schon alles.
Erwähnte ich die Schurken die vom Himmel fallen und alles können? So eine war sie.
Statt darüber nachzudenken, fing sie an mich zu beleidigen. Ihr niedriges Niveau überraschte mich ja nicht mehr.
Ich trat auf sie zu. Zog meinen Dolch und hielt es fest in der Hand.
Vallas und Tereus wollten schon auf mich stürzen und mich von ihr weg zerren.
Doch ich blieb ruhig „ Ich….“ Eine kleine Pause folgte „ bin deine Chance“. Meine Worte waren kühl und ernst. Dann wand ich mich ab.

Über ihre Lippen glitten weitere Beleidigungen die mich wenig störten.
Wer mich als Nutte oder solch ähnlich beleidigte, sollte es ruhig tun.
Im gegen Satz zu ihr hatte ich einen Partner, der von Anfang an mit mir das Bett teilte.


Auf ihr Niveau wollte ich nicht absteigen.
Gast

Beitrag von Gast »

Silberner Schakal


Kennt ihr dieses Gefühl, an Jemanden vorbei zu gehen, den man zuvor noch nie sah und dennoch das Gefühl zu haben,
ihm bereits Jahrelang zu kennen und zu vertrauen?

Dieses besondere Gefühl verspürte ich bei Sinndar.
Er stand an einer Straßenkreuzung einfach nur da.
Sein Erscheinungsbild war ruhig und distanziert. Eine mysteriöse Aura lag wie ein schützender Mantel um ihn herum.
Irgendwie fühlte ich mich hingezogen zu ihm. Keineswegs Körperlich oder im willigem Gedanke.
Es war mehr ein Gefühl der Gleichgesinnung.

Katz und Maus..

Ich wollte ihn besser kennen und raus finden, ob mein Gefühl nur eine flüchtige Täuschung war.
Und so fing ich an, mit ihm ein Spiel zu Spielen.
Ich ging an ihm vorbei, drehte mich herum und sah ihn provokant an.
Als ich seine Augen auf meiner Gestalt bemerkte, wandte ich mich ab und ging den Weg entlang.
Er folgte…
Kurz verschwand ich aus seinem Blickfeld und schlüpfte in ein dichtes Gebüsch. Von wo ich ihn dann beobachtete.
In ruhe ging er den Weg entlang und sah sich suchend nach mir um.
So raschelte ich hier und da, trat mit Absicht auf eins der Äste und sah wie seine Aufmerksamkeit immer schärfer wurde.
Er trat etwas tiefer in das Wäldchen. Seine Augen blickten sich wachsam um, doch erblicken konnte er nichts von Bedeutung.
Dabei stand ich direkt neben ihm. Gelehnt an einen Baum. Die schuppige Rinde drückte sich gegen meinen Rücken.

Ich wusste nicht genau, was ich tun sollte. Was richtig war und was nicht.
Aber einfach ihn gehen zu lasen? Ohne etwas gesagt zu haben?
So hörte ich auf mein Herz. Trat aus dem Schatten heraus und stand direkt vor ihm.
Seine emotionslosen Augen musterten mich.
Ich glaube, für einen Augenblick ein Erstaunen in ihnen bemerkt zu haben.
„ Du hast Talent“ Murmelte er mit seiner tiefen Stimme.

Innerlich schrie alles in mir auf. Ist er wirklich mein Gleichgesinnter? Jemand der mit mir durch Dick und dünn geht?
Jemand der mit mir für dieselbe Sache kämpfen würde?
Ohne dabei nur an sein eigenes Vorteil und eigene Gier zu denken?

Ich öffnete meine Lippen und brachte nur ein leises „ Wie schön das wäre…“

Erstaunt schaute er mich an. Doch da wandte ich mich schon herum und rannte in Gewirr meiner Gefühle davon.
Gast

Beitrag von Gast »

Bleibe im tun so groß, wie du im denken warst.



Mein Herr reiste für einige Wochen fort und überlies mir sein Amt.
Ich stand noch am Steg und sah dem Schiff mit den schwarzen Segeln zu. Der in zunehmender Entfernung verschwommen wirkte und sich in ein kleinen schwarzen Fleck verwandelte.
Erst dann, wandte ich mich ab und zuckte gleichgültig mit den Schultern. Meine Absätze klackerten hell auf dem Holzboden des Steges.
„ So viel Arbeit wird es ja nicht sein, in seiner Abwesenheit“ Dachte ich insgeheim und freute mich auf ruhige Tage auf der Insel…



Nur unter Druck entstehen Diamanten….

