Ein Brief an den Emir

Moderator: Menekaner [Mod]

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Ameena

Ein Brief an den Emir

Beitrag von Ameena »

Sie war bis ins Innerste getroffen. Auch wenn das Kind schon schwierigere Zeiten durchgemacht hatte, so eine Demütigung wie gestern hatte sie noch nie erfahren, denn sie kam nicht von einem aufrechten und stolzen Menekaner, sondern von den Festländern! Sie hatte es immer gewusst, dass sie böse sind! Und dumm- aiwa! Lange hatte sie überlegt, was sie dem Emir schreiben sollte, nachdem er sie vor 2 Wochenläufen um einen Brief gebeten hatte, aber nun wusste sie es. Sie nahm eine edle Papyrusrolle zur Hand, die so fein war, dass die Oberfläche sich ganz glatt anfühlte, entrollte sie und begann mit einem fein angespitzten Stift zu schreiben:

Eluive mit DIR, grohser, erhapner EMIR!

Gehstahn wolten wia die Staht von den Fetzlendahn besuchn, dah wo das Sziff hinfert wo aales aus Stainen is, nich dah wo es so stinkd mit den ahmen Hüdden. Maawiya un ich un ein Wahche, dahmid zie mich nich frässn könn. Dah war ain grohser Bazar! Mit viln Loitn. Dahn kahm ein Farau un ahle ham sich vaboikt vor iha. Wah bestimmd aus eim Haarem auch wehnn sie gahnz häslich war! Der Mahndel war soo balau das taht sogahr in main Augn weh! Aba ich wahr höflich un haab mich auch vanaigt wieh sich das gehörd - aiwa! Dahn had sie mit Maawiya gered un dahn had Maawiya gesagd wia sin nich erwunscht!. Ställ dir das mahal vor! Aine Farau had uns rauhsgewohrfn aus dehr Stahtt.

Ich bihn sähr traurich. Ich hofe Eluive wiad sie all värfluchn dahs ihn die Szunge abfählt un die Augn rausfauln!

Väkauf ihn blos kain SALZ mähr oda mach es viiiiieeehl toier!

Un wieh gät es dir sonst? Ich hofe guht! Main Sehlnkind wiad jedn Tach gestraichlt ich hofe, es kahn bahld zua grohsen Mutta!

Eluive sohl diech gahnz doll liiehb habn un dich beschützn!

Daine Ameena Azeezah


Sie schaute sich das Geschriebene noch einmal an. Hier und da fügte sie noch ein Pünktchen über oder unter den verschlungenen Buchstaben an. Auch wenn ihr das Schreiben noch schwer fiel, so liebte sie doch die Schrift und mit vielen Punkten sah gleich alles noch schöner aus - aiwa! Zufrieden rollte sie das Schriftstück zusammen, dann nahm sie eine ihrer schönsten Haarschleifen, aus glänzendem Satin, in der Farbe des Wüstensandes und wickelt sie um die Rolle. Nunja, es wurde ein wenig schiefer, als sie es sich gewünscht hätte, aber der Emir würde das schon verstehen.

Sie lief selbst zum Palast, schließlich kannten die Wachen das Kind schon und übergab es dort mit den Worten, dass dies nur an den Emir persönlich überbracht werden dürfe.
Zuletzt geändert von Ameena am Montag 24. Januar 2011, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.
Rashad Ameer Omar

Beitrag von Rashad Ameer Omar »

Einige Momente sollten vergehen, ehe der Emir die Nachricht erfasst hatte. Man konnte ihm ansehen, dass es in seinen Gedanken etwas hin und her ging. Nach einer kleinen Zeit dann wurde ein Brief mittels eines Boten entsandt gen Maawiya.

Salam Maawiya aus dem Hause Masari!

Ich habe bedenkliche Kunde erhalten. Wie mir zu Ohren kam haben Du und Ameena eine Stadt besucht aus der man euch gejagt hat.
Aus diesem Grunde sende ich Dir deise Botschaft mit der Bitte um eine detailierte Beschreibung dessen, was geschehen ist.

