Der Auftrag des Khaz Khazad wird ausgeführt

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Thorgrim Feuerklinge

Der Auftrag des Khaz Khazad wird ausgeführt

Beitrag von Thorgrim Feuerklinge »

Als der Bote mit der Tafel von Gorimm vor der Tür stand und anklopfte fluchte Thorgrim lautstark und schrie: „Wehe es ist nicht wichtig!“ Dann machte sich der stämmige Kalure unter dem Rasseln der schweren Kettenrüstung auf den Weg zur Tür. Die Tür wurde mit viel Schwung aufgeschlagen und knallte dem Boten frontal gegen den Kopf, welcher daraufhin rücklings zu Boden fiel. „Mhr schon wieder so ne Pfeife! Wann lernt Gorimm sich gescheite Boten zu suchen?“ Mit diesen Worten bückte sich der kräftige Khaz-Aduir und griff nach der Pyrian überzogenen Steintafel. Rasch wurden die kalurischen Runen überflogen, als er am Ende angekommen war veränderte sich seine Gesichtsfarbe zu einem gesunden Rot und seine Adern traten wutentbrannt hervor dann begann er los zu Brüllen das man es wohl durch ganz Nilzadan hallen hören konnte. „WAS SOLL ICH MACHEN?!? Auf so eine dumme lange aufpassen? Als hätte ich nichts besseres zu tun..!“ Durch das Gebrüll saß der Bote nun verängstigt und eingeschüchtert auf dem Boden „Mach das du hier verschwindest! Sonst passiert gleich was!“ schrie ihn Thorgrim nun an und warf ihm einen leeren Bierkrug hinterher als er weg lief. Immer noch wütend über den Auftrag stampfte er ins Haus und schlug die Tür zu, wäre sie nicht aus kalurischer Hand gefertigt worden wäre sie wohl in 1000 Teile zerbrochen.

Das der Hauptmann nicht mehr alle Kohlen im Schmiedefeuer hatte war ihm spätestens aufgefallen als er den Fuchtler Namens Aram Inos in die Botschaft einlud und mit ihm ein Bündnis eingehen wollte. Doch jetzt sollte Thorgrim auch noch auf eine Schneiderin der Norgoroth aufpassen? Den Sinn zu hinterfragen würde eh nichts bringen außer Strafrunden um Nilzadan zu laufen, und soviel verstand besaß Thorgrim dann doch um dies nicht eingehen zu wollen. Die Hauseinrichtung wurde daraufhin etwas gröber umgestellt, Tarnimoxa würde es schon wieder aufräumen dachte er sich.

Nachdem er sich etwas abgeregt hatte Schnappte er sich sehr, sehr viel Bier seine besten Waffen und den besten Schild den er besaß und marschierte los. Den Berg verließ er ungewiss wann er ihn wieder betreten würde, so betete er zu Cirmias und bat ihn um Unterstützung für diesen Auftrag der nicht enden sollte bevor es befehlt wird. Er nahm die Kutsche in Richtung Adoran, von dort aus lief er zu besagtem Objekt das bewacht werden musste. Dort angekommen stellte er sich vor den Eingang und trank erst einmal einen Kräftigen Schluck aus einem der vielen Trinkschläuche gefüllt mit Bier die er dabei hatte. Noch war nichts verdächtiges zu sehen und er drehte seine erste Runde um das Anwesen, dabei stets die Augen offen haltend und wachsam alles überblickend. Seine Axt hatte er schon Einsatzbereit in der Hand, falls es zu einem Zwischenfall kommen sollte war er also vorbereitet. Beim Hühnerstall lugte er über die Hecke und sah wie ein Huhn gerade ein Ei legte, dann hörte er plötzlich ein lautes Grummeln aus seiner Magengegend. „Verfluchter Mist! Ich hätte noch etwas Essen sollen!“ brummte er lautstark vor sich her. Als er nochmals auf die Hühner sah kam ihm der Gedankenblitz. Er könnte einfach so ein Huhn essen oder aber ihre Eier, nein ein Huhn und dann könnte er sagen es war ein Fuchs oder sonstiges. Also kletterte er über das Holztor in den Stall, ob ihn jemand sah oder nicht war ihm relativ egal, wenn er schon einen außen Einsatz hatte sollte man ihm auch essen bereit stellen.