Lange dachte ich über Sinndar nach, bis ich ihn schließlich auf die Insel holte.
Ohne umschweif erklärte ich ihm, was ich von ihm verlange und warum ich ihn bei mir haben wollte.
Als Gegenleistung für seine Treu und Gehorsam, würde ich ihm das beibringen, was mir beigebracht wurde und ihn bestens Ausstatten.

Ich hatte mich nicht getäuscht in ihm.
Er war wissbegierig und strebsam.
Steht’s an meiner Seite.

Der Schatten der Bäume legte sich kühl auf meine Haut.
Es war ein angenehmer Morgen. Denn ich in vollen Zügen genoss.
Wie auch den verschwitzten Körper von Sinndar.
Seine Brust hob sich kurz und schnell. Jeden Atemzug in sich gierig aufsaugend.
Während er vor sich einige Steine trug und im Laufschritt immer wieder im Kreis lief.

„ Verdammt noch mal! Sinndar beweg deine Beine schneller! Perera ist ja mit einem Holzbein viel flinker als du mit zwei gesunden Beinen!“ Brüllte meine Stimme herrisch.

Ich musste mir das Grinsen schwerlich verkneifen, sein missmutiger Blick traf auf mich.

Tage und Wochen vergingen.
Er lief mit mir über die Dächer des kleinen Fischerdorfes. Sprang von einem Dach zum Anderen.
Ich kann mich noch gut an meine eigenen Ersten Versuche erinnern.
Und die unzählige Male, wo ich vom Dach viel und mir einige Knochenbrüche einbrachte.
Er aber, war recht geschickt in seinem Tun.

Am Strand klierten unsere Waffen gegen einander.
Es war für mich keine Herausforderung ihn zum Boden zu bringen.
Aber er musste sehen, wie der Stand der Dinge war.

Tereus, der ab und zu dazu kam. Fragte ihn immer wieder ob ich ihn zu sehr Quälen würde.
Und wunderte sich keines Wegs, wenn Sinndar wieder im Sand lag.

War nun sein Ergeiz besser zu werden erweckt?

Kämpfen war nicht alles was Sinndar lernen sollte. Es gab noch so viel mehr!
Tarlyn lernte ihm das Schleichen bei. Und ich versuchte ihm immer wieder zu erklären, dass wir zwar Mörder sind. Doch stille und mit einem Stil.

Ich hatte bereits den Ersten einfachen Auftrag für ihn in der Tasche.
Und erklärte ihm mehrmals wie er sich zu benehmen habe, wenn er im Namen der „ weißen Lilie „ unterwegs ist.
Es ging nicht um einen Mord. Sondern einen Kontrakt anzunehmen und dabei professionell
zu sein.


Der Kontrakt:


http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=56470&highlight=wei%DFe+lilie
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Tarik
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Beitrag von Tarik »

Er wartet nun schon Tage auf eine Nachricht, wann und wo er ein Treffen mit der "Lilie" hat.

Als er eines Abends wieder an der Werkbank sitzt und seiner Arbeit nachgeht, bemerkt er einen leichten Windhauch,
als ob die Türe offen wäre. Doch bei einem Blick über die Schulter ist diese geschlossen.
Er steht trotzdem auf und wendet sich der Tür zu, als er im Schatten neben der Tür etwas sich bewegen sieht.

*Wer ist da?* fragt er laut und mit der einen Hand seine Axt greifend.

Da kommen aus dem Schatten nur ein paar Worte, eher gehaucht als gesprochen *Ihr habt einen Auftrag für die Lilie?*

Er konnte nur nicken und spricht dann *Ja, ich brauche da Etwas.*

*So sagt, was Ihr wünscht.* kommt es aus dem Schatten heraus.

Er gibt die "Bestellung" auf und als Antwort kommt nur *Ihr werdet von der Lilie hören.*

Anschließend sieht er einen Schatten die Tür öffnen und nach draußen verschwinden und die Tür wieder schließen.
Das einzige was er sehen konnte war eine verhüllte Gestalt, es war nicht zu erkennen ob Mann oder Frau.

