Ein neues altes Leben? (RP Geschichte)
-
Erinna Hinrah
Ja irgendwie hatte sie sich verändert. Sie wusste nicht wieso, was der Auslöser war. Seid Seymours Tot legte sich immer öfter eine kalte Hand um ihr Herz. Wärend Fjorleif zwischen den Blumen schlief, weinte Erinna lautlos. Der Gedanke an Caillys verzweifelte Umarmung, an Falks hemmungslose Tränen liess sie nicht mehr los.
Auf einmal sehnte sie sich schrecklich nach Grimwould, nach dem Geruch von Fellen, von Cailly, Falk und den restlichen Bewohnern des Clans. Leise lautlos schlich sie sich nahe an Grimwould heran. Wer ihren Ruf kannte, konnte das Heulen eines Wolfes vernehmen, zumindes klang es sehr danach nur war es viel heller und klarer. Es war ein Gruss von ihr an den Clan, es sollte ihnen sagen das es ihr gut ging, aber auch alle vermisste.
Alles in ihr zog sie nach Grimwould aber irgendwas zerrte sie erbarmungslos davon weg. Lange hatte sie sich gewehrt, lange hatte sie gesagt "hier bin ich daheim, hier gehöre ich hin und niergends wo sonst" Doch als Argos sagte sie solle sich doch verziehen, die Vorwürfe von Freia, Svens Worte gaben ihrem labilen ICH den Rest. Als sie morgends gegangen war, folgte sie wieder dem Wind, wie ein Wolf der eine Spur verfolgte. Ja sie war verwirrt von all den ganzen unterschiedlichen Traditionen. erst heute hatte sie wieder gemerkt wie wenig sie doch wirklich kannte.
Skôl!
hatte sie gemurmelt und dann fast erschrocken zurück gezuckt als die Dame ihr Glas gegen Erinnas Flasche klingen liess. Das war ihr nicht richtig bekannt. Erst die Nähe zu Fjorleif, seine starken Arme um ihrem Leib, der sanfte Kuss zeigte ihr doch wieder ein Stück Vergangenheit und auch etwas Zukunft..... Aber war das richtig? Wärend sie lautlos dahockte am Feuer befragte sie ihr Herz. Zwei Monde Zeit hatte sie um genau das herauszufinden. Musste man erst enttäuscht werden um wieder vorschauen zu können?
Ach Mah, Dah ich vermiss Euch so schrecklich
weinte ihr Herz und doch sie wollte nicht klein beigeben, sie wollte nicht jetzt schon zurückkriechen um dann am Ende genau da zu stehen wo sie jetzt stand.
Auf einmal sehnte sie sich schrecklich nach Grimwould, nach dem Geruch von Fellen, von Cailly, Falk und den restlichen Bewohnern des Clans. Leise lautlos schlich sie sich nahe an Grimwould heran. Wer ihren Ruf kannte, konnte das Heulen eines Wolfes vernehmen, zumindes klang es sehr danach nur war es viel heller und klarer. Es war ein Gruss von ihr an den Clan, es sollte ihnen sagen das es ihr gut ging, aber auch alle vermisste.
Alles in ihr zog sie nach Grimwould aber irgendwas zerrte sie erbarmungslos davon weg. Lange hatte sie sich gewehrt, lange hatte sie gesagt "hier bin ich daheim, hier gehöre ich hin und niergends wo sonst" Doch als Argos sagte sie solle sich doch verziehen, die Vorwürfe von Freia, Svens Worte gaben ihrem labilen ICH den Rest. Als sie morgends gegangen war, folgte sie wieder dem Wind, wie ein Wolf der eine Spur verfolgte. Ja sie war verwirrt von all den ganzen unterschiedlichen Traditionen. erst heute hatte sie wieder gemerkt wie wenig sie doch wirklich kannte.
Skôl!
hatte sie gemurmelt und dann fast erschrocken zurück gezuckt als die Dame ihr Glas gegen Erinnas Flasche klingen liess. Das war ihr nicht richtig bekannt. Erst die Nähe zu Fjorleif, seine starken Arme um ihrem Leib, der sanfte Kuss zeigte ihr doch wieder ein Stück Vergangenheit und auch etwas Zukunft..... Aber war das richtig? Wärend sie lautlos dahockte am Feuer befragte sie ihr Herz. Zwei Monde Zeit hatte sie um genau das herauszufinden. Musste man erst enttäuscht werden um wieder vorschauen zu können?
Ach Mah, Dah ich vermiss Euch so schrecklich
weinte ihr Herz und doch sie wollte nicht klein beigeben, sie wollte nicht jetzt schon zurückkriechen um dann am Ende genau da zu stehen wo sie jetzt stand.
-
Erinna Hinrah
Heu? Wieso roch Wald neuerdings nach Heu? Langsam öffnete sie die Augen und blickte direkt vor das Maul eines Mustangs das sie neugierig beschnuppert hatte. Reflexartig wollte sie dieses Maul wegschlagen als ihr langsam dämmerte wo sie eigendlich war. Langsam streichelte sie die weichen Lippen des Mustangs und blickte sich wachwerdend lächelnd um.
Leanne. Es war ein langes Gespräch mit der Bäuerin und Bürgermeisterin zu Bajard gewesen. Am Ende nahm Erinna allen Mut zusammen und fragte ob sie nicht die Pferde des Hofes versorgen dürfe. Sich genüsslich streckend stand Erinna aus dem Haufen Heu heraus. Ihre zotteligen Haare waren voller Heuhhalme und die Hose ebenso. Es störte sie gar nicht. Als sie die grosse Türe öffnete und die Sonneenstrahlen ihre Nase kitzelten nieste sie erstmal und lachte im Herzen lautlos.
Langsam schweiften ihre Augen über die Felder, die weitläufig waren und sie lauschte dem Gackern der Hühner. Dabei musste sie an Silwen denken und glucksend kicherte sie vor sich her. Er hatte so mit seinem Finger vor ihrer Nase gwedelt das sie jenen mit ihrem blick verfolgte als wollte sie nach jenem schnappen. Schnell hatte Silwen den Finger hinter den Rücken versteckt und das immer wieder sobald er mit dem Finger etwas deutete.
Langsam griff sie ohne zu frühstücken oder gar ihr Gesicht uz Waschen nach der Sense und Sichel und arbeitete still an den Feldern. Sie hatte endlich wieder eine Verantwortung. Mit Leanne war zwar nicht das Ernten abgesprochen gewesen, aber Erinna wollte jene überraschen und es tat ihr ja selber auch gut. Stunden verbrachte sie damit auf den Feldern zu sein und das nur in einer dünnen Hose und knappem Lederoberteil. Die Sonne schien auf ihre helle, fast schneefarbenden Haut und sie genoss es richtig.
Als sie fertig war setzte sie sich und lies ihre nackten füsse durch das taunasse Gras wandern und beobachtete die winzlinge unter den Tieren. Sie stand auf und nahm etwas Fleisch und einige Erdbeeren und wanderte zum Schlafplatz von Fjorleif. Nein ihn hatte sie nicht vergessen. Sie weckte ihn mit einem sanften Kuss und mit einem fröhlichen Lächeln. Diese Hofarbeit war einfach was sie brauchte. Eine Aufgabe, eine Verantwortung. Sie hatte gestern mit vielen Menschen geredet, natürlich hatte sie nie vergessen sich mit vollem Namen vorzustellen wenn man sie nach jenem fragte. Aber sie hatte Frieden. Keiner pöbelte sie an, keiner ignorierte sie und es gab so viele Momente in denen sie lachen konnte.
Der Bankier überreichte ihr ein Stirnband. Kurz legte sie ihre Nase daran und wusste sofort von wem es war. Falk! Sie lächlte verträumt und steckte das Stirnband sorgsam in einen Beutel am Gürtel. Immer wenn sie verzweifeln würde, würde sie jenes hervorholen zusammen mit Seymours Pulli und sie wusste innerlich das das ihr Kraft geben würde. Sie trug praktisch zwei von den ihr liebsten Menschen immer bei sich. Jetzt fehlte nur noch etwas von Cailly, Viola, Kahor, Freia, Sven, Auri, Erik, Luciana, Leif und Hedwig dann hatte sie ihren Clan immer bei sich.
Sie wirkte dadurch das sie eine Beschäftigung hatte, Leannes Hof, ausgeglichen und innerlich völlig Ruhig. Den Tag verbrachte sie auf Leannes Hof, Falks Stirnband manchesmal hervorholend und wissend das der Clan an sie dachte.
Leanne. Es war ein langes Gespräch mit der Bäuerin und Bürgermeisterin zu Bajard gewesen. Am Ende nahm Erinna allen Mut zusammen und fragte ob sie nicht die Pferde des Hofes versorgen dürfe. Sich genüsslich streckend stand Erinna aus dem Haufen Heu heraus. Ihre zotteligen Haare waren voller Heuhhalme und die Hose ebenso. Es störte sie gar nicht. Als sie die grosse Türe öffnete und die Sonneenstrahlen ihre Nase kitzelten nieste sie erstmal und lachte im Herzen lautlos.
Langsam schweiften ihre Augen über die Felder, die weitläufig waren und sie lauschte dem Gackern der Hühner. Dabei musste sie an Silwen denken und glucksend kicherte sie vor sich her. Er hatte so mit seinem Finger vor ihrer Nase gwedelt das sie jenen mit ihrem blick verfolgte als wollte sie nach jenem schnappen. Schnell hatte Silwen den Finger hinter den Rücken versteckt und das immer wieder sobald er mit dem Finger etwas deutete.
Langsam griff sie ohne zu frühstücken oder gar ihr Gesicht uz Waschen nach der Sense und Sichel und arbeitete still an den Feldern. Sie hatte endlich wieder eine Verantwortung. Mit Leanne war zwar nicht das Ernten abgesprochen gewesen, aber Erinna wollte jene überraschen und es tat ihr ja selber auch gut. Stunden verbrachte sie damit auf den Feldern zu sein und das nur in einer dünnen Hose und knappem Lederoberteil. Die Sonne schien auf ihre helle, fast schneefarbenden Haut und sie genoss es richtig.