Den Zaun überwunden pirschte er sich an ein Huhn an was eher mit Gepolter und Geschepper von statten ging als das es leise war. Zum Glück waren die Hühner Besuch gewöhnt und so konnte er sich mit einem gekonnten Sprung eines der Hühner schnappen. Mit einer Hand hielt er den Kopf am Boden mit der anderen zog er wieder seine Axt, ein schneller Hieb, das Federvieh schrie kurz auf dann lag der abgetrennte Kopf auch schon im Schnee. Der Körper zappelte noch ein wenig und Thorgrim griff sich Körper und Kopf um wieder über das Tor zu Klettern dann komplettierte er seine erste Runde um das Anwesen dabei lies er das Huhn ausbluten und sammelte dabei etwas Holz auf womit er gleich Feuer machen wollte um das Huhn zu Grillen. Am Eingang wieder angekommen schaufelte er den hohen Schnee in einem kleinen Kreis weg und legte die Äste hinein die er gesammelt hatte. Nun traf auch Felicitas am Objekt ein welches sie gemeinsam Schützen sollten. Thorgrim Salutierte Ordnungsgemäß vor ihr und fragte sie dann aus „Höflichkeit“ ob sie mit ihm Huhn Essen wolle, zu seinem missfallen sagte sie auch noch ja.
Brummend entfachte er dann das Feuer in der kleinen Feuerstelle und spießte das Huhn auf einem Stock auf welchen er dann über das Feuer hielt und ab und an wendete.

In dieser Zeit Marschierte Felicitas einige Male um das Haus um nach dem rechten zu sehen, Thorgrim sagte ihr wenn etwas ist solle sie schreien. Als Felicitas zurück kam erzählte sie Thorgrim von einer Blutspur die vom Hühnerstall aus um das ganze Haus verteilt war und hier endete. Unschuldig pfiff Thorgrim und bot ihr das mittlerweile fertige Huhn an, mit angewidertem Gesichtsausdruck schaute sie Thorgrim an und dann auf das Blut „Ne das kannst du selbst Essen!“ sagte sie daraufhin. Thorgrim zuckte nur mit den Schultern und begann genüsslich das Huhn aufzuessen dabei schmatze er laut vor sich hin und spülte das ganze mit Bier seine Kehle hinunter. Mit einem lauten Rülpser war das Festmahl dann beendet, Felicitas schüttelte nur den Kopf und meinte das sie den blutigen Schnee verschwinden lassen sollten bevor ihn jemand sieht. So machten sie sich daran den Rot gefärbten Schnee so gut es ging verschwinden zu lassen, hier und da wird man aber noch das Rot des Blutes im Schnee erkennen und das fehlende Huhn sowieso.

Die beiden bezogen wieder ihre Posten und wachten über das Anwesen als wäre es ihr Heiliger Berg, doch an diesem Abend sollte nichts außergewöhnliches mehr geschehen..
Gorimm Hammerfaust

Beitrag von Gorimm Hammerfaust »

Am morgen kam die Schneiderin in die Botschaft und berichtete Gorimm von den Aerger suchenden Herrschaften, welche ihr eine Hoellen Angst einjagten und ihr damit drohten ihren Stall an zu zuenden . Anfangs verstand Gorimm nicht was genau er nun tun sollte, und erklaerte ihr das es nicht der Aufgaben bereich der Kal Khaz Graik sei . Ihr Gesicht aber war voller Angst, sie war uebermuedet und sah so aus als haette sie die ganze Nacht nicht ein Auge zu bekommen . Gorimm lernte sein Gegenueber genaustens einzuschaetzen und was in ihrem Gesicht zu Lesen war lag klar auf der Hand . Der Khal Khazad schien zu ueberlegen und hatte erst einen ganz anderen Plan in seinem Kopf als das Bewachen des Anwesens . Die Randalierer einfach erneut ins Haus locken, mit einem kleinen Trupp im Keller verstecken und sie anschliessend so gut es moeglich ist Verpruegeln. Aber darauf wollte sich die Schneiderin nicht einlassen, da es nicht Ehrenhaft waere . Kurz nickt Gorimm und schien sich dessen nun auch bewusst zu werden .