*Puh, das war unheimlich.* denkt er sich und entspannt sich langsam.
Sinndar
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Beitrag von Sinndar »

*der Zorn... das war das einzige was ihn auf sein außerhalb des rahalischen Reiches begleitete. Er war ein Söldner ohne Stolz... ohne Ehre. Er nahm jede Arbeit an um über die Runden zu kommen. Bis zu diesen einen Abend als er sie wieder traf... er erinnerte sich an Ihr Gesicht, die Waldschleicherin. Obwohl ihn eigentlich kaum jemand interessierte war etwas an ihr was ihn neugierig machte.*

"Folge mir"

*Nur das sagte Sie zu Ihn... ein Befehl oder doch eine Bitte? Er tat es ohne groß darüber Nachzudenken. Sie erzählt Ihn von einer Vorstellung von etwas an denn er beteiligt sein sollte. Wieso Sie Ihn damals Auswählte hat er nie gefragt. Sie nahm Ihn mit nach La Cabeza, zeigte Ihn alles und erzählte von Ihrer Vorstellung immer mehr. Sein Leerer Blick betrachtete alles und er wusste immer noch nicht warum er ihr folge. Er wusste aber das sie sein Zorn nicht beruhigen könnte doch er bewunderte Ihr Vertrauen zu Ihn. Ohne Sie zu kennen nickte er Ihr zu und so schloss er den Packt zwischen Ihr und Ihn. Die erste Zeit war das Training nicht leicht für Ihn, als Krieger war er ein Schwertkämpfer doch Sie war schneller und beweglicher als er. Und obwohl er Ihr unterliegte machte es sein Zorn nicht größer, nein er wurde ergeiziger. Fallen finden und ausweichen, mit schweren Steinen Laufen und Kampfübungen machten Ihn immer besser. Als er an ihrer Seite war wusste er immer was Zutun ist egal ob in der Jagt oder wenn er sie als Leibwächter begleitete. Doch sobald er wieder alleine Unterwegs war, hatte er keine Aufgaben... keine Pflichten. Es reichte das ein dümmliches Weib daher kam und ihren Mund zu weit aufreiste um sein Zorn zuführen. Und wenn man dann es noch versuchte sich zu rächen dann konnte nicht mal eine Ketzer Stadt wie Adoran jemanden vor ihn beschützen. Scarlett war von ihn enttäuscht als man nach ihn suchte und obwohl er es niemals gezeigt hat konnte er ihren enttäuschten Blick nicht ertragen. Der Angriff auf den Hafen von Berchgard war ein weiterer Fehler der von sein Zorn geleitet wurde. Nun konnte er sich nicht mal mehr in Bajard sehen lassen. Scarlett befahl ihn neue Kleider zu besorgen und brachte ihn bei wie man durch ein paar Veränderung wie Haarfarbe wechseln und Kleidern nicht mehr so sehr Auffält. In Adoran kannte man kaum sein Gesicht umso leichter war es für ihn verkleidet sich unter das Volk zu mischen, um in Bajard kein Aufsehen zu wecken nutze er die Dächer der Hütten um zum Harfen zu gelangen. Sie hat ihn viel gelehrt in den letzten Zeit. Doch sein Zorn führte ihn wieder Zurück nach Rahal... seine Heimat. Als er vor den verlassenen Anwesen seiner Familie stand merkte erst wieviele Jahre er weg war. Er besorgte sich seine Bürgerschaft zurück und bezog das Anwesen wieder. Mit den Lehren Alatars lernte er weit aus mehr als nur gehorsam... sein Zorn konnte er nun leiten und nicht mehr geleitet werden. Er hatte sein Glauben zurück und sein Leben ergab einen Sinn wieder und das verdankte er Alatar und Scarlett. Es war nie ein Gefühl der Liebe zu ihr, nein... er sieht sie wie ein Mentor an. Sie tut nie was unüberlegtes und sogar die Piraten die sie hassten und manche vielleicht Tot sehen wollten beschütze sie. Es würde nur ein Wort von Ihr reichen oder ein Zeichen und Sinndar würde jeden einzelnen Jagen... doch das tat sie nicht, sie schütze sie sogar vor Ihn.
Er hat eine Aufgabe von Ihr bekommen und der Kunde war schon lang genug am Warten, denn er hat den Auftrag von den Kunden geholt Ihn dann die Ware geliefert nur noch die Bezahlung fehlte. Sich Zeit lassen ist gut doch nicht zuviel. Und so machte er sich auf dem Weg über die Holzmauer von Bajard auf die Dächer bis zum Kunden. Einen längeren Moment hat er auf dem Dächern das Haus beobachtet, wie sie Ihn lehrte. Auch die Menschen die sich noch Nachts heraus trauten wurden von seinen leeren Blickt wahrgenommen. Nach einer Zeit sprang er fast lautlos bis zum Haus des Kunden. Man konnte hören wie er am Arbeiten war. Ob vieleicht noch jemand da war? Eintreten wäre zu riskant. Er hockte sich auf dem Dach über der Haustür und warf kleine Steinen gegen die Tür, es klang wie ein geklopfe. Als er die Schritte hören konnte nahm er einen weise Lilie aus der Robe. Und wartete, der Kunde öffnet die Haustür er hat mit niemanden gesprochen also scheint er alleine zusein. Dann lässt er die Lilie vor den Kunden fallen.*

