Süß - Bittersüß wie die Dunkelheit
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Tristan Wulfram
Süß - Bittersüß wie die Dunkelheit
Schon Monde war es her, was ewig schien ist längst Vergangenheit...
Einst war der junge Recke Tristan bei der Bajarder Wehr und übte an einem gewöhnlichen Tag seinen Dienst aus. Gemeinsam mit seinen Kameraden wachte er jeden Tag am Tor und gab darauf acht das niemand ohne Maske und Handschuhe das Dorf betrat, da die Lungenpest umherging. Es war nicht viel, doch konnte er wenigstens so helfen die Krankheit auszumerzen.
Viele dieser Kameraden haben die Lande verlassen, eigentlich kann er sich auch nur noch an Siran erinnern, der ebenfalls an der Seuche erkrankte, sie jedoch wie er selbst überstand.
[img]http://666kb.com/i/bt3m1jxkn3rtulq8e.jpg[/img]
Eines Abends fand sich jedoch eine etwas markante Person am Tor ein, ihr Haar was Weiß wie ein Fließ aus Silber, ihre Augen erinnerten an das dunkle Holz einer Donnereiche und die Gestalt wirkte etwas dürr, wahrscheinlich begünstigte die schwarze Kleidung die sie trug diesen Eindruck nur. Die beiden kamen schnell ins Gespräch und zogen sich nach einiger Zeit in die Herberge zurück wo sie ihr Gespräch fortsetzten: Politik, Philosophie, Theologie. Es interessierte den Wehrsoldaten sich mit ihr zu unterhalten, schließlich kam sie aus einer anderen Welt die er so nicht kannte. Er stand immer für Freiheit und Unabhängigkeit ein und daher trafen ihn Aussagen wie: "Ihr gehört nicht in so ein Fischerdorf" oder "Dafür wollt ihr Kämpfen?" kaum.
Doch mittlerweile erkannte er, dass sie Recht behalten sollte.
Tristan verließ die Wehr und auch Bajard, nur selten zeigte er sich noch in dem Dorf für welches er nur noch eine Abneigung empfand.
Und so kam es eines Tages das er sie wohl wieder sah, ausgerechnet an einem Ort der ihm unangenehm war, zu einer Lage die weitaus unangenehmer war. Er stand gerüstet mitten in Düstersee und wurde von einer lästigen Wache verhört welche natürlich nicht einsah das "Severin Del'Mur" Heim zu eskortieren eine Begründung für einen Gesetzesbruch sei. Und so tat Tristan das was er auch sonst immer tat: Er schob es auf Melcher, gab sich also als Melcher aus. Sarya die natürlich von dieser dreisten Lüge wusste schwieg, stattdessen tat sie aber alles damit die Wache sich das Aussehen von Tristan gut einprägte, besser noch: Am nächsten Tage sagte sie sogar womöglich gegen ihn aus.
Der kurze Dialog zwischen ihnen prägte sich ihm ein, war sogar viel eher eine Einladung zu einem Spiel...
Du böses böses Mädchen...
Was hättest du denn von mir erwartet?
Genau dies. Aber vergiss nicht, man sieht sich mehrmals im Leben.
Ja, das tut man wohl.
Überlassen wir es doch dem Schicksal wann es uns wieder zusammen führt...
Und tatsächlich lud sie ihn ein zu einem Spiel zwischen Katz und Maus, ein verbaler Machtkampf entbrannte und so wurde die vermeidliche Maus in die Falle gelockt. So ergab es sich das Tristan am nächsten Tag nach Düstersee ging um Sarya Vhelvet wiedersehen zu können, tatsächlich wollte er dies, wobei er den Drang dazu nicht nachvollziehen konnte.
Es war für den Frühling recht kalt und schneite, der Schlamm auf dem Weg war jedoch zugefroren und alles wirke gedämpft und melancholisch durch einen Nebel der die Stadt umschloss. Und durch den Nebel hindurch sah sie Tristan wie er durch die Straßen schritt und ihn direkt fragte ob er ihr denn Auflauerte. Einige Momente später fand er sich in ihrem Heim wieder, als erster Gast. Über die Richtigkeit dieser Aussage musste er nicht lange nachdenken, Sarya war nicht gerade der Geselligste Mensch der einen weiten Freundeskreis um sich sammelte. Auch sonst konnte man sie nicht mit den guten Werten in Verbindung bringen, sie war einfach nur böse, vielleicht faszinierte genau das Tristan so an ihr? Ihre herrische kalte Art? Sie warnte andauernd davor dass er nicht in Rüstung kommen sollte, da sie ihn ansonsten als Bürgerin Düstersees bestrafen müsste. Tristan hingegen nutzte dies nur noch mehr um sie zu provozieren, um zu sehen wie weit er sie treiben kann, wie weit er sich wagen darf.
"Nur sollte das Mäuschen aufpassen dass das Kätzchen ihm nicht den Pelz abzieht"
Eine Drohung sie sie an dem Abend noch wahrmachte. Nach einigen Stunden des verbalen Austausches und Wortfechtens erhob sie sich um schritt zu Tristan herüber, postiere sich direkt hinter ihm.
Sie legte ihm beide Hände auf die Schultern und er schloss die Augen, eine üble Vorahnung gepaart mit einem wohligen Gefühl überkam ihn.
Dies intensivierte sich um einiges als sie mit einer Fingerspitze Funken auf seiner Haut entstehen ließ und ein S in seinen Nacken brannte. Nicht wirklich tief, doch die Rötung sollte einige Zeit bestehen bleiben. Es war ein stechender Schmerz, doch weil gerade sie ihn auslöste gefiel es Tristan und er streckte sich, präsentierte ihr provokant seinen Hals. Doch als sie abließ und fest ihre Finger in seine Schultern krallte blickte er nur zu ihr auf, fragend.
"Vielleicht hat das Mäuschen sich zu unvorsichtig in die Falle gewagt".
Vielleicht hatte sie recht, vielleicht tat er dies. Doch er erachtete das Mal nicht als Strafe, sondern als Geschenk und Besitzanspruch ihrerseits.
Also sprachen sie des Abends wieder weiter über alles was ihnen in den Sinn kam, ständig ihre Worte in Metaphern verpackend.
Kieselsteine und Granit... Das Kieselsteine und Granit nie zusammenpassen würden, das Granit gemeinsam eine starke Mauer binden kann. Sie sprachen darüber dass viele Menschen nicht nachdachten, viele Menschen sich lieber führen lassen wollten und somit blind dem Hirten wie Lämmer zum Schlachter folgten...
Wenn Schmerz nicht weh tut, sondern sich gut anfühlt, ist es dann Schmerz?
Wie meinst du das?
Eine der grundlegenden Eigenschaften des Schmerzes ist doch, dass man ihn als unangenehm Empfinden, ist diese nicht Gegeben, so kann Schmerz wirklich noch Schmerz sein?
Schmerz ist nicht unangenehm.
Sie waren sich in vielen Sachen einig und doch ganz verschieden, als Tristan ihr beichtete das ihm das Mal gefiel, so fragte sie ihm wo er das nächste haben möchte.
Wieder in den Nacken.
Dann suche ich mir eine andere Stelle.
Du könntest ja kratzen, vielleicht würde mir das mehr Schmerz bereiten? Eine offene Provokation.
Wie simpel. Ich habe aber auch Zähne.
Und jene waren weiß. Zwar neigte sie dazu immer etwas bissig zu sein in allem was sie sagte, doch ihr Mundwerk war mindestens so gepflegt wie groß. Sie sagte dass sie ihn mochte und ihm eine Chance geben würde, was sie genau damit meinte wusste er nicht, doch alleine die Sympathiebekundung erfreute ihn. Und so verließ der eine Granit den anderen damit die Kieselchen nicht dachten der Granit bei Granit schläft. An dem Abend machte er sich Gedanken über das Geschehene.
Was war es für ein Gefühl was ihn überkam wenn sie ihm weh tat, wieso sehnte er sich nach jeder Berührung, jedem bissigen Kommentar?
Wie konnte er nur eine solche Sehnsucht zu einem Menschen empfinden der ihm bewusst Leid zufügte? Er wollte sie wiedersehen.
Er wollte mehr über sie herausfinden, sie mehr aus ihrer Deckung locken,
Ihre Empfindungen verstehen, selbst wenn er es bei den Eigenen nicht tat.
Und das tat er auch am nächsten Abend als er sie in der Taverne in Düstersee traf. Schon alleine der Versuch ihn glauben zu machen das sie jemanden erwartete oder eine Verabredung hatte passte zu ihrer sadistischen Art. Doch die Scharade war gut durchdacht, schon ihr Optisches Auftreten erstaunte ihn. Sie trug ein rotes Kleid, dazu rote Stiefel und einen langen roten Unterrock.
Rot ist die Farbe der Leidenschaft und Gefahr.
Vielleicht auch eine Warnung. Eine Warnung die er gerne Ignorieren würde.
Und nach einer Weile gingen sie wieder zu ihr und sprachen über ein für sie wohl sehr heikles Thema: Die Liebe.
Sarya kannte die Liebe nicht, sah sie als Schwäche und Sinnlos an, fragte aber dennoch nach ihr und den Schmerz den sie verursacht. Tristan sprach, sie lauschte. Und das recht aufmerksam.
Doch der Behüter betrachtete sie selbst aufmerksam, jeden Atemzug, jede Bewegung prägte er sich ein. Er wollte etwas über ihre Welt lernen, etwas über den Schmerz lernen und ihr seine Welt zeigen, Emotionen wie Sehnsucht und Zuneigung wecken.
Sie nahm seinen Arm und zog den Ärmel des Hemdes weit hoch und nutzte wieder ihre Gabe um ihn zu quälen. An der Stelle an über die sie mit ihrem Finger glitt öffnete sich die Haut als hätte sie eine Rasierklinge in der Hand. Er schloss nur die Augen und seufzte auf, es schmerzte, doch genoss er jede Berührung, kostete jeden Reiz aus.
Sie bemühte sich um keine Eile, doch als sie fertig war konnte er das Wort Schmerz auf seinem Arm lesen.
Wieder blickte Tristan sie nur fragend an.
Ich überlege gerade wie ich dich Leiden lassen kann
Und ich lade dich herzlichst zu einem Versuch ein.
Was für ein Versuch?
Aber Aber... Neugier aus Furcht vor dem Fremden?
Ich fürchte nichts.
Und ich sage dir du fürchtest etwas, sage dir du hast Angst davor dadurch Schwach zu werden und hast es deshalb ewig verdrängt, versteckt und verkommen lassen. Aber es ist nie vergangen, und was weißt du.
Er erhob sich und schritt um den Tisch zu ihr und blickte sie wie immer direkt an, in die Augen. Tristan tat dies immer wenn er mit Sarya sprach. Eine Hand streckte er aus um ihr über die Wange zu streichen und sie in ihren Hinterkopf zu legen, durch die Haar zu streichen. Musterte dabei jede Regung die sie machte. Wie zu erwarten nutzte sie ihre Gabe um ihn die Luft zu rauben. Langsam ließ er von ihr ab, doch zeigte er kein Anzeichen von Eile oder Schmerz. Als er wieder Luft bekam atmete er regulär, als wäre nichts gewesen und schmunzelte sie nur wissend an.
Ich habe keine Angst vor körperlicher Nähe wenn du das denkst.
Denke ich das?
Sie schnaubte auf und sah ihm wieder direkt in die Augen, um nicht weiter auf das Thema einzugehen gab sie ihm die versprochene Führung durch das Haus. Tristan ließ sich von den etlichen Andeutungen das sie nicht alleine wohnte nicht beeindrucken, weshalb auch?
Im mehr als nur armseelig eingerichteten Keller kamen sie dann zum halten und Tristan bot an ihr beim Einrichten zu helfen. Sie lachte nur spöttisch, doch er genoss es sie lachen zu sehen.
Ich kann dir beim Einrichten helfen.
Kannst du? Wieder dieses Lachen.
Ich kann vieles. Nur ist die Frage ob ich es darf.
Das wäre?
Hast du schon mal vom Schmerzkuss gehört?
Nein. Skepsis in ihrem Blick.
Es ist mehr Biss als Kuss. Ich werde dir die Lippe etwas aufbeißen und du mir dann und... Erwarte nichts Falsches. Es wird bluten und weh tun. Das ist der Sinn des Kusses.
