Das Leben des Vasco und andere Verwicklungen....

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Vasco Esteban Ramirez

Das Leben des Vasco und andere Verwicklungen....

Beitrag von Vasco Esteban Ramirez »

Wumm!
Diese verdammte Nuss, diese dreimal von allen Göttern verdammte Kokosnuss wollte einfach nicht platzen, reißen oder was auch immer sie hätte tun sollen. Seit dem Morgen schlug er sie auf Steine.

Der junge Mann mit dem Namen Esteban Ramirez fluchte. Seit fast zwei Monaten versuchte er jetzt, auf dieser Insel zu überleben, hatte sich von rohem Fisch, Muscheln und Vogeleiern ernährt. Manchmal bereute er sein hitziges Temperament. Aber nur manchmal.

Er setzte sich hin und starrte aufs Meer hinaus. Matrose auf dem Handelsschiff „Gute Hoffnung“ von der Insel Drachenfels war er gewesen, hatte von schlechtem Essen, noch schlechterem, brackigem Wasser und dem täglichen Fingerhut Rum gelebt und täglich zusehen dürfen, wie die Handelsherren und Offiziere auf dem Schiff speisten und tafelten. Irgendwann hatte er von den Abfällen, die er zurück in die Kombüse schaffen sollte, genascht- wirklich nur genascht! Und der Maat, ein stiernackiger Kerl mit immer rotem Gesicht und drei Fingern an seiner linken Hand namens Jolsen hatte ihn und sein „Verbrechen“ dem Ersten Offizier gemeldet. Zehn Peitschenhiebe und zwei Wochen bei Wasser und Brot. Und die Wut in ihm begann zu schwären wie eine Wunde.

Oh, Esteban Ramirez, Sohn eines ehrbaren Schmugglers und Halsabschneiders und einer fast genauso ehrbaren Dame käuflicher Zuneigung aus dem Hafenviertel von Drachenfels auf Drachenfels namens Estrella Ramirez, war kein Dummkopf. Zumindest kein völliger. Nie spuckte er dem Maat oder gar einem Offizier vor die Füße, nein, er spuckte immer über die Reling und dachte sich seins dazu. All seine kleinen Aufsässigkeiten- ein Blick hier, ein boshaftes Lachen dort, all das brachte ihm selten Strafen ein. Aber es stachelte die Wut in ihm auch nur an. Und irgendwann siegte dann die Wut in seinem Herzen über die Vernunft in seinem Kopf. Mit einem geradezu furiosen Ausbruch von Schimpfwörtern bedachte er den Dritten Offizier der „Gute Hoffnung“, mit wilden Blicken und in die Seiten gestemmten Armen stand er vor dem Mann und brüllte ihn geradezu nieder. Um was war es eigentlich gegangen- sollte er das Deck schrubben, wurde ihm die Rumration für den Tag gestrichen? Er erinnerte sich nicht mehr.
Aber er erinnerte sich an das, was auf seinen Ausbruch folgte.

Eigentlich wäre er für seinen Ausbruch ausgepeitscht und in Eisen gelegt worden. Aber der Kapitän der „Gute Hoffnung“ hielt sich selbst für einen Schöngeist, er hielt Gewalt und Grobheit für unkultiviert und unappetitlich. So wurde unser Matrose ausgesetzt, auf einer Insel, auf der er nach Meinung des Kapitäns keine Woche überleben würde, und seine Leiden sollte sich jedes Besatzungsmitglied der „Hoffnung“ selbst ausmalen. Und er überlebte jetzt schon die achte Woche auf diesem Eiland, mit nichts als seinen Händen und Hemd und Hose.

Er griff noch einmal nach der Kokosnuss, betrachtete sie nachdenklich und schleuderte sie dann wütend gegen einen Stein. Vom Stein platzte ein Splitter ab. Die Nuss blieb heil. Er starrte den Splitter an... damit ließe sich doch....
Ja, da lagen die Stücke. Treibholz, eins flach und breit, eins mit einem Fetzen von seiner Hose wie ein Bogen gekrümmt und ein gerades, rundes Stück härteres Holz. Seit einigen Tagen versuchte er immer wieder, damit Feuer zu machen. Vielleicht.... er schabte ein paar Späne von einem weiteren weichen Stück und legte sie um die Mulde, die das Reiben des harten Stocks im flachen Stück hinterlassen hatte. Atmete tief ein und aus und versuchte sich erneut daran, und heute hatte er Erfolg.
Eine kleine Rauchfahne erschien, fast sofort vom Seewind verweht. Er rieb weiter, und wirklich begannen die Späne zu glimmen! Eine kleine Flamme erschien und wuchs!
Als das Feuer brannte, war die verdammte Kokosnuss vergessen. Heute würde er seinen Fisch gebraten genießen! Er trabte los, um Treibholz zu sammeln.


