Dunkle Träume in lichten Betten [Q]
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Der Erzähler
Dunkle Träume in lichten Betten [Q]
Die Dämmerung war hereingebrochen, hier und dort sah man Handwerker und Tagelöhner ihren Heimweg bestreiten. Den ganzen Tag hatten sie für Silbermünzen - manch einer sogar für Gold - geschufftet. Noch immer war der Boden gefroren, noch immer stieg die Atemluft in kleinen Atemwölkchen hinauf zu den Sternen. Bald schon würde es dunkeln und ganz Gerimor würde unter einem undurchsichtigen schwarzen Schleier verschwinden. Träume würden sich durch die Schlafstätten schleichen, manche konnten mit der Realität konform gehen, andere würden nach dem Erwachen in die Kategorie "Unsinn" geschoben werden. Doch wer konnte je sagen ob ein Fetzen Wahrheit an einem Traum war? Wer wollte entscheiden ob es nur Unsinn war? Jedem Träumenden würde es überlassen bleiben ob er es nutzte oder nicht...
Nun war sie da. Die Nacht, Wohnstätte der Träume begann zu regieren. In den fein zillisierten Häusern Ered Luins verlief die Zeit oft langsamer. Lebten die Eledhrim doch länger als jeder der Menschen. Die verspielten Muster der Marmorwände säumten das Schlafgemach Isdaniels. Der Edhil schlummerte bereits friedlich vor sich hin. Doch wie lange sollte dieser Frieden anhalten? In den Bildern seines Traumes beobachtete er wie ein schwarzer, schemenartiger Rauch durch sein Fenster eindrang und sich formierte. Ähnlich der Form eines Flaschengeistes mit den Augen aus glühenden Kohlenstücken ragte die Erscheinung nun über dem Bett des Hochelfen auf. Die glühenden Augen wanderten umher ehe sie sich auf etwas richteten. Deutlich sah er nun was da in seinem Bett lag und friedlich schlummerte. Es war er selbst. Ein Blick zu dem Wesen in seinem Schlafbereich liess ihn erschauern. Die glühenden Kohlen hatten Feuer auf den Schatten gezaubert. Kein schwarzer Schemen war nun zu sehen vielmehr eine rot-orange-gelbe, lebende Flammengestallt ragte vor ihm auf. Bedrohlich beugte sich das Wesen über den Hochelfen und eine Flammenhand umschlang seinen Hals. Der Wunsch zu schreien wurde erdrückt und die Augen der Kreatur bohrten sich in seinen Blick. Eine kratzige Stimme, welche gleichzeitig so süss und lieblich wie die eines reinen Kindes klang, drang durch den Traum.
"Hast du mich vergessen kleiner Edhil? Hast du mich und mein Wirken so einfach vergessen?"
Die Hand begann nun zu drücken und der Würgegriff tat seine Wirkung. Japsend lief das zartgoldene Antlitz Isdaniels dunkel an. Immer enger wurde die Luft, immer kraftloser die Gegenwehr,immer aussichtsloser erschiehn ein Kampf...
Mit einem entsetzten Keuchen fuhr der Elf aus dem Schlaf auf...
Ungefähr 300 Meter weiter im Baumhain der Lindil zuckten die Augenlieder Shalaryls deutlich im Traum gefangen. Sie hatte sich heute mit einer Schale Süssem früher in ihr "kleines Nest" zurückgezogen. Der angeknabberte Keks war aus der Hand gerutscht, als der Schlaf sie übermannt hatte. Der Blick in ihre Träume zeigte sie ruhig daliegend eine grüne Umhängetasche ruhte nur unweit von ihr entfernt. Saftige, grüne Blätter dienten als Polster für die zierliche Gestallt und so störte nur eines das entzückende Bild im Kopf der Lindil. Ein dichter schwarzer Rauch, der sich wie ein drohendes Feuer durch die zusammengewachsenen Astritzen des Baumhauses schlich. Gemächlich stieg er empor, sammelte sich neben der Schlafenden. Nach einiger Zeit war aus dem wabernden Schwarz die dunkle Gestallt geworden. Ohne Füsse nur ein immer dünner werdender Rauchfaden nach unten hin. Die glühenden Kohlenaugen suchten etwas in dem kleinen Baumhäuschen. Mit einem Aufflackern brannten sie sich auf Shalaryl fest. Wie explodierendes Lampenöl entsprangen die Flammen den Augen und hüllten bald die ganze Kreatur ein, die sich bereits über ihr Augenmerk beugte. Die Flammenhand schob sich heraus und umschlang die Kehle des Elfenmädchens mit einem Schraubstockartigen Griff. Mit panisch geweiteten Augen starrte sie zu der Kreatur hin. Ein stetes Schlucken bescherte keine Linderung des Griffes als die Stimme so süss und lieblich aber gleichzeitig einem Kratzen von Fingernägeln auf einer Schiefertafel glich, fragte:
"Hast du mich vergessen kleine Lindil? Hast du mich und mein Wirken so einfach vergessen?"
Sie versuchte zu antworten. Sie wollte es wirklich, sie wollte fragen wer das Wesen ist. Doch der stählerne Würgegriff um ihren zierlichen Hals wurde immer kräftiger. Die Hände umgriffen die Würgehand und versuchten sie wegzuzerren. Doch unerbittlich schien das Ende der jungen Elfe zu nahen. Gerade als die Luft komplett aus ihren Lungen gewichen schien erwachte jedoch Shalaryl mit einem Hustenanfall welcher die Atemluft in ihre Brust sog...
Nur noch vereinzelt hörte man Schritte von den letzten Bewohnern Adorans, die in der Kälte auf dem Heimweg das Anwesen der Hohenfels passierten. Auch in dem prachtvollen Haus selbst war Stille eingekehrt. Lady Darna hatte soeben den letzten kontrollierenden Blick auf ihre zwei Jüngsten geworfen, um sich davon zu überzeugen das sie friedlich ihren eigenen kleinen Träumen nachgingen. Kurz erwog sie den abendlichen Teetrunk in der Küche mit ihrem Gesinde, ehe sie sich doch für ein längeres Abendgebet entschloss. Dies getätigt schloss die Paladina die Augen mit dem zufriedenen Gefühl behütet zu sein. Aber war sie das wirklich? Nun in ihren Träumen war bisher auch noch alles ganz ruhig. Nachdem sie im Traum endlich auch einen Blick auf sich im Schlaf werfen konnte wurde sie unruhig. Irgendetwas stimmte nicht. Der Blick flog zu der Zwillingswiege und beruhigt wieder auf sich selbst im Schlaf hin. Doch was war das aus der Feuerstelle drang schwarzer Rauch hinein in das schlafgemach. Schon wollte sie sich selbst ermahnen um Hilfe zu rufen als der Rauch sich zu einer Gestallt ohne Beine manifestierte. Alarmiert rief sie sich zu aufzuwachen und zu handeln doch kein Ton kam hervor. Stattdessen blickte sie in ein schwarzes Antlitz, welches nach und nach Feuer fing, ausgelöst durch die glühenden Augen. Rot-orange-gelbes Feuer hüllte alsbald das Wesen ein welches sich nun vorbeugte und mit einem harten Griff die bis dato schlafende Hausherrin empor zu reissen. Würgend versuchte Darna die Luft zum Atmen zu bekommen welche ihr die Flammenhand durch Druck auf ihren Hals mit Bravur abschnitt. Kein Ton kam über die Lippen auch wenn sie immerzu sich selbst anhiess zu rufen. Das Antlitz der Wesenheit blickte sich in ihre Erinnerung als diese mit einer grauenhaft kratzigen Stimmlage, welche zugleich doch die lieblichste ward die sie je vernommen hatte, an sie wandte.
"Hast du mich vergessen teure Paladina? Hast du mich und mein Wirken so einfach vergessen?"
Die Fragen prasselten auf den Verstand der um jeden Atemzug kämpfenden Frau ein. Die Augen, welche so oft prüfend und tadelnd blicken konnten waren mit Todesangst gespickt als sie verzweifelt gegen ihren Peiniger schlug. Doch unaufhörlich wurde der Griff fester, die Luft weniger. Ein letztes stummes Gebet an Temora sendend bevor sie sterben würde und sie schlug die Augen auf. Krächzend zog auch Darna die Luft tief in sich ein...
Ausgelaugt vom anstrengenden Tagwerk verliess Shaya das Haupthaus des Anwesens um sich in die Gesindeunterkunft zu begeben. Sie blickte zu ihrer jahrelangen Freundin und zugleich Kollegin wie sie bereits tief und fest schlummerte. Schnell war die Kleidung gewechselt und sie schlüpfte zitternd unter das Federbett. Ja es war immer noch Winter und so schnell würde dieser noch nicht gehen. Mit einem Seufzen begann sie die Hände zum Gebet zu falten. Leise, um Savea nicht zu wecken, sprach sie das abendliche Gebet und blickte anschliessend nochmals zu ihr hin. Sie schlummerte immernoch friedlich und so zufrieden legte sich nun auch Shaya nieder. Nicht lange dauerte es und der Weg ins Reich der Träume war geebnet. Kurz kam Unmut in ihr hoch als sie zur Kenntnis nahm das es auch im Traum nicht viel wärmer war als vorher. Ihr skeptischer Blick wanderte die Wände entlang von Fenster zu Fenster. Tatsächlich dort war noch eines offen! Während sie es betrachtete entdeckte sie einen dünnen schwarzen Rauchfaden, welcher durch das angelehnte Fenster in die Unterkunft drang. Der erste Gedanke war das ein feuer ausgebrochen sein musste doch diesen schob sie, als sie weiterhin auf den Rauch sah, wieder weg. Dieser Rauch war nicht normal und diese Erkenntnis verhärtete sich noch als sie sah wie er sich verdichtete und zu einer schwarzen Gestallt ohne Beine formte. Diese Erscheinung besass Augen wie glühende Kohlen und gerade diese Augen begannen nun die Kreatur zu entflammen. Die Flammengestallt nun beugte sich über das Bett Shayas und mit grausigem Entsetzen bemerkte sie das darin sie noch selber lag. Unmächtig etwas dagegen zu tun konnte sie nur mit ansehen wie sich die Flammenhand nach der liegenden Shaya ausstreckte und sie am hals empor und aus dem Bett zerrte. Automatisch versuchte sie die Luft einzuziehn doch der Schraubstockgriff hielt die Luftröhre zugedrückt. Eine unschuldig süss klingende Stimme, die im nächsten Augenblick wie das Geifern eines Dämonen klang, frgte deutlich drohend:
"Hast du mich vergessen kleine Magd? Hast du mich und mein Wirken so einfach vergessen?"