Als sie fertig war setzte sie sich und lies ihre nackten füsse durch das taunasse Gras wandern und beobachtete die winzlinge unter den Tieren. Sie stand auf und nahm etwas Fleisch und einige Erdbeeren und wanderte zum Schlafplatz von Fjorleif. Nein ihn hatte sie nicht vergessen. Sie weckte ihn mit einem sanften Kuss und mit einem fröhlichen Lächeln. Diese Hofarbeit war einfach was sie brauchte. Eine Aufgabe, eine Verantwortung. Sie hatte gestern mit vielen Menschen geredet, natürlich hatte sie nie vergessen sich mit vollem Namen vorzustellen wenn man sie nach jenem fragte. Aber sie hatte Frieden. Keiner pöbelte sie an, keiner ignorierte sie und es gab so viele Momente in denen sie lachen konnte.
Der Bankier überreichte ihr ein Stirnband. Kurz legte sie ihre Nase daran und wusste sofort von wem es war. Falk! Sie lächlte verträumt und steckte das Stirnband sorgsam in einen Beutel am Gürtel. Immer wenn sie verzweifeln würde, würde sie jenes hervorholen zusammen mit Seymours Pulli und sie wusste innerlich das das ihr Kraft geben würde. Sie trug praktisch zwei von den ihr liebsten Menschen immer bei sich. Jetzt fehlte nur noch etwas von Cailly, Viola, Kahor, Freia, Sven, Auri, Erik, Luciana, Leif und Hedwig dann hatte sie ihren Clan immer bei sich.
Sie wirkte dadurch das sie eine Beschäftigung hatte, Leannes Hof, ausgeglichen und innerlich völlig Ruhig. Den Tag verbrachte sie auf Leannes Hof, Falks Stirnband manchesmal hervorholend und wissend das der Clan an sie dachte.
-
Erinna Hinrah
Als sie neben dem grauen Mustang sich ins Heu kuschelte spürte sie jeden Muskel und lächelte zufrieden. Lange noch dachte sie über den Tag nach.
Wir vermissen dich alle hier
Hatte Falk gesagt. Alle? Das fragte sich Erinna. Sie selber hatte das Gefühl das es einigen bestimmt mehr als Recht wäre, wenn sie gar nicht wieder käme in den Clan. Warum sie so dachte war ihr unklar. Leicht zog sie ihre Schultern hoch und streichelte dem grauen Mustang über die Mähne. Vielleicht war es wirklich besser, für den Frieden im Clan, wenn sie nicht wieder käme. Sie seufzte und hing mit ihren Gedanken an Falk, Caillean, Viola und Anghus MC Iora. Lange hatte sie mit ihm gesprochen.
Leanne hatte sie noch nicht gesehen und auch nicht Silwen, obwohl einige heute für beide dagewesen waren. Leicht rollte sie sich zusammen, tief in ihren Mantel und das Heu gekuschelt. Der Stall roch nach sauberem frischem Heu, die Mustangs glänzten wie Spekschwarten und die Tiere draussen waren gut versorgt, die Weiden sauber und die Felder bearbeitet. Sie freute sich schon auf Leannes Gesicht. Ihr Magen knurrte und sie erinnerte sich erst jetzt daran das sie noch gar nichts gegessen hatte heute, aber sie wollte nicht nochmal aufstehen.
An den grauen Mustang gelehnt, dem sanften Kaugeräuschen der Tiere lauschen schlief sie irgendwann tief und fest ein.
Gesichter, sie starren sie an, grimmig und finster. Falks weiches Lächeln dazwischen. Wohlige Wärme, ein Mann über ihr, schnelle Geräusche sanfte Berührungen. Dunkelheit, Angst wo war sie? Eine Mauer, so fest, so dick, unüberwindbar, ihre eigene Mauer, ihre Maske. Fröhliches Lachen und doch so unecht. Kälte, innerliche Kälte. Flammen und Kinderarme die sich zu ihr strecken. Leere Augenhöhlen, blaue Lippen die sie rufen.
Sie weinte im Schlaf und mit einem Schrei wurde sie mitten in der Nacht wach. Erschrocken sprang der graue Mustang auf und wieherte ängstlich. Schnell atmend blickte sie sich um, die Stalllaternen leuchteten den Raum aus und wärend sie sich zitternd an die Wand lehnte legte sich der Mustang unsicher wieder hin.
Würden diese Träume denn niemals mehr aufhören ?
Mah, Dah ich vermisse Euch so sehr.
Sie dachte über Freias warme Umarmungen letzter Woche nach, über die tiefsinnigen Gespräche mit Sven, über Leif der nach einer kleinen Debatte hinter ihr hergekommen war und mit ihr gesprochen hatte. Über Viola die langsam das Lachen fand. Über jeden einzelnen im Clan dachte sie nach, sie sehnte sich nach ihnen und wieder legte sich die kalte Hand über ihr Herz. Erst als die Sonne aufging schlief sie wieder ein, unruhig, im Schlaf vor sich hermurmelnd.
Wir vermissen dich alle hier
Hatte Falk gesagt. Alle? Das fragte sich Erinna. Sie selber hatte das Gefühl das es einigen bestimmt mehr als Recht wäre, wenn sie gar nicht wieder käme in den Clan. Warum sie so dachte war ihr unklar. Leicht zog sie ihre Schultern hoch und streichelte dem grauen Mustang über die Mähne. Vielleicht war es wirklich besser, für den Frieden im Clan, wenn sie nicht wieder käme. Sie seufzte und hing mit ihren Gedanken an Falk, Caillean, Viola und Anghus MC Iora. Lange hatte sie mit ihm gesprochen.
Leanne hatte sie noch nicht gesehen und auch nicht Silwen, obwohl einige heute für beide dagewesen waren. Leicht rollte sie sich zusammen, tief in ihren Mantel und das Heu gekuschelt. Der Stall roch nach sauberem frischem Heu, die Mustangs glänzten wie Spekschwarten und die Tiere draussen waren gut versorgt, die Weiden sauber und die Felder bearbeitet. Sie freute sich schon auf Leannes Gesicht. Ihr Magen knurrte und sie erinnerte sich erst jetzt daran das sie noch gar nichts gegessen hatte heute, aber sie wollte nicht nochmal aufstehen.
An den grauen Mustang gelehnt, dem sanften Kaugeräuschen der Tiere lauschen schlief sie irgendwann tief und fest ein.
Gesichter, sie starren sie an, grimmig und finster. Falks weiches Lächeln dazwischen. Wohlige Wärme, ein Mann über ihr, schnelle Geräusche sanfte Berührungen. Dunkelheit, Angst wo war sie? Eine Mauer, so fest, so dick, unüberwindbar, ihre eigene Mauer, ihre Maske. Fröhliches Lachen und doch so unecht. Kälte, innerliche Kälte. Flammen und Kinderarme die sich zu ihr strecken. Leere Augenhöhlen, blaue Lippen die sie rufen.
Sie weinte im Schlaf und mit einem Schrei wurde sie mitten in der Nacht wach. Erschrocken sprang der graue Mustang auf und wieherte ängstlich. Schnell atmend blickte sie sich um, die Stalllaternen leuchteten den Raum aus und wärend sie sich zitternd an die Wand lehnte legte sich der Mustang unsicher wieder hin.
Würden diese Träume denn niemals mehr aufhören ?
Mah, Dah ich vermisse Euch so sehr.
Sie dachte über Freias warme Umarmungen letzter Woche nach, über die tiefsinnigen Gespräche mit Sven, über Leif der nach einer kleinen Debatte hinter ihr hergekommen war und mit ihr gesprochen hatte. Über Viola die langsam das Lachen fand. Über jeden einzelnen im Clan dachte sie nach, sie sehnte sich nach ihnen und wieder legte sich die kalte Hand über ihr Herz. Erst als die Sonne aufging schlief sie wieder ein, unruhig, im Schlaf vor sich hermurmelnd.
-
Erinna Hinrah
Sie hatte es mal wieder falsch angefangen, nein der Anfang war gut, sehr gut sogar aber dann, dann verliessen sie ihre Kräfte und entmutigt lief sie aus der Taverne. Wie ein kleines Kind hatte sie sich gefühl, innerlich ängstlich voller Ungewissheit.
Sie wartete bis sie sich vollkommen sicher war das der ganze Clan schlief. Dann schlich sie sich in die von Fackeln erleuchtete Festung und blickte sich um. Nachdem sie für Fjorleif einiges an Fleisch mitgenommen hatte tapste sie lautlos durch alle Räume. Wie im Schlafwandel durchstriff sie alle Zimmer und verliess sie einen Raum, fehlte den anderen ein Teil. Sei es da ein paar Stiefel, oder dort ein Kilt, ein Schal oder ein paar Handschuhe.
Die Sehnsucht alle auch ausserhalb um sich zu haben trieb sie dazu. Fein säuberlich legte sie alles in eine Tasche und drückte jene fest an sich. Es war auffällig das jemand etwas genommen hatte insbesondere weil sie unten in der Taverne ihren alten Kilt hinlegte, winzig sah er im Raum aus, aber sie wusste die anderen würden ihn erkennen, es war ja der einzige Kilt gewesen den sie jemals getragen hatte. Mit fest an sich gedrückter Tasche verliess sie die Festung wieder.
Ihr kurzes ähnlich einem Wolf klingende Heulen war noch deutlich zu hören, ehe sie wieder nach Bajard verschwand und sich in den Stall zu den Mustangs kuschelte. Unruhig war ihr Schlaf und die Tasche hielt sie weiterhin fest an sich gedrückt.
