Gefährliche Liebe

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Saphiria Ulmenhof

Gefährliche Liebe

Beitrag von Saphiria Ulmenhof »

Als die Tür hinter ihr in die Angel fiel, fühlte sie es wieder. Noch niemals hatte sie dieses Gefühl. Es beengte sie und lies sie betrübt werden. Einsamkeit. Gerade erfüllte er mit seiner Anwesenheit ihr Haus. Seitdem sie ihn kannte, spürte sie wie einsam sie früher war und es gar nicht wahrnahm. Doch jetzt war er in ihr Leben getreten und im Moment hatte er wenig Zeit für sie. "Eine frische Liebe ist wie eine junge Blume, man muss sie pflegen und behüten damit sie gedeit und blüht. Tut man es nicht, geht sie bald ein." Die Stille legte sich jetzt in den Raum und lies sie verweilen. Nur leise hörte man das Knistern des Kamins im ersten Stock. Ihr Leben veränderte sich so plötzlich. Sie erlebte Gefühle die sie so noch gar nicht kannte. Dieses starke Gefühl der Einsamkeit, doch auch die Liebe. In ihren jungen Jahren hatte sie noch niemals einen Mann geliebt und fühlte sich wie ein junges dummes Ding. Was gehörte sich? Was sollte man lieber sein lassen? Und dann war die junge Liebe auch noch so kompliziert wie kaum eine Zweite.


Niemals dachte sie daran, dass er ihre Gefühle erwidere. Ja, eigentlich wollte sie es aufgeben und ihn schon vergessen lernen, ihn nicht mehr aufsuchen, nicht mehr Essen vorbei bringen. Bis zu dem Tag als er von einer Reise wieder kam. Sein Weg führte ihn direkt zu ihr. Gleich merkte sie, dass er anders war. Er war befreiter, irgendwie geradliniger – als hätte er endlich das gefunden was er suchte. Eine Krake hatte sie an dem Tag am Fuß erwischt und so musste sie sich, auf den Befehl hin, in einen Stuhl setzen. Da hockte er also vor ihr, hielt ihre Hände und sah zu ihr auf. Ja, er hatte zu sich Selbst gefunden und sie freute sich für ihn. Dann kam eine Predigt, welche sie jedoch über sich ergehen ließ da sie innerlich schon das Ende sah: Er wollte mit ihr zusammen sein.
Sie nickte also, als er meinte man dürfe in der Öffentlichkeit nichts bemerken.
Kein Gesicht verziehen. Keine Emotionen von ihr wenn er bei anderen Frauen sitzt, keine Emotion von ihm wenn sie bei anderen Männern sitzt. Etikette war wichtig. Am wichtigsten: Niemand darf es wissen. Nicht einmal Talia. Kinder würden reden, unbewusst reden.

Ja es würde nicht einfach werden, sie müssten verdammt aufpassen was sie machten. Doch für ihn würde sie sich an alles halten. Nun würde sie ihn noch mehr als jemals zuvor vor Anderen als eine hohe Person behandeln.
Als sie zur Tür ging um ihn nach der Predigt wieder hinaus zu lassen, griff er nach ihr. Hielt sie fest. Es raubte ihr den Atem. War es wahr? Sie spürte sein Herz schlagen, seine Wärme. Sie verstanden sich so gut, auf Anhieb. Sie waren füreinander geschaffen. Lange hatte er gezweifelt, ob er sie und ihre Schwester in solch Gefahr bringen sollte. Sie würde aus dem Reich verbannt werden, käme es heraus. Doch nun fand er endlich zu sich Selbst, nun wusste er genau was er wollte.
Er schenkte ihr ein Lächeln, bevor sich seine Lippen auf ihre legten.


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Ja, für diese Momente würde sie ihn, in der Öffentlichkeit, als fast Fremden behandeln.
Für ihn würde sie die Gefahr eingehen.
Für ihre Liebe.
Cedric von Mervis

Beitrag von Cedric von Mervis »

Immer wieder bringt sie mir Essen ins Rathaus, was will sie denn von mir, sehe ich so abgemagert aus, ich soll wohl nicht mehr in meine Rüstung passen,denk ich mir während ich aufesse. Ja ich werde sie einfach fragen was sie damit bezwecken will, der nächste Tag ist angebrochen und wieder steht sie vor mir, unter den Arm ein gefüllter Korb mit Essen.

Was soll das ganze hier, wollt ihr mich mästen ? Frage ich sie recht trocken.
Wie meinen Sir ? Gibt sie irgendwie ertappt fragend von sich, ich rede ein ganze weile noch auf sie ein, bis sie endlich mit der Wahrheit raus rückt.
Ich liebe euch. Meint sie mit ein wärmendes lächeln auf den Lippen.