"Wart ihr zufrieden... mit der Ware?"

*Mit eine noch kühleren und tieferen Stimme als sonst fragte Sinndar den Kunden. Der Kunde blickte in die Nacht nicht zum Dach und sagte mit zufrieden und etwas vorsichtigen Stimme*

"oh ja, sehr sogar"

*Sinndar nickt und sagte dann*

"dann legt vor euren Haustür die abgemachte Summe und geht wieder hinein"

*Der Kunde tat es und als sich die Tür wieder geschlossen hat verschwand das Geld mit Sinndar über die Dächer*
Gast

Beitrag von Gast »

Mein Handwerk ist, was ich bechersche…
Am Tag und auch in der Nacht.
Ich streife durch die dunklen Gassen und höre wie die Wache lacht.
Kein Opfer hat mich jemals gesehen.
Kein Kerker wird mich jemals halten.
Ich streife durch die finstere Nacht um Todeskunstwerk zu entfalten.

Bezahlt von Königen und Dieben. Von Räubern, Händlern und der Macht.
Verachtet von normalen Bürgern, der des Nachts friert vor Angst….

Wenn du wüstest was ich höre, was ich sehe, was geschieht…



Sinndar sollte mehr werden, als ein Schurke. Der Kopflos durch die Städte läuft und verschiedene Personen offensichtlich nach einer bestimmten Person ausfragt.
Er sollte ein Mörder sein ja, doch auch ein Diener, der Wortlos die Befehle annimmt.
Der mit seinem Erscheinungsbild, einige der Bürger zum Schweigen bringt.

Ich vertraute ihm so sehr, dass er mich zu den Politischentreffen begleitete.
Wie auch in einem Fall nach Menekur.
Er hörte die Gespräche die Jaron und ich mit dem Menekurstadthalter führten.
Es ging um die Befreiung von Bajard.
Wir als Piraten, sollten unsere Schiffe dazu nutzen, die Menekaner nach Bajard zu befördern. Um Anschließend gemeinsam gegen Rahal zu kämpfen.
Ich wusste, durch dieses Gespräch; Wann es stattfinden sollte, wer mit dabei war und wie das Geheime Zeichen aussah.
So lautete die Theorie.
Natürlich stimmten wir dem Allem zu. Nannten unseren Preis und gingen auf dieses Geschäft ein.
[URL=http://www.directupload.net][img]http://s1.directupload.net/images/111114/zj9adksh.jpg[/img][/URL]
Bei der Rückreise nach La Cabeza, fragte mich Sinndar ob wir wirklich gegen Rahal mitkämpfen. Eine Verwunderung lag in seinen Gesichtszügen.
„ Nein, Sinndar. Wir greifen sowohl die Rahaler an, wie auch die Anderen. Sehe die Schlacht als Übung.
Keiner wird wissen, für wenn oder gegen wenn wir kämpften…“


Noch am selben Abend gab ich Durion dem Leutnant von Rahal die Information.
Ich sagte ihm, dass die weiße Lilie diesen Hinweis an mich richtete.
Natürlich holte ich zuvor das Einverständnis von Vallas.
So konnten wir Rahal beweisen, dass wir mit unseren Spionen auf ihrer Seite stehen und sie unterstützen und Informieren.
Bevor sie unvorbereitet angegriffen werden und einige gute Krieger verlieren.