Sie wartete bis sie sich vollkommen sicher war das der ganze Clan schlief. Dann schlich sie sich in die von Fackeln erleuchtete Festung und blickte sich um. Nachdem sie für Fjorleif einiges an Fleisch mitgenommen hatte tapste sie lautlos durch alle Räume. Wie im Schlafwandel durchstriff sie alle Zimmer und verliess sie einen Raum, fehlte den anderen ein Teil. Sei es da ein paar Stiefel, oder dort ein Kilt, ein Schal oder ein paar Handschuhe.
Die Sehnsucht alle auch ausserhalb um sich zu haben trieb sie dazu. Fein säuberlich legte sie alles in eine Tasche und drückte jene fest an sich. Es war auffällig das jemand etwas genommen hatte insbesondere weil sie unten in der Taverne ihren alten Kilt hinlegte, winzig sah er im Raum aus, aber sie wusste die anderen würden ihn erkennen, es war ja der einzige Kilt gewesen den sie jemals getragen hatte. Mit fest an sich gedrückter Tasche verliess sie die Festung wieder.
Ihr kurzes ähnlich einem Wolf klingende Heulen war noch deutlich zu hören, ehe sie wieder nach Bajard verschwand und sich in den Stall zu den Mustangs kuschelte. Unruhig war ihr Schlaf und die Tasche hielt sie weiterhin fest an sich gedrückt.
-
Erinna Hinrah
Fiebrig glänzten ihre Augen. Vor wenigen Tagen war es der Wunsch zu Seymour zu können gewesen der sie dazu getrieben hatte mit nur einem bauchfreien Oberteil aus Leder und Nackten Sohlen durch die Strassen und den Schnee in Grimwould zu streifen. Die Konsequenz dessen trug sie still nun.
Auch das würde sie schaffen, schliesslich hatte sie jetzt Dinge der anderen Claner fest im Arm. Verschnupft klang sie und sie nieste oftmals. Schweigend arbeitete sie auf dem Hof. Die Arbeit machte ihr noch immer grosse Freude, sie gab ihr einen Sinn im Leben, das Gefühl gebraucht zu werden. So kurz erst war sie bei Leanne und doch begrüssten die Mustangs sie immer wenn sie sie sahen. Zärtlich bürstete sie ihnen die Mähnen und strigelte das Fell bis es glänzte. Auch die anderen Tiere schienen sie zu mögen. Die Pferde wurden mit der gleichen Liebe und Hingabe gepflegt wie die Mustangs und die Kühe und Schafe sauber gehalten. Die Weiden hatten selten länger als zwei Stunden Kot im Gras liegen.
War die Arbeit beendet oder gönnte sie sich eine Pause striff sie ein wenig durch die Stadt, aber meistens sass sie hoch oben im Pfirsichbaum und starrte Richtung Grimwould in den Himmel. Hatte sie Lust dazu ging sie Rehe jagen, aber seit dem Thing hatte sie keine Höhle mehr betreten. Ihr fehlte jeglicher Antrieb dazu, jegliche Lust. Wenn sie jemanden aus dem Clan traf war sie immer fröhlich, ja sie freute sich im Blick sichtbar erkennbar, sehr wenn sie die anderen sah. Es war kein Muss das sie nicht nach Grimwould ging, sie wollte es einerseits so und andererseits verging sie vor Sehnsucht fast.
Fjorleif war gestern extra für sie nach Grimwould gegangen nur um einen Faustschlag von Falk zu ernten. Erinna hatte sich Sorgen gemacht und war Fjorleif nachgegangen. Falk stockte als Erinna ihn bat aufzuhören. Es kam mitten im Wald zu einer Art Verhör. Das Falk sie danach in den Arm nahm und an sich drückte gab Erinna einen Moment lang etwas Kraft. Sie hatte im Thing gesagt das sie keinem mehr vertraue, aber das stimmte so nicht richtig. Sich gehen lassen, ihrem innersten die Mauer kurz niederreissen lassen, dass konnte sie nur bei sehr wenigen im Clan. Ihr Leben hingegen vertraute sie jedem im Clan bedingungslos an. Vieles war beim Thing aus dem Ruder gelaufen und daran war sie nicht ganz unschuldig, das wusste sie.
Noch hatte sie aber nicht die Kraft es wieder Gerade zu biegen. Noch sass ihre Enttäuschung auf einige Reaktionen der anderen zu tief in ihrem Herzen. Sie war zur Taverne gelaufen, sie wollte einen Schritt vorwärts machen, aber es ging wieder daneben. In tiefer eigenen Enttäuschung über sich selber hatte sie nachdem sie den anderen Clanern Nachts etwas weggenommen hatte sich zu den Mustangs gekuschelt, dabei innig an den Clan und Fjorleif denkend.
Jetzt sass sie am Meer an der Stadtmauer mit fiebrigen Blick, den Kopf nach Grimwould gewendet und starrte in sich gekehrt vor sich her. Der Regen prasselte auf sie herab doch bemerkte sie ihn nicht. Die Dinge der Claner hielt sie noch immer fest an sich gedrückt in einer Tasche. Es fühlte sich so warm an, an sie zu denken, an ihr Lachen, an die Geschichten, an die warmen Körper wenn sie sich angekuschelt hatte. Fröhlich lächelnd sprang sie auf und trotzdem ihr alles wehtat und sie eher vor sich her stolperte kuschelte sie sich zu den Mustangs, nass wie sie war und schlief sofort ein. Die Liebe zu ihrer Familie schaffte es diesesmal sogar das die Fieberträume keine Alpträume waren. Wen sie wach wurde schaute sie in die Tasche ob noch alles da war.
Auroras Umhang, Svens Handschuhe, Lailas Kleid, Caillys Haarband, Falks Stirnband, Leifs Felloberteil, Freias Kilt, Lucianas Hemd, Eriks Axt, Violas Hose, Hedwigs Stiefel, Kahors Dämonknochenhelm - von jedem war etwas dabei und jedesmal lächelte sie und schlief direkt wieder ein.
[auf bitten einiger claner hab ich mir shcnell überlegt was erinna mitgenommen haben könnte, damit sie reagieren können]
Auch das würde sie schaffen, schliesslich hatte sie jetzt Dinge der anderen Claner fest im Arm. Verschnupft klang sie und sie nieste oftmals. Schweigend arbeitete sie auf dem Hof. Die Arbeit machte ihr noch immer grosse Freude, sie gab ihr einen Sinn im Leben, das Gefühl gebraucht zu werden. So kurz erst war sie bei Leanne und doch begrüssten die Mustangs sie immer wenn sie sie sahen. Zärtlich bürstete sie ihnen die Mähnen und strigelte das Fell bis es glänzte. Auch die anderen Tiere schienen sie zu mögen. Die Pferde wurden mit der gleichen Liebe und Hingabe gepflegt wie die Mustangs und die Kühe und Schafe sauber gehalten. Die Weiden hatten selten länger als zwei Stunden Kot im Gras liegen.
War die Arbeit beendet oder gönnte sie sich eine Pause striff sie ein wenig durch die Stadt, aber meistens sass sie hoch oben im Pfirsichbaum und starrte Richtung Grimwould in den Himmel. Hatte sie Lust dazu ging sie Rehe jagen, aber seit dem Thing hatte sie keine Höhle mehr betreten. Ihr fehlte jeglicher Antrieb dazu, jegliche Lust. Wenn sie jemanden aus dem Clan traf war sie immer fröhlich, ja sie freute sich im Blick sichtbar erkennbar, sehr wenn sie die anderen sah. Es war kein Muss das sie nicht nach Grimwould ging, sie wollte es einerseits so und andererseits verging sie vor Sehnsucht fast.
Fjorleif war gestern extra für sie nach Grimwould gegangen nur um einen Faustschlag von Falk zu ernten. Erinna hatte sich Sorgen gemacht und war Fjorleif nachgegangen. Falk stockte als Erinna ihn bat aufzuhören. Es kam mitten im Wald zu einer Art Verhör. Das Falk sie danach in den Arm nahm und an sich drückte gab Erinna einen Moment lang etwas Kraft. Sie hatte im Thing gesagt das sie keinem mehr vertraue, aber das stimmte so nicht richtig. Sich gehen lassen, ihrem innersten die Mauer kurz niederreissen lassen, dass konnte sie nur bei sehr wenigen im Clan. Ihr Leben hingegen vertraute sie jedem im Clan bedingungslos an. Vieles war beim Thing aus dem Ruder gelaufen und daran war sie nicht ganz unschuldig, das wusste sie.
Noch hatte sie aber nicht die Kraft es wieder Gerade zu biegen. Noch sass ihre Enttäuschung auf einige Reaktionen der anderen zu tief in ihrem Herzen. Sie war zur Taverne gelaufen, sie wollte einen Schritt vorwärts machen, aber es ging wieder daneben. In tiefer eigenen Enttäuschung über sich selber hatte sie nachdem sie den anderen Clanern Nachts etwas weggenommen hatte sich zu den Mustangs gekuschelt, dabei innig an den Clan und Fjorleif denkend.
Jetzt sass sie am Meer an der Stadtmauer mit fiebrigen Blick, den Kopf nach Grimwould gewendet und starrte in sich gekehrt vor sich her. Der Regen prasselte auf sie herab doch bemerkte sie ihn nicht. Die Dinge der Claner hielt sie noch immer fest an sich gedrückt in einer Tasche. Es fühlte sich so warm an, an sie zu denken, an ihr Lachen, an die Geschichten, an die warmen Körper wenn sie sich angekuschelt hatte. Fröhlich lächelnd sprang sie auf und trotzdem ihr alles wehtat und sie eher vor sich her stolperte kuschelte sie sich zu den Mustangs, nass wie sie war und schlief sofort ein. Die Liebe zu ihrer Familie schaffte es diesesmal sogar das die Fieberträume keine Alpträume waren. Wen sie wach wurde schaute sie in die Tasche ob noch alles da war.
Auroras Umhang, Svens Handschuhe, Lailas Kleid, Caillys Haarband, Falks Stirnband, Leifs Felloberteil, Freias Kilt, Lucianas Hemd, Eriks Axt, Violas Hose, Hedwigs Stiefel, Kahors Dämonknochenhelm - von jedem war etwas dabei und jedesmal lächelte sie und schlief direkt wieder ein.
