Diese Spielereien konnte man mit den verschiedensten Dingen tun, hauptsache es sind Dinge, welche dem Anderen wichtig sind, man musste nur den Mut dazu haben den Anderen zu bestehlen. Beispielsweise der Rum eines Piraten, die Halskette einer Frau, welche sie von ihrem Ehegatten zur Vermählung geschenkt bekam oder ein silberner Orden, den man sich zum Wohle der Bürger verdient hatte.
Doch letztendlich geschehen solche Spielereien dann, wenn dem Anderen seine Fehler nicht bewusst sind. Man versucht ihm den richtigen Weg zu weisen indem man insgeheim auf Möglichkeiten zurück greift, von denen man niemals erwartet hätte sie auch nur in Erwägung zu ziehen. Alle Mittel sind recht, die Frage ist jedoch: Wie übt man denn so ein "Katz' und Maus-Spiel" aus?
[img]http://img405.imageshack.us/img405/3862/katzundmaus.jpg[/img]
"Kennst du das Spiel von Katz' und Maus?"
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Sua Lorcryn
Bei Sua war es so, dass sie einem Mann etwas sehr wertvolles stahl. Zumindest war es seit jeher ihre Vermutung, dass der silberne Orden des Panthers eine große Bedeutung für Ihn hatte. Immerhin verfolgte er sie deswegen um wiederrum an den Orden zu gelangen, doch so einfach war ihr Spielchen nicht, welches sie sich selbst aufgebunden hatte - aber aus welchem Grund? Neid? Eifersucht? Hass? Oder einfach nur um eine Verbindung zwischen ihnen entstehen zu lassen, sie gar fortwährend aufrecht zu erhalten?
Mit überkreuzten Beinen auf dem Tischeck gelehnt, saß sie in einem alten knarzenden Stuhl, der durch das zurück Drücken und nach vorne Beugen ihres Oberkörpers kippte. Zwischen ihren schlanken Fingern baumelte und tanzte der Orden. Stetig durch ihre Fingerkuppen in Bewegung, während ihre intensiven smaragdfarbenen Augen ihn fixierten. Ihre Vermutung wurde um jeden Gedanken schwammiger, da er für ihre Augen nicht so wertvoll aussah, wie sie einst dachte, als Er ihn samt einer Urkunde mit nach Hause brachte. Er war schlicht, in einem silber und weiss gehalten, trug die Farben des alatarischen Reiches, war mit einer feinen Pantherkralle besetzt und an der Rückseite pinnte eine spitze Nadel mit Verschluss.
Verspielt drehte und wendete sie den Orden in ihrer Hand, als sei er ein makelloser Edelstein den man nur immer wieder beäugen musste, ob er auch wirklich so fehlerlos war, wie er auch aussah. Schließlich bettete sie ihn in eine gepolsterte Schatulle und versteckte das "Prachtstück" im hintersten Eck unter ihrem Bett, wo auch niemand auf anhieb vermuten könne, dass sie ihn dort versteckt hielt.
Das sie Ihn irgendwann antreffen würde, konnte sie natürlich schon im vorraus erahnen oder das Er sie suchen wird war abzusehen. Ein kurzes Aufeinandertreffen, wo Er ihr gewiss seine Macht beweisen wollte, denn wer wusste schon wer Er wirklich war, ausser seine Kameradschaft und sie selbst? Sie hatte ihn soweit, vergiftet, gelähmt, gefesselt, die Wahrheiten aus ihm gekitzelt und ihn letztendlich achtlos liegen gelassen. Ihn wie ein Häufchen Elend zurück gelassen und eine wertvolle Habseligkeit - einen silbernen Orden des alatarischen Reiches - entrissen und geraubt. Nun war es ihrer, ihr erster und einziger Orden den sie stahl und lediglich ein wenig wertvoll wurde, weil sie ihn von Ihm hatte.
Der Abend war kurz, doch der darauffolgende Tag lang. Der Plan war geschmiedet und einen fleißigen Helfer hatte sie auch gefunden - ihren guten Freund Roberto. Ein kräftiges Bürschchen, dunkles Haar, gebräunte Haut und von Beruf ein einfacher Fischer, welcher gerade einmal 1-2 Jahre jünger als Sua war.
Alles war genauestens durchdacht. Man schipperte von La Cabeza aus nach Bajard um dort die Kutsche nach Rahal zu nehmen und einen Eimer mit Pferdemist bei Fräulein Gutmann abzuholen. Natürlich log sie und erzählte der liebenswürdigen Bäuerin das sie die Scheiße zum düngen auf La Cabeza benötige, anstatt damit einen Postkasten beschmieren und füllen wollte. Sie bot Sua sogar noch an, das sie wiederkommen könne, wenn sie noch etwas von dem Pferdehaufen brauche. Nie im Leben! Da war genug Scheiße im Eimer und mit derer hätte sie sicherlich noch mehr als nur einen Briefkasten füllen können! So trug ihr also Roberto den Eimer, der versuchte immer mit einer Hand den Mist zu halten und mit der Anderen seine Nase zwischen die Finger zu klemmen. Blos nicht einatmen! Wobei Sua den Geruch nicht so schlimm empfand wie sie es gegenüber Roberto immer darstellte.
....