Du magst die Schlacht gewonnen haben! Aber den Krieg gewinnst du nicht!

Die Schlacht ging schnell vorüber.
Das Blutrauschen im Ohr wurde stiller..
Rahaler verloren und zogen sich zurück.
Bajard war wieder frei und neutral.
Und wie ich es auch prophezeit hatte, niemand schenkte uns Piraten ihre Aufmerksamkeit.
Weder die Seite des Lichtes noch der Dunkelheit.
Wir standen da, griffen an wenn wir wollten und zogen uns wieder zurück.

Mit einigen Verletzungen gingen wir davon. Mein Weg führte mich nach Rahal.
Ich trat in das kleine Häuschen und sah zum dem Krieger, der darin verwundet stand.
Aus seiner Wunde klefte Blut heraus. Ich konnte den Gestank im Raum war nehmen „ Es ist nur ein Kratzer!“ Fauchte er mich an.
„ Gut, wenn es ein Kratzer ist, dann werde ich dir nicht helfen, wenn aber Morgen deine Wunde entzündet ist und du am verrecken, gebe ich dir einen Gnadenschuss!“ Erwiderte ich säuerlich. Das hatte Gefruchtet und ich konnte seine Wunde in aller ruhe zusammen nähen.

Stunden später lag ich an seiner Seite. Auch wenn mein Körper kraftlos und ermattet sich anfühlte. So konnte ich einfach keine Ruh finden und keinen Schlaf.
Ich hatte das Gefühl, das der ganze Raum um mich herum immer kleiner wurde und mir die Luft zum atmen nahm.
Ich sprang auf, sah das der Krieger, nicht mehr neben mir lag. Und nutzte diese Gelegenheit um meine Sachen zusammen zu packen und aus dem Fenster zu verschwinden.

Das klacken meiner Absätze war auf den Steinpflastern mitten in der Nacht zu hören.

Ich flüchtete. Dort wo ich ruhe erhoffte.

Nach Adoran.
Nichts mehr, wünschte ich mir in diesem Augenblick. Als eine heiße Teetasse zwischen meinen Fingern zu halten und an einem Keks zu naschen.
Eine ganz normale junge Frau zu sein. Die am Strand saß, in ihren schönen Kleidern und einen Liebesroman las…….
Zuletzt geändert von Gast am Montag 14. November 2011, 11:43, insgesamt 5-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Ich war wieder in Adoran, genoss die Stille um mich herum und lies die süßliche Erinnerung wieder vor meinem inneren Augen abspielen.;


Frag mich, wer ich bin und ich werde es dir sagen.
Frage mich, was ich hier will und ich wird es dir verraten.
Öffne dich mir und du wirst die Wahrheit erfahren.

Doch siehst du mich an mit herrischem Blick.
Glaubst du meinen Worten kein Augenblick.
Dann wird die Wahrheit in eine Lüge gezwängt und der Blick auf ein Trugbild gelenkt…



Meine Arbeit als Scarlett verlangte von mir höchste Vorsicht und Disziplin.
Achtsamkeit und Perfektion.
Darin gab es keinen Platz für die verträumte junge Frau Cecilia, die irgendwo hinter der ganzen Maskerade versteckt war.

Um mich nicht selbst zu vergessen, zog ich weit weg nach Adoran.
Dort wo ich niemanden kannte und mein Name nicht von Bedeutung war.
Zumindest war es damals mein Plan gewesen.

Wenn ich mich zurückzog, in meine farbenfrohe kleine Wohnung.
So konnte ich, ich selbst sein.
Ich genoss die Abendlichen Spaziergänge am Strand und lauschte bereits am früh morgen, wenn ich mich in meinem Bett rekelte, dem Gesang der Wellen.
Das Meer vor meiner Haustür gab mir die Ruhe, die ich so sehnsüchtig suchte.
Ab und an führte mich der Weg zu einer Taverne mitten in der Stadt.
Dort saß ich auf einer Bank, neben einer Laterne und las vertieft die Romane.