[auf bitten einiger claner hab ich mir shcnell überlegt was erinna mitgenommen haben könnte, damit sie reagieren können]
-
Freia Hinrah
Vieles war geschehen und gänzlich überraschend war der Winter keinesfalles ruhig, wie angenommen. Wieder einmal drehte sich alles um die kleine Erinna und wieder hatte sie viele Dinge gehört, Dinge die sie verletzt hatten tief in ihrem Herzen. Gedankenverloren räumte sie ihr Zimmer auf und dachte über das nach was alles Geschehen ist. Die Worte die Erinna vor dem Thing sprach bohrten sich wie vergiftete Pfeile in ihr Herz, sollte sich die kleine Erinna wirklich nach alledem so verändert haben? Wie konnte ein Mensch sich, selbst nachdem was sie erlebt hatte, so sehr verändert haben? Es tat ihrem Herzen weh das der kleine Wildfang, welcher vorher frech durch Grimwould tobte und so fröhlich und ausgelassen war, verschwunden schien. Sie kam mit dem was der Gedächtnisverlust aus Erinna gemacht hatte nicht zurecht, es passte nicht und doch tief in sich drin wusste sie, das sie es akzeptieren musste. Viele Worte sind an jenem Abend gefallen und Freia machte ihren Eisblauen Augen an jenem Abend alle Ehre ... tief war sie verletzt worden und zog sich in ihrem Panzer aus Härte und Unnachgiebigkeit zurück. Eine Härte die sie nun bereute. Irgendwo wusste sie, dass trotz allem in Erinna der gute Kern steckte, der kleine fröhliche Wildfang von früher und sie wünschte sich es währe ihr möglich diesen einfach ans Tageslicht zu holen ... das Lächeln und Lachen zurück auf das junge Gesicht zu zaubern aber sie musste akzeptieren das sie am aller wenigsten dazu in der Lage war. So blieb es nur Falk, Cailly und Kahor und vielleicht Leif welche am gestrigen Abend versucht hatte Erinna zu integrieren. Tief in sich drin hattesie sich gewünscht Erinna würde auf den Vorschlag eingehen ... würde mit ihnen Wurfdolche werfen wie in vergangenen ... besseren Zeiten und für einen kurzen Moment war sie versucht selbst die Stimme zu erheben und sie einzuladen ... dochdann kehrte der Schmerz zurück und sie wusste, dass es nichts helfen würde ... das es ihr nicht helfen würde undso schwieg sie und hoffte das Erinna von sich aus das Angebot annahm. Aber sie verschand ... und mit ihr die Hoffnung das an diesem Abend ein Anfang gemacht wurde. Sie wusste nicht ob Erinna ihre Geste bemerkt hatte ... ob sie bemerkt hatte das Freia 5 Metflaschen auf den Tisch stellte als sie sich dazu gesellte anstatt nur 4 doch sie bezweifelte es. Der Abend war auch gänzlich verwirrend gewesen und ... nanu was war das? Sie zählte ihre Kilte und runzelte die Stirn. Fehlte da nicht einer? sie war sich sicher 3 von ihnen zu besitzen aber hier lagen nur 2!? Hatte sie einen verlegt? Ward einer aufgerissen und hattesie diesen noch nicht wieder gestopft? Nein ... sehr unwahrscheinlich ... und so blieb nur die Verwunderung und ein mehrstündiges Suchen welches zu Freias bedauern aber erfolglos blieb...
-
Caillean Hinrah
welch ein tumult! fast von jedem den sie begegnet in ihrem Heim, war etwas verschwunden. da ein paar handschuhe, eine felltunik, ein umhang. Wie seltsam. Wie konnte sich ein Dieb nach Grimwould geschlichen haben?
Wer haette einen nutzen davon wenn alles zusammengetragen benutzt wuerde.
Wollte jemand dem Clan schaden und ihnen etwas zustecken was sie nicht begangen haben? Wer wer wer?
Caillean fehlte nichts, wer sollte sie auch schon beklauen? ihren Hammer? ihr nachthemd? ihre kleidung? stiefel? alles war an ihrem Platz.
Das was sie so verwunderte. Alles was abhanden gekommen war, war in dem Rostbraun des Hinrahclanes gefaerbt.
sie sass an ihrem schminktisch, hatte nochmals alles durchsucht. Nichts. Alles vorhanden.
Die haare vom Schlaf zerzaust kaemmte sie sich und flocht sie zu einem dicken, langen zopf. Der Griff in ihre Schublade, wo sie ihr Haarband aufbewahrte, in frischem Clansgelb, blieb leer.
verwunderter denn zuvor riss sie die schublade auf und starrte hinein.
Ihren Zopf festhaltend hastete sie nach draussen und teilte es Sven und auri mit. Sowas dummes. Ihr Haarband war verschwunden.
Noch dazu das einzige was sie besass in dieser Farbe. Wie aergerlich.
Zuvor hatte sie einen verdacht geaeussert, logisch und doch so unlogisch, dass sie es gleich wieder verwarf und nicht weiter verfolgte.
wer koennte hier ungesehen rein und raus, die tiere nicht aufschrecken, lautlos genug schleichen, dass nicht einer von uns auch nur die Praesenz wahrnimmt?
"Nein nein nein. Erinna braeuchte doch nur fragen. das ergibt keinen Sinn"
das meinten auch sven und Aurora. Und schon bald wurde nach einem andren schuldigen gesucht.
Wer haette einen nutzen davon wenn alles zusammengetragen benutzt wuerde.
Wollte jemand dem Clan schaden und ihnen etwas zustecken was sie nicht begangen haben? Wer wer wer?
Caillean fehlte nichts, wer sollte sie auch schon beklauen? ihren Hammer? ihr nachthemd? ihre kleidung? stiefel? alles war an ihrem Platz.
Das was sie so verwunderte. Alles was abhanden gekommen war, war in dem Rostbraun des Hinrahclanes gefaerbt.
sie sass an ihrem schminktisch, hatte nochmals alles durchsucht. Nichts. Alles vorhanden.
Die haare vom Schlaf zerzaust kaemmte sie sich und flocht sie zu einem dicken, langen zopf. Der Griff in ihre Schublade, wo sie ihr Haarband aufbewahrte, in frischem Clansgelb, blieb leer.
verwunderter denn zuvor riss sie die schublade auf und starrte hinein.
Ihren Zopf festhaltend hastete sie nach draussen und teilte es Sven und auri mit. Sowas dummes. Ihr Haarband war verschwunden.
Noch dazu das einzige was sie besass in dieser Farbe. Wie aergerlich.
Zuvor hatte sie einen verdacht geaeussert, logisch und doch so unlogisch, dass sie es gleich wieder verwarf und nicht weiter verfolgte.
wer koennte hier ungesehen rein und raus, die tiere nicht aufschrecken, lautlos genug schleichen, dass nicht einer von uns auch nur die Praesenz wahrnimmt?
"Nein nein nein. Erinna braeuchte doch nur fragen. das ergibt keinen Sinn"
das meinten auch sven und Aurora. Und schon bald wurde nach einem andren schuldigen gesucht.
-
Erinna Hinrah
Si leise das es niemand merkte hatte sie Nachts noch die Tiere versorgt und den Hof gemacht. Eigendlich wollte sie wo anders geschlafen haben aber es war als wenn die Tiere in ihrem Innern nach ihr rufen würden. Wie sie es letzendlich bei strömenden Regen geschafft hatte wusste sie selber nicht mehr.
Schwer atmend fiehl sie ins Stroh bei dem grauen Mustang der nervös herumtänzelte ohne sie mit den Hufen zu treffen. Es sah gefährlich aus, wie sie so dalag und die Hufe des grossen Tieres knapp neben ihr kurz zum Stehen kamen. Die Tiere spürten Erinnas Fieber und waren allesamt unruhig. Ihr helles Wiehern klang in der Stille der Nacht doppelt so laut.
Davon bekam Erinna nichts mit, die Tasche mit den Dingen der anderen so gut es ging an sich gedrückt war sie in tiefen Fieberschlaf gefallen. Den Trank den Falk ihr in die Tasche gesteckt hatte, hatte sie noch gar nicht gemerkt. Wirr waren ihre Träume, sie waren aber nicht schlecht und unheimlich wie Früher. Sie zog auch nicht wie früher die Sachen aus, obwohl sie in all den Klamotten schwitzte. Es war als wenn sie einfach zu schwach dafür war. Hin und wieder weinte sie nach dem ganzen Clan, nach jedem einzelnen, aber sonst blieb sie still.
Ob Fjorleif sie vermisste? Immerhin war sie diesmal nicht zu ihm gekommen mit Abend- und Frühstücksbrot
Schwer atmend fiehl sie ins Stroh bei dem grauen Mustang der nervös herumtänzelte ohne sie mit den Hufen zu treffen. Es sah gefährlich aus, wie sie so dalag und die Hufe des grossen Tieres knapp neben ihr kurz zum Stehen kamen. Die Tiere spürten Erinnas Fieber und waren allesamt unruhig. Ihr helles Wiehern klang in der Stille der Nacht doppelt so laut.
Davon bekam Erinna nichts mit, die Tasche mit den Dingen der anderen so gut es ging an sich gedrückt war sie in tiefen Fieberschlaf gefallen. Den Trank den Falk ihr in die Tasche gesteckt hatte, hatte sie noch gar nicht gemerkt. Wirr waren ihre Träume, sie waren aber nicht schlecht und unheimlich wie Früher. Sie zog auch nicht wie früher die Sachen aus, obwohl sie in all den Klamotten schwitzte. Es war als wenn sie einfach zu schwach dafür war. Hin und wieder weinte sie nach dem ganzen Clan, nach jedem einzelnen, aber sonst blieb sie still.
