Als das Mondlicht die letzten Ruhestätte traf und der Schrei der Eule verging brach vielerorts die Erde auf. In Scharen kamen sie aus den Gräbern. Erst waren es nur einzelne Hände die durch die Erde stießen, gefolgt von modrigen Leibern. Das faulige Fleisch noch an den Knochen, folgten sie seinem Ruf, dem Ruf sich zu formieren. An jenen Wegen die sie passierten hinterließen sie den Gestank des Todes. Blumen verdorrten als die Kreaturen vorüber zogen, Sträucher verwelkten, selbst an den Bäumen starben, jetzt mitten im Sommer, die Blätter ab.
Zur gleichen Zeit:
Weit draußen auf dem Meer war die See wild und rau.
Ein unerbittlicher Sturm tobte, peitschte die Wellen meterhoch und ließ die Gicht den nächtlichen Himmel noch zusätzlich verdunkeln. Wie eine Nussschale wurde die kleine Handelskogge hin und her gewirbelt. Die kleine Besatzung kämpfte gegen den tosenden Wind, versuchte die Taggelage zu retten und das Schiff so sicher wie möglich durch die Wellenberge zu manövrieren. Doch die ganzen Anstrengungen sahen aussichtslos aus. In dem Moment als die 10 köpfige Mannschaft einen Hoffnungsschimmer sah, setzte zusätzlich ein Gewitter ein. Unheilvoll angekündigt von einem dunklen Grollen kam es sehr schnell näher. Das kleine Schiff war nur kurze Zeit später im Zentrum des Geschehens.
Gerade einem Wellental entflohen, befand sich die Kogge auch schon auf einem Wellenkamm der sie in die Höhe trieb. Noch ehe sie wieder bergab geschoben wurde geschah es. Ein mächtiger Blitz, der die Nacht taghell werden ließ, schlug in den Mast ein, riss ihn auseinander und ließ ihn krachend aufs Schiffsdeck kippen. Von der Wucht rissen Teile der Planken auseinander und hinterließen ein tiefes Loch auf Deck. Ein gefundenes Fressen für die Wellen. Es dauerte nur wenige Lidschläge bis die Handelskogge mit der Besatzung in die Tiefe sank.
Doch auch wenn die Menschen dem Sturm entkamen, ihre Seelen sollten dennoch keine Ruhe mehr finden.
Unerbittlich [Q]
- Neroith
- Beiträge: 708
- Registriert: Freitag 31. Oktober 2008, 04:44
Er hatte seine Brüder und Schwestern sammeln können. Geschlossen
standen sie nun um den gerade erst entstandenen Ritualkreis in einer
küstennahmen Waldlichtung. In der Ferne zuckten die Blitze und wer
erfahrenen Auges war, wusste dass die See heute Nacht keine Liebe und
Zuflucht für ihn bereit hielt. Die alten Seebären hatten sich schon vor
Stunden in den Tavernen eingefunden, versoffen und verhurten ihre schwer
verdiente Heuer. Würden es nicht wagen in ein solches Getose aus Wind
und Wasser zu stechen.
Neroith ließ die ersten Essenzen in die Ritualschüssel fallen.
Die entwendete Augenklappe und Pfeife eines verstorbenen Piraten.
"Kommet alle zu mir, ihr denen die See zum unfreiwilligen Grabe
wurde."
Tief unten am Meeresboden, verborgen von eines jeden Menschen Blick
begann es zu scharben und knartschen als knöcherne Hände verwitterte
Holzplanken bei Seite schoben und den Ruf erhörten.
Der Berobte sprach weiter seine unheilverheißenden Worte und ließ ein
altes Schmiedewerk zu den übrigen Utensilien kommen.
"Ihr tapferen Soldaten deren Schiff vom Meere verschlungen wurde, ich
rufe euch aus eurem nassen Grabe und gebe euch ein Schlachtfeld dafür"
Knirschend begannen unwirkliche Leiber aus einem Wrack zu steigen. In
modrigem Rüstwerk und mit rostiger Klinge.
Dann hob er seinen Ritaldoch und schnitt eine Wunde in seine linke Hand.
Das Blut, sich in einem feinen Rinnsal bündelt, tropfte in die Schüssel
"Und kommet auch ihr aus den Fluten, denen der tosende Sturm alle
Hoffnung nahm. Euch will der Jünger des Erlösers wieder trockenen Boden
unter den Füßen geben." Und Jene armen Seelen die schon ihren Weg in
die Ewigkeit begehen wollten, zwangen sich zu neuer Kraft.
Mit seinen Brüdern und Schwestern vereint sprach Neroith nun zu ihrem
Meister. Sie baten um die Gunst und den weckenden Ruf der den Tod
zu beseelen vermochte. Und der Rabenherr folgte ihrer Anrufung.
[img]http://www.coronacomingattractions.com/sites/default/files/news/demeter_artwork.jpg[/img]
standen sie nun um den gerade erst entstandenen Ritualkreis in einer
küstennahmen Waldlichtung. In der Ferne zuckten die Blitze und wer
erfahrenen Auges war, wusste dass die See heute Nacht keine Liebe und
Zuflucht für ihn bereit hielt. Die alten Seebären hatten sich schon vor
Stunden in den Tavernen eingefunden, versoffen und verhurten ihre schwer
verdiente Heuer. Würden es nicht wagen in ein solches Getose aus Wind
und Wasser zu stechen.