Sie schwieg, doch in ihren wunderschönen braunen Augen lag die Aufforderung es zu tun als sie ihr Haupt etwas in den Nacken legte.
Tristan beugte sich vor und gab ihr einen Kuss auf die Lippen bis er ihre Unterlippe zwischen seinen Zähnen hatte und leicht zubiss. Als er ihr Blut schmeckte saugte er an ihrer Lippe und präsentierte ihr seine. Sie biss zu und schnappte mit ihrer Zunge das Blutgemisch auf, erst nach einiger Zeit drückte sie auf seinen verletzten Arm welchen sie mit dem Wort "Schmerz" zeichnete und löste sich langsam von ihm.
Was sich da gerade abspielte war so unwirklich und doch beeindruckend. Tristans Blut geriet in Wallung und selbst danach Zitterten seine Hände noch etwas.
Wage ja nicht etwas für mich zu empfinden.
Ich könnte dir das Herz bei lebendigem Leibe entreißen und würde es nicht bereuen.
Dann nehm es dir. Jede Ader und Blutkappilare ist deine.
Sie verpasste ihm eine Ohrfeige. Tristan zeige keine besondere Regung außer dass er ihr die andere Wange hinhielt. Wieder eine Ohrfeige.
Sie stieß ihn gegen die Wand und griff an seinen Hals, bohrte ihre Finger jedoch nicht bis zum Blut hinein.
Du bist Krank. Du kommst her und erträgst das alles, jeder andere wäre bereits gegangen, was bist du, ein Dämon?
Ein Mensch.
Wieder schnaubte sie nur und verließ den Raum. Tristan blieb noch an der Wand angelehnt und dachte einen Augenblick nach, eben nur einen Augenblick, denn nach jenem Stand sie auch wieder unten und forderte ihn auf sich wieder an den Tisch zu setzen.
Einverstanden. Hatte sie gerade zugestimmt in seine Welt einzublicken, oder Tristan ihre Welt zu zeigen?
Einige Wortgefechte später bestand sie auf ihren Schlaf und so verließ Tristan ihr Heim mit den Händen in den Taschen und den Stiefeln im Dreck, sich dabei immernoch über die blutigen Lippen leckend.
Was für ein bissiges Mädchen... Im wahrsten Sinne des Wortes.
Einst war der junge Recke Tristan bei der Bajarder Wehr und übte an einem gewöhnlichen Tag seinen Dienst aus. Gemeinsam mit seinen Kameraden wachte er jeden Tag am Tor und gab darauf acht das niemand ohne Maske und Handschuhe das Dorf betrat, da die Lungenpest umherging. Es war nicht viel, doch konnte er wenigstens so helfen die Krankheit auszumerzen.
Viele dieser Kameraden haben die Lande verlassen, eigentlich kann er sich auch nur noch an Siran erinnern, der ebenfalls an der Seuche erkrankte, sie jedoch wie er selbst überstand.
[img]http://666kb.com/i/bt3m1jxkn3rtulq8e.jpg[/img]
Eines Abends fand sich jedoch eine etwas markante Person am Tor ein, ihr Haar was Weiß wie ein Fließ aus Silber, ihre Augen erinnerten an das dunkle Holz einer Donnereiche und die Gestalt wirkte etwas dürr, wahrscheinlich begünstigte die schwarze Kleidung die sie trug diesen Eindruck nur. Die beiden kamen schnell ins Gespräch und zogen sich nach einiger Zeit in die Herberge zurück wo sie ihr Gespräch fortsetzten: Politik, Philosophie, Theologie. Es interessierte den Wehrsoldaten sich mit ihr zu unterhalten, schließlich kam sie aus einer anderen Welt die er so nicht kannte. Er stand immer für Freiheit und Unabhängigkeit ein und daher trafen ihn Aussagen wie: "Ihr gehört nicht in so ein Fischerdorf" oder "Dafür wollt ihr Kämpfen?" kaum.
Doch mittlerweile erkannte er, dass sie Recht behalten sollte.
Tristan verließ die Wehr und auch Bajard, nur selten zeigte er sich noch in dem Dorf für welches er nur noch eine Abneigung empfand.
Und so kam es eines Tages das er sie wohl wieder sah, ausgerechnet an einem Ort der ihm unangenehm war, zu einer Lage die weitaus unangenehmer war. Er stand gerüstet mitten in Düstersee und wurde von einer lästigen Wache verhört welche natürlich nicht einsah das "Severin Del'Mur" Heim zu eskortieren eine Begründung für einen Gesetzesbruch sei. Und so tat Tristan das was er auch sonst immer tat: Er schob es auf Melcher, gab sich also als Melcher aus. Sarya die natürlich von dieser dreisten Lüge wusste schwieg, stattdessen tat sie aber alles damit die Wache sich das Aussehen von Tristan gut einprägte, besser noch: Am nächsten Tage sagte sie sogar womöglich gegen ihn aus.
Der kurze Dialog zwischen ihnen prägte sich ihm ein, war sogar viel eher eine Einladung zu einem Spiel...
Du böses böses Mädchen...
Was hättest du denn von mir erwartet?
Genau dies. Aber vergiss nicht, man sieht sich mehrmals im Leben.
Ja, das tut man wohl.
Überlassen wir es doch dem Schicksal wann es uns wieder zusammen führt...
Und tatsächlich lud sie ihn ein zu einem Spiel zwischen Katz und Maus, ein verbaler Machtkampf entbrannte und so wurde die vermeidliche Maus in die Falle gelockt. So ergab es sich das Tristan am nächsten Tag nach Düstersee ging um Sarya Vhelvet wiedersehen zu können, tatsächlich wollte er dies, wobei er den Drang dazu nicht nachvollziehen konnte.
Es war für den Frühling recht kalt und schneite, der Schlamm auf dem Weg war jedoch zugefroren und alles wirke gedämpft und melancholisch durch einen Nebel der die Stadt umschloss. Und durch den Nebel hindurch sah sie Tristan wie er durch die Straßen schritt und ihn direkt fragte ob er ihr denn Auflauerte. Einige Momente später fand er sich in ihrem Heim wieder, als erster Gast. Über die Richtigkeit dieser Aussage musste er nicht lange nachdenken, Sarya war nicht gerade der Geselligste Mensch der einen weiten Freundeskreis um sich sammelte. Auch sonst konnte man sie nicht mit den guten Werten in Verbindung bringen, sie war einfach nur böse, vielleicht faszinierte genau das Tristan so an ihr? Ihre herrische kalte Art? Sie warnte andauernd davor dass er nicht in Rüstung kommen sollte, da sie ihn ansonsten als Bürgerin Düstersees bestrafen müsste. Tristan hingegen nutzte dies nur noch mehr um sie zu provozieren, um zu sehen wie weit er sie treiben kann, wie weit er sich wagen darf.
"Nur sollte das Mäuschen aufpassen dass das Kätzchen ihm nicht den Pelz abzieht"
Eine Drohung sie sie an dem Abend noch wahrmachte. Nach einigen Stunden des verbalen Austausches und Wortfechtens erhob sie sich um schritt zu Tristan herüber, postiere sich direkt hinter ihm.
Sie legte ihm beide Hände auf die Schultern und er schloss die Augen, eine üble Vorahnung gepaart mit einem wohligen Gefühl überkam ihn.
Dies intensivierte sich um einiges als sie mit einer Fingerspitze Funken auf seiner Haut entstehen ließ und ein S in seinen Nacken brannte. Nicht wirklich tief, doch die Rötung sollte einige Zeit bestehen bleiben. Es war ein stechender Schmerz, doch weil gerade sie ihn auslöste gefiel es Tristan und er streckte sich, präsentierte ihr provokant seinen Hals. Doch als sie abließ und fest ihre Finger in seine Schultern krallte blickte er nur zu ihr auf, fragend.
"Vielleicht hat das Mäuschen sich zu unvorsichtig in die Falle gewagt".
Vielleicht hatte sie recht, vielleicht tat er dies. Doch er erachtete das Mal nicht als Strafe, sondern als Geschenk und Besitzanspruch ihrerseits.
Also sprachen sie des Abends wieder weiter über alles was ihnen in den Sinn kam, ständig ihre Worte in Metaphern verpackend.
Kieselsteine und Granit... Das Kieselsteine und Granit nie zusammenpassen würden, das Granit gemeinsam eine starke Mauer binden kann. Sie sprachen darüber dass viele Menschen nicht nachdachten, viele Menschen sich lieber führen lassen wollten und somit blind dem Hirten wie Lämmer zum Schlachter folgten...
Wenn Schmerz nicht weh tut, sondern sich gut anfühlt, ist es dann Schmerz?
Wie meinst du das?
Eine der grundlegenden Eigenschaften des Schmerzes ist doch, dass man ihn als unangenehm Empfinden, ist diese nicht Gegeben, so kann Schmerz wirklich noch Schmerz sein?
Schmerz ist nicht unangenehm.
Sie waren sich in vielen Sachen einig und doch ganz verschieden, als Tristan ihr beichtete das ihm das Mal gefiel, so fragte sie ihm wo er das nächste haben möchte.
Wieder in den Nacken.
Dann suche ich mir eine andere Stelle.
Du könntest ja kratzen, vielleicht würde mir das mehr Schmerz bereiten? Eine offene Provokation.
Wie simpel. Ich habe aber auch Zähne.
Und jene waren weiß. Zwar neigte sie dazu immer etwas bissig zu sein in allem was sie sagte, doch ihr Mundwerk war mindestens so gepflegt wie groß. Sie sagte dass sie ihn mochte und ihm eine Chance geben würde, was sie genau damit meinte wusste er nicht, doch alleine die Sympathiebekundung erfreute ihn. Und so verließ der eine Granit den anderen damit die Kieselchen nicht dachten der Granit bei Granit schläft. An dem Abend machte er sich Gedanken über das Geschehene.
Was war es für ein Gefühl was ihn überkam wenn sie ihm weh tat, wieso sehnte er sich nach jeder Berührung, jedem bissigen Kommentar?
Wie konnte er nur eine solche Sehnsucht zu einem Menschen empfinden der ihm bewusst Leid zufügte? Er wollte sie wiedersehen.
Er wollte mehr über sie herausfinden, sie mehr aus ihrer Deckung locken,
Ihre Empfindungen verstehen, selbst wenn er es bei den Eigenen nicht tat.
Und das tat er auch am nächsten Abend als er sie in der Taverne in Düstersee traf. Schon alleine der Versuch ihn glauben zu machen das sie jemanden erwartete oder eine Verabredung hatte passte zu ihrer sadistischen Art. Doch die Scharade war gut durchdacht, schon ihr Optisches Auftreten erstaunte ihn. Sie trug ein rotes Kleid, dazu rote Stiefel und einen langen roten Unterrock.
Rot ist die Farbe der Leidenschaft und Gefahr.
Vielleicht auch eine Warnung. Eine Warnung die er gerne Ignorieren würde.
Und nach einer Weile gingen sie wieder zu ihr und sprachen über ein für sie wohl sehr heikles Thema: Die Liebe.
Sarya kannte die Liebe nicht, sah sie als Schwäche und Sinnlos an, fragte aber dennoch nach ihr und den Schmerz den sie verursacht. Tristan sprach, sie lauschte. Und das recht aufmerksam.
Doch der Behüter betrachtete sie selbst aufmerksam, jeden Atemzug, jede Bewegung prägte er sich ein. Er wollte etwas über ihre Welt lernen, etwas über den Schmerz lernen und ihr seine Welt zeigen, Emotionen wie Sehnsucht und Zuneigung wecken.
Sie nahm seinen Arm und zog den Ärmel des Hemdes weit hoch und nutzte wieder ihre Gabe um ihn zu quälen. An der Stelle an über die sie mit ihrem Finger glitt öffnete sich die Haut als hätte sie eine Rasierklinge in der Hand. Er schloss nur die Augen und seufzte auf, es schmerzte, doch genoss er jede Berührung, kostete jeden Reiz aus.
Sie bemühte sich um keine Eile, doch als sie fertig war konnte er das Wort Schmerz auf seinem Arm lesen.
Wieder blickte Tristan sie nur fragend an.
Ich überlege gerade wie ich dich Leiden lassen kann
Und ich lade dich herzlichst zu einem Versuch ein.
Was für ein Versuch?
Aber Aber... Neugier aus Furcht vor dem Fremden?
Ich fürchte nichts.