Ob Fjorleif sie vermisste? Immerhin war sie diesmal nicht zu ihm gekommen mit Abend- und Frühstücksbrot
-
Silwen Hinnak
Erst spät war er den Morgen seinen täglichen Aufgaben nachgekommen. Das Wetter lud auch eben nicht dazu ein sich aus dem Bett zu erheben um auf den Feldern zu arbeiten.
Doch nach den Tieren musste er sehen, die Tröge waren bestimmt leer und auch die Tränken wohl voller Heu.
Als er seine Kammer verliess, bemerkte er dass wohl irgendwer noch nachts auf den Feldern gearbeitet haben musste, was ihm durchaus recht war, so schlaftrunken wie er sich noch fühlte.
So ging er ins Haus die Futtersäcke zu holen, um den Tieren die Tröge zu füllen. Freudig begrüsste ihn der Hofhund den er sofort auf die Felder entliess damit er sich ein wenig austoben konnte.
Irgendwann würden die Tiere die gesamte Ernte des Hofes verschligen, dachte er bei sich, als er den Futtersack geschultert, zu den Ställen der Mustangs ging.
Hier drinnen war es angenehm warm und die Tiere schritten unruhig auf der Stelle als er das Tor öffnete. Sie wussten ja, was nun folgen würde.
Nur der Graue stand ruhig in seiner Box und hielt den Kopf gesenkt.
Achtlos liess er den Sack zu Boden gleiten um nach zu sehen, was ihm fehlte.
Und so fand er sie.
Zusammengekauert am Boden, am ganzen Körper zitternd vom Fieber, nur mässig mit Stroh bedeckt. Sie schlief, doch schien es ihm kein angenehmer Traum zu sein den sie träumen mochte.
Überrascht sah er den Grauen an und vermeinte einen leichten Vorwurf in seinen Augen zu sehen.
Warum war er nicht so früh wie sonst aufgestanden?
Tief beeindruckt von der Einfühlsamkeit des sonst so wilden und tempramentvollen Tieres, das wohl die ganze Nacht ruhig auf der Stelle gestanden haben musste um die Schlafende nicht zu verletzen, hob er sie auf.
Wie ein kleines Kind umklammerte sie ihre Tasche und liess nicht los, so dass er sie samt Habe aus der Box trug. Leise bedankte er sich bei dem Grauen der die Nacht über sie gewacht hatte und versprach ihm, sich um sie zu kümmern, was jener mit einem leichten und vielleicht noch immer vorwurfsvollen Schnauben quitierte.
Zu seiner Kammer waren es nur ein paar Schritte, die Tür stiess er mit dem Fuss auf.
Sacht legte er sie auf sein Bett und deckte sie zu, richtig wach schien sie nicht geworden zu sein.
Kurz überlegend was zu tun sei, sah er auf sie herab. Sie hatte sich unter die Decke geschmiegt und ihm den Rücken zugewand. Auch wenn sie noch all ihre Sachen anhatte, es war erstmal besser als im Stall. Beim hinausgehen dachte er noch `Sie ist eine Hinrah...das wird sie schon überstehen´.
Eilig setzte er in der Küche Wasser auf um einen Kräutertrunk zu brühen. Sie würde sicher etwas kräftigendes brauchen, wenn sie erwachte. So schob er einen weiteren Topf auf den Ofen für eine Brühe.
Die Brühe konnte den ganzen Tag ziehen, sie sollte ja gehaltvoll werden, doch den Kräutersud trug er so bald er fertig war in die Stube zurück.
Als er eintrat und den Trunk am Nachttisch abstellte, schlug sie kurz die Augen auf. Noch bevor sie etwas sagen konnte sagte er leise doch bestimmt zu ihr:
"Du bleibst erstmal hier liegen und trinkst das." wobei er auf die dampfende Kanne deutete. "Und sollte ich dich ausserhalb des Bettes erwischen, bevor du wieder bei Kräften bist, versohl ich dir den Hintern. Hier bist du keine unbeugsame Hinrah, sondern nur Erinna und krank noch dazu." Besorgt sah er sie an und hoffte, dass sie es in ihrem Fieber verstanden hatte.
Den Vormittag überprüfte er die Erntebestände und sah immer wieder bei ihr rein. Die meiste Zeit schlief sie, doch sie hatte auch etwas getrunken. `Gut´, dachte er bei sich und blickte wieder zur Strasse. `Wenn doch nur Niathael endlich vorbeikommen würde´.
Doch nach den Tieren musste er sehen, die Tröge waren bestimmt leer und auch die Tränken wohl voller Heu.
Als er seine Kammer verliess, bemerkte er dass wohl irgendwer noch nachts auf den Feldern gearbeitet haben musste, was ihm durchaus recht war, so schlaftrunken wie er sich noch fühlte.
So ging er ins Haus die Futtersäcke zu holen, um den Tieren die Tröge zu füllen. Freudig begrüsste ihn der Hofhund den er sofort auf die Felder entliess damit er sich ein wenig austoben konnte.
Irgendwann würden die Tiere die gesamte Ernte des Hofes verschligen, dachte er bei sich, als er den Futtersack geschultert, zu den Ställen der Mustangs ging.
Hier drinnen war es angenehm warm und die Tiere schritten unruhig auf der Stelle als er das Tor öffnete. Sie wussten ja, was nun folgen würde.
Nur der Graue stand ruhig in seiner Box und hielt den Kopf gesenkt.
Achtlos liess er den Sack zu Boden gleiten um nach zu sehen, was ihm fehlte.
Und so fand er sie.
Zusammengekauert am Boden, am ganzen Körper zitternd vom Fieber, nur mässig mit Stroh bedeckt. Sie schlief, doch schien es ihm kein angenehmer Traum zu sein den sie träumen mochte.
Überrascht sah er den Grauen an und vermeinte einen leichten Vorwurf in seinen Augen zu sehen.
Warum war er nicht so früh wie sonst aufgestanden?
Tief beeindruckt von der Einfühlsamkeit des sonst so wilden und tempramentvollen Tieres, das wohl die ganze Nacht ruhig auf der Stelle gestanden haben musste um die Schlafende nicht zu verletzen, hob er sie auf.
Wie ein kleines Kind umklammerte sie ihre Tasche und liess nicht los, so dass er sie samt Habe aus der Box trug. Leise bedankte er sich bei dem Grauen der die Nacht über sie gewacht hatte und versprach ihm, sich um sie zu kümmern, was jener mit einem leichten und vielleicht noch immer vorwurfsvollen Schnauben quitierte.
Zu seiner Kammer waren es nur ein paar Schritte, die Tür stiess er mit dem Fuss auf.
Sacht legte er sie auf sein Bett und deckte sie zu, richtig wach schien sie nicht geworden zu sein.
Kurz überlegend was zu tun sei, sah er auf sie herab. Sie hatte sich unter die Decke geschmiegt und ihm den Rücken zugewand. Auch wenn sie noch all ihre Sachen anhatte, es war erstmal besser als im Stall. Beim hinausgehen dachte er noch `Sie ist eine Hinrah...das wird sie schon überstehen´.
Eilig setzte er in der Küche Wasser auf um einen Kräutertrunk zu brühen. Sie würde sicher etwas kräftigendes brauchen, wenn sie erwachte. So schob er einen weiteren Topf auf den Ofen für eine Brühe.
Die Brühe konnte den ganzen Tag ziehen, sie sollte ja gehaltvoll werden, doch den Kräutersud trug er so bald er fertig war in die Stube zurück.
Als er eintrat und den Trunk am Nachttisch abstellte, schlug sie kurz die Augen auf. Noch bevor sie etwas sagen konnte sagte er leise doch bestimmt zu ihr:
"Du bleibst erstmal hier liegen und trinkst das." wobei er auf die dampfende Kanne deutete. "Und sollte ich dich ausserhalb des Bettes erwischen, bevor du wieder bei Kräften bist, versohl ich dir den Hintern. Hier bist du keine unbeugsame Hinrah, sondern nur Erinna und krank noch dazu." Besorgt sah er sie an und hoffte, dass sie es in ihrem Fieber verstanden hatte.
Den Vormittag überprüfte er die Erntebestände und sah immer wieder bei ihr rein. Die meiste Zeit schlief sie, doch sie hatte auch etwas getrunken. `Gut´, dachte er bei sich und blickte wieder zur Strasse. `Wenn doch nur Niathael endlich vorbeikommen würde´.
-
Erinna Hinrah
Irgendwas von im Bett bleiben und Hintern versohlen hatte sie verstanden. Quälender Durst trieb sie dazu den Kräutersud bis zum Abend komplett leer zu trinken. Einen kurzen Moment war sie verwundert darüber das ein ihr doch noch recht fremder Mann sich um sie kümmerte. Die meiste Zeit des Tages schlief sie, wie ein Hund eingerollt, die Tasche an ihren Brustkorb und Bauch gedrückt. Das einzige mal wo sie sich aus dem Bett schleppte war um in die Hinterste Ecke des weitläufigen Hofes zu gehen. Trinken fordert ja schliesslich die Blase.
Bevor sie jedemal wieder einschlief lauschte sie kurz den Geräuschen des Hofes und nach den Mustangs die ja direkt nebenan waren. Irgendwann schaffte sie es als Silwen nicht im Raum war sich den schweren Kaninchenfellumhang auszuziehen und die beschlagene Rüsstung. Tief kuschelte sie sich dann wieder unter die Decke, das erstemal im Leben das sie erstmal keinen Unterschied zwischen Bett und Felle machte. Wäre sie fitter hätte sie sich garantiert auf den Boden zusammengerollt und ihren Umhang als Decke verwendet.