Und verdammt, bei allen Dämonen der See, heute schien wirklich sein Glückstag zu sein! EIN SCHIFF ! Ein Schiff, nahe genug, dass er die Segel mit bloßem Auge unterscheiden konnte!

Den Haufen hatte er schon vor Wochen aufgeschichtet, jetzt rannte er, um Glut zu holen und ihn anzuzünden. Und der Haufen brannte bald, er qualmte, dass es eine wahre Freude war, er loderte und das Holz knackte... und das Schiff draußen auf See drehte bei und setzte ein Beiboot aus!

Und das Beiboot kam näher! Bald konnte er die Leute erkennen... wilde Gesellen, mit Augenklappen und struppigen Bärten, und der Mann im Heck hatte sogar einen Haken statt der linken Hand! Das.... das waren keine Matrosen, das waren... Piraten waren das!
Vasco Esteban Ramirez

Beitrag von Vasco Esteban Ramirez »

Die letzten Wochen war ein Auf und Ab wie er es zuvor noch nie erlebt hatte, zuerst seine Rettung von dieser vermaledeiten Insel auf der Vasco ausgesetzt wurde um zu verrecken langsam. Seine Rettung erschien ihm Anfangs ein zweifelhafter Segen,war er doch vom Regen in die Traufe gekommen. Piraten...... Doch mit der Zeit gewöhnte er sich an den Gedanken denn was blieb im anderes übrig. Als sie nach einigen Wochen den Freihafen von La Cabeza ansteuerten konnte er es kaum erwarten den Fuß an Land zu setzen so sehr drängte ihn die Neugier. Seine recht rauen mit unter recht ungehobelten Reisegesellen zerstreuten sich nachdem die Segel gerefft und die „Ladung“ gelöscht war recht schnell in alle Wind. Einige sah Vasco in Richtung von Madam Minfay´s Etablissement verschwinden wo sie vermutlich die ganze Nacht und mehr verbringen würden. Eine Weile verfolgte er noch das Treiben am Hafen und beobachtete Carlo wie der seine neue „Ware“ eingehend begutachtete. Die Kerle die noch zu etwas taugten und sich verkaufen lassen würden wurde in die Unterkünfte gebracht und ebenso die Mädels. Zwei von den Mädels nahm er allerdings mit sich zu seiner Butze …
Kopfschüttelnd schlich sich Vasco davon um die Insel zu erkunden und so strich er den Rest Tages und beinah die ganze Nacht umher. Vereinzelt kam Licht aus einigen Fenstern jedoch waren die meisten dunkel.....in der Nacht war die Stadt fast als unheimlich zu bezeichnen. Als er bei Minfay vorbeikam war dort alles hell erleuchtet und Gelächter und recht raue ungeschlachte Sprüche drangen heraus . Hin und wieder kreischte eine Frau und er hörte wie sie rief „ nehme deine Hand von meinem Hintern du Wüstling“ jedoch erschien es Vasco eher halbherzig ja beinah noch herausfordernd. Unter all dem Lärm konnte er aus den oberen Etagen auch andere Geräusche vernehmen die ihm die Schamröte ins Gesicht trieb...