Und ich sage dir du fürchtest etwas, sage dir du hast Angst davor dadurch Schwach zu werden und hast es deshalb ewig verdrängt, versteckt und verkommen lassen. Aber es ist nie vergangen, und was weißt du.
Er erhob sich und schritt um den Tisch zu ihr und blickte sie wie immer direkt an, in die Augen. Tristan tat dies immer wenn er mit Sarya sprach. Eine Hand streckte er aus um ihr über die Wange zu streichen und sie in ihren Hinterkopf zu legen, durch die Haar zu streichen. Musterte dabei jede Regung die sie machte. Wie zu erwarten nutzte sie ihre Gabe um ihn die Luft zu rauben. Langsam ließ er von ihr ab, doch zeigte er kein Anzeichen von Eile oder Schmerz. Als er wieder Luft bekam atmete er regulär, als wäre nichts gewesen und schmunzelte sie nur wissend an.
Ich habe keine Angst vor körperlicher Nähe wenn du das denkst.
Denke ich das?
Sie schnaubte auf und sah ihm wieder direkt in die Augen, um nicht weiter auf das Thema einzugehen gab sie ihm die versprochene Führung durch das Haus. Tristan ließ sich von den etlichen Andeutungen das sie nicht alleine wohnte nicht beeindrucken, weshalb auch?
Im mehr als nur armseelig eingerichteten Keller kamen sie dann zum halten und Tristan bot an ihr beim Einrichten zu helfen. Sie lachte nur spöttisch, doch er genoss es sie lachen zu sehen.
Ich kann dir beim Einrichten helfen.
Kannst du? Wieder dieses Lachen.
Ich kann vieles. Nur ist die Frage ob ich es darf.
Das wäre?
Hast du schon mal vom Schmerzkuss gehört?
Nein. Skepsis in ihrem Blick.
Es ist mehr Biss als Kuss. Ich werde dir die Lippe etwas aufbeißen und du mir dann und... Erwarte nichts Falsches. Es wird bluten und weh tun. Das ist der Sinn des Kusses.
Sie schwieg, doch in ihren wunderschönen braunen Augen lag die Aufforderung es zu tun als sie ihr Haupt etwas in den Nacken legte.
Tristan beugte sich vor und gab ihr einen Kuss auf die Lippen bis er ihre Unterlippe zwischen seinen Zähnen hatte und leicht zubiss. Als er ihr Blut schmeckte saugte er an ihrer Lippe und präsentierte ihr seine. Sie biss zu und schnappte mit ihrer Zunge das Blutgemisch auf, erst nach einiger Zeit drückte sie auf seinen verletzten Arm welchen sie mit dem Wort "Schmerz" zeichnete und löste sich langsam von ihm.
Was sich da gerade abspielte war so unwirklich und doch beeindruckend. Tristans Blut geriet in Wallung und selbst danach Zitterten seine Hände noch etwas.
Wage ja nicht etwas für mich zu empfinden.
Ich könnte dir das Herz bei lebendigem Leibe entreißen und würde es nicht bereuen.
Dann nehm es dir. Jede Ader und Blutkappilare ist deine.
Sie verpasste ihm eine Ohrfeige. Tristan zeige keine besondere Regung außer dass er ihr die andere Wange hinhielt. Wieder eine Ohrfeige.
Sie stieß ihn gegen die Wand und griff an seinen Hals, bohrte ihre Finger jedoch nicht bis zum Blut hinein.
Du bist Krank. Du kommst her und erträgst das alles, jeder andere wäre bereits gegangen, was bist du, ein Dämon?
Ein Mensch.
Wieder schnaubte sie nur und verließ den Raum. Tristan blieb noch an der Wand angelehnt und dachte einen Augenblick nach, eben nur einen Augenblick, denn nach jenem Stand sie auch wieder unten und forderte ihn auf sich wieder an den Tisch zu setzen.
Einverstanden. Hatte sie gerade zugestimmt in seine Welt einzublicken, oder Tristan ihre Welt zu zeigen?
Einige Wortgefechte später bestand sie auf ihren Schlaf und so verließ Tristan ihr Heim mit den Händen in den Taschen und den Stiefeln im Dreck, sich dabei immernoch über die blutigen Lippen leckend.
Was für ein bissiges Mädchen... Im wahrsten Sinne des Wortes.
Zuletzt geändert von Tristan Wulfram am Mittwoch 4. Mai 2011, 16:14, insgesamt 3-mal geändert.
-
Sarya Lenia Vhelvet
Einen Moment verharrte sie an der Tür, die dunklen braunen Augen stierten noch auf die geschlossene Pforte ihres Heims.
Schmerzen, früher empfunden als des Teufels Leibgericht, nun eine sanfte Symphonie der Begierde.
Es verlangte sie nach mehr, mehr Blut, mehr Schmerz, Leid und Not.
Mit einem Ruck wandte sie sich herum, trat zur Stelle wo noch einige Tropfen Blut in den Teppich sickerten und starrte abwesend hinunter.
Wusste er auf was er sich da eingelassen hatte? Das wahre Ich in ihr zu entfesseln, es frei zu machen von all den Ketten die es in dem Verließ gefangen hielten, tief in ihrem Innern?
Sie schmeckte den bitteren süßen Geschmack des Todes auf ihren Lippen, nahm den Geruch der Verwesung auf der sich in windeseile im Raum bemerkbar machte.
Es war lediglich ihr Hirngespinst und dennoch tiefgreifende Empfindungen, die sie vergötterte.
Sie fühlte eine nie gekostete Macht durch die Venen fließen, in ihren Adern pulsieren. Die Muskeln begannen zu zittern und nur mit Mühe konnte sie die Bestie wieder in ihr Verließ sperren, es kostete eine Menge an Kraft und sie wusste es hatte Blut geleckt, bestimmtes Blut.
Die Schatten tanzten ihr Freudenspiel in den vier Wänden der Schattenmagierin, umgeben von alten Bekannten und Freunden fand sie wieder die alt bekannte Ruhe.
Sie musste für das nächste Treffen Vorkehrungen treffen, Sicherheiten um ihm nicht die Haut zu zerfetzen und sein Blut in jedem Winkel des Hauses zu verteilen um der Bestie in ihr keinen trifftigen Grund zu geben sein Gefängnis zu verlassen.
Der Zeigefinger der rechten Hand fuhr über den Riss in der Unterlippe, welcher in weniger als Sekunden die verletzten Hautschichten wieder zusammenfügte als wäre dort nie etwas gewesen.
Tristan würde wohlmöglich noch sein blaues Wunder erleben, sich wünschen er wäre niemals den Pakt mit dem Teufel eingegangen, aber noch sah dieser noch keinen Grund das Spielzeug so frühzeitig zu entsorgen.
Noch.
Schmerzen, früher empfunden als des Teufels Leibgericht, nun eine sanfte Symphonie der Begierde.
Es verlangte sie nach mehr, mehr Blut, mehr Schmerz, Leid und Not.
Mit einem Ruck wandte sie sich herum, trat zur Stelle wo noch einige Tropfen Blut in den Teppich sickerten und starrte abwesend hinunter.
Wusste er auf was er sich da eingelassen hatte? Das wahre Ich in ihr zu entfesseln, es frei zu machen von all den Ketten die es in dem Verließ gefangen hielten, tief in ihrem Innern?
Sie schmeckte den bitteren süßen Geschmack des Todes auf ihren Lippen, nahm den Geruch der Verwesung auf der sich in windeseile im Raum bemerkbar machte.
Es war lediglich ihr Hirngespinst und dennoch tiefgreifende Empfindungen, die sie vergötterte.
Sie fühlte eine nie gekostete Macht durch die Venen fließen, in ihren Adern pulsieren. Die Muskeln begannen zu zittern und nur mit Mühe konnte sie die Bestie wieder in ihr Verließ sperren, es kostete eine Menge an Kraft und sie wusste es hatte Blut geleckt, bestimmtes Blut.
Die Schatten tanzten ihr Freudenspiel in den vier Wänden der Schattenmagierin, umgeben von alten Bekannten und Freunden fand sie wieder die alt bekannte Ruhe.
Sie musste für das nächste Treffen Vorkehrungen treffen, Sicherheiten um ihm nicht die Haut zu zerfetzen und sein Blut in jedem Winkel des Hauses zu verteilen um der Bestie in ihr keinen trifftigen Grund zu geben sein Gefängnis zu verlassen.
Der Zeigefinger der rechten Hand fuhr über den Riss in der Unterlippe, welcher in weniger als Sekunden die verletzten Hautschichten wieder zusammenfügte als wäre dort nie etwas gewesen.
Tristan würde wohlmöglich noch sein blaues Wunder erleben, sich wünschen er wäre niemals den Pakt mit dem Teufel eingegangen, aber noch sah dieser noch keinen Grund das Spielzeug so frühzeitig zu entsorgen.
Noch.
-
Tristan Wulfram
Heim... Ja, daheim würde er Ruhe vor seinen Gedanken finden.
Mit hastigen Schritten verließ er die Kutsche und blickte nur auf den Boden als er einen kurzen Schlammigen Pfad zu seinem Haus folgte.
Die Sonne, so sie nicht von den Wolken verdeckt wurde, schien ihm in den Rücken und sein Schatten hatte den Vortritt bei jedem Schritt, doch schien es dass gerader jener Schatten sich gegen ihn stämmte, ihn nicht heimlassen wollte. Mit jedem Schritt schien eine schier unsichtbare Person ihn immer am Arm packen zu wollen und auffordern umzudrehen, auffordern zu ihr zu gehen. Ein solches selbstzerstörerisches Verhalten kannte er nicht, spätestens am Gatter des Gartens zweifelte er an sich selbst als er unfähig war es zu öffnen. So kletterte er herüber in den Garten und nahm sich ein Weinglas aus dem verschlossenen Korb am Tisch, schenkte etwas schlichtes Wasser ein und betrachtete es. Immer wenn ihn etwas beschäftigte oder an ihm nagte machte er dies und kaute auf seiner Unterlippe herum
Tristan setzte sich an den Tisch und schnipste mehrmals gegen das Weinglas, lauschte seinem Klang und beobachtete die Ringe die das Wasser auf der Oberfläche bildete. Ein Tropfen Blut der aufgerissenen Unterlippe fiel in das Wasser und trübte es.
Trübte sie ihn? Vielleicht war es auch sie die ihn unbewusst in ein Spiel lockte das ihn veränderte, vielleicht beruhte es auf Gegenseitigkeit.
Diese ständigen Vermutungen bissen sich in seine Nervenstränge und zerrten wie zwei ausgehungerte Höllenhunde daran.
Er wollte mehr von ihr, wollte jeden Moment bei ihr sein, sie beeinflussen und ihr fremdes zeigen. Ein törichter Gedanke war es sie wirklich mit Gefühlen anstecken zu wollen, infizieren zu wollen mit dieser Krankheit. Doch er wollte es, er wollte all die Schmerzen und Torturen auf sich nehmen um zu zeigen das bestimmte Dinge beständiger sind als Schmerz.
Tristan nahm einen Schluck des etwas rötlich verfärbten Wassers und atmete durch, fasst klare Gedanken und erhob sich vom Tisch.
Er würde wohl heute noch zu ihr gehen, morgen vielleicht auch, übermorgen...
Und genau wusste er dass sie ihn wieder quälen würde, doch es störte ihn nicht, er nahm es billigend in Kauf und genoss es manchmal sogar.
Tristan würde Sarya so bald den Rücken nicht kehren, außer sie wünscht es um jenen zu zerkratzen. Ihn würde sie nicht so schnell mit Schmerzen vertreiben, stattdessen würde er versuchen sie aus ihrer Deckung hervorzulocken.
Ironischerweise tat er das mit Schmerzen, er fügte ihr Schmerz zu um sie zu lehren, ihr zu zeigen das es anderes gibt. Und tatsächlich schien er mit jedem Wort und jedem Peitschenhieb die Mauer die sie umgab anzugreifen, bis irgendwann ein winziges Loch entstand durch welches er versuchte ihr Herz zu vergiften, zu infizieren. Ein Biss in den Nacken, ein Kuss und Blut reichten anscheinend aus um sie temporär der Beherrschung zu berauben. Dies wurde ihm spätestens Bewusst als sie ihm den Hals aufbiss und sich an seinem Blut zu erfreuen schien.
