Gestärkt und getrieben [Q]

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Der Erzähler

Gestärkt und getrieben [Q]

Beitrag von Der Erzähler »

Ein rot-goldener Schimmer flackert unruhig in den Tiefen der Sphäre, in der kein
lebender Sterblicher freiwillig Zuflucht suchen würde. Eigenständig kriecht die ungnädige Hitze langsam in die Höhe, während schwarze Schatten, aufgereiht in einer menschlichen Schlange, den Lichtschein unterbrechen. Stück für Stück rückt die Schlange unablässig weiter bis zum Ende, an der die Hitze einer tödlichen Kälte weicht. Unbeeindruckt von jener Kälte, sogar eher durch ihn genährt lauert ein immenser Dämon. Umgeben von einem faulig modrigen Geruch greift er die menschlichen Körper, reißt sie in die Höhe und lässt ihre Seele, wie einen grauen, schleierhaften Nebel in seinem Schlund verschwinden. Jede noch so kleine oder unreine Seele lässt ihn größer und kräftiger werden. Gestärkt von ihnen dehnt er seinen Körper noch weiter aus.
So wächst und wächst er unaufhaltsam.

Als er den nächsten Körper in die Höhe hebt um sich auch diese Seele einzuverleiben, verharrt er.
Die riesigen Nasenflügel des unheimlichen Wesens blähen sich immer wieder auf, wittern eine längst vergessene, vertraute wie auch fremde Aura. Der leblose menschliche Körper wird fortgeschleudert bevor ein gutturaler Laut seiner Kehle entweicht. Der riesige Koloss ist in Aufruhr geraten. Gestärkt von den Seelen, getrieben durch einen Urinstinkt verziehen sich die Lefzen zu einem diabolischen Grinsen. Den Vulkangeist außer Acht lassend bahnt er sich seinen Weg.
Den Weg in die andere Sphäre.
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Freitag 10. Juni 2011, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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