Und auch dort lernte ich den Herzog kennen.
Unbewusst beobachtete ich ihn in der Taverne.
Manchmal tat er mir leid, wenn er alleine am Tresen stand und seinen Whisky schweigend genoss.
Ich wollte so gerne zu ihm gehen und ihm Gesellschaft leisten.
Vielleicht war es nicht er, der einsam sich fühlte, sondern ich selbst die es war.

Eines Abends trat ich in die Taverne ein, wie gewohnt zu der Zeit.
Wie so oft stand er an den Tressen und schien im Gedanken versunken zu sein.
Schnell ging ich zum Wirt und machte meine Bestellung.
Ich wollte den Herzog mit einer Anwesenheit nicht stören und sogleich wieder verschwinden.
„ Bei uns Grüßt man, wenn man hinein kommt!“ Erklang seine tiefe Stimme neben mir.
Vor schreck zuckte ich zusammen, die Milch, die in zwei Krügen an meine Brust gepresst waren. Ergossen sich über mein Dekollete.
Dass, war nicht das peinlichste im vergleich zu meinem Stottern und immer tief rot werdendem Gesicht. „ Verzeiht mein Herr. Ich ich…“ leise seufzte ich.
Von neuem Belehrte er mich. Wer er sei und wie man ihn richtig anspricht.
Diese ganzen Gepflogenheiten waren für mich neu. „ Ihr.. Euch.. Sie?“ Mir schwirrte der Kopf und ich konnte es mir einfach nicht merken.
Auch an folgenden Abenden saß ich in der Taverne. Auf die Zeilen im Buch konnte ich mich schon lange nicht mehr konzentrieren. Ich ertappte mich selbst dabei. Wie ich ständig die Eingangstür anstarte in der Hoffnung, dass er endlich mal da durch tritt.
Mich mit seinem herrischem blick ansieht und seine tiefe Stimme erklingen läst.
Und schon ging die Tür auf aber das war die hinter mir.
Sofort blickte ich zurück zum Buch und hörte seinen Schritten nach. Die das Holz unter seinen Stiefeln zum knirschen brachte.
Er sagte nichts. Hat er mich nicht bemerkt? „ Bei uns Grüßt man, wenn man in einen Raum eintritt.“ Ich hörte meine Stimme keck durch den Raum zu ihm erklingen.
Bei allen Göttern was habe ich getan?
Oder war es doch richtig? War da gerade ein Schmunzeln auf seinen Lippen zu sehen?
Erfreut über diesen kleinen Gewinn, fühlte ich mich sofort wieder gefasster.
Und dann passierte noch das Unfassbare. Er lud mich in den Biergarten ein, wo bereits Jemand an seinem Tisch saß. Ein Junger Mann, der mich mit musterndem Blick anschaute und Platz neben sich machte….

An einem Abend hoffte ich, dass neu erworbene Schachbrett mit dem Herzog zu bespielen.
Doch als ich ihn schüchtern fragte „ Schach spielen?“ kam nur als Antwort „ Lerne erst mit vollen Sätzen zu sprechen“.
Und wieder fühlte ich mich ganz ganz klein.

Und mein kläglicher versuch, ihn auf einen Spaziergang zum Strand einzuladen, wurde als eine Einladung in mein Bett verstand. Was ihn wütend machte und auch mich sogleich.
Ich schlug mir die Hände über den Kopf. Konnte ich mit einem Mann reden ohne das er sofort dachte ich möchte ihn ins Bett bekommen? Meinen Wutausbruch durfte er viel zu deutlich spüren. Ich sprach wie ein Wasserfall, dass ich am Ende selbst nicht wusste, was ich da sagte. „ Fräulein Gravel schönen Abend“ Seine Worte waren plötzlich wieder so kühl und befehlend. Mit hängenden Schultern ging ich davon.