Die Schultern wurden taub das eigene Gewicht sorgte zusätzlich für einen Druck auf den Hals. Langsam ging Shaya die Kraft aus. Keine Gegenwehr mehr kein Atmen und gerade als sie aufgeben musste, erwachte sie mit einem erstickten Schrei...
...und griff sich aus Reflex an den Hals. Er schmerzte höllisch und die Lungen schienen zu explodieren als die Luft eingezogen wurde. Ein Blick in den Spiegel zeigte noch mehr. Würgemale einer Hand die wohl erst nach ein bis zwei Wochen wieder abgeheilt sein würden.
Nun so kann es sein und ob sie es nutzen ist ungewiss doch manchmal sind die Trennlinien zwischen Traum und Realität zu dünn.
Nun war sie da. Die Nacht, Wohnstätte der Träume begann zu regieren. In den fein zillisierten Häusern Ered Luins verlief die Zeit oft langsamer. Lebten die Eledhrim doch länger als jeder der Menschen. Die verspielten Muster der Marmorwände säumten das Schlafgemach Isdaniels. Der Edhil schlummerte bereits friedlich vor sich hin. Doch wie lange sollte dieser Frieden anhalten? In den Bildern seines Traumes beobachtete er wie ein schwarzer, schemenartiger Rauch durch sein Fenster eindrang und sich formierte. Ähnlich der Form eines Flaschengeistes mit den Augen aus glühenden Kohlenstücken ragte die Erscheinung nun über dem Bett des Hochelfen auf. Die glühenden Augen wanderten umher ehe sie sich auf etwas richteten. Deutlich sah er nun was da in seinem Bett lag und friedlich schlummerte. Es war er selbst. Ein Blick zu dem Wesen in seinem Schlafbereich liess ihn erschauern. Die glühenden Kohlen hatten Feuer auf den Schatten gezaubert. Kein schwarzer Schemen war nun zu sehen vielmehr eine rot-orange-gelbe, lebende Flammengestallt ragte vor ihm auf. Bedrohlich beugte sich das Wesen über den Hochelfen und eine Flammenhand umschlang seinen Hals. Der Wunsch zu schreien wurde erdrückt und die Augen der Kreatur bohrten sich in seinen Blick. Eine kratzige Stimme, welche gleichzeitig so süss und lieblich wie die eines reinen Kindes klang, drang durch den Traum.
"Hast du mich vergessen kleiner Edhil? Hast du mich und mein Wirken so einfach vergessen?"
Die Hand begann nun zu drücken und der Würgegriff tat seine Wirkung. Japsend lief das zartgoldene Antlitz Isdaniels dunkel an. Immer enger wurde die Luft, immer kraftloser die Gegenwehr,immer aussichtsloser erschiehn ein Kampf...
Mit einem entsetzten Keuchen fuhr der Elf aus dem Schlaf auf...
Ungefähr 300 Meter weiter im Baumhain der Lindil zuckten die Augenlieder Shalaryls deutlich im Traum gefangen. Sie hatte sich heute mit einer Schale Süssem früher in ihr "kleines Nest" zurückgezogen. Der angeknabberte Keks war aus der Hand gerutscht, als der Schlaf sie übermannt hatte. Der Blick in ihre Träume zeigte sie ruhig daliegend eine grüne Umhängetasche ruhte nur unweit von ihr entfernt. Saftige, grüne Blätter dienten als Polster für die zierliche Gestallt und so störte nur eines das entzückende Bild im Kopf der Lindil. Ein dichter schwarzer Rauch, der sich wie ein drohendes Feuer durch die zusammengewachsenen Astritzen des Baumhauses schlich. Gemächlich stieg er empor, sammelte sich neben der Schlafenden. Nach einiger Zeit war aus dem wabernden Schwarz die dunkle Gestallt geworden. Ohne Füsse nur ein immer dünner werdender Rauchfaden nach unten hin. Die glühenden Kohlenaugen suchten etwas in dem kleinen Baumhäuschen. Mit einem Aufflackern brannten sie sich auf Shalaryl fest. Wie explodierendes Lampenöl entsprangen die Flammen den Augen und hüllten bald die ganze Kreatur ein, die sich bereits über ihr Augenmerk beugte. Die Flammenhand schob sich heraus und umschlang die Kehle des Elfenmädchens mit einem Schraubstockartigen Griff. Mit panisch geweiteten Augen starrte sie zu der Kreatur hin. Ein stetes Schlucken bescherte keine Linderung des Griffes als die Stimme so süss und lieblich aber gleichzeitig einem Kratzen von Fingernägeln auf einer Schiefertafel glich, fragte:
"Hast du mich vergessen kleine Lindil? Hast du mich und mein Wirken so einfach vergessen?"
Sie versuchte zu antworten. Sie wollte es wirklich, sie wollte fragen wer das Wesen ist. Doch der stählerne Würgegriff um ihren zierlichen Hals wurde immer kräftiger. Die Hände umgriffen die Würgehand und versuchten sie wegzuzerren. Doch unerbittlich schien das Ende der jungen Elfe zu nahen. Gerade als die Luft komplett aus ihren Lungen gewichen schien erwachte jedoch Shalaryl mit einem Hustenanfall welcher die Atemluft in ihre Brust sog...
Nur noch vereinzelt hörte man Schritte von den letzten Bewohnern Adorans, die in der Kälte auf dem Heimweg das Anwesen der Hohenfels passierten. Auch in dem prachtvollen Haus selbst war Stille eingekehrt. Lady Darna hatte soeben den letzten kontrollierenden Blick auf ihre zwei Jüngsten geworfen, um sich davon zu überzeugen das sie friedlich ihren eigenen kleinen Träumen nachgingen. Kurz erwog sie den abendlichen Teetrunk in der Küche mit ihrem Gesinde, ehe sie sich doch für ein längeres Abendgebet entschloss. Dies getätigt schloss die Paladina die Augen mit dem zufriedenen Gefühl behütet zu sein. Aber war sie das wirklich? Nun in ihren Träumen war bisher auch noch alles ganz ruhig. Nachdem sie im Traum endlich auch einen Blick auf sich im Schlaf werfen konnte wurde sie unruhig. Irgendetwas stimmte nicht. Der Blick flog zu der Zwillingswiege und beruhigt wieder auf sich selbst im Schlaf hin. Doch was war das aus der Feuerstelle drang schwarzer Rauch hinein in das schlafgemach. Schon wollte sie sich selbst ermahnen um Hilfe zu rufen als der Rauch sich zu einer Gestallt ohne Beine manifestierte. Alarmiert rief sie sich zu aufzuwachen und zu handeln doch kein Ton kam hervor. Stattdessen blickte sie in ein schwarzes Antlitz, welches nach und nach Feuer fing, ausgelöst durch die glühenden Augen. Rot-orange-gelbes Feuer hüllte alsbald das Wesen ein welches sich nun vorbeugte und mit einem harten Griff die bis dato schlafende Hausherrin empor zu reissen. Würgend versuchte Darna die Luft zum Atmen zu bekommen welche ihr die Flammenhand durch Druck auf ihren Hals mit Bravur abschnitt. Kein Ton kam über die Lippen auch wenn sie immerzu sich selbst anhiess zu rufen. Das Antlitz der Wesenheit blickte sich in ihre Erinnerung als diese mit einer grauenhaft kratzigen Stimmlage, welche zugleich doch die lieblichste ward die sie je vernommen hatte, an sie wandte.
"Hast du mich vergessen teure Paladina? Hast du mich und mein Wirken so einfach vergessen?"
Die Fragen prasselten auf den Verstand der um jeden Atemzug kämpfenden Frau ein. Die Augen, welche so oft prüfend und tadelnd blicken konnten waren mit Todesangst gespickt als sie verzweifelt gegen ihren Peiniger schlug. Doch unaufhörlich wurde der Griff fester, die Luft weniger. Ein letztes stummes Gebet an Temora sendend bevor sie sterben würde und sie schlug die Augen auf. Krächzend zog auch Darna die Luft tief in sich ein...
