"An das Volk Gerimors . . . "

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Laviana Lloris

"An das Volk Gerimors . . . "

Beitrag von Laviana Lloris »

Sie hatte schon Angst, dass man ihr das Ganze übel anhängen würde. Nervös überflog sie noch einmal die Zeilen. Die Worte waren schon heftig. Und sie mochte gar nicht abschätzen, wer nun Recht oder unrecht hatte. Sie sollte nur diese Zettel verteilen. Sie war nur der Bote. Ihr drohte keine Gefahr. Sie war nur der Bote. Immer wieder murmelte sie leise die Worte vor sich hin.

Wie würde sie am Besten anfangen? Rahal? Bajard? Adoran? Sie wog alle Möglichkeiten gegeneinander ab und kam zu dem Schluss, dass ihr in Adoran wohl der meiste Ärger blühen würde, sollte man sie dabei sehen. Was nun? Zuerst oder zuletzt? Am besten wäre es, wenn sie das Gefährliche schnell hinter sich bringen würde. Und danach dann in Ruhe weiter in die weniger gefährlichen Orte. Nur wann. In der Nacht, wo die Wachen auf ungewöhnliches lauern, oder am Tage wo allgemein mehr Betrieb in der Stadt ist, und ein dreckiges Gör wie sie nicht einmal groß auffallen dürfte?

Sie sollte das Ganze noch einmal in Ruhe durchdenken und dann entschlossen und schnell handeln. So setzte sie sich noch einmal an das wärmende Feuer und ging alle Gedankengänge noch mal durch. […]
Laviana Lloris

Beitrag von Laviana Lloris »

Rückblickend würde man wohl sagen: Schief gelaufen.


Am Anfang sah das Ganze noch ruhig und durchdacht aus. Das aufkommende Getümmel an Meerwesen bot guten Schutz und gute Deckung und sie war ohne misstrauische Blicke in die Stadt gelangt. Doch dann....

DUMMKOPF

Natürlich hatte sie keine Rüstung bei. Natürlich hatte sie keinen Schild. Und die Waffe aus Coelium war die dümmste Wahl im Kampf gegen diese Wesen. Da brauchte sie sie nicht einmal ziehen. Viele Male streckten die Wesen sie zu Boden und mit der zeit fühlte sich ihr Körper wie ein weicher Schwamm an. Überall war Blut und sie konnte nicht zuordnen ob es das ihre, oder das der Monster war.

Nach gefühlten Stunden und schmerzenden Knochen, an Stellen, wo sie nicht mal wusste, dass sie Knochen hat und schmerzende Stellen, an Stellen wo sie nicht mal wusste, dass sie Stellen hatte - wankte ihr Entschluss, ob denn alles eine gute Idee war, und sie wollte die Stadt wieder verlassen. Doch dann wurde es zum Selbstläufer, und ehe sie sich versah, war sie mitten drin.

Der Mann der OdT, der die Pergamente bei ihr fand.
Ihre versuche sie ihm wieder zu entreissen.
Dann beim HvE - sie spürte wie die Blicke die sie trafen, kälter und kälter wurden. Jeder lass sich das Schriftstück durch, und machte die gleiche Methamorphose. Von neugierig zu kalt.
Beim Regiment. Eine kleine - zumindest trockene Zelle - man war nicht Unmenschlich aber man gab ihr auch keine Chance sich rauszuwinden. Ihr wurde schnell klar gemacht, dass sie in einer schlechten Position war. Und sie fand auch keinen Grund mehr das anzuzweifeln. Sie hatte schon einige miese Situationen erlebt, aber so in die Zange genommen wurde sie noch nie.

Und nun waren alle weg... es war ruhig... und sie hatte ausreichend Zeit um über die Konsequenzen ihres Handelns nachzudenken...
Zuletzt geändert von Laviana Lloris am Montag 15. November 2010, 11:11, insgesamt 1-mal geändert.
Laviana Lloris

Beitrag von Laviana Lloris »

Einige Zeit lang lag noch ein loses Pergament im Hinterzimmer der Taverne "Stadtstube" in Adoran. Daneben noch eine verstaubte Ausgabe des Gerimorkuriers. Das Pergament wirke etwas zerknautscht und nur hastig hingelegt... und vermutlich wirds auch nicht mehr lange da bleiben, so es jemand entdeckt.