Es schlägt mir den Boden unter meinen Beinen weg, als ich das höre und schaut sie fragend an, wären sie mir nur zu nickt. Tage vergehen und immer wieder der selbe Ablauf, sie bringt mir jeden Tag Essen und wir verbringen die Zeit miteinander, ein wärmendes wohlwollendes Gefühl macht sich in mir breit, wie es schon lange nicht mehr gab.Nein das darf nicht sein. Denk ich mir immer wieder und mein Verstand ringt mit meinen Gefühlen und mir wird alles gleichgültig. Ich reite durch Berchgard bis Rafael vor mir steht und meint wir müssten reden, ich schau ihn gleichgültig an und nicke nur, dann reiten wir zur Allianz.
Kaum sind wir angekommen und haben uns gesetzt, beginnt er auf mich einzureden, die Worte fliegen mir nur so um die Ohren, als hätte er ein Buch verschluckt redet er.Mir doch egal. Denk ich mir, während er immer weiter redet. Kühl blick ich zu meinen Mentor rüber und erkläre ihm alles .Daraufhin kommt von mein alten Freund nur ein Nicken. Ich erhebe mich will hinaufgehen, auf der Treppe halte ich dann kurz inne.

Rafael ? Kommt es knapp und trocken von mir.
Ja ? Erwidert er ebenso knapp.
Ich danke dir.

Er lächelt mir wieder schmal zu, wie immer während ich hinaufgehe und verlasse die Allianz, ich schnappe mir ein paar Sachen und reise nach Arganta. Die Tage vergingen wie im Fluge und ich finde wieder zu mir selbst, dann reise ich zurück hätte ich gewusst, was dort auf mich wartet, wäre ich noch geblieben doch war es gut so.
Kurz vor den Hafen Berchgard großer Tumult am Deck des Schiffs und der Kapitän brüllt etwas von Kraken im Hafen und ich beginne mich zu rüsten. Als ich von Bord gehe, werde ich auch schon angegriffen, ich ramme mein Schwert mehrmals in den Körper der Krake und strecke sie nieder. Wende mich um und verschaffe mir ein Überblick der Lage, ich beginne unter mein Helm zu schmunzeln, denn da stand sie wieder, kämpfend die Retterin in der Not Nihal. Zusammen sichern wir den Hafen, während dessen kann man die Alarmglocke von Adoran hören, ich lege die Sicherheit Berchgards in den Händen von Nihal und ihren Geschwistern, auf sie kann ich mich verlassen und reite geschwind nach Adoran.
Ein paar Schritte in Adoran herein, treffe ich auf kämpfenden Gruppen, Gardisten, die Leuten des Hauses Hohenfels, gute Leute mit denen kann man es schaffen. Denk ich mir und gemeinsam sichern wir nach einer ganzen weile die Stadt und bringen die Kinder in Sicherheit. Dann reite ich zurück, in Berchgard ist es ruhig, zufrieden nick ich knapp und reite weiter, weiter zu ihr die mein Herz gestohlen hat humpelnd öffnet sie mir.
Wir gehen hinein und reden über das was ihr zugestoßen ist, dann gestehe ich ihr meine Zuneigung und das ich sie Liebe. Ich erkläre ihr wie wir uns verhalten müssen, da jene Liebe in die Öffentlichkeit nicht gezeigt werden darf, ich muss zurück ins Rathaus mir einige Berichte noch durchlesen. Meine Arme legen sich beim Abschied um ihre Hüfte und wir Küssen uns leidenschaftlich, wie schön es ist ihre Wärme und Nähe zu spüren, dann wende ich mich um und reite mit einem selbstzufriedenen Gesichtsausdruck zum Rathaus....
Zuletzt geändert von Cedric von Mervis am Dienstag 23. November 2010, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.
Saphiria Ulmenhof

Beitrag von Saphiria Ulmenhof »

Als sie aus dem Schlaf erwachte spürte sie seinen Arm um ihre Schultern. Ein unwillkürliches Lächeln legte sich auf ihre Lippen und sie schmiegte sich an ihn heran. Reglos verweilte sie, obwohl ihre Blase sie fast schon zum Abtritt schrie, bis er selbst erwachte. Erst kam ein wohliges brummen von ihm, dann ein etwas verschlafenes reckeln. Ehe er seinen zweiten Arm um sie legte. "Guten Morgen, Schatz.", hauchte er ihr zu. Sie drückte ihm flink einen trockenen Kuss auf die Wange und kroch aus seinen Armen, unter die Decke gen Bettende und sprang auf. "Abtritt!", rief sie dann und eilte schon hinaus. Sie hörte noch sein Lachen.