Ausgelaugt vom anstrengenden Tagwerk verliess Shaya das Haupthaus des Anwesens um sich in die Gesindeunterkunft zu begeben. Sie blickte zu ihrer jahrelangen Freundin und zugleich Kollegin wie sie bereits tief und fest schlummerte. Schnell war die Kleidung gewechselt und sie schlüpfte zitternd unter das Federbett. Ja es war immer noch Winter und so schnell würde dieser noch nicht gehen. Mit einem Seufzen begann sie die Hände zum Gebet zu falten. Leise, um Savea nicht zu wecken, sprach sie das abendliche Gebet und blickte anschliessend nochmals zu ihr hin. Sie schlummerte immernoch friedlich und so zufrieden legte sich nun auch Shaya nieder. Nicht lange dauerte es und der Weg ins Reich der Träume war geebnet. Kurz kam Unmut in ihr hoch als sie zur Kenntnis nahm das es auch im Traum nicht viel wärmer war als vorher. Ihr skeptischer Blick wanderte die Wände entlang von Fenster zu Fenster. Tatsächlich dort war noch eines offen! Während sie es betrachtete entdeckte sie einen dünnen schwarzen Rauchfaden, welcher durch das angelehnte Fenster in die Unterkunft drang. Der erste Gedanke war das ein feuer ausgebrochen sein musste doch diesen schob sie, als sie weiterhin auf den Rauch sah, wieder weg. Dieser Rauch war nicht normal und diese Erkenntnis verhärtete sich noch als sie sah wie er sich verdichtete und zu einer schwarzen Gestallt ohne Beine formte. Diese Erscheinung besass Augen wie glühende Kohlen und gerade diese Augen begannen nun die Kreatur zu entflammen. Die Flammengestallt nun beugte sich über das Bett Shayas und mit grausigem Entsetzen bemerkte sie das darin sie noch selber lag. Unmächtig etwas dagegen zu tun konnte sie nur mit ansehen wie sich die Flammenhand nach der liegenden Shaya ausstreckte und sie am hals empor und aus dem Bett zerrte. Automatisch versuchte sie die Luft einzuziehn doch der Schraubstockgriff hielt die Luftröhre zugedrückt. Eine unschuldig süss klingende Stimme, die im nächsten Augenblick wie das Geifern eines Dämonen klang, frgte deutlich drohend:
"Hast du mich vergessen kleine Magd? Hast du mich und mein Wirken so einfach vergessen?"
Die Schultern wurden taub das eigene Gewicht sorgte zusätzlich für einen Druck auf den Hals. Langsam ging Shaya die Kraft aus. Keine Gegenwehr mehr kein Atmen und gerade als sie aufgeben musste, erwachte sie mit einem erstickten Schrei...
...und griff sich aus Reflex an den Hals. Er schmerzte höllisch und die Lungen schienen zu explodieren als die Luft eingezogen wurde. Ein Blick in den Spiegel zeigte noch mehr. Würgemale einer Hand die wohl erst nach ein bis zwei Wochen wieder abgeheilt sein würden.
Nun so kann es sein und ob sie es nutzen ist ungewiss doch manchmal sind die Trennlinien zwischen Traum und Realität zu dünn.
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Mittwoch 26. Januar 2011, 20:53, insgesamt 3-mal geändert.
- Shalaryl Di'naru
- Beiträge: 4008
- Registriert: Sonntag 5. Februar 2006, 03:25
- Wohnort: Lao'bha
Missmutig betrachtete sie ihr Spiegelbild im klaren Teich, fuhr mit spitzen
Fingern über ihren Hals. Also schön...mit bösen Träumen kannte sie sich
durchaus aus, aber die hinterliessen in der Regel nur psychische, keine
physischen Wunden... . Hatte sie sich aus irgendwelchen Gründen selbst
gewürgt? Nein, dazu passten die Spuren nicht.
Hast du mich vergessen...?
Das stellte ein gewisses Dilemma dar. Ihr fiel mehr als eine Gestalt ein, die
sich durch eine gewisse dunkle Boshaftigkeit auszeichnete und nicht gerade
ihr Freund war. Und irgendwie gab ihr das die unangenehme Gewissheit, dass
es nicht der einzige Traum dieser Art bleiben würde... .
Leise seufzte sie und schloss versuchsweise ihre den Bernstein tragende
Goldkette. Ein Hoch auf die Handwerkskunst ihrer hohen Brüder, zumindest
das ging ohne Schmerzen.
Fingern über ihren Hals. Also schön...mit bösen Träumen kannte sie sich
durchaus aus, aber die hinterliessen in der Regel nur psychische, keine
physischen Wunden... . Hatte sie sich aus irgendwelchen Gründen selbst
gewürgt? Nein, dazu passten die Spuren nicht.
Hast du mich vergessen...?
Das stellte ein gewisses Dilemma dar. Ihr fiel mehr als eine Gestalt ein, die
sich durch eine gewisse dunkle Boshaftigkeit auszeichnete und nicht gerade
ihr Freund war. Und irgendwie gab ihr das die unangenehme Gewissheit, dass
es nicht der einzige Traum dieser Art bleiben würde... .
Leise seufzte sie und schloss versuchsweise ihre den Bernstein tragende
Goldkette. Ein Hoch auf die Handwerkskunst ihrer hohen Brüder, zumindest
das ging ohne Schmerzen.
Tschiep?
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Darna von Hohenfels
Krächzend zog auch Darna die Luft tief in sich ein...
und griff nach irgend etwas, es glitzerte, und ihr Schwert schnitt in einem Stoß durch die Luft, wie man sonst in Mordabsicht einen Dolch umgriffen hatte - aber eher, als etwas zu treffen, hätte sie ihren eigenen Fuß aufgespießt.
Sie saß senkrecht im Bett, krächzend, keuchend und sah sich panisch um. Nichts?! "Wo ist er?!" Die Konturen des Zimmers wurden schärfer, sie sah auf die leere Hälfte des Bettes, die Leere dort eine traurige Vergewisserung, dass sie nicht noch weiter träumte. Keine zehn taumelnde Schritte später stand sie an der Wiege und bekam sich selber nur schwer wieder unter Kontrolle... Ilarion und Anara waren unbehelligt, sie hatte selber den Kleinen gerade geweckt, der greinend nun herummäkelte.
"Schhh..." - Himmel, der Laut, der hätte beschwichtigen sollen, blieb ihr fast im Hals stecken und sie hustete. Was war nur los? Traum? Real? Wenig später waren ein paar Kerzen an und sie sah im Spiegel ihren Hals, weitete entsetzt die Augen. Kein Traum.
Was bei Alatars tiefem Schlund war gerade passiert? Irgendwas war im Haus! Mit wehenden Fahnen - nun gut, keine Fahne, sondern Nachthemd und Morgenrock - eilte sie tappsig und noch immer höchst alarmiert durch den Flur, griff an die leere linke Hüfte, lauschte an der Tür von Allerichs Zimmer, schob sie leise auf...
nichts. Argwöhnische Blicke, ohne einen Laut zu verursachen. Der Junge schlief, sie sah, wie sich die Decke hob und senkte. Alles still.
Sie wollte gerade die Treppe runter, als Raindri ihr entgegen kam, die Hand an der Waffe. Ha, also doch Alarm!
Nein?
Nein. Es waren ihre Schritte gewesen, die Raindri ahnungsweise gehört hatte, die Türgeräusche zu völlig ungewohnter Stunde. Das "Alles in Ordnung" indes nahm er ihr aus gutem Grund nicht ab.
Wenige Erklärungen später, dass eine finstere Traumgestalt sie mehr als nur geträumt fast erwürgt hatte, holte Raindri kurzerhand Thaili aus dem Bett und kommandierte sie ab, den Rest der Nacht vor Darnas Tür Wache zu halten, während er sich trotz der Kälte im Garten postierte, um die Fenster im Auge zu behalten.
Darna hielt auch Wache. Grübelnd im Bett sitzend, die Stiefel direkt daneben, und sie konzentrierte sich unbewusst so sehr darauf, jederzeit zuschlagen zu können, dass das Schwert tatsächlich fest umgriffen vor ihr auf der Bettdecke lag.
Vergessen? Wen vergessen? Sie kannte solch ein Wesen nicht, auf keinen Fall, an dieses Gesicht hätte sie sich erinn... hrm. Vergessen... "Hast du mich vergessen?" - solche Worte hatte sie schon einmal gehört, aber das war ein Traum von Gelmir gewesen, der hatte mit diesen Bildern nicht das Geringste zu tun. Die einzige Wesenheit, die ihr ähnlich wie diese Gestalt vorgekommen wäre, war der Kelos - der personifizierte Kinderschreck, ein grauenhaftes Wesen, und eines, von dem sie früher nicht erfahren hatte, wie und ob er verschwunden oder besiegt worden war.
Kelos? Wirklich Kelos? Sie zweifelte. Und zergrübelte sich bis zum Morgengrauen weiter den Kopf.
und griff nach irgend etwas, es glitzerte, und ihr Schwert schnitt in einem Stoß durch die Luft, wie man sonst in Mordabsicht einen Dolch umgriffen hatte - aber eher, als etwas zu treffen, hätte sie ihren eigenen Fuß aufgespießt.
Sie saß senkrecht im Bett, krächzend, keuchend und sah sich panisch um. Nichts?! "Wo ist er?!" Die Konturen des Zimmers wurden schärfer, sie sah auf die leere Hälfte des Bettes, die Leere dort eine traurige Vergewisserung, dass sie nicht noch weiter träumte. Keine zehn taumelnde Schritte später stand sie an der Wiege und bekam sich selber nur schwer wieder unter Kontrolle... Ilarion und Anara waren unbehelligt, sie hatte selber den Kleinen gerade geweckt, der greinend nun herummäkelte.
"Schhh..." - Himmel, der Laut, der hätte beschwichtigen sollen, blieb ihr fast im Hals stecken und sie hustete. Was war nur los? Traum? Real? Wenig später waren ein paar Kerzen an und sie sah im Spiegel ihren Hals, weitete entsetzt die Augen. Kein Traum.
Was bei Alatars tiefem Schlund war gerade passiert? Irgendwas war im Haus! Mit wehenden Fahnen - nun gut, keine Fahne, sondern Nachthemd und Morgenrock - eilte sie tappsig und noch immer höchst alarmiert durch den Flur, griff an die leere linke Hüfte, lauschte an der Tür von Allerichs Zimmer, schob sie leise auf...
nichts. Argwöhnische Blicke, ohne einen Laut zu verursachen. Der Junge schlief, sie sah, wie sich die Decke hob und senkte. Alles still.
Sie wollte gerade die Treppe runter, als Raindri ihr entgegen kam, die Hand an der Waffe. Ha, also doch Alarm!
Nein?
Nein. Es waren ihre Schritte gewesen, die Raindri ahnungsweise gehört hatte, die Türgeräusche zu völlig ungewohnter Stunde. Das "Alles in Ordnung" indes nahm er ihr aus gutem Grund nicht ab.