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  • Geschätztes Volk Gerimors!

    Viel Leid mussten wir erdulden in den letzten Wochenläufen. Das sich erhitzende Meer, ausgelöst durch die Erweckung eines ruhelosen Geistes, welcher eine Wunde in den meeresboden riss, trieb zahllose Untiere aus dessen Tiefen an die Oberfläche, auf der Flucht vor den lebensfeindlichen Bedingungen. Und jetzt nehmen sie unsere ruhigen Wälder als Lebensraum ein und schlachten die Waldtiere, stören das Gleichgewicht, und alles droht zu kippen. Der Weisheit der Thyren ist es zu verdanken, dass man beschloss, jenen Geist anzuhören, welcher in diesem riesigen Vulkan innewohnt,
    Seine Forderungen sind in der Tat sehr eigentümlich: Zehntausend Edelsteine verlangt er! Ein weltliches Opfer, und so fragt man sich lieber, ob der Geist ein werk Alatars ist, als vielmehr, ob man sich nicht zusammentun sollte, um diese Edelsteine zu sammeln. Man geht gegen die Bemühungen jener vor, welche versuchen, unser geliebtes Gerimor wiedr in den normalen Zustand zu bringen. Gleichzeitig bringt der Adel des alumenischen Reiches jene in Verruf, deren Bemühungen auf das Endergebnis abzielen. Wollen sie überhaupt Frieden?
    Mam mag es den Hochgeborenen verzeihen. Sich um die Leiden und Belange der armen Unterschicht zu kümmern ist nicht möglich, fehlt es ihnen doch an Zeit, Zeit die sie aufwenden müssen, um ihre Ländereien selbst vor Ungeziefer aus dem Meer zu reinigen und sich gegebenenfalls auf die Hilfe ihrer tapferen dienstbotenschaft zu stützen, deren Geist unwillig ist, weiter zu denken als über die gut abgesicherten Zäune und Hecken der Grafschaften und Baronien. Leider bleibt das Wohl des Volkes auf der Strecke. Es fehlt ihnen an Zeit, richtig hinzuhören. Sie sehen Raffgier in Forderungen, die vielleicht an das Gemeinwohl aller appellieren sollen, der Intention heraus, einander beizustehen und zu helfen. Sie machen es sich vielleicht etwas bequem damit, schließlich könnten auch ihre kostbaren gehorteten Schätze dadurch gekürzt werden. Ritter in goldener Rüstung, mit juwelenbesetzten Schwertern. Doch ihre Juwelen wollen sie nicht hergeben. An wem soll sich das nach Erlösung rufende Volk von Bauern und Handwerkern wenden, wenn nicht an die Ritter- und Adelsschaft des alumenischen Reiches?
    Man muss sich fragen: Wo war der alumenische Adel als Bajard von riesigen Ungetümen angegriffen wurde, zu einer Zeit, wo selbst Rahal anstrebte, Bdas Fischerdorf zu schützen und zu hüten? Bereitwillig war Bajard wieder einmal empfänglich für Hilfe, während das Reich von König Beldan von Scherenbrück überrannt zu werden drohte! Doch der alumenische Adel kam lediglich Tage darauf um zu beobachten! Wo war der Adel eures Großreichs Alumenas, als man zur allgemeinen Spende ausrief? So beschäftigt waren sie, für das Allgemeinwohl ihrer Lehen zu sorgen, dass sie ganz vergessen hatten, dass andere Lebewesen, denen das Wohl der Landen am Herzen lag um Spenden baten, um die gewünschte Forderung zu begleichen. Sie konnten wohl nicht anders, als ihren Besitz zu verteidigen, indem sie jene, die sich hilfesuchend an sie wandten als Lügner bezichtigten und es ihnen auch nur so schwer wie möglich machten. Ihr eigener Reichtum war in Gefahr. Man verzeihe es ihnen gewiss, sie können nicht anders handeln als in ihrem zweifellos beschränkten Rahlmen des Denkens.
    Im Moment seid ihr diejenigen, die aktiv das Land vor dem Unheil retten können! Was sind ein paar Kristalle gegen sichere Wege ud sichere Wälder? Was sind zehntausend Edelsteine im Vergleich zu sicheren Wegen zu euren Höfen, Handwerkshäusern und Wohnungen? Was sind zehntausend Edelsteine, die ihr gemeinsam für alle sammelt, um aktiv daran teilzuhaben, wieder ein ruhiges Gerimor wissen zu dürfen?
    Und was tut der Adel für euch? Er erzählt euch Lüge über jene, die versuchen, die einzige Möglichkeit in die Tat umzusetzen, nämlich eben die Forderungen jenes Geistes! Der Adel will gar nicht, dass ihr sicher lebt, hält er sich doch für die absolute Weisheit im alumenischen Reich und wird, wenn wir diese Mühen endlich überstanden haben sich als vermeintlicher Retter in der Not abspielen! Kein Dank an jene, die es womöglich vollbracht haben! Nur Selbstbeweihräucherung wird es sein. Könnt ihr jenen wirklich trauen, die die Bemühungen erschweren, die Welt wieder ruhig und sicher zu wissen?
    Ich sage euch, IHR - und nur IHR allein könnt - nein - DÜRFT - Retter in der Not sein. Es geht hier nicht um Profitgier oder Geiz, es geht um unsere Zukunft! Wollt ihr eure Zukunft nicht auch sichern? Dann bringt die gesammelten Edelsteine zu einer Sammelstelle, die Sammeltruhe steht euch offen.. Weshalb sollte man sich raffgierig am Leid anderer bereichern, wenn man sein Ziel dem Wohle der Welt und der Wahrung des Gleichgewichtes verschrieben hat? Traut ihr wirklich vermeintlichen Helden in goldener Rüstung mehr, die ihre Schätze horten und nicht daran denken sie abzugeben?
    Wenn die Bedrohung nach der Sammlung der Edelsteine nicht an uns vorübergeht, dann richtet über uns, doch ich verspreche euch, wenn meine Worte wahr sind, dann ist es nicht der Adel, welcher eure Leben wieder ordnete, ihr allein wart es, und damit eure Weitsicht und euer unerschütterlicher Glaube.