So befremdlich es auch war, so interessant war es. Es fühle sich gut an sie so nah zu spühren, an seinem Hals. Der Schmerz wurde bittersüß und er genoß ihn mit jeder Sekunde. Leider hielt dieser Zustand nicht sehr lange an und sie schien nach einigen Minuten zur Besinnung zu kommen.
Doch ließen die gesagten Worte Tristan nicht los. Ist sie in wirklichkeit noch böser als sie bereits vorgibt zu sein? Hält sie ihren Wesenskern im Bann und wurde er kurzzeitig entfesselt, oder ist es nur eine Scharade die ihm vorgeführt wird. Tristan würde sie im Auge behalten, sie mustern und beobachten, aber auch weiterhin provozieren.
Sie verspührte Zorn, Lust und Gier, nun musste er nur weiter bohren, weiter suchen bis sie endlich aus sich herausbricht...
Mit hastigen Schritten verließ er die Kutsche und blickte nur auf den Boden als er einen kurzen Schlammigen Pfad zu seinem Haus folgte.
Die Sonne, so sie nicht von den Wolken verdeckt wurde, schien ihm in den Rücken und sein Schatten hatte den Vortritt bei jedem Schritt, doch schien es dass gerader jener Schatten sich gegen ihn stämmte, ihn nicht heimlassen wollte. Mit jedem Schritt schien eine schier unsichtbare Person ihn immer am Arm packen zu wollen und auffordern umzudrehen, auffordern zu ihr zu gehen. Ein solches selbstzerstörerisches Verhalten kannte er nicht, spätestens am Gatter des Gartens zweifelte er an sich selbst als er unfähig war es zu öffnen. So kletterte er herüber in den Garten und nahm sich ein Weinglas aus dem verschlossenen Korb am Tisch, schenkte etwas schlichtes Wasser ein und betrachtete es. Immer wenn ihn etwas beschäftigte oder an ihm nagte machte er dies und kaute auf seiner Unterlippe herum
Tristan setzte sich an den Tisch und schnipste mehrmals gegen das Weinglas, lauschte seinem Klang und beobachtete die Ringe die das Wasser auf der Oberfläche bildete. Ein Tropfen Blut der aufgerissenen Unterlippe fiel in das Wasser und trübte es.
Trübte sie ihn? Vielleicht war es auch sie die ihn unbewusst in ein Spiel lockte das ihn veränderte, vielleicht beruhte es auf Gegenseitigkeit.
Diese ständigen Vermutungen bissen sich in seine Nervenstränge und zerrten wie zwei ausgehungerte Höllenhunde daran.
Er wollte mehr von ihr, wollte jeden Moment bei ihr sein, sie beeinflussen und ihr fremdes zeigen. Ein törichter Gedanke war es sie wirklich mit Gefühlen anstecken zu wollen, infizieren zu wollen mit dieser Krankheit. Doch er wollte es, er wollte all die Schmerzen und Torturen auf sich nehmen um zu zeigen das bestimmte Dinge beständiger sind als Schmerz.
Tristan nahm einen Schluck des etwas rötlich verfärbten Wassers und atmete durch, fasst klare Gedanken und erhob sich vom Tisch.
Er würde wohl heute noch zu ihr gehen, morgen vielleicht auch, übermorgen...
Und genau wusste er dass sie ihn wieder quälen würde, doch es störte ihn nicht, er nahm es billigend in Kauf und genoss es manchmal sogar.
Tristan würde Sarya so bald den Rücken nicht kehren, außer sie wünscht es um jenen zu zerkratzen. Ihn würde sie nicht so schnell mit Schmerzen vertreiben, stattdessen würde er versuchen sie aus ihrer Deckung hervorzulocken.
Ironischerweise tat er das mit Schmerzen, er fügte ihr Schmerz zu um sie zu lehren, ihr zu zeigen das es anderes gibt. Und tatsächlich schien er mit jedem Wort und jedem Peitschenhieb die Mauer die sie umgab anzugreifen, bis irgendwann ein winziges Loch entstand durch welches er versuchte ihr Herz zu vergiften, zu infizieren. Ein Biss in den Nacken, ein Kuss und Blut reichten anscheinend aus um sie temporär der Beherrschung zu berauben. Dies wurde ihm spätestens Bewusst als sie ihm den Hals aufbiss und sich an seinem Blut zu erfreuen schien.
So befremdlich es auch war, so interessant war es. Es fühle sich gut an sie so nah zu spühren, an seinem Hals. Der Schmerz wurde bittersüß und er genoß ihn mit jeder Sekunde. Leider hielt dieser Zustand nicht sehr lange an und sie schien nach einigen Minuten zur Besinnung zu kommen.
Doch ließen die gesagten Worte Tristan nicht los. Ist sie in wirklichkeit noch böser als sie bereits vorgibt zu sein? Hält sie ihren Wesenskern im Bann und wurde er kurzzeitig entfesselt, oder ist es nur eine Scharade die ihm vorgeführt wird. Tristan würde sie im Auge behalten, sie mustern und beobachten, aber auch weiterhin provozieren.
Sie verspührte Zorn, Lust und Gier, nun musste er nur weiter bohren, weiter suchen bis sie endlich aus sich herausbricht...
Zuletzt geändert von Tristan Wulfram am Montag 2. Mai 2011, 02:37, insgesamt 2-mal geändert.
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Sarya Lenia Vhelvet
Aber was war hinter dieser Fassade dieser doch so unscheinbaren Magierin?
Vermutlich würde niemand das je zu hundertprozentiger Sicherheit sagen können, denn diejenigen die das Wahre Ich zu sehen bekamen waren nun schon längst im Jenseits gefangen.
Sarya saß auf dem Hocker und besah ihr Gesicht im Spiegel, Blut lief aus dem Mund über das Kinn, tropfte im gleichmäßigem Takt auf die Arbeitsplatte. Das Gesicht hatte durch das rötliche Lebenswasser einen dämonischen Zug bekommen, welcher selbst ihr noch nicht in dieser Form bekannt war.
Die Spitze Zunge schlängelte sich zwischen den Zähnen hindurch, ebenso leuchtend rot und verschlang die flüchtenden Blutstropfen, während die Fingerspitzen die wenigen Tropfen auftupften die sich auf dem Schminkschrank befanden.
Der Bestie schmeckte das Blut und es rüttelte vergeblich an den Kerkertüren ihres Inneren. Würde sie jemals die Kontrolle darüber verlieren war selbst sie nicht mehr sicher vor sich.
Sie würde vergehen und etwas anderes die Macht übernehmen, so unsagbar stark dieses Wesen war, Saryas Geist hatte über die Jahre hinweg an mehr Kraft gewonnen und mit diesem verstand sie nicht nur jegliche Emotion in sich zu verschließen, sondern auch ihren gefährlichsten Gegner in Sach zu halten, tief in sich.
Tatsächlich hatte Tristan einen Moment geschafft eine Verbindung zu finden, aber das dieser Moment auch hätte schief gehen können davon hatte der Jungspund keinerlei Ahnung, besser so.
Sie spührte noch wie die Zähne, die feinen spitzen weißen Zähne sich in das weiche Fleisch gebohrt haben, bis sie endlich das fanden was sie suchten, der rote Saft sprudelte ihr entgegen und sie verlor einen Moment völlig die Kontrolle.
Sie musste sich etwas einfallen lassen, etwas was ihn und sogleich sie besänftigte.
Sie würde Abstand nehmen zu den Schmerzen, das war vermutlich die einzige Möglichkeit und doch die schwerste.
Vermutlich würde niemand das je zu hundertprozentiger Sicherheit sagen können, denn diejenigen die das Wahre Ich zu sehen bekamen waren nun schon längst im Jenseits gefangen.
Sarya saß auf dem Hocker und besah ihr Gesicht im Spiegel, Blut lief aus dem Mund über das Kinn, tropfte im gleichmäßigem Takt auf die Arbeitsplatte. Das Gesicht hatte durch das rötliche Lebenswasser einen dämonischen Zug bekommen, welcher selbst ihr noch nicht in dieser Form bekannt war.
Die Spitze Zunge schlängelte sich zwischen den Zähnen hindurch, ebenso leuchtend rot und verschlang die flüchtenden Blutstropfen, während die Fingerspitzen die wenigen Tropfen auftupften die sich auf dem Schminkschrank befanden.
Der Bestie schmeckte das Blut und es rüttelte vergeblich an den Kerkertüren ihres Inneren. Würde sie jemals die Kontrolle darüber verlieren war selbst sie nicht mehr sicher vor sich.
Sie würde vergehen und etwas anderes die Macht übernehmen, so unsagbar stark dieses Wesen war, Saryas Geist hatte über die Jahre hinweg an mehr Kraft gewonnen und mit diesem verstand sie nicht nur jegliche Emotion in sich zu verschließen, sondern auch ihren gefährlichsten Gegner in Sach zu halten, tief in sich.
Tatsächlich hatte Tristan einen Moment geschafft eine Verbindung zu finden, aber das dieser Moment auch hätte schief gehen können davon hatte der Jungspund keinerlei Ahnung, besser so.
Sie spührte noch wie die Zähne, die feinen spitzen weißen Zähne sich in das weiche Fleisch gebohrt haben, bis sie endlich das fanden was sie suchten, der rote Saft sprudelte ihr entgegen und sie verlor einen Moment völlig die Kontrolle.
Sie musste sich etwas einfallen lassen, etwas was ihn und sogleich sie besänftigte.
Sie würde Abstand nehmen zu den Schmerzen, das war vermutlich die einzige Möglichkeit und doch die schwerste.
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Tristan Wulfram
Schmerz und Blut.
Wie kam es das er sie gerade damit erreichen konnte? Ihren Wesenskern, ihr wirkliches sein?
Es war ein Nachmittag wie jeder andere an dem Tristan von der Jagd Heim kam und sich am Lagerfeuer im Keller niederließ. Prüfend ging sein Blick über alle Buchrücken in den Bücherrealen und blieb auf einem Haften. Er griff danach und setzte sich damit ans Feuer.
Es war nichts weiter als ein schlichtes Buch für angehende Heilkundige, jedoch war der Inhalt von Relevanz. Der Behüter blätterte durch bis an das Kapitel über Blut und lies seinen Blick über die Zeilen gleiten.
"Uninteressant", seufzte er als nichts von wirklich großer Bedeutung in dem Kapitel stand, außer dass der Körper sich selbst mit Blut versorgt.
Eine Kleinigkeit die ihm eigentlich bewusst war und doch konnte er jetzt diese Kleinigkeit für sich nutzen, für Sarya nutzen.
Er strich sich mit zwei Fingern über den Hals bis an die Stelle an der sie zubiss und sah jene an. Die Wunde war zwar geschlossen, doch das Blut nicht vollkommen geronnen. An seinen Fingern befand sich etwas Blut mit dem Ihren sowie Speichel vermischt und er leckte vorsichtig darüber. Tristan seufzte auf als er für einen Augenblick wieder Sarya und ihre roten blutbefleckten Lippen sowie ihre weißen mit rötlichen Tropfen gezierten Zähne sah, ihre kühle makellose Haut spürte und wie seine Finger durch ihr Haar strichen.
Und dieser Blick... Am Abend davor sah er wie immer gebannt in ihre prächtigen Dunkelbraunen Augen die eine unergründliche Tiefe ausstrahlten. Und er spührte immer noch diesen Blick, sah Sarya vor dem geistigen Auge.
Er war ihr zwar fern, doch für diesen einen Moment an den er sich erinnerte, der sich förmlich in seinen Verstand einbrannte war er ihr nah und er genoss es... Genoss diesen Machtkampf zwischen den Beiden.
Tristan genoss es schlichtweg, auch die damit verbundenen Schmerzen und ihm wurde bewusst das er sich nach mehr sehnte.
Er würde sich ihr aufopfern und ihren Trieben erliegen, sein Blut und Leib für sie geben. Was er da wirklich dachte war ihm nicht klar, wie denn auch? Auch wenn eine leise Stimme des Verstandes flüsterte dass es falsch wäre, so fühlte es sich destotrotz richtig an...
"Wenn du zum Weibe gehst, vergiß die Peitsche nicht!"
- Friedrich Nietzsche
Wie kam es das er sie gerade damit erreichen konnte? Ihren Wesenskern, ihr wirkliches sein?