Nach einiger Zeit aber dachte der Kraeftige Khaz Aduir anders . Die Kal Khaz Graik haben in der Vergangenheit nur fuer gutes Ansehen gesorgt, und niemand der Mitglieder des Elite Trupps aus Nilzadan hat iergentwo ein Schlechtes Bild hinterlassen . Strenge Militaerische Haltung, Diszipliniertes ausfuehren von Auftraegen und Puenktliches erscheinen zu genannten Terminen . Im grunde genommen konnte man nur das beste von ihnen denken, und nun . . . sollte das Ansehen weiter Wachsen .

In Zeiten vor den Kal Khaz Graik hatte man Gorimm als wuetenden Zwergen in errinerung, was sich mit dem Aufstieg zum Hauptmann jedoch sofort und radikal aenderte . Pflichtbewusst hat er Fortan alles getan was noetig war um die Kal Khaz Graik in ein gutes Licht zu ruecken .

" Mrâ, ich werde euch einen oder zwei Rekruten entsenden die euer Anwesen rund um die Uhr bewachen . Ich bin mir sicher das die Rekruten bestens Ausgebildet sind um jegliche gefahr zu entschaerfen ! "

Nun war es ausgesprochen und Gorimm schien mit seiner eigenen Entscheidung durchaus Zufrieden . Oberste Prioritaet war es natuerlich den Goetterberg zu Schuetzen doch zwei Rekruten konnten entbaert werden . Ausserdem stand einer der Rekruten kurz vor seiner Pruefung um von einem Rekruten zu einem Vollwertigem Kal Khaz Graik auf zu steigen . Dies waere eine grandiouse Chance seine Faehigkeiten unter beweis zu stellen und zu Zeigen das er Wuerdig war . Jeder Fehler wuerde nur unnuetze abzuege in der B note geben .

Die Kal Khaz Graik waren fuer den Schutz des Goetterberg zustaendig und nun sorgten sie dafuer das ein Handwerkshaus von Adoran nicht in Flammen aufging . Eigentlich wollte Frau Anne Jeremiah Anzeige im Rathaus erstatten doch fand sie dort niemanden . Nun konnte Gorimm mit den Kal Khaz Graik zeigen, dass er nicht mehr der Wuetende Zwerg war den die Stadt aus der Vergangenheit kannte .

Als er seinen ersten Marsch zu der Schneiderei taetigte fand er nur Thorgrim welcher gerade damit beschaeftigt war ein Huhn auseinander zu nehmen und ueber dem Lagerfeuer zu Braten . Gorimm hielt sich in der Ferne auf und wollte sich nur eine Uebersicht verschaffen, doch Thorgrim war wieder im begriff den Rahmen zu sprengen . Eine Hand des Hauptmanns klatschte in sein Gesicht ehe er tief seufzte .

" Was genau habe ich euch beigebracht ? Zu ueberleben Mrâ , aber sicherlich nicht den Stall der Auftragspersonen zu Pluendern und zu essen."

dachte er und machte sich auf den Weg zur Botschaft . Sofort schrieb er einen Bericht an den Kal Dar Skorgrim Steinfaust.

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Cirmias dem Seelenschmied zur ewigen Ehre, Kal Dar Steinfaust .

Bei dem derzeitigen Auftrag der beiden Rekruten Thorgrim Feuerklinge und Felicitas Drachenfels herrscht weiterhin Ruhe . Der Rekrut Feuerklinge allerdings hat bei dem Unterricht in dem es ums ueberleben ging ein paar Zeilen zu ernst genommen . Aus dem Stall der Auftragsperson entwendete er ein Huhn, wohl weil der Hunger ihn plagte . Natuerlich hat er es geschlachtet, entfedert und ueber einem Lagerfeuer gebraten .

Solch ein Verhalten ist natuerlich fuer einen Rekruten der Kal Khaz Graik nicht zu entschuldigen . Ich denke das wir dem Rekruten Feuerklinge dafuer eine Strafe verhaengen sollten . Natuerlich wird er auch das Huhn aus eigener Tasche ersetzen muessen .

Sich aber an dem lebenden "Inventar" der Auftragsperson zu vergreifen koennen wir nicht Dulden . Ich frage mich wo die Disziplin geblieben ist die er bisher immer wieder bewiesen hatte !