Wenige Erklärungen später, dass eine finstere Traumgestalt sie mehr als nur geträumt fast erwürgt hatte, holte Raindri kurzerhand Thaili aus dem Bett und kommandierte sie ab, den Rest der Nacht vor Darnas Tür Wache zu halten, während er sich trotz der Kälte im Garten postierte, um die Fenster im Auge zu behalten.
Darna hielt auch Wache. Grübelnd im Bett sitzend, die Stiefel direkt daneben, und sie konzentrierte sich unbewusst so sehr darauf, jederzeit zuschlagen zu können, dass das Schwert tatsächlich fest umgriffen vor ihr auf der Bettdecke lag.
Vergessen? Wen vergessen? Sie kannte solch ein Wesen nicht, auf keinen Fall, an dieses Gesicht hätte sie sich erinn... hrm. Vergessen... "Hast du mich vergessen?" - solche Worte hatte sie schon einmal gehört, aber das war ein Traum von Gelmir gewesen, der hatte mit diesen Bildern nicht das Geringste zu tun. Die einzige Wesenheit, die ihr ähnlich wie diese Gestalt vorgekommen wäre, war der Kelos - der personifizierte Kinderschreck, ein grauenhaftes Wesen, und eines, von dem sie früher nicht erfahren hatte, wie und ob er verschwunden oder besiegt worden war.
Kelos? Wirklich Kelos? Sie zweifelte. Und zergrübelte sich bis zum Morgengrauen weiter den Kopf.
Zuletzt geändert von Darna von Hohenfels am Donnerstag 27. Januar 2011, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Isdaniel Nifar
Er schreckte aus dem Schlaf hoch und noch als eine letzte Reaktion seiner Gegenwehr im Traum veränderte er das Lied um sich herum, formte die Luft zu einer Wall und sante diesen in Form eines Stoßes durch den Raum. Mit klirren fegte es eine Vase um und zerdrückte förmlich den kleinen Schrank an der Wand, ehe sich die Kraft langsam verlor. Nach Luft japsend errang er mühsam wieder die Kontrolle.
Intuitive suchte sein Geist im Lied, sucht nach der Quelle was ihn berührt hatte. Erst langsam entspannten sich seine Muskeln, als das nicht mehr als den wohligen Klang offenbarte. Aber etwas war anders, sein Lied trug eine Narbe - wenn auch nur eine winzige. Nachdenklich hob er eine Augenbraue. Was bedeutet dies? Noch klang im der Satz in seinen Gedanken nach und langsam verblassend sah er die Gestalt vor seinen Augen.
Wer auch immer es war - er schien es wahrhaft vergessen zu haben. Aber wer besaß diese Macht. Macht genug in seinen Traum einzudringen. Sachte erhob er sich, warf sich einen Mantel über und spazierte hinaus in die dunkle Nacht. Nachdenklich schritt er durch das Tal, atmete die frische Luft - ließ seinen Geist schweifen - vielleicht würde ihm eine Idee kommen.
Intuitive suchte sein Geist im Lied, sucht nach der Quelle was ihn berührt hatte. Erst langsam entspannten sich seine Muskeln, als das nicht mehr als den wohligen Klang offenbarte. Aber etwas war anders, sein Lied trug eine Narbe - wenn auch nur eine winzige. Nachdenklich hob er eine Augenbraue. Was bedeutet dies? Noch klang im der Satz in seinen Gedanken nach und langsam verblassend sah er die Gestalt vor seinen Augen.
Wer auch immer es war - er schien es wahrhaft vergessen zu haben. Aber wer besaß diese Macht. Macht genug in seinen Traum einzudringen. Sachte erhob er sich, warf sich einen Mantel über und spazierte hinaus in die dunkle Nacht. Nachdenklich schritt er durch das Tal, atmete die frische Luft - ließ seinen Geist schweifen - vielleicht würde ihm eine Idee kommen.
- Shaya Nyrloth
- Beiträge: 176
- Registriert: Freitag 29. September 2006, 06:30
...erwachte sie mit einem erstickten Schrei...
Aufrecht saß sie im Bett und sog panisch Luft in die Lungen. Eine Hand ging an den gepeinigten Hals, während sie von einem Husten durchgeschüttelt wurde. Das Gesicht von Schmerzen gezeichnet huschten die Augen hektisch und furchtsam absuchend durch die in Dunkelheit getauchte Stube. Nichts. Da war nichts zu sehen, nichts zu hören, abgesehen von ihrem eigenen leisen argwöhnischen krächzendem „Was...“. Nur ein Traum? Der Versuch sich selbst davon zu überzeugen scheiterte kläglich am schmerzenden Hals.
Eine Hand hangelte sich tastend aus dem Bett auf der Suche nach einer Kerze. Mehrmals blinzelte sie, als sie sich dem flammenden Docht einer Kerze gegenübersah. Und hinter diesem sah sie sich mit dem entsetzten Gesichtsausdruck Saveas konfrontiert, der ihrem eigenen wohl in dem Moment in nichts nachstand, als sie damit die bittere Erkenntnis erlangte, dass das alles andere als 'nur' ein Traum gewesen war. Nur wenige Augenblicke später saß Mo schon in ihrem Bett, die ebenso um ihren Schlaf gebracht worden war. Sie versuchte sich in einem beruhigenden Lächeln, das offenbar misslang. So legte sie einen Arm um das Mädchen, das sich anschmiegte und in tröstender Geste über ihren Arm strich.
Die Erklärungen über das was geschehen war fielen dürftig und bemüht harmlos aus - man musste ja nicht auch noch Kindern Alpträume bescheren - mit einer gequälten kratzigen dem Hals entspringenden Note. Sie wusste ja selbst nicht was passiert war oder wie es passiert war, so mussten stockende Beschreibungen genügen, die mit einem heiseren 'Au...' abgerundet wurden, als Mo neugierig ungläubig mit einer Hand nach den Würgemalen tastete. Alle Gesichter waren von Ratlosigkeit und Sorge gezeichnet. Sie verzog das Gesicht und ein „Wird schon nichts Schlimmes sein“ traf auf ungläubige Mienen, einschließlich ihrer eigenen. Sie konnte nicht einmal sich selbst davon überzeugen, wie auch, wie viele Träume bescherten einem schon solche Nebenwirkungen? Allgemeines Haare raufen, wobei sie selbst den Part bei Mo übernahm, in wuschelnder Geste und mit einem etwas geglückterem beruhigen wollendem Lächeln als noch beim ersten Versuch.
Savea brachte es schließlich leidlich aber treffend auf den Punkt. Es hatte wohl wenig Sinn, es half nichts, Erklärungen waren im Moment nicht greifbar. So blieb nur noch zu versuchen den Rest der Nacht noch etwas Schlaf zu bekommen. So legte Shaya sich wieder hin, deckte Mo mit zu, einen Arm wie schützend um sie haltend, während Savea die Kerze löschte und selbst wieder zu Bett ging.
An Schlaf war zumindest für sie selbst jedoch nicht mehr zu denken in dieser Nacht. Wachsam starrte sie umher, als könnte jeden Augenblick erneut die Gestalt auftauchen, in Flammen aufgehen und ihr an die Gurgel springen. Die Stirn in tiefe Falten gezogen, hin und wieder ein Kratzen im Halse leise und vorsichtig wegräuspernd zogen die Stunden träge und zäh vorbei bis der Tag anbrach, und sie noch immer keine Ahnung hatte wen sie denn bitte vergessen haben konnte oder sollte.
Aufrecht saß sie im Bett und sog panisch Luft in die Lungen. Eine Hand ging an den gepeinigten Hals, während sie von einem Husten durchgeschüttelt wurde. Das Gesicht von Schmerzen gezeichnet huschten die Augen hektisch und furchtsam absuchend durch die in Dunkelheit getauchte Stube. Nichts. Da war nichts zu sehen, nichts zu hören, abgesehen von ihrem eigenen leisen argwöhnischen krächzendem „Was...“. Nur ein Traum? Der Versuch sich selbst davon zu überzeugen scheiterte kläglich am schmerzenden Hals.
Eine Hand hangelte sich tastend aus dem Bett auf der Suche nach einer Kerze. Mehrmals blinzelte sie, als sie sich dem flammenden Docht einer Kerze gegenübersah. Und hinter diesem sah sie sich mit dem entsetzten Gesichtsausdruck Saveas konfrontiert, der ihrem eigenen wohl in dem Moment in nichts nachstand, als sie damit die bittere Erkenntnis erlangte, dass das alles andere als 'nur' ein Traum gewesen war. Nur wenige Augenblicke später saß Mo schon in ihrem Bett, die ebenso um ihren Schlaf gebracht worden war. Sie versuchte sich in einem beruhigenden Lächeln, das offenbar misslang. So legte sie einen Arm um das Mädchen, das sich anschmiegte und in tröstender Geste über ihren Arm strich.
Die Erklärungen über das was geschehen war fielen dürftig und bemüht harmlos aus - man musste ja nicht auch noch Kindern Alpträume bescheren - mit einer gequälten kratzigen dem Hals entspringenden Note. Sie wusste ja selbst nicht was passiert war oder wie es passiert war, so mussten stockende Beschreibungen genügen, die mit einem heiseren 'Au...' abgerundet wurden, als Mo neugierig ungläubig mit einer Hand nach den Würgemalen tastete. Alle Gesichter waren von Ratlosigkeit und Sorge gezeichnet. Sie verzog das Gesicht und ein „Wird schon nichts Schlimmes sein“ traf auf ungläubige Mienen, einschließlich ihrer eigenen. Sie konnte nicht einmal sich selbst davon überzeugen, wie auch, wie viele Träume bescherten einem schon solche Nebenwirkungen? Allgemeines Haare raufen, wobei sie selbst den Part bei Mo übernahm, in wuschelnder Geste und mit einem etwas geglückterem beruhigen wollendem Lächeln als noch beim ersten Versuch.