[img]http://img141.imageshack.us/img141/7475/sexholzpuppenbett.jpg[/img]


Mit gerötetem Gesicht rannte Vasco beinah panisch davon als eine der Straßendirnen vor dem Etablissement sich entschloss ihn näher zu begutachten. So kam er in den Dschungel und irrte dort im Dunkel umher,dann fand er zum Strand und sank dort erleichtert nieder. Nach einer Weile bemerkte er ein höher gelegenes Leuchten und flackern,neugierig woher es wohl käme machte er sich auf die Suche danach. Es brauchte eine Weile bis er einen recht zugewachsenen Zugang fand der in den Fels geschlagen war,kurz blickte Vasco sich um und dann bahnte er sich den Weg hinein. Vorsichtig stieg er die in den Fels geschlagenen ausgetretenen Stufen herauf und einige Fledermäuse flogen aufgescheucht über ihn hinweg. Kurz zog er dabei den Kopf ein,ach nur Fledermäuse murmelte er dann doch spürbar erleichtert.
So tastete Vasco sich weiter vor und kam in einen Raum der sehr spartanisch eingerichtet war und alles mit Staub überzogen,lediglich in der Mitte war so was wie ein Pfad der regelmäßig begangen schien im Staub. Aber es gab eine Hängematte das war doch schon mal was dachte er so bei sich,dann entdeckte er eine Tür und stieß sie auf. Vorsichtig trat er hinaus und der Anblick raubte ihm dann doch schier den Atem, weit unter ihm war das Meer das mussten gut einige hundert Fuß sein.
Neugierig ging er den Außengang entlang bis er um die Ecke zu einer Treppe kam und ihr hinauf folgte. Erstaunt stellte er fest das er sich auf einem Leuchtturm befand dessen Feuer hell brannte. Recht weit unten machte er eine Statue aus die wohl in der Hafeneinfahrt stand... noch eine ganze Weile blickte er übers Meer und die Insel. Dies wird wohl nun mein Zuhause werden ...murmelt er vor sich hin, dann ging er wieder hinunter und legte sich in die Hängematte in der er beinah sofort einschlief..


[img]http://img683.imageshack.us/img683/4165/leuchtturmimsonnenunter.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Vasco Esteban Ramirez am Sonntag 20. März 2011, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.
Vasco Esteban Ramirez

Beitrag von Vasco Esteban Ramirez »

Es waren ereignisreicheWochen die hinter Vasco lagen ,zu viel war ppassiert was nie hätte ppassierensollen. Und nun......ja nun hatte er die Quittung bekommen für all jenes. Er hatte es sich mit dem Bootsmann verdorben,Lys war sowas von geladen das er vermutlich jeden Moment explodieren würde. Nur schwer konnte Jackie ihn zurückhalten und im Grunde konnte Vasco froh sein noch zu leben.
Nur war genau dieser Punkt ihm sowas von egal derzeit ….es spielte irgendwie keine Rolle mehr . Vor ein paar Minuten schwebte er noch im siebten Himmel und nun kam es ihm vor als würde er fallen in eine unendliche Tiefe.... niemand nahm sein verzweifelten Schrei wahr . Froh nein das war er beleibe nicht,froh ist anders.
Vasco trieb sich umher von den Gassen Rahals bis hin auf die ruhigen Wege Berchgards und kehrte in der Drachenhöhle ein. Kurze Zeit später tauchte Anele dort auf und beinah sofort entdeckte sie Vasco und erkannte ihn nur anhand einer vagen Beschreibung was schon recht verwunderlich war. Nun sie bat Vasco hinaus recht distanziert zwar aber eher doch ruhig. Es gab eine etwas längere Unterhaltung in welcher sie ihre Sicht der Sache darlegte und einige lächerliche Drohungen von sich gab die Vasco kaum tangierten. Als jenes wohl geklärt schien ging er seelenruhig wieder zurück in die Taverne und orderte sich bei Amary noch einen Schnaps.
Sie unterhielten sich noch eine Weile Gott und die Welt und über den Kerl der angeblich nen Sire is,der bis vor kurzem noch in der Taverne seinen Wein soff. Irgendwann nachdem er für Jackie noch Süßkram gekauft hatte den er ihr mitbringen wollte machte er sich auf den Rückweg nach Cabeza.... Doch irgendwie beschlich ihn ein ungutes Gefühl als die Insel in sich kam und es sollte sich bewahrheiten....



Jackie sie ......


In seiner Enttäuschung darüber wuchs seine Wut und er trat die Tür zu seiner Butze ein so das sie aus den Angeln flog. Einige Gegenstände die in seiner Reichweite wahren flogen durch den Raum und durchschlugen zum Teil das Fenster so das sie in der Gasse landeten die beide Häuser trennte
. Er würde hier nicht bleiben nein Hastig packte er seine Sachen zusammen und macht sich auf die Suche nach einem neuen Heim......