Ueber die Strafe des Rekruten Feuerklinge sollten wir uns schon baldmoeglichst unterhalten, denn ein solch Verhalten kann unter umstaenden fuer ein Schlechtes Bild der Kal Khaz Graik sorgen .

Ich hoffe, dass niemand weiteres Zeuge dieses Spektakels wurde , denn sonst werden wir unter umstaenden in erklaerungsnot geraten .


Cirmias moege dir die Kraft verleihen deine Wiedersacher ohne weiteres in den Boden zu stampfen .


Gorimm Hammerfaust
Khal Khazad, Hauptmann der Kal Khaz Graik
Sohn von Thungrim Hammerfaust
Urenkel von Grom Hammergrund und
Sippenoberhaupt der Hammerfaeuste .
Zuletzt geändert von Gorimm Hammerfaust am Montag 20. Dezember 2010, 05:01, insgesamt 1-mal geändert.
Laviana Lloris

Beitrag von Laviana Lloris »

Sie hielt sich zurück als Gorimm auftauchte und täuschte Wachsamkeit vor. Dabei brannte ihr schon die ganze Zeit etwas anderes unter den Nägeln, was sie erledigen wollte.

Der Auftrag kam unpassend und schmeckte ihr gar nicht, doch gerade hatte sie keine andere Wahl, und so wartete sie ab, bis in die späten Abendstunden.

Thorgrims Feuer war schon längst erlischt und der Zwerg in eine Art Halbschlaf gesunken, doch sie ahnte, dass er beim kleinsten Geräusch wach werden würde. Ihr selber brannten auch schon die Augen vor Müdigkeit, doch etwas andere hatte Vorrang. So schlich sie sich auf leisen Sohlen durch den Schnee - gelernt ist gelernt - sie hatte noch ein gutes Stück Marsch vor sich.

Als sie ausser Sicht- und Hörweite war, begann sie zu laufen.

Etwa 2 Stunden später, noch weit vor der Morgendämmerung war sie wieder an ihrem Posten. Sie blickte sich rasch um, doch schien ihr Fehlen nicht weiter aufgefallen zu sein. Schnell verwischte sie noch die Spuren ihres Ausflugs im Schnee und stellte sich wieder wachsam hin. Doch konnte sie kaum vermeiden, dass ihr immer wieder die Augen zuklappten und sie schlussendlich im Stehen eingeschlafen war, immerhin schaffte sie es, dabei nicht umzukippen.
Thorgrim Feuerklinge

Beitrag von Thorgrim Feuerklinge »

Der brummige und kräftig gebaute Kalure lag in seiner Rüstung im tiefen Schnee vor der Feuerstelle und hielt ein Nickerchen ab um am nächsten Morgen wieder topfit zu sein. Felicitas sagte sie werde die Nacht ein wenig patroullieren und ihre Augen offen halten und so schenkte er ihr sein vertrauen. Das laute Schnarchen des Zwerges würde so oder so jeden Angreifer abschrecken der sich dem Anwesen auch nur nähern würde. Sein Schild nutze er als Kopfkissen und sogar im Schlaf umschlang seine Hand die Axt mit festen Griff, bereit jede Sekunde aufzuspringen um jemanden den Schädel zu spalten.

Der nächste Morgen brach an und Thorgrim wachte vor der erloschenen Feuerstelle auf, sein Blick flog von einem Punkt zum anderen alles genau betrachtend, als er die im stehen schlafende Felictas erblickte. Ungläubig rieb er sich die Augen und schaute wieder zu ihr, nochmals Augen reiben, dann fluchte er lautstark vor sich hin und überblickte die Gegend da Felicitas ihrer Aufgabe ja nicht treu war und einfach einschlief. Er beschloss sie sofort an zuschnautzen sollte sie auch nur das Anzeichen machen ein Auge zu öffnen, dann könne sie sich schonmal auf einen Satz heiße Ohren bereit machen, so das sie keine Ohrenschützer mehr gegen die Kälte gebrauchen konnte. Wiedereinmal grummelte es in seinem Magen, jedoch konnte er nicht schon wieder ein Huhn essen soviel Hunger hatte der Fuchs bestimmt nicht... Doch just in dem Moment spazierte Anne die Tür heraus auf den Hühnerstall zu, Thorgrim schluckte heftig und beschloss nichts zu sagen ehe sie ihn ansprach. Vielleicht bekam er ja sogar als Belohnung ein deftiges Frühstück dafür das er ihr Anwesen bewachte. Von dem Huhn Zwischenfall musste sie ja nicht mitbekommen..