Möge die Schöpferin über Dich wachen.

Rashad Ameer Omar
Maawiya

Beitrag von Maawiya »

Nach dem Erhalt der Nachricht macht sich Maawiya eilig daran eine Antwortschreiben aufzusetzen. Keine unnötige Minute sollte der Emir warten müssen.

Das Pergament des Schreibens scheint ein besonders hochwertiges zu sein und auch bei der Schrift sieht man, dass Maawiya sich sehr angestrengt haben muss.




Salam Aleikum erhabener und verehrter Emir!


Wie es dein Wunsch ist werde ich im Folgenden die Geschehnisse mit reinem Gewissen darlegen.

Die junge Wüstenblume Ameena bat mich schon viele male, ihr das Festland zu zeigen und so dachte ich es wäre eine gute Gelegenheit dies in der Stadt Adoran am Tag des Basares der dort stattfand zu tun.

Natürlich konnte ich sie nicht ohne angemessenen Schutz mit mir nehmen. Ich bin nur ein einfacher Händler und auch wenn ich mich auf den Reisen mit den Karawanen von Zeit zu Zeit gegen Überfälle wehren musste, sah ich mich nicht in der Lage ihr diesen Schutz alleine zu gewähren, den so eine junge Wüstenblume bei einem Besuch des Festlandes braucht.
Aus diesem Grunde begleitete uns eine Wache, in Rüstung auf die Reise nach Adoran. Auch ich trug zum Schutz der jungen Wüstenblume meine Rüstung.

Dort angekommen wurden wir erst freundlich empfangen, bis eine Suktar, gekleidet in ein tief-blaues Kleid, vor der sich die anwesenden Suktir verbeugten, mich fragte ob ich Waren auf dem Markt verkaufen wolle.

Mir war bekannt, dass es unserem wunderbarem Volk gestattet ist auf den Basaren in diese Reich, zum Schutz von Waren eine Rüstung zu tragen.
Als ich dies -wahrheitsgemäß- verneinte und ihr zu erklären versuchte, daß die Rüstungen nicht dem Schutz von Waren, sondern einzig und allein dem Schutz der jungen Wüstenblume diene, wurden wir zuerst gebeten uns unserer Rüstungen zu entledigen.
Als ich dies verneinte und ihr sagte, daß wir dies nicht tun könnten und wir dann die Stadt verlassen würden oder sie damit leben müsse das die Rüstungen zum Schutz der Wüstenblume getragen werden, wurden ihr Ton schroff und unfreundlich und "forderte" uns auf, die Stadt zu verlassen.
Auch merkte ich an, daß ich Gold und Salz auf dem Basar, im Tausch gegen Waren ausgeben wollte.

Ameena, die die Sprache der barbarischen Festländer zwar nicht beherrscht, aber dennoch merkte, daß wir unerwünscht waren kamen die Tränen ob dieser Enttäuschung und sie riss sich von meiner Hand los, mit welcher ich sie die gesamte Zeit festhielt und lief Richtung Hafen davon.
Da ich sie nicht alleine in der fremden, unfreundlichen Stadt lassen wollte lief ich ihr rasch hinterher.

Falls du, mein erhabener Emir, weiteres Erleuterungen zum Geschehen wünschst, stehe ich dir zu jeder Zeit, auch persönlich, zur verfügung.

Möge dir, mein Erhabener Emir, Eluive ein ewiges Leben schenken.
Möge dir, mein Erhabener Emir, Eluive stets Wasser und Schatten spenden.


Maawiya aus dem Hause der Masari

Sohn des Muajid und der Warda
Cousin des Oberhauptes Fareed Shihab
und seiner Schwester Delilah Janaan
Großcousin der Radhiyaa und der Inaya.[[/signature]
Zuletzt geändert von Maawiya am Donnerstag 27. Januar 2011, 00:58, insgesamt 1-mal geändert.
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