Noch flink wickelte sie ein Stück Hirschwurst ein, legte es in das Paket zu dem Traubensaft, Käse und Brot. Er hatte mal wieder viel zu tun und wollte unterwegs Frühstücken. So reichte sie ihm noch das Päckchen, bekam einen Kuss und dann war er auch schon aus der Tür hinaus. Wan sie sich wieder sahen war nie wirklich sicher. So machte sich Saphiria an ihre Arbeit. Amary wartete sicherlich schon in der Taverne auf sie. Als sie in die Taverne kam strahlten ihr grelle Masken entgegen. Amary war gerade dabei die Winterdekoration auf den Tischen zu verteilen. "Das ist der Tod für meine Augen.", kam es von Saphiria statt einem Gruß. "Das sind Erinnerungen.", sprach Amary verteidigend. "Dann stell sie dir zu Hause in die Stube, aber nicht in die Taverne." Ein brummen, dann noch protest: "bissiger Jungdrache." Doch sie sah es ein und räumte die Masken wieder ab. Bald würden sie eröffnen und es war noch vieles zu tun. Als Saphiria das Regal am Fenster einräumte hatte sie einen guten Blick auf den Weg durch Berchgard. Da ritt er an der Taverne vorbei. Verliebt blickend räumte sie weiter. Und nochmal ritt er vorbei. Nachdem vierten mal in zwei Minuten rief sie dann aus: "Das ist nun schon das Viertemal!" Amary lachte und sah zu ihr. "Ja ich zähle auch schon mit." Brummend wandte sie sich zu ihrer besten Freundin herum. "Der will mich nur verrückt machen. Das kriegt er zurück." Amary grinste und dekorierte stumm weiter.
Seine Kette trug sie jede Sekunde. Niemals mehr würde sie diese ablegen. Eines Morgens lag sie in ihrem Postkasten. Eine kleine güldene Kette mit einem Herzanhänger. Es waren bezaubernde Worte hinein graviert. Dazu schrieb er ihr noch einen Liebesbrief der ihr das Glück, welches sie hatte kaum begreifen lies. Wie hatte sie ihn verdient? Niemals hätte sie sich dies erträumt und nun war es wahr. Je mehr Zeit er mit ihr verbrachte, umso weniger machte es ihr etwas aus, dass es durchaus Frauen gab die um ihn warben und er viele Termine hatte.
Saphiria Ulmenhof

Beitrag von Saphiria Ulmenhof »

Sie beobachtete die Schneeflocken die wirr vor dem Fenster hinab fielen. Talia spielte im Hintergrund, doch sie nahm sie gar nicht wirklich war. Cedric war weg. Er hinterlies ihr nicht einmal eine Nachricht. Sie fuhr sich über den herzförmigen Anhänger "Mein Herz gehört dir Ewig". Es war die Angst um ihn, welche sie in den letzten Tage nicht Herr über sich selbst werden lies. Ihre rechte Hand legte sie auf den leicht geschwollenen Bauch nieder. Nun konnte man schon erkennen, wenn sie sich nicht mit weiten Kleidern zierte, dass sie schwanger war. Sie hatte Sorge, dass er wegen dem Kind verschwand. Doch.. er freute sich ja darauf. Saphiria wurde durch ein ziehen aus ihren Gedanken gerissen, Talia zog an ihrem Rock - ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen schon eine ganze Weile -. Im Moment war Saphiria eine schlechte Ziehmutter und Schwester, sie hatte so große Angst um Cedric und war auch wegen der Schwangerschaft geistig einfach nicht mehr in der realen Welt. Es wäre wohl das beste, für Talia und auch für sie selbst, wenn sie etwas abschalten konnte. Ja, vielleicht eine Reise. "Was hältst du davon, wenn du die nächsten Wochen bei Thancred übernachtest, Süße?" Talia hüpfte freudig auf. "aba wieso?" Saphiria lächelte und ging in die Hocke um Talia sanft zu umarmen. "Ich brauche etwas Zeit, Talia. Aber ich komme bald wieder und dann wird alles wieder so, wie es einmal war, gut?" Talia war gewiss kein dummes Kind. So sehr ihr die Abwesenheit ihrer Schwester nicht gefiel, quängelte sie nicht weiter und freute sich viel mehr auf die Zeit bei Thancred.

Gleich am nächsten Tag reiste Saphiria ab, sie hinterlies noch eine Nachricht für Cedric auf dem Küchentisch und warf Amary einen Brief in den Briefkasten.
Bald würde sie wieder kommen, mit mehr Zeit für ihre Liebsten.