Thorgrim dreht noch eine Runde um das Haus als Anne im Stall verschwand und brachte das Feuer wieder zum brennen, darauf wartend was der Tag noch so bringen würde.
Laviana Lloris

Beitrag von Laviana Lloris »

Sie schlug blinzelnd nach einigen Stunden Schlaf die Augen auf und wunderte sich als erstes. Sie war tatsächlich die ganze Zeit nicht umgefallen, als nächstes wunderte sie sich über Thorgrim der Wutschnaubend vor ihr stand und sie als erstes anbrüllte. Von wegen Zuverlässigkeit. Sie beteuerte sofort sie eine Chance dazu hatte, dass sie erst kurz vorm Morgengrauen eingenickt war und sich ja eh keiner gewagt hätte IHN anzugreifen. Der Zwerg tobte noch immer und nicht nur von den gebrüllten Worten klingelten ihr die Ohren. Ein heftiger Schlag mit der Faust hob sie kurz von den Füßen. Noch immer tobte er. Erst das ersprechen, dass sie ihm später am Abend mehrere Krüge frisches Zwergenbier besorgen würde, ließ ihn sich beruhigen.

Ideal.. so hatte sie gleich eine Ausrede um am nächsten Abend sich noch einmal kurz zu verziehen, ohne dass es so sehr auffallen sollte. Bis dahin hielt sie aber vorschriftsgemäß Wache und ließ keinen weiteren Grund zum Tadel aufkommen.
Laviana Lloris

Beitrag von Laviana Lloris »

Nachdem sie unter dem Versprechen Fleisch und Bier in ausreichenden Mengen zu besorgen vom Wachposten aufgebrochen war - immerhin musste ein guter Graik gestärkt sein, nutze sie die entstehende Pause um einige Dinge zu erledigen und um bei einer bekannten Heilerin einige Tränke zu besorgen, die ihre Müdigkeit über die Nacht vertreiben würden. Den ersten schluckte sie auch gleich hinunter. Es war ein dickflüssiger Sud aus diversen Kräutern der gleichzeitig widerlich schmeckte und scheußlich im Hals brannte, aber er verfehlte seine Wirkung nicht. Als sie einige Zeit später zum Wachposten zurück kehrte, fühlte sie sich wieder putzmunter.

Der misstrauische Zwerg wollte schon wieder los meckern, als Feli ihm das versprochene Fleisch und einige Krug Bier in die Hand drückte und ihm hoch und heilig versprach, heute die ganze Nacht wach zu bleiben. Noch während der Zwerg sein Mahl verdrückte bezog sie wieder Stellung, und dank des alchemistischen Gebräus, dass sie immer wieder schluckte - machte sie die ganze Nacht über auch kein Auge zu.
Anne Jeremiah

Beitrag von Anne Jeremiah »

Aus der Küche kam bereits ein wundervoller Duft von frisch gebratenen Spiegeleiern , geröstetem Brot und heissem Gewürzwein. Ani lud alles auf ein grosses Tablett und stapfte durch den hohen Schnee hinüber zum Haupttor, den beiden Wachen zuwinkend . Mit einem lautem Knarren öffnete sie das angefrorene Eisentor und plazierte das Tablett neben dem kleinen Lagerfeuer an dem sie es sich wohl bequem gemacht hatten.
" Ich bringe Frühstück ", lächelte sie schuldbewusst, wohl wissend , dass die Nacht lausig kalt gewesen sein muss.
Plötzlich fiel ihr Blick auf eine Handvoll angenagter Geflügelknochen und es traf sie die Gewissheit, dass der vermeintliche Fuchs in einer Mithrilrüstung steckte, in voller Härte. Sie hoffte , ihr Blick würde sie nicht verraten, was bedeutete schon ein Huhn , verglichen mit der Sicherheit die ihr zur Zeit beschert wurde. Akarius war immer noch auf seinem Wachritt und nicht so rasch zurück zu erwarten. Vielleicht sollte sie doch die nächsten Tage bei Verdania in der Herberge zubringen und somit diese armen Wachen erlösen.
"Lasst es Euch schmecken"! rief sie den beiden aufmunternd zu , den Umhang fester um sich raffend und wieder ins Haus eilend.
Thorgrim Feuerklinge