Es war ein Nachmittag wie jeder andere an dem Tristan von der Jagd Heim kam und sich am Lagerfeuer im Keller niederließ. Prüfend ging sein Blick über alle Buchrücken in den Bücherrealen und blieb auf einem Haften. Er griff danach und setzte sich damit ans Feuer.
Es war nichts weiter als ein schlichtes Buch für angehende Heilkundige, jedoch war der Inhalt von Relevanz. Der Behüter blätterte durch bis an das Kapitel über Blut und lies seinen Blick über die Zeilen gleiten.
"Uninteressant", seufzte er als nichts von wirklich großer Bedeutung in dem Kapitel stand, außer dass der Körper sich selbst mit Blut versorgt.
Eine Kleinigkeit die ihm eigentlich bewusst war und doch konnte er jetzt diese Kleinigkeit für sich nutzen, für Sarya nutzen.
Er strich sich mit zwei Fingern über den Hals bis an die Stelle an der sie zubiss und sah jene an. Die Wunde war zwar geschlossen, doch das Blut nicht vollkommen geronnen. An seinen Fingern befand sich etwas Blut mit dem Ihren sowie Speichel vermischt und er leckte vorsichtig darüber. Tristan seufzte auf als er für einen Augenblick wieder Sarya und ihre roten blutbefleckten Lippen sowie ihre weißen mit rötlichen Tropfen gezierten Zähne sah, ihre kühle makellose Haut spürte und wie seine Finger durch ihr Haar strichen.
Und dieser Blick... Am Abend davor sah er wie immer gebannt in ihre prächtigen Dunkelbraunen Augen die eine unergründliche Tiefe ausstrahlten. Und er spührte immer noch diesen Blick, sah Sarya vor dem geistigen Auge.
Er war ihr zwar fern, doch für diesen einen Moment an den er sich erinnerte, der sich förmlich in seinen Verstand einbrannte war er ihr nah und er genoss es... Genoss diesen Machtkampf zwischen den Beiden.
Tristan genoss es schlichtweg, auch die damit verbundenen Schmerzen und ihm wurde bewusst das er sich nach mehr sehnte.
Er würde sich ihr aufopfern und ihren Trieben erliegen, sein Blut und Leib für sie geben. Was er da wirklich dachte war ihm nicht klar, wie denn auch? Auch wenn eine leise Stimme des Verstandes flüsterte dass es falsch wäre, so fühlte es sich destotrotz richtig an...
"Wenn du zum Weibe gehst, vergiß die Peitsche nicht!"
- Friedrich Nietzsche
Zuletzt geändert von Tristan Wulfram am Mittwoch 4. Mai 2011, 15:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Sarya Lenia Vhelvet
Als er weg war, wusste sie nicht genau ob das Erleichterung oder Bedauern war was sie empfand, beide Gefühle waren ihr nicht sonderlich gut bekannt, aber es war wohl eine Mischung aus Beidem.
Einerseits musste sie sich nun keine Mühe mehr geben sich zu verstellen und ihr Innerstes zu unterdrücken, aber andererseits wäre es vielleicht niemals dazugekommen das sie es gezeigt hätte.
Wieder einmal hatte er geblutet, wie jedes Mal wenn er in ihrem Hause gewesen war und kurzzeitig schien sie wieder die Fassung zu verlieren.
Der Oberkörper beugte sich und jeweils Mittelfinger und Ringfinger beider Hände gruben sich in die Schläfen um den schmerzenden Kopf zu besänftigen.
Das dies nicht zu einer zufriedenstellenden Lösung führte, war ihr klar, aber dennoch musste sie versuchen wieder ihr eigener Herr zu werden.
Die sensiblen Sinne wieder so abstumpfen lassen das ihr weder Geruch, noch Geschmack, noch Aussehen etwas ausmachen würde.
Zumindest bei ihm, wäre es ein anderer gewesen, sie hätte einfach ihrem Verlangen nachgegeben und gut wäre es gewesen.
Dämonisch..Sie rieb sich die Augen und starrte in den Spiegel vor sich, war das ihr Spiegelbild? Sie war sich nicht mehr sicher, schon seit geraumer Zeit schien es als würde sie sich verändern.
Die Finger fuhren in die weiße Haarpracht und sie schloss ihre Augen dabei.
"Bloß nicht wahnsinnig werden" oder war sie es schon längst?
Krank und Verdorben, genau die richtige Kombination für eine Schattenmagierin würde nun die Meisterin sagen, vielleicht war es eine von ihr auferlegte Prüfung um sich würdig zu erweisen. Strotze der Liebe, strotze dem Mitgefühl und sei einfach das für was du ausersehen wurdest.
Aber für was war sie ausersehen?
Einerseits musste sie sich nun keine Mühe mehr geben sich zu verstellen und ihr Innerstes zu unterdrücken, aber andererseits wäre es vielleicht niemals dazugekommen das sie es gezeigt hätte.
Wieder einmal hatte er geblutet, wie jedes Mal wenn er in ihrem Hause gewesen war und kurzzeitig schien sie wieder die Fassung zu verlieren.
Der Oberkörper beugte sich und jeweils Mittelfinger und Ringfinger beider Hände gruben sich in die Schläfen um den schmerzenden Kopf zu besänftigen.
Das dies nicht zu einer zufriedenstellenden Lösung führte, war ihr klar, aber dennoch musste sie versuchen wieder ihr eigener Herr zu werden.
Die sensiblen Sinne wieder so abstumpfen lassen das ihr weder Geruch, noch Geschmack, noch Aussehen etwas ausmachen würde.
Zumindest bei ihm, wäre es ein anderer gewesen, sie hätte einfach ihrem Verlangen nachgegeben und gut wäre es gewesen.
Dämonisch..Sie rieb sich die Augen und starrte in den Spiegel vor sich, war das ihr Spiegelbild? Sie war sich nicht mehr sicher, schon seit geraumer Zeit schien es als würde sie sich verändern.
Die Finger fuhren in die weiße Haarpracht und sie schloss ihre Augen dabei.
"Bloß nicht wahnsinnig werden" oder war sie es schon längst?
Krank und Verdorben, genau die richtige Kombination für eine Schattenmagierin würde nun die Meisterin sagen, vielleicht war es eine von ihr auferlegte Prüfung um sich würdig zu erweisen. Strotze der Liebe, strotze dem Mitgefühl und sei einfach das für was du ausersehen wurdest.
Aber für was war sie ausersehen?
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Tristan Wulfram
Blut... Ihr köstliches Blut, süßlich und dunkelrot auf ihrem kühlen weißen Fleisch, umgeben von einem weiß-roten Meer ihrer blutbesudelten Haarpracht. Es war so herrlich für Tristan endlich frei zu sein, endlich das ausleben zu können was doch schon so lange in ihm schlummerte, in seinem ''ich'' aufkeimte und sich mit Wurzeln fest in ihm verankerte.
Sie verdarb ihn... Oder brachte doch nur das zum Vorschein was schon immer war? Was er schon immer verstecken musste?
War er wirklich ihr Gegenbild? Es gefiel ihm ihr zu gehören... Sie aber gleichzeitig als sein anzusehen.
Sie hassten einander und gehörten einander, selbst wenn er bei jeder Begegnung mit ihr die Tiefen seiner Seele erkundete, neue Abgründe fand und sie ans Tageslicht holte. Doch gefiel es ihm.
Es war ein Spiel... Ein schmerzhaftes Spiel. Und doch spielten beide es gerne, spielten es immer wenn sie sich sahen.
Ein Machtkampf, gegenseitige Dominanz.
Tristan erfreute es einen würdigen Gegner gefunden zu haben, einen Menschen der seinen Verstand benutzt um zu denken, nicht um nur vor sich hin zu vegetieren.
Du gehörst mir.
Ich gehöre dir und erhebe Anspruch auf dich.
Vielleicht wird er dir gewährt...
Es waren nur einige Worte die fielen und doch hallten sie ihm spät am Abend durch den Kopf. War dieses Spiel vielleicht eine Form der Bindung? Schließlich spielten nur sie es... Und mit jedem Mal wurde es intensiver, mit jedem Mal steigerte es sich weiter und es taten sich neue Abgründe in den Tiefen seiner Seele auf.
Wenn deine Freunde nur wüssten was du eigentlich bist...
Sie wussten es nicht. Und sie würden es auch nie erfahren. Still und heimlich würde er mit Sarya in der Hassliebe, geprägt von Zorn und Gier leiden. Die Blessuren die sie ihm zufügt, die Biss und Kratzspuren, die Spuren von Fingernägeln die sich unter die Haut drücken, die würde man wohl sehen, doch könnte Tristan jene mit Stoff bedecken oder als Kampfwunden abtun. Er konnte schon immer Dinge gut verbergen, das machte ihm als Behüter aus. Tristan atmete tief durch und schloss die Augen, lauschte dem leisen Knistern des Kaminfeuers und strich sich über die Bisswunde an seinem Hals. Sie fühlte sich immer noch warm an.
Und wieder überkam ihn dieses Bild...
Sie stand vor ihm und blickte ihn mit ihren tiefen dunklen Augen an, kam näher und öffnete den Mund, präsentierte ihre wunderschönen weißen Zähne, welche sie später in seinen Hals schlug.
Wie weit würden sie dieses Spiel noch treiben? Tristan hoffte es gäbe kein Ende, keine Grenzen, hoffte dass es immer steigerbar bleibt.
Das was sie für einander empfanden war keine Liebe, dafür war es schlichtweg zu intensiv, zu krank, zu schön...
Sie verdarb ihn... Oder brachte doch nur das zum Vorschein was schon immer war? Was er schon immer verstecken musste?
War er wirklich ihr Gegenbild? Es gefiel ihm ihr zu gehören... Sie aber gleichzeitig als sein anzusehen.
Sie hassten einander und gehörten einander, selbst wenn er bei jeder Begegnung mit ihr die Tiefen seiner Seele erkundete, neue Abgründe fand und sie ans Tageslicht holte. Doch gefiel es ihm.
Es war ein Spiel... Ein schmerzhaftes Spiel. Und doch spielten beide es gerne, spielten es immer wenn sie sich sahen.
Ein Machtkampf, gegenseitige Dominanz.
Tristan erfreute es einen würdigen Gegner gefunden zu haben, einen Menschen der seinen Verstand benutzt um zu denken, nicht um nur vor sich hin zu vegetieren.
Du gehörst mir.
Ich gehöre dir und erhebe Anspruch auf dich.
Vielleicht wird er dir gewährt...
Es waren nur einige Worte die fielen und doch hallten sie ihm spät am Abend durch den Kopf. War dieses Spiel vielleicht eine Form der Bindung? Schließlich spielten nur sie es... Und mit jedem Mal wurde es intensiver, mit jedem Mal steigerte es sich weiter und es taten sich neue Abgründe in den Tiefen seiner Seele auf.
Wenn deine Freunde nur wüssten was du eigentlich bist...
Sie wussten es nicht. Und sie würden es auch nie erfahren. Still und heimlich würde er mit Sarya in der Hassliebe, geprägt von Zorn und Gier leiden. Die Blessuren die sie ihm zufügt, die Biss und Kratzspuren, die Spuren von Fingernägeln die sich unter die Haut drücken, die würde man wohl sehen, doch könnte Tristan jene mit Stoff bedecken oder als Kampfwunden abtun. Er konnte schon immer Dinge gut verbergen, das machte ihm als Behüter aus. Tristan atmete tief durch und schloss die Augen, lauschte dem leisen Knistern des Kaminfeuers und strich sich über die Bisswunde an seinem Hals. Sie fühlte sich immer noch warm an.
Und wieder überkam ihn dieses Bild...
Sie stand vor ihm und blickte ihn mit ihren tiefen dunklen Augen an, kam näher und öffnete den Mund, präsentierte ihre wunderschönen weißen Zähne, welche sie später in seinen Hals schlug.
Wie weit würden sie dieses Spiel noch treiben? Tristan hoffte es gäbe kein Ende, keine Grenzen, hoffte dass es immer steigerbar bleibt.
Das was sie für einander empfanden war keine Liebe, dafür war es schlichtweg zu intensiv, zu krank, zu schön...
Zuletzt geändert von Tristan Wulfram am Sonntag 15. Mai 2011, 13:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Sarya Lenia Vhelvet
Das er es noch einmal wagte bei ihr hereinzuschneien nach der letzten Begegnung, nach der letzten verbalen Kabbelei hätte sie nicht gedacht und für einen Moment ließ ihre Gesichtsmimik die Überraschung deutlich zeigen, ehe auch diese wieder unter die Kontrolle gebracht wurde.