Ich lies einige Tage verstreichen bevor ich wieder vor seinem Blickfeld auftauchte.
In den Tagen schrieb ich unzählige Briefe an ihn. Mit den Entschuldigungen und Erklärungen des Missverständnisses.
Doch diese Briefe landeten im Kamin. Ich wollte doch lieber vor ihm stehen und ihm das erklären und seine Reaktion klar und deutlich vor mir sehen.
So trat ich wieder in die Taverne „ Guten Abend Fräulein Gravel“ Er wand sich mir zu.
Und ich stand zitternd vor ihm und brachte kein Wort aus. Dann wand ich mich herum und stürmte aus der Taverne wieder. Die Türen hinter mir schlossen sich.
„ Was verdammt noch mal tust du da?“ Eine gereizte Stimme erklang in meinem Kopf.“ Geh sofort zurück und entschuldige dich!“. Ich drehte mich auf den Zehnspitzen herum. Legte meine Hand auf den Türknauf und trat zurück in die Taverne ein.
Er sah mich nur abwartend an. Kein abfälliger Gesichtsausdruck lag auf ihm und er wirkte auch nicht genervt. Also fing ich an zu sprechen. Ihm zu erklären, dass es nicht meine Absicht gewesen war. Hätte ich ihm sagen sollen, dass ich mich einsam fühlte und einfach gerne Gesellschaft hätte? Um den schönen Augblick am Abend am Horizont mit jemanden zu Teilen? Das hätte er doch nicht verstanden. Und interessiert hätte es ihn auch nicht.
Also beließ ich es bei einer einfachen tugendhaften Erklärung.
Doch diese dauerte nicht lange, denn schon schwang die Tür der Taverne von neuem auf und ein Paar aus Menekur trat hinein. Sie fragten uns nach schönen Orten in Adoran, die sie besuchen könnten und es Sehenswert wäre.
Mir viel sofort der Strand ein. Doch irgendwie war meine Zunge wie bleib und ich blickte kurz zum Herzog. Das Wort „ Strand“ hatte ich Angst auszusprechen in seiner Anwesenheit.
Weiteres Wortwechsel viel und ich hörte ihn sagen „ Was Fräulein Gravel angeht, sie ist bereits genäst, was Strandspaziergänge angeht.“ War da Schalk in seiner Stimme? Ich traute mich ihn kurz anzusehen. Und über seine Worte amüsiert zu Grinsen. Und als das Menekurpärrchen uns für ein Liebespaar hielten. Suchte ich verzweifelt ein schwarzes Loch unter meinen Füßen, welches mich verschlingen sollte.
Letzten Endes wurden wir beide nach Menekur eingeladen…



Es war einfacher, als du nicht wustest was ich bin…


Der Falke..
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 4. November 2011, 19:33, insgesamt 4-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Im stillem Verborgen, stand eine Gestalt und lies mich nicht aus seinen Augen.
In denen ich eindeutig ein Feind war, ein Eindringling der ungebeten in sein Revier eingetreten ist.

Er folgte mir, beobachtete mich und lauschte meinen Gesprochenen Worten.

Als ein Gefühl in mir aufstieg, dass etwas nicht stimme. Drückte ich mich in eine der dunklen Ecken. Dann, wartet ich ab.
Mein Gefühl täuschte mich nicht, der Jäger trat aus seinem Versteck und suchte nach seiner Beute.
Das klieren meines Dolches erklang. Ganz langsam zog ich die schwarze scharfe Klinge aus der Scheide des Dolchhalters hervor.
Mein Rock wirbelte in der Luft herum, ich setzte zu einem Sprung an. Und landete geschickt auf meinen Füßen hinter ihm.
Sein breiter Rücken war direkt vor mir.
Ich konnte dem Drang nicht wieder stehen und drückte ihm den Dolch gegen den Rücken. Nicht gewaltvoll. Mehr Drohend mit dem Beigeschmack meiner süßlichen Stimme.
“ Suchst du mich?“
Auch seine Reaktion war nicht schlecht. Seine Klinge gerichtet sich auf meinen Körper.
Wir verhielten uns still am Hafen. Keiner von uns beiden rührte sich. Die Wache sah eine Frau die eng geschmiegt an einem Mann stand. Ihn umarmend?
Die Aufmerksamkeit der Wache richtete sich wieder auf die Fässer und Kisten welch er bewachen sollte und ging davon.
„ Verschwinde hier! „ Er zischte mir leise zu. Das und noch einige andere Beleidigungen wie Drohungen.
Ich löste mich von ihm und ging Rückwerts zum eins der Schiffe.

Für erstes, zog ich mich zurück. Doch das ich zurück komme war sicher.
Antworten