Savea brachte es schließlich leidlich aber treffend auf den Punkt. Es hatte wohl wenig Sinn, es half nichts, Erklärungen waren im Moment nicht greifbar. So blieb nur noch zu versuchen den Rest der Nacht noch etwas Schlaf zu bekommen. So legte Shaya sich wieder hin, deckte Mo mit zu, einen Arm wie schützend um sie haltend, während Savea die Kerze löschte und selbst wieder zu Bett ging.
An Schlaf war zumindest für sie selbst jedoch nicht mehr zu denken in dieser Nacht. Wachsam starrte sie umher, als könnte jeden Augenblick erneut die Gestalt auftauchen, in Flammen aufgehen und ihr an die Gurgel springen. Die Stirn in tiefe Falten gezogen, hin und wieder ein Kratzen im Halse leise und vorsichtig wegräuspernd zogen die Stunden träge und zäh vorbei bis der Tag anbrach, und sie noch immer keine Ahnung hatte wen sie denn bitte vergessen haben konnte oder sollte.
- Shalaryl Di'naru
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- Registriert: Sonntag 5. Februar 2006, 03:25
- Wohnort: Lao'bha
Und nun wisse, selbst im tiefsten Abgrund kann sich dir noch eine Grube auf-
tun, die sogar die Dunkelheit in dir verschlingt...
Eigentlich hatte sie Darna nur aufsuchen wollen, um zu erfahren ob schon
ein Treffen mit Svea vereinbart wurde. Recht schnell stellte sich jedoch
heraus, dass allzu reale Träume nicht ganz so selten waren wie gedacht.
Und als dann noch klar wurde, dass drei von vier Schwerthütern das gleiche
wenig kleidsame Würgemal unter durchaus kleidsameren Halstüchern ver-
bargen, machte sich eine scharfe Vorsicht breit. Isdaniel hatte sie noch nicht
wieder gesehen, aber...drei von vier waren drei zu viele. Der Gedanke, die
dunklen Wirbel im Schwert könnten sich manifestiert haben und der Grund
der Alpträume sein ergab sich dann recht schnell...und der daraus resul-
tierende Wunsch, es zu überprüfen.
Was einem neuerlichen Alptraum glich. Als wären Höhlen mit abgestandener
Luft und merkwürdige, menschliche Rituale nicht schon schlimm genug,
nein...alles andere war nun auch noch falsch. Brackiges Wasser, beklemmen-
de Gefühle, unerträgliche Hitze und Trockenheit, die die Lungen in Brand
zu setzen suchten. Erloschene Kerzen, brennende Statuen. Abneigung,
Hohn und Spott statt prüfender Zuversicht. Wenigstens konnten sie sich
nun sicher sein: Ja, es war das Schwert. Und es gab scheinbar nichts, was
sie ohne die volle Zahl der Hüter ausrichten konnten.
"Wir brauchen sieben..."
Aber...wen? Woher drei geeignete Wesen finden...bevor es zu spät war?
Zeit verrinnt, unaufhaltsam im steten Strom der Ewigkeit. Und nur selten
wünscht sich eine Elfe, daran etwas ändern zu können, so wie jetzt... .
tun, die sogar die Dunkelheit in dir verschlingt...
Eigentlich hatte sie Darna nur aufsuchen wollen, um zu erfahren ob schon
ein Treffen mit Svea vereinbart wurde. Recht schnell stellte sich jedoch
heraus, dass allzu reale Träume nicht ganz so selten waren wie gedacht.
Und als dann noch klar wurde, dass drei von vier Schwerthütern das gleiche
wenig kleidsame Würgemal unter durchaus kleidsameren Halstüchern ver-
bargen, machte sich eine scharfe Vorsicht breit. Isdaniel hatte sie noch nicht
wieder gesehen, aber...drei von vier waren drei zu viele. Der Gedanke, die
dunklen Wirbel im Schwert könnten sich manifestiert haben und der Grund
der Alpträume sein ergab sich dann recht schnell...und der daraus resul-
tierende Wunsch, es zu überprüfen.
Was einem neuerlichen Alptraum glich. Als wären Höhlen mit abgestandener
Luft und merkwürdige, menschliche Rituale nicht schon schlimm genug,
nein...alles andere war nun auch noch falsch. Brackiges Wasser, beklemmen-
de Gefühle, unerträgliche Hitze und Trockenheit, die die Lungen in Brand
zu setzen suchten. Erloschene Kerzen, brennende Statuen. Abneigung,
Hohn und Spott statt prüfender Zuversicht. Wenigstens konnten sie sich
nun sicher sein: Ja, es war das Schwert. Und es gab scheinbar nichts, was
sie ohne die volle Zahl der Hüter ausrichten konnten.
"Wir brauchen sieben..."
Aber...wen? Woher drei geeignete Wesen finden...bevor es zu spät war?
Zeit verrinnt, unaufhaltsam im steten Strom der Ewigkeit. Und nur selten
wünscht sich eine Elfe, daran etwas ändern zu können, so wie jetzt... .
Tschiep?
-
Darna von Hohenfels
Es ist ein Alptraum.
Es muss ein Alptraum sein!
Es kann nicht sein, dass die Kerzen verloschen sind. Sie gehen aus, wenn wir sterben, tot sind! Götter, diese wütenden Blicke der Statuen, diese verhöhnenden Gesichter... sie sind doch auf unserer Seite! Hüter, Lehrer, Idole! Schon der ganze Weg hierher, es ist falsch, alles falsch. Wir haben alles getan wie je, doch nichts als Ablehnung schlug uns entgegen. Es ist falsch, es muss das Schwert sein, ein Traumbild wie der würgende Schatten. Wir müssen dem standhalten, uns nicht beirren lassen! Wir müssen die Kerzen zum brennen bringen. Ihre Tugend zum leuchten.
Die ersten Sieben sind auf unserer Seite. Helft uns!
"Ich bereue." Was eigentlich? Wenn ich wenigstens wüsste, was wir falsch gemacht haben! "Was immer ich getan habe... ich will es bereuen. Und Buße tun." Hilf mir, Sighelm. Sag uns, was hier falsch läuft.
Aber es scheint nicht die Stimme eines Hüters, die mir antwortet...
"Meinst du wirklich, du kannst es richten?" Was ist das denn für eine Frage? Ich muß!
"Du hast mich wirklich vergessen, sehr lange schon." WEN?! Das Schwert? Niemals!
"Weißt du, was aus Vergessenen wird?"
"Ich hab dich nie vergessen", formt sich mein Widerspruch zu Worten, "Keinen Tag, nicht einen! Jeden Tag denk ich an dich, an euch, an alles hier." Jeden Tag schließe ich euch in mein Gebet ein, gedenke der Aufgabe, würde mein Leben für all das hier geben! Wie kannst du mir sowas vorwerfen!
"Hast aber nicht bedacht, was in mir lebt, was herausbricht, was ist mein Wirken?"
Doch, natürlich wusste ich das. Im Schlaf hätte man mich das fragen können, so nimmt die Verwirrung noch zu, obwohl ich antworte: "Du bist der ewige Zwiespalt. Und so sehr ich dich verehre, so sehr fürchte ich dich, Nastad e-goth. Einzig in der Herrin Hände lege ich dein Schicksal .."
"Und doch kam nie das, was mich in der Waage halten hätte können. Jahrelang."
".. und nie hätte ich mehr gewa..", sprech ich im gleichen Moment kurz weiter und stocke.
Die Reinigung. Diese war alles, was wir länger nicht durchgeführt hatten, sie waren zu schnell verstorben und verschwunden, Nevyn, Rabeya, Ifirnion, Sorcha... fast hatte ich auch schon Shalaryl verloren geglaubt. Innerlich ächzte ich.
Wir hatten Shaya dazu geholt, Luzienth ins Auge gefasst, doch es schien elend schwer, würdige Nachfolger zu finden, die die nötige Bescheidenheit, Ehrung und doch Furcht vor einer solchen Waffe, Verschwiegenheit, Glauben und eiserne Entschlossenheit mitbrachten, sich dieser Aufgabe zu stellen, um ins Vertrauen gezogen zu werden. Zudem keine zu naheliegende Wahl waren und am besten nicht in der öffentlichen Aufmerksamkeit standen oder gar schon mit dem Schwert zu tun gehabt hatten.
Aber das schien egal zu sein - oder gefährlich. Wir hatten die Reihen nicht schnell genug wieder gefüllt.
Die letzte Reinigung? Vor zwei Jahren? Himmel, wenn DAS hier nach zwei Jahren passieren konnte, wie hatte es angehen können, dass das Schwert vor Leonhards Zeit fast dreißig Jahre lang ohne jeden Kontakt zu noch lebenden Hütern hier gelegen hatte?! Haben wir irgend etwas übersehen? Irgend etwas, was den Prozeß des Korrumpierens beschleunigt? Fokussiert?
Kaum etwas scheint Sinn zu ergeben, außer, dass wir übel in der Klemme stecken.
"Nun erntet, was ihr gesäht habt!" - der Blick der Statuen wird regelrecht feindselig. Es macht mich völlig kirre. "Darna...? Was... machen wir jetzt?", erklingen Shalaryls Worte und machen das Ganze noch schlimmer. ICH WEISS ES NICHT!
Mein Potest gegen die Vorwürfe der Klinge verhallt wie ungehört, es ist unerträglich heiß, drückende Beklemmung, dass der Wunsch, diesen Hallen zu entfliehen, übermächtig zu werden droht. Aber das dürfen wir nicht, das werde ich nicht, niemals! Niemals werde ich vor einem Feind oder einer unerledigten Aufgabe hier fliehen, und wenn es mich das Leben kostet! Müssen wir gehen, um zu siebt zurückzukehren? Ich will nicht. Will diese Hallen nicht so hinter mir lassen, ohne irgend etwas ein bißchen zum besseren zu wenden.