Was sich zum Ende des Abend noch ergab war im Nachhinein ein recht unglaublicher Wandel von Abneigung zu Verlangen.
"Ich hasse dich", die Worte zogen sie an, sie waren nicht so wertlos wie manch andere die zwischen zwei enger Verbundenden gewechselt wurden.
Liebe war ihr völlig fremd, aber Hass, Zorn, Wut das waren alltägliche Begleiter in ihrem Leben gewesen, von Anfang bis Ende. Sie waren vertrauter und weckten ein wohliges Gefühl, das sich durch den Körper zog, wie das Eindringen feinster Nadeln in die Haut den Rücken hinab.
Die Blutflecken auf den Textilien, auf den Fliesen würden vermutlich niemals vollständig zu entfernen seien, aber sie hatten nicht mehr die Wirkung wie das warme, nasse Lebenselexier, das frisch aus der zubereiteten Wunde strömte.
Dies hatte keinen Hauch Leben mehr an sich und deswegen war es für sie uninteressant und ließ es von ihrer ängstlich dreinblickenden Hausmagd wegwischen, die alle paar Tage einmal vorbeikam um die Räumlichkeiten der Weißhaarigen zu säubern.
Tristan hatte eine kleine, aber spührbare Furchte in ihr Leben gezogen, was dies für sie beide Bedeuten würde, war noch abzuwarten. Zumindest verlängerte das seine Lebensspanne um ein paar jämmerliche Jahre.
Was sich zum Ende des Abend noch ergab war im Nachhinein ein recht unglaublicher Wandel von Abneigung zu Verlangen.
"Ich hasse dich", die Worte zogen sie an, sie waren nicht so wertlos wie manch andere die zwischen zwei enger Verbundenden gewechselt wurden.
Liebe war ihr völlig fremd, aber Hass, Zorn, Wut das waren alltägliche Begleiter in ihrem Leben gewesen, von Anfang bis Ende. Sie waren vertrauter und weckten ein wohliges Gefühl, das sich durch den Körper zog, wie das Eindringen feinster Nadeln in die Haut den Rücken hinab.
Die Blutflecken auf den Textilien, auf den Fliesen würden vermutlich niemals vollständig zu entfernen seien, aber sie hatten nicht mehr die Wirkung wie das warme, nasse Lebenselexier, das frisch aus der zubereiteten Wunde strömte.
Dies hatte keinen Hauch Leben mehr an sich und deswegen war es für sie uninteressant und ließ es von ihrer ängstlich dreinblickenden Hausmagd wegwischen, die alle paar Tage einmal vorbeikam um die Räumlichkeiten der Weißhaarigen zu säubern.
Tristan hatte eine kleine, aber spührbare Furchte in ihr Leben gezogen, was dies für sie beide Bedeuten würde, war noch abzuwarten. Zumindest verlängerte das seine Lebensspanne um ein paar jämmerliche Jahre.
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Tristan Wulfram
[img]http://666kb.com/i/btzkl9qkd4iasmru5.jpg[/img]
Blutflecken. Immer noch.
Der Tag neigte sich dem Ende und immer noch fand er ihr und sein Blut an seinem Leib, die Schultern und der Rücken von ihr gegeißelt und geschunden, voller roter Striemen die sich durch ihre Fingernägel in seine Haut zeichneten. Was wohl geschehen war...
Getrieben und entfesselt zog sein Verstand Bilanzen und floh, was zurückblieb war ein Bündel von ungezügelten Emotionen, Instinkt.
Das Handeln im Affekt trieb Tristan zu etwas wozu er nie im Stande gewesen wäre, Geistig nie im Stande gewesen wäre. Und doch sah er sich in jener Dämmerung selbst beim Handeln zu und erkannte das sein Willen für einen Augenblick gebrochen war.
Es war verstörend wozu er doch im Stande war, vielleicht stand er sich andauernd nur selbst im Weg? Vielleicht heuchelte er sich selbst etwas vor um nicht weiter nach Macht streben zu können, sondern um sich selbst einzureden er hätte das Ziel erreicht?
Tristan kannte sich als schöpferisches Wesen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, mit einem ästhetischen Empfinden, doch wenn er zu solchen Taten fähig war, wozu noch?
-----------------------------------------------------------------------
Tristan seufzte auf und riss sich von seinen Gedanken los, schlug das Buch zu und versteckte es unter einer lockeren Kellerfliese wo es niemand finden sollte. Viel zu oft machten sich andere falsche Sorgen um ihn, viel zu oft versuchten sie ihn von seinem Streben nach Erfolg abzubringen. Und nun würden sie es nicht wieder tun, nun würde er still und heimlich seinen Weg gehen.
Er kannte das Gute in der Welt, kannte die schöpferischen Möglichkeiten welche er hatte.
Aber in vergangenen Jahren verschloss sich Tristan lange vor der anderen Seite, viele haben ihn daran gehindert sich ihr zuzuwenden, sein Wissen zu erweitern. Doch diese Personen sind nun aus seinem Leben gewichen und geblieben ist eine unendliche Weite in der Dunkelheit welche ihm mehr bietet, neues zugänglich macht. Tristan musste seinen Glauben zurückstellen und die Welt ohne Sitte und Moral betrachten, die Welt betrachten wie sie ist. Seine eigenen Schranken zerbrechen und über sich hinaus wachsen. Und das tat er bereits Unterbewusst.
Seine pazifistischen Neigungen legte er schon vor einigen Wochen ab als er sein Herz der Blutsrache verschrieb, als er beschloss mit Gewalt und nicht mit Worten vorzugehen. Denn was in Bajard Gerechtigkeit genannt wurde war für ihn nicht mehr als ein Scheingesetz, eine tote Regierung und ein wehrloses Dorf das der Anarchie erlag. Und wo es kein Richterliches Gesetz gab, da gab es das Natürliche Gesetz.
Die Schwachen beugen sich den Starken. Die Natürliche Selektion. Doch wenn dieses Gesetz im Krieg und der Natur vorkam, so musste es auch nun gelten.
Und so saß Tristan vor dem großen Kamin im Keller und sah nachdenklich in die Flammen, durchforstete sein "Sein" und fragte sich selbst ob das Leben gerecht mit ihm war und wo es Gerechtigkeit gibt. Und schon die Vergangenheit führte ihn langsam zu seiner Antwort.
Mit Adrienne und Teurus wollte er das Gesetz Bajards selbst in die Hand nehmen, jedoch nicht mit Worten wie zuvor. Er wollte blanken Diamantenstahl sprechen lassen, radikal gegen die Aggressoren vorgehen.
"Es gibt keine Gerechtigkeit, nur Macht!"
Eine erste Erkenntnis zu der er kam, wenn auch recht spät. Vielleicht wäre so einiges anders wenn er sich früher für ein härteres Vorgehen eingesetzt hätte, sein eigenes Gesetz geschrieben hätte.
Und so kam es dass Tristan erkannte, dass Sarya ihn nicht von seinem Pfad abbringen wird, sondern ihm den richigen Weg weisen will.
Blutflecken. Immer noch.
Der Tag neigte sich dem Ende und immer noch fand er ihr und sein Blut an seinem Leib, die Schultern und der Rücken von ihr gegeißelt und geschunden, voller roter Striemen die sich durch ihre Fingernägel in seine Haut zeichneten. Was wohl geschehen war...
Getrieben und entfesselt zog sein Verstand Bilanzen und floh, was zurückblieb war ein Bündel von ungezügelten Emotionen, Instinkt.
Das Handeln im Affekt trieb Tristan zu etwas wozu er nie im Stande gewesen wäre, Geistig nie im Stande gewesen wäre. Und doch sah er sich in jener Dämmerung selbst beim Handeln zu und erkannte das sein Willen für einen Augenblick gebrochen war.
Es war verstörend wozu er doch im Stande war, vielleicht stand er sich andauernd nur selbst im Weg? Vielleicht heuchelte er sich selbst etwas vor um nicht weiter nach Macht streben zu können, sondern um sich selbst einzureden er hätte das Ziel erreicht?
Tristan kannte sich als schöpferisches Wesen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, mit einem ästhetischen Empfinden, doch wenn er zu solchen Taten fähig war, wozu noch?
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Tristan seufzte auf und riss sich von seinen Gedanken los, schlug das Buch zu und versteckte es unter einer lockeren Kellerfliese wo es niemand finden sollte. Viel zu oft machten sich andere falsche Sorgen um ihn, viel zu oft versuchten sie ihn von seinem Streben nach Erfolg abzubringen. Und nun würden sie es nicht wieder tun, nun würde er still und heimlich seinen Weg gehen.
Er kannte das Gute in der Welt, kannte die schöpferischen Möglichkeiten welche er hatte.
Aber in vergangenen Jahren verschloss sich Tristan lange vor der anderen Seite, viele haben ihn daran gehindert sich ihr zuzuwenden, sein Wissen zu erweitern. Doch diese Personen sind nun aus seinem Leben gewichen und geblieben ist eine unendliche Weite in der Dunkelheit welche ihm mehr bietet, neues zugänglich macht. Tristan musste seinen Glauben zurückstellen und die Welt ohne Sitte und Moral betrachten, die Welt betrachten wie sie ist. Seine eigenen Schranken zerbrechen und über sich hinaus wachsen. Und das tat er bereits Unterbewusst.
Seine pazifistischen Neigungen legte er schon vor einigen Wochen ab als er sein Herz der Blutsrache verschrieb, als er beschloss mit Gewalt und nicht mit Worten vorzugehen. Denn was in Bajard Gerechtigkeit genannt wurde war für ihn nicht mehr als ein Scheingesetz, eine tote Regierung und ein wehrloses Dorf das der Anarchie erlag. Und wo es kein Richterliches Gesetz gab, da gab es das Natürliche Gesetz.
Die Schwachen beugen sich den Starken. Die Natürliche Selektion. Doch wenn dieses Gesetz im Krieg und der Natur vorkam, so musste es auch nun gelten.
Und so saß Tristan vor dem großen Kamin im Keller und sah nachdenklich in die Flammen, durchforstete sein "Sein" und fragte sich selbst ob das Leben gerecht mit ihm war und wo es Gerechtigkeit gibt. Und schon die Vergangenheit führte ihn langsam zu seiner Antwort.
Mit Adrienne und Teurus wollte er das Gesetz Bajards selbst in die Hand nehmen, jedoch nicht mit Worten wie zuvor. Er wollte blanken Diamantenstahl sprechen lassen, radikal gegen die Aggressoren vorgehen.
"Es gibt keine Gerechtigkeit, nur Macht!"
Eine erste Erkenntnis zu der er kam, wenn auch recht spät. Vielleicht wäre so einiges anders wenn er sich früher für ein härteres Vorgehen eingesetzt hätte, sein eigenes Gesetz geschrieben hätte.
Und so kam es dass Tristan erkannte, dass Sarya ihn nicht von seinem Pfad abbringen wird, sondern ihm den richigen Weg weisen will.
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Tristan Wulfram
Neue Gedanken, neue Wege...
Wie schnell sich das Leben doch in wenigen Momenten ändern kann, wie unverhofft die Wendung stattfindet.
Aber so geschah es. Unumkehrbar. Unvorhersehbar.
Und plötzlich wart alles anders, nichts wird so wie früher sein, der Weg wurde geöffnet, den Pfad zurück gibt es nicht mehr.
Was sich Tristan öffnete war eine neue Welt mit unvorhersehbaren Möglichkeiten seinen Idealen und Zielen zu folgen, ohne Zweifel verdankte er Sarya diesen Weg, gerade dieses Wesen welches er mit einem Dolch verletzte, gar töten wollte er sie. Sie konnte seinen Wesenskern immer zu unerwarten Taten treiben, nicht minder als ein Mal bereute sie es sicherlich, doch Tristan?
Tristan konnte sich nun frei entfalten, konnte seinen Weg gehen und der bedingungslosen maximierung der geistigen Macht nachstreben, mit Sarya. Wie beeindruckend es doch war wie eine einzelne Person ein ganzes Leben verändern kann, vielleicht beruhte dies auf Gegenseitigkeit?
Womöglich profitierten sie beide von dieser Beziehung. Keine Beziehung im allgemeinen Sinne, oder vielleicht doch.