OOC: RP Story zu dem Abwesenheitspost im Off.
Zuletzt geändert von Saphiria Ulmenhof am Samstag 22. Januar 2011, 23:04, insgesamt 1-mal geändert.
Saphiria Ulmenhof

Beitrag von Saphiria Ulmenhof »

Sie kam Abends zurück nach Hause, da stand noch die Arbeit an. Seufzend ging sie auf das Feld und begann es ab zu ernten. Eigentlich wollte sie keine Feldarbeit mehr machen, nur Blumen verkaufen. Doch das Geschäft rentierte sich nicht mehr, um zu überleben musste sie Kräuter anbauen. Nach einer halben Stunde schmerzte ihr schon der Rücken. Sie lies sich kurz auf dem Feldboden nieder und atmete tief durch. Seitdem sie schwanger war, fiel ihr vieles Schwerer. Kurz hob sie den Blick gen Himmel, die Sonne ging gerade unter. „Und weiter, genug Pause..“ Und schon bückte sie sich für jede Pflanze wieder hinab. Da durchzog sie der Schmerz wie ein Messer. Schnitt ihren Unterleib förmlich auf und hinterließ eine klaffende Wunder.
Saphiria schrie auf und fiel zurück. Der Schmerz durch jagte sie wie ein Pochen. Nicht mehr so heftig wie beim ersten mal, doch immer wieder in regelmäßigen Zügen. Sofort stieg die Angst in ihr auf: Das Kind. Sie richtete sich gekrümmt auf, öffnete das Törchen ihres Gartens und stolperte voran. Sie musste in die Stadt!

Jeder Schritt schmerzte. Ihre Stirn stand in Flammen, sie schien hohes Fieber zu haben. Kaum hatte sie zwei Schritte aus ihrem Hof gemacht kam ihr eine Freundin entgegen. Die beiden Frauen hatten sich diesen Abend zum Rezeptaustausch verabredet. Als sie Saphiria so sah, stürmte sie voran, stützte sie und führte sie ins Haus. „Das Kind..“, brachte Saphiria stöhnend heraus. „Lege dich hin, Saphiria ich habe Erfahrung damit.“ Ihre Freundin war schon in den besten Jahren und hatte selbst drei Kindern das Leben geschenkt. Sie legte Saphiria in ihr Bett und verabreichte ihr einen scheußlichen Kräutertee und einen Heiltrank. Diese Kombination lies Saphiria Müde werden. Die Schmerzen verschwammen und sie sank in einen tiefen Schlaf.



"Sie schenkte uns das Leben. Es ist ihr Wille, die Natur. Wir werden uns beugen und ihre Entscheidung annehmen. Beten für das genomme Leben, in dem Wissen: Bei dir sind unsere Liebsten, führe sie zurück zu ihrem inneren Licht."


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Als sie die Augen öffnete sah sie blutige Tücher. Ihre Freundin hatte sie auf ihr Nachtkästchen abgelegt. Die wellen artigen Schmerzen hatten aufgehört, oder Saphiria spürte sie nicht mehr. Doch ihr Schoß brannte wie Feuer. Eine Hand strich ihr sanft über den Kopf. „Du musst jetzt stark sein.“, mit den kastanienbraunen Augen sah die junge Frau zu ihrer Freundin auf. „Es ist ganz normal, du weißt doch, viele verlieren in dieser Zeit ihren Spross.“ Und da wurde ihr klar was passiert war. Saphirias Kopf sank zurück, sie starrte an die Decke. Ihre Freundin zog die Hand zurück, verblieb noch einige Zeit an ihrem Bett und sprach ruhig auf sie ein, ehe sie die restlichen Tücher mit sich nahm und ging. Man hatte es kaum gesehen, nur leicht angeschwollen war ihr Bauch gewesen. Gerade im 4ten Monat war die Schwangerschaft. Saphiria erinnerte sich an ihre Mutter, sie hatte viele Kinder geboren und eines schon vorher verloren. Zwei ihrer Geschwister starben schon früh, im Kleinkindalter. Doch ihre Mutter war so stark gewesen, sie hatte nie verlernt zu Lächeln. Das konnte sie gerade nicht verstehen, der Schmerz in ihrem Herzen verdeckte den Schmerz in ihrem Schoß. Die tiefe Trauer welche sie empfand raubte ihr die Sprache. Stumm flossen Tränen in einem ungleichmäßigen Bach aus ihren Augenwinkel die Schläfen hinab.