Neroith ließ die ersten Essenzen in die Ritualschüssel fallen.
Die entwendete Augenklappe und Pfeife eines verstorbenen Piraten.
"Kommet alle zu mir, ihr denen die See zum unfreiwilligen Grabe
wurde."
Tief unten am Meeresboden, verborgen von eines jeden Menschen Blick
begann es zu scharben und knartschen als knöcherne Hände verwitterte
Holzplanken bei Seite schoben und den Ruf erhörten.
Der Berobte sprach weiter seine unheilverheißenden Worte und ließ ein
altes Schmiedewerk zu den übrigen Utensilien kommen.
"Ihr tapferen Soldaten deren Schiff vom Meere verschlungen wurde, ich
rufe euch aus eurem nassen Grabe und gebe euch ein Schlachtfeld dafür"
Knirschend begannen unwirkliche Leiber aus einem Wrack zu steigen. In
modrigem Rüstwerk und mit rostiger Klinge.
Dann hob er seinen Ritaldoch und schnitt eine Wunde in seine linke Hand.
Das Blut, sich in einem feinen Rinnsal bündelt, tropfte in die Schüssel
"Und kommet auch ihr aus den Fluten, denen der tosende Sturm alle
Hoffnung nahm. Euch will der Jünger des Erlösers wieder trockenen Boden
unter den Füßen geben." Und Jene armen Seelen die schon ihren Weg in
die Ewigkeit begehen wollten, zwangen sich zu neuer Kraft.
Mit seinen Brüdern und Schwestern vereint sprach Neroith nun zu ihrem
Meister. Sie baten um die Gunst und den weckenden Ruf der den Tod
zu beseelen vermochte. Und der Rabenherr folgte ihrer Anrufung.
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Zuletzt geändert von Neroith am Donnerstag 30. Juni 2011, 08:46, insgesamt 3-mal geändert.
btw. : Ruhm und Ehre der Eisenwart!
[img]http://i44.tinypic.com/10dse4n.jpg[/img]
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- Neroith
- Beiträge: 708
- Registriert: Freitag 31. Oktober 2008, 04:44
Die See grollte wie ein garstiger Zwerg und peitschte die Küsten.
Wassermassen schossen das Festland verspottend hinauf und machten im
Niedergang der Gischt klar, wer die Strände beherrschte. Doch da gab es
etwas, das im vollem Trotze zu den Naturgewalten sich seinen Weg bahnte.
Zuerst waren es nur dunkle Schatten die unter dem Meeresspiegel zu
wachsen schienen. Doch dann zeigte sich das Grauen. Leiber; einige durch
das Salzige Wasser bis auf die Knochen abgenagt, andere mit Fetzen
wässrigem Fleisches bekleidet. Eine Schaar Untoter mit Schild und Sebel
bewaffnet und im militärischen Schritt marschierend. Sich vor der Küste
sammelnd und nun nach und nach aus dem Nass hervorströmend.
Diabolisches Gelächter kehlte aus dem Munde Neroiths. Seine Armee im
Namen Krathors fand sich zur Heeresschau.
"Folgt mir Verschlungene des Meeres. Folgt mir rasch. Die Legion des
Erlösers erwartet eure Ankunft."
Und so taten sie. Dem Jünger des Erlösers folgend und im Geleite der
Dienerschaft, zog das feuchte Heer gen Varuna. Der einst prachtvollen
Hauptstadt und nun Baracke des Todes
[img]http://www.dieletztenhelden.com/img/bild_Untote-Armee_1e08_b.jpg[/img]
Wassermassen schossen das Festland verspottend hinauf und machten im
Niedergang der Gischt klar, wer die Strände beherrschte. Doch da gab es
etwas, das im vollem Trotze zu den Naturgewalten sich seinen Weg bahnte.
Zuerst waren es nur dunkle Schatten die unter dem Meeresspiegel zu
wachsen schienen. Doch dann zeigte sich das Grauen. Leiber; einige durch
das Salzige Wasser bis auf die Knochen abgenagt, andere mit Fetzen
wässrigem Fleisches bekleidet. Eine Schaar Untoter mit Schild und Sebel
bewaffnet und im militärischen Schritt marschierend. Sich vor der Küste
sammelnd und nun nach und nach aus dem Nass hervorströmend.
Diabolisches Gelächter kehlte aus dem Munde Neroiths. Seine Armee im
Namen Krathors fand sich zur Heeresschau.
"Folgt mir Verschlungene des Meeres. Folgt mir rasch. Die Legion des
Erlösers erwartet eure Ankunft."
Und so taten sie. Dem Jünger des Erlösers folgend und im Geleite der
Dienerschaft, zog das feuchte Heer gen Varuna. Der einst prachtvollen
Hauptstadt und nun Baracke des Todes
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Zuletzt geändert von Neroith am Sonntag 3. Juli 2011, 18:44, insgesamt 3-mal geändert.
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