Beitrag von Thorgrim Feuerklinge »

Nachdem er Felicitas im wahrsten Sinne des Wortes zur Sau gemacht hatte und ihr in seiner aufbrausenden Wut einen deftigen Schwinger verpasst hatte, fühlte er sich sehr gut und erholt. Als sie dann noch das Versprechen abgab ihm heute Abend etwas zu essen zu besorgen war der Kalure voll auf zufrieden mit der langen Rekrutin und das geschehene schon wieder vergessen. Es legte sich ein Duft von gebratenen Eiern über den platz an dem Thorgrim wachte und er rieb sich hungrig den Bauch, in der Hoffnung das er auch etwas davon abbekam blickte er hoch zum Balkon des Hauses und versuchte etwas zu erspähen. Als Anne mit dem Tablett auf sie zu schritt lächelte er erfreut über das ganze Gesicht. Man konnte ihm keinerlei Erschöpfung an sehen und er würde wohl noch Wochen oder Monate wenn nicht sogar Jahre vor den Toren des Anwesens aushalten und es stets zu verteidigen wissen. Die Knochen am Boden ignorierte er gekonnt und tat so als wären sie gar nicht da, nachdem Anne ihnen einen guten Appetit wünschte schaufelte er das Frühstück auch schon in sich hinein und spülte zwischendurch alles mit dem heißen Gewürzwein runter. Glücklich und zufrieden wischte er sich nach dem Mahl sein den Mund mit dem Arm ab und pulte sich einige Eierreste aus seinem prachtvollen Bart.

Der Mittag verlief weitgehend ruhig nur ein schleimiges vieh aus den tiefen des Meeres nervte Thorgrim bei einem seiner vielen Rundgänge und so schlug er es ohne viel rum gemache nieder. Immer wieder beobachtete er wie Felicitas sich ein widerliches Gesöff, wohl von einem dieser bei ihm verhassten Giftmischer, die Kehle runter schüttete. Als er sie fragte was das soll sagte sie ihm es würde helfen beim Wach bleiben, fassungslos schüttelte er den Kopf und sagte das er die Nachtschicht übernehmen werde da er sowieso im dunkeln besser sieht als sie. Vollgepumpt mit dem ganzen Giftmischer zeug konnte sie jedoch nicht schlafen und so wachten beide die Nacht über nachdem sie das von Felicitas besorgte Abendessen und Bier vernichteten (den Großteil hiervon dürfte Thorgrim wohl alleine vernichtet haben.)

So brach die Nacht herein, das Lagerfeuer vor dem großen eisernen Eingangstor flackerte auf und erhellte Felicitas ein Wenig die Umgebung. Sie wachte in dieser Nacht nur vor dem Tor und Thorgrim machte alle zehn Minuten den Rundgang um das Anwesen um nach verdächtigem Ausschau zu halten. Doch auch in dieser Nacht sollte nichts ungewöhnliches geschehen...
Laviana Lloris

Beitrag von Laviana Lloris »

Nachdem Gorimm sagte, dass die Wache beendet sei und sie die letzten Streitigkeiten mit Tristan beigelegt hatte, der versucht hatte sie ordentlich rein zu reiten, sah sie zu, dass sie nach Hause kam. Sie spürte, wie der Trank seine Wirkung verlor - doch einen neuen wollte sie nicht trinken. Sie hatte sich kaum aus ihrer Rüstung gepellt, als sie wie ein Stein aufs Bett viel.

Sie hatte schon geahnt, dass solche Tränke nicht ganz folgenlos blieben. Zwar schlief sie bis zum Mittag durch, doch als sie wieder aufwachte, hatte sie das Gefühl, dass sie nicht nur einen Kater hatte, sondern eine ausgewachsene Großkatze.

Das Licht war zu hell.
Der holzboden knirschte zu laut.
Der Kopf dröhnte, als wäre ein ganzes Battalion Schreiner am Hämmern.
Jede Bewegung war eine Qual.