[img]http://img84.imageshack.us/img84/9854/saphiriataverne01.png[/img]
Zuletzt geändert von Saphiria Ulmenhof am Donnerstag 17. Februar 2011, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
Saphiria Ulmenhof

Beitrag von Saphiria Ulmenhof »

Als die letzte Kerze entzündet war ging sie auf ihre Knie nieder. Den Kopf gesenkt, die Augen geschlossen legte sie die Hände auf ihrem Schoß übereinander. Leise war ihr Gebet, ihre Lippen bewegten sich nur leicht unter den Worten die im weiten Raum nicht zu hören waren. Wäre jemand bei ihr gewesen, hätte er nur ein Nuscheln wahrgenommen.

All-liebende Mutter, ich danke dir für all das was du uns geschenkt hast.
Deine Opferbereitschaft für uns sei mein Vorbild, deine Liebe zu uns mein Schild, deine mütterliche Strenge mein Richter. Du schenktest uns das Leben und führst uns einst zurück zu unserem inneren Licht. Dein Wille ist unser Gebot. Gepriesen seist du.


Als ihr Gebet am Ende angelangt war, begann sie vom Neuen. Sie vergaß die Zeit und den Raum um sich. Ehe sie ihre Augen wieder öffnete, sich nach vorne neigte und den Boden vor der Statue Eluives küsste. So verweilte sie wieder, fast auf dem Boden liegend.
Sie musste Buße tun. Fühlte in sich eine schwere Last. Sie hatte Fehler gemacht, diese lasteten nun schwer auf ihrem jungen Herzen. Ihr Spross musste ihr genommen werden, bevor sie ihren Fehler erst gewahr wurde. Ihre Zweifel zu Beginn der Beziehung mit Cedric waren so gering, kaum erwähnenswert. Doch sie lernte schmerzhaft daraus. Er war verheiratet. Wurde vor Temora und Eluive zugleich getraut. Sie hatten also einen getrauten Bund geschunden. Sie war sich bewusst, dass Eluives Zorn ihr ihr Kind nahm. Doch es war Richtig, nur so fand sie wieder auf ihren Weg. So sehr ihr Herz schmerzte: Sie konnte nicht mehr eine Beziehung mit einem verheirateten Mann führen.
Saphiria Ulmenhof

Beitrag von Saphiria Ulmenhof »

Sie zog die güldene Kette von ihrem Hals und legte sie mit Cedrics Hausschlüssel in einen ledernen Beutel. Geschwind ritt sie am Bergespfad entlang, wallendes Haar und trommelnde Hufe..

Ach, die Tränen zog der Wind mit sich fort,
was da blieb, war es was an ihr nagte.
Das Pferd führte sie an den gewünschten Ort,
Ihr Blick hang auf dem Beutel als sie fragte:
War es jemals wahr?
Fern erschien ihr Liebesdunst,
das was sie in ihm sah.
Zu Lieben, ja, das war eine Kunst.

Sie trauerte um den verlorenen Sproß',
da gab er seiner Geliebten keinen Halt.
Er verhielt sich wie der König in seinem Schloß
gegenüber seines Pöbels und war kalt.
Dieser Mann soll Ritter sein?
Von Mitgefühl getragen?
Vor diesem 'Ritter' war sie noch rein,
was soll man dazu noch sagen.

Sie warf den Beutel in den Briefkasten und zog an den Zügeln ihres Pferdes um von diesem Haus schnell fort zu kommen. Cedric schenkte ihr keine Umarmung als sie weinend vor ihm stand. Ihre Worte kamen zitternd: "Ich verlor das Kind." Er setzt sich und fragte, wie das geschah. Als sie ihm von den traurigen Tag erzählte und wieder in Tränen ausbrach, sah er sie an und das nächste was kam waren die Worte: "Ich habe dir gesagt du sollst nicht arbeiten!" Auf die Worte, er müsse den Bund mit Alliestra lösen, nur deshalb verlor sie das Kind - Sie musste wegen dem geschunden Bund Buße tun - wich er aus. Er hatte keine Zeit dafür und hat nun auch Wichtigeres zu tun.

Wichtigeres.
Keine Zeit.
Verpflichtendes.
Die Wahrheit.


Ein paar Tage später traf sie einen Vertreter der Eluive. Er nahm ihr ihre Last, als er sprach: "Nicht du hast diesen Bund geschunden, warst du doch nicht ein Teil von ihm. Die Allmutter ist gütig und hat dir verziehen, da bin ich mir sicher."
Zuletzt geändert von Saphiria Ulmenhof am Dienstag 22. März 2011, 19:38, insgesamt 2-mal geändert.
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