"Und diese Kerze IST nicht aus, ich bin hier!", wallt noch einmal Widerstand auf. In grenzenloser Missachtung der scheinbaren Umstände vertraue ich auf die Mächte, die diese Hallen tatsächlich formen und des Schwertes Hort darstellen, will meine Kerze wieder zum leuchten bringen, hoffe darauf, dass Shaya und Shalaryl ähnlich sich auf "ihre" Tugend besinnen und diese beschwören werden.
"Herrin, in der Dunkelheit erbitte ich dein Licht... Herrin, vor dem Symbol der Beugung knie ich und möchte lernen, was du mir aufzuzeigen gewillt bist... Herrin, im Wissen um die Grenzen meiner Macht erbitte ich, das Licht der Demut zu entzünden, für mich leuchten zu lassen, auf dass ... auch Nastad e-goth seine Grenzen aufgezeigt werden sollen."
Wir kriegen dich, Nastad e-goth, "Deuter zum Feind", zweischneidigste aller Waffen... wir werden dich gebändigt kriegen. Mein Augen leuchten in stillem Triumph auf, als die Kerze vor mir sich entzündet.
Götter... das nenn ich zu früh gefreut. Ein kurzes Aufglimmen war es, dann ein Flammen, das die ganze Kerze einhüllte und nun brennt die steinerne Statue von Sighelm lichterloh! Auch die vor Shaya und Shalaryl beginnen zu brennen.
Es ist ein Alptraum.
Es muss ein Alptraum sein!
Instinktiv schnellt meine Rechte vor, will schützend die Kerze greifen und hält sie mitten in den Flammen. Götter, als hätte ich keine Angst vor Feuer... neben mir brennt überlebensgroß die Statue... aber meine Kerze darf nicht verbrennen! Die Hitze beginnt selbst meine Rüstung unerträglich heiß werden zu lassen, ich kenne es, dieses Gefühl, zu verbrennen, ich kenne es viel zu gut. Es muss eine Prüfung sein!
Tränen schießen mir vor Schmerz in die Augen, während ich störrisch flüsternd weiter bete:
"Ich bitte euch, ihr Hüter der Hallen, helft uns, wie ihr es immer tatet... in eurem Gedenken stehen wir, kämpfen wir, sterben wir... ihr könnt nicht brennen..."
Es schmerzt so. Das Wissen, dass alles hier falsch war, dass wir kurz davor waren, zu versagen, schmerzt fast mehr als mein Gesicht, als meine rechte Hand, wo die Haut glüht und Blasen zu werfen droht. Ich muss weichen. Ich fühle, wie Shala in meine Nähe kommt und Kühle kommt vor mein Gesicht, leicht drücke ich mich gegen sie.
Irgendwie... musst ich hier führen, leiten, eine Lösung wissen... weiter. Irgendwie mussten wir weiter, auch wenn ich nicht mehr weiß wofür, außer für einen erbärmlichen Tod hier unten zu bleiben und zu verenden. Wir kämpfen uns weiter, hustend, strauchelnd - aber wofür?
"Ob sie uns... noch etwas fragen...?"
"Ich... weiß es nicht, es... scheint nicht so."
In der Mitte des Saales bildet sich zwischen den Statuen ein heißer Luftwirbel. Die sonst so wunderschöne Reiterstatue von Mikhail Eldremon im Rücken, seh ich auf die dunklen wirbelnden Schlieren, und noch ehe ich recht begreife, ob das das Ende ist, werde ich hineingerissen.
"NEIN!"
Stille. Nein, ein Poltern und beißender Schmerz, als ich gegen die niedrige Ummauerung des Tapferkeitsschreins knalle und auf den kalten Fliesen liegen bleibe. Stöhnen um mich herum. Die Geräusche des nächtlichen Winterwaldes klingen widersinnig, es wirkt alles so... verkehrt. Zu real. Es wäre doch sonst der Zeitpunkt gewesen, aufzuwachen.
Bitte, es hätte doch ein Traum sein müssen... Warum war es kein Traum...
Es muss ein Alptraum sein!
Es kann nicht sein, dass die Kerzen verloschen sind. Sie gehen aus, wenn wir sterben, tot sind! Götter, diese wütenden Blicke der Statuen, diese verhöhnenden Gesichter... sie sind doch auf unserer Seite! Hüter, Lehrer, Idole! Schon der ganze Weg hierher, es ist falsch, alles falsch. Wir haben alles getan wie je, doch nichts als Ablehnung schlug uns entgegen. Es ist falsch, es muss das Schwert sein, ein Traumbild wie der würgende Schatten. Wir müssen dem standhalten, uns nicht beirren lassen! Wir müssen die Kerzen zum brennen bringen. Ihre Tugend zum leuchten.
Die ersten Sieben sind auf unserer Seite. Helft uns!
"Ich bereue." Was eigentlich? Wenn ich wenigstens wüsste, was wir falsch gemacht haben! "Was immer ich getan habe... ich will es bereuen. Und Buße tun." Hilf mir, Sighelm. Sag uns, was hier falsch läuft.
Aber es scheint nicht die Stimme eines Hüters, die mir antwortet...
"Meinst du wirklich, du kannst es richten?" Was ist das denn für eine Frage? Ich muß!
"Du hast mich wirklich vergessen, sehr lange schon." WEN?! Das Schwert? Niemals!
"Weißt du, was aus Vergessenen wird?"
"Ich hab dich nie vergessen", formt sich mein Widerspruch zu Worten, "Keinen Tag, nicht einen! Jeden Tag denk ich an dich, an euch, an alles hier." Jeden Tag schließe ich euch in mein Gebet ein, gedenke der Aufgabe, würde mein Leben für all das hier geben! Wie kannst du mir sowas vorwerfen!
"Hast aber nicht bedacht, was in mir lebt, was herausbricht, was ist mein Wirken?"
Doch, natürlich wusste ich das. Im Schlaf hätte man mich das fragen können, so nimmt die Verwirrung noch zu, obwohl ich antworte: "Du bist der ewige Zwiespalt. Und so sehr ich dich verehre, so sehr fürchte ich dich, Nastad e-goth. Einzig in der Herrin Hände lege ich dein Schicksal .."
"Und doch kam nie das, was mich in der Waage halten hätte können. Jahrelang."
".. und nie hätte ich mehr gewa..", sprech ich im gleichen Moment kurz weiter und stocke.
Die Reinigung. Diese war alles, was wir länger nicht durchgeführt hatten, sie waren zu schnell verstorben und verschwunden, Nevyn, Rabeya, Ifirnion, Sorcha... fast hatte ich auch schon Shalaryl verloren geglaubt. Innerlich ächzte ich.
Wir hatten Shaya dazu geholt, Luzienth ins Auge gefasst, doch es schien elend schwer, würdige Nachfolger zu finden, die die nötige Bescheidenheit, Ehrung und doch Furcht vor einer solchen Waffe, Verschwiegenheit, Glauben und eiserne Entschlossenheit mitbrachten, sich dieser Aufgabe zu stellen, um ins Vertrauen gezogen zu werden. Zudem keine zu naheliegende Wahl waren und am besten nicht in der öffentlichen Aufmerksamkeit standen oder gar schon mit dem Schwert zu tun gehabt hatten.
Aber das schien egal zu sein - oder gefährlich. Wir hatten die Reihen nicht schnell genug wieder gefüllt.
Die letzte Reinigung? Vor zwei Jahren? Himmel, wenn DAS hier nach zwei Jahren passieren konnte, wie hatte es angehen können, dass das Schwert vor Leonhards Zeit fast dreißig Jahre lang ohne jeden Kontakt zu noch lebenden Hütern hier gelegen hatte?! Haben wir irgend etwas übersehen? Irgend etwas, was den Prozeß des Korrumpierens beschleunigt? Fokussiert?
Kaum etwas scheint Sinn zu ergeben, außer, dass wir übel in der Klemme stecken.
"Nun erntet, was ihr gesäht habt!" - der Blick der Statuen wird regelrecht feindselig. Es macht mich völlig kirre. "Darna...? Was... machen wir jetzt?", erklingen Shalaryls Worte und machen das Ganze noch schlimmer. ICH WEISS ES NICHT!
Mein Potest gegen die Vorwürfe der Klinge verhallt wie ungehört, es ist unerträglich heiß, drückende Beklemmung, dass der Wunsch, diesen Hallen zu entfliehen, übermächtig zu werden droht. Aber das dürfen wir nicht, das werde ich nicht, niemals! Niemals werde ich vor einem Feind oder einer unerledigten Aufgabe hier fliehen, und wenn es mich das Leben kostet! Müssen wir gehen, um zu siebt zurückzukehren? Ich will nicht. Will diese Hallen nicht so hinter mir lassen, ohne irgend etwas ein bißchen zum besseren zu wenden.
"Und diese Kerze IST nicht aus, ich bin hier!", wallt noch einmal Widerstand auf. In grenzenloser Missachtung der scheinbaren Umstände vertraue ich auf die Mächte, die diese Hallen tatsächlich formen und des Schwertes Hort darstellen, will meine Kerze wieder zum leuchten bringen, hoffe darauf, dass Shaya und Shalaryl ähnlich sich auf "ihre" Tugend besinnen und diese beschwören werden.
"Herrin, in der Dunkelheit erbitte ich dein Licht... Herrin, vor dem Symbol der Beugung knie ich und möchte lernen, was du mir aufzuzeigen gewillt bist... Herrin, im Wissen um die Grenzen meiner Macht erbitte ich, das Licht der Demut zu entzünden, für mich leuchten zu lassen, auf dass ... auch Nastad e-goth seine Grenzen aufgezeigt werden sollen."
Wir kriegen dich, Nastad e-goth, "Deuter zum Feind", zweischneidigste aller Waffen... wir werden dich gebändigt kriegen. Mein Augen leuchten in stillem Triumph auf, als die Kerze vor mir sich entzündet.
