Nachrichten aus der Wüste

Moderator: Menekaner [Mod]

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Der Erzähler

Nachrichten aus der Wüste

Beitrag von Der Erzähler »

Es ist der 11. Tag des Monats Eluviar im Jahre 254 und es ist ein besonderer Tag.


Haady Masari, seines Zeichens treuer Streiter unter dem Erhabenen, Rashad aus dem Blute der Omar, seufzt leise auf. Langsam zieht er sich das Halstuch, welches ihn auf dem Weg durch die Wüste vor Sand und Staub geschützt hat, vom Gesicht und befreit seine Rüstung klopfend von groben Krusten. "Bereit?", fragt er sich selbst und schüttelt den Kopf. Nein, im Gegenteil. Für eine solche Aufgabe kann und will er nicht bereit sein.


Es ist der 11. Tag des Monats Eluviar im Jahre 254 und es ist ein schwarzer Tag.


Haady Masari hebt die Faust in die Luft um sie salutierend auf die Brust niederzuschlagen. Die Wachen des Palastes lassen ihm ein Nicken zuteil werden, woraufhin er ihnen ein gesiegeltes Schreiben sowie ein Schatulle übergibt. Als er sich wieder abwendet, ist ihm übel und ein bitterer Geschmack hat sich in seinem trockenen Mund ausgebreitet.


Gegrüsst seid ihr, oh mein Emir!
Gesegneter der Gesegneten, Gepriesener der gepriesenen, strahlendes Licht Menek'urs,

ich, Kamjal aus dem Haus Yazir, Statthalter Eures bescheidenen Karawanendorfs im Westen der Wüste, muss euch traurige Kunde mitteilen:

Vor vier Monden haben wir einen Eurer Getreuen in der Wüste aufgefunden, sein Leib geschunden vom Kampf. Um ihn herum die Überreste eines Räuberlagers sowie einige tote Unholde, die der wachsame Kämpfer Eures Reiches niedergestreckt hat.

Wir nahmen seinen Körper mit uns, salbten ihn und bereiteten ihn auf die letzte Ruhe vor. Doch leider gelang es uns nicht seinen Namen herauszufinden. Das Einzige was uns etwas über ihn verriet, war der Umhang Eurer Stadtgarde, ein Ehering wie auch ein Amulett.

Erst jetzt, Wochen später als eine Handelskarawane an unserem Stützpunkt vorbei kam, gelang es uns anhand eines Bildnisses dem unbekannten wackeren Streiter einen Namen zu geben. Es handelt sich um Fareed Shihab aus dem Hause der Masari.

Wir versichern Euch, oh Erhabener, dass wir Eurem Wüstensohn alle Ehren eines treuen Kriegers zuteil haben werden lassen und ihn im Mausoleum unseres Tempels beigesetzt haben.

Bei den Halunken in der Wüste handelte es sich um eine uns bekannte Räuberbande, die schon öfters in unserem Gebiet für Unruhe gesorgt hat. Doch sei Euch zugesichert, dass wir mittlerweile alle Mitglieder dieser Bande dingfest machen konnten und sie ihrer gerechten Strafe zugeführt wurden, ganz so wie es die heiligen Gesetze verkünden.

Anbei lasse ich Euch jenen Umhang, Ehering und Amulett überbringen, so dass Ihr sie den Hinterbliebenen aushändigen könnt, so Ihr es für rechtens haltet.

Möge Ruhe und Wasser Euch im Glanz der Mutter immer gegeben sein.

Euch ergeben in ewiger Treue.

Kamjal Yazir
Statthalter zu Isbanaldur



Es ist der 11. Tag des Monats Eluviar im Jahre 254 .....


.... es ist der Tag, an dem der tapfere Krieger Fareed Shihab Masari seine letzte Ruhe findet.
.... es ist der Tag, an dem der ehrbare Diener Fareed Shihab Masari zurück in den Schoß der Mutter kehrt.

.... es ist der Tag, an dem die Menekaner einen geliebten Ehemann und Vater, verehrten Bruder, Cousin und Großcousin und geschätzten Kameraden, Freund und Gefährten verlieren.


Es ist der 11. Tag des Monats Eluviar im Jahre 254 und ein Volk muss Abschied nehmen.
Rashad Ameer Omar

Beitrag von Rashad Ameer Omar »

Ein Bote überbringt eine Nachricht aus dem Palast an Nazeeya. Der Brief ist recht einfach gehalten, wie es üblich ist für Rashad. Doch dieser hier wird von einem schwarzen Band gehalten und ist mit dem Siegel der Omar versehen.


Salam Aleikum Nazeeya.

Leider bin ich es nun, der Dir traurige Kunde übersenden muß. Wenngleich ich nicht selten von dem Auffahren geliebter Menschen an die Seite der Schöpferin berichtet bekomme, so ist es heute besonders schmerzhaft.
Mein getreuer Freund, Dein geliebter Mann, ist von uns gegangen.
Diese Kunde erreichte mich vor kurzer Zeit und nun, nachdem ich mir sicher bin, dass er es war muss ich der schlimmen Pflicht nachkommen Dich davon in Kenntnis zu setzen.
Ich mag kaum Worte finden, welche die Gefühle ausdrücken können, die ich empfinde. Allein möchte ich Dich bitten mich aufzusuchen.

Möge die Schöpferin über Dich und Deine Familie wachen,
möge sie Fareed Shihab an ihrer Seite willkommen heißen.


Rashad Ameer Omar
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