Ein kleiner Mann tirtt vor dem Tempel, einen Abschrieb in der Hand festhaltend.
"Hier," *meint der Kerl zu einer der Tempelwachen* "Soll ich hier abgeben. Mehr hat er mir nicht gesagt."
Zunächst durch die Einfältigkeit des Mannes verärgert brummelt die Wache vor sich hin. Zum Glück für den einfältigen Boten lässt sich das Schriftstück sehr leicht zuordnen, steht doch in großen Lettern der Name Aliyahna darauf. Was er damit macht bleibt ihm überlassen, der Leser wird aber später folgenden Inhalt entnehmen können:
Seinen Segen mit euch,
vorab ein Wort der Entschuldigung für den Verzug.
Ohne kurze Umschweife, anbei die Zeilen die für die Straßen Rahals gedacht sind. Ich wollte es dieses mal vermeiden sie selbst aufzuhängen oder aufhängen zu lassen. Sicher ist das gut nachvollziehbar.
*Es folgt ein weiteres Pergament, gesondert vom Ersten*
Seinen Segen Bewohner der heiligen Stadt und des heiligen Reiches.
Für einen jeden, der es mittlerweile noch nicht durch das Gerede in den Gassen erfahren hat möchte ich, Xontor, hiermit folgendes Klarstellen.
Frühere Zeilen bezüglich der Kinder des Einen von meiner Person sind als nichtig anzusehen und, sofern noch in einem Haushalt vorhanden, zu verbrennen.
Damalige Zeilen wurden aus reinem Selbstschutz verfasst um dem schnellen und spurlosen stillen Ableben zu entgehen.
Gewissermaßen eine List über die zu richten ich allein den Herrn im stande sehe.
eine Unterschrift in alter Manier darunter
Es folgt nocht ein weiterer kleiner Umschlag. Da dieser aber mit einem richtigen Siegel verschlossen ist und den Namen der Templerin dick drauf trägt wird hier wohl kein neugieriger seine Augen hineinwerfen. Zumindest nicht wenn er an ihnen hängt.
Seinen Segen mit euch Aliyahna,
ich wollte euch noch einige privatere Zeilen mit auf den Weg geben, da ungewiss ist ob und wann wir uns wieder über den Weg laufen werden.
Meine Ergebenheit dem Herrn gegenüber steht nach wie vor außer Frage trotz den widrigen Umständen der letzten Zeit. Allerdings solltet ihr wissen, wart ihr zu meiner Zeit schließlich selbst des öfteren mit der Armee in Kontakt, dass Loyalität und Vertrauen zwei verschieden paar Schuhe sind.
Ich verbleibe daher als loyaler Diener des Herren, doch auch wenn diese Sache bald erledigt sein sollte, so werden sowohl Klerus als auch die Kinder des Herrn sicherlich nicht in naher Zukunft mit Vertrauen meinerseits rechnen können.
Ich richte diese Worte nicht als Provokation an euch sondern damit ihr nicht dieser Illusion erliegt wie es offenbar einige Leute dieser Tage tun. Ferner noch weil mir eine Täuschung eurer Person fern liegt, ward ihr es schließlich die sich bei mehr als einer Gelegenheit für mich eingesetzt hat.
Unterschriftslos stehen diese Zeilen da.