Die Gesamtsituation war merkürdig, fast schon bemerkenswert. Alles war neu.
Es war anders.
Es war krank.
Es gefiel ihm.
Es war Sarya.
Wahrscheinlich würde er mit ihr zusammen bleiben wollen. Tristan hat sich bisher noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht wie es nun weiter gehen würde. Wohl wird er sie nicht verstoßen, noch ist sie interessant, noch bietet sie der Tristesse und Lethargie des Alltags die Stirn. Und noch empfindet er für sie. Ob dies so bleiben würde?
Spätestens in Ordenstracht müsste er wieder den Schleier des Hasses um sich legen, ob er das könnte? Zweifelsohne.
Er freute sich insgeheim schon darauf zu erleben wie sie ihn versuchen würde zu unterwerfen und gefügig zu machen. Aber vor allem freute er sich auf die Rache außerhalb des Ordens.
Seine Rache war bisher immer zufriedenstellend: Ob es nun das gewohnte Spiel mit Erwartung und Angst, Lust und Schmerz oder schlichtweg der blanke Zynismus war. Das Ziel wurde immer erreicht.
Und auf seine Rache folgte die Ihre... Und so würde sich das Rad ohne fremden Einfluss auch weiterhin drehen.
Vier Tage. Ihm blieben noch vier Tage. Dann würde alles einen höheren Grad erreichen, wieder.
Wie schnell sich das Leben doch in wenigen Momenten ändern kann, wie unverhofft die Wendung stattfindet.
Aber so geschah es. Unumkehrbar. Unvorhersehbar.
Und plötzlich wart alles anders, nichts wird so wie früher sein, der Weg wurde geöffnet, den Pfad zurück gibt es nicht mehr.
Was sich Tristan öffnete war eine neue Welt mit unvorhersehbaren Möglichkeiten seinen Idealen und Zielen zu folgen, ohne Zweifel verdankte er Sarya diesen Weg, gerade dieses Wesen welches er mit einem Dolch verletzte, gar töten wollte er sie. Sie konnte seinen Wesenskern immer zu unerwarten Taten treiben, nicht minder als ein Mal bereute sie es sicherlich, doch Tristan?
Tristan konnte sich nun frei entfalten, konnte seinen Weg gehen und der bedingungslosen maximierung der geistigen Macht nachstreben, mit Sarya. Wie beeindruckend es doch war wie eine einzelne Person ein ganzes Leben verändern kann, vielleicht beruhte dies auf Gegenseitigkeit?
Womöglich profitierten sie beide von dieser Beziehung. Keine Beziehung im allgemeinen Sinne, oder vielleicht doch.
Die Gesamtsituation war merkürdig, fast schon bemerkenswert. Alles war neu.
Es war anders.
Es war krank.
Es gefiel ihm.
Es war Sarya.
Wahrscheinlich würde er mit ihr zusammen bleiben wollen. Tristan hat sich bisher noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht wie es nun weiter gehen würde. Wohl wird er sie nicht verstoßen, noch ist sie interessant, noch bietet sie der Tristesse und Lethargie des Alltags die Stirn. Und noch empfindet er für sie. Ob dies so bleiben würde?
Spätestens in Ordenstracht müsste er wieder den Schleier des Hasses um sich legen, ob er das könnte? Zweifelsohne.
Er freute sich insgeheim schon darauf zu erleben wie sie ihn versuchen würde zu unterwerfen und gefügig zu machen. Aber vor allem freute er sich auf die Rache außerhalb des Ordens.
Seine Rache war bisher immer zufriedenstellend: Ob es nun das gewohnte Spiel mit Erwartung und Angst, Lust und Schmerz oder schlichtweg der blanke Zynismus war. Das Ziel wurde immer erreicht.
Und auf seine Rache folgte die Ihre... Und so würde sich das Rad ohne fremden Einfluss auch weiterhin drehen.
Vier Tage. Ihm blieben noch vier Tage. Dann würde alles einen höheren Grad erreichen, wieder.
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Tristan Wulfram
Zwei Gesichter zeigte sie mir bereits, eigentlich drei... Wie viele hat sie noch? Sie wird berechenbar, bleibt sie es auch?
Tristan gingen verschiedene Gedanken durch seinen Kopf bezüglich seines Werdeganges und der Gesamtsituation in welcher er sich nun befand. Es würde nicht mehr lange dauern, da würde ihn schon die Prüfung zum Aufstieg bevorstehen, da würde er noch mehr Wissen anstreben können, noch mehr Macht. Mittlerweile hatte er ohnehin schon mehr als er sich vor einiger Zeit in seinen dunkelsten Träumen hätte ausmalen können. Er hatte Sarya, zumindest als Partnerin. Wobei Tristan auch nicht immer bewusst ist wie nun genau ihre Beziehung zu beschreiben war, auch wenn sie mittlerweile im gleichen Haus lebten.
Sarya zeigte bisher drei Facetten ihrer selbst. Die zärtliche Sarya die sich der Nähe nicht verschließt, die Arkorither Sarya welche durch ihre distanziert-kalte Art auffällt und die unkontrollierbare besessene Sarya, welche ihn bis heute noch recht skurril war. Doch liebte er alle ihre Facetten, es war eben Sarya. Und so störte er sich auch nicht daran eine Nacht in den Kerkern der Burg zu verbringen um dort entsprechend üben zu können, das Gelernte zu rekapitulieren.
Tristan führte immer ein Stiefelmesser mit sich welches nun ein wunderbarer Zeitvertrieb für ihn wurde. Ohne lange zu zögern entledigte er sich des rechten Stiefels und legte die scharfe Klinge an die Haut oberhalb des Knöchels. Mit einem leichten Schmunzeln zog er sie dann einmal um diese Stelle an seinem Bein und betrachtete die blutige Zeichnung welche er erschaffen hat. Auch wenn der Schmerz ihn zum Zusammenkneifen seiner Augen zwang so war es Tristan im Rahmen des Möglichen die nötige Konzentration zu fassen um seine eigene Liedstruktur zu erkunden und in eine unaussprechliche Vertrautheit mit sich selbst zu gelangen. Die Erkenntnis des eigenen Klanges war die Voraussetzung um gerade jenen wieder zu seinem Urklang zu bringen. Dies erreichte er indem er die Elementarteilchen seiner Umgebung auf brutalste Weise entriss und in die fehlerhafte Struktur seines Leibes einfügte. Und es gelang. Und so sah man ihn dort auch die ganze Nacht sitzen, sich immer wieder ins Fleisch schneidend...
Tristan gingen verschiedene Gedanken durch seinen Kopf bezüglich seines Werdeganges und der Gesamtsituation in welcher er sich nun befand. Es würde nicht mehr lange dauern, da würde ihn schon die Prüfung zum Aufstieg bevorstehen, da würde er noch mehr Wissen anstreben können, noch mehr Macht. Mittlerweile hatte er ohnehin schon mehr als er sich vor einiger Zeit in seinen dunkelsten Träumen hätte ausmalen können. Er hatte Sarya, zumindest als Partnerin. Wobei Tristan auch nicht immer bewusst ist wie nun genau ihre Beziehung zu beschreiben war, auch wenn sie mittlerweile im gleichen Haus lebten.
Sarya zeigte bisher drei Facetten ihrer selbst. Die zärtliche Sarya die sich der Nähe nicht verschließt, die Arkorither Sarya welche durch ihre distanziert-kalte Art auffällt und die unkontrollierbare besessene Sarya, welche ihn bis heute noch recht skurril war. Doch liebte er alle ihre Facetten, es war eben Sarya. Und so störte er sich auch nicht daran eine Nacht in den Kerkern der Burg zu verbringen um dort entsprechend üben zu können, das Gelernte zu rekapitulieren.
Tristan führte immer ein Stiefelmesser mit sich welches nun ein wunderbarer Zeitvertrieb für ihn wurde. Ohne lange zu zögern entledigte er sich des rechten Stiefels und legte die scharfe Klinge an die Haut oberhalb des Knöchels. Mit einem leichten Schmunzeln zog er sie dann einmal um diese Stelle an seinem Bein und betrachtete die blutige Zeichnung welche er erschaffen hat. Auch wenn der Schmerz ihn zum Zusammenkneifen seiner Augen zwang so war es Tristan im Rahmen des Möglichen die nötige Konzentration zu fassen um seine eigene Liedstruktur zu erkunden und in eine unaussprechliche Vertrautheit mit sich selbst zu gelangen. Die Erkenntnis des eigenen Klanges war die Voraussetzung um gerade jenen wieder zu seinem Urklang zu bringen. Dies erreichte er indem er die Elementarteilchen seiner Umgebung auf brutalste Weise entriss und in die fehlerhafte Struktur seines Leibes einfügte. Und es gelang. Und so sah man ihn dort auch die ganze Nacht sitzen, sich immer wieder ins Fleisch schneidend...
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Tristan Wulfram
Tod... Wie faszinierend er doch ist. Für den Menschen die größte Pein und doch denkt jener sein Leben lang nur an den Tod, an das Unausweichliche. Kunst und Kultur sollen uns vom Tod ablenken, wir essen und schlafen damit wir nicht sterben... Gar unsere Urtriebe sagen uns was für uns tödlich ist.
Angst ist nichts weiter als eine Warnung vor dem Tode...
Doch der Tod ist mir kein Feind mehr, nur ein Werkzeug um mein Werk zu vollrichten...
Es war schon nun einige Wochen, vielleicht auch Mondläufe her, da zog er zu Sarya nach Düstersee und lies somit sein altes Leben endgültig zurück. Selene war nichts weiter als eine namenlose Gestalt auf einem Portrait welches er noch im Kellerwarenlager hatte. Auch die anderen kannte Tristan nicht mehr und so schien es wie ein milchig trüber Vorhang welcher sich über diverse Zeitintervalle der Vergangenheit legte. Es war keineswegs unangenehm. Es war einfach nur.
Nachdem er seinen neuen Lebensweg einschlug offenbarten sich ihm viele Geheimnisse und Gegebenheiten welche ihm vorher lang verborgen waren. Nun aber zum Greifen nah sind. Ob Sarya dazu gehört?
Tristan wusste es nicht so recht. Es war ohnehin sehr schwierig zu beschreiben wie die Beiden zueinander standen oder ob sie überhaupt seine Gattin war. Ihre Beziehung zueinander war alles Andere als unkompliziert.
Dies wurde ihm schon bewusst als Marzius ihm die Karten überlies welche Sarya haben wollte und sie als seine Gattin bezeichnet hat. Marzius war ohnehin ein sehr eigenartiger Schreiner, doch mochte Tristan es mit ihm Zeit zu verbringen. Es war Tristan nämlich meistens möglich irgendein Unheil heraufzubeschwören wenn die Beiden etwas Miteinander unternommen haben. Meistens musste nur ein Spielzeug gefunden werden welches nur allzu gerne in Unheil verwickelt wird. Die Blauhaut Je´yuxalae, oder einfach nur Jey, eignete sich perfekt dafür. Zwar musste bisher meisten Marzius den Kopf hinhalten, aber dies störte Tristan nicht. Er hatte seinen Spaß. Und wenn Marzius jenen hatte, dann war es auch in Ordnung.
Darüber hinaus lenkte er Tristan nur allzu gerne von seinen Studien ab, was Tristan aber nicht störte. Er war ohnehin der Meinung die Lebenszeit sei zu kostbar um die Nacht zu verschlafen.
Von daher durfte er auch diese letzte Nacht seinen Studien nachkommen und sich für die kommende Prüfung vorbereiten, welcher er mit einer gewissen Aufregung entgegensah. Mit jeder Seite die er las, mit jeder Unterrichtsstunde die er über sich ergehen ließ und mit jedem Tag in Düstersee entfernte er sich immer weiter von seinem Alten ich. Jeder Tag war ein weiterer Schritt zum Endziel Sarya die Stirn bieten zu können, aber auch ein Schritt in die Dunkelheit und vielleicht auch in den Tod.
Doch diesen Schritt tat er gerne.
Angst ist nichts weiter als eine Warnung vor dem Tode...
Doch der Tod ist mir kein Feind mehr, nur ein Werkzeug um mein Werk zu vollrichten...