Götter... das nenn ich zu früh gefreut. Ein kurzes Aufglimmen war es, dann ein Flammen, das die ganze Kerze einhüllte und nun brennt die steinerne Statue von Sighelm lichterloh! Auch die vor Shaya und Shalaryl beginnen zu brennen.
Es ist ein Alptraum.
Es muss ein Alptraum sein!
Instinktiv schnellt meine Rechte vor, will schützend die Kerze greifen und hält sie mitten in den Flammen. Götter, als hätte ich keine Angst vor Feuer... neben mir brennt überlebensgroß die Statue... aber meine Kerze darf nicht verbrennen! Die Hitze beginnt selbst meine Rüstung unerträglich heiß werden zu lassen, ich kenne es, dieses Gefühl, zu verbrennen, ich kenne es viel zu gut. Es muss eine Prüfung sein!
Tränen schießen mir vor Schmerz in die Augen, während ich störrisch flüsternd weiter bete:
"Ich bitte euch, ihr Hüter der Hallen, helft uns, wie ihr es immer tatet... in eurem Gedenken stehen wir, kämpfen wir, sterben wir... ihr könnt nicht brennen..."
Es schmerzt so. Das Wissen, dass alles hier falsch war, dass wir kurz davor waren, zu versagen, schmerzt fast mehr als mein Gesicht, als meine rechte Hand, wo die Haut glüht und Blasen zu werfen droht. Ich muss weichen. Ich fühle, wie Shala in meine Nähe kommt und Kühle kommt vor mein Gesicht, leicht drücke ich mich gegen sie.
Irgendwie... musst ich hier führen, leiten, eine Lösung wissen... weiter. Irgendwie mussten wir weiter, auch wenn ich nicht mehr weiß wofür, außer für einen erbärmlichen Tod hier unten zu bleiben und zu verenden. Wir kämpfen uns weiter, hustend, strauchelnd - aber wofür?
"Ob sie uns... noch etwas fragen...?"
"Ich... weiß es nicht, es... scheint nicht so."
In der Mitte des Saales bildet sich zwischen den Statuen ein heißer Luftwirbel. Die sonst so wunderschöne Reiterstatue von Mikhail Eldremon im Rücken, seh ich auf die dunklen wirbelnden Schlieren, und noch ehe ich recht begreife, ob das das Ende ist, werde ich hineingerissen.
"NEIN!"
Stille. Nein, ein Poltern und beißender Schmerz, als ich gegen die niedrige Ummauerung des Tapferkeitsschreins knalle und auf den kalten Fliesen liegen bleibe. Stöhnen um mich herum. Die Geräusche des nächtlichen Winterwaldes klingen widersinnig, es wirkt alles so... verkehrt. Zu real. Es wäre doch sonst der Zeitpunkt gewesen, aufzuwachen.
Bitte, es hätte doch ein Traum sein müssen... Warum war es kein Traum...
Zuletzt geändert von Darna von Hohenfels am Sonntag 30. Januar 2011, 01:43, insgesamt 1-mal geändert.
-
Isdaniel Nifar
Eine Frage hier, eine Andeutung da - keine Reaktion. Isdaniel hatte den Vormittag damit zugebracht zu ergründen, ob er der einzige mit diesem Traum in Ered Luin war. Er wählte seine Worte jeweils sorgsam - bemüht keine Unruhe zu wecken. Aber es schien als wäre er tatsächlich der einzige gewesen. Was diesen Traum nicht weniger seltsam machte. Noch immer war er ihm deutlich im Gedächtnis.
Wenn - was auch immer - ihn als einzigen im Tal aufsuchte, dann galt es noch andere Gründe zu prüfen. Er würde den Waldelfen einen Besuch abstatten und sich dann auf den Weg nach Adoran begeben. Sollte sein Verdacht bestätigt werden - so wäre dies ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt.
Wenn - was auch immer - ihn als einzigen im Tal aufsuchte, dann galt es noch andere Gründe zu prüfen. Er würde den Waldelfen einen Besuch abstatten und sich dann auf den Weg nach Adoran begeben. Sollte sein Verdacht bestätigt werden - so wäre dies ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt.
- Shaya Nyrloth
- Beiträge: 176
- Registriert: Freitag 29. September 2006, 06:30
Ihr wurdet gerufen, angeklagt und für schuldig befunden... und jetzt raus hier!
So oder so ähnlich fühlte es sich an, als ich mit einem dumpfen Aufprall auf den Fliesen des Schreins landete und rutschend einige Meter weiter zum Liegen kam. Meine Lungen schmerzten, den Geräuschen nach ging es den anderen beiden nicht besser. Ich nahm es hin, auch wenn mein Körper deutlich hustend protestierte. Es war mir egal. Starr richtete ich meinen Blick in die dunkle Nacht. Die Fassungslosigkeit und das Entsetzen, das ich noch in den Gewölben verspürt hatte war in selbigen zurückgeblieben, während wir unsanft rausgeworfen wurden.
Jetzt fühlte ich nur noch … ja was eigentlich … kein Wort wäre imstande dem gerecht zu werden, was gerade in mir vorging. Genauso wenig vermochte ich in annähernd treffenden Worten beschreiben oder zusammenfassen, was da gerade passiert war ... wessen wir Zeugen gewesen waren. Und ich hatte gedacht fast von flammenden, anklagenden Schatten erwürgt zu werden hätte neben dem alptraumhaften etwas bedrohliches oder entsetzliches an sich gehabt. Lächerlich. Innerlich machte sich ein hysterisches Lachen schleppend auf den Weg durch meinen gepeinigten Hals um ungehört in einem kurzen Husten zu ersterben.
„Wir … leben noch, oder?“ Ein kurzes Zucken meiner Hand musste Shalaryl als Antwort genügen. Zu mehr war ich gerade nicht im Stande. Ich spürte stechende Kälte, die quälend durch jede einzelnen Faser meines Körpers kroch, der nur wenige Momente zuvor noch dieser erdrückenden unerträglichen Hitze ausgesetzt gewesen war. Ich nahm es hin und hieß sie willkommen. Vielleicht vermochte ja das ertragen und jeder einzelne Schmerz mich endlich aus diesem Alptraum erwachen lassen.
Es wäre zumindest schön gewesen, unter anderem auch in Aussicht darauf, wie Savea wohl reagieren würde.
So oder so ähnlich fühlte es sich an, als ich mit einem dumpfen Aufprall auf den Fliesen des Schreins landete und rutschend einige Meter weiter zum Liegen kam. Meine Lungen schmerzten, den Geräuschen nach ging es den anderen beiden nicht besser. Ich nahm es hin, auch wenn mein Körper deutlich hustend protestierte. Es war mir egal. Starr richtete ich meinen Blick in die dunkle Nacht. Die Fassungslosigkeit und das Entsetzen, das ich noch in den Gewölben verspürt hatte war in selbigen zurückgeblieben, während wir unsanft rausgeworfen wurden.
Jetzt fühlte ich nur noch … ja was eigentlich … kein Wort wäre imstande dem gerecht zu werden, was gerade in mir vorging. Genauso wenig vermochte ich in annähernd treffenden Worten beschreiben oder zusammenfassen, was da gerade passiert war ... wessen wir Zeugen gewesen waren. Und ich hatte gedacht fast von flammenden, anklagenden Schatten erwürgt zu werden hätte neben dem alptraumhaften etwas bedrohliches oder entsetzliches an sich gehabt. Lächerlich. Innerlich machte sich ein hysterisches Lachen schleppend auf den Weg durch meinen gepeinigten Hals um ungehört in einem kurzen Husten zu ersterben.
„Wir … leben noch, oder?“ Ein kurzes Zucken meiner Hand musste Shalaryl als Antwort genügen. Zu mehr war ich gerade nicht im Stande. Ich spürte stechende Kälte, die quälend durch jede einzelnen Faser meines Körpers kroch, der nur wenige Momente zuvor noch dieser erdrückenden unerträglichen Hitze ausgesetzt gewesen war. Ich nahm es hin und hieß sie willkommen. Vielleicht vermochte ja das ertragen und jeder einzelne Schmerz mich endlich aus diesem Alptraum erwachen lassen.
Es wäre zumindest schön gewesen, unter anderem auch in Aussicht darauf, wie Savea wohl reagieren würde.
-
Savea Falkenlohe
- Beiträge: 1
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Neulich:
Drei Halstücher und ein Fluch… Halt! Wenn es ein Fluch wäre, würde dann ein solches Geheimnis darum gemacht?
Ich hatte mir zunächst nichts dabei gedacht, abgesehen von der üblichen Sorge, dem tief in die Glieder fahrenden Schrecken, die langsam hochkriechende Wut, dass es wieder einmal irgendeinem Brutableger gelungen sein sollte verfluchender Weise nicht nur bösartige Träume zu schicken sondern auch noch damit verbunden „Hand anzulegen“, als Shaya von ihrem Traum noch des Nachts berichtete und die Würgemale mehr als deutlich waren.
Seltsam wurde es als ich bei Milady ähnliche Halsmale entdeckte, aber noch immer ging ich vertrauensvoll davon aus, es würde sich klären und man würde, wie sonst auch, gemeinsam diesem „Irgendwas“ auf den Grund gehen und eliminieren, na wenigstens Träume und Folgen.
Zu dämmern begann es, als auch Shala mit einem von Miladys nagelneuen Halstüchern in der Küche saß und auf meine Nachfragen etwas von „Schneidermangel“ und, dass Milady da eben noch eins für sie hatte, erklärte, ansonsten den Inhalt ihrer Tasse studierte und Milady in einer Art und Weise begann herumzudrucksen!, dass ich Mühe hatte mich nicht zu erkundigen, ob sie mich für so dämlich hält, wie sie versuchte mich zu verkaufen.
Heller wurde es, als ich Shalaryl direkt auf den Kopf zusagte, dass ich an ihrem Hals ähnliche Würgemale vermutete und dies durch Milady Bestätigung fand. Himmel noch eins, weshalb wurde hierum ein solches Geheimnis gemacht? Da half nur weiterbohren, bis man auf den Grund gelangt und genau das tat ich.