Gegen Abend setzte sie sich mit dröhnenden Kopf etwas aufrecht und blickte sich das erstemal im Zimmer um. Sie hörte wie Silwen Leanne berichtete das sie krank war und das man auf Nia wartete. Julia wurde auch in Kenntniss gesetzt. Mit Julia hatte Erinna gestern noch gesprochen und ihr erklärt wieso sie bei Leanne auf dem Hof war. Normal war sie abgehärtet und wurde nicht so leicht krank, doch die Sehnsucht in ihrem Herzen nach dem Clan war wohl mit daran Schuld das sie krank geworden war. Sicher sie durfte jederzeit in Grimwould sein, es war ihr niemals verboten worden in den zwei Monden auch in Grimwould zu leben, sie hatte lediglich die Chance bekommen ihren Weg zu finden und sich die Hörner abzustossen. Sie selber fühlte sich durch die ganzen Ereignisse die in Grimwould passiert waren nicht bereit Momentan dort zu leben. Sie besuchte ihre Leute, das war klar, aber es waren nur kurze Momente in denen sie in Grimwould verweilte. Meistens nur um sich etwas neues zu Essen zu holen und kurz ihren Durst zu stillen.
Mit bernsteinfarbenden Augen, die ein feines schwarzes Muster aufwiesen, beobachtete sie eine Weile lang Silwen, der in dem Zimmer herumwuselte. Bevor sie wieder einschlief kam von ihren blassen trockenen Lippen ein leises "Danke" zu Silwen gerichtet.
Bevor sie jedemal wieder einschlief lauschte sie kurz den Geräuschen des Hofes und nach den Mustangs die ja direkt nebenan waren. Irgendwann schaffte sie es als Silwen nicht im Raum war sich den schweren Kaninchenfellumhang auszuziehen und die beschlagene Rüsstung. Tief kuschelte sie sich dann wieder unter die Decke, das erstemal im Leben das sie erstmal keinen Unterschied zwischen Bett und Felle machte. Wäre sie fitter hätte sie sich garantiert auf den Boden zusammengerollt und ihren Umhang als Decke verwendet.
Gegen Abend setzte sie sich mit dröhnenden Kopf etwas aufrecht und blickte sich das erstemal im Zimmer um. Sie hörte wie Silwen Leanne berichtete das sie krank war und das man auf Nia wartete. Julia wurde auch in Kenntniss gesetzt. Mit Julia hatte Erinna gestern noch gesprochen und ihr erklärt wieso sie bei Leanne auf dem Hof war. Normal war sie abgehärtet und wurde nicht so leicht krank, doch die Sehnsucht in ihrem Herzen nach dem Clan war wohl mit daran Schuld das sie krank geworden war. Sicher sie durfte jederzeit in Grimwould sein, es war ihr niemals verboten worden in den zwei Monden auch in Grimwould zu leben, sie hatte lediglich die Chance bekommen ihren Weg zu finden und sich die Hörner abzustossen. Sie selber fühlte sich durch die ganzen Ereignisse die in Grimwould passiert waren nicht bereit Momentan dort zu leben. Sie besuchte ihre Leute, das war klar, aber es waren nur kurze Momente in denen sie in Grimwould verweilte. Meistens nur um sich etwas neues zu Essen zu holen und kurz ihren Durst zu stillen.
Mit bernsteinfarbenden Augen, die ein feines schwarzes Muster aufwiesen, beobachtete sie eine Weile lang Silwen, der in dem Zimmer herumwuselte. Bevor sie wieder einschlief kam von ihren blassen trockenen Lippen ein leises "Danke" zu Silwen gerichtet.
-
Niathael Carrtha
Vorsichtig blinzelte Niathael, bevor er sich in dem groben Holzstuhl aufrichtete und um sich sah. Sofort wanderte seine rechte Hand in seinen Nacken, den Schmerz bis in die Lenden verfolgend. Wieder einmal hatte er sich dabei ertappt in der Hinterstube des Hofes eingeschlafen zu sein, mit einer Hand auf auf dem ranzigen Rezeptbüchlein zu seiner Linken und auf der andren den Kopf sicher bettend
"verdammter Gockel." entwich seinen Lippen, denen sonst kein böses Wort entwischte - erneut krähte der Hahn, und das Geräusch bohrte sich wie ein rostiger Nagel in seine Gehirnwindungen, ehe er sich dazu zwang mit festem Fingerdruck gegen seine Schläfen zu pressen.
Zielstrebig führte ihn sein Weg in leichten Schlangenlinien durch die Küche, ehe er die Tür zur Stube ächzend mit der Schulter aufdrückte und schlaftrunken den Raum betrat, wo ihn schon ein eifriger und geschäftiger Silwen erwartete, der ihn die neuesten Ereignisse berichtete.
"Ich werde nach ihr sehen - eventuell kann ich ihr mit einer Arznei helfen die ihre Selbstheilungskräfte etwas in Schwung bringt, aber zuerst sehe ich einmal nach ihr." versicherte der junge Mann mit verschlafener und ruhiger Tonlage, als er den Stuhl kraftlos zurück schob und den Raum in Richtung Silwen's Stube verließ.
Einen Augenzwinkern lang biß er sich nachdenklich auf die Lippen und sah sinnierend gen Himmel. Vorsichtig legte er ein Ohr an die Türe zu Silwen's Stube und horchte möglichen Stimm- oder Bewegungsgeräuschen - dann öffnete er sie einen Spalt weit und spähte zögerlich hindurch. Möglichst geräuscharm bemühte er sich die Tür hinter sich zu schließen und sein Blick fokusierte sich rasch auf das Bett - wo er nun mit kritschem und besorgtem Blick Erinna hinsichtlich ihrer Erscheinung, Hautfarbe musterte und ihren Atemgeräuschen prüfend lauschte. Sichtlich bemüht leise zu sein, blieb er im Raum stehen und hielt inne - während seine Hand nachdenklichen Blickes an sein Kinn wanderte - sodann wartete er auf ihr Erwachen.
"verdammter Gockel." entwich seinen Lippen, denen sonst kein böses Wort entwischte - erneut krähte der Hahn, und das Geräusch bohrte sich wie ein rostiger Nagel in seine Gehirnwindungen, ehe er sich dazu zwang mit festem Fingerdruck gegen seine Schläfen zu pressen.
Zielstrebig führte ihn sein Weg in leichten Schlangenlinien durch die Küche, ehe er die Tür zur Stube ächzend mit der Schulter aufdrückte und schlaftrunken den Raum betrat, wo ihn schon ein eifriger und geschäftiger Silwen erwartete, der ihn die neuesten Ereignisse berichtete.
"Ich werde nach ihr sehen - eventuell kann ich ihr mit einer Arznei helfen die ihre Selbstheilungskräfte etwas in Schwung bringt, aber zuerst sehe ich einmal nach ihr." versicherte der junge Mann mit verschlafener und ruhiger Tonlage, als er den Stuhl kraftlos zurück schob und den Raum in Richtung Silwen's Stube verließ.
Einen Augenzwinkern lang biß er sich nachdenklich auf die Lippen und sah sinnierend gen Himmel. Vorsichtig legte er ein Ohr an die Türe zu Silwen's Stube und horchte möglichen Stimm- oder Bewegungsgeräuschen - dann öffnete er sie einen Spalt weit und spähte zögerlich hindurch. Möglichst geräuscharm bemühte er sich die Tür hinter sich zu schließen und sein Blick fokusierte sich rasch auf das Bett - wo er nun mit kritschem und besorgtem Blick Erinna hinsichtlich ihrer Erscheinung, Hautfarbe musterte und ihren Atemgeräuschen prüfend lauschte. Sichtlich bemüht leise zu sein, blieb er im Raum stehen und hielt inne - während seine Hand nachdenklichen Blickes an sein Kinn wanderte - sodann wartete er auf ihr Erwachen.
-
Erinna Hinrah
Wach lag sie da und führte leise Selbstgespräche, dabei die Decke anblickend, als gäbe es da etwas besonderes. Schnell und schwer ging ihr Atem dabei und ihr von Natur her blasses Gesicht war Schweissnass. Wenn man genau zuhörte konnte man erkennen das sie wohl eine Geschichte erzählte und dabei oftmals so sprach als spräche sie mit dem Rest des Clans.
Irgendwann wendete sie ihren Blick von der Decke zu Nia und musterte ihn kritisch, als sähe er in ihren Augen nicht wie sonst aus. Ein feines Lächeln umspielte ihre blassen Lippen dabei und als hätte sie genug geschaut und geplappert schlief sie einfach wieder ein. Durch das sie auf nackten Sohlen gelaufen war und nur dünn bekleidet war und dann noch die Nacht im strömenden Regen und Schneefall gearbeitet hatte ging das Fieber an einen Kritischen Punkt. Dennoch trank sie brav alles was man ihr an die Lippen setzte, nur Essen verweigerte sie mit regelrechten Wutausbrüchen. Vieles von dem was sie trank ging daneben, aber immerhin trank sie und ihr Durst schien dabei nicht wirklich eine Grenze zu haben.
War sie wach plapperte sie wirren Zeug vor sich her, schlief sie lag sie blass und still da und schwitzte. Die Mustangs nebenan waren ungewöhnlich still, fast als wollten sie ihren Schlaf nicht stören. Der Graue lies gar seinen Kopf hängen und frass nur sehr wenig. Erinna hatte schon immer einen Hang zu Tieren. Sie liebte jene als wenn sie zu ihrer Familie gehörten und das spürten die Tiere. Zärtlich streichelte sie jedes Tier immer das ihr über weg lief, manchesmal hatte sie einen kleinen Leckerbissen dabei. Kein Tier wurde jemals von ihr geschlagen oder gar angeschrien. Sie liess jedem Tier seine Freiheit, zwang niemals ein Tier ihr zu folgen wenn es das nicht wollte.
Sicher gab es auch Tiere die Erinna lieber zerfetzten als sich von ihr anfassen zu lassen, oder sie gingen ihr aus dem Weg, sie lächelte darüber nur jedesmal und liess sie dann in Ruhe. Sie wusste ja von sich selber wie sehr sie die Freiheit, den Wind und den Wald liebte und sie selber mochte ja auch nicht von jedem angefasst werden, insofern verstand sie die Tiere vollkommen. Ein Tier, das wusste Erinna, belog nie, es war treu oder eben nicht, und ein Tier trug keine Maske hinter der es sich versteckte.