Nur mühsam schaffte sie es, sich aus dem Bett zu quälen und hinunter ins Bad zu schlurfen. Das Wasser war auch zu kalt, stellte sie fest, als sie sich das gesicht wusch. Die Person im Spiegel sah zudem grausig aus. Blasse Haut, Augenränder und ihre Augen wirkten Dank der stark geweiteten Pupillen beinahe schwarz. Seufzend vergrub sie ihr Gesicht in ein Handtuch. Einfach wieder hinlegen, bis morgen durchschlafen und sich eine Ausrede einfallen lassen, warum sie heute nicht zum Dienst gekommen ist.

>>Du hast schon genug Mist gebaut.<<

Ein leises Stimmchen, wohl Gewissen genannt mischte sich in ihr Leiden mit ein. Und recht hatte es. Gorimm hatte schon eine Strafe angekündigt, die sie bis zum Rest ihres Lebens nicht vergessen würde, oder so ähnlich. Seufzend, mit hängenden Schultern und müden Blick schob sie sich in die Küche um irgendwas zu Suchen, was ihre müden Geister wieder belebte. Und gerade als sie die Kräuter für einen Tee suchte, fiel ihr die letzte Phiole des Aufputschmittels in die Hand [...]
Gorimm Hammerfaust

Beitrag von Gorimm Hammerfaust »

Viel zu viel ist Falsch gelaufen bei diesem Auftrag . Der Hauptmann konnte und wollte es nicht verstehen . Vor kurzem noch gab der Khaz Khazad deutlich zu verstehen das Thorgrim in den Naechsten Tagen seine Pruefungen erhalten wird und dann so eine Vorstellung. War er vielleicht noch nicht bereit ? Hatte Gorimm da etwas zu schnell gehandelt ? Eine von zehn der Aufgaben war damit schonmal in den Sand gesetzt . Doch wuerde er sicher in den naechsten Aufgaben glaenzen, so hoffte der Kraeftige Khaz Aduir zumindest. Kal Dar Skorgrim wuerde ebenfalls seine Meinung zu ihm abgeben wenn er sich der Theorie naehert . Was aus ihm werden sollte wuerde die Zeit zeigen und wenn Cirmias ihn fuer Wuerdig haellt, so wuerde er ihm die Kraft verleihen und vorallem den Verstand um die Zwischenpruefung zu einem Schlachtenwuehler zu bestehen .

Und was war mit dem Norgoroth los ? Auch vor kurzem hat Gorimm harte maengel zum Vorschein gebracht und dann solch Verhalten . War es der Leichtsinn, oder das nicht ernst nehmen der Aufgabe . Die Auftrag gebende Person haette im schlimmsten Fall Angegriffen oder von einer Ueberzahl entfuert werden koennen . Thorgrim war da, doch haetten die Angreifer sicherlich Hinterhaeltig agieren koennen und dem Rekruten mangelte es an Erfahrung . Ihre Praedigt zu ihrem Verhalten durfte sie sich schon antun und wurde durch die Alchemistin Imera Katuri gerettet . Ein fuer Gorimm gutes Geschaeft entwickelte sich aus seiner ueberlegung zu harten Strafen . " Ein Fass Wutblut ? Umsonst ?! Da sag ich nicht nein !" dachte sich der Zwerg und willigte ein, Felicitas einen langen Tag ruhe zu goennen . Danach konnte sie sich auf was gefasst machen . Wer den Kal Khaz Graik beitritt und den Berg wuerdig Verteidigen will, der hat auch Wache zu stehen , wenn es ausserhalb des Berges brennt . Das entbaeren von zwei Rekruten war kein großer Aufwand und Gorimm wollte Praesenz zeigen . Adoran war Fortan kein Feindgebiet mehr, sondern zu Beschuetzendes Land, um deren Glaeubigern zu Helfen, dessen Geburtsort die Khaz Aduir schon so lange beschuetzen .

Gorimm selbst war unzufrieden mit der Ausfuehrung des Auftrags, doch ein Gespraech mit Anne Jeremiah wuerde letzendlich zeigen, ob die Rekruten doch noch einen guten Job gemacht haben .
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