    Für Gerimor! Für das Leben! Für die Freiheit!
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Thelor von Reensdorf

Beitrag von Thelor von Reensdorf »

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Zuletzt geändert von Thelor von Reensdorf am Montag 15. November 2010, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.
Savea Falkenlohe
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Savea Falkenlohe »

Nachdem ihre Erlaucht von Dornwald den Auftrag gegeben hatte einen kleinen Satz anzufügen an die Erklärungen, die ich bereits zuvor verfasst und auch verteilt hatte, außer in Adoran, gab ich das fertige Schriftstück in der Bibliothek ab und orderte sieben Abschriften.
Bereits am Vormittag lagen sie dann fertig vor mir um verteilt zu werden.
Als ich eines dieser Exemplare in der Taverne hinterlegen wollte, fiel mir der alte Kurier ins Auge und ein zerknitterter Zettel daneben, dessen Inhalt ich bereits seit gestern Abend kannte.

„Sich um die Leiden und Belange der armen Unterschicht zu kümmern ist nicht möglich, fehlt es ihnen doch an Zeit, Zeit die sie aufwenden müssen, um ihre Ländereien selbst vor Ungeziefer aus dem Meer zu reinigen und sich gegebenenfalls auf die Hilfe ihrer tapferen dienstbotenschaft zu stützen, deren Geist unwillig ist, weiter zu denken als über die gut abgesicherten Zäune und Hecken der Grafschaften und Baronien.
Hier hatte sich jedoch der Schmierfink einen kleinen Fauxpas geleistet, griff er doch darin nicht nur den hiesigen Adelsstand an, nein, auch den niederen Stand, den er eigentlich auf seine Seite zu ziehen versuchte.