Irgendwann Nachts fiehl ihr die Tasche herunter und wenn man reinsah konnte man gut sehen das es nicht ihre eigenen Dinge waren darin. Vieles war bei weitem zu gross, oder passte nicht zu dem was sie als Schüztin verkörperte. Vielmehr konnte man aber erkennen das jene Dinge ihr wie ein Schatz waren, für sie symbolisch sehr wichtig.
Irgendwann wendete sie ihren Blick von der Decke zu Nia und musterte ihn kritisch, als sähe er in ihren Augen nicht wie sonst aus. Ein feines Lächeln umspielte ihre blassen Lippen dabei und als hätte sie genug geschaut und geplappert schlief sie einfach wieder ein. Durch das sie auf nackten Sohlen gelaufen war und nur dünn bekleidet war und dann noch die Nacht im strömenden Regen und Schneefall gearbeitet hatte ging das Fieber an einen Kritischen Punkt. Dennoch trank sie brav alles was man ihr an die Lippen setzte, nur Essen verweigerte sie mit regelrechten Wutausbrüchen. Vieles von dem was sie trank ging daneben, aber immerhin trank sie und ihr Durst schien dabei nicht wirklich eine Grenze zu haben.
War sie wach plapperte sie wirren Zeug vor sich her, schlief sie lag sie blass und still da und schwitzte. Die Mustangs nebenan waren ungewöhnlich still, fast als wollten sie ihren Schlaf nicht stören. Der Graue lies gar seinen Kopf hängen und frass nur sehr wenig. Erinna hatte schon immer einen Hang zu Tieren. Sie liebte jene als wenn sie zu ihrer Familie gehörten und das spürten die Tiere. Zärtlich streichelte sie jedes Tier immer das ihr über weg lief, manchesmal hatte sie einen kleinen Leckerbissen dabei. Kein Tier wurde jemals von ihr geschlagen oder gar angeschrien. Sie liess jedem Tier seine Freiheit, zwang niemals ein Tier ihr zu folgen wenn es das nicht wollte.
Sicher gab es auch Tiere die Erinna lieber zerfetzten als sich von ihr anfassen zu lassen, oder sie gingen ihr aus dem Weg, sie lächelte darüber nur jedesmal und liess sie dann in Ruhe. Sie wusste ja von sich selber wie sehr sie die Freiheit, den Wind und den Wald liebte und sie selber mochte ja auch nicht von jedem angefasst werden, insofern verstand sie die Tiere vollkommen. Ein Tier, das wusste Erinna, belog nie, es war treu oder eben nicht, und ein Tier trug keine Maske hinter der es sich versteckte.
Irgendwann Nachts fiehl ihr die Tasche herunter und wenn man reinsah konnte man gut sehen das es nicht ihre eigenen Dinge waren darin. Vieles war bei weitem zu gross, oder passte nicht zu dem was sie als Schüztin verkörperte. Vielmehr konnte man aber erkennen das jene Dinge ihr wie ein Schatz waren, für sie symbolisch sehr wichtig.
-
Niathael Carrtha
Langsam und über die Fersen abrollend um möglichst keinen Krach zu machen ging der junge Mann näher auf das Bett zu. Mit einem vorsichtigen Handgriff zog er einen Hocker heran und nahm neben Erinna Platz. Flink und mit kaum hörbarem Rascheln ließ er die pralle Überwurftasche zu Boden gleiten und öffnete die ledernen Riemen derer. Rasch zog er ein reinweißes Baumwolltuch hervor, das er wie eine Picknickdecke auf den Fußboden neben sich legte und zügig ettliche Utensilien darauf ausbreitete.
"Erschreckt bi-bitte Nicht." wisperte er so leise, das es Erinna eventuell gar nicht hätte hören können - darauf hin legte er ihr sanft aber bestimmt seine Hand auf die Stirne um sich von der deutlich erhöhten Temperatur sensorisch zu überzeugen.
Sein Blick war prüfend, seine Stirn skeptisch gerunzelt und ein leises nachdenkliches Summen schien auf ihn selbst sehr beruhigend zu wirken. Routiniert dabei wirkend, nahm er eine kleine, handflächengroße Keramikschale und legte sie auf seinen Oberschenkel, ehe er ein paar Inkredenzien darin begann zu zerkleinern. Darunter Etwas das aussah wie ein Stück trockene Rinde eines so nicht differenzierbaren Baumes, eine Art Kleeblatt und das eher bekannte Ginsengkraut. Mit einem reibenden, nahezu taktvollen Geräusch zerrieb er die Inkredenzien in eine pulverisierte Konsitenz und erhob sich, um nach einigen Minuten mit einer Kanne kochendem Wasser wieder zu kommen. Behutsam goß er die eben vorbereiteten Kräuter auf und ließ das süßlich duftende Gesöff einige Minuten lang ziehen, während er vorsichtig versuchte der noch Schlafenden das schweissnasse Gesicht mit einem feuchtkühlen, reinlichen Lappen abzutupfen.
Dann wartete er mit unsicherem Lächeln auf ihre Reaktion und bot ihr erklärend, das dies fiebersenkend, hustenreizstillend wirken würde eine Tasse an. Außerdem solle sie viel Wasser dazu trinken, um das Fieber aus ihrem Körper zu jagen, meinte er mit einem gutmütig, sehr ehrlich wirkenden und gewohnt verschüchterten Lächeln.
"Erschreckt bi-bitte Nicht." wisperte er so leise, das es Erinna eventuell gar nicht hätte hören können - darauf hin legte er ihr sanft aber bestimmt seine Hand auf die Stirne um sich von der deutlich erhöhten Temperatur sensorisch zu überzeugen.
Sein Blick war prüfend, seine Stirn skeptisch gerunzelt und ein leises nachdenkliches Summen schien auf ihn selbst sehr beruhigend zu wirken. Routiniert dabei wirkend, nahm er eine kleine, handflächengroße Keramikschale und legte sie auf seinen Oberschenkel, ehe er ein paar Inkredenzien darin begann zu zerkleinern. Darunter Etwas das aussah wie ein Stück trockene Rinde eines so nicht differenzierbaren Baumes, eine Art Kleeblatt und das eher bekannte Ginsengkraut. Mit einem reibenden, nahezu taktvollen Geräusch zerrieb er die Inkredenzien in eine pulverisierte Konsitenz und erhob sich, um nach einigen Minuten mit einer Kanne kochendem Wasser wieder zu kommen. Behutsam goß er die eben vorbereiteten Kräuter auf und ließ das süßlich duftende Gesöff einige Minuten lang ziehen, während er vorsichtig versuchte der noch Schlafenden das schweissnasse Gesicht mit einem feuchtkühlen, reinlichen Lappen abzutupfen.
Dann wartete er mit unsicherem Lächeln auf ihre Reaktion und bot ihr erklärend, das dies fiebersenkend, hustenreizstillend wirken würde eine Tasse an. Außerdem solle sie viel Wasser dazu trinken, um das Fieber aus ihrem Körper zu jagen, meinte er mit einem gutmütig, sehr ehrlich wirkenden und gewohnt verschüchterten Lächeln.
-
Erinna Hinrah
Am Morgen war sie wach gewesen, sie fühlte sich elendig, aber noch elendiger vom Rücken her im Bett. Leise war sie schleppend in den Wohnraum gewandert als sie von dort Stimmen gehört hatte und sich neben Silwen auf den Stuhl plumsen lassen und sich dösig an ihn gelehnt.
Sie fühlte sich als würde man ihr unmengen an gefüllte Säcke auf den Körper legen, schwer, matt, wie ein nasser Sack. Eine Weile unterhielt sie sich mit Silwen, so gut sie heiser und krächzig reden konnte. Irgendwann gegen Mittag tapste sie ohne murren, zetern oder betteln wieder in Silwens Bett und schlief sofort wieder ein. Silwen holte noch ihr Pferd, das bei Shaja angebunden stand und Erinna kurz vorher mit riesigem Schrecken einfiehl.
Wach wurde sie erst als irgendwas ihre Stirn berührte und sie fuhr mit einem Ruck hoch. Unsicher blickte sie sich um ehe sie zwischen einer Art Tunnel erstmal Nia entdeckte. Darüber doch erleichtert das es kein Fremder war sank sie wieder ins Kissen zurück. Ihr sonst so glänzendes Haar wirkte genauso wie ihre sonst wachsam strahlenden Augen einfach nur stumpf. Gierig trank sie was Nia ihr an die Lippen setzte. Nach wenigen Schlücken sank sie jedesmal wieder ins Kissen, erschöpft. Fieber und Schüttelffrost wechselten sich ab und immer wieder begann sie nach Caillean und Falk und Freia und Viola zu fragen. Vom Rest des Clans sprach sie wenn sie schlief und wirres Zeug träumte. Keinen einzigen vergass sie dabei. Am meisten jedoch fragte sie nach ihrer Mutter, das sie sie vermisse, ob sie nicht kommen würde, wo sie denn bliebe.
Sie fühlte sich als würde man ihr unmengen an gefüllte Säcke auf den Körper legen, schwer, matt, wie ein nasser Sack. Eine Weile unterhielt sie sich mit Silwen, so gut sie heiser und krächzig reden konnte. Irgendwann gegen Mittag tapste sie ohne murren, zetern oder betteln wieder in Silwens Bett und schlief sofort wieder ein. Silwen holte noch ihr Pferd, das bei Shaja angebunden stand und Erinna kurz vorher mit riesigem Schrecken einfiehl.
Wach wurde sie erst als irgendwas ihre Stirn berührte und sie fuhr mit einem Ruck hoch. Unsicher blickte sie sich um ehe sie zwischen einer Art Tunnel erstmal Nia entdeckte. Darüber doch erleichtert das es kein Fremder war sank sie wieder ins Kissen zurück. Ihr sonst so glänzendes Haar wirkte genauso wie ihre sonst wachsam strahlenden Augen einfach nur stumpf. Gierig trank sie was Nia ihr an die Lippen setzte. Nach wenigen Schlücken sank sie jedesmal wieder ins Kissen, erschöpft. Fieber und Schüttelffrost wechselten sich ab und immer wieder begann sie nach Caillean und Falk und Freia und Viola zu fragen. Vom Rest des Clans sprach sie wenn sie schlief und wirres Zeug träumte. Keinen einzigen vergass sie dabei. Am meisten jedoch fragte sie nach ihrer Mutter, das sie sie vermisse, ob sie nicht kommen würde, wo sie denn bliebe.