„Ich nehme an, da ja mehrere diese Zeichen aufweisen ist darüber schon spekuliert worden, während wir, Shaya und ich, fort waren?
„Nnnnnmh... ... Ja.“ Sehr gut , Milady.
„Und gibt es eine Richtung?“
„Mhhhh... .. Ja.“ Weiter so, Milady. Und nun noch etwas konkreter vielleicht?
„Und _welche_?”
“Eine recht konkrete. Der wir nachgehen werden.“ Na geht doch, Milady.
„Ist das alles?“
„Ja.“ Kuhdung, Milady, nicht nachlassen jetzt.
„Ich darf das mal zusammenfassen, ja? Hier haben offenbar drei derart schlecht geträumt, dass es äußerst nachhaltige Begleiterscheinungen…“
„Immerhin... Ihr seid nicht betroffen...“ Diesen Einwurf, Milady übergehe ich an dieser Stelle mal.
„… davon gibt, so nachhaltig, dass man sie verstecken muss... und es gibt eine konkrete Richtung, die uns nichts...“ Da wurde es plötzlich richtig hell und mir klar, dass hier zwar schon etwas geklärt und getan werden sollte, nur nicht mit mir… es ging mich nichts an! Ich solle doch froh sein sowas nicht zu haben. „… die also mich nichts angeht?“
„So... hrm... klingt... das... also... etwas... _hart_... aber ich meine... hrm... Ihr könntet ja vielleicht... froh sein...? dass nicht...? Ich meine... das ist nicht so wirklich angenehm... und Ihr... bräuchtet damit nichts zu tun zu haben, wenn…“ Ich hatte genug gehört, ich wollte nicht mehr hören und vor allem das Gehörte nicht wahrhaben. Ich ging.
Die spätere Information unseres Stallmeisters Torwen, die drei seien zum Nebelwald aufgebrochen nahm ich zur Kenntnis.
Als ich sie wiedersah, unternahm ich noch einen Versuch.
„Gibt es etwas zu erzählen von eurem Ausflug?“
„Es gibt noch keine wirkliche Lösung.“
„Und mehr zu erzählen auch nicht?“
„Es war nicht schön. Tut mir leid.“ Danke Shaya, sehr aufschlussreich!
Die kleine bohrende Stimme, die ich lange nicht vernommen hatte, wisperte:
„ Ist nicht das erste Mal. Erinner dich. Drei Tage Nebelwald.“ Klappe, ich will das nicht hören! „Nur um einen Schrein anzusehen. Nur die Zeit vergessen.“ Sei still! Aber nun war es bereits zu spät, der Stachel saß und er saß tief und er tat verdammt weh. Kein Vertrauen. Und das musste nicht mal die kleine Stimme erwähnen.
Heute:
Das Fräulein Helena war gerade zur Tür hinaus, als Shaya einen Versuch unternahm mich einzuweihen… dachte ich.
Letztendlich war es eine Zusammenfassung von dem was ich bereits wusste, nämlich, dass ich nichts wissen darf. Alles nur zu meinem Besten. Natürlich! Und natürlich vertraut sie mir, auch wenn sie nichts sagt, weil das ja wieder nicht zu meinem Besten wäre! Und natürlich versteht sie, dass ich es nicht verstehe, denn dafür bräuchte es ja Erklärungen, die sie mir nicht geben kann, weil das ja…
Es knackt. „Savea, der Wagen bricht!“ „Nein, Herrin der Wagen nicht. Es ist ein Band von meinem Herzen…“
„Herrin,
dich brauche ich in dieser Welt,
deine Schildhand, die mich hält,
deine Schwerthand, die mich führt,
die mich stärkend stets berührt.
Dich brauche ich in der Zeit der Not,
wie der Hoffnung leuchtend Morgenrot,
deiner Güte sanfte Macht,
deine Wehr und deine Wacht.
Dich brauche ich in Kampf und Streit,
an meiner Seite als Geleit
und ist die Waffe nur ein Bogen,
sei dennoch ihm und mir gewogen.“
Drei Halstücher und ein Fluch… Halt! Wenn es ein Fluch wäre, würde dann ein solches Geheimnis darum gemacht?
Ich hatte mir zunächst nichts dabei gedacht, abgesehen von der üblichen Sorge, dem tief in die Glieder fahrenden Schrecken, die langsam hochkriechende Wut, dass es wieder einmal irgendeinem Brutableger gelungen sein sollte verfluchender Weise nicht nur bösartige Träume zu schicken sondern auch noch damit verbunden „Hand anzulegen“, als Shaya von ihrem Traum noch des Nachts berichtete und die Würgemale mehr als deutlich waren.
Seltsam wurde es als ich bei Milady ähnliche Halsmale entdeckte, aber noch immer ging ich vertrauensvoll davon aus, es würde sich klären und man würde, wie sonst auch, gemeinsam diesem „Irgendwas“ auf den Grund gehen und eliminieren, na wenigstens Träume und Folgen.
Zu dämmern begann es, als auch Shala mit einem von Miladys nagelneuen Halstüchern in der Küche saß und auf meine Nachfragen etwas von „Schneidermangel“ und, dass Milady da eben noch eins für sie hatte, erklärte, ansonsten den Inhalt ihrer Tasse studierte und Milady in einer Art und Weise begann herumzudrucksen!, dass ich Mühe hatte mich nicht zu erkundigen, ob sie mich für so dämlich hält, wie sie versuchte mich zu verkaufen.
Heller wurde es, als ich Shalaryl direkt auf den Kopf zusagte, dass ich an ihrem Hals ähnliche Würgemale vermutete und dies durch Milady Bestätigung fand. Himmel noch eins, weshalb wurde hierum ein solches Geheimnis gemacht? Da half nur weiterbohren, bis man auf den Grund gelangt und genau das tat ich.
„Ich nehme an, da ja mehrere diese Zeichen aufweisen ist darüber schon spekuliert worden, während wir, Shaya und ich, fort waren?
„Nnnnnmh... ... Ja.“ Sehr gut , Milady.
„Und gibt es eine Richtung?“
„Mhhhh... .. Ja.“ Weiter so, Milady. Und nun noch etwas konkreter vielleicht?
„Und _welche_?”
“Eine recht konkrete. Der wir nachgehen werden.“ Na geht doch, Milady.
„Ist das alles?“
„Ja.“ Kuhdung, Milady, nicht nachlassen jetzt.
„Ich darf das mal zusammenfassen, ja? Hier haben offenbar drei derart schlecht geträumt, dass es äußerst nachhaltige Begleiterscheinungen…“
„Immerhin... Ihr seid nicht betroffen...“ Diesen Einwurf, Milady übergehe ich an dieser Stelle mal.
„… davon gibt, so nachhaltig, dass man sie verstecken muss... und es gibt eine konkrete Richtung, die uns nichts...“ Da wurde es plötzlich richtig hell und mir klar, dass hier zwar schon etwas geklärt und getan werden sollte, nur nicht mit mir… es ging mich nichts an! Ich solle doch froh sein sowas nicht zu haben. „… die also mich nichts angeht?“
„So... hrm... klingt... das... also... etwas... _hart_... aber ich meine... hrm... Ihr könntet ja vielleicht... froh sein...? dass nicht...? Ich meine... das ist nicht so wirklich angenehm... und Ihr... bräuchtet damit nichts zu tun zu haben, wenn…“ Ich hatte genug gehört, ich wollte nicht mehr hören und vor allem das Gehörte nicht wahrhaben. Ich ging.
Die spätere Information unseres Stallmeisters Torwen, die drei seien zum Nebelwald aufgebrochen nahm ich zur Kenntnis.
Als ich sie wiedersah, unternahm ich noch einen Versuch.
„Gibt es etwas zu erzählen von eurem Ausflug?“
„Es gibt noch keine wirkliche Lösung.“
„Und mehr zu erzählen auch nicht?“
„Es war nicht schön. Tut mir leid.“ Danke Shaya, sehr aufschlussreich!
Die kleine bohrende Stimme, die ich lange nicht vernommen hatte, wisperte:
„ Ist nicht das erste Mal. Erinner dich. Drei Tage Nebelwald.“ Klappe, ich will das nicht hören! „Nur um einen Schrein anzusehen. Nur die Zeit vergessen.“ Sei still! Aber nun war es bereits zu spät, der Stachel saß und er saß tief und er tat verdammt weh. Kein Vertrauen. Und das musste nicht mal die kleine Stimme erwähnen.
Heute:
Das Fräulein Helena war gerade zur Tür hinaus, als Shaya einen Versuch unternahm mich einzuweihen… dachte ich.
Letztendlich war es eine Zusammenfassung von dem was ich bereits wusste, nämlich, dass ich nichts wissen darf. Alles nur zu meinem Besten. Natürlich! Und natürlich vertraut sie mir, auch wenn sie nichts sagt, weil das ja wieder nicht zu meinem Besten wäre! Und natürlich versteht sie, dass ich es nicht verstehe, denn dafür bräuchte es ja Erklärungen, die sie mir nicht geben kann, weil das ja…
Es knackt. „Savea, der Wagen bricht!“ „Nein, Herrin der Wagen nicht. Es ist ein Band von meinem Herzen…“
„Herrin,
dich brauche ich in dieser Welt,
deine Schildhand, die mich hält,
deine Schwerthand, die mich führt,
die mich stärkend stets berührt.
Dich brauche ich in der Zeit der Not,
wie der Hoffnung leuchtend Morgenrot,
deiner Güte sanfte Macht,
deine Wehr und deine Wacht.
Dich brauche ich in Kampf und Streit,
an meiner Seite als Geleit
und ist die Waffe nur ein Bogen,
sei dennoch ihm und mir gewogen.“
Zuletzt geändert von Savea Falkenlohe am Mittwoch 2. Februar 2011, 22:45, insgesamt 1-mal geändert.