[img]http://img855.imageshack.us/img855/6595/kaputtetuer.jpg[/img][/img]
Zuletzt geändert von Vasco Esteban Ramirez am Dienstag 22. März 2011, 21:14, insgesamt 3-mal geändert.
Jane Jack

Beitrag von Jane Jack »

Carlo rief es mir über den Marktplatz hinweg zu " Hey Jackie, wieso wohnt n Vasco nun über'm Zollamt ? " Sein mieses, fieses Grinsen brachte mich nahezu dahin, ihm mein frisch in Gift getauchtes Messer bis tief in seinen Leib zu rammen, stattdessen eilte ich stolpernd über den uneben gepflasteren Weg bis hin zu dem Haus, in das Vasco nun eingezogen war.
Die Tür zu seiner alten Bude war eingetreten gewesen, die Hütte leergeräumt , und nicht ein einziger Hinweis darauf, wohin er entschwunden war. Nur eines war sicher, es war wegen mir und er wusste von meinem Entschluss der nahezu über Nacht herangereift war.
Ich stand kurz unentschlossen vor der Treppe die zu den oberen Wohnungen hinaufführte, mein Herz drohte bis tief in die Stiefel hineinzusinken, ja tiefer noch, abwärts bis in die heisse Lawa des Erdinneren... ich gab mir n Ruck , atmete ein und klopfte an die Türe bis ich Vasco's Gesicht vor mir sah, die Augen dunkelumrandet und nicht der Schimmer eines Begrüssungslächeln wie sonst . Er drehte sich um, die Tür einfach offenstehen lassend, wohl mich nicht dran hindern wollend einzutreten.
Ich muss die nächsten Minuten nicht noch näher beschreiben, ein jeder wird einer solchen Situation begegnet zu sein, der Aussichtslosigkeit zweier Herzen , Schuldgefühlen und Kummer.
Als ich ihm von meinem Handel mit Jaron erzählte antwortete er nur knapp, " Du glaubst doch nicht etwa, dass ich je Angst vor ihm hatte ? "
Ich entgegnete nur, dass es der einzige Weg wäre, um Tote zu vermeiden, und egal wen, ich wollte keinen von den beiden zu Grabe tragen müssen, so friedvoll und entzückend unser cabezianischer Friedhof auch sein mochte.

Ein Blick auf sein Handgelenk verriet mir, dass er mein Geschenk abgelegt hatte, den Reif der meine Seele trug. " Ich hoffe nur , du hast meine Seele nicht weggeworfen, lass sie nicht in irgendeinem Abgrund verrotten, aye ? " beinahe verzweifelt nahm ich Luft... war das Schmuckstück doch auf besondere Art mit meiner Seele verbunden...
Doch Vasco sagte nur leise " Nein, keine Angst "

Ich rang um Gelassenheit, um Kraft dieses durchzustehen, doch schon zuckte es verräterisch und mein Mimik drohte ausser Kontrolle zu geraten, an die Wand lehnend schöpfte ich Kraft aus ich weiss nicht was... mir sein Gesicht einprägend, mich an seine Liebe erinnernd... ich hatte sie zurückgewiesen , Närrin ich ...

Da schreckte mich ein bekanntes dreimaliges Klopfen aus meinen traurigen Gedanken, Lisy ?? Was zum Klabauter wollte er hier ?
Vasco's Hand ging augenblicklich an seinen hinterm Gürtel steckenden Pistolenknauf als Lys eintrat, wohl überrascht mich hier zu erblicken, doch nun wohl seinem Friedensangebot nachkommend.
Er versprach Vasco in Ruhe zu lassen, sein Blick zwar eisig und hasserfüllt, doch kein Seemann würde einen Eid brechen... und somit war Vasco in Sicherheit... ich dagegen stürmte aus der Bude, die Tränen verbergend hinaus auf die Strasse, weg von alldem hier.. weg, weg.....


Ein Blick zum Himmel hinauf liess mich erschaudern... waren mein Herz und Seele nun auf alle Zeit getrennt voneinander ?


[img]http://i187.photobucket.com/albums/x177/GaidaO/0610_05426_liebeskummer.jpg[/img]
Jane Jack

bug

Beitrag von Jane Jack »

*bug*
Zuletzt geändert von Jane Jack am Donnerstag 24. März 2011, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.
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