Der Lethar hatte sie gefragt ob sie den eine schriftliche Fassung ihrer Schrift habe, das hatte sie nicht. Existierte diese wirre Idee doch nur in Ansätzen in ihrem Kopf und war sie doch all die Zeit zu faul und zu beschäftigt gewesen diese Idee in die Tat umzusetzen. Allein die Idee dieser Religion ein wenig Fundament zu verleihen hatte etwas suizidales. Aber nichts was man nicht mit Kraut und genug Rum zu beseitigen vermochte.
Nun lag sie da, langsam stiegen die letzten Krautrauchkringel in Richtung Decke auf, der Krug war schon lange leer und ihr Hund starrte das Häufchen das Ira war mit einer Mischung aus Vorwurf und Mitleid an. Sie lag halb auf ihrem Bett, die Beine hingen seitlich raus und sie röchelte leise vor sich hin. Vor ihr jedoch lag ein fein und säuberlich im Rausch entstandener Text. Ein Manifest das sie die Tage in buchform bringen wollte um damit blöde Letharen zu beschmeißen und sich etwas mehr glaubhaftigkeit zu verschaffen. Lissy sei verdammt für dieses elende Kraut ...
Der Versuch einer alatarischen Glaubensdarlegung.
Vorwort:
Der Alatarische Glaube in all seinen Facetten und seiner endlosen Pracht mag gewisse Menschen oder Lebewesen bei der ersten Konfrontation leicht verstören. Es ist nicht einfach den Glauben als solches zu begreifen oder seine Ideen und Strukturen zu erfassen. Oft erscheint der Glaube in seiner Auslegung oder der Form leicht brutal, ja gar blutrünstig. Aber das alles lässt sich auf einen wesentlichen Faktor reduzieren der dem Glaube meiner Meinung nach zu grunde liegt und den ich hier gern darlegen möchte. Vor allem wo und wie man den Glaube im Alltag finden kann.
Die Effizienz.
Hinter diesem Wort und verbirgt sich zuerst eine sehr alltägliche Frage. Warum handle ich so wie ich es tue? Vor jeder Tat und Handlung steht eine Entscheidung. Man hat immer Entscheidungsfreiheit etwas zu tun oder zu lassen, etwas zu sagen oder zu schweigen, zu weichen oder zu verweilen.
Warum handeln wir? Wir erhoffen uns durch jede Tat einen Vorteil für uns selbst. Sei es der Ackerbau und die damit verbundene Ernte, das Fangen von Fischen für den Ertrag, das Kriegshandwerk um sich zu verbessern oder die Aussicht auf Beute. Im Zentrum unseres Tuns stehen wir also folglich zuerst einmal selbst. Unsere Handlungen und Entscheidungen sind darauf ausgerichtet uns selbst durch den Aufwand unserer Taten einen Gewinn zu erzielen.
Bevor wir also etwas tun stehen wir immer vor der Frage was tue ich, warum und wie? Um nun für uns selbst den größtmöglichen Erfolg aus einer Situation zu ziehen stellt sich der gewogene Alataranhänger die Frage:
Ist diese Handlung gewinnbringend? Nutzt sie mir? Wie kann ich den Ertrag einer Situation verbessern?
Diese Weltanschaung stellt deutlich die geistigen Fähigkeiten des einzelnen und seine Entscheidungsfreiheit in den Vordergrund. Sie vermeidet unsinnige Handlungen und zeigt das bestreben des einzelnen sich vorran zu bringen. Dabei wirkt diese Weltanschaung losgelöst von ettlichen moralischen Werten und verneint diese im generellen, außer sie wirken sich positiv auf das Endergebnis aus.
Die Gemeinschaft und Schlusswort.
Da die meißten Lebewesen in ihrer Art jedoch zur Gruppenbildung neigen kann auch hier die Theologie in ihrer Art greifen. Das Zusammenleben in Kooperation ist für die meißten Wesen nützlich und erhöht die Ergebnisse und damit auch die effektivität der Handlungen. Für dieses gemeinschaftliche Leben gelten die Alatarischen Regeln und Gesetze die das Zusammenleben regeln um den Gesamtertrag für die Gemeinschaft zu erhöhen. Eine Verpflichtung im Sinne Alatars ist folglich immer von Vorteil für die beteiligten mitwirkenden so sie Bereit sind ihren Anteil zum Leben im Namen des Herren zu tragen.
Kraut, Rum und ein Geschenk an den Feind.
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Ira Lisarias
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