Rache ist süß, so lautete immer das Sprichwort. Doch ihre Rache war nicht süß, sondern ekelhaft matschig und stinkend. Sie hatte bereits mit dem Gedanken gespielt den Pferdemist mit Wasser zu verdünnen, dass die Masse nicht mehr grob war, sondern eher die Konsistenz von Dünnpfiff hatte, aber zu viel des Guten: Scheiße war's und die stopfte und rieb sie in und um den Briefkastenschlitz hinein.
Sie machte sich nicht einmal die Mühe einen Brief zu hinterlassen, weder noch darauf zu achten, ob sie gesehen wurden oder nicht.
Letztendlich konnte Er sich denken, wieso... konnte sich denken, wer diesen Scheiß verzapft und daran wahnsinnigen Spaß hatte.
Sua? Wer sonst! Und er wusste genauso gut, dass der Spaß erst jetzt begonnen hatte, denn kleinzukriegen war Sua noch nie.
Mit überkreuzten Beinen auf dem Tischeck gelehnt, saß sie in einem alten knarzenden Stuhl, der durch das zurück Drücken und nach vorne Beugen ihres Oberkörpers kippte. Zwischen ihren schlanken Fingern baumelte und tanzte der Orden. Stetig durch ihre Fingerkuppen in Bewegung, während ihre intensiven smaragdfarbenen Augen ihn fixierten. Ihre Vermutung wurde um jeden Gedanken schwammiger, da er für ihre Augen nicht so wertvoll aussah, wie sie einst dachte, als Er ihn samt einer Urkunde mit nach Hause brachte. Er war schlicht, in einem silber und weiss gehalten, trug die Farben des alatarischen Reiches, war mit einer feinen Pantherkralle besetzt und an der Rückseite pinnte eine spitze Nadel mit Verschluss.
Verspielt drehte und wendete sie den Orden in ihrer Hand, als sei er ein makelloser Edelstein den man nur immer wieder beäugen musste, ob er auch wirklich so fehlerlos war, wie er auch aussah. Schließlich bettete sie ihn in eine gepolsterte Schatulle und versteckte das "Prachtstück" im hintersten Eck unter ihrem Bett, wo auch niemand auf anhieb vermuten könne, dass sie ihn dort versteckt hielt.
Das sie Ihn irgendwann antreffen würde, konnte sie natürlich schon im vorraus erahnen oder das Er sie suchen wird war abzusehen. Ein kurzes Aufeinandertreffen, wo Er ihr gewiss seine Macht beweisen wollte, denn wer wusste schon wer Er wirklich war, ausser seine Kameradschaft und sie selbst? Sie hatte ihn soweit, vergiftet, gelähmt, gefesselt, die Wahrheiten aus ihm gekitzelt und ihn letztendlich achtlos liegen gelassen. Ihn wie ein Häufchen Elend zurück gelassen und eine wertvolle Habseligkeit - einen silbernen Orden des alatarischen Reiches - entrissen und geraubt. Nun war es ihrer, ihr erster und einziger Orden den sie stahl und lediglich ein wenig wertvoll wurde, weil sie ihn von Ihm hatte.
Der Abend war kurz, doch der darauffolgende Tag lang. Der Plan war geschmiedet und einen fleißigen Helfer hatte sie auch gefunden - ihren guten Freund Roberto. Ein kräftiges Bürschchen, dunkles Haar, gebräunte Haut und von Beruf ein einfacher Fischer, welcher gerade einmal 1-2 Jahre jünger als Sua war.
Alles war genauestens durchdacht. Man schipperte von La Cabeza aus nach Bajard um dort die Kutsche nach Rahal zu nehmen und einen Eimer mit Pferdemist bei Fräulein Gutmann abzuholen. Natürlich log sie und erzählte der liebenswürdigen Bäuerin das sie die Scheiße zum düngen auf La Cabeza benötige, anstatt damit einen Postkasten beschmieren und füllen wollte. Sie bot Sua sogar noch an, das sie wiederkommen könne, wenn sie noch etwas von dem Pferdehaufen brauche. Nie im Leben! Da war genug Scheiße im Eimer und mit derer hätte sie sicherlich noch mehr als nur einen Briefkasten füllen können! So trug ihr also Roberto den Eimer, der versuchte immer mit einer Hand den Mist zu halten und mit der Anderen seine Nase zwischen die Finger zu klemmen. Blos nicht einatmen! Wobei Sua den Geruch nicht so schlimm empfand wie sie es gegenüber Roberto immer darstellte.
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Rache ist süß, so lautete immer das Sprichwort. Doch ihre Rache war nicht süß, sondern ekelhaft matschig und stinkend. Sie hatte bereits mit dem Gedanken gespielt den Pferdemist mit Wasser zu verdünnen, dass die Masse nicht mehr grob war, sondern eher die Konsistenz von Dünnpfiff hatte, aber zu viel des Guten: Scheiße war's und die stopfte und rieb sie in und um den Briefkastenschlitz hinein.
Sie machte sich nicht einmal die Mühe einen Brief zu hinterlassen, weder noch darauf zu achten, ob sie gesehen wurden oder nicht.
Letztendlich konnte Er sich denken, wieso... konnte sich denken, wer diesen Scheiß verzapft und daran wahnsinnigen Spaß hatte.
Sua? Wer sonst! Und er wusste genauso gut, dass der Spaß erst jetzt begonnen hatte, denn kleinzukriegen war Sua noch nie.
Zuletzt geändert von Sua Lorcryn am Mittwoch 7. September 2011, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.