Es war schon nun einige Wochen, vielleicht auch Mondläufe her, da zog er zu Sarya nach Düstersee und lies somit sein altes Leben endgültig zurück. Selene war nichts weiter als eine namenlose Gestalt auf einem Portrait welches er noch im Kellerwarenlager hatte. Auch die anderen kannte Tristan nicht mehr und so schien es wie ein milchig trüber Vorhang welcher sich über diverse Zeitintervalle der Vergangenheit legte. Es war keineswegs unangenehm. Es war einfach nur.
Nachdem er seinen neuen Lebensweg einschlug offenbarten sich ihm viele Geheimnisse und Gegebenheiten welche ihm vorher lang verborgen waren. Nun aber zum Greifen nah sind. Ob Sarya dazu gehört?
Tristan wusste es nicht so recht. Es war ohnehin sehr schwierig zu beschreiben wie die Beiden zueinander standen oder ob sie überhaupt seine Gattin war. Ihre Beziehung zueinander war alles Andere als unkompliziert.
Dies wurde ihm schon bewusst als Marzius ihm die Karten überlies welche Sarya haben wollte und sie als seine Gattin bezeichnet hat. Marzius war ohnehin ein sehr eigenartiger Schreiner, doch mochte Tristan es mit ihm Zeit zu verbringen. Es war Tristan nämlich meistens möglich irgendein Unheil heraufzubeschwören wenn die Beiden etwas Miteinander unternommen haben. Meistens musste nur ein Spielzeug gefunden werden welches nur allzu gerne in Unheil verwickelt wird. Die Blauhaut Je´yuxalae, oder einfach nur Jey, eignete sich perfekt dafür. Zwar musste bisher meisten Marzius den Kopf hinhalten, aber dies störte Tristan nicht. Er hatte seinen Spaß. Und wenn Marzius jenen hatte, dann war es auch in Ordnung.
Darüber hinaus lenkte er Tristan nur allzu gerne von seinen Studien ab, was Tristan aber nicht störte. Er war ohnehin der Meinung die Lebenszeit sei zu kostbar um die Nacht zu verschlafen.
Von daher durfte er auch diese letzte Nacht seinen Studien nachkommen und sich für die kommende Prüfung vorbereiten, welcher er mit einer gewissen Aufregung entgegensah. Mit jeder Seite die er las, mit jeder Unterrichtsstunde die er über sich ergehen ließ und mit jedem Tag in Düstersee entfernte er sich immer weiter von seinem Alten ich. Jeder Tag war ein weiterer Schritt zum Endziel Sarya die Stirn bieten zu können, aber auch ein Schritt in die Dunkelheit und vielleicht auch in den Tod.
Doch diesen Schritt tat er gerne.
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Tristan Wulfram
Theorie, Praxis und ihre Tücken
Schon einige Wochen lang saß Tristan daheim und kämpfte sich förmlich durch backsteindicke Bücher welche in den Kellerregalen vor sich hin staubten und mehr als nur veraltet waren. Die dort geschriebenen Worte waren... konservativ, spärlich, knapp. Die Bücher erfüllten Inhaltlich Tristans Anforderungen nicht einmal im Geringsten, was jedoch nicht sehr bedauerlich war, denn nun hatte Tristan eine neue Beschäftigung. Jetzt da Sarya ohnehin so gut wie nie zu sehen war brauchte Tristan unbedingt eine neue Freizeitbeschäftung und da kam das Schreiben eines Buches perfekt. Wenn das Thema Anatomie auch etwas brisanter war... Doch ist das Leben nie leicht und das Sterben nur umso einfacher.
Und so geschah es das Tristan am Abend Düstersee verließ und nach Varuna ging, denn dies war womöglich der beste Ort für seine Studien. Es dauerte nicht lange in einer Vollmondsnacht die ersten verlorenen Seelen stöhnend und schlurfend vor Varuna zu sehen. Untote. natürlich hat er zuvor an lebendigen Kaninchen und Kleintieren geübt, aber durch das Gezappel entstand immer ein gewaltiges Blutbad. Manchmal kugelten sich die Tiere auch die Gelenke aus, was eher kontraproduktiv war. Doch konnte man die Funktionsweise eines Körpers nur mäßig an einer Leiche erkennen, dafür jedoch den Aufbau.
Es dauerte etwas bis Tristan in der Nacht ein geeignetes Untersuchungsobjekt finden konnte, jedoch nicht weil es dunkel war. Im Vollmondslicht konnte er sogar sehr gut die einzelnen Untoten erkennen, doch musste er erst einen "frischen" finden welcher noch eher Menschlich als Untot war. Und tatsächlich gelang dies auch. Im zweiten Stockwerk eines Fachwerkhauses war genau ein solcher Untoter, womöglich ein gescheiterter Abenteurer... Das hielt jedoch Tristan nicht davon ab in das Haus vor der Stadt einzudringen und dem Untoten gegenüber zu treten. Glücklicherweise konnte er das Unwesen überraschen und ihm sogleich einen leeren Kartoffelsack über den Kopf ziehen. Von da an war es etwas einfacher den gescheiterten Abenteurer endgültig zu überwältigen und ihn mit dicken Seilen an einen massiven Eichentisch zu fesseln. Es war etwas einfacher... Eigentlich war es nur eine einzige Schlägerei, doch der Zweck heiligt die Mittel und jener Untote war zu höheren Bestimmt.
Tristan legte sich eine Fleischerschürze um und zog sich lange Weichlederhandschuhe über welche er in einer hübschen Ledertasche mit vielen eisernen Utensilien aufbewahrte und schritt auf den Untoten zu. Es war für ihn schön anzusehen wie das Skalpell im Kerzenschein aufblitzte als er auf den fixierten Untoten zutrat und die Klinge an die blasse, kalte Haut legte. Er fing direkt am Brustkorb an und entfernte die Haut Stück für Stück. Dass der Untote alles andere als begeistert davon war störte Tristan nicht. Er begann den Torso wie ein Uhrwerk zu zerlegen, Stück für Stück. Die Innereien wurden auf dem Boden aufgereiht und dokumentiert, alles Schriftlich. Doch musste er sich sputen, denn spätestens bei Tagesanbruch könnten sich Neugierige in das Haus verirren, was eher einer Ruine glich. So arbeitete er zu hastig... zu schlampig... Nach einigen Stunden brach der Tag an und er musste verschwinden, und zwar schnell. Der noch zuckende Untote wurde mit einer Knochensäge von seinem Leid erlöst indem der Kopf vom Körper getrennt wurde, danach auch die Arme und Beine. Zwar waren die Gliedmaßen nicht überlebensrelevant für den Untoten, doch hatte Tristan eine gewisse Freude daran den Untoten zu zerlegen. Die Leichenteile wurden dann in den Keller der Hausruine geworfen und dort ihrem Schicksal überlassen, das Werkzeug sowie Seile wurden in die Ledertasche gepackt und mitgenommen. Nur die Schürze wurde vor Ort verbrannt ehe er hastigen Schrittes davonlief.
In Düstersee angekommen wurde das Werkzeug in den Sezierraum gebracht und entsprechend gereinigt, erst danach begutachtete er seine Niederschriften und Ergebnisse. Zu seiner Enttäuschung war ein Großteil dessen viel zu ungenau und unpräzise. Nur die Aufzeichnungen über den Magen-Darm-Trakt waren für weitere Untersuchungen zu verwenden. Tristan wurde die Dringlichkeit zeitlicher Freiheit bewusst. Er musste es schaffen ein Humanoides Wesen nach Düstersee zu schaffen, in den Sezierraum. Denn dort könnte er es über einige Tage hinweg "studieren".
Nun blieb noch die Frage wen oder was und wie...
Schon einige Wochen lang saß Tristan daheim und kämpfte sich förmlich durch backsteindicke Bücher welche in den Kellerregalen vor sich hin staubten und mehr als nur veraltet waren. Die dort geschriebenen Worte waren... konservativ, spärlich, knapp. Die Bücher erfüllten Inhaltlich Tristans Anforderungen nicht einmal im Geringsten, was jedoch nicht sehr bedauerlich war, denn nun hatte Tristan eine neue Beschäftigung. Jetzt da Sarya ohnehin so gut wie nie zu sehen war brauchte Tristan unbedingt eine neue Freizeitbeschäftung und da kam das Schreiben eines Buches perfekt. Wenn das Thema Anatomie auch etwas brisanter war... Doch ist das Leben nie leicht und das Sterben nur umso einfacher.
Und so geschah es das Tristan am Abend Düstersee verließ und nach Varuna ging, denn dies war womöglich der beste Ort für seine Studien. Es dauerte nicht lange in einer Vollmondsnacht die ersten verlorenen Seelen stöhnend und schlurfend vor Varuna zu sehen. Untote. natürlich hat er zuvor an lebendigen Kaninchen und Kleintieren geübt, aber durch das Gezappel entstand immer ein gewaltiges Blutbad. Manchmal kugelten sich die Tiere auch die Gelenke aus, was eher kontraproduktiv war. Doch konnte man die Funktionsweise eines Körpers nur mäßig an einer Leiche erkennen, dafür jedoch den Aufbau.
Es dauerte etwas bis Tristan in der Nacht ein geeignetes Untersuchungsobjekt finden konnte, jedoch nicht weil es dunkel war. Im Vollmondslicht konnte er sogar sehr gut die einzelnen Untoten erkennen, doch musste er erst einen "frischen" finden welcher noch eher Menschlich als Untot war. Und tatsächlich gelang dies auch. Im zweiten Stockwerk eines Fachwerkhauses war genau ein solcher Untoter, womöglich ein gescheiterter Abenteurer... Das hielt jedoch Tristan nicht davon ab in das Haus vor der Stadt einzudringen und dem Untoten gegenüber zu treten. Glücklicherweise konnte er das Unwesen überraschen und ihm sogleich einen leeren Kartoffelsack über den Kopf ziehen. Von da an war es etwas einfacher den gescheiterten Abenteurer endgültig zu überwältigen und ihn mit dicken Seilen an einen massiven Eichentisch zu fesseln. Es war etwas einfacher... Eigentlich war es nur eine einzige Schlägerei, doch der Zweck heiligt die Mittel und jener Untote war zu höheren Bestimmt.
Tristan legte sich eine Fleischerschürze um und zog sich lange Weichlederhandschuhe über welche er in einer hübschen Ledertasche mit vielen eisernen Utensilien aufbewahrte und schritt auf den Untoten zu. Es war für ihn schön anzusehen wie das Skalpell im Kerzenschein aufblitzte als er auf den fixierten Untoten zutrat und die Klinge an die blasse, kalte Haut legte. Er fing direkt am Brustkorb an und entfernte die Haut Stück für Stück. Dass der Untote alles andere als begeistert davon war störte Tristan nicht. Er begann den Torso wie ein Uhrwerk zu zerlegen, Stück für Stück. Die Innereien wurden auf dem Boden aufgereiht und dokumentiert, alles Schriftlich. Doch musste er sich sputen, denn spätestens bei Tagesanbruch könnten sich Neugierige in das Haus verirren, was eher einer Ruine glich. So arbeitete er zu hastig... zu schlampig... Nach einigen Stunden brach der Tag an und er musste verschwinden, und zwar schnell. Der noch zuckende Untote wurde mit einer Knochensäge von seinem Leid erlöst indem der Kopf vom Körper getrennt wurde, danach auch die Arme und Beine. Zwar waren die Gliedmaßen nicht überlebensrelevant für den Untoten, doch hatte Tristan eine gewisse Freude daran den Untoten zu zerlegen. Die Leichenteile wurden dann in den Keller der Hausruine geworfen und dort ihrem Schicksal überlassen, das Werkzeug sowie Seile wurden in die Ledertasche gepackt und mitgenommen. Nur die Schürze wurde vor Ort verbrannt ehe er hastigen Schrittes davonlief.
In Düstersee angekommen wurde das Werkzeug in den Sezierraum gebracht und entsprechend gereinigt, erst danach begutachtete er seine Niederschriften und Ergebnisse. Zu seiner Enttäuschung war ein Großteil dessen viel zu ungenau und unpräzise. Nur die Aufzeichnungen über den Magen-Darm-Trakt waren für weitere Untersuchungen zu verwenden. Tristan wurde die Dringlichkeit zeitlicher Freiheit bewusst. Er musste es schaffen ein Humanoides Wesen nach Düstersee zu schaffen, in den Sezierraum. Denn dort könnte er es über einige Tage hinweg "studieren".
Nun blieb noch die Frage wen oder was und wie...