-
Silwen Hinnak
Die Arbeiten waren getan, fürs erste. Nur kurz gönnte ihm der Gutshof eine kleine Rast.
Er sah nach Erinna, die wieder fiebernd schlief. In der Stube nahm er eine kurze Mahlzeit zu sich. Der Duft von frisch gebackenem Brot, welcher von der Küche langsam durch das ganze Haus zog, hatte ihn hungrig gemacht.
Es war ausgesprochen freidlich heute, und so ging er in Gedanken die Geschehnisse des Tages nochmals durch.
Die Felder waren bestellt und die Tiere versorgt, er hatte eigentlich sein soll erfüllt.
Draussen hörte er Niathael zu Erinna über den Hof gehen. Er war froh, dass er nicht allein nach ihr sehen musste und Niathaels Kenntnisse in Kräuterkunde sowie sein Kenntnisse in Heilkunde beruhigten ihn. Allein wäre er wohl ein wenig in Panik geraten.
So aber atmete er auf und biss erneut einen grosses Stück des noch lauwarmen Brotes ab, dass er aus der Küche vom Auskühlrost am Fenster stibitzt hatte.
Da schrak er hoch.
Erinnas Pferd Anshi, hatte er nicht versprochen danach zu sehen?
Schnell fegte er die Krümel vom Tisch und steckte sich den restlichen Kanten zwischen die Zähne. Noch immer kauend kam er bei den Stallungen an.
Nachtwind würde einem scharfen Ritt nicht abgeneigt sein, so selten wie er ihn bewegte. So schwang er sich auf seinen Rücken und warf dem Grauen, der noch immer völlig ruhig in seiner Box stand, einen besorgten Blick zu. Seltsam benahm er sich schon... fast schien es ihm als würde das Tier den Geschehnissen im Raum nebenan lauschen.
Doch nun galt es keine Zeit zu verlieren, schliesslich musste er zum Strand. Irgendwo dort, hatte sie am morgen, noch immer vom Fieber gezeichnet, erzählt, sei ihr treues Tier.
Der Ausritt tat ihm gut und der kalte Wind im Gesicht weckte seine Lebensgeister. Überraschend fand er Anshi an der Stelle, die Erinna ihm beschrieben. Ohne Wiederstand zu leisten liess sich das Tier von ihm nach Hause führen, wo er es erstmal auf die Weide brachte.
Trockengerieben stellte er Nachtwind in die Box des Grauen, was dieser ohne zu murren akzeptierte und dafür wieder von ihm einen verwunderten Blick erntete.
Ein kurzer Kontrollgang über den Hof, endete in seiner Stube, wo Erinna schlief. Niathael hatte wohl dafür gesorgt dass sie etwas ruhiger atmen konnte.
Erst glaubte er, der Heiler hätte seine Tasche neben dem Bett stehen gelassen, doch so unordentlich und vergesslich konnte er nicht sein. Nein.
Sorgsam sammelte er die Gegenstände wieder ein, die herausgekullert waren und tat sie zurück. Es war die Tasche die Erinna die Tage so krampfhaft im Arm gehalten hatte. Sie musste ihr entglitten sein. Er verschnürte sie gut und legte das Bündel neben sie auf das Kissen. Wenn sie aufwachte würde sie sie gleich sehen, dachte er sich, und nicht erst lange nach ihr suchen müssen.
Obwohl sie ruhig atmete, hatte das Fieber sie doch im Griff. Sie rief nach ihrer Mutter, jedenfalls glaubte er das.
Auf leisen Sohlen verliess er die Stube wieder.
Sollte er sich zu diesen Nebel..wasauchimmer aufmachen?
Ihren Verwandten bescheid geben wo sie war? Wie es ihr ging?
Die Arbeiten am Hof holten ihn wieder ein. Vorbei die Ruhe.
Es galt noch Besorgungen zu machen, Werkzeug und einige Fässer wurden benötigt.
Niathael war ja da, er würde nach ihr sehen.
Erst spät kam er zurück. Der Hof war dunkel, schliefen alle schon? Das erworbene Handwerkszeug verstaute er sorgsam, sollte ja erstmal wieder eine Weile reichen, und brachte sein Tier auf die Weide. Im halbdunkel zählte er noch eben die Pferde
... moment
... fehlte nicht eines?
Ja, Anshi war nicht hier. Verflucht!
Hatte die Göre sich davongestohlen? War ihre Sehnsucht nach ihren Lieben so gross, dass sie trotz Fieber, den weiten Ritt in den Norden gewagt hatte?
Ein kurzer Blick in seine Kammer offenbarte, das Bett war leer.
Sich Vorwürfe machend, nicht gleich ihren Clan von ihrem Zustand in Kenntnis gesetzt zu haben, ging er in den Stall um sich schlafen zu legen. Heute Nacht würde er sie nicht mehr finden können.
Unruhig, sich im Stroh hin und her wälzend, schlief er schliesslich ein.
Er sah nach Erinna, die wieder fiebernd schlief. In der Stube nahm er eine kurze Mahlzeit zu sich. Der Duft von frisch gebackenem Brot, welcher von der Küche langsam durch das ganze Haus zog, hatte ihn hungrig gemacht.
Es war ausgesprochen freidlich heute, und so ging er in Gedanken die Geschehnisse des Tages nochmals durch.
Die Felder waren bestellt und die Tiere versorgt, er hatte eigentlich sein soll erfüllt.
Draussen hörte er Niathael zu Erinna über den Hof gehen. Er war froh, dass er nicht allein nach ihr sehen musste und Niathaels Kenntnisse in Kräuterkunde sowie sein Kenntnisse in Heilkunde beruhigten ihn. Allein wäre er wohl ein wenig in Panik geraten.
So aber atmete er auf und biss erneut einen grosses Stück des noch lauwarmen Brotes ab, dass er aus der Küche vom Auskühlrost am Fenster stibitzt hatte.
Da schrak er hoch.
Erinnas Pferd Anshi, hatte er nicht versprochen danach zu sehen?
Schnell fegte er die Krümel vom Tisch und steckte sich den restlichen Kanten zwischen die Zähne. Noch immer kauend kam er bei den Stallungen an.
Nachtwind würde einem scharfen Ritt nicht abgeneigt sein, so selten wie er ihn bewegte. So schwang er sich auf seinen Rücken und warf dem Grauen, der noch immer völlig ruhig in seiner Box stand, einen besorgten Blick zu. Seltsam benahm er sich schon... fast schien es ihm als würde das Tier den Geschehnissen im Raum nebenan lauschen.
Doch nun galt es keine Zeit zu verlieren, schliesslich musste er zum Strand. Irgendwo dort, hatte sie am morgen, noch immer vom Fieber gezeichnet, erzählt, sei ihr treues Tier.
Der Ausritt tat ihm gut und der kalte Wind im Gesicht weckte seine Lebensgeister. Überraschend fand er Anshi an der Stelle, die Erinna ihm beschrieben. Ohne Wiederstand zu leisten liess sich das Tier von ihm nach Hause führen, wo er es erstmal auf die Weide brachte.
Trockengerieben stellte er Nachtwind in die Box des Grauen, was dieser ohne zu murren akzeptierte und dafür wieder von ihm einen verwunderten Blick erntete.
Ein kurzer Kontrollgang über den Hof, endete in seiner Stube, wo Erinna schlief. Niathael hatte wohl dafür gesorgt dass sie etwas ruhiger atmen konnte.
Erst glaubte er, der Heiler hätte seine Tasche neben dem Bett stehen gelassen, doch so unordentlich und vergesslich konnte er nicht sein. Nein.
Sorgsam sammelte er die Gegenstände wieder ein, die herausgekullert waren und tat sie zurück. Es war die Tasche die Erinna die Tage so krampfhaft im Arm gehalten hatte. Sie musste ihr entglitten sein. Er verschnürte sie gut und legte das Bündel neben sie auf das Kissen. Wenn sie aufwachte würde sie sie gleich sehen, dachte er sich, und nicht erst lange nach ihr suchen müssen.
Obwohl sie ruhig atmete, hatte das Fieber sie doch im Griff. Sie rief nach ihrer Mutter, jedenfalls glaubte er das.
Auf leisen Sohlen verliess er die Stube wieder.
Sollte er sich zu diesen Nebel..wasauchimmer aufmachen?
Ihren Verwandten bescheid geben wo sie war? Wie es ihr ging?
Die Arbeiten am Hof holten ihn wieder ein. Vorbei die Ruhe.
Es galt noch Besorgungen zu machen, Werkzeug und einige Fässer wurden benötigt.
Niathael war ja da, er würde nach ihr sehen.
Erst spät kam er zurück. Der Hof war dunkel, schliefen alle schon? Das erworbene Handwerkszeug verstaute er sorgsam, sollte ja erstmal wieder eine Weile reichen, und brachte sein Tier auf die Weide. Im halbdunkel zählte er noch eben die Pferde
... moment
... fehlte nicht eines?
Ja, Anshi war nicht hier. Verflucht!
Hatte die Göre sich davongestohlen? War ihre Sehnsucht nach ihren Lieben so gross, dass sie trotz Fieber, den weiten Ritt in den Norden gewagt hatte?
Ein kurzer Blick in seine Kammer offenbarte, das Bett war leer.
Sich Vorwürfe machend, nicht gleich ihren Clan von ihrem Zustand in Kenntnis gesetzt zu haben, ging er in den Stall um sich schlafen zu legen. Heute Nacht würde er sie nicht mehr finden können.
Unruhig, sich im Stroh hin und her wälzend, schlief er schliesslich ein.