Dann die provokante Frage wo denn alle gewesen seien, als Bajard von den Meereskreaturen angegriffen wurde, wo doch selbst die Kinder wissen, dass auch Adroan und Berchgard sich gleichermaßen zu verteidigen hatten und dennoch Boten hin und her ritten, um Informationen auszutauschen.
Bei diesem Pamphlet war eindeutig ein Kleingeist am Werke gewesen!

Ich schob den Zettel in meine Manteltasche und legte die für Adoran gedachte Abschrift auf die Theke, gut sichtbar.
Dann eilte ich weiter, gab es doch noch mehr zu verteilen und leise sang ich dabei vor mich hin.


„Sagt an, sagt an,
ist das der Geist aus dem Vulkan?
Der Wasser bracht zum kochen?
Kreaturen an Land gekrochen!
Sagt an, sagt an,
ist das der Geist aus dem Vulkan?
Wer hat ihn aus dem Schlaf gerissen,
dass er nun so bös verbissen,
Blut verlangt und Edelstein,
kann er noch von guten Mächten sein?
Das dürft ihr wohl bezweifeln gern,
solcher ist den guten Mächten fern!“
Zuletzt geändert von Savea Falkenlohe am Montag 15. November 2010, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
Dorian von Thraun

Beitrag von Dorian von Thraun »

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Quarius Lore
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Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Beitrag von Quarius Lore »

Interessant, dachte er sich. Die Stadt hatte er lange nicht mehr betreten. Wie auch, die Belange des Volkes Alumenas waren seit einigen Monden nicht mehr für ihn wichtig. Es gab zuerst an sich selbst zu feilen, bevor er an anderen herum feilte. Alles was er einst gelernt hatte war weg, doch in der Stadt angekommen traute er seinen Augen nicht. Kraken und Monster aus der Wasserwelt suchten die Bürger und das Volk Alumenas bei, was er nicht verstehen konnte war weshalb diese hier waren. Doch unweigerlich stoß er auf die Information. Abenteuerlust, große Erlebnisse, einen Ritter oder Paladin trachtete es nicht danach. Er ließ diese Informationen unwissentlich an ihm vorbeiziehen, als hätte er nichts damit zu tun. Der Orden würde ihn schon bei Gelegenheit darauf aufmerksam machen was zu tun seien soll. Oh Temora, dachte er sich, der Orden. Sie wussten noch nicht, dass er wieder im Lande war. In den Gedanken vertieft kam er derweil in der Stadt Adoran an, wo eine junge und nicht sonderlich anmutig bekleidete Dame seine Aufmerksamkeit erregte. Sie trug einige Pergamente bei sich, als sich bei einer relativ längeren Unterhaltung heraus stellte. Er hatte Mitleid mit der jungen Dame und dachte ihr helfen zu können, doch ist man nicht mehr auf diese Situationen aufmerksam genug, beziehungsweise nicht mehr Herr sich selber, keine eine Hilfestütze schnell einen zurückschmettern. Er brachte die Dame zu jenen Leuten, die einer jungen Dame wie ihr lieber die letzten Kleider herunteriss und sie am liebsten nackt vor dem Pranger stellte. Mitleid überkam ihn wieder und als das junge Ding im Kerker landete überredete er sie die restlichen Abschriften dieser Nachricht, ihm zu überreichen. Damit würde sie wohl nicht der Vielfältigkeit noch härter bestraft werden. Er übergab ihr, ihr Name stellte sich heraus war Charlotta, noch einige Bandagen, mit der sie ihre Wunden verpflegen sollte und trat aus der Regimentshalle heraus um das Pergament noch zu zerstören welches ihm von ihr überreicht wurde. Sie sagte ihm abschließend, dass in der Taverne noch weitere Abschriften vor zu finden wären. Einen Kontaktnamen sagte sie ihm jedoch nicht. Für ihn war alles Weitere nicht von Belang. Er schämte sich schließlich nur noch für sein Verhalten und schien nicht mehr zu differenzieren zwischen gut und schlecht…soweit war es nun